Tag-Archiv für 'lenin'

Neues zu Lenin

1. Wla­di­mir Iljitsch Lenin, Der Impe­ria­lis­mus als höchs­tes Sta­dium des Kapi­ta­lis­mus. Kri­ti­sche Neu­aus­gabe mit Essays von Diet­mar Dath und Chris­toph Türcke, her­aus­ge­ge­ben von Wla­dis­law Hede­ler und Vol­ker Külow, Ver­lag 8. Mai: Ber­lin, 357 Sei­ten; 24.80 Euro

https://www.jungewelt-shop.de/Lenin_%20Imperialismus_normalausgabe

2. dazu: Rezen­sion von Gün­ther Sta­mer, „Aber wer liest heute noch Lenin?“

http://​www​.kom​mu​nis​ten​.de/​i​n​d​e​x​.​p​h​p​?​o​p​t​i​o​n​=​c​o​m​_​c​o​n​t​e​n​t​&​a​m​p​;​v​i​e​w​=​a​r​t​i​c​l​e​&​a​m​p​;​i​d​=​6​9​2​6​:​q​a​b​e​r​-​w​e​r​-​l​i​e​s​t​-​h​e​u​t​e​-​n​o​c​h​-​l​e​n​i​n​q​&​a​m​p​;​c​a​t​i​d​=​1​0​6​:​l​i​t​e​r​a​t​u​r​-​u​n​d​-​k​u​n​s​t​&​a​m​p​;​I​t​e​m​i​d=256

3. Karl Heinz Schu­bert ant­wor­tet auf Nowak/​Schill/​Schulze:

Trio ver­sus RIO. Einige Rand­be­mer­kun­gen zu dem offe­nen Brief an RIO (mehr…)

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5 Thesen zu „nationaler Selbstbestimmung“ im allgemeinen und dem Israel/Palästina-Konflikt im besonderen

1. Sozia­lis­ti­sche Staats­ap­pa­rate sind nicht zu zer­schla­gen, son­dern zum Abster­ben zu brin­gen – dies nur der Prä­zi­sion hal­ber.

2. Zu zer­schla­gen sind bür­ger­li­che Staats­ap­pa­rate durch sozia­lis­ti­sche Revo­lu­tio­nen – d.h. die Lohn­ab­hän­gi­gen der jewei­li­gen Nation.

3. Sind die jewei­li­gen Lohn­ab­hän­gi­gen zu schwach oder unwil­lens, eine sozia­lis­ti­sche Revo­lu­tion durch­zu­füh­ren, so ändert dies – nach leni­nis­ti­scher Posi­tion – nichts am natio­nale Selbst­be­stim­mungs­recht. Siehe z.B. die Aner­ken­nung der Los­tren­nung des bür­ger­li­chen Finn­lands von Ruß­land durch die Sowjet­re­gie­rung.

4. Der Ent­zug des natio­na­len Selbst­be­stim­mungs­rechts ist nach leni­nis­ti­scher Posi­tion keine legi­time Sank­tion in natio­na­len Kon­flik­ten. Des­halb kom­men weder die Hamas, noch die PFLP noch andere paläs­ti­nen­si­sche Orga­ni­sa­tio­nen als legi­ti­mes Sub­jekt einer Zer­schla­gung des bür­ger­li­chen Staats­ap­pa­ra­tes in Israel in Betracht.

5. Leni­nis­tIn­nen unter­stüt­zen DEMO­KRA­TI­SCHE FOR­DE­RUN­GEN GEGEN NATIO­NALE UNTER­DRÜ­CKUNG und gehen dafür ggf. Bünd­nisse mit der bür­ger­li­chen Demo­kra­tie ein; aber sie bekämp­fen die bür­ger­li­che, feu­dale und reli­giöse Reak­tion; sie ver­ges­sen auch in natio­na­len Kon­flik­ten nicht, daß Völ­ker in Klas­sen und Geschlech­ter gespal­ten sind.

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Siehe ergän­zend

von Achim Schill, Peter Nowak und mir:

Offe­ner Brief an die Revo­lu­tio­näre Inter­na­tio­na­lis­ti­sche Orga­ni­sa­tion (RIO) /​ https://​www​.klas​se​ge​gen​klasse​.org/:

Wer sind „die Palästinenser*innen“?

Zur Kri­tik des anti-​​leninistischen „Volks“-Diskurses

https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/​2​20168;

.pdf-​​Version: https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​s​y​s​t​e​m​/​f​i​l​e​s​/​d​a​t​a​/​2​0​1​7​/​0​8​/​1​8​6​2​2​9​3​2​8​7.pdf.

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Leninismus und Irrtum

Am Mon­tag hatte ich Gele­gen­heit, einen ca. 35-​​minütigen Kom­men­tar am Fach­be­reich Phi­lo­so­phie und Geis­tes­wis­sen­schaf­ten der FU Ber­lin zum Thema Radi­kale Phi­lo­so­phie vor­zu­tra­gen. „Radi­kale Phi­lo­so­phie“ ist ein Kon­zept, das Frie­der Otto Wolf 2001 in der ers­ten Auf­lage sei­nes gleich­na­mi­gen Buches1 – u.a. in Anknüp­fung an die bri­ti­sche Zeit­schrift Radi­cal Phi­lo­so­phy2 und die us-​​amerikanische Radi­cal Phi­lo­so­phy Asso­cia­tion3 – ent­wi­ckelte. In die­sem Semes­ter zieht er eine Zwi­schen­bi­lanz, was heute, 15 Jahre spä­ter, aus sei­nen dama­li­gen phi­lo­so­phi­schen Initia­ti­ven gewor­den ist, wozu er auch um kri­ti­sche Kom­men­tare gebe­ten hatte. Ich selbst habe mir die Frei­heit genom­men, den Leni­nis­mus unter „Radi­kale Phi­lo­so­phie“ zu sub­su­mie­ren. – Ein Mit­schnitt fin­det sich auf Frie­der Otto Wolfs home­page:

http://​www​.frie​derot​to​wolf​.de/​6​8​8​/​k​o​n​t​e​x​t​e​-​u​n​d​-​p​e​r​s​p​e​k​t​i​v​e​n​-​r​a​d​i​k​a​l​e​r​-​p​h​i​l​o​s​o​p​h​ie-7/ (ab ca. Min. 51:20; bei ca. Min. 55:38 war mir ein Ver­spre­cher unter­lau­fen [statt „1996″ hätte es dort „1976″ hei­ßen müs­sen)

Dem­nächst wird es außer­dem eine erwei­terte schrift­li­che Fas­sung des Vor­tra­ges geben.

  1. Frie­der Otto Wolf, Radi­kale Phi­lo­so­phie. Auf­klä­rung und Befrei­ung in der neuen Zeit, West­fä­li­sches Dampf­boot: Müns­ter, 20092 [zurück]
  2. „Radi­cal Phi­lo­so­phy is a UK-​​based jour­nal of socia­list and femi­nist phi­lo­so­phy, the first issue of which appeared in Janu­ary 1972.“ (http://​www​.radi​cal​phi​lo​so​phy​.com/​about) [zurück]
  3. „Foun­ded in 1982, RPA mem­bers struggle against capi­ta­lism, racism, sexism, homo­pho­bia, disa­bi­lity dis­cri­mi­na­tion, environ­men­tal ruin, and all other forms of domi­na­tion.“ (http://​www​.radi​cal​phi​lo​so​phyas​so​cia​tion​.org/​m​i​s​s​i​o​n​.html) [zurück]
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Audio-Mitschnitt meines Vortrages von vor 2 Wochen zu Marxismus/Feminismus

Die Gruppe Revo­lu­tio­näre Per­spek­tive (RPB) hat einen Mit­schnitt mei­nes Vor­tra­ges von vor 2 Wochen zum Ver­hält­nis von Mar­xis­mus und Femi­nis­mus online gestellt:

http://​www​.per​spek​tive​.nostate​.net/480

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@ GSP: „Gegenstandpunkt“ und Leninismus: Kontroversen und Scheinkontroversen

@ Neo­prene (03. Februar 2014 um 13:49 Uhr):

Der Staat „muß […] weg, dann muß es eine Revo­lu­tion geben, damit es anders wer­den kann.“

Das ist ja zwi­schen Leni­nis­tIn­nen, wie sys­tem­crash und mir [Pkt. g) des Tex­tes sowie Anmer­kung c)], einer­seits sowie dem GSP-​​Spektrum ande­rer­seits über­haupt nicht strit­tig.

Strit­tig ist, was sinn­vol­ler­weise zu tun ist, solange wir weder in der Lage sind, jeden Staat weg­zu­hauen, noch auch nur den bür­ger­li­chen.

@ Krim (02. Februar 2014 um 20:37 Uhr):

„Wenn ich bei­des [Demo­kra­tie und Faschis­mus] aus u n t e r s c h i e d l i c h e n Grün­den schlecht finde, dann hältst du das für Indif­fe­renz.“

Strit­tig ist nicht, bei­des „schlecht“ zu fin­den. Strit­tig ist, ob solange wir nicht in der Lage sind, bei­des weg­zu­hauen und durch eine Gesell­schaft ohne Herr­schaft und Aus­beu­tung und folg­lich auch ohne Staat und ohne Recht zu erset­zen,

-- Demo­kra­tie für die aus­ge­beu­te­ten und beherrsch­ten Mas­sen und für die Kom­mu­nis­tIn­nen ein klei­ne­res Übel gegen­über dem Faschis­mus dar­stellt

und

-- ob es für Kom­mu­nis­tIn­nen a) mög­lich und b) sinn­voll ist, z.B. durch Bünd­nis­po­li­tik und Betei­li­gung auch an Kämp­fen im Beste­hen­den, auf das Kräf­te­ver­hält­nis zwi­schen Demo­kra­tIn­nen und Faschis­tIn­nen Ein­fluß zu neh­men.

Ich bejahe mei­ner­seits alle drei Fra­gen; beim GSP-​​Spektrum bleibt – auf­grund sprung­haf­ten Argu­men­tie­rens und aus­wei­chen­den Ant­wor­tens auf klare Fra­gen – unklar, ob es alle drei Fra­gen oder nur einen Teil der Fra­gen ver­neint.

@ Neo­prene (03. Februar 2014 um 8:37 Uhr):

„Zu mei­ner Ver­blüf­fung konnte ich nun bei TaP lesen, daß der wirk­lich ernst­haft meint, wer Demo­kra­tie kri­ti­siert (wie z.B. der GSP), der kann eigent­lich nur für unde­mo­kra­ti­sche kapi­ta­lis­ti­sche Zustände sein:
[TaP:] ‚Nein, absurd ist viel­mehr, weil sowohl demo­kra­ti­sche als auch unde­mo­kra­ti­sche Staa­ten nicht der Kom­mu­nis­mus sind, dem Unter­schied zwi­schen demo­kra­ti­schen und unde­mo­kra­ti­schen Staa­ten mit einer Hal­tung der Indif­fe­renz und gar einer Prä­fe­renz für die unde­mo­kra­ti­schen Staa­ten (bei ansons­ten glei­chen Ver­hält­nis­sen) zu bege­gnen.‘

Nein, ich sage nicht, „wer Demo­kra­tie kri­ti­siert […], der kann eigent­lich nur für unde­mo­kra­ti­sche kapi­ta­lis­ti­sche Zustände sein“.

Ich sage viel­mehr:

-- Wenn wir nicht in der Lage sind, kom­mu­nis­ti­sche Ver­hält­nisse durch­zu­set­zen (im Zitat: „bei ansons­ten glei­chen Ver­hält­nis­sen“!)
-- wenn bür­ger­li­che und sozia­lis­ti­sche Demo­kra­tie nicht gewünscht ist,
-- wenn auch unde­mo­kra­ti­sche sozia­lis­ti­sche Ver­hält­nisse jeden­falls nicht durch­setz­bar sind, weil unsere Kraft und unsere Fähig­kei­ten nicht nur nicht aus­rei­chen, um den Kom­mu­nis­mus durch­zu­set­zen, son­dern nicht ein­mal für die Durch­set­zung einer sozia­lis­ti­schen Überg­angs­ge­sell­schaft (in der Klas­sen, Staat, Herr­schaft und Recht noch exis­tie­ren) aus­rei­chen,

-- dann ist die fata­lis­ti­sche Hin­nahme oder sogar Affir­ma­tion von nicht-​​demokratischen kapi­ta­lis­ti­schen Ver­hält­nis­sen die logi­sche Kon­se­quenz.

@ Krim (03. Februar 2014 um 14:54 Uhr):

„[TaP:] ‚Erst wer/​welche dazu Brauch­ba­res zu sagen hat und politisch-​​praktische Vor­schläge macht,‘ q.e.d. Radi­kale For­de­rung wie Abschaf­fung des Kapi­ta­lis­mus sind also nicht ‚brauch­bar‘ oder ‚politisch-​​praktisch‘. Also schlägst du eben doch vor sich kon­struk­tiv an der demo­kra­ti­schen Kon­kur­renz um sys­tem­ver­bes­sernde und -sta­b­li­sie­rende Ent­schei­dun­gen zu betei­li­gen.“

Ich schrieb viel­mehr (Nr. 8): „Wieso soll­ten Revo­lu­tio­nä­rIn­nen von ‚den Leu­ten‘ das Zuhö­ren geschenkt bekom­men, wenn sich die Revo­lu­tio­nä­rIn­nen zu dem, was ‚die Leute‘ inter­es­siert – und das sind heute maxi­mal Reform­for­de­run­gen und deren Durch­set­zung –, nicht äußern. Erst wer/​welche dazu Brauch­ba­res zu sagen hat und politisch-​​praktische Vor­schläge macht, kann damit rech­nen, auch zu viel wei­ter­ge­hen­den Pro­jek­ten gehört zu wer­den.“ (Fett­set­zung nach­träg­lich hin­zu­ge­fügt)

Und ich schrieb („zu 1.“): „Der Kampf für Ver­bes­se­run­gen im Beste­hen­den (nicht des Beste­hen­den!) kann also durch­aus Vor­be­rei­tungs­funk­tion für den Kampf gegen das Beste­hende haben.“

Der Punkt ist:

-- Den Kapi­ta­lis­mus kann ich heute nicht abschaf­fen, und der GSP kann ihn heute auch nicht abschaf­fen.

-- Unstrit­tig ist, daß es den­noch rich­tig ist, auch bereits heute für die Abschaf­fung des Kapi­ta­lis­mus zu argu­men­tie­ren.

-- Unstrit­tig ist – ent­ge­gen Dei­ner Unter­stel­lung – auch, daß es für Kom­mu­nis­tIn­nen nicht um „sys­tem­ver­bes­sernde und -sta­b­li­sie­rende Ent­schei­dun­gen“ im Kapi­ta­lis­mus geht.

-- Strit­tig ist aller­dings, ob es für Kom­mu­nis­tIn­nen, solange ein Bruch mit der Herr­schaft der kapi­ta­lis­ti­schen Pro­duk­ti­ons­weise nicht mög­lich ist, rich­tig ist, für Ver­bes­se­run­gen der Lebens­be­din­gun­gen der aus­ge­beu­te­ten und beherrsch­ten Mas­sen im Beste­hen­den zu kämp­fen.

Anmer­kun­gen: (mehr…)

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@ GSP: Zur Kritik der gegenstandpunktlerischen Übel-Indifferenz

Im blog von Neo­prene ent­wi­ckelte sich im Nach­gang zu dem „Demokratie“-Workshop der Inter­Komms vom ver­gan­ge­nen Sonn­tag eine mun­tere Debatte über Demo­kra­tie und Faschis­mus, über (Geschichts)determinismus, gesell­schaft­li­che Wider­sprü­che und die Rele­vanz von Poli­tik sowie über Reich­weite und Gren­zen der Ver­samm­lungs­frei­heit. Auch sys­ten­crash nahm zu die­ser Debatte Stel­lung:

Vom Sinn der „Herr­schafts­kri­tik“
http://​sys​tem​crash​.word​press​.com/​2​0​1​4​/​0​2​/​0​1​/​v​o​m​-​s​i​n​n​-​d​e​r​-​h​e​r​r​s​c​h​a​f​t​s​k​r​itik/

[Zur Kri­tik vom Gegen­stand­punkt am Demokratie-​​Begriff]
http://​sys​tem​crash​.word​press​.com/​2​0​1​4​/​0​1​/​2​0​/​d​e​m​o​k​r​a​t​i​e​-​u​n​d​-​r​e​v​o​l​u​t​i​o​n​a​r​e​r​-​b​r​u​c​h​/​#​c​o​m​m​e​n​t​-5037

Die Debatte bei Neo­prene nahm Aus­gang von dem, was ein Gegen­stand­punkt (GSP)-Genossen bei dem InterKomm-​​Workshop-​​Tag gesagt hatte. In die­sem Bei­trag hieß es u.a.:

„ich [will] ganz klar sagen: Ich lehne alles an die­sem Ver­fah­ren, ich lehne das Ideal und die Uto­pie von einer Herr­schaft, die mir Rechte gibt, die mich immer­hin ver­sam­meln und spre­chen läßt, die lehne ich ab. Ich bin Anti­dem­krat! So kannst du doch auch mal in den Dis­kurs um die Begriffe inter­ve­nie­ren. Demo­kra­tie hat einen guten Ruf, ich bin dage­gen. Da kannst du dann in ein kla­re­res und leb­haf­te­res Gespräch kom­men.

(mehr…)

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Für eine rätesozialistische De-Konstruktion des Demokratie-Begriff

In einer Bro­schüre der Gruppe *andere zustände ermög­li­chen (*aze) ist jetzt – am Anfang des ver­gan­ge­nen Jah­res ent­stan­de­ner – gemein­sa­mer Text von Micha Schilwa und mir mit dem Titel

Für eine räte­so­zia­lis­ti­sche De-​​Konstruktion des Demokratie-​​Begriff

erschie­nen.

Außer­dem sind in der Bro­schüre Bei­träge von *aze selbst, von einem Genos­sen der Inter­ven­tio­nis­ti­schen Lin­ken (IL) sowie der Gruppe never­go­ing­home.

Die Bro­schüre ist in digi­ta­ler Form auf der home­page von *aze und (in Kürze) in gut sor­tier­ten Info-​​ und Buch­lä­den kos­ten­los erhält­lich.

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Wer war Amadeo Bordiga?

Hier noch ein paar Lese­mög­lich­kei­ten zur Vor­be­rei­tung auf den Demokratie-​​Workshop der Inter­Komms (s. z.B.: 1, 2, 3, 4) am Sonn­tag (26.1.):

In der deutsch­spra­chi­gen Wiki­pe­dia gibt es einen Arti­kel über den ita­lie­ni­schen Links­kom­mu­nis­ten Bordiga:

http://​de​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​A​m​a​d​e​o​_​B​o​rdiga


(Quelle: https://​it​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​F​i​l​e​:​B​o​r​d​i​g​a.gif; Datei­for­mat umge­wan­delt)

Der aus­führ­li­chere Arti­kel in der eng­lisch­spra­chige Wiki­pe­dia ent­hält auch einen Abschnitt zur Posi­tion von Bordiga zur Demo­kra­tie:

Bordiga proudly defined him­self as „anti-​​democratic“ and belie­ved him­self at one with Marx and Engels on this. Bordiga’s hos­ti­lity toward demo­cracy had not­hing to do with Sta­li­nist idea­lism. Indeed, he saw fascism and Sta­li­nism as the cul­mi­na­tion of bour­geois demo­cracy. Demo­cracy to Bordiga meant above all the mani­pu­la­tion of society as a form­less mass. To this he coun­ter­po­sed the „dic­ta­tor­ship of the pro­le­ta­riat“, imple­men­ted by the com­mu­nist party foun­ded in 1847, based on the prin­ci­ples and pro­gram enun­cia­ted in the mani­festo. He often refer­red to the spi­rit of Engels‘ remark that „on the eve of the revo­lu­tion all the forces of reac­tion will be against us under the ban­ner of ‚pure demo­cracy“. (As, indeed, every fac­tio­nal oppo­nent of the Bols­he­viks in 1921 from the mon­ar­chists to the anar­chists cal­led for „soviets wit­hout Bolsheviks“--or soviet workers coun­cils not domi­na­ted by Bols­he­viks.) Bordiga oppo­sed the idea of revo­lu­tio­nary con­tent being the pro­duct of a demo­cra­tic pro­cess of plu­ra­list views; wha­te­ver its pro­blems, in light of the history of the past 70 years, this per­spec­tive has the merit of unders­co­ring the fact that com­mu­nism (like all social for­ma­ti­ons) is above all about pro­gram­ma­tic con­tent expres­sed through forms. It unders­cores the fact that for Marx, com­mu­nism is not an ideal to be achie­ved but a „real move­ment“ born from the old society with a set of pro­gram­ma­tic tasks.
http://​en​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​A​m​a​d​e​o​_​B​o​rdiga

Bordi­gas Arti­kel Das demo­kra­ti­sche Prin­zip fin­det sich auf der Seite http://​www​.sinis​tra​.net/:

http://​www​.sinis​tra​.net/​l​i​b​/​u​p​t​/​k​o​m​p​r​o​/​c​i​p​o​/​c​i​p​o​b​f​i​b​u​d​.html

Lenin hat sich in (mehr…)

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Mit Lenin den Demokratie-Essentialismus kritisieren

Heute in einer Woche – also am Sonn­tag, den 26.01. werde ich im B-​​Lage beim Workshop-​​Tag „Demo­kra­tie – die süßeste Ver­su­chung seit es Poli­tik gibt?“ der Inter­na­tio­na­len Kommunist_​innen zum Thema „Warum die Form immer noch wesent­lich ist. – Mit Lenin (1870 – 1924) den Demokratie-​​Essentialismus kri­ti­sie­ren“ spre­chen.

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Kapitalismus abschaffen – geht das demokratisch?

Gen. sys­tem­crash und ich haben eine kleine Bro­schüre geschrie­ben:

Vgl. dazu:
http://​www​.nao​-pro​zess​.de/​b​l​o​g​/​e​i​n​e​-​n​e​u​e​-​t​o​l​l​e​-​n​a​o​-​i​d​e​e​-​d​e​n​-​k​a​p​i​t​a​l​i​s​m​u​s​-​d​e​m​o​k​r​a​t​i​s​c​h​-​a​b​s​c​h​a​ffen/.

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„Praxis“ ohne Richtschnur – kann das gutgehen?“

Eine These, die nicht nur für den anlaß­ge­ben­den Kon­text rele­vant ist:

„Es geht […] nicht ein­fach nur darum, irgend etwas zu machen; auch nicht ein­mal nur darum, es erfolg­reich zu machen. Viel­mehr müß­ten wir klä­ren: Was sind denn über­haupt loh­nende Aktio­nen und Mobi­li­sie­rung und wel­che Funk­tion /​ wel­chen Stel­len­wert können/​sollen sie in Bezug auf unser schließ­li­ches Ziel bzw. – bes­ser: – den schließ­li­chen Zweck unse­rer poli­ti­schen Bemü­hun­gen […] haben.“

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Mit „Übergangsforderungen“ überzeugen?

Aus einem neuen Arti­kel von mir im NaO-​​blog:

„Mein zen­tra­ler Kri­tik­punkt an dem, was ich mir erlau­ben möchte, mal etwas despek­tier­lich ‘trotz­kis­ti­scher Forderungs-​​Fetischismus’ zu nen­nen, lau­tet nun: Trotz­kis­tIn­nen ver­ste­cken das letzt­li­che Ziel – das, worum unser leni­nis­ti­scher Kampf Ums Ganze letzt­lich geht – hin­ter ihren didak­ti­schen Überg­angs­for­de­run­gen.“

„Ich würde also sagen, die ‚man­geln­den Reife des sub­jek­ti­ven Fak­tors […] in sei­ner vol­len Trag­weite erfas­sen‘ – das heißt: ein­zu­se­hen, daß revo­lu­tio­näre Poli­tik heute nicht auf Mas­se­ne­bene mög­lich ist.“

„M.E. ist weder not­wen­dig noch sinn­voll, daß alle Aktio­nen von (sub­jek­ti­ven) Revo­lu­tio­nä­rIn­nen gleich auf die ‚brei­ten Masse der Kol­le­gin­nen‘ zie­len. Viel­mehr sind unter­schied­li­che Aktio­nen für unter­schied­li­che Ziel­grup­pen not­wen­dig. So war es m.E. sowohl rich­tig und not­wen­dig, an M 31 teil­zu­neh­men, als auch in Block­upy zu inter­ve­nie­ren – um noch ein­mal kon­krete Bei­spiele zu nen­nen.“

„Jeden­falls heut­zu­tage müs­sen die Revo­lu­tio­nä­rIn­nen auch mit den Mas­sen auf der vol­len Höhe der theo­re­ti­schen Kom­ple­xi­tät spre­chen wer­den. Sie müs­sen sys­te­misch (oder bes­ser: struk­tu­rell) argu­men­tie­ren (Für die Über­win­dung von Pri­vat­ei­gen­tum und Waren­pro­duk­tion – und wel­che kom­pli­zier­ten Schritte dahin not­wen­dig sind) und nicht phä­no­me­no­lo­gisch pos­tu­lie­ren: ‚Ban­ken […] ent­eig­nen!‘.“

„Zutref­fend ist das Kon­zept der Überg­angs­for­de­run­gen erst für eine revo­lu­tio­näre Situa­tion (in der viel­leicht den­noch Reform­spiel­räume beste­hen – aber dar­auf kommt es hier nicht ent­schei­dend an) – aber auch dann nicht als didak­ti­sches Kal­kül /​ ‚Trick’, son­dern als Benen­nung der nächs­ten Kampf­schritte, die in der jewei­li­gen Situa­tion geeig­net sind, eine revo­lu­tio­näre Situa­tion in eine Revo­lu­tion zu ver­wan­deln.“

„Wer­den dage­gen wirk­li­che Überg­angs­for­de­run­gen (und eine sol­che scheint mir eher ‚Ban­ken in Besitz neh­men‘ als ‚Ban­ken […] ent­eig­nen‘ zu sein) in nicht-​​revolutionären Situa­tio­nen auf­ge­stellt, so wirkt dies volun­ta­ris­tisch oder sek­tie­re­risch:
Wäh­rend es heute Aus­sicht auf Erfolg hat, vom Staat zu for­dern, daß er (bestimmte) Bank­be­sit­ze­rIn­nen ent­eig­net,
ist heute in der BRD ein aktu­el­les Akti­ons­ziel Inbe­sitz­nahme (i.S.v. Ver­ge­sell­schaf­tung) der Ban­ken (‚Von Ver­ge­sell­schaf­tung kann nur gespro­chen wer­den, wenn die Beschäf­tig­ten in Ver­bin­dung mit der Öffent­lich­keit die Bank­ge­schäfte kon­trol­lie­ren.‘) voll­stän­dig illu­so­risch.“

„Ein agi­ta­to­ri­scher (von lat. agere = [an]treiben) Sprach­stil ist ange­mes­sen in Bezug auf For­de­run­gen, deren Durch­set­zung in der jewei­li­gen poli­ti­schen Kon­junk­tur rea­lis­tisch ist, und in Bezug auf unmit­tel­bare Hand­lungs­op­tio­nen (‚Vor­wärts! Laßt uns über den Zaun der EZB-​​Baustelle klet­tern!‘).
Eine ‚pro­pa­gan­dis­ti­scher‘ (von lat. pro­pa­gare = [wei­ter] aus­brei­ten) Sprach­stil ist not­wen­dig, um für nicht (so) nahe­lie­gende Inhalte zu wer­ben“

„Wir 150 Figu­ren von RSB, SIB, SoKo und IKs kön­nen keine Bank ‚in Besitz neh­men‘ – selbst, wenn uns noch die SAV und ein paar andere unter­stüt­zen wür­den.
Was wir machen kön­nen, ist gedul­dig zu erklä­ren, warum u.E. die gesell­schaft­li­che Inbe­sitz­nahme der Ban­ken und der ande­ren Unter­neh­men eine lang­fris­tig not­wen­dige Kampf­per­spek­tive ist.“

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Eine kleine These, …

… die ich im NaO-​​blog auf­stelllte:

„Trotz­kis­ti­sche Beto­nung der ‚Klas­sen­ab­hän­gig­keit‘ und auto­no­mer Anti-​​Nationalismus sind zwei – poli­tisch kon­ver­gente, aber theo­re­tisch (noch) dis­pa­rate – Stränge revo­lu­tio­nä­rer Kri­tik an natio­na­lis­ti­scher Volks­front­po­li­tik.“

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Auch insoweit gilt…

mit Lenin Ums Ganze kämp­fen:

[gepos­ted aus Anlaß mei­nes dor­ti­gen: http://​www​.nao​-pro​zess​.de/​b​l​o​g​/​e​i​n​i​g​e​-​e​r​s​t​e​-​g​e​d​a​n​k​e​n​-​z​u​r​-​e​n​t​w​i​c​k​l​u​n​g​-​e​i​n​e​s​-​p​r​o​g​r​a​m​m​a​t​i​s​c​h​e​n​-​m​a​n​i​f​e​s​t​e​s​-​w​i​r​-​w​o​l​l​e​n​-​j​a​-​s​c​h​l​i​e​s​s​l​i​c​h​-​v​o​r​w​a​e​r​t​s​-​k​o​m​m​e​n​/​#​c​o​m​m​e​n​t​-3626 Kom­men­tars]

„Die Kau­tskyan­der (K. Kau­tsky, S p e c t a t o r u. Co.) füh­ren diese Erschei­nun­gen eines ‚gesun­den‘, ‚fried­li­chen‘, auf ‚fried­li­chen Ver­kehr’ beru­hen­den Kapi­ta­lis­mus an und stel­len sie der finan­zi­el­len Aus­plün­de­rung, den Ban­ken­mo­no­po­len, den Geschäf­ten der Ban­ken mit der Staats­macht, der kolo­nia­len Unter­drü­ckung etc. ent­ge­gen, stel­len sie als das Nor­male dem Unnor­ma­len, das Wün­schens­werte dem Uner­wünsch­ten, das Fort­schritt­li­che dem Reak­tio­nä­ren, das Grund­le­gen­den dem Zufäl­li­gen etc. ent­ge­gen. Das ist neuer Proud­ho­nis­mus. Der alte Proud­ho­nis­mus auf neuer Grund­lage und in neuer Form. Spieß­bür­ger­li­cher Refor­mis­mus: für einen fein säu­ber­li­chen, geschnie­gel­ten, gemä­ßig­ten und akku­ra­ten Kapi­ta­lis­mus.“
LW 39, 96

„Den Kapi­ta­lis­mus und seine Grund­lage, die Waren­pro­duk­tion, nicht ver­nich­ten, son­dern diese Grund­lage von Miß­bräu­chen, Aus­wüch­sen usw. säu­bern; den Tausch und den Tausch­wert nicht abschaf­fen, son­dern ihn im Gegen­teil, ‚kon­sti­tu­ie­ren’, ihn zu einem all­ge­mein gül­ti­gen, abso­lu­ten, ‚gerech­ten’ Wert machen, der von Schwan­kun­gen, Kri­sen und Miß­bräu­chen frei wäre – das war Proud­hons Idee.“
LW 20, 19

PS.:

Nicht anders äußerte sich im übri­gen bereits ein gewis­ser Karl Marx:

„Für Herrn Proud­hon hat jede ökono­mi­sche Kate­go­rie zwei Sei­ten, eine gute und eine schlechte. Er betrach­tet die Kate­go­rien, wie der Spieß­bür­ger die gro­ßen Män­ner der Geschichte betrach­tet: Napo­leon ist ein gro­ßer Mann, er hat viel Gutes getan, er hat auch viel Schlech­tes getan. Die gute Seite und die schlechte Seite, der Vor­teil und der Nach­teil zusam­men­ge­nom­men bil­den für Herrn Proud­hon den Wider­spruch in jeder ökono­mi­schen Kate­go­rie. Zu lösen­des Pro­blem: Die gute Seite bewah­ren und die schlechte besei­ti­gen.“ (MEW 4, 131) – was aber „die dia­lek­ti­sche Bewe­gung entzwei[schneidet]“ (ebd., 133, s.a. das Bei­spiel ebd., 163: „In der Pra­xis des Lebens fin­det man nicht nur Kon­kur­renz, Mono­pol und ihren Wider­streit, son­dern auch ihre Syn­these, die nicht eine For­mel, son­dern eine Bewe­gung ist. Das Mono­pol erzeugt die Kon­kur­renz, die Kon­kur­renz erzeugt das Mono­pol.“).

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Lenins 22 grundlegenden Einsichten

Die fol­gende Zitate-​​Sammlung ent­stand bereits im April 2010 aus Anlaß des damals bevor­ste­hen­den 140. Geburts­tags Lenins, wurde aber damals nicht recht­zei­tig fer­tig und blieb dann erst ein­mal lie­gen. – Ich ver­öf­fent­li­che sie jetzt aus dem aktu­el­len Anlaß der ‚Leninismus-​​Debatte’ im NaO-​​Prozeß (1 [Abschnitt 4. sowie die fol­gen­den Kom­men­tare], siehe auch 2 und 3).

[Die fol­gende Zitate-​​Sammlung als drei-​​sprachige (Eng­lisch, Deutsch, Kas­ti­lisch [‘Spa­nisch‘] bzw. Fran­zö­sisch) .pdf-Datei]

1. Sta­lin ist zu grob und ten­diert zu Eil­fer­tig­keit und zum Admi­nis­trie­ren

„Gen. Sta­lin hat, nach­dem er Gene­ral­se­kre­tär gewor­den ist, eine uner­mess­li­che Macht in sei­nen Hän­den kon­zen­triert, und ich bin nicht über­zeugt, dass er es immer ver­ste­hen wird, von die­ser Macht vor­sich­tig genug Gebrauch zu machen.“
„Sta­lin ist zu grob, und die­ser Man­gel, der in unse­rer Mitte und im Ver­kehr zwi­schen uns Kom­mu­nis­ten durch­aus erträg­lich ist, kann in der Funk­tion des Gene­ral­se­kre­tärs nicht gedul­det wer­den. Des­halb schlage ich den Genos­sen vor, sich zu über­le­gen, wie man Sta­lin ablö­sen könnte, und jemand ande­ren an diese Stelle zu set­zen“
„Mir scheint, hier haben Sta­lins Eil­fer­tig­keit und sein Hang zum Admi­nis­trie­ren […] eine ver­häng­nis­volle Rolle gespielt. Wut ist in der Poli­tik gewöhn­lich über­haupt von größ­tem Übel.“
http://​www​.mxks​.de/​f​i​l​e​s​/​S​U​/​L​e​n​i​n​.​T​e​s​t​a​m​e​n​t.pdf

2. Marx’ Theo­rie ist nur das Funda­ment der Wis­sen­schaft, die die Sozia­lis­ten nach allen Rich­tun­gen wei­terentwickeln müs­sen

„Wir betrach­ten die Theo­rie von Marx kei­nes­wegs als et­was Abge­schlossenes und Unan­tast­ba­res; wir sind im Gegen­teil davon über­zeugt, daß sie nur das Funda­ment der Wis­sen­schaft gelegt hat, die die Sozia­lis­ten nach allen Rich­tun­gen wei­terentwickeln müs­sen, wenn sie nicht hin­ter dem Leben zurück­blei­ben wol­len.”
LW 4, 205 f.

„revo­lu­tio­näre Theo­rie [… ist] kein Dogma […], son­dern [sie nimmt] nur in engem Zusam­men­hang mit der Pra­xis einer wirk­li­chen Mas­sen­be­we­gung und einer wirk­lich revo­lu­tio­nä­ren Bewe­gung end­gül­tige Gestalt an.”
http://​www​.mar​xists​.org/​d​e​u​t​s​c​h​/​a​r​c​h​i​v​/​l​e​n​i​n​/​1​9​2​0​/​l​i​n​k​s​r​a​d​/​k​a​p​0​2​.html

Die „wis­sen­schaft­li­che Erfor­schung des Impe­ria­lis­mus [… ist] wie die Wis­sen­schaft über­haupt end­los“ (Lenin 1915a, 204)

3. Die kon­krete Ana­lyse einer kon­kre­ten Situa­tion – die leben­dige Seele des Marxis­mus (mehr…)

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