Tag-Archiv für 'mdchenmannschaft'

„Rummotzen“ im Mädchenmannschaft-Interview

Eine „Theorie als Praxis“-Stammleserin wird heute bei der Mädchenmannschaft interviewt:

Dabei schreibe ich doch hier im Moment so selten, sondern dort vor allem über die Organisierung der RevolutionärInnen…, z.B. heute.

Vgl. dort auch:
http://arschhoch.blogsport.de/tag/feminismus,
http://arschhoch.blogsport.de/tag/geschlecht,
http://arschhoch.blogsport.de/tag/hausarbeit
und
http://arschhoch.blogsport.de/mf/ (Feminismus / Marxismus).

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Noch einmal zu den Rassismus-Vorwürfen gegen den Berliner CSD

[Dieser Text als .pdf-Datei]

Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Stellungnahmen1 zu Judith Butlers Weigerung von vor rund zehn Tagen, den ihr angetragenen Zivilcourage-Preis anzunehmen. Außer der Erklärung von Suspect, die ich am Wochenende der geplatzten Preisverleihung bereits zitiert hatte, die aber auch nicht Bezug nimmt auf konkrete Äußerungen aus dem CSD-Spektrum, wird Butlers Rassismus-Vorwurf in keiner dieser zahlreichen Stellungnahmen mit konkreten Argumenten, geschweige denn Belegen untermauert.

I.

Dies ist umso verwunderlicher, als nicht nur mir aufgefallen ist, daß Butlers Kritik – so berechtigt sie im Grundsatz sein dürfte und so schwierig es für sie selbst von Berkeley aus sein dürfte, ihre Kritik mit konkreten Belegen/Zitaten zu illustrieren – doch etwas in der Luft hängt.

Auf der Seite der Kampagne „IWWIT – ich weiß was ich tu“ („Und, wie sieht’s bei dir aus? Weißt du immer, was du tust, wenn es um den Schutz vor HIV und Aids geht?“) heißt es:

„Sie [Butler] hatte es in ihrer schriftlich vorbereiteten Rede […] bei eher allgemein gehaltenen Aussagen belassen. Warum der Berliner CSD in ihren Augen mit Projekten kooperiere, die sich rassistisch geäußert hätten, erklärte sie nicht.
Viele CSD-Besucher empfanden Butlers Rede daher als dürftig. Von einer renommierten Denkerin hätte man zumindest eine differenzierte Begründung erwartet, hieß es. Zumal Butler nach der Preisverleihung, die keine war, rasch das Weite suchte. Hintergrund des Rassismus-Vorwurfs ist vermutlich ein alter Streit in der Berliner Szene: Das Anti-Gewalt-Projekt Maneo, das zum schwulen Info- und Beratungszentrum Mann-O-Meter gehört, hat in seinen Angaben über die Täter bei antischwuler Gewalt immer wieder auch Angaben über deren Migrationshintergrund gemacht. […]. Aber wie gesagt: Diese Debatte, die eine differenzierte und verantwortungsbewusste Diskussion verlangt, wurde auf der CSD-Bühne nicht ausdrücklich erwähnt.“

Insofern liegt es nahe, wie Antje Schrupp in ihrem feministischen blog „Aus Liebe zur Freiheit“ zu schlußfolgern, daß die Sache „leicht auf eine moralische Schiene hinaus“ laufe. Antje führt weiter aus, das führe „zu einer Konkurrenz darum, wer radikaler ist und mehr Recht hat als die anderen.“ Letzteres finde ich nun meinerseits durchaus unproblematisch.

Aber problematisch ist, daß die Ansprüche auf Radikalität und Recht haben nicht mit mehr Belegen und Argumenten untermauert werden.

Judith sagte: „einige der VeranstalterInnen haben sich explizit rassistisch geäußert beziehungsweise sich nicht von diesen Äußerungen distanziert.“

Zumindest den in die Berliner Diskussion involvierten Gruppen sollte es doch wohl möglich sein, klar zu benennen: Wer/welche hat wann was gesagt? Warum soll das rassistisch sein? Und wer/welche hat es versäumt, sich von den umstrittenen Äußerungen zu distanzieren? (vgl. Nr. 3. der Anm.). Und in welcher Beziehung stehen diese Leute zum CSD bzw. den PreisverleiherInnen? Warum gibt es auch jetzt, rund 1 ½ Wochen nach dem Ereignis, immer noch kein Dossier/Pressemappe o.ä. dazu (vgl. dort)?

II.

Mädchenmannschaft-Leser Andreas hat sich jetzt die Mühe gemacht, zumindest mal drei links zum Stand der Debatte vor Judith Butlers Intervention zusammenzustellen: (mehr…)

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Neue Text von mir beim Mädchenblog (aktualisiert)

► Judith Butler über „soziale Gerechtigkeit“ sowie high und happy in den Straßen feiern (Interview) [mit Anmerkungen]
http://maedchenblog.blogsport.de/2010/06/22/judith-butler-ueber-soziale-gerechtigkeit-sowie-high-und-happy-in-den-strassen-feiern-interview/

► Noch ein paar Nachträge: Butler und der Berliner CSD
http://maedchenblog.blogsport.de/2010/06/22/noch-ein-paar-nachtraege-butler-und-berliner-csd/ (mehr…)

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(Was) wählen?

Die Frage scheint diesmal so müßig, wie seit 20 Jahren nicht mehr, zu sein – wenn nicht sogar so, wie seit dem KPD-Verbot.

Übersicht über den folgenden Text:

I. Ein Blick zurück

1. Als Wahlen spannend waren
2. Die ‚Rückkehr‘ der späten 50er und frühen 60er Jahre war nicht von Dauer

II. Der Stand der Dinge

III. Was die anderen sagen – kritisch kommentiert
1. Ofenschlot contra Dath
2. Bundeswahlstreik: Masse statt Klasse
3. Mannheim: „Klassenkampf statt Wahlkampf“?
4. Angel of Neukoelln: Für Grundrechte, gegen Lohndumping und Sozialabbau – und gegen deutsche Kriegseinsätze
5. Mädchenmannschaft: Elections are a gender issue!
6. Diverse zu den Irrwegen der Piratenpartei
7. Avanti: „Unsere Wahl heißt Widerstand“
8. VSP: Bitte noch mehr Weichspüler
9. Von den Ex-TrotzkistInnen zu den Ex-MaoistInnen (analyse & kritik)…
10. …zu Ex-blogsport-lerInnen (Kritische Schriften)
11. Mnementh & TSP: Die Tücken des Wahlrechts
12. Wahlprüfsteine und andere Wahlhilfen
13. Gewerkschaftlich organisierte SPD-Mitglieder sagen: SPD-Führung stürzen ist dringlicher als SPD wählen
14. Alternativen zur Linkspartei?
a) DKP – ohne Aussicht auf wahrnehmbaren Erfolg
b) PSG – unter irreführender Flagge
c) MLPD: Stalins „echten Sozialismus“ wählen
d) Nicht auf dem Stimmzettel: Frauenparteien
15. Was die von mir regelmäßig gelesenen Blätter „Arbeiterstimme“ (Nürnberg) und „Arbeiterpolitik“ (Hamburg) sagen

IV. Eigene Stellungnahme

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Wissenschaft – Ethik – Politik


- aus Anlaß der Diskussion über Intersexualität und die angebliche ausschließliche Existenz zweier Geschlechter -
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Gibt es AUSSCHLIESSLICH zwei Geschlechter?

Der folgende Beitrag erschien zuerst am 24. August als Kommentar bei der Mädchenmannschaft. Für die hiesige Veröffentlichung wurde er noch einmal Korrektur gelesen; die Zwischenüberschriften sind neu eingefügt. Die dortige Diskussion ist noch am Laufen, kam aber etwas aber etwas vom Thema ab, da Quatsch mit Soße auf das zentrale Argument nicht antwortete, sondern in eine Wesens- und Prinzipienphilosophie flüchtete, was dann wiederum unter methodologischen Gesichtspunkten kritisiert werden mußte (1, 2). Das zentrale Argument gegen die Behauptung es gäbe ausschließlich zwei Geschlechter läßt sich wie folgt reformulieren:
1. Es ist unumstritten, daß das Geschlecht nicht anhand eines einziges Kriteriums festgestellt werden kann. Vielmehr werden sowohl die Chromosomensätze als auch die sog. primären Geschechtsorgane (das sind die äußeren und inneren Geschlechtsorgane und deren Anhangdrüse) herangezogen.
2. Nun müssen aber weder die Geschlechtsmerkmale homolog (i.S. der vorgestellten Zweigeschlechtlichkeit) auftreten noch müssen diese ihrerseits zu dem jeweiligen Chromosomensatz homolog sein.
3. Das heißt: Es gibt zwar die beiden tyischen Fälle xx-Chromosomen + Klitoris (Frauen) sowie xy-Chromosomen + Penis (Männer), aber es gibt auch die umgekehrten Kombinationen und unter Berücksichtung der weiteren sog. „primären Geschlechtsmerkmale“ weitere Varianten. Und unter Berücksichtigung der Hormonproduktion und deren Wirksamkeit wird es noch kompliziert.
4. Das wiederum heißt nun: Es gibt mehr als zwei Merkmalskombinationen und das heißt: mehr als zwei Geschlechter. Denn „Geschlecht“ ist nicht irgendeine durch die Naturphilosophie geisternde Wesenheit, sondern die jeweilige Merkmalskombination.
Mehr als zwei Merkmalskominationen = mehr als zwei Geschlechter. Das ist der entscheidende Punkt. Oder in den Worten meines Beitrages unter http://maedchenmannschaft.net/sportler-sportlerin/#comment-17736: (mehr…)

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Heute gesehen (23.8.)

1.a) daß eifrig über Tests zur Geschlechtsbestimmung von SportlerInnen diskutiert wird – bei

-- Emanzipation oder Barbarei

-- Das Ende des Sex: Biologisches Geschlecht ist gemacht

-- Kopf und Herz

-- der Mädchenmannschaft. Dort sei insbesondere auf den Kommentar von Kopf und Herz hingewiesen:

„es ist doch schlicht so, dass es keine zwei geschlechter gibt, da es unklar ist, an was man/frau geschlecht fest machen soll. d.h. selbst biologisch/medizinisch ist das nicht klar, ganz zu schwiegen von sozialen praktiken (drag, plastische chirurgie etc.)… geschlecht ist gemacht und es müsste eigentlich das recht auf selbstbestimmung gelten. […] das genital macht aktuell wohl auch nicht das geschlecht aus, was der fall der leichtathletin zeigt. […]. also sollte man geschlecht endlich als kontinuum begreifen, dann bräuchte man auch solche tests nicht … in denen letztlich auf grund einer vielzahl von faktoren (die medizin ist hier weiter als der allgemeine menschenverstand), […].“

Daraf antwortet Quatsch mit Soße:

„zwei geschlechter gibt es laut aktuellem erkenntnisstand schon seit 565 mio. jahren. sie sind ein universelles und bewährtes prinzip der biologie. in den meisten fällen haben menschen keine probleme, männer und frauen zu unterscheiden. das funktioniert auch, wenn man nur ein gesicht sieht, ohne make up und mit neutraler frisur. kleine kinder und sogar tiere können treffsicher zwischen geschlechtern unterscheiden. eine menschliche entscheidung kann, soll und muss es geben über die rollen, die männer und frauen einnehmen möchten. aber davor haben sie einen biologischen körper, der in den allermeisten fällen eindeutig einem geschlecht angehört.“

Das statement von Quatsch mit Soße enthält nun allerdings einen kleinen, aber entscheidenden Widerspruch:

„zwei geschlechter gibt es laut aktuellem erkenntnisstand schon seit 565 mio. jahren. sie sind ein universelles und bewährtes prinzip der biologie.“
vs.
Menschen haben „einen biologischen körper, der in den allermeisten fällen eindeutig einem geschlecht angehört.“

„in den allermeisten fällen“ ist eben nicht „universell“ (auch im Tierreich ist Zweigeschlechtlichkeit keine universelle Realität).

Also: Es gibt zwar (biologisch eindeutige) Männer und Frauen, aber es gibt nicht ausschließlich zwei Geschlechter, was die von Quatsch mit Soße zugestandenen – wenn auch zahlmäßig geringen – uneindeutigen Fälle zeigen.

„Es gibt keine zufriedenstellende humanbiologische Definition der Geschlechtszugehörigkeit, die die Postulate der Alltagstheorien einlösen würde.“1 „Klassifikationskriterien können [… nämlich] die Genitalien zum Zeitpunkt der Geburt oder die Chromosomen sein, die im Zuge vorgeburtlicher Analyseverfahren festgestellt werden; beide müssen nicht notwendigerweise übereinstimmen.“2

Dieser Realität ist eine Zuordnungspraxis, die nur die Alternative „Mann oder Frau“ zuläßt, auf jeden Fall unangemessen – egal wie wenig uneindeutige Fälle es gibt. Auch ein Fall stellt bereits den strikten Binarismus in Frage. Jeder uneindeutige ‚Fall‘, der dennoch zu Mann oder Frau erklärt oder per Zwangs-OP (eindeutig[er]) gemacht wird, ist kein kein Fall von biologischer Erkenntnis, sondern von sozialer Herrschaftspraxis.

Dagegen greift auch nicht der Einwand3 durch, daß es für sportliche Leistungen (anders als bspw. für die Benutzung von Toiletten und Umkleidekabinen oder – einvernehmliche oder gewaltsame – sexuelle Handlungen) ohnehin nicht auf die Genitalien, sondern allein auf die Chromosomen ankomme. Denn wie mehrere KommentatorInnen bei der Mädchenmannschaft dargelegt haben, garantieren auch XY-Chromosomen keine höhere sportliche Leistungsfähigkeit:

Helga schreibt:

„Wenn Semenya eine komplette Androgenresistenz hat, dürfte sie z.B. bei den Olympischen Spielen starten. Eben weil ihr Körper keine männlichen Hormone verarbeiten kann. Sie wäre kein Mann. Und auch keine normale Frau. Das Y-Chromosom nützt bei der Androgenresistenz nichts. die männlichen Sexualhormone werden ja nicht verarbeitet […]. Oder wenn das Y-Chromsosom abgeschaltet ist, dann würden nicht mal Hormone produziert.“

Kasu zitiert einen Spiegel Online-Artikel:

“Normalerweise weisen Frauen zwei X-Chromosomen in ihren Zellen auf, Männer ein X- und ein Y-Chromosom. Manche mit einem Y-Chromosom geborenen Menschen entwickeln alle körperlich charakteristischen Merkmale einer Frau – ausgenommen der inneren Sexual-Organe. Sie leiden unter dem Androgen-Insuffizienz-Syndrom (AIS). Diese Frauen sind XY, allerdings kein Mann, weil ihr Körper nicht auf das produzierte Testosteron reagiert. Deshalb dürfen sie auch bei den Frauen starten. Sieben der acht Frauen, die 1996 bei Olympia in Atlanta positiv auf Y-Chromosomen getestet wurden, hatten AIS und durften teilnehmen. ”

und fügt dann hinzu:

„Daher könnte es gut sein, dass Caster Semenya überhaupt kein wettkampfrechtlichen Konsequenzen hat, auch wenn sich herausstellt, dass sie eine XY-Frau ist.“

Für den Bereich des Sports wäre also – im Interesse einer Vergleichbarkeit der Leistungen (wenn denn nicht überhaupt das Konzept der „Leistung“ und der „Leistungssport“ in Frage gestellte werden sollen – zwei Fragen die an dieser Stelle nicht diskutiert werden sollen) – statt einer Kategorisierung nach „Mann oder Frau“ eine Bildung von Leistungsfähigkeitsklassen nach Kriterien, wie sie Herz und Kopf vorgeschlagen hat, vorzuziehen:

für den sport gilt es also anstatt der schwammigen zuordnung per geschlecht, genaue kriterien festzulegen, dies könnten sein:
- körpergröße
- alter
- gewicht
- lungenvolumen
- bmi
oder was es sonst noch für leistungesrelevante kriterien gibt.“

In einem Punkt hat allerdings Quatsch mit Soße recht:

„In fragen der biologischen und körperlichen tatsachen zählen biologie und körper.“

Dagegen greift auch der Einwand von Sven nicht durch:

„Ich würde behaupten, dass jegliche Anbindung an vordiskursive ‘Tatsachen’ schlichtweg sinnlos ist; aus unserer Sprache und Kultur kommen wir nicht heraus.“

aa) entwertet dieser Eiwand nicht nur – wie beabsichtigt – die hegemoniale Behauptung eines Tatsachen-Charakters der ausschließlichen Zweigeschlechtlichkeit, sondern genauso auch die auf die Tatsache der Intersexualität gestützte Kritik an der hegemonialen Sichtweise,

womit sich bb) zeigt, daß ein ‚lingustizistischen Monismus‘ – gegen den sich im übrigen auch Judith Butler wendet4 – nur in Subjektivismus = Willkür enden kann.
Daß wir unsere Erkenntnisse nur mittels Sprache produzieren und formulieren können, heißt nicht, daß es die Gegenstände unserer Erkenntnisse nicht gibt.5

b) Ergänzend sei – gegen Quatsch mit Soße:

„ich denke, du erfindest hier kriterien für eine unhaltbare these. dass menschen biologisch frauen und männer sind und sich als frauen und männer fortpflanzen, ist eine tatsache, […]“ –

noch darauf hingewiesen, daß auch das – für den Sport allerdings nicht besonders relevante Kriterium der Gebärfähigkeit keine eindeutige Zuordnung aller Menschen zu einem von ausschließlich zwei Geschlechtern erlaubt:

Auch unter dem Gesichtspunkt der Generativität, läge es durchaus nahe, mehr als zwei Hauptgruppen – Männer (angeblich = Nicht-Gebärfähige) und Frauen (angeblich = Gebärfähige) – zu bilden. Es läge unter dem Gesichtspunkt der Generativität vielmehr nahe, mindestens drei – vielleicht auch vier, fünf, oder sechs – Hauptgruppen zu bilden:
• Nie-Gebärfähige (darunter solche, die trotzdem gebären wollen, und solche die ohnehin nicht gebären wollen);
• Noch-Nicht- und Nicht-Mehr-Gebärfähige;
• (gebärwillige und gebärunwillige) Gebärfähige.
Und vor allem sind wohl Kulturen denkbar, die den Umgang mit den Folgen des Gebärens so regeln, daß die Tatsache des Gebärens nicht mehr ausschlaggebend für die Positionierung von Individuen in der gesellschaftlichen Struktur ist. (Das letzte Argument führt durchaus nicht zur Restauration der Unterscheidung zwischen sex und gender. Denn jedenfalls das Gebären ist [anders als die Gefährfähigkeit, die aber wiederum – wie gezeigt – nicht allen Frauen gemeinsam ist!] keine Eigenschaft (des sex Frau), sondern eine Tätigkeit. Es bleibt also bei Butler: Würde von der Tätigkeit des Gebärens bzw. Nicht-Gebärens – also vom doing gender – auf die Existenz zweier sex mit unterschiedlichen biologischen Eigenschaften geschlossen, so wäre dies nur ein neues Argument dafür, daß sex nicht ursprünglich, sondern vielmehr ein Effekt von gender ist.)6

2. Pinky nimmt in FN ** zu den hiesigen Kommentaren von Antifatzke und ♥Tekknoatze Stellung; auch hier gibt es inzwischen weitere Kommentare zu dem Ausgangsbeitrag. Ich werde bei Gelegenheit auch noch etwas zur Mindestlohnforderung schreiben.
3. Dagegen ist die Antidemokratische Aktion in Schweigen verfallen. Ein Zeichen von Einsicht? Oder vielmehr von argumentloser Beibehaltung der kritisierten Position?
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Heute gesehen (22.07.)

A. Interessant

I. Hermann und die Varusschlacht. Zur Wirkungsgeschichte eines nationalen Mythos

bei LOTTA – antifaschistische Zeitung aus NRW (das aktuelle Heft enthält weitere Artikel zu dem Thema)

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