Tag-Archiv für 'trotz-alledem'

Auf besonderen Leserwunsch – Anmerkungen zu Jan Schlemermeyer: Zeit für Plan C (ND, 23.08.2015)

[Der fol­gende Text als .pdf-​​Datei.]

Ich wurde gefragt „gibt es eine Ana­lyse von dir zu die­sem Text? Wenn ja bitte link dazu.“ – Gab es zum Frage-​​Zeitpunkt nicht – aber nun gibt es (ich würde nicht gleich sagen: eine Ana­lyse, aber zumin­dest) ein paar Anmer­kun­gen:

1. Ich würde sagen, Achim Schill hat schon ziel­si­cher die beste Pas­sage aus dem Text her­aus­ge­pickt.

„Das ist gerade in Bezug auf die Kri­sen­po­li­tik ein Pro­blem. Denn bei ihr geht es ‚nicht ein­mal vor­ran­gig, um die Haus­halts­kon­so­li­die­rung, son­dern vor allem um die soge­nann­ten Struk­tur­re­for­men zur Stei­ge­rung der «Wett­be­werbs­fä­hig­keit». Die Aus­te­ri­täts­po­li­tik dient dazu, in der gesam­ten EU die Löhne zu sen­ken, die Pro­fi­ta­bi­li­tät zu erhö­hen und die Posi­tion des deut­schen und euro­päi­schen Kapi­tals in der Welt­markt­kon­kur­renz zu ver­bes­sern. Es ist eine ent­schei­dende Schwä­che der über­wie­gend keyne­sia­nisch argu­men­tie­ren­den deut­schen Lin­ken, dass sie aus einer an der effek­ti­ven Nach­frage ori­en­tier­ten Per­spek­tive die Aus­te­ri­täts­po­li­tik immer nur als irra­tio­nal dar­stellt’ (Sablow­ski 2015). Schließ­lich hel­fen gegen diese polit­öko­no­mi­sche Bedin­gungs­kon­stel­la­tion, die den Rah­men des poli­tisch Mög­li­chen auch für die Linke abseh­bar begrenzt, keine abs­trak­ten Appelle – und das gilt auf supra­na­tio­na­ler wie natio­na­ler Ebene (vgl. Hein­rich 2015). Des­we­gen lässt die »Alter­na­tive«, ent­we­der zahn­lo­ser Refor­mis­mus in den Staats­ap­pa­ra­ten und Kanä­len der EU oder ver­bal­ra­di­ka­ler Bruch mit ihr auf natio­nal­staat­li­cher Ebene, keine linke Wahl zu.“

2. Mit­ge­hen würde ich auch noch mit die­sem Satz,

„Die Nie­der­lage der grie­chi­schen Regie­rung gegen­über der maß­geb­lich von der deut­schen Regie­rung voran getrie­be­nen Erpres­sungs­po­li­tik ist nicht irgend­eine Nie­der­lage irgend­wel­cher aus­län­di­scher Genos­sIn­nen, son­dern eine Nie­der­lage der euro­päi­schen Lin­ken als Gan­zes und damit nicht zuletzt auch unsere.“

und mit der Über­schrift des Arti­kels: Wenn

  • Plan A die Tsipras-​​Linie einer Eini­gung mit Troika/​Quadriga

und

  • Plan B ein natio­nal­staat­li­cher Links­keyne­sia­nis­mus ist,

dann bedarf es in der Tat eines Plans (oder bes­ser: einer Hand­lungs­leit­li­nie) C.

3. Ich würde diese Linie C (mehr…)

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Minimalkonsenspolitik oder Freiheit der Agitation und Propaganda?

Zu der Demo gegen den Nazi-​​Aufmarsch in Dres­den im Feb. des ver­gan­ge­nen Jah­res kamen die Genos­sIn­nen von Trotz alle­dem mit einem Tran­spi „Bom­bar­de­ment Nazi-​​Dresdens war gerecht“. Dies wurde von ande­ren Teil­neh­me­rIn­nen, die bean­spruch­ten im Namen der MLPD zu spre­chen, laut Trotz alle­dem als Zer­stö­rung eines brei­ten lin­ken Bünd­nis­ses kri­ti­siert. Trotz alle­dem hielt die­ser Kri­tik in Nr. 54/​2010 (S. 17, 19) fol­gen­des ent­ge­gen:

„Ein brei­tes, auch links­li­be­ra­les Bünd­nis [gemeint wohl: Bünd­nis auch unter links­li­be­ra­ler Betei­li­gung, TaP] in die­ser Aktion gegen den Nazi-​​Aufmarsch ist rich­tig. Aber jede Gruppe, jede Orga­ni­sa­tion muss die Frei­heit inner­halb des Bünd­nis­ses haben, die eigene Mei­nung dar­zu­stel­len und zu ver­tre­ten. Ein­heit der Aktion – Frei­heit der Agi­ta­tion. Das ist unser Ver­ständ­nis!“

Sehe ich auch so. -

Zum Inhalt des umstrit­te­nen Trans­pis siehe auch noch einen Leser­brief und eine redak­tio­nelle Ant­wort in der fol­gen­den Aus­gabe von Trotz alle­dem.

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Zehn Punkte, über die wir diskutieren sollten

Noch ein­mal zum Thema Neue Anti­ka­pi­ta­lis­ti­sche /​ Revo­lu­tio­näre Orga­ni­sa­tion

Mein so beti­tel­tes Dis­kus­si­ons­pa­pier erschien ges­tern in „trend. online­zei­tung“ 6/​2011:

http://​www​.trend​.info​par​ti​san​.net/​t​r​d​0​6​1​1​/​t​0​3​0​6​1​1​.html.

Inhalts­ver­zeich­nis:

1. Warum „Orga­ni­sa­tion“?

2. Nur anti­ka­pi­ta­lis­tisch? Oder all­ge­mein revo­lu­tio­när? (Zum Ver­hält­nis von Kapi­ta­lis­mus, Patri­ar­chat und Ras­sis­mus)

3. Ver­hält­nis zu beste­hen­den lin­ken Orga­ni­sa­tio­nen

    a) Links­par­tei
    b) DKP, MLPD u.a.
    c) SPD, Grüne
    d) Akti­ons­ein­heit – Ein­heits­front

4. Wer/​welche soll/​en mit­ma­chen?

    a) Aus dem femi­nis­ti­schen Spek­trum
    b) Aus dem Bereich anti­ras­sis­ti­scher sowie migran­ti­scher und Flüchtlings-​​Organisierung
    c) Aus dem trotz­kis­ti­schen Bereich
    d) Aus dem Bereich der (post-)autonomen, (post-)antiimperialistischen Szene
    e) Grup­pen, die in Tra­di­tion der sog. „rech­ten“ Oppo­si­tion gegen die „Sozialfaschismus“-These der Kom­In­tern ste­hen
    f) Linkspartei-​​KritikerInnen, insb. aus dem ehe­ma­li­gen WSAG-​​Spektrum
    g) Reste der mao­is­ti­schen ML-​​Bewegung

5. Für eine Orga­ni­sa­tion von Revo­lu­tio­nä­rIn­nen? Oder für eine gemein­same Orga­ni­sa­tion von RadikalreformerInnen/​GradualistInnen und Revo­lu­tio­nä­rIn­nen? (Ver­hält­nis zu IL und isl)

6. Revo­lu­tio­när oder spe­zi­ell mar­xis­tisch? /​ Ver­hält­nis zum Anar­chis­mus

7. Zu Lage­ana­lyse und Stra­te­gie

    a) Wes­sen Krise?
    b) Kein zurück zum For­dis­mus! – Vor­wärts zum Sozia­lis­mus jetzt?!
    c) Die Volks­be­we­gun­gen im Mit­tel­meer­raum
    d) Zum Pro­blem der ökono­mi­schen und poli­ti­schen Spal­tung der Lohn­ab­hän­gi­gen

8. Reiz­wör­ter und Reiz­the­men

    a) „Anti­deut­sche“ – „Anti­im­pe­ria­lis­ten“
    b) Sta­lin
    c) Dik­ta­tur des Pro­le­ta­ri­ats
    d) Avant­garde
    e) Demo­kra­ti­scher Zen­tra­lis­mus
    f) Gewalt­frage
    g) Kopf­tuch

9. Aktive Mit­ar­beit /​ Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tu­ren /​ Arbeits­weise

    a) AktivistInnen-​​ oder Karteileichen-​​Organisation?
    b) Das Pri­vate ist poli­tisch: Orga­ni­sa­tion – Szene/​Milieu – Bewe­gung
    c) Nicht-​​klandestin oder halb-​​klandestin
    d) Inner-​​organisatorische Demo­kra­tie

10. Zum wei­te­ren Vor­ge­hen

Zitat aus dem Text:

„Im Gegen­satz zu gewis­sen ‚stil-​​diktierenden’ Ten­den­zen (der berühmte ‚pro­le­ta­ri­sche’ Kurz­haar­schnitt im Ggs. zu den lan­gen Hippie-​​Haaren, teil­weise wohl auch Ver­bot von partei-​​externen Lie­bes­be­zie­hun­gen usw.) bei den K-​​Gruppen der 70er Jah­ren soll­ten zwar Frei­zeit, Woh­nen usw. von orga­ni­sier­ter Pra­xis unter­schie­den wer­den. Auch hin­sicht­lich des poli­ti­schen Ver­hal­tens am Arbeits­platz, von dem die Exis­tenz­si­che­rung abhängt, sollte nichts Unmög­li­ches ver­langt wer­den. Die poli­ti­sche Linie einer Orga­ni­sa­tion muß immer auch die per­sön­li­chen Kräfte und Mög­lich­kei­ten der ein­zel­nen Mit­glie­der in Rech­nung stel­len.
Aber: Das heißt nicht, daß Leben, Arbeit und Poli­tik von ein­an­der getrennt sind; auch Leben und Arbei­ten, ‚das Pri­vate’ – wie die Frau­en­be­we­gung und viele andere 68er sag­ten –, sind poli­tisch. M.E. gibt es keine revo­lu­tio­näre Pra­xis, die hin­ter diese Ein­sicht zurück­fällt.“

Vgl. dazu ergän­zend:
http://​ent​ding​li​chung​.word​press​.com/​2​0​1​0​/​1​0​/​1​2​/​k​o​m​m​u​n​i​s​t​i​s​c​h​e​-​p​a​r​t​e​i​-​d​e​u​t​s​c​h​l​a​n​d​s​m​a​r​x​i​s​t​e​n​-​l​e​n​i​n​i​s​t​e​n​-​k​p​d​m​l​-​s​i​n​d​-​l​a​n​g​e​-​h​a​a​r​e​-​f​o​r​t​s​c​h​r​i​t​t​l​i​c​h​-​1974/.

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Zusammen kämpfen – oder Frauenorganisierung gegen Männerherrschaft?

PS.
zu „Gegen den Strom. Ver­such einer Aktua­li­sie­rung der ‚Feministische[n] Kri­tik‘ von 1993″, Fuß­note 5:

„Phy­si­sche und sexu­elle Gewalt ist das bru­talste und grau­samste Macht­in­stru­ment von Män­nerherr­schaft. Frauen wer­den welt­weit ver­ge­wal­tigt, geschla­gen, ermor­det. Sie sind der Män­ner­ge­walt über­all aus­ge­setzt: In der Familie/​Partnerschaft, auf der Strasse, am Arbeits­platz, im Stadt­teil, in der Dorf­ge­mein­schaft, in gesell­schaft­li­chen Insti­tu­tio­nen (vom Sport­ver­ein bis hin zu Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten); […]. Schaf­fen wir eine kom­mu­nis­ti­sche Frau­en­or­ga­ni­sie­rung!“

aus:
TROTZ ALLE­DEM!, [Flug­blatt] 25. Novem­ber 2009: Inter­na­tio­na­ler Kampf­tag gegen Gewalt an Frauen!.

Vgl. auch:
http://​maed​chen​blog​.blog​sport​.de/​2​0​1​0​/​0​5​/​2​1​/​b​e​r​l​i​n​-​d​o​-​2​7​-​5​-​w​a​s​-​e​r​w​a​r​t​e​n​-​w​i​r​-​u​n​s​-​v​o​n​-​f​r​a​u​e​n​l​e​s​b​e​n​t​r​a​n​s​-​r​a​e​umen/
und
mei­nen Kom­men­tar vom 01. Juli 2010 um 9:30 Uhr zu: „Frau­en­Les­ben“ – noch ein zeit­ge­mä­ßer Aus­druck oder total unqueer?.

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Realismus statt „Revolutions“-Euphorie

„Wie ein Lauf­feuer erfasste der Auf­ruhr der arbeits-​​ und zukunfts­lo­sen Jugend­li­chen gegen die Vet­tern­wirt­schaft Bin Ali-​​Regime die Völ­ker Tune­si­ens. Eine sich zu Beginn gegen Hun­ger, Arbeits­lo­sig­keit und Elend rich­tende Rebel­lion, ent­wi­ckelte sich sehr rasch zu einem Volks­auf­stand für Frei­heit und Demo­kra­tie, zu einer revo­lu­tio­nä­ren Erhe­bung zum Sturz des ver­hass­ten Unterdrücker-​​Regimes. […]. Als klar wurde, dass Bin Ali nicht zu hal­ten war, spran­gen Teile des beste­hen­den Sys­tems, die Armee und die Büro­kra­tie ab. Auch seine ‚Haupt­spon­so­ren‘ Frank­reich, Deutsch­land, Ita­lien und USA lie­ßen ihren, bis vor kur­zem ‚ver­trau­ens­wür­di­gen‘, treuen ‚Ver­bün­de­ten‘ und ‚Freund‘ wie eine heiße Kar­tof­fel fal­len. Sie schwenk­ten um. Ihre Geschäfte woll­ten sie nun mit den ‚neuen‘ Macht­ha­bern wei­ter­füh­ren. Plötz­lich ent­deck­ten sie, dass Tune­sien seit vier­zig Jah­ren von einem ‚fürch­ter­li­chen‘ und ‚auto­ri­tä­ren‘ Dik­ta­tor beherrscht wurde. Zudem war, so empör­ten sie sich, der Staat durch und durch kor­rupt! Diese impe­ria­lis­ti­schen Heuch­ler! […]
der bis­he­rige Ver­lauf [ist] so, dass einige ver­hasste Ver­tre­ter des Regimes durch andere ersetzt wer­den. Aber das Sys­tem der Aus­beu­tung und die Abhän­gig­keit vom Impe­ria­lis­mus blei­ben beste­hen. Es wer­den neue Koali­tio­nen von Grup­pen der alten Elite, und vor allem der ‚mode­rat isla­mi­schen‘ Oppo­si­tion, die bis­her von der Macht aus­ge­schlos­sen war geschmie­det. Das wird als Demo­kra­ti­sie­rung ver­kauft. Zwar wer­den einige for­mal bür­ger­lich demo­kra­ti­sche Schritte unter­nom­men, bzw. dahin­ge­hende Ver­spre­chun­gen gemacht, aber wirk­li­che Frei­heit und Demo­kra­tie für das werk­tä­tige Volk gibt nicht. So sind die Revo­lu­tio­nen in Maghreb und in Ara­bien momen­tan abge­bro­chene, halbe Revo­lu­tio­nen.
[…]. Alle impe­ria­lis­ti­schen Mächte USA, EU, Kanada, China und Russ­land usw. machen sich diese Rebel­lio­nen der Völ­ker zunutze. […]. Der bis­he­rige Ver­lauf der Volks­auf­stände zeigt als wich­tigs­ten Man­gel der Bewe­gung das Feh­len einer kom­mu­nis­ti­schen Orga­ni­sa­tion und Füh­rung. Die enorme Schwä­che der kom­mu­nis­ti­schen Bewe­gung lässt den Impe­ria­lis­ten und ihren Hel­fers­hel­fern Raum für ihre Manö­ver. […].
Wir Kom­mu­nis­ten sind Feinde des faschis­ti­schen Ghad­dafi Regimes. Wir sind für die Zer­schla­gung die­ses Regimes durch die volks­de­mo­kra­ti­sche Revo­lu­tion der Völ­ker Liby­ens. Wir unter­stüt­zen mit all unse­ren Mög­lich­kei­ten ihren Kampf gegen das Ghad­dafi Regime. Wir sind zugleich gegen jede Inter­ven­tion der Impe­ria­lis­ten! Denn wir wis­sen, dass all die schön for­mu­lier­ten Ziele ‚Unter­stüt­zung der Demo­kra­tie und Frei­heit‘, ‚Schutz der Zivil­be­völ­ke­rung vor Mas­sa­kern‘, ‚Men­schen­rech­ten‘ nichts als Lügen sind. Auch wenn viele Men­schen im Osten Liby­ens heute in ihrer Ver­zweif­lung in den Impe­ria­lis­ten ihre Ret­ter und Schutz­macht sehen, ändert das nichts an die­ser Tat­sa­che. […]. In die­sem Sinne rufen wir alle auf: Kämpft gegen die impe­ria­lis­ti­sche Inter­ven­tion und gegen den Krieg der Impe­ria­lis­ten in Libyen. Dies ist auch die beste Unter­stüt­zung des Kamp­fes der Völ­ker Liby­ens gegen das faschis­ti­sche Ghad­dafi Regime. Wirk­li­che Befrei­ung wird nur durch die Revo­lu­tion der Völ­ker Liby­ens erreicht wer­den.“

(Flug­blatt von Bolşe­vik Par­tizan [Nordkurdistan/​Türkei] und TROTZ ALLE­DEM! [Deutsch­land])

Ich würde mei­ner­seits vor­schla­gen, noch deut­li­cher zwi­schen poli­ti­schen Revo­lu­tio­nen und sol­chen, die auch die Pro­duk­ti­ons­ver­hält­nisse erfas­sen, zu unter­schei­den sowie dem – in dem Flug­blatt ver­wen­de­ten – abschät­zi­gen Begriff von „for­mal“ wider­spre­chen; auch der dort ver­wen­dete „Faschismus“-Begriff scheint mir dis­kus­si­ons­be­dürf­tig.

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Aus gegebenen Anlaß: Alternativer Imperialismus oder Antiimperialismus?

„Wir Inter­na­tio­na­lis­ten, Anti­im­pe­ria­lis­ten, Revo­lu­tio­nä­rIn­nen, Kom­mu­nis­tIn­nen, stel­len uns gegen die Ein­mi­schung der Impe­ria­lis­ten, die für ihre Inter­es­sen andere Völ­ker aus­beu­ten, knech­ten und mit Krie­gen über­zie­hen. Gleich­zei­tig aber stel­len wir uns auf die Seite der Pro­le­ta­rie­rer und unter­drück­ten Völ­ker aller Län­der. Unsere Hal­tung ist nicht, die Völ­ker [….] müs­sen sel­ber sehen, wie sie mit ihren Schläch­tern fer­tig wer­den. Wir müs­sen ihren Kampf […] mit allen uns zur Ver­fü­gung ste­hen­den Mit­teln unter­stüt­zen. Unser schlag­kräf­tigs­ter Bei­trag ist in unse­ren jewei­li­gen Län­dern den Impe­ria­lis­mus anzu­grei­fen und zu schla­gen. Für uns das der deut­sche Impe­ria­lis­mus, ‚unser‘ Haupt­feind und eine der wich­tigste Groß­mächte, […].“

aus: Trotz Alle­dem, Nr. 54, April 2010, 3 – 11 (11).

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