Tag-Archiv für 'thies-gleiss'

In der Jungen Welt von Do.: “ »links« ist leider nicht immer Gewähr für »klug« und »realitätstüchtig«.“

„[…] »links« ist lei­der nicht immer Gewähr für »klug« und »rea­li­täts­tüch­tig«. Ich rate zu Beschei­den­heit und Nüch­tern­heit. Der par­la­men­ta­ri­sche Ein­fluß der Lin­ken ist exakt 5,6 Pro­zent. […]. Mit 5,6 Pro­zent kön­nen wir keine Bedin­gun­gen stel­len, son­dern sie wer­den uns gestellt.“

Thies Gleiss zur Lage der Links­par­tei in NRW via Heino Berg

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Verschiedene Geschmäcker

Inga Nitz und Ste­fan Lie­bich (Bun­des­spre­che­rIn­nen des Forums Demo­kra­ti­scher Sozia­lis­mus; letz­te­rer zugleich MdB der Links­par­tei; ers­tere zugleich Mit­glied der Bre­mer Bür­ger­schaft) einer­seits und die Sascha Sta­ni­cic von der SAV ande­rer­seits haben den Pro­gramm­ent­wurf der Links­par­tei gele­sen. Wie ver­schie­den doch die Geschmä­cker sein kön­nen:

„Neo­kom­mu­nis­tisch“?

„Bereits im ers­ten Absatz ist – zumin­dest miss­ver­ständ­lich – for­mu­liert, dass es zum Rin­gen um andere gesell­schaft­li­che Ver­hält­nisse eines ande­ren Wirtschafts-​​ und Gesell­schafts­mo­dells bedarf. Hier rela­ti­viert sich das gegen­wär­tige Enga­ge­ment gegen Armut, für Frie­den, gesell­schaft­li­che Teil­habe und mehr demo­kra­ti­sche Rechte bereits im dop­pel­ten Sinne, und zwar mit pro­ble­ma­ti­schen Kon­se­quen­zen. Ent­we­der wird die schritt­weise Ver­bes­se­rung nur als mar­gi­nale Vor­stufe zum eigent­li­chen Ziel unter­be­wer­tet oder es bedarf erst des ande­ren Gesell­schafts­sys­tems, um die Ziele über­haupt zu errei­chen. Die­ses – im Grunde neo­kom­mu­nis­ti­sche – Poli­tik­ver­ständ­nis fin­det sich an zahl­rei­chen Stel­len im Pro­gramm­ent­wurf wie­der. Da der Trans­for­ma­ti­ons­ge­danke unver­mit­telt dane­ben steht, bleibt ein Ein­druck man­geln­der Strin­genz. Bei nähe­rer Betrach­tung stellt man fest, dass die hier kri­ti­sierte Logik sogar die domi­nante ist, in deren Rah­men sich jen­seits refor­me­ri­scher Ein­schübe die ein­zel­nen Reform­pro­jekte ein-​​ und unter­ord­nen. In die­sem Rah­men sind die Reform­pro­jekte eben nicht zen­tra­ler Bestand­teil sozia­lis­ti­scher Poli­tik, son­dern blo­ßes Akti­ons­mo­ment neben den eigent­lich ange­streb­ten stra­te­gi­schen Sys­tem­ver­än­de­run­gen.“

Oder nicht mar­xis­tisch?

„Ins­ge­samt trägt das Pro­gramm einen links­re­for­mis­ti­schen Cha­rak­ter. Es for­mu­liert vage ein sozia­lis­ti­sches Ziel, ohne jedoch eine genaue­res Bild davon dar­zu­le­gen, was unter Sozia­lis­mus ver­stan­den wird und wie Sozia­lis­mus erreicht wer­den kann. Der Text stellt zwar die Behaup­tung auf, dass der Kampf für linke Reform­pro­jekte gleich­zei­tig für das sozia­lis­ti­sche Ziel wirkt. Tat­säch­lich bleibt er aber über­all, wo er kon­kret wird, im Rah­men der kapi­ta­lis­ti­schen Pro­duk­ti­ons­weise und des kapi­ta­lis­ti­schen Sys­tems. Die von ihm auf­ge­stell­ten For­de­run­gen wer­den nicht ver­stan­den als Mit­tel zur Mobi­li­sie­rung der Arbei­ter­klasse für den Sturz des Kapi­ta­lis­mus, sie spren­gen nicht den kapi­ta­lis­ti­schen Rah­men, sind also keine Überg­angs­for­de­run­gen im mar­xis­ti­schen Sinne, […]“

(mehr…)

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Einige Termine

1. Sa., 26.09. – Demons­trie­ren gehen:

„Am 26.09.2009, 12.30 Uhr, auf dem Platz vor dem Roten Rat­haus
(Ber­lin, Nep­tun­brun­nen)

Für den 26. Sep­tem­ber 2009 mobi­li­siert der Bun­des­ver­band Lebens­recht zu einem ‚Schwei­ge­marsch‘ mit dem Titel ‚1000 Kreuze für das Leben‘. Wir rufen dazu auf, die­sem laut und mit viel­fäl­ti­gen Aktio­nen ent­ge­gen­zu­tre­ten.“

Wei­tere Infos: http://no218nofundis.wordpress.com/2009/08/18/aufruf-26-09-09-abtreibungsverbot-%c2%a7218-abschaffen-gegen-christlichen-fundamentalismus/.

2. So., 27.09. – ab 8 h wäh­len gehen,

falls die vor­ge­brach­ten Argu­mente über­zeu­gen.1

3. danach, ab 16 h in Ber­lin Film gucken gehen: 40 Jahre September-​​Streiks

„Im Sep­tem­ber 2009 wird TREND zwei Spiel­filme von Chris­tian Zie­wer und Klaus Wiese zei­gen, die von den Kämp­fen in der Fabrik han­deln, wie sie sich vor vier Jahr­zehn­ten in etwa abge­spielt haben. In ‚Schnee­glöck­chen blühn im Sep­tem­ber‘ (1973) wer­den die legen­dä­ren Sep­tem­ber­streiks wie­der leben­dig. ‚Liebe Mut­ter mir geht es gut‘ (1971) zeigt das Schei­tern von Arbei­ter­wi­der­stand in West­ber­lin in der Krise 1966/​67 und ver­mit­telt dadurch, warum die wil­den Streiks im Sep­tem­ber 1969 dort eine Rand­er­schei­nung blie­ben.“

So. 27.9. 16.00-20.00 Uhr
„Liebe Mut­ter mir geht es gut“
Café GROES­SEN­WAHN im Haus­pro­jekt Kin­zigstr. 9 | 10247 Ber­lin

Wei­tere Infos (mit umfang­rei­cher Doku­men­ta­tion zu den September-​​Streiks): http://​www​.trend​.info​par​ti​san​.net/​1​9​6​9​/​i​n​h​a​l​t​.html.

4. Sa., 3./So., 4.10. Ver­an­stal­tung in Ber­lin: Arbeits­kampf auf eigene Faust – 40 Jahre „Sep­tem­ber­streiks“

„Unter dem Motto „Betriebs­kämpfe, Gewerk­schaf­ten, spon­tane Streiks – Arbeits­kampf auf eigene Faust“ wird es am 3. und 4. Okto­ber eine Ver­an­stal­tung und Work­shops geben. Anlass ist der 40. Jah­res­tag der Sep­tem­ber­streiks, der ‚wil­den‘ Streik­welle 1969 in der BRD. Bei der Ver­an­stal­tung und den Work­shops soll es nicht nur um die Ver­mitt­lung ver­gan­ge­ner Kämpfe gehen, son­dern auch um eine Debatte über die heu­ti­gen Aus­gangs­be­din­gun­gen für betrieb­li­che Kon­flikte.
Ver­an­stal­tung | 3. Okto­ber | 16 Uhr | Medi­en­ga­le­rie (Duden­str. 10)
Work­shops | 4. Okto­ber | 11 Uhr | Havemann-​​Saal (Greifs­wal­der 4)“

Wei­tere Infos: http://​klas​sen​kampf​block​.blog​sport​.de/​2​0​0​9​/​0​9​/​0​3​/​a​r​b​e​i​t​s​k​a​m​p​f​-​a​u​f​-​e​i​g​e​n​e​-​f​aust/.

5. Sa., 10.10. – Ver­an­stal­tung zum glei­chen Thema, eben­falls in Ber­lin

Sa. 10.10. 15.00 -18.00 Uhr
In der Kon­junk­tur kämp­fen und heute?
Eine Dis­kus­si­ons­runde zu den Sep­tem­ber­streiks
INFO-​​Laden Lunte, Wei­se­str. 53 | 12049 Ber­lin

Quelle: http://​www​.trend​.info​par​ti​san​.net/​1​9​6​9​/​i​n​h​a​l​t​.html.

6. Do., 1. – Fr., 09.10. diverse Ver­an­stal­tu­gen in Mün­chen im Vor­feld der MY BODY MY CHOICE-​​Aktionen am 10.10.

Wei­tere Infos: http://​asabm​.blog​sport​.de/​2​0​0​9​/​0​9​/​2​4​/​d​i​v​e​r​s​e​-​t​e​r​m​i​n​e​-​i​m​-​v​o​r​feld/.

7. Tag X: Akti­ons­tag am Tag der Urteils­ver­kün­dung im mg-​​Prozess

„Der mg-​​Prozess gegen Axel, Oli­ver und Flo­rian neigt sich dem Ende zu. Die Bun­des­an­walt­schaft (BAW) wirft ihnen vor Bun­des­fahr­zeuge ange­zün­det zu haben und Mit­glie­der der mili­tan­ten gruppe (mg) zu sein. Mit einem bun­des­wei­ten, dezen­tra­len Akti­ons­tag am Tag X, dem Tag der Urteils­ver­kün­dung, drü­cken wir unsere Soli­da­ri­tät mit den Beschul­dig­ten im mg-​​Prozess aus und gehen gegen staat­li­che Repres­sion auf die Straße. Betei­ligt euch in euren Städ­ten am Akti­ons­tag im Rah­men Eurer Mög­lich­kei­ten. Orga­ni­siert Demons­tra­tio­nen, Kund­ge­bun­gen, Ver­an­stal­tun­gen, Stra­ßen­thea­ter, Wand­bil­der und vie­les mehr.
» Auf­ruf zum Tag X
» Akti­vi­tä­ten in ver­schie­de­nen Städ­ten am Tag X
» Wei­tere Auf­rufe zum Akti­ons­tag

Quelle: https://​ein​stel​lung​.so36​.net/ (auch mit Berich­ten aus Anlaß des gest­ri­gen Pro­zeß­ta­ges)

  1. Hier noch ein paar Nach­träge zur Wahl­dis­kus­sion:

    MOG. Mons­ters of Göt­tin­gen:

    ++ Grüne Jugend: Demo­kra­tie lebt von Par­ti­zi­pa­tion
    ++ Redi­cal [M]: Unsere Wahl heißt Wider­stand
    ++ [’solid]: „Kri­ti­sie­ren, Alter­na­ti­ven auf­zei­gen, enga­gie­ren, orga­ni­sie­ren und eben auch Kreuz­chen machen.“

    Anar­cho­syn­di­ka­lis­ti­sche Jugend Ber­lin: Inter­view mit der Jun­gen Welt zur Anti­wahl­kam­pa­gne

    Mne­menth: Warum es sich lohnt, Klein­par­teien und Ein­zel­kan­di­da­ten zu wäh­len; vgl. zu Grund 2 hier im Haupp­text bei FN 10 (Abschnitt „Alter­na­ti­ven zur Links­par­tei“).

    ► Ver­an­stal­tungs­hin­weis bei Neo­prene: Podi­ums­dis­kus­sion 24.29.09 Stutt­gart: Die LINKE wäh­len – eine geeig­nete Alter­na­tive? (+ Kom­men­tar zu einem Kom­men­tar zum hie­si­gen Bei­trag)

    ► zur Demo in Mann­heim ist eine gemein­same Bahn­fahrt aus Frei­burg orga­ni­siert: „Abfahrt: 09:45 Uhr, Gleis 2, Frei­burg HBF Kos­ten p.P.: 5-​​6 €“ (Erste Ergän­zung [Raus aus der Pro­vinz, … /​ auto­nome 24.09.2009 – 09:21] zu: http://​de​.indy​me​dia​.org/​2​0​0​9​/​0​9​/​2​6​1​7​3​6​.​shtml)

    Indy­me­dia 1: Infos & Links zum Nicht-​​ od. doch Wäh­len gehe (mit Kom­men­ta­ren von Grundeinkommens-​​Fans, die FDP-​​Wählen für das klei­nere Übel hal­ten)

    Indy­me­dia 2: Wider die „Pira­ten“ (mit eini­gen Piraten-​​Kommentaren, die sich auf den Schlips getre­ten füh­len).

    Fried­rich Engels: Die poli­ti­sche Aktion der Arbei­ter­klasse (1871).

    Vgl. auch noch:

    ► Angela Klein (ISL): Betrach­tun­gen zum Aus­gang der Land­tags­wah­len vom 30.8.2009

    ► Heino Berg (schreibt auch auf der Seite der SAV): Mit­ma­chen, um aus­zu­stei­gen?

    ► meine Anmer­kung zu einem frü­he­ren Text von Heino Berg: Zur Programm-​​Kritik von Thies Gleiss und Heino Berg. [zurück]

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(Was) wählen?

Die Frage scheint dies­mal so müßig, wie seit 20 Jah­ren nicht mehr, zu sein – wenn nicht sogar so, wie seit dem KPD-​​Verbot.

Über­sicht über den fol­gen­den Text:

I. Ein Blick zurück

1. Als Wah­len span­nend waren
2. Die ‚Rück­kehr‘ der spä­ten 50er und frü­hen 60er Jahre war nicht von Dauer

II. Der Stand der Dinge

III. Was die ande­ren sagen – kri­tisch kom­men­tiert
1. Ofen­schlot con­tra Dath
2. Bun­des­wahl­streik: Masse statt Klasse
3. Mann­heim: „Klas­sen­kampf statt Wahl­kampf“?
4. Angel of Neu­ko­elln: Für Grund­rechte, gegen Lohn­dum­ping und Sozi­al­ab­bau – und gegen deut­sche Kriegs­ein­sätze
5. Mäd­chen­mann­schaft: Elec­tions are a gen­der issue!
6. Diverse zu den Irr­we­gen der Pira­ten­par­tei
7. Avanti: „Unsere Wahl heißt Wider­stand“
8. VSP: Bitte noch mehr Weich­spü­ler
9. Von den Ex-​​TrotzkistInnen zu den Ex-​​MaoistInnen (ana­lyse & kri­tik)…
10. …zu Ex-​​blogsport-​​lerInnen (Kri­ti­sche Schrif­ten)
11. Mne­menth & TSP: Die Tücken des Wahl­rechts
12. Wahl­prüf­steine und andere Wahl­hil­fen
13. Gewerk­schaft­lich orga­ni­sierte SPD-​​Mitglieder sagen: SPD-​​Führung stür­zen ist dring­li­cher als SPD wäh­len
14. Alter­na­ti­ven zur Links­par­tei?
a) DKP – ohne Aus­sicht auf wahr­nehm­ba­ren Erfolg
b) PSG – unter irre­füh­ren­der Flagge
c) MLPD: Sta­lins „ech­ten Sozia­lis­mus“ wäh­len
d) Nicht auf dem Stimm­zet­tel: Frau­en­par­teien
15. Was die von mir regel­mä­ßig gele­se­nen Blät­ter „Arbei­ter­stimme“ (Nürn­berg) und „Arbei­ter­po­li­tik“ (Ham­burg) sagen

IV. Eigene Stel­lung­nahme

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