Tag-Archiv für 'fsk'

Neues (von mir) bei Radio FSK

► Die Juli-​​Ausgabe von trans­mit­ter, der Pro­gramm­zeit­schrift des Freien Sen­der Kom­bi­nats (FSK) Ham­burg steht jetzt online zur Ver­fü­gung. Dort ist eine von mir geschrie­bene Rezen­sion

Neue Bro­schü­ren: Stra­te­gien der Antirep-​​Arbeit
http://​www​.fsk​-hh​.org/​f​i​l​e​s​/​t​m​0​7​1​1.pdf, S. 9 – 12

ver­öf­fent­licht. Die Rezen­sion ent­stand im zeit­li­chen und viel­leicht auch gedank­li­chen Zusam­men­hang mit mei­nem Vor­trag bei der Ver­an­stal­tung des Ein­stel­lungs­bünd­nis­ses am 18.05.2011 in Ber­lin.

► Außer­dem gab ich FSK am Frei­tag, den 24.06.2011, also am Tag vor dem Ber­li­ner (t)CSD-Wochenende, ein Inter­view zum Thema

trans­gen­der und femi­nis­ti­sche Orga­ni­sie­rung.
http://​www​.freie​-radios​.net/​41775

Der Mit­schnitt des – recht spon­tan zustande gekom­me­nen und teil­weise mei­ner­seits etwas chao­tisch abge­lau­fe­nen – Inter­views steht mitt­ler­weile online zur Ver­fü­gung. Vgl. zum Kon­text des Interview-​​Themas und -Anlas­ses auch noch:

--- Erneut: Dies­seits der Geschlech­ter­gren­zen – Die Kul­tu­ra­li­sie­rung des Femi­nis­mus als Natu­ra­li­sie­rung der Geschlech­ter­dif­fe­renz

--- De-​​konstruktiv oder destruk­tiv? – queer Les­bia­nis­mus

--- The­men­über­sicht – Kri­tik an der linksliberal-​​antifeministischen poli­ti­schen Linie des trans­ge­nia­len CSD (tCSD) in Ber­lin und des quee­ren main­streams in der BRD über­haupt

und

--- Ter­mine und andere Hin­weise (2).

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Erneut: Diesseits der Geschlechtergrenzen – Die Kulturalisierung des Feminismus als Naturalisierung der Geschlechterdifferenz

nebst einem Vor­schlag, wie revo­lu­tio­när Abhilfe zu schaf­fen ist.

Aus aktu­el­lem Anlaß weise ich hier noch mal auf mei­nen Vor­trag hin, den ich am 14.11.2007 an der Uni­ver­si­tät Ham­burg im Rah­men der Reihe „Jen­seits der Geschlech­ter­gren­zen“ gehal­ten hatte. Unten folgt die schrift­li­che Ankün­di­gung des Vor­tra­ges.
Der münd­li­che Vor­trag selbst wurde am 17.12.2007 und/​oder am 21.01.20081 von 14:00 bis 15:30 vom Ham­bur­ger Sen­der „FSK. Freies Sen­der Kom­bi­nat“ aus­ge­strahlt.
Die Audio-​​Dateien ste­hen bei der Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek der FU Ber­lin zum down­load zur Ver­fü­gung: V-GGrenzen-T1_fsk-send-21-01-08_14-15h.ogg und V-GGrenzen-T2_fsk-send-21-01-08_15-16h.ogg (jew. ca. 50 MB; Vortrags-​​Dauer: ca. 1 Std. [Teil 1 + die ers­ten 10 Min. von Teil 2]). Der Katalog-​​Eintrag der Biblio­thek fin­det sich unter die­ser sta­ti­schen URL: http://​edocs​.fu​-ber​lin​.de/​d​o​c​s​/​r​e​c​e​i​v​e​/​F​U​D​O​C​S​_​d​o​c​u​m​e​n​t​_​0​0​0​0​0​0​0​04728. [Die direk­ten links zu den Dateien schei­nen zum unmit­tel­ba­ren Anhö­ren nicht ord­nungs­ge­mäß zu funk­tio­nie­ren, also bitte den Umweg über den Kata­log­ein­trag neh­men und dann in dem Abschnitt „Doku­mente“ auf die Dateien kli­cken.]
Es bie­tet sich an, zum Anhö­ren bspw. den player VLC zu ver­wen­den.

abstract:

Die These von der sozia­len Kon­stru­iert­heit der Geschlech­ter­dif­fe­renz bleibt solange für Re-​​Biologisierungen ver­ein­nahm­bar, wie die Exis­tenz von Geschlech­tern – und seien es mehr als zwei – nicht in Frage gestellt wird. Anhand sozi­al­wis­sen­schaft­li­cher Inter­views mit trans­gen­der people wird gezeigt: Wäh­rend die Pra­xen der befrag­ten Per­so­nen von Sozial-​​ und Kul­tur­wis­sen­schaft­le­rIn­nen als Beleg für die Insta­bi­li­tät der Geschlech­ter­gren­zen und die Mach­bar­keit von Geschlecht inter­pre­tiert wer­den, prä­sen­tier­ten die Befrag­ten durch­weg essen­tia­lis­ti­sche und viel­fach bio­lo­gis­ti­sche Erklä­run­gen für ihre geschlechternormen-​​inkonformen Pra­xen. Wird den­noch an dem Ziel der Dena­tu­ra­li­sie­rung der Geschlech­ter­dif­fe­renz als wich­ti­ger Vor­aus­set­zung der gesell­schaft­li­chen und poli­ti­schen De-​​Konstruktion von Geschlech­ter­herr­schaft fest­ge­hal­ten, so stellt sich ver­schärft die Frage nach der geeig­ne­ten poli­ti­schen und theo­re­ti­schen Stra­te­gie zur Dena­tu­ra­li­sie­rung der Geschlech­ter. Judith But­ler hatte zwar schon in „Kör­per von Gewicht“ gewarnt: „Die Auf­gabe besteht […] nicht darin, Sub­jekt­po­si­tio­nen im exis­tie­ren­den Sym­bo­li­schen, im der­zei­ti­gen Bereich der Kul­tur­fä­hig­keit, zah­len­mä­ßig zu ver­viel­fa­chen“. Und Cor­ne­lia Klin­ger unter­schied zwi­schen Mul­ti­kul­tu­ra­lis­mus und Dekon­struk­ti­vis­mus. Mit ers­te­rem ver­binde sich die Ten­denz zur Tole­ranz, ja Indul­genz gegen­über allen mög­li­chen, undis­kri­mi­niert und undis­kri­mi­nier­bar hin­zu­neh­men­den kul­tu­rel­len und his­to­ri­schen Par­ti­ku­la­ri­tä­ten und zu einer wei­te­ren Fest­schrei­bung vor­ge­ge­be­ner Iden­ti­tä­ten. Aus einer femi­nis­ti­schen Per­spek­tive müsse, so Klin­ger, nicht nur bearg­wöhnt wer­den, daß Iden­ti­tä­ten fest­ge­schrie­ben wer­den, son­dern dar­über hin­aus, wel­che Iden­ti­tä­ten damit zu Ehren kom­men. Denn aus einer femi­nis­ti­schen Per­spek­tive seien kei­nes­wegs alle Kul­tu­ren gleich­wer­tig und ihre Gleich­ran­gig­keit gleicha­n­er­ken­nens­wert.
Prak­tisch domi­nierte aller­dings in der femi­nis­ti­schen Dis­kus­sion der letz­ten Jahre – auch bei denen die sich auf dekon­struk­ti­vis­ti­sche Theo­rie­an­sätze bezo­gen – die Kri­tik am tat­säch­li­chen und viel­fach auch nur ver­meint­li­chen Essen­tia­lis­mus von Radi­kalfe­mi­nis­tin­nen. In der Kri­tik am Sepa­ra­tis­mus der Radi­kalfe­mi­nis­tin­nen gin­gen die aller­meis­ten Dekon­struk­ti­vis­tIn­nen ein Bünd­nis mit jener Hal­tung der Tole­ranz, ja Indul­genz gegen­über allen mög­li­chen, undis­kri­mi­niert und undis­kri­mi­nier­bar hin­zu­neh­men­den kul­tu­rel­len und his­to­ri­schen Par­ti­ku­la­ri­tä­ten – eben nur nicht gegen­über der der sepa­ra­tis­ti­schen Radi­kalfe­mi­nis­tin­nen – ein. Bio­lo­gis­mus, Essen­tia­lis­mus und Into­le­ranz gegen­über ande­ren (ins­be­son­dere männ­li­chen und trans­gen­der) Iden­ti­tä­ten wurde zum undif­fe­ren­zier­ten Standard-​​Vorwurf gegen Radi­kalfe­mi­nis­tin­nen. In dem Maße, in dem der Sepa­ra­tis­mus als into­le­rant kri­ti­siert wurde, wur­den andere Iden­ti­tä­ten für unhin­ter­geh­bar erklärt und damit sta­bi­li­siert. Das Ergeb­nis war genau das, wovor But­ler gewarnt hatte: Eine Plu­ra­li­sie­rung von Iden­ti­tä­ten im exis­tie­ren­den Sym­bo­li­schen, d.h. unter fort­ge­setz­ter Domi­nanz des Männ­li­chen.
Was ver­säumt wurde, war eine Refor­mu­lie­rung des in der Tat viel­fach bio­lo­gis­ti­schen Sepa­ra­tis­mus des 70er-​​ und 80er Jahre Femi­nis­mus als stra­te­gi­sche Waffe für eine nicht nur theo­re­ti­sche, son­dern auch poli­ti­sche De-​​Konstruktion der Geschlech­ter, d.h. als femi­nis­ti­schen Stütz­punkt gegen fort­be­ste­hende Män­ner­herr­schaft. In dem Maße, in dem sich para­do­xer Weise aus­ge­rech­net der dekon­struk­ti­vis­ti­sche Femi­nis­mus von der von Moni­que Wit­tig for­mu­lier­ten Per­spek­tive der disap­pearance der Geschlech­ter ver­ab­schie­dete, wurde die Exis­tenz von Geschlech­tern zur unhin­ter­geh­ba­ren Tat­sa­che. Die Umstel­lung der Begrün­dung der Exis­tenz von Geschlech­tern von einer bio­lo­gis­ti­schen auf eine sozial-​​konstruktivistische oder kul­tu­ra­lis­ti­sche Grund­lage und das Zuge­ständ­nis der his­to­ri­schen Wan­del­bar­keit ist danach nur eine Vari­ante des Inva­ri­an­ten.
Als Abhilfe wird eine Wie­der­ein­füh­rung der Kate­go­rie „Herr­schaft“ in femi­nis­ti­sche Ana­ly­sen vor­ge­schla­gen. Nur in dem Maße, in dem Pro­zesse der Kon­struk­tion von Geschlecht als Herr­schafts­pra­xen erkannt wer­den, wird es mög­lich sein, anstelle der Indul­genz gegen­über Geschlech­tern eine Wie­der­auf­nahme des Kamp­fes für das Ver­schwin­den der Geschlech­ter zu set­zen. (mehr…)

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Noch eine Ankündigung für kommenden Mittwoch (18.5., Südblock)

„Ver­an­stal­tung zu Soli­da­ri­tät und Anti­re­pres­si­ons­ar­beit

18. Mai | 19.30 Uhr | Süd­block | Admi­ral­straße 1-​​2 | U-​​Bhf. Kott­bus­ser Tor | Berlin-​​Kreuzberg

Anläss­lich der Buch-​​Neuerscheinung »Das zarte Pflänz­chen der Soli­da­ri­tät gegos­sen« lädt das Ber­li­ner Ein­stel­lungs­bünd­nis zu einer Podi­ums­dis­kus­sion über Soli­da­ri­tät und Anti­re­pres­si­ons­ar­beit ein. An dem Gespräch neh­men teil:

· Phi­lip Scheff­ner, Regis­seur des Films »Der Tag des Spat­zen«
· Det­lef Geor­gia Schulze, Politolog_​in und Rechtstheoretiker_​in
· Ver­tre­ter des freien Radio FSK Ham­burg
· Ver­tre­ter des Ein­stel­lungs­bünd­nis­ses

Die Podi­ums­teil­neh­mer haben die Soli­da­ri­täts­ar­beit zu den §129(a)-Verfahren und dem Pro­zess wegen Mit­glied­schaft in der mili­tan­ten gruppe (mg) kri­tisch beglei­tet. Im gemein­sa­men Gespräch wer­den sie sich über ihre ver­schie­de­nen Gründe für poli­ti­sches Enga­ge­ment und Soli­da­ri­tät aus­tau­schen sowie Stär­ken und Schwä­chen des Ein­stel­lungs­bünd­nis­ses resü­mie­ren.

Ver­an­stal­tungs­ter­min: Mitt­woch 18. Mai 2011 | 19.30 Uhr
Süd­block | Admi­ral­str. 1-​​2 | U-​​Bhf. Kott­bus­ser Tor | Berlin-​​Kreuzberg

Die Ver­an­stal­tung fin­det anläss­lich einer Buch­ver­öf­fent­li­chung, in der die drei­jäh­rige Arbeit des Ein­stel­lungs­bünd­nis­ses doku­men­tiert wird, statt:

»Das zarte Pflänz­chen der Soli­da­ri­tät gegos­sen.
Zu den Ver­fah­ren und dem Pro­zess wegen Mit­glied­schaft in der mili­tan­ten gruppe (mg).«
Autor: Bünd­nis für die Ein­stel­lung der §129(a)-Verfahren.
ISBN 978-​​3-​​942885-​​00-​​3, edi­tion assem­blage, 86 Sei­ten, 4.80 Euro

Wei­tere Ver­an­stal­tun­gen fin­den am 4. Juni in Ber­lin und am 17. Juni 2011 in Müns­ter statt.

Infor­ma­tio­nen: http://​ein​stel​lung​.so36​.net/​d​e​/1815″

(Quelle: https://​ein​stel​lung​.so36​.net/​d​e​/​p​m​/1828)

Meine bis­he­ri­gen Stel­lung­nah­men zum Thema:
http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​0​/​0​3​/​2​0​/​p​r​o​b​l​e​m​e​-​d​e​r​-​s​o​l​i​d​a​r​i​t​a​e​t​s​a​r​b​e​i​t​-​u​n​d​-​d​e​r​-​r​e​c​h​t​s​p​o​l​i​t​i​k​-​o​d​e​r​-​w​a​r​u​m​-​g​u​t​e​r​-​w​i​l​l​e​-​a​l​l​e​i​n​-​n​i​c​h​t​-​r​e​icht/

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Probleme der Solidaritätsarbeit und der Rechtspolitik – oder: Warum guter Wille allein nicht reicht

Der Ham­burg Sen­der FSK hat am 09.03.2010 bei freie​-radios​.net unter der Über­schrift „Ana­ly­ti­sches zur Anti­re­pres­si­ons­be­we­gung“ ein Inter­view online gestellt, das ich am 28.08.2008 gege­ben hatte und Anfang Sep­tem­ber des glei­chen Jah­res gesen­det wer­den sollte. Anlaß der jet­zi­gen (Wieder-?)Veröffentlichung scheint zu sein, daß nun­mehr die schrift­li­che Urteils­be­grün­dung des Kam­mer­ge­richts Ber­lin gegen drei ver­meint­li­che Mit­glie­der der mili­tan­ten gruppe vor­liegt. Über die­ses Ver­fah­ren hin­aus beschäf­tigt sich das Inter­view auch all­ge­mei­ner mit lin­ken rechts­po­li­ti­schen For­de­run­gen, u.a. am Bei­spiel der For­de­rung nach Glo­ba­len Sozia­len Rech­ten (GSR), und den Schwie­rig­kei­ten einer ‚Über­set­zung‘ zwi­schen dem juris­ti­schen Dis­kurs und einem historisch-​​materialistischen oder poli­ti­schen Dis­kurs.

Beschrei­bung des Inter­views: http://​www​.freie​-radios​.net/​p​o​r​t​a​l​/​c​o​n​t​e​n​t​.​p​h​p​?​i​d​=​32946; down­load der Audio-​​Datei: http://​www​.freie​-radios​.net/​m​p​3​/​2​0​1​0​0​3​1​9​-​a​n​a​l​y​t​i​s​c​h​e​s​-​3​2​9​4​6.mp3.

Stel­lung­nah­men des Ein­stel­lungs­bünd­nis­ses zur schrift­li­chen Urteils­be­grün­dung: Schrift­li­ches Urteil liegt vor. Revi­si­ons­be­grün­dung wird ein­ge­reicht; Revi­sion ein­ge­reicht – Ber­li­ner Soli­da­ri­täts­gruppe for­dert neues, fai­res Ver­fah­ren.

Wei­tere Stel­lung­nah­men von mir zu dem mg-Ver­fah­ren:

Nach­trag zur „Schlacht von Ascu­lum …“ (zugleich Rez. – Teil II zu radi­kal Nr. 161) (09.08.2009)

Recht, Gesetz und Revo­lu­tion (05.11.2008)

Noch so ein Sieg und wir ver­lie­ren den Krieg. Die Schlacht von Ascu­lum und das Ber­li­ner mg-​​Verfahren (05.05.2008)

[Vom Staat kein Kopf strei­cheln für Brand­an­schläge erwar­ten. Oder: Über poli­ti­sche Impli­ka­tio­nen juris­ti­scher Argu­mente] (13.11.2007) (= das in dem jetzt [wieder-?]veröffentlichten Inter­view erwähnte erste FSK-​​Interview zu dem Thema)

Hat die Gene­ral­bun­des­an­wäl­tin ihr Amt ver­fehlt? [Offe­ner Brief an Peter Grot­tian] (24.08.2007)

Über­sicht des Ein­stel­lungs­bün­dis zu den ver­schie­de­nen Ver­fah­ren in Sachen mg: http://​ein​stel​lung​.so36​.net/​d​e​/​s​t​a​n​d​-​m​g​-​v​e​r​f​ahren.

Wei­tere Stel­lung­nah­men von mir zum Thema „Glo­bale Soziale Rechte“ (GSR):

Warum Glo­bale Soziale Rechte nicht anti­ka­pi­ta­lis­tisch sind, aber linke Poli­tik trotz­dem Rechts­for­de­run­gen braucht

Warum der ‚nega­tive‘ Freiheits-​​Begriff auch für Kom­mu­nis­tIn­nen wich­tig ist

Zum Ver­hält­nis von Rechts­WIS­SEN­SCHAFT und Rechts­PO­LI­TIK – aus Anlaß eines blog-​​Eintrages beim Beck-​​Verlag zum Thema „Min­dest­lohn“ -

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Diesseits der Geschlechtergrenzen: Die Kulturalisierung des Feminismus als Naturalisierung der Geschlechterdifferenz –

nebst einem Vor­schlag, wie revo­lu­tio­när Abhilfe zu schaf­fen ist.

Vor­trag am 14.11.2007 an der Uni­ver­si­tät Ham­burg im Rah­men der Reihe „Jen­seits der Geschlech­ter­gren­zen“; am 17.12.2007 und/​oder vom 21.01.20081 von 14:00 bis 15:30 aus­ge­strahlt vom Ham­bur­ger Sen­der „FSK. Freies Sen­der Kom­bi­nat“; .ogg-​​Dateien zum down­load2: V-GGrenzen-T1_fsk-send-21-01-08_14-15h.ogg und V-GGrenzen-T2_fsk-send-21-01-08_15-16h.ogg (jew. ca. 50 MB; Vortrags-​​Dauer: ca. 1 Std. [Teil 1 + die ers­ten 10 Min. von Teil 2]); player bspw.: VLC; Katalog-​​Eintrag der Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek der FU Ber­lin mit sta­ti­scher URL: http://​edocs​.fu​-ber​lin​.de/​d​o​c​s​/​r​e​c​e​i​v​e​/​F​U​D​O​C​S​_​d​o​c​u​m​e​n​t​_​0​0​0​0​0​0​0​04728.

abstract:

Die These von der sozia­len Kon­stru­iert­heit der Geschlech­ter­dif­fe­renz bleibt solange für Re-​​Biologisierungen ver­ein­nahm­bar, wie die Exis­tenz von Geschlech­tern – und seien es mehr als zwei – nicht in Frage gestellt wird. Anhand sozi­al­wis­sen­schaft­li­cher Inter­views mit trans­gen­der people wird gezeigt: Wäh­rend die Pra­xen der befrag­ten Per­so­nen von Sozial-​​ und Kul­tur­wis­sen­schaft­le­rIn­nen als Beleg für die Insta­bi­li­tät der Geschlech­ter­gren­zen und die Mach­bar­keit von Geschlecht inter­pre­tiert wer­den, prä­sen­tier­ten die Befrag­ten durch­weg essen­tia­lis­ti­sche und viel­fach bio­lo­gis­ti­sche Erklä­run­gen für ihre geschlechternormen-​​inkonformen Pra­xen. Wird den­noch an dem Ziel der Dena­tu­ra­li­sie­rung der Geschlech­ter­dif­fe­renz als wich­ti­ger Vor­aus­set­zung der gesell­schaft­li­chen und poli­ti­schen De-​​Konstruktion von Geschlech­ter­herr­schaft fest­ge­hal­ten, so stellt sich ver­schärft die Frage nach der geeig­ne­ten poli­ti­schen und theo­re­ti­schen Stra­te­gie zur Dena­tu­ra­li­sie­rung der Geschlech­ter. Judith But­ler hatte zwar schon in „Kör­per von Gewicht“ gewarnt: „Die Auf­gabe besteht […] nicht darin, Sub­jekt­po­si­tio­nen im exis­tie­ren­den Sym­bo­li­schen, im der­zei­ti­gen Bereich der Kul­tur­fä­hig­keit, zah­len­mä­ßig zu ver­viel­fa­chen“. Und Cor­ne­lia Klin­ger unter­schied zwi­schen Mul­ti­kul­tu­ra­lis­mus und Dekon­struk­ti­vis­mus. Mit ers­te­rem ver­binde sich die Ten­denz zur Tole­ranz, ja Indul­genz gegen­über allen mög­li­chen, undis­kri­mi­niert und undis­kri­mi­nier­bar hin­zu­neh­men­den kul­tu­rel­len und his­to­ri­schen Par­ti­ku­la­ri­tä­ten und zu einer wei­te­ren Fest­schrei­bung vor­ge­ge­be­ner Iden­ti­tä­ten. Aus einer femi­nis­ti­schen Per­spek­tive müsse, so Klin­ger, nicht nur bearg­wöhnt wer­den, daß Iden­ti­tä­ten fest­ge­schrie­ben wer­den, son­dern dar­über hin­aus, wel­che Iden­ti­tä­ten damit zu Ehren kom­men. Denn aus einer femi­nis­ti­schen Per­spek­tive seien kei­nes­wegs alle Kul­tu­ren gleich­wer­tig und ihre Gleich­ran­gig­keit gleicha­n­er­ken­nens­wert.
Prak­tisch domi­nierte aller­dings in der femi­nis­ti­schen Dis­kus­sion der letz­ten Jahre – auch bei denen die sich auf dekon­struk­ti­vis­ti­sche Theo­rie­an­sätze bezo­gen – die Kri­tik am tat­säch­li­chen und viel­fach auch nur ver­meint­li­chen Essen­tia­lis­mus von Radi­kalfe­mi­nis­tin­nen. In der Kri­tik am Sepa­ra­tis­mus der Radi­kalfe­mi­nis­tin­nen gin­gen die aller­meis­ten Dekon­struk­ti­vis­tIn­nen ein Bünd­nis mit jener Hal­tung der Tole­ranz, ja Indul­genz gegen­über allen mög­li­chen, undis­kri­mi­niert und undis­kri­mi­nier­bar hin­zu­neh­men­den kul­tu­rel­len und his­to­ri­schen Par­ti­ku­la­ri­tä­ten – eben nur nicht gegen­über der der sepa­ra­tis­ti­schen Radi­kalfe­mi­nis­tin­nen – ein. Bio­lo­gis­mus, Essen­tia­lis­mus und Into­le­ranz gegen­über ande­ren (ins­be­son­dere männ­li­chen und trans­gen­der) Iden­ti­tä­ten wurde zum undif­fe­ren­zier­ten Standard-​​Vorwurf gegen Radi­kalfe­mi­nis­tin­nen. In dem Maße, in dem der Sepa­ra­tis­mus als into­le­rant kri­ti­siert wurde, wur­den andere Iden­ti­tä­ten für unhin­ter­geh­bar erklärt und damit sta­bi­li­siert. Das Ergeb­nis war genau das, wovor But­ler gewarnt hatte: Eine Plu­ra­li­sie­rung von Iden­ti­tä­ten im exis­tie­ren­den Sym­bo­li­schen, d.h. unter fort­ge­setz­ter Domi­nanz des Männ­li­chen.
Was ver­säumt wurde, war eine Refor­mu­lie­rung des in der Tat viel­fach bio­lo­gis­ti­schen Sepa­ra­tis­mus des 70er-​​ und 80er Jahre Femi­nis­mus als stra­te­gi­sche Waffe für eine nicht nur theo­re­ti­sche, son­dern auch poli­ti­sche De-​​Konstruktion der Geschlech­ter, d.h. als femi­nis­ti­schen Stütz­punkt gegen fort­be­ste­hende Män­ner­herr­schaft. In dem Maße, in dem sich para­do­xer Weise aus­ge­rech­net der dekon­struk­ti­vis­ti­sche Femi­nis­mus von der von Moni­que Wit­tig for­mu­lier­ten Per­spek­tive der disap­pearance der Geschlech­ter ver­ab­schie­dete, wurde die Exis­tenz von Geschlech­tern zur unhin­ter­geh­ba­ren Tat­sa­che. Die Umstel­lung der Begrün­dung der Exis­tenz von Geschlech­tern von einer bio­lo­gis­ti­schen auf eine sozial-​​konstruktivistische oder kul­tu­ra­lis­ti­sche Grund­lage und das Zuge­ständ­nis der his­to­ri­schen Wan­del­bar­keit ist danach nur eine Vari­ante des Inva­ri­an­ten.
Als Abhilfe wird eine Wie­der­ein­füh­rung der Kate­go­rie „Herr­schaft“ in femi­nis­ti­sche Ana­ly­sen vor­ge­schla­gen. Nur in dem Maße, in dem Pro­zesse der Kon­struk­tion von Geschlecht als Herr­schafts­pra­xen erkannt wer­den, wird es mög­lich sein, anstelle der Indul­genz gegen­über Geschlech­tern eine Wie­der­auf­nahme des Kamp­fes für das Ver­schwin­den der Geschlech­ter zu set­zen.

  1. Vgl. http://​www​.fsk​-hh​.org/​t​r​a​n​s​m​i​t​t​e​r​/​j​e​n​s​e​i​t​s​_​d​e​r​_​g​e​s​c​h​l​e​c​h​t​e​r​g​r​e​n​z​e​n​/​2​0​0​7​/​12/17, aber auch die Datei­na­men sowie die Anmo­de­ra­tion und Ter­min­nen­nun­gen nach dem Vor­trag. [zurück]
  2. Die direk­ten links zu den Dateien schei­nen zum unmit­tel­ba­ren Anhö­ren nicht ord­nungs­ge­mäß zu funk­tio­nie­ren, also bitte den Umweg über den Kata­log­ein­trag neh­men und dann in dem Abschnitt „Doku­mente“ auf die Dateien kli­cken. [zurück]
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[Vom Staat kein Kopf streicheln für Brandanschläge erwarten. Oder: Über politische Implikationen juristischer Argumente]

Inter­view im Rah­men der Sen­dung „Recy­cling“ des Ham­bur­ger Sen­ders „FSK. Freies Sen­der Kom­bi­nat“, am 13.11.2007, 20:00 – 21:00 h; .ogg-​​Datei zum down­load: FSK-Interview_13-11-2007_20-21h.ogg (45 MB; Interview-​​Dauer: 48 Min.); player bspw.: VLC.

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