Tag-Archiv für 'rso'

Die griech. SAV-Schwester Xekinima zur Frage: Wie weiter mit der Linken in Griechenland? – nebst kritischen Anmerkungen von TaP

Zu einem Inter­view von Lucy Red­ler von der Sozia­lis­ti­sche Alter­na­tive (CWI in Ger­many) mit And­ros Pay­iat­sos from Xeki­nima (the Greek sec­tion of the CWI)

1. Nicht, daß es nicht schön wäre, dann das Fol­gende pas­sie­ren und anschlie­ßend funk­tio­nie­ren würde:

Through the expe­ri­en­ces of the last five years of cri­sis and the Troika’s dra­co­nian poli­cies, the radi­cal sec­tions of the Greek Left, in gene­ral, came to very simi­lar con­clu­si­ons about the need for a ‘tran­si­tio­nal pro­gramme’ which breaks with the capi­ta­list sys­tem and the EU. There is wides­pread basic agree­ment about the fol­lo­wing points:

1. The sov­eign debt must not be paid 2. Banks must be natio­na­li­sed, 3. Capi­tal con­trols and public con­trol of for­eign trade must be esta­blis­hed 4. Exit from the euro and esta­blish a natio­nal cur­rency, 5. Natio­na­lise all com­pa­nies which have clo­sed down or have sabo­ta­ged the eco­nomy and put them under workers’ manage­ment 6. Natio­na­lise the com­man­ding heights of eco­nomy and put them under the con­trol and manage­ment of workers and society, in order to demo­cra­tise the pro­cess of pro­duc­tion and dis­tri­bu­tion of goods of the eco­nomy, as a whole. 8. It is import­ant to link the struggle of Greek workers to workers’ strugg­les against aus­te­rity and capi­ta­lism across the whole of Europe.

http://​www​.socia​list​world​.net/​d​o​c​/7289

2. Noch schö­ner wäre frei­lich, wenn auch noch gesagt wer­den würde, mit wel­cher Stra­te­gie es erreicht wer­den soll. – Da kommt aber in dem Inter­view erst ein­mal nicht mehr als:

to build a new mass left for­ma­tion

3. Nicht, daß ich das Fol­gende nicht tei­len würde: (mehr…)

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MisterWong.DE
  • PDF
  • Tumblr
  • Wikio

Leider enttäuschend – noch ein neuer RSO-Text zu Griechenland

Ich finde die Texte der Revo­lu­tio­när Sozia­lis­ti­schen Orga­ni­sa­tion (RSO), die ich lese, ja in der Regel ziem­lich gut, so auch den Text zu Grie­chen­land, auf den ich vor gut zehn Tagen hin­wies. Ges­tern hat die RSO nun einen wei­te­ren Text zu Grie­chen­land ver­öf­fent­licht – und zwar eine „Pole­mik“ (wie aus­drück­lich gesagt wird) gegen den Text von Tho­mas Sei­bert (IL/​ISM) vom Wochen­ende zum glei­chen Thema, der auch schon Gegen­stand der Kri­tik des Lower Class Maga­zine und mei­ner Anti-​​Kritik war.

Zunächst wird in dem Arti­kel dar­ge­stellt:

Tho­mas Sei­bert führt aus: „Das linke Grexit-​​Griechenland würde im 21. Jahr­hun­dert den Sozia­lis­men des 20. Jahr­hun­derts ein Nach­zugs­pro­jekt hin­zu­fü­gen: die autoritär-​​sozialistische Ver­wal­tung eines Elends­zu­stands, des­sen Befürworter*innen eine ideo­lo­gi­schen Divi­dende (»sozia­lis­ti­sches Grie­chen­land, voran, voran, die Zukunft wird strah­lend sein!«) aus­ge­zahlt wird, die immer weni­ger Leute zufrie­den­stellt, je län­ger der Zustand andau­ert. Alle Erfah­rung des 20. Jahr­hun­derts lehrt, dass ein Kampf um radi­kale Eman­zi­pa­tion dann unter schlech­test­mög­li­chen Bedin­gun­gen zu füh­ren sein wird: die poli­ti­sche und mora­li­sche Ver­wüs­tung der ex-​​realsozialistischen Gesell­schaf­ten und die Aus­strah­lung die­ser Ver­wüs­tung auf die ganze Welt lässt da keine Illu­sion zu: Sie war und ist die erste Bedin­gung der neo­li­be­ra­len Hege­mo­nie“
Was folgt dar­aus? „Auf den lin­ken Grexit zu ver­zich­ten, heißt für die aktu­elle SYRIZA-​​Regierung offen­sicht­lich, die Schäuble-​​Forderungen hin­zu­neh­men und den Akzent auf die Schul­den­frage zu set­zen. Das ist kein »Ver­rat«, son­dern schlicht die Aner­ken­nung der herr­schen­den Macht­ver­hält­nisse und ihrer Exe­ku­tion durch die Schäuble-​​Partei…“

Und? Gegen­ar­gu­ment? Kei­nes. – Wäre ja wohl auch schwie­rig… – Was könnte ein Argu­ment dage­gen sein?

Statt ein Gegen­ar­gu­ment gegen die von Sei­bert ange­führ­ten Argu­mente vor­zu­brin­gen, wech­selt Cars­ten Bodo dann zu zwei ande­ren Punk­ten:

Nun hat es aber erst letz­ten Sonn­tag eine Volks­ab­stim­mung gege­ben, bei der über 61% der Wäh­ler expli­zit die Kürzungs-​​Vorschläge Schäu­bles und der Troika abge­lehnt haben. Wenn die grie­chi­sche Regie­rung die­ses Votum, wel­ches sie sel­ber erbe­ten hat, ein­fach igno­riert, dann erkennt sie nach Mei­nung von Sei­bert schlicht die „herr­schen­den Macht­ver­hält­nisse“ an und die wer­den in Euro-​​Griechenland halt nicht von der grie­chi­schen Bevöl­ke­rung, son­dern von Wolf­gang Schäu­ble bestimmt. Das sei aber an sich kein Ver­rat, denn es gebe halt eine his­to­ri­sche Wahr­heit (siehe die Aus­füh­run­gen über den Real­so­zia­lis­mus wei­ter oben) und die wäre halt gewich­ti­ger als der Wunsch der Mehr­heit der Grie­chen mit dem Austeritäts-​​Regime zu bre­chen.

Ja, die 61 Pro­zent hat­ten sie abge­lehnt; aber die Frage war nicht, ob sie sie um jeden Preis ableh­nen. Tsprias hatte schon vor der Abstim­mung gesagt, daß es ihm darum gehe, nach der Abstim­mung schnell zu einer Eini­gung zu kom­men (nur fiel das in der Lin­ken zu der Zeit – außer der KKE – kaum jemandem/​r auf…!). (mehr…)

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MisterWong.DE
  • PDF
  • Tumblr
  • Wikio

Selbstkritik wäre eine Alternative gewesen… – zum gestrigen Text der L5I (‚GAM-Internationale‘) zu Griechenland

Die Liga für die 5. Inter­na­tio­nale (L5I), der in Deutsch­land die Gruppe Arbei­ter­macht (GAM) ange­hört, hat ges­tern einen neuen Text zu Grie­chen­land ver­öf­fent­licht. Ich selbst fragte ges­tern:

„Da müßte sich jetzt aber die Frage anschlie­ßen, wie eine sol­che ‚Kapi­tu­la­tion‘ zustan­de­kommt: Liegt es an der Schlech­tig­keit der han­deln­den Sub­jekte? Oder ist diese ‚Kapi­tu­la­tion‘ viel­leicht sogar das Opti­mum des­sen, was auf dem (parlamentarisch-​​kapitalistischen) Weg, von dem Anfang an klar war, daß ihn SYRIZA geht, raus­kom­men konnte?“

Die Ant­wort der L5I lau­tet: Es liegt an die Schlech­tig­keit der Sub­jekte. Die SYRIZA-​​Führung bestehe aus „Betrü­gern“:

„Alexis Tsi­pras and the lea­dership of Syriza have betrayed the man­date given to them twice by the Greek people.“

so heißt es in dem Text, und das Sub­stan­tiv „betra­yal“ kommt vier wei­tere Male in dem – nicht allzu lan­gen – Text vor. Des­sen Über­schrift lau­tet: „Syriza sur­ren­ders – wit­hout a fight!“ Aber es wird nicht ansatz­weise unter­sucht, warum SYRIZA nicht „kämpft“ und als die SYRIZA, die sie tat­säch­lich ist, auch nicht viel bzw. stark kämp­fen kann.

Es ist keine sechs Monate her, da war der SYRIZA-​​Wahlsieg im Vor­mo­nat anschei­nend auch noch ein GAM-​​Wahlsieg („Ein Wahl­sieg mit Wer­muts­trop­fen“), und es wurde behaup­tet:

„Damit ist die­ser Wahl­aus­gang auch ein Zei­chen gegen die Kür­zun­gen, gegen die Mas­sen­ver­ar­mung in Grie­chen­land.“

Ein „Zei­chen“ viel­leicht schon, aber eben ein Kampf nicht! – Den Unter­schied zwi­schen einem „Zei­chen“ und einem „Kampf“ kannte die GAM anschei­nend schon damals nicht.

Der KKE wurde vor­ge­wor­fen: „Für die KKE stellt jede Syriza-​​Regierung (auch eine Min­der­heits­re­gie­rung) die ‚Fort­set­zung der Unter­wer­fung unter den Euro und den EU-​​Imperialismus‘ dar.“ – Was auch immer an der KKE zu kri­ti­sie­ren sein mag (und auch tat­säch­lich zu kri­ti­sie­ren ist): mal abge­se­hen von dem etwas schwam­mi­gen Aus­druck „Unter­wer­fung unter [… eine Wäh­rung]“ – hatte denn SYRIZA jemals die Mög­lich­keit und auch nur den Wil­len, mit „der Unter­wer­fung unter den Euro und den EU-​​Imperialismus“ zu bre­chen? Nein. SYRIZA wünschte und wünscht sich, Teil des Euro-​​Raums und Teil des impe­ria­lis­ti­schen EU-​​Projekt zu blei­ben, also auch die Herr­schaft der kapi­ta­lis­ti­schen Pro­duk­ti­ons­weise beste­hen zu las­sen – und es in die­sem Rah­men für ‚Grie­chen­land‘ und viel­leicht ins­be­son­dere die dor­ti­gen Mas­sen etwas net­ter zu haben. – Nicht, daß das nichts wäre, wenn es denn klap­pen würde (könnte) – aber mehr hatte SYRIZA nie ver­spro­chen.

In dem 40 Punkte-​​Programm von SYRIZA (dt. /​ engl.) kom­men – außer an einer Stelle das Wort „Kapi­tal­flucht“ – Wör­ter mit „kapi­tal*“ und „impe­rial*“ nicht vor, statt des­sen wurde sich gewünscht: „Auf­for­de­rung an die EU, die Rolle der EZB so zu ändern, dass sie Staa­ten und öffent­li­che Inves­ti­ti­ons­pro­gramme finan­ziert.“

An SYRIZA (selbst) hat­ten die „revo­lu­tio­näre Kom­mu­nis­tIn­nen“ von der GAM im Februar trotz­dem nichts zu kri­ti­sie­ren1 – nur an der Ent­schei­dung, mit ANEL zu koalie­ren, wurde her­um­ge­mä­kelt: (mehr…)

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MisterWong.DE
  • PDF
  • Tumblr
  • Wikio

Realismus statt Apologie und „Phantasie“-Voluntarismus: Die RSO zu Griechenland

  • „Nach Jah­ren des öffent­li­chen Pro­tests gegen die Aus­wir­kun­gen von Krise und Spar­po­li­tik mit über 30 Gene­ral­streiks und Mil­lio­nen Men­schen auf den Stra­ßen, ist mit der Wahl von SYRIZA der Kon­flikt auf eine insti­tu­tio­nelle Ebene geho­ben wor­den und gleich­zei­tig die Basis­mo­bi­li­sie­rung zurück­ge­gan­gen. Betriebs­be­set­zun­gen und andere radi­kale betrieb­li­che Kon­flikte sind Ein­zel­fälle. Einer­seits ist die grie­chi­sche Arbeiter_​innenklasse nach Jah­ren der Krise para­ly­siert, gewerk­schaft­li­che Struk­tu­ren sind mas­siv geschwächt und viele Men­schen mit der Orga­ni­sa­tion des täg­li­chen Über­le­bens beschäf­tigt. Ande­rer­seits ist SYRIZA mit gro­ßen Ver­spre­chun­gen ange­tre­ten und hat von den Arbeiter_​innen und Erwerbs­ar­beits­lo­sen eine Frist erhal­ten, um sich zu bewei­sen. Neben Hoff­nun­gen beste­hen auch große Zwei­fel, was sich darin aus­drückt, dass es keine Arbeiter_​innenopposition auf der Straße gibt, aber auch keine enthu­si­as­ti­sche Unter­stüt­zung.“
  • „Ein sol­cher Bruch [mit dem Kapi­ta­lis­mus] ist nur mög­lich, wenn er auf die Arbeiter_​innen in den Betrie­ben und die Men­schen in den Stadt­tei­len gestützt ist, die sol­che Maß­nah­men gegen das Kapi­tal umset­zen und ver­tei­di­gen kön­nen. Die Zukunft wird dadurch ent­schie­den wer­den, ob es der grie­chi­schen radi­ka­len Lin­ken gelingt in den Betrie­ben und Stadt­tei­len Ein­fluss für diese Posi­tio­nen zu bekom­men“ – das heißt: sie hat ihn bis­her nicht; und zwar: bei wei­tem nicht! – „und neue auf­wal­lende Kämpfe mit die­ser Per­spek­tive geführt wer­den kön­nen.“ (meine Hv.)1
  • „Es ist ver­ständ­lich, dass viele Men­schen Beden­ken haben, ob Grie­chen­land außer­halb der EU über­le­bens­fä­hig ist. Es ist auch ver­ständ­lich, dass es viele Ängste gibt, weil in den meis­ten ande­ren euro­päi­schen Län­dern keine lin­ken Regie­run­gen und soli­da­ri­sche Mas­sen­be­we­gun­gen abzu­se­hen sind, von denen Unter­stüt­zung zu erwar­ten ist. Die Aus­gangs­be­din­gun­gen für einen Bruch mit der EU sind denk­bar schlecht. Wenn Grie­chen­land iso­liert bleibt, hat es keine Per­spek­tive, egal ob als kapi­ta­lis­ti­sches oder sozia­lis­ti­sches Land.“ (meine Hv.)

Die – auch über die vor­ste­hend ange­führ­ten Zitate hin­aus lesens­werte – Quelle für die ange­führ­ten Frag­mente:

http://www.sozialismus.net//content/view/2022/1/

  1. Dies:
    • gegen: „Die Arbei­ter­be­we­gung [in Grie­chen­land] hat zwar Nie­der­la­gen, ja bit­tere Nie­der­la­gen ein­ge­steckt, doch ande­rer­seits hat sie gekämpft, sie hat sich poli­tisch nach links gewen­det, sie hat viele (nicht alle) Illu­sio­nen in den Euro, in die EU, ja in den Kapi­ta­lis­mus ver­lo­ren.“ (http://​arbei​ter​macht​.de/​i​n​f​o​m​a​i​l​/​8​2​7​/​r​e​p​l​i​k.htm)
    • gegen: „Der Abbruch der Ver­hand­lun­gen“ und die Anset­zung des Refe­ren­dums „zeig[en], dass die Regie­rung nicht nur von Sei­ten der Impe­ria­lis­ten unter mäch­ti­gem Druck stand, dem sie Monat für Monat auch immer mehr nach­zu­ge­ben bereit war. Er zeigt auch, dass die Syriza-​​Führung unter dem Druck der eige­nen Par­tei, ihrer Mit­glie­der, des stär­ker wer­den­den lin­ken Flü­gels, in letz­ter Instanz der grie­chi­schen Arbei­te­rIn­nen­klasse stand und steht. [….] Sie [SYRIZA] ist auch eine Mas­sen­par­tei der grie­chi­schen Arbei­te­rIn­nen­klasse, die von ihrer Par­tei­spitze in den letz­ten Wochen immer schwe­rer zu domes­ti­zie­ren war.“ (http://​arbei​ter​macht​.de/​i​n​f​o​m​a​i​l​/​8​2​8​/​o​x​i.htm)
    • und gegen: „Mit die­ser Kompromiss-​​Politik der Syriza-​​Mehrheit muss jetzt kon­se­quent gebro­chen und der Wider­stand in Grie­chen­land ver­brei­tert wer­den: Betriebs­be­set­zun­gen, Arbei­te­rIn­nen­kon­trolle gerade auch über den Außen­han­del, ent­schä­di­gungs­lose Ent­eig­nung der Ban­ken, Schluss mit den Schul­den­zah­lun­gen – der Phan­ta­sie der Lohn­ab­hän­gi­gen soll­ten keine Gren­zen gesetzt sein. Der immer stär­ker wer­dende Wider­stand inner­halb Syri­zas muss sich der Poli­tik und der Regie­rung Tsi­pras kon­se­quent wider­set­zen, den Raus­wurf von Anel ein­for­dern, im Par­la­ment gegen alle Aus­te­ri­täts­pro­gramme stim­men und sich auf der Straße und in den Betrie­ben mit den revo­lu­tio­nä­ren Kräf­ten außer­halb Syri­zas in einer kon­se­quen­ten, anti­ka­pi­ta­lis­ti­schen Orga­ni­sa­tion ver­ei­ni­gen. Eine sol­che revo­lu­tio­näre Zuspit­zung der Lage würde unse­rer Ansicht nach die Not­wen­dig­keit einer sozia­lis­ti­schen Regie­rung auf die Tages­ord­nung set­zen, die die Wirt­schaft auf Basis eines demo­kra­ti­schen Plans reor­ga­ni­siert, den bür­ger­li­chen Staats­ap­pa­rat zer­schlägt und durch Arbei­ter, Bauern-​​ und Sol­da­ten­räte ersetzt.“ (http://​nao​-pro​zess​.de/​k​o​m​p​r​o​m​i​s​s​l​o​s​e​r​-​w​i​d​e​r​s​t​a​n​d​-​g​e​g​e​n​-​d​i​e​-​t​r​o​i​k​a​-​e​r​p​r​e​sser/ – meine Hv.; ‚abs­trakt‘ ist das zwar alles rich­tig, aber kon­kret mogelt sich die­ser Hoffnungs-​​Text um die Frage herum, ob denn die skiz­zierte Poli­tik „jetzt“ mög­lich ist und und heute oder auch in abseh­ba­rer Zeit gesell­schaft­li­che Trä­ge­rIn­nen hat) [zurück]
Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MisterWong.DE
  • PDF
  • Tumblr
  • Wikio

@ NAO & Ukraine: Wo Tino Recht hat, hat er Recht!

Aus einem Text von „Paul Michel u. Tino P. San­kara“ in SoZ1:

3. Wir hal­ten die Über­schrift der Erklä­rung ‚Soli­da­ri­tät mit den Arbei­te­rIn­nen und Lin­ken in der Ukraine!‘ zumin­dest für miss­ver­ständ­lich. Denn: Mit wel­cher Arbei­ter­klasse sol­len wir uns denn soli­da­risch erklä­ren, wenn die Arbei­te­rIn­nen­klasse in dem Kon­flikt pas­siv geblie­ben ist und auch die Auto­ren der ‚Erklä­rung‘ an ande­rer Stelle ein­räu­men, dass ‚es keine unab­hän­gige Klas­sen­mo­bi­li­sie­rung gab.‘ Offen­bar gilt jene ‚Domi­nanz ukrainisch-​​nationalistischer Denk­mus­ter‘ wel­che die Auto­ren bei der Maidan-​​Bewegung fest­stel­len, auch für weite Teile der ukrai­ni­schen Arbei­te­rIn­nen­klasse. Rich­tig ist also die For­de­rung nach Soli­da­ri­tät mit der Lin­ken und kleine Grup­pen von Gewerk­schaf­te­rIn­nen in der Ukraine, die unter wirk­lich schwie­ri­gen Bedin­gun­gen gegen den Strom schwim­men und ver­su­chen statt der natio­na­len Frage die soziale Frage zum Thema zu machen.

4. Noch ein letz­ter Punkt: Wir mei­nen nicht, dass es einen ‚Putsch‘ in der Ukraine gege­ben hat. Das ist die Lieb­lings­ar­gu­men­ta­tion der Putin-​​Freunde mit dem Ex-​​Stalino-​​Hintergrund. Dass Bewe­gun­gen sich nicht an Abma­chun­gen zwi­schen Staats­män­nern gebun­den füh­len brau­chen, son­dern die Macht der Straße zur Durch­set­zung ihrer Ziele in die Waag­schale wer­fen, ist an sich nicht ver­werf­lich. Schlimm ist im kon­kre­ten Fall, dass in die­sem Fall die Dyna­mik zwei­fels­ohne unter ultra­rech­tem Vor­zei­chen statt­fand und die Speer­spitze jener Bewe­gung, die öffent­li­che Ämter und Ein­rich­tun­gen besetzte und somit auch die Abset­zung von Janu­ko­witsch im Par­la­ment erzwang, die rech­ten Sturm­trup­pen von Swo­boda und des „rech­ten Sek­tors“ waren.“

(mehr…)

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MisterWong.DE
  • PDF
  • Tumblr
  • Wikio

Just my Five Cents @ Urkaine:

Nicht, daß nicht schon wahr­schein­lich mehr als genug (und sicher­lich auch Detail­lier­te­res) zur Ukraine geschrie­ben wor­den wäre – aber weil gerade eine mei­ner Facebook-​​FreundInnen in die Runde fragte, „Ich würde gern – ein­fach nur so, weil es mich inter­es­siert – wis­sen, wie Ihr die Krim-​​Krise beur­teilt, also ob Ihr eher die Posi­tion von Russ­land oder die der Ukraine teilt oder keine wirk­lich fun­dierte Mei­nung habt und warum jeweils. Na?“, hier just my five cents:

Also ich würde sagen:

1. Auf der analytisch-​​theoretischen Ebene neh­men sich die bei­den rele­van­ten Sei­ten in der Ukraine und ihre jewei­li­gen aus­län­di­schen Ver­bün­de­ten nicht viel – auch wenn der rus­si­sche Kapi­ta­lis­mus der ’schmie­ri­gere‘ (aber zugleich auch der rela­tive under­dog) ist, wäh­rend der NATO/​EU-​​Kapitalismus der mäch­ti­gere ist (der sich des­halb manch­mal auch leis­tet, der etwas ange­neh­mere zu sein).

2. Auf der poli­ti­schen Hand­lungs­ebene steht der Haupt­feind im eige­nen Land, ohne daß es des­halb rich­tig oder nötig wäre, im vor­lie­gen­den Fall (und in ähnli­chen Fäl­len) irgend­ein Wort der Kri­tik an der ande­ren Seite zu ver­schwei­gen.

3. Bevor es mit dem Han­deln (oder dem Schwel­gen in Phan­ta­sien von eige­ner Welt­po­li­tik) los­geht, soll­ten die­je­ni­gen, die sich kei­nem der bei­den rele­van­ten Lager zuord­nen, dar­über klar sein, daß sie – schlech­ter­dings – in einer ande­ren Liga spie­len, als die bei­den rele­van­ten Lager… – was sie (die Äqui­dis­tan­ten) auch in ihrer eige­nen poli­ti­schen Rhe­to­rik beach­ten soll­ten.“

Ansons­ten sei

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MisterWong.DE
  • PDF
  • Tumblr
  • Wikio

@ Ukraine: Jenseits von Bewegungseuphorie und Panikmache

sys­tem­crash hat Aus­züge aus

und

gespie­gelt.

Bewe­gungs­tü­me­lei bie­tet dage­gen wie­der ein­mal Wal Buchen­berg, der bei neo­prene von Eichen­tal zitiert wird.

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MisterWong.DE
  • PDF
  • Tumblr
  • Wikio