Tag-Archiv für 'sav'

Neues von mir (& anderen) zu Griechenland sowie zu Entrismus-Politik (vulgo: ‚Mitmach-Reformismus‘) bei de.indymedia.org, scharf-links und trend. onlinezeitung – Lesestoff fürs Wochenende

1.a) Die junge Welt berich­tet in ihrer heu­ti­gen Aus­gabe über eine Pres­se­kon­fe­renz, die der LAE-​​Fraktionsvorsitzende am Don­ners­tag­abend in Athen gab

Refe­ren­dum über die EU:

Grie­chen­lands neue Links­par­tei LAE will das Land in der Euro­päi­schen Union hal­ten – aber nicht um jeden Preis

http://​www​.jun​ge​welt​.de/​2​0​1​5​/​0​9​-​0​5​/​0​3​4.php

b) Da der Text ges­tern Abend schon online war, konnte ich mir nicht ver­knei­fen, dazu gleich mal ein paar Anmer­kun­gen bei de​.indy​me​dia​.org zu ver­öf­fent­li­chen:

(mehr…)

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Neues von der griech. „Volkseinheit“ / LAE: Gründungskonferenz + neues „Jacobin“-Interview

Ges­tern fand - ergän­zend zur schon vor rund zehn Tagen erfolg­ten par­la­men­ta­ri­schen Frak­ti­ons­grün­dung (Engl. – mit Namens­liste der Abg.; Deutsch; mein Kom­men­tar dazu) - die Kon­fe­renz zur Grün­dung der LAE („Volks­ein­heit“ oder „Popu­lare Ein­heit“) als Wahl­for­ma­tion statt. Stathis Kou­ve­lakis, Mit-​​Herausgeber des umfang­rei­chen Cri­ti­cal Com­pa­nion to Con­tem­porary Mar­xism (s. das dor­tige PS.), pos­tete bei FB einige Fotos, von denen ich hier nur das Erste wie­der­gebe, und unten­ste­hen­den kur­zen Bericht; außer­dem erschien ein neues Inter­view mit ihm.

A few pho­tos from the foun­ding orga­niza­tio­nal con­fe­rence of Popu­lar Unity, yes­ter­day, at Athens Eco­no­mic Uni­ver­sity ASOEE. Fif­teen or so orga­niza­ti­ons and any per­so­na­li­ties appro­ved the foun­ding mani­festo and appoin­ted the Poli­ti­cal Coun­cil of PU. These orga­niza­ti­ons cover a very broad spec­trum of the Greek radi­cal Left, from Ant­ar­sya (ARAN and ARAS have been foun­ding com­ponents of the far-​​Left coali­tion) to groups com­ing from PASOK and the KKE. The back­bone is the for­mer „Left Plat­form“ of Syriza, but other, very import­ant regroup­ments com­ing from Syriza have joi­ned, such as those rep­re­sen­ted by Eleni Por­ta­liou, from a Left-​​Eurocommunist back­ground, or Kostas Mar­ma­ta­kis, Mania Bar­sef­ski and Anto­nis Sig­alas, a frac­tion of the „53″ ten­dency roo­ted in the antiglo­ba­liza­tion move­ment, anti­ra­cism and the struggle for LGBT rights.
On top: Pana­gio­tis Lafa­za­nis at the podium, below, left to right, Zoe Kostan­to­pou­lou, Eleni Por­ta­liou and Venios Ange­lo­pou­los, Petros Papa­constan­ti­nou, stan­ding, Nadia Vala­vani, Tas­sos Stav­ro­pou­los and Panos Kos­mas, sit­ting.

Das in dem Bericht erwähnte „foun­ding mani­festo“ scheint noch nicht ver­öf­fent­licht, geschweige denn über­setzt wor­den zu sein (wie auch seit ges­tern Abend?). Statt des­sen ver­öf­fent­lichte jaco​bin​mag​.com ges­tern die eng­li­sche Über­set­zung eines Inter­views mit Kou­ve­laki, das am Do. (27.8.) in L‘Humanité erschie­nen war.

Ich fange mal mit dem Ein­zi­gen an, das mir an dem Inter­view beim gest­ri­gen Lesen posi­tiv auf­ge­fal­len war. Nach dem Rück­tritt Tsi­pras‘ am Don­ners­tag der vor­letz­ten Woche und als dritt­größte Frak­tion hatte die LAE bzw. ihr Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Lafa­za­nis ver­gan­gene Woche gemäß der griech. Ver­fas­sung für drei Tage Gele­gen­heit, zu ver­su­chen, eine neue Regie­rung zu bil­den. Dazu berich­tet Kou­ve­lakis: (mehr…)

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„that’s where the difficulty begins“

Ich habe gerade das Inter­view mit fünf Genos­sen (ja, fünf Män­ner – ich habe nicht das „-Innen“ ver­ges­sen) von SDS.Die Linke, Inter­ven­tio­nis­ti­sche Linke, SAV und einem u.a. in der Griechenland-​​Soli-​​Arbeit akti­ven Gewerk­schaf­ter gele­sen, das am Mon­tag (24.8.) im Jaco­bin­mag erschien. Im Gro­ßen und Gan­zen zeigt das Inter­view by doing ziem­lich anschau­lich, was m.E. das Pro­blem der (nicht nur) deut­schen Lin­ken – so pi Mal Dau­men in der Blockupy-​​Spannbreite von Links­par­tei bis IL – ist, aber das habe ich im Moment gerade keine Lust, genauer aus­füh­ren.

Statt des­sen möchte ich – heute mal ganz kon­struk­tiv – die Stelle zitie­ren, die mir dann doch sehr gut gefal­len hat. Es han­delt sich um eine Stelle, wo der Gewerk­schaf­ter auf die Ansicht des SAV-​​Genossen ant­wor­tet, „There’s no con­sen­sus amongst the Left in Greece, and even amongst the left wing of the Left, there’s no con­sen­sus. If you look at some of the spo­kes­per­sons of Syriza’s left, as well as some of the spo­kes­per­sons of the Left in Die Linke, they have only gone so far as to say we should stop pay­ing the debt, maybe we should natio­na­lize the banks. But they would not explain that wit­hin the frame­work of a capi­ta­list mode of pro­duc­tion, a Grexit is no solu­tion.“:

I agree that the ques­tion of a Grexit is not the deci­ding ques­tion. When you break with the [Euro­pean] insti­tu­ti­ons, you only have a real oppor­tu­nity if you begin to break with capi­ta­list pro­perty rela­ti­ons. But I think that’s where the dif­fi­culty begins.
I can­not ima­gine an iso­la­ted socia­list Greece. Greece is so weak that in the long term it wouldn’t be able to with­stand outs­ide pres­sure. That is not a ques­tion of the Greek working class, but of the Euro­pean working class, if you think about it. Even if Greece can per­haps be a pioneer in this direc­tion, it will be cru­cial if other coun­tries fol­low or not.

Ich denke, der kurze Ein­wurf, „that’s where the dif­fi­culty begins“, bringt es sehr gut auf den Punkt, wieso ich es abso­lut unzu­rei­chend finde, der Poli­tik von Tsi­pras ein­fach nur die Parole vom Grexit ent­ge­gen­zu­set­zen – und zwar selbst dann, wenn sie – wie im Falle der SAV – mit dem Wunsch ver­bun­den ist, den „Grexit“ mit der „Sys­tem­frage“ zu ver­bin­den.

Ein radi­ka­le­res Ziel zu haben als Tsi­pras (was ich sehr sym­pa­thisch finde), sagt näm­lich noch über­haupt nichts dar­über aus, wie das radi­ka­lere Ziele oder auch nur das weni­ger radi­kale Ziel von Tsi­pras erreicht wer­den kann. Eine lin­ker Grexit wäre näm­lich keine Stra­te­gie, son­dern nur ein tech­ni­sches Instru­ment, das im Rah­men einer Stra­te­gie eine Rolle spie­len müßte.

Andi Hesse fokus­siert in sei­ner oben zitier­ten For­mu­lie­rung vor allem auf: „Even if Greece can per­haps be a pioneer in this direc­tion, it will be cru­cial if other coun­tries fol­low or not.“ – und ich stimmte ihm völ­lig zu; und trotz­dem möchte ich sein „per­haps“ zusätz­lich dick unter­strei­chen. Denn auch in Grie­chen­land ist ein lin­ker Grexit (inklu­sive oder exklu­sive „Sys­tem­frage“) kein Pro­gramm, das ein­fach nur vor­ge­stellt und dann gewählt wer­den müßte. – Es bedürfte nicht nur der Mas­sen, die die­ses Pro­gramm rich­tig fin­den (schon da fan­gen meine Zwei­fel an), son­dern es auch machen (rea­li­sie­ren).

PS.:

Dazu, was einige der Pro­bleme, die beim ‚Machen‘ (Leben/​Praktizieren) einer post-​​kapitalitischen Gesell­schaft auf­tau­chen, sind, habe ich ges­tern die­sen Text von Rüdi­ger Mats bei neo­prene gele­sen:

http://​neo​prene​.blog​sport​.de/​2​0​1​5​/​0​8​/​2​8​/​b​u​t​t​e​r​-​b​e​i​-​d​i​e​-​f​i​s​c​h​e​-​r​-​m​a​t​s​-​z​u​r​-​d​e​b​a​t​t​e​-​u​m​-​e​i​n​e​n​-​n​e​u​e​n​-​s​o​z​i​a​l​i​smus/

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Neu von mir bei linksunten.indymedia, scharf-links sowie (zusammen mit systemcrash) bei trend

1. Hat Tspi­ras einen Bres­ter Frie­den gewon­nen?

Zu Sla­voj Žižek im New Sta­tes­man und in der Zeit

http://​scharf​-links​.de/​4​4​.​0​.​h​t​m​l​?​&​a​m​p​;​t​x​_​t​t​n​e​w​s​[​p​o​i​n​t​e​r​]​=​4​&​a​m​p​;​t​x​_​t​t​n​e​w​s​[​t​t​_​n​e​w​s​]​=​5​2​6​9​8​&​a​m​p​;​t​x​_​t​t​n​e​w​s​[​b​a​c​k​P​i​d​]​=​5​6​&​a​m​p​;​c​H​a​s​h​=​c​e​6​2​7​ec977

Vgl. zu Žižeks Text auch (auch wenn ich nicht alles teile):

Zizeks intel­lek­tu­el­ler und Tsi­pras‘ poli­ti­scher Bank­rott

http://​blog​-pro​le​ter​.myblog​.de/​b​l​o​g​-​p​r​o​l​e​t​e​r​/​a​r​t​/​8​5​9​8​5​3​8​/​Z​i​z​e​k​s​-​i​n​t​e​l​l​e​k​t​u​e​l​l​e​r​-​u​n​d​-​T​s​i​p​r​a​s​-​p​o​l​i​t​i​s​c​h​e​r​-​B​a​n​krott

2. De-​​Konstruktion einer Rechtfertigungs-​​Rede

Zu Alexis Tsi­pras Neuwahl-​​Ankündigungs-​​Rede von Don­ners­tag der ver­gan­ge­nen Woche [= ein Hin­weis auf /​ eine Ein­lei­tung für den fol­gen­den Text Nr. 3]

http://​scharf​-links​.de/​4​4​.​0​.​h​t​m​l​?​&​a​m​p​;​t​x​_​t​t​n​e​w​s​[​t​t​_​n​e​w​s​]​=​5​2​7​8​4​&​a​m​p​;​t​x​_​t​t​n​e​w​s​[​b​a​c​k​P​i​d​]​=​5​6​&​a​m​p​;​c​H​a​s​h​=​9​c​6​4​2​ce675

3. Über die Dring­lich­keit, die Ver­hält­nisse zu ändern

Demons­triert anhand der Fern­seh­an­spra­che, die Alexis Tsi­pras am Don­ners­tag, den 20.08.2015 hielt – Die voll­stän­dige Rede (engl.; dt.), Satz für Satz erör­tert

https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/​1​51405

4. [zusam­men mit sys­tem­crash:] Kri­tik der Bewußtseins-​​Stadien-​​Theorie – Pro­bleme des Ent­ris­mus

Neun kurze The­sen aus einem 19 Seiten-​​Papier [zu dem Bei­trag eines SAV-​​Genossen bei einer Ver­an­stal­tung in Frank­furt am Main am 6. August zum Thema „Was ist eine linke, poli­ti­sche Orga­ni­sa­tion?“ – dem­nächst wird es auch eine Lang­fas­sung des Papie­res geben]

http://​www​.trend​.info​par​ti​san​.net/​t​r​d​0​8​1​5​/​t​5​3​0​8​1​5​.html

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Die griech. SAV-Schwester Xekinima zur Frage: Wie weiter mit der Linken in Griechenland? – nebst kritischen Anmerkungen von TaP

Zu einem Inter­view von Lucy Red­ler von der Sozia­lis­ti­sche Alter­na­tive (CWI in Ger­many) mit And­ros Pay­iat­sos from Xeki­nima (the Greek sec­tion of the CWI)

1. Nicht, daß es nicht schön wäre, dann das Fol­gende pas­sie­ren und anschlie­ßend funk­tio­nie­ren würde:

Through the expe­ri­en­ces of the last five years of cri­sis and the Troika’s dra­co­nian poli­cies, the radi­cal sec­tions of the Greek Left, in gene­ral, came to very simi­lar con­clu­si­ons about the need for a ‘tran­si­tio­nal pro­gramme’ which breaks with the capi­ta­list sys­tem and the EU. There is wides­pread basic agree­ment about the fol­lo­wing points:

1. The sov­eign debt must not be paid 2. Banks must be natio­na­li­sed, 3. Capi­tal con­trols and public con­trol of for­eign trade must be esta­blis­hed 4. Exit from the euro and esta­blish a natio­nal cur­rency, 5. Natio­na­lise all com­pa­nies which have clo­sed down or have sabo­ta­ged the eco­nomy and put them under workers’ manage­ment 6. Natio­na­lise the com­man­ding heights of eco­nomy and put them under the con­trol and manage­ment of workers and society, in order to demo­cra­tise the pro­cess of pro­duc­tion and dis­tri­bu­tion of goods of the eco­nomy, as a whole. 8. It is import­ant to link the struggle of Greek workers to workers’ strugg­les against aus­te­rity and capi­ta­lism across the whole of Europe.

http://​www​.socia​list​world​.net/​d​o​c​/7289

2. Noch schö­ner wäre frei­lich, wenn auch noch gesagt wer­den würde, mit wel­cher Stra­te­gie es erreicht wer­den soll. – Da kommt aber in dem Inter­view erst ein­mal nicht mehr als:

to build a new mass left for­ma­tion

3. Nicht, daß ich das Fol­gende nicht tei­len würde: (mehr…)

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Zum Stand der Organisierungs- und Programmdebatte

Ende März hatte die Sozia­lis­ti­sche Initia­tive Ber­lin (damals noch mit dem Zusatz: „-Schö­ne­berg“) mit ihrem Papier „Neue anti­ka­pi­ta­lis­ti­sche Orga­ni­sa­tion? Neue anti­ka­pi­ta­lis­ti­sche Orga­ni­sa­tion? Na end­lich!“ eine – auch hier schon öfters Thema gewe­sene – Programm-​​ und Orga­ni­sie­rungs­de­batte aus­ge­löst. Mitt­ler­weile hat die Debatte – ins­be­son­dere durch die Bei­träge des Krei­ses der Auto­rIn­nen eines „Bochu­mer Programm“-Entwurfes – deut­lich an Fahrt auf­ge­nom­men.
Strit­tig ist im Moment ins­be­son­dere, ob das Kon­zept des „revo­lu­tio­nä­ren Bruchs“ tat­säch­lich zur Grund­lage der Arbeit der even­tu­ell zu grün­den­den Orga­ni­sa­tion gemacht wer­den soll (wie in dem „Na endlich“-Papier vor­ge­schla­gen und sogar als „unver­han­del­bar“ bezeich­net wurde) oder ob die Orga­ni­sa­tion auch für gra­dua­lis­ti­sche Kon­zep­tio­nen, die eine schritt­weise Ände­rung der Gesell­schafts­struk­tur ohne revo­lu­tio­nä­ren Bruch anstre­ben, offen sein soll, und ob das „Bochu­mer Pro­gramm“ in die zweit­ge­nannte Kate­go­rie fällt.

Meine letz­ten Bei­träge zu die­sem Thema fin­den sich dort:

und

sowie
schon etwas älter:

Außer­dem gibt es eine Über­sicht über die­ses und 19 wei­tere The­men, die bis­her strit­tig dis­ku­tiert wur­den und wei­ter dis­ku­tiert wer­den sol­len:

.

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Reformistischer Voluntarismus – Zum Grundsatzprogramm-Entwurf der Linkspartei

Ges­tern wurde im blog Lafon­tai­nes Linke eine von mir ver­faßte aus­führ­li­che Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Grundsatzprogramm-​​Entwurf der Links­par­tei (mit bis­her 7 LeserInnen-​​Kommentaren) ver­öf­fent­licht:

http://​www​.lafon​tai​nes​-linke​.de/​2​0​1​1​/​1​0​/​d​a​s​-​b​l​a​u​e​-​v​o​m​-​h​i​m​m​e​l​-​s​c​h​u​l​z​e​-​p​r​o​g​r​a​m​m​-​d​e​b​atte/.

Vgl. zum glei­chen The­men­kreis auch noch von mir bzw. unter mei­ner Betei­li­gung ent­stan­den:

zur vor­her­ge­hen­den Fas­sung des Grundsatzrogramm-​​Entwurfes:

Ver­schie­dene Geschmä­cker
http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​0​/​0​5​/​1​1​/​v​e​r​s​c​h​i​e​d​e​n​e​-​g​e​s​c​h​m​a​e​cker/

zum Linkspartei-​​Wahlprogramm von 2009:

Linke Kapi­ta­lis­mus­kri­tik muss tref­fen­der wer­den – Geht eine Kri­tik an Geiz, Gier und Ver­ant­wor­tungs­lo­sig­keit wirk­lich an die Wur­zel – oder am Ziel vor­bei?
http://​www​.trend​.info​par​ti​san​.net/​t​r​d​7​8​0​9​/​t​1​0​7​8​0​9​.html

eine Dis­kus­sion von Anfang der 1990er Jahre:

Moder­ner Kapi­ta­lis­mus – Arbei­te­rIn­nen­klasse – poli­ti­sches Sub­jekt
http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​k​o​p​r​o​d​u​k​t​i​o​n​e​n​/​m​o​d​e​r​n​e​r​-​k​a​p​i​t​a​l​i​s​m​u​s​-​a​r​b​e​i​t​e​r​i​n​n​e​n​k​l​a​s​s​e​-​p​o​l​i​t​i​s​c​h​e​s​-​s​u​b​jekt/

Hehre Ansprü­che, naive Stra­te­gie
http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​k​o​p​r​o​d​u​k​t​i​o​n​e​n​/​h​e​h​r​e​-​a​n​s​p​r​u​e​c​h​e​-​n​a​i​v​e​-​s​t​r​a​t​egie/

Trans­for­ma­tion oder Revo­lu­tion?
http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​k​o​p​r​o​d​u​k​t​i​o​n​e​n​/​t​r​a​n​s​f​o​r​m​a​t​i​o​n​-​o​d​e​r​-​r​e​v​o​l​u​tion/

ansons­ten zur Links­par­tei:
http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​t​a​g​/​l​i​n​k​s​p​artei

von ande­ren:

a)

Lucy Red­ler
Sozia­lis­mus statt Markt­wirt­schaft. Eine Aus­ein­an­der­set­zung mit Sahra Wagen­knechts „Frei­heit statt Kapi­ta­lis­mus“
Bro­schüre, A5, 44 Sei­ten
3 Euro
http://shop.sozialismus.info/shop/article_662/Sozialismus-statt-Marktwirtschaft.html?sessid=LWnGL8ViKOpke5IRqIEpsTMkKHz12RfLYwFUyGJi00hkM73LFxBO6QYbY6TicfzY&shop_param=cid%3D1%26aid%3D662%26

Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tung über das Buch „Frei­heit statt Kapi­ta­lis­mus“ von Sarah Wagen­knecht
Mon­tag, 10. Okto­ber, 19 Uhr im Ver­an­stal­tungs­raum DIE LINKE, Schwa­nen­str. 30, Dort­mund
http://​sav​-ruhr​.blog​spot​.com/​2​0​1​1​/​0​9​/​s​o​z​i​a​l​i​s​m​u​s​-​s​t​a​t​t​-​m​a​r​k​t​w​i​r​t​s​c​h​a​f​t​-​m​i​t​.html

b)

Guen­ther Sand­le­ben
Finanz­markt­krise – Mythos und Wirk­lich­keit. Wie die ganz reale Wirt­schaft die Krise kriegt
(pro­le­ta­ri­schen Texte Band 1)
121 Sei­ten. 7,90 €
ISBN 978-​​3-​​8423-​​3654-​​4
http://​www​.pro​le​ta​ri​sche​-platt​form​.org/​p​r​o​l​e​t​a​r​i​s​c​h​e​-​t​exte/

c)

August Thal­hei­mer (vgl. zu die­sem: http://​de​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​K​o​m​m​u​n​i​s​t​i​s​c​h​e​_​P​a​r​t​e​i​-​O​p​p​o​s​ition)
Über die soge­nannte Wirtschafts-​​Demokratie
http://​www​.mar​xists​.org/​d​e​u​t​s​c​h​/​a​r​c​h​i​v​/​t​h​a​l​h​e​i​m​e​r​/​1​9​2​8​/​x​x​/​w​i​r​t​d​e​m​.html

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Zehn Punkte, über die wir diskutieren sollten

Noch ein­mal zum Thema Neue Anti­ka­pi­ta­lis­ti­sche /​ Revo­lu­tio­näre Orga­ni­sa­tion

Mein so beti­tel­tes Dis­kus­si­ons­pa­pier erschien ges­tern in „trend. online­zei­tung“ 6/​2011:

http://​www​.trend​.info​par​ti​san​.net/​t​r​d​0​6​1​1​/​t​0​3​0​6​1​1​.html.

Inhalts­ver­zeich­nis:

1. Warum „Orga­ni­sa­tion“?

2. Nur anti­ka­pi­ta­lis­tisch? Oder all­ge­mein revo­lu­tio­när? (Zum Ver­hält­nis von Kapi­ta­lis­mus, Patri­ar­chat und Ras­sis­mus)

3. Ver­hält­nis zu beste­hen­den lin­ken Orga­ni­sa­tio­nen

    a) Links­par­tei
    b) DKP, MLPD u.a.
    c) SPD, Grüne
    d) Akti­ons­ein­heit – Ein­heits­front

4. Wer/​welche soll/​en mit­ma­chen?

    a) Aus dem femi­nis­ti­schen Spek­trum
    b) Aus dem Bereich anti­ras­sis­ti­scher sowie migran­ti­scher und Flüchtlings-​​Organisierung
    c) Aus dem trotz­kis­ti­schen Bereich
    d) Aus dem Bereich der (post-)autonomen, (post-)antiimperialistischen Szene
    e) Grup­pen, die in Tra­di­tion der sog. „rech­ten“ Oppo­si­tion gegen die „Sozialfaschismus“-These der Kom­In­tern ste­hen
    f) Linkspartei-​​KritikerInnen, insb. aus dem ehe­ma­li­gen WSAG-​​Spektrum
    g) Reste der mao­is­ti­schen ML-​​Bewegung

5. Für eine Orga­ni­sa­tion von Revo­lu­tio­nä­rIn­nen? Oder für eine gemein­same Orga­ni­sa­tion von RadikalreformerInnen/​GradualistInnen und Revo­lu­tio­nä­rIn­nen? (Ver­hält­nis zu IL und isl)

6. Revo­lu­tio­när oder spe­zi­ell mar­xis­tisch? /​ Ver­hält­nis zum Anar­chis­mus

7. Zu Lage­ana­lyse und Stra­te­gie

    a) Wes­sen Krise?
    b) Kein zurück zum For­dis­mus! – Vor­wärts zum Sozia­lis­mus jetzt?!
    c) Die Volks­be­we­gun­gen im Mit­tel­meer­raum
    d) Zum Pro­blem der ökono­mi­schen und poli­ti­schen Spal­tung der Lohn­ab­hän­gi­gen

8. Reiz­wör­ter und Reiz­the­men

    a) „Anti­deut­sche“ – „Anti­im­pe­ria­lis­ten“
    b) Sta­lin
    c) Dik­ta­tur des Pro­le­ta­ri­ats
    d) Avant­garde
    e) Demo­kra­ti­scher Zen­tra­lis­mus
    f) Gewalt­frage
    g) Kopf­tuch

9. Aktive Mit­ar­beit /​ Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tu­ren /​ Arbeits­weise

    a) AktivistInnen-​​ oder Karteileichen-​​Organisation?
    b) Das Pri­vate ist poli­tisch: Orga­ni­sa­tion – Szene/​Milieu – Bewe­gung
    c) Nicht-​​klandestin oder halb-​​klandestin
    d) Inner-​​organisatorische Demo­kra­tie

10. Zum wei­te­ren Vor­ge­hen

Zitat aus dem Text:

„Im Gegen­satz zu gewis­sen ‚stil-​​diktierenden’ Ten­den­zen (der berühmte ‚pro­le­ta­ri­sche’ Kurz­haar­schnitt im Ggs. zu den lan­gen Hippie-​​Haaren, teil­weise wohl auch Ver­bot von partei-​​externen Lie­bes­be­zie­hun­gen usw.) bei den K-​​Gruppen der 70er Jah­ren soll­ten zwar Frei­zeit, Woh­nen usw. von orga­ni­sier­ter Pra­xis unter­schie­den wer­den. Auch hin­sicht­lich des poli­ti­schen Ver­hal­tens am Arbeits­platz, von dem die Exis­tenz­si­che­rung abhängt, sollte nichts Unmög­li­ches ver­langt wer­den. Die poli­ti­sche Linie einer Orga­ni­sa­tion muß immer auch die per­sön­li­chen Kräfte und Mög­lich­kei­ten der ein­zel­nen Mit­glie­der in Rech­nung stel­len.
Aber: Das heißt nicht, daß Leben, Arbeit und Poli­tik von ein­an­der getrennt sind; auch Leben und Arbei­ten, ‚das Pri­vate’ – wie die Frau­en­be­we­gung und viele andere 68er sag­ten –, sind poli­tisch. M.E. gibt es keine revo­lu­tio­näre Pra­xis, die hin­ter diese Ein­sicht zurück­fällt.“

Vgl. dazu ergän­zend:
http://​ent​ding​li​chung​.word​press​.com/​2​0​1​0​/​1​0​/​1​2​/​k​o​m​m​u​n​i​s​t​i​s​c​h​e​-​p​a​r​t​e​i​-​d​e​u​t​s​c​h​l​a​n​d​s​m​a​r​x​i​s​t​e​n​-​l​e​n​i​n​i​s​t​e​n​-​k​p​d​m​l​-​s​i​n​d​-​l​a​n​g​e​-​h​a​a​r​e​-​f​o​r​t​s​c​h​r​i​t​t​l​i​c​h​-​1974/.

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Verschiedene Geschmäcker

Inga Nitz und Ste­fan Lie­bich (Bun­des­spre­che­rIn­nen des Forums Demo­kra­ti­scher Sozia­lis­mus; letz­te­rer zugleich MdB der Links­par­tei; ers­tere zugleich Mit­glied der Bre­mer Bür­ger­schaft) einer­seits und die Sascha Sta­ni­cic von der SAV ande­rer­seits haben den Pro­gramm­ent­wurf der Links­par­tei gele­sen. Wie ver­schie­den doch die Geschmä­cker sein kön­nen:

„Neo­kom­mu­nis­tisch“?

„Bereits im ers­ten Absatz ist – zumin­dest miss­ver­ständ­lich – for­mu­liert, dass es zum Rin­gen um andere gesell­schaft­li­che Ver­hält­nisse eines ande­ren Wirtschafts-​​ und Gesell­schafts­mo­dells bedarf. Hier rela­ti­viert sich das gegen­wär­tige Enga­ge­ment gegen Armut, für Frie­den, gesell­schaft­li­che Teil­habe und mehr demo­kra­ti­sche Rechte bereits im dop­pel­ten Sinne, und zwar mit pro­ble­ma­ti­schen Kon­se­quen­zen. Ent­we­der wird die schritt­weise Ver­bes­se­rung nur als mar­gi­nale Vor­stufe zum eigent­li­chen Ziel unter­be­wer­tet oder es bedarf erst des ande­ren Gesell­schafts­sys­tems, um die Ziele über­haupt zu errei­chen. Die­ses – im Grunde neo­kom­mu­nis­ti­sche – Poli­tik­ver­ständ­nis fin­det sich an zahl­rei­chen Stel­len im Pro­gramm­ent­wurf wie­der. Da der Trans­for­ma­ti­ons­ge­danke unver­mit­telt dane­ben steht, bleibt ein Ein­druck man­geln­der Strin­genz. Bei nähe­rer Betrach­tung stellt man fest, dass die hier kri­ti­sierte Logik sogar die domi­nante ist, in deren Rah­men sich jen­seits refor­me­ri­scher Ein­schübe die ein­zel­nen Reform­pro­jekte ein-​​ und unter­ord­nen. In die­sem Rah­men sind die Reform­pro­jekte eben nicht zen­tra­ler Bestand­teil sozia­lis­ti­scher Poli­tik, son­dern blo­ßes Akti­ons­mo­ment neben den eigent­lich ange­streb­ten stra­te­gi­schen Sys­tem­ver­än­de­run­gen.“

Oder nicht mar­xis­tisch?

„Ins­ge­samt trägt das Pro­gramm einen links­re­for­mis­ti­schen Cha­rak­ter. Es for­mu­liert vage ein sozia­lis­ti­sches Ziel, ohne jedoch eine genaue­res Bild davon dar­zu­le­gen, was unter Sozia­lis­mus ver­stan­den wird und wie Sozia­lis­mus erreicht wer­den kann. Der Text stellt zwar die Behaup­tung auf, dass der Kampf für linke Reform­pro­jekte gleich­zei­tig für das sozia­lis­ti­sche Ziel wirkt. Tat­säch­lich bleibt er aber über­all, wo er kon­kret wird, im Rah­men der kapi­ta­lis­ti­schen Pro­duk­ti­ons­weise und des kapi­ta­lis­ti­schen Sys­tems. Die von ihm auf­ge­stell­ten For­de­run­gen wer­den nicht ver­stan­den als Mit­tel zur Mobi­li­sie­rung der Arbei­ter­klasse für den Sturz des Kapi­ta­lis­mus, sie spren­gen nicht den kapi­ta­lis­ti­schen Rah­men, sind also keine Überg­angs­for­de­run­gen im mar­xis­ti­schen Sinne, […]“

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