Tag-Archiv für 'rio'

Die nächste Runde des Bilanzierens

Die Gruppe Arbei­ter­macht

Die NaO und der Weg zu einer revo­lu­tio­nä­ren Par­tei – eine Ant­wort auf RIO

http://​arbei​ter​macht​.de/​i​n​f​o​m​a​i​l​/​8​9​5​/​r​i​o.htm

nimmt Stel­lung zu RIO:

„Die NAO ist geschei­tert“

https://​www​.klas​se​ge​gen​klasse​.org/​d​i​e​-​n​a​o​-​i​s​t​-​g​e​s​c​h​e​i​tert/

und

Wel­cher Weg zu einer revo­lu­tio­nä­ren Par­tei?

https://​www​.klas​se​ge​gen​klasse​.org/​w​e​l​c​h​e​r​-​w​e​g​-​z​u​-​e​i​n​e​r​-​r​e​v​o​l​u​t​i​o​n​a​e​r​e​n​-​p​a​rtei/

Auch Gen. sys­tem­crash hat sich nach län­ge­rem Krankenhaus-​​Aufenthalt zur Debatte zu Wort gemel­det:

his­to­ri­sche Auf­ar­bei­tung als Poli­ti­ker­satz?

https://​sys​tem​crash​.word​press​.com/​2​0​1​6​/​0​8​/​0​6​/​b​l​o​g​-​i​n​t​e​r​n​-​h​i​s​t​o​r​i​s​c​h​e​-​a​u​f​a​r​b​e​i​t​u​n​g​-​a​l​s​-​p​o​l​i​t​i​k​e​r​satz/

und sei hier mit bes­ten Wün­schen für die Rekon­va­les­zenz ver­linkt.

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Trotzkismus-Kritik – die Zweite!

Ich habe mich mit dem Mani­fest der Trotz­kis­ti­schen Frak­tion /​ Vierte Inter­na­tio­nale, der in Deutsch­land RIO, die Revo­lu­tio­näre Inter­na­tio­na­lis­ti­sche Orga­ni­sa­tion, ange­hört, beschäf­tigt. Das Ergeb­nis wurde ges­tern von „trend. Online­zei­tung“ ver­öf­fent­licht. Der Text glie­dert sich in fol­gende Abschnitte:

1. Lage-​​unangemessener Opti­mis­mus

2. Theo­rie der „per­ma­nen­ten Revo­lu­tion“

3. Überg­angs­for­de­run­gen als gra­dua­lis­ti­sche Ver­wi­schung des Unter­schie­des zwi­schen Reform und Revo­lu­tion

4. „Bürokratie“-Floskel als Universal-​​Erklärung für Uner­freu­li­ches

5. Nebenwiderspruchs-​​Denken

6. Varia

a) „sexu­elle Befrei­ung“
b) Eine Anhäu­fung mora­li­sie­ren­der und sub­jek­ti­vis­ti­scher Aus­drü­cke
c) „Zer­schla­gung des Staa­tes Israel“ – und was ist mit den semi-​​staatlichen Struk­tu­ren in den paläs­ti­nen­si­schen Auto­no­mie­ge­bie­ten?

7. Eine empi­ris­ti­sche Epis­te­mo­lo­gie der Erfah­run­gen

8. Noch ein­mal zurück zur opti­mis­ti­schen Lage­ein­schät­zung vom Anfang des FT-​​CI-​​Manifestes

9. Resü­mee

---------

Die Glie­de­rung des von mir kri­tisch bespro­che­nen Mani­fes­tes der FT-​​CI fin­det sich dort:

http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​3​/​1​2​/​1​9​/​l​i​e​b​e​r​-​l​i​n​k​e​-​u​n​d​-​n​i​c​h​t​-​g​a​n​z​-​s​o​-​l​i​n​k​e​-​t​e​x​t​e​-​l​e​s​e​n​-​a​l​s​-​c​h​r​i​s​t​l​i​c​h​-​f​e​i​e​r​n​/​#​c​o​m​m​e​n​t​-​16930.

PS. – Kor­rek­tu­ren: (mehr…)

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FT-CI (‚RIO-Internationale‘) ruft zur Wahl von ANTARSYA auf

Die FT-​​CI, der in Deutsch­land RIO ange­hört, ruft zur Wahl von ANT­AR­SYA auf:

„Wir haben wei­ter­hin pro­gram­ma­ti­sche und stra­te­gi­sche Dif­fe­ren­zen mit Ant­ar­sya – beson­ders weil sie nicht klar die Per­spek­ti­ven einer Arbeiter*innenregierung und des Kamp­fes für die Ver­ei­nig­ten Sozia­lis­ti­schen Staa­ten von Europa gegen die EU des Kapi­tals auf­wer­fen. Wir hal­ten es aber für pro­gres­siv, dass die Mehr­heit von Ant­ar­sya der ‚Volks­ein­heit‘ und ihrer ‚Anti-Euro‘-Politik der Klas­sen­kol­la­bo­ra­tion aus einer Posi­tion der Unab­hän­gig­keit von den refor­mis­ti­schen Vari­an­ten wider­stan­den haben: Sie prä­sen­tier­ten eine ver­ei­nigte Alter­na­tive der Lin­ken, die weder mit Syriza noch der LAE und der KKE zusam­men­steht. Des­halb rufen wir dazu auf, ihnen bei die­ser Wahl die Stimme zu geben.“

Mir scheint, ich könnte den gesam­ten Text unter­schrei­ben – mit einem Vor­be­halt,

  • ob, „Die Arbeiter*innen Grie­chen­lands zeig­ten einen enor­men Kampfes-​​ und Wider­stands­wil­len mit mehr als 30 Gene­ral­streiks und hun­der­ten Teil­streiks im öffent­li­chen und pri­va­ten Sek­tor in den letz­ten Jah­ren. Den­noch wurde diese Ener­gie durch die büro­kra­ti­schen Gewerk­schafts­füh­run­gen zer­streut.“, das Pro­blem nicht zu sehr auf die Füh­run­gen redu­ziert1.
  • Und ich bin mir nicht, ob die Kri­tik, ANT­AR­SYA werfe „nicht klar die Per­spek­ti­ven einer Arbeiter*innenregierung und des Kamp­fes für die Ver­ei­nig­ten Sozia­lis­ti­schen Staa­ten von Europa gegen die EU des Kapi­tals auf“, zutrifft. Denn jeden­falls in deren Kon­fe­renz­be­schluß von 2012 ist die Rede von „govern­ment and the poli­ti­cal power of the working class and its ally­ing popu­lar strata.“2„and the poli­ti­cal power“ scheint mir dort gerade klar­zu­stel­len (sol­len), daß es nicht um eine par­la­men­ta­ri­schen Regie­rung von sog. „Arbei­ter­par­teien“, son­dern um einen Wech­sel der Staats­macht gehen soll.

An ande­rer Stelle in dem glei­chen Text spricht ANT­AR­SYA von „over­co­m­ing of capi­ta­lism and the aboli­tion of capi­tal rela­ti­ons, on the road to socialism-​​communism of our time“ und „revo­lu­ti­ons towards socia­lism and com­mu­nism, to the con­fron­ta­tion with the ques­tion of power and govern­ment of workers and working clas­ses allies. The con­tem­porary working class […] has the know­ledge and the pos­si­bi­li­ties for a new orga­niza­tion of pro­duc­tion and society, where s/​he will be in charge. ANT­AR­SYA enlists in this per­spec­tive.“

Aller­dings kommt dort in der Tat die „Dik­ta­tur des Pro­le­ta­ri­ats“ nicht vor. Was ich aber rich­tig finde, ist, daß ANT­AR­SYA anschei­nend weder davon aus­geht, daß eine Arbei­te­rIn­nen­re­gie­rung auf par­la­men­ta­ri­schem Wege errun­gen wer­den noch hier und heute ein­fach aus­ge­ru­fen wer­den kann. Sie schrie­ben 2012 soweit m.E. sehr rich­tig:

„Such ori­en­ta­tion requi­res a new round of mas­sive and decisive fights; it requi­res a mul­ti­fa­ce­ted ‚pro­lon­ged popu­lar war.‘ By con­trast, con­fron­ting the govern­ment in terms of ‚par­lia­men­tary standby‘ leads to defeat.“

  • Was dage­gen in der Tat unter­be­lich­tet ist, ist die europäisch-​​internationalistische Per­spek­tive; die „Ver­ei­nig­ten Sozia­lis­ti­schen Staa­ten von Europa“ kom­men jeden­falls in dem zitier­ten 2012er-​​Text und ande­ren ANTARSYA-​​Texten, die ich gele­sen habe, nicht vor. Die ANTARSYA-​​Mitgliedsorganisation OKDE-​​Spartacus ist dies­bzgl. zumin­dest etwas deut­li­cher: Sie plä­diert vor der Jan.-Wahl für einen „new, socia­list inter­na­tio­na­lism in Bal­kans, in Europe, in the Aegean sea“3.

(mehr…)

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Warum ich keinE TrotzkistIn bin…

Gen. sys­tem­crash regte ges­tern – auf­grund mei­nes an die FT-​​CI (‚RIO-​​Internationale‘) gerich­te­ten ‚Werbe-​​posts‘ für den struk­tu­ra­len Mar­xis­mus (‚Mao­is­mus‘) – an:

könn­test du die, aus dei­ner sicht, vor­teile der „struk­tu­ra­len“ Marx-​​Interpretation gegen­über den „orthodox-​​trotzkistischen“ auf­as­sun­gen in einem kna­cki­gen the­sen­pa­pier zusam­men­fas­sen und vlt in bezug setz­ten zur aktu­el­len dis­kus­sion über grie­chen­land? das könnte vlt die dis­kus­sion dei­nes anlie­gens etwas erleich­tern ;)

Auf die Schnelle ist mir das – auf­grund der damit ver­bun­de­nen Kom­pli­ka­tio­nen (1, 2) – lei­der nicht mög­lich; aber mir fiel aus die­sem Anlaß wie­der ein, daß ich vor ziem­lich genau 2 Jah­ren einen Text schrieb, in dem ich aus­führte, was mir jeden­falls am Trotz­kis­mus der (von Ernest Man­del stark gepräg­ten) IV. Inter­na­tio­nale nicht behagt.

Ich habe den Text jetzt noch ein­mal Kor­rek­tur gele­sen und mit 2, 3 Ergän­zun­gen in geschweif­ten Klam­mern ver­se­hen und stelle ihn hier­mit online (der Text war damals nicht für eine Ver­öf­fent­li­chung, son­dern für eine pri­vate Dis­kus­sion geschrie­ben):

http://​Theo​rie​als​Pra​xis​.blog​sport​.de/​i​m​a​g​e​s​/​A​n​m​_​z​u​r​_​P​r​a​m​b​e​l​_​d​e​r​_​I​V​_​I​n​t​e​r​n​a​t​_​R​E​V​_​9​1​5.pdf

Der Text ist zwar aus zwei Grün­den ziem­lich weit von dem ent­fernt, was Gen. sys­tem­crash anregte:

Zum einen ist die ‚man­de­lis­ti­sche‘ IV. Inter­na­tio­nale gerade nicht das, was Gen. sys­tem­crash – so wie ich ihn kenne – unter „orthodox-​​trotzkistisch“ ver­steht… – Aber viel­leicht wer­den zumin­dest einige Auf­fas­sung der IV. Inter­na­tio­nale, die ich kri­ti­siere, auch von ande­ren trotz­kis­ti­schen Strö­mun­gen mit­ver­tre­ten. Falls dem so ist, seien sie ein­ge­la­den, sich eben­falls kri­ti­siert zu füh­len… :-)

Zum zwei­ten ist mein Text nicht als Trotzkismus-​​Althusser-​​Vergleich ange­legt; vie­les von dem, was ich am Trotz­kis­mus kri­ti­siere, würde ich ver­mut­lich auch kri­ti­sie­ren, wenn ich Alt­hus­ser nie gele­sen hätte.

Trotz­dem geht mein Text von 2013 viel­leicht zumin­dest ein biß­chen in die von sys­tem­crash ange­regte Rich­tung. Denn auf S. 2 (in dem Absatz um FN 3 herum) sowie 12 f. argu­men­tiere ich aus­drück­lich mit Mao(, Fou­cault) und Alt­hus­ser. Auch das Frie­der Otto Wolf-​​Zitat (von 1983) auf S. 7 f. ist in einem alt­hus­ser­schen Kon­text zu ver­or­ten, wie von den nach­fol­gen­den Ver­wei­sen auf Alt­hus­ser und Balibar unter­stri­chen wird.

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Und noch ein kleiner samstäglicher Versuch die trotzkistische FT-CI (‚RIO-Internationale‘) für den struktualen Maoismus Althussers zu gewinnen…

Ich selbst hatte bei FB die Frage auf­ge­wor­fen:

„Weißt Du dann, warum aus­ge­rech­net die Alt­hus­se­ris­tIn­nen, die bis­her bei ANT­AR­SYA waren, auf LAE abfah­ren? – Hat das etwas mit deren Althusser-​​Lesart zu tun? Oder liegt das nur (via Alt­hus­ser) an Maos manch­ma­li­ger Volks­tü­me­lei (die ja aber bei Alt­hus­ser keine spielte)? Oder ist das gar nicht theo­re­tisch moti­viert?“

Dort konnte mir aber bis­her nie­mandE wei­ter­hel­fen – statt des­sen fand ich ges­tern bei der FT-​​CI:

Ich habe jetzt gefun­den: „They are stron­gly influ­enced by the theo­ries of Alt­hus­ser, Pou­lant­zas and Gramsci.“ (http://​www​.left​voice​.org/​W​h​o​-​s​-​W​h​o​-​i​n​-​t​h​e​-​G​r​e​e​k​-Left)

Ich habe das gleich mal mit einem klei­nem theo­re­ti­schen Agi­ta­ti­ons­ver­such beant­wor­tet:

Dann gibt es viel­leicht ja tat­säch­lich theo­re­ti­sche Gründe – wenn sie die drei zusam­men­mi­xen, statt Alt­hus­ser von den ande­ren bei­den abzu­set­zen, wie ich es vor­zie­hen würde.

Die TF-​​CI scheint jeden­falls einen Zusam­men­hang zu sehen – gleich nach dem bereits zitier­ten Satz geht es wie folgt wei­ter: „ARAN was part of the right wing of ANT­AR­SYA. Most of this group has deci­ded to join the elec­to­ral cam­paign of Popu­lar Unity.“ -

Ich würde dage­gen als Ein­stieg in eine revo­lu­tio­näre Althusser-​​Lesart emp­feh­len:

  • Reply to John Lewis

http://​mar​x2​mao​.net/​O​t​h​e​r​/​E​S​C​7​6​i​.html

Und als Parallel-​​Lektüre statt des spä­ten Pou­lant­zas‘ und so man­cher zwei­deu­ti­ger Äuße­run­gen Gramscis lie­ber:

  • Balibar: On the Dic­ta­tor­ship of the Pro­le­ta­riat (mit in der dt. Aus­gabe nicht ent­hal­te­nen, aber auf Dt. als Zeitschriften-​​Artikel exis­tie­ren­dem Vor­wort von Gra­hame Lock1)

http://​mar​x2​mao​.net/​O​t​h​e​r​/​O​D​P​7​7​N​B​.html

und

  • Bet­tel­heim: Class Strugg­les in the USSR

http://​mar​x2​mao​.net/​O​t​h​e​r​/​C​S​S​U​i​7​6​N​B​.html

Vgl. auch noch:

„Das Kapi­tal lesen“ von Althusser/​Balibar/​Establet /​Macherey/​Rancière erst­mals voll­stän­dig auf Deutsch

http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​5​/​0​7​/​2​8​/​d​a​s​-​k​a​p​i​t​a​l​-​l​e​s​e​n​-​v​o​n​-​a​l​t​h​u​s​s​e​r​b​a​l​i​b​a​r​e​s​t​a​b​l​e​t​-​m​a​c​h​e​r​e​y​r​a​n​c​i​e​r​e​-​e​r​s​t​m​a​l​s​-​v​o​l​l​s​t​a​e​n​d​i​g​-​a​u​f​-​d​e​u​tsch/

  1. http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​0​9​/​1​1​/​1​2​/​s​t​a​l​i​n​-​a​l​s​-​v​e​r​f​e​c​h​t​e​r​-​d​e​s​-​s​t​a​a​t​e​s​-​d​e​s​-​g​a​n​z​e​n​-​v​o​l​k​e​s​/​#​f​n​1​2​5​8​0​5​7​9​5​9799n.[zurück]
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Gegen IS und AKP zu sein, geht auch ohne naiv gegenüber Deutschland und der NATO zu werden und ohne den Klassenkampf zu vergessen – ein paar Beispiele

Bei­spiel 1:

Gemein­sam mit Minis­ter­prä­si­dent Ahmet Davu­toğlu hat Erdoğan auf Wahl­kund­ge­bun­gen der AKP gezielt gegen die HDP gehetzt, um den Ein­zug der HDP ins Par­la­ment zu ver­hin­dern. Die­ser Ver­such ist geschei­tert. Nun sehen wir den nächs­ten Ver­such mit tie­fer Aggres­sion: Die Kol­la­bo­ra­tion zwi­schen AKP und MHP ent­fal­tet sich unter ande­rem in der Bekämp­fung der HDP. Neben der Hetze in den Medien gibt es nun Ermitt­lun­gen gegen meh­rere HDP-​​Abgeordnete und das Ver­bot der Par­tei ist aktu­el­les Thema. […]. Auf diese Gefahr hat­ten wir bereits vor den Wah­len hin­ge­wie­sen: „Auch kann die HDP mit ihrem Par­la­ments­kurs bei­spiels­weise nicht ver­hin­dern, dass sich Erdoğan für sei­nen Bona­par­ti­sie­rungs­kurs an die MHP (Par­tei der natio­na­lis­ti­schen Bewe­gung) wen­det, die ihm den Weg durch wei­tere Angriffe auf Arbei­te­rIn­nen und Kur­dIn­nen ebnet.“
Die HDP und andere Kräfte der kur­di­schen Bewe­gung schü­ren indes trotz­dem Illu­sio­nen, der tür­ki­sche Staat sei mit einem „Frie­den“ zu demo­kra­ti­sie­ren. Die­ser nicht nur refor­mis­ti­sche, son­dern auch uto­pi­sche Kurs ori­en­tiert sich an den „Sor­gen“ der tür­ki­schen Bour­geoi­sie, um sich als fähi­ger Fah­nen­trä­ger der „Demo­kra­tie und Sta­bi­li­tät“ zu bewei­sen. Bei­spiels­weise hat sich die HDP in der Wahl­pe­riode anläss­lich der Streiks in der Metall­in­dus­trie, die die Regie­rung erschüt­ter­ten, nur mit sym­bo­li­schen Soli­da­ri­täts­er­klä­run­gen begnügt. Nach den Wah­len legte die HDP den Fokus auf die Ermu­ti­gung der CHP zur Betei­li­gung an der Koali­ti­ons­re­gie­rung. Mehr noch: Die HDP hat sich bereit erklärt, mit allen par­la­men­ta­ri­schen Akteu­ren – auch mit der ultra­na­tio­na­lis­ti­schen MHP – gemein­sam den bür­ger­li­chen „Frie­dens­pro­zess“ am Ver­hand­lungs­tisch fort­zu­set­zen. Auch das Tref­fen nach den Wah­len mit den Ver­tre­te­rIn­nen der „Ver­ei­ni­gung tür­ki­scher Indus­tri­el­ler und Geschäfts­leute“ (TÜSIAD), wel­ches für die Bewah­rung der „Sta­bi­li­tät“ des Regimes orga­ni­siert wurde, erlaubt uns die pas­sende Defi­ni­tion der HDP als „Par­tei der Ver­söh­nung zwi­schen Herr­schen­den und Beherrsch­ten“.

http://​www​.klas​se​ge​gen​klasse​.org/​w​o​h​i​n​-​g​e​h​t​-​d​a​s​-​t​u​r​k​i​s​c​h​e​-​r​e​gime/

Bei­spiel 2: (mehr…)

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Und hier noch ein Hinweis auf drei englische Texte auf der Homepage der griechischen Workers Revolutionary Party (EEK)

Die EEK ist Mit­glied des Coor­di­na­ting Com­mit­tee for the Refoun­da­tion of the Fourth Inter­na­tio­nal, des­sen stärkste Sek­tion wie­derum die Part­ido Obrero (PO) in Argen­ti­nien ist. Letz­tere bil­det dort zusam­men mit der the Socia­list Workers‘ Party (PTS) – der dor­ti­gen Schwes­ter­or­ga­ni­sa­tion der Revo­lu­tio­nä­ren Inter­na­tio­na­lis­ti­schen Orga­ni­sa­tion (RIO) in Deutsch­land – und der Socia­list Left (IS) die Frente de Izquierda y de los Tra­ba­ja­do­res, die in den letz­ten Jah­ren ein ganze Reihe von rela­ti­ven Wahl­er­fol­gen errin­gen konnte.

Auf der Home­page der EEK, um auf diese zurück­zu­kom­men, befin­det sich auf Eng­lisch u.a. die Reso­lu­tion (via Aziz Şah) der 3. Euro-​​Mittelmeer-​​Konferenz1, in der es u.a. heißt:

We stron­gly believe we can­not fight against impe­ria­list forces wit­hout fight­ing capi­ta­lism at the natio­nal level, safe­guar­ded by the bour­geois sta­tes and their govern­ments.

und:

His­to­ri­cally, natio­na­lism has been the method of divi­ding and wea­ke­ning the working class and the peo­p­les in the region. Racism, by means of social exclu­sion of cer­tain opp­res­sed groups and mino­ri­ties, has been the tool of natio­nal bour­geoi­sie to con­ti­nue to main­tain the domi­na­tion and exploi­ta­tion over the working class in the pen­in­sula.

Anm.: Zwar eine ziem­lich klas­sen­re­duk­tio­nis­ti­sche Rassismus-​​Erklärung, aber immer­hin.

Außer­dem befin­det sich auf der Home­page eine – die Zeit vom 29.6. – 5.7. umfas­sende – Chro­no­lo­gie der „Nein“-Kampagne vor dem grie­chi­schen Refe­ren­dum:

http://​www​.eek​.gr/​i​n​d​e​x​.​p​h​p​/​e​n​g​l​i​s​h​t​e​x​t​/​3​5​7​7​-​t​h​e​-​b​a​t​t​l​e​-​f​o​r​-​t​h​e​-​r​e​f​e​r​e​n​d​u​m​-​i​n​-​g​reece.

In die­ser heißt es u.a.:

The EEK, alt­hough cri­ti­ci­zing the poli­cies of class col­la­bo­ra­tion and adapta­tion to the EU of Syriza and the ent­ire logic of fake “nego­tia­ti­ons”, is actively cam­paign for a NO in the Refe­ren­dum advan­cing as well a tran­si­tio­nal pro­gram of can­cel­la­tion of the debt, natio­na­liza­tion of the banks under workers con­trol, a restruc­tu­ring of the eco­nomy on new socia­list bases, a break from the impe­ria­list EU and for the socia­list uni­fi­ca­tion of Europe.

An ANT­AR­SYA wird dort kri­ti­siert: (mehr…)

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NaO-Prozeß – Nachrufe auf einen vor 2 Jahren Verstorbenen…

Ich war ja 2011 bis 2013 – eine ganze Zeit und ziem­lich aktiv – am „NaO-​​Prozeß“ betei­ligt. Ziel die­ses Pro­zes­ses war – so jeden­falls das Aus­gangs­pa­pier, das ich noch nicht mit­dis­ku­tiert und mit­ge­schrie­ben hatte – eine spek­tren­über­grei­fende, revo­lu­tio­näre neue anti­ka­pi­ta­lis­ti­sche Orga­ni­sa­tion (NAO) auf­zu­bauen: „Die neue Orga­ni­sa­tion wird revo­lu­tio­när sein oder sie wird gar nicht sein.“

Die­ser Pro­zeß war dann im Früh­herbst 2013 vor­bei:

  • Die eine woll­ten nun ‚end­lich‘ eine NAO grün­den, die inzwi­schen aber nicht mehr revo­lu­tio­när, son­dern „breit“ sein sollte.
  • Und die ande­ren hiel­ten – obwohl sie erst spä­ter dazu­ge­sto­ßen waren – an dem ursprüng­li­chen Ziel, eine revo­lu­tio­näre Orga­ni­sa­tion auf­bauen zu wol­len, fest, aber eben dafür die Zeit noch nicht reif. Als Zwi­schen­schritt plä­dier­ten sie für die Bil­dung eines Blocks (Bünd­nis­ses) revo­lu­tio­nä­rer Grup­pen: Dabei woll­ten die Ers­te­ren nicht mit­ma­chen, und Letz­tere selbst (ich ein­ge­schlos­sen), also wir, beka­men es auch nicht hin… – soweit, so uner­freu­lich.

Die ande­ren grün­de­ten dann im Feb. 2014 trotz­dem eine lokale NAO in Ber­lin – also eine gemein­same Orga­ni­sa­tion mit Indi­vi­dual­mit­glied­schaft.

Die Gruppe Arbei­ter­macht (GAM) schlug sich dabei auf Sei­ten der­je­ni­gen, die schnell grün­den woll­ten: Weil sie schnell eine Orga­ni­sa­tion und kein/​en Block/​Bündnis wollte, schlug sie sich auf die Seite, der­je­ni­gen, die schnell grün­den woll­ten – auch wenn letz­tere wie­derum keine revo­lu­tio­näre, son­dern eine „breite“ NaO woll­ten. Im NaO-​​Prozeß-​​Jargon hieß diese Tak­tik „Fischteich-​​Modell“: (mehr…)

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Lieber linke und nicht ganz so linke Texte lesen als christlich feiern

1.

Im lower class maga­zine und gespie­gelt bei indy­me­dia wurde ein recht inter­es­san­tes Papier zum Thema Klas­sen­ana­lyse ver­öf­fent­licht:

My Class My Pride
.pdf-​​Datei: http://​lower​class​ma​ga​zine​.blog​sport​.de/​i​m​a​g​e​s​/​K​l​a​s​s​e​n​a​n​a​l​y​s​e.pdf
.html-​​Version: https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/​1​01435

Lei­der wird nicht dar­ge­stellt, wel­che kon­kre­ten poli­ti­schen Kon­se­quen­zen – außer daß Klas­sen­be­zug wich­tig ist – nach Ansicht der Auto­rIn­nen aus der Ana­lyse fol­gen sol­len.

2.

Die Inter­na­tio­nale, deren deut­sche Sek­tion die Revo­lu­tio­näre Inter­na­tio­na­lis­ti­sche Orga­ni­sa­tion (RIO) ist, hat ein Mani­fest

Für eine Bewe­gung für eine Inter­na­tio­nale der Sozia­lis­ti­schen Revo­lu­tion!
kast. (’spa­ni­sche‘) Fas­sung: http://​www​.ft​-ci​.org/​I​M​G​/​p​d​f​/​m​a​n​i​f​i​e​s​t​o​-​2.pdf

geschrie­ben. RIO arbei­tet an einer deut­schen Über­set­zung, die in Kürze fer­tig wer­den soll.

3.

Auch die Anti­ka­pi­ta­lis­ti­sche Linke (AKL) in der Links­par­tei hat eine Art Mani­fest geschrie­ben:

Kapi­ta­lis­mus bedeu­tet Krieg, Umwelt­zer­stö­rung und Armut – für eine anti­ka­pi­ta­lis­ti­sche LINKE!
Auf­ruf zur Neu­grün­dung der Anti­ka­pi­ta­lis­ti­schen Lin­ken (AKL) in der LIN­KEN
http://​www​.anti​ka​pi​ta​lis​ti​sche​-linke​.de/​s​e​r​v​e​D​o​c​u​m​e​n​t​.​p​h​p​?​i​d​=​1​3​0​&​a​m​p​;​f​i​l​e​=​2​/​0​/​e​f​0.doc

4.

Ich selbst habe auch etwas geschrie­ben – zwar kein „Mani­fest“, aber eine Bilanz von 2 1/​2 Jah­ren NaO-​​Prozeß:

Nicht ein­mal anti­ka­pi­ta­lis­tisch ist ERST RECHT nicht revo­lu­tio­när genug!
http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​i​m​a​g​e​s​/​N​i​c​h​t​_​e​i​n​m​a​l​_​a​n​t​i​k​a​p​i​t​a​l​i​s​t​i​s​c​h​_​i​s​t​_​e​r​s​t​_​r​e​c​h​t​_​r​e​v.pdf

Die Über­schrift greift die Über­schrift mei­nes Arti­kels

Anti­ka­pi­ta­lis­tisch ist nicht revo­lu­tio­när genug!
http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​1​/​0​5​/​1​5​/​a​n​t​i​k​a​p​i​t​a​l​i​s​t​i​s​c​h​-​i​s​t​-​n​i​c​h​t​-​r​e​v​o​l​u​t​i​o​n​a​e​r​-​g​enug/

vom Anfang der NaO-​​Debatte wie­der auf.

5.

Anlaß mei­ner Bilanz ist, daß auch das NaO-​​Manifest von SIB/​GAM am ver­gan­ge­nen Wochen­ende ver­öf­fent­licht wurde:

.pdf-​​Version: http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​i​m​a​g​e​s​/​1​3​1​2​1​5​_​N​A​O​_​M​a​n​i​f​e​s​t.pdf
.html-​​Version: http://​www​.nao​-pro​zess​.de/​b​l​o​g​/​m​a​n​i​f​e​s​t​-​f​u​e​r​-​e​i​n​e​-​n​e​u​e​-​a​n​t​i​k​a​p​i​t​a​l​i​s​t​i​s​c​h​e​-​o​r​g​a​n​i​s​a​tion/.

6.

Auch auf den neuen blog mit Doku­men­ten aus der Geschichte des Spar­ta­cus­bun­des sei noch mal hin­ge­wie­sen:

http://​spa​bu​doku​.blog​sport​.eu

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