Tag-Archiv für 'marx'

Was ist subjektivierende Unterwerfung?

Aus­zug aus einem älte­ren und län­ge­ren Text von mir (S. 73 – 74):

Fou­caults Ana­lyse der Macht als pro­duk­tiv ver­hin­dert es nicht, Macht im Zusam­men­hang mit Herr­schaft zu the­ma­ti­sie­ren. Viel­mehr bezieht sich Fou­cault selbst für seine Ana­lyse der Pro­duk­ti­vi­tät der Macht aus­drück­lich auf Marx: (mehr…)

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Auch insoweit gilt…

mit Lenin Ums Ganze kämp­fen:

[gepos­ted aus Anlaß mei­nes dor­ti­gen: http://​www​.nao​-pro​zess​.de/​b​l​o​g​/​e​i​n​i​g​e​-​e​r​s​t​e​-​g​e​d​a​n​k​e​n​-​z​u​r​-​e​n​t​w​i​c​k​l​u​n​g​-​e​i​n​e​s​-​p​r​o​g​r​a​m​m​a​t​i​s​c​h​e​n​-​m​a​n​i​f​e​s​t​e​s​-​w​i​r​-​w​o​l​l​e​n​-​j​a​-​s​c​h​l​i​e​s​s​l​i​c​h​-​v​o​r​w​a​e​r​t​s​-​k​o​m​m​e​n​/​#​c​o​m​m​e​n​t​-3626 Kom­men­tars]

„Die Kau­tskyan­der (K. Kau­tsky, S p e c t a t o r u. Co.) füh­ren diese Erschei­nun­gen eines ‚gesun­den‘, ‚fried­li­chen‘, auf ‚fried­li­chen Ver­kehr’ beru­hen­den Kapi­ta­lis­mus an und stel­len sie der finan­zi­el­len Aus­plün­de­rung, den Ban­ken­mo­no­po­len, den Geschäf­ten der Ban­ken mit der Staats­macht, der kolo­nia­len Unter­drü­ckung etc. ent­ge­gen, stel­len sie als das Nor­male dem Unnor­ma­len, das Wün­schens­werte dem Uner­wünsch­ten, das Fort­schritt­li­che dem Reak­tio­nä­ren, das Grund­le­gen­den dem Zufäl­li­gen etc. ent­ge­gen. Das ist neuer Proud­ho­nis­mus. Der alte Proud­ho­nis­mus auf neuer Grund­lage und in neuer Form. Spieß­bür­ger­li­cher Refor­mis­mus: für einen fein säu­ber­li­chen, geschnie­gel­ten, gemä­ßig­ten und akku­ra­ten Kapi­ta­lis­mus.“
LW 39, 96

„Den Kapi­ta­lis­mus und seine Grund­lage, die Waren­pro­duk­tion, nicht ver­nich­ten, son­dern diese Grund­lage von Miß­bräu­chen, Aus­wüch­sen usw. säu­bern; den Tausch und den Tausch­wert nicht abschaf­fen, son­dern ihn im Gegen­teil, ‚kon­sti­tu­ie­ren’, ihn zu einem all­ge­mein gül­ti­gen, abso­lu­ten, ‚gerech­ten’ Wert machen, der von Schwan­kun­gen, Kri­sen und Miß­bräu­chen frei wäre – das war Proud­hons Idee.“
LW 20, 19

PS.:

Nicht anders äußerte sich im übri­gen bereits ein gewis­ser Karl Marx:

„Für Herrn Proud­hon hat jede ökono­mi­sche Kate­go­rie zwei Sei­ten, eine gute und eine schlechte. Er betrach­tet die Kate­go­rien, wie der Spieß­bür­ger die gro­ßen Män­ner der Geschichte betrach­tet: Napo­leon ist ein gro­ßer Mann, er hat viel Gutes getan, er hat auch viel Schlech­tes getan. Die gute Seite und die schlechte Seite, der Vor­teil und der Nach­teil zusam­men­ge­nom­men bil­den für Herrn Proud­hon den Wider­spruch in jeder ökono­mi­schen Kate­go­rie. Zu lösen­des Pro­blem: Die gute Seite bewah­ren und die schlechte besei­ti­gen.“ (MEW 4, 131) – was aber „die dia­lek­ti­sche Bewe­gung entzwei[schneidet]“ (ebd., 133, s.a. das Bei­spiel ebd., 163: „In der Pra­xis des Lebens fin­det man nicht nur Kon­kur­renz, Mono­pol und ihren Wider­streit, son­dern auch ihre Syn­these, die nicht eine For­mel, son­dern eine Bewe­gung ist. Das Mono­pol erzeugt die Kon­kur­renz, die Kon­kur­renz erzeugt das Mono­pol.“).

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Antworten auf Kritik

Der indymedia-​​Bericht über unsere Transpi-​​ und Flugi-Aktion beim Ber­li­ner Stut­walk löste – neben kru­der Pöbe­lei (siehe dazu dort) – einige ernst­hafte Ein­wände und Beden­ken gegen unsere Parole von der ‚Abschaf­fung der Män­ner‘ aus. Der bes­se­ren Les­bar­keit und Über­sicht­lich­keit wegen wer­den hier im fol­gen­den die sich direkt auf ein­an­der bezie­hen­de­nen indymedia-“Ergänzungen“ (Kom­men­tare) direkt gegen­über­ge­stellt und zwar zu fol­gen­den The­men:

Nur Män­ner abschaf­fen? – Oder: Alle Geschlech­ter abschaf­fen?
Zum Ver­hält­nis von ‚Männ­lich­keit’ und ‚Mann­sein’
Ver­ständ­nis­schwie­rig­kei­ten und Erklä­rungs­ver­su­che (evtl. bie­tet es sich an, die Lek­türe mit die­ser Dis­kus­sion zu begin­nen, statt der Chro­no­lo­gie der Kri­ti­ken zu fol­gen)
Wes­sen „dog­ma­ti­sche Eng­stir­nig­keit“?
Har­tes Fak­tum „Mut­ter­milch“?

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Karl Marx – 192. Geburtstag

Gesell­schaft­li­che Kämpfe statt Staats­gläu­big­keit, Menschheits-​​ und Gerech­tig­keits­ge­sülze

I. Meine ana­ly­ti­sche Methode geht nicht von „dem Men­schen“ aus

meine ana­ly­ti­sche Methode, die nicht von dem Men­schen, son­dern der ökono­misch gegeb­nen Gesell­schafts­pe­riode aus­geht,

II. Denn „der Mensch“ exis­tiert nur im Dunst­him­mel der phi­lo­so­phi­schen Phan­ta­sie

Die „fran­zö­si­sche sozialistisch-​​kommunistische Lite­ra­tur [… hörte] in der Hand des Deut­schen auf[…], den Kampf einer Klasse gegen die andre aus­zu­drü­cken, so war der Deut­sche sich bewußt, die ‚fran­zö­si­sche Ein­sei­tig­keit‘ über­wun­den, statt wah­rer Bedürf­nisse das Bedürf­nis der Wahr­heit und statt der Inter­es­sen des Pro­le­ta­ri­ers die Inter­es­sen des mensch­li­chen Wesens, des Men­schen über­haupt ver­tre­ten zu haben, des Men­schen, der kei­ner Klasse, der über­haupt nicht der Wirk­lich­keit, der nur dem Dunst­him­mel der phi­lo­so­phi­schen Phan­ta­sie ange­hört.

III. Gerech­tig­keit – eine kon­ser­va­tive, an die jeweils herr­schende Pro­duk­ti­ons­weise gebun­dene Parole

Inhalt [der Ver­träge] ist gerecht, sobald er der Pro­duk­ti­ons­weise ent­spricht, ihr adäquat ist. Er ist unge­recht, sobald er ihr wider­spricht. Skla­ve­rei, auf Basis der kapi­ta­lis­ti­schen Pro­duk­ti­ons­weise, ist unge­recht; ebenso der Betrug auf die Qua­li­tät der Ware.

Statt des kon­ser­va­ti­ven Mot­tos: ‚Ein gerech­ter Tage­lohn für ein gerech­tes Tage­werk!’, sollte sie auf ihr Ban­ner die revo­lu­tio­näre Losung schrei­ben: ‚Nie­der mit dem Lohn­sys­tem!

Wo der Klas­sen­kampf als unlieb­same oder ‚rohe’ Erschei­nung auf die Seite gescho­ben wird, da bleibt als Basis des Sozia­lis­mus nichts als ‚wahre Men­schen­liebe’ und leere Redens­ar­ten von ‚Gerech­tig­keit’.

V. Der Sozia­lis­mus ist nicht die Rea­li­sa­tion der von der fran­zö­si­schen Revo­lu­tion in Umlauf gewor­fe­nen Ideen

Damit ist also [im Waren­tausch] die voll­stän­dige Frei­heit des Sub­jekts rea­li­siert. Frei­wil­lige Trans­ak­tion; Gewalt von kei­ner Seite; […]. Wenn so die Zir­ku­la­tion nach allen Sei­ten eine Ver­wirk­li­chung der indi­vi­du­el­len Frei­heit ist, so bil­det ihr Pro­zeß als sol­cher betrach­tet […] die völ­lige Rea­li­sa­tion der gesell­schaft­li­chen Gleich­heit. […]. Die Gleich­heit des­sen, was jeder gibt und nimmt, ist hier aus­drück­li­ches Moment des Pro­zes­ses selbst. […]. Der in der Zir­ku­la­tion ent­wi­ckelte Tausch­wert­pro­zeß respek­tiert daher nicht nur die Frei­heit und Gleich­heit, son­dern sie sind sein Pro­dukt; er ist ihre reale Basis. […]. Es ergibt sich daher der Irr­tum jener Sozia­lis­ten, nament­lich der fran­zö­si­schen, die den Sozia­lis­mus als Rea­li­sa­tion der von der fran­zö­si­schen Revo­lu­tion nicht ent­deck­ten, son­dern his­to­risch in Umlauf geworf­nen bür­ger­li­chen Ideen nach­wei­sen wol­len, und sich mit der Demons­tra­tion abmü­hen, daß der Tausch­wert ursprüng­lich (in der Zeit) oder sei­nem Begriff nach (in sei­ner adäqua­ten Form) ein Sys­tem der Frei­heit und Gleich­heit aller, aber ver­fälscht wor­den sei durch Geld, Kapi­tal etc.

V. Die Arbei­te­rIn­nen­klasse kann die gege­bene Staats­ma­schi­ne­rie nicht ein­fach in Besitz neh­men, son­dern muß sie zer­schla­gen

die Arbei­ter­klasse kann nicht die fer­tige Staats­ma­schi­ne­rie ein­fach in Besitz neh­men und diese für ihre eig­nen Zwe­cke in Bewe­gung set­zen.

If you look at the last chap­ter of my Eigh­teenth Bru­maire you will find that I say that the next attempt of the French revo­lu­tion will be no lon­ger, as before, to trans­fer the bureaucratic-​​military machine from one hand to ano­ther, but to smash it, and this is essen­tial for every real people’s revo­lu­tion on the Con­ti­nent.

Es ist kei­nes­wegs Zweck der Arbei­ter, die den beschränk­ten Unter­ta­nen­ver­stand los­ge­wor­den, den Staat ‚frei’ zu machen. […] die Staats­for­men [sind] freier oder unfreier im Maß, worin sie die ‚Frei­heit des Staats’ beschrän­ken.

Die Kom­mu­nis­ten ver­schmä­hen es, ihre Ansich­ten und Absich­ten zu ver­heim­li­chen. Sie erklä­ren es offen, daß ihre Zwe­cke nur erreicht wer­den kön­nen durch den gewalt­sa­men Umsturz aller bis­he­ri­gen Gesell­schafts­ord­nung.

Die Zitate als .pdf-Datei.

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Die hohe Schule des Argumentierens: Geldkritik

Zu der hie­si­gen Aus­ein­an­der­set­zung, ob es in einer sozia­lis­ti­schen Überg­angs­ge­sell­schaft mög­lich ist, auf Geld als uni­ver­sel­lem Äqui­va­lent zu ver­zich­ten (l – 06. Sep­tem­ber 2009 um 17:28 Uhr [zu TaP – 06.09.2009; 17:17 h: „Geld (gibt’s im Sozia­lis­mus noch)“] und fol­gende Kom­men­tare), gab es kürz­lich beim Mäd­chen­blog einen Nach­schlag.

Ich doku­men­tiere hier die ent­spre­chen­den Kom­men­tare:

►► star wars – 26. Okto­ber 2009 um 19:28 Uhr

@TaP

1. Hartz IV liegt deut­lich unter­halb des sozio­kul­tu­rel­len Exis­tenz­mi­ni­mums. Wie­viel erträu­men sich die Existenzgeld-​​Fans? 1.000 Euro? 1.500 Euro? + Miete? – und das alles bedin­gungs­los? Schwach­sinn, der auch im Sozia­lis­mus nicht mög­lich sein wird. Kam damals ein Gegen­ar­gu­ment? Nein. Kam jetzt eins? Nein.

Was nötig ist wird im Kom­mu­nis­mus her­ge­stellt. (mehr…)

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Subjekt-Konstituierung und Materialismus der Praxis

[Die­ser Text kom­bi­niert Aus­züge aus zwei Kom­men­ta­ren, die ursprüng­lich am 13.10. und 24.10.2009 beim Mäd­chen­blog ver­öf­fent­licht und für die hie­sige Wie­der­ver­öf­fent­li­chung leicht über­ar­bei­tet wur­den.
Für Repli­ken und meine Erwi­de­run­gen dar­auf siehe am Erst­ver­öf­fent­li­chungs­ort.]

I. Was macht Sub­jekte aus: Ein ‚inne­rer Wesens­kern‘ oder Deter­mi­na­tion durch wider­sprüch­li­che gesell­schaft­li­che Ein­flüsse?

@ earen­dil – 12. Okto­ber 2009 um 12:44 Uhr

„Ich halte diese bewuss­ten Ein­fluss­mög­lich­kei­ten auf den Geschmack (mal ganz abge­se­hen davon, dass ich sie über­flüs­sig bis schäd­lich finde) aber für sehr begrenzt, s. noch­mals das Bsp. von homo­pho­ben Homo­se­xu­el­len, deren Sexua­li­tät über­haupt nicht mit ihrer politisch-​​moralischen Agenda zusam­men­geht und die trotz­dem nicht davon las­sen kön­nen.“

Wor­aus erklärt sich die­ses Phä­no­men? Nicht aus einem ‚inne­ren‘ Pesön­lich­keits­kern, son­dern aus der schon mehr­fach erwähn­ten Wider­sprüch­lich­kei­ten der gesell­schaft­li­chen Ver­hält­nisse: (mehr…)

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„Die Revolution flennt nicht um eine Legalität, die sie nicht haben kann“

Die­ser Text erschien am 08.04.1999 in: inte­rim. Wöchent­li­ches Berlin-​​Info Nr. 473 auf Seite 24-​​31. Die Unter­schrift unter dem Text war dort – ver­se­hent­lich oder absicht­lich – dem redak­tio­nel­len lay­out zu Opfer gefal­len.
(Die Doku­men­ta­tion eines Tages­spie­gel-Kom­men­tars vom 20.02.1999, S. 8 [auf S-​​5 des Tex­tes] fehlt nur in der erhal­ten geblie­be­nen digi­ta­len Ver­sion; in der gedruck­ten Ver­sion war er vor­han­den.)

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