Tag-Archiv für 'frigga-haug'

Ich danke… – oder: Bitte um mehr Tomaten. – Di., 10.3.15, 19 h, Bandito Rosso

Nach­dem ich nach dem ver­gan­ge­nen 8. März vor allem zu nör­geln hatte – die Demo gefiel mit nicht, das queer-​​feministische Flug­blatt zur Demo gefiel mir nicht und das Flug­blatt von TOP Ber­lin gefiel auch nicht – danke ich die­ses Jahr der Gruppe Revo­lu­tio­näre Per­spek­tive Ber­lin (RPB), dass sie mir Gele­gen­heit gibt, dies­mal kon­struk­tiv zu sein und mich selbst in die Nes­seln zu set­zen.

Die Frage, zu der ich spre­chen soll, lau­tet: „Frau­en­kampf heißt Klas­sen­kampf?“ – Ohne allzu viel vor­weg zu neh­men (mein Vortrags-​​Skript ist eh noch nicht fer­tig), ver­rate ich schon mal, dass meine Ant­wort lau­ten wird: „Nö, heißt es nicht.“

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Warum Ideologie kein „notwendig falsches Bewußtsein“ ist und aus einer Erkenntnis nicht automatisch eine bestimmte politische Haltung folgt

- Noch ein­mal zur Debatte mit der Anti­de­mo­kra­ti­schen Aktion & ande­ren GSP-​​Sümpfis; – aber die fol­gende Kri­tik trifft auch alle ande­ren, die „fal­sches Bewußt­sein“ für eine ana­ly­tisch und/​oder stra­te­gisch sinn­volle Kate­go­rie hal­ten –

[Kor­ri­gierte sowie um einen Satz bei FN 13 und sel­bige Fuß­note ergänzte Fas­sung vom 15.09.2009; vgl. auch mei­nen älte­ren Text zu einer ähnli­chen Fra­ge­stel­lung]

noID (01. Sep­tem­ber 2009 um 19:54 Uhr) ant­wor­tete bei der Anti­de­mo­kra­ti­schen Aktion auf meine Frage,

„Ist es richtig/​zutreffend die wirk­li­chen gesell­schaft­li­chen Wider­sprü­che zwi­schen den Klas­sen und ande­ren gesell­schaft­li­chen Grup­pen durch einen ideo­lo­gi­schen Wider­spruch zwi­schen Staat/​Gemeininteresse und Ein­zel­in­ter­esse zu erset­zen? Oder ist das nicht zutreffend/​richtig?“,

wie folgt:

„Es ist nicht rich­tig, also unzu­tref­fend, dass es sich beim Gegen­satz Staat/​Untertan bloß um Ideo­lo­gie han­deln würde – Staa­ten ver­schwin­den ja nicht ein­fach, wenn man nicht mehr an sie denkt.“

Der Feh­ler liegt frei­lich auf Sei­ten von noID: Nicht ich bin der Ansicht, daß etwas durch Nicht-​​Denken an es ver­schwin­den würde, son­dern Ideo­lo­gie ist nicht auf Den­ken zu redu­zie­ren.

Noch weni­ger ist Ideo­lo­gie auf fal­sches Den­ken, auf „fal­sches Bewußt­sein“, zu redu­zie­ren, wie dies wohl porada ninfu /​ Krimli usw. (der Name wurde wg. Spam-​​Filter-​​Problemen öfters geän­dert) ver­tritt: …

[Der kom­plette Text als .pdf-​​Datei; Fort­set­zung in html: (mehr…)

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In den letzten Tagen gelesen (06.09.09)

1. Husch-​​Husch berich­tet wohl­wol­lend bis affir­ma­tiv über das links­ra­di­kale poli­ti­sche Enga­ge­ment von Fou­cault .
2. Kopf und Herz berich­tet über die Pro­bleme, die die Pira­ten­par­tei mit Frauen hat.
3. Simu­la­tio­nen des Selbst bringt das Inhalts­ver­zeich­nis des neuen Argument-​​Heftes („Ele­mente eines neuen lin­ken Femi­nis­mus“):

Frigga Haug: Edi­to­rial: Ele­mente eines neuen lin­ken Femi­nis­mus
Frigga Haug: Femi­nis­ti­sche Initia­tive zurück­ge­win­nen – eine Dis­kus­sion mit Nancy Fra­ser
Tove Soi­land: Gen­der oder Von der Pass­för­mig­keit der Sub­ver­sion. Über die Kon­ver­genz von Kri­tik und Sozi­al­tech­no­lo­gie
Lynne Segal: Erneue­run­gen des Femi­nis­mus
Judith But­ler: In Pro­zesse von Pre­ka­ri­sie­rung ein­grei­fen
Terri Sed­don: An einer „Poli­tik des Wir“ arbei­ten
Renate Ull­rich: Feucht­ge­biete und Neue deut­sche Mäd­chen
Rüdi­ger Dan­ne­mann: Ágnes Hel­ler zum acht­zigs­ten Geburts­tag
etc.

4.a) Im Okto­ber erscheint bei Unrast: „Die Ver­nei­nung des Juden­tums. Anti­se­mi­tis­mus als reli­giöse und säku­lare Waffe“ von Klaus Holz, Heiko Kauff­mann und Jobst Paul.
b) Außer­dem weist Unrast auf „Kommt her­un­ter, reiht euch ein … Eine kleine Geschichte der Pro­test­for­men sozia­ler Bewe­gun­gen“ von Klaus Schön­ber­ger und Ove Sut­ter hin, das bei Asso­zia­tion A erschie­nen ist.
5. ein grü­nes Wahl­pla­kat stößt auf blog­sport auf eine gewisse hämi­sche Beliebt­heit: 1, 2.
6. Out of step brachte anläß­lich des ers­ten Sep­tem­ber die­ses Pla­kat:

http://outofstep.blogsport.de/2009/09/02/nachtrag-zum-1-september/

7. Die Brumm­kreislpi­lo­tin ist aus dem Som­mer­ur­laub zurück.
9. Lah­ma­cun hat Theo­rie als Pra­xis in ihre Blogroll-​​Liste auf­ge­nom­men.
10. Das Ein­stel­lungs­bünd­nis hat den hie­si­gen „Ver­such eini­ger Ent­wir­run­gen in Sachen Soli­da­ri­täts­ar­beit“ auf seine Seite über­nom­men.
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Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten!

Anmer­kun­gen zur Res Streh­les „Ein­füh­rung in die poli­ti­sche Ökono­mie“

Res Strehle
Ein­füh­rung in die poli­ti­sche Ökono­mie:
KAPI­TAL UND KRISE
Schwarze Risse /​ Rote Straße: Berlin/​Göttingen, 1991
186 S., 18 DM

Das Buch gibt aus autonom-​​operaistischer Sicht eine Ein­füh­rung in die poli­ti­sche Ökono­mie. Nach metho­di­schen Vor­be­mer­kun­gen (Kapi­tel 1) fol­gen Aus­füh­run­gen zur Wert­theo­rie (Kapi­tel 2), zur Kri­sen­theo­rie (Kapi­tel 3), zur Imperialismus-​​Theorie, und darin ein­ge­floch­ten zum Patri­ar­chat, (Kapi­tel 4 und 5), zur Poli­ti­schen Tech­no­lo­gie (Kapi­tel 6), zur Geld­theo­rie (Kapi­tel 7) und zur Sys­tem­theo­rie (Kapi­tel 8 ) sowie eine Schluß­be­mer­kung „Ueber Poli­ti­sche Oeko­no­mie hin­aus“.
Im fol­gen­den wer­den aus Sicht des Rezen­sen­ten zunächst stich­punkt­ar­tig die posi­ti­ven Sei­ten des Buches benannt. Im Anschluß daran werde ich ver­su­chen, in kri­ti­scher Aus­ein­an­der­set­zung mit vier zen­tra­len Kom­ple­xen aus Res Buch Anknüp­fungs­punkte für die wei­tere Debatte über linke, revo­lu­tio­näre Per­spek­ti­ven zu benen­nen.

Über­blick

I. Zunächst das Licht
1. Leichte Les­bar­keit
2. Inhalt­li­che Stär­ken des Buches
3. Res‘ Kri­ti­ken des Refor­mis­mus
4. Auto­nome Selbst­kri­tik
5. Post-​​Fordismus und Dere­gu­lie­rung

II. Nun zum Schat­ten
A. Über­blick und Ein­zel­kri­ti­ken
B. grund­le­gende Defi­zite
1. Res huma­nis­ti­sche Konsum-​​ und Tech­nik­kri­tik und deren ver­schwö­rungs­theo­re­ti­schen Kon­se­quen­zen
2. Res‘ Nähe zur „Ortho­do­xie“, beson­ders seine kapital-​​funktionale Erklä­rung des Patri­ar­chats

C. theo­re­ti­sche Ursa­chen
1. Theo­rie ist keine Hand­werks­ord­nung
2. Imperialismus-​​Theorie
a) Kri­sen­theo­rie und „Gesetz vom ten­den­zi­el­len Fall der Pro­fi­trate“ bei Marx
b) Rosa Luxem­burg war weder Auto­nome noch Femi­nis­tin
c) Res Streh­les Imperialismus-​​Theorie
d) Lenins Imperialismus-​​Theorie in der Dar­stel­lung von Res
3. Hegel und die Dia­lek­tik
a) Res‘ Hegel-​​Rezeption
b) Das Ver­hält­nis von Marx und Hegel
c) Zur These von der „angewandte(n) Dia­lek­tik“

III. Resü­mee /​ Per­spek­ti­ven
1. Das Nach­wort von Det­lef Hart­mann
2. Anknüp­fungs­punkte für die wei­tere Dis­kus­sion

[Es emp­fiehlt sich, zur Lek­türe die .pdf-​​Bild-​​Datei eines alten Aus­drucks die­ses Texts zu ver­wen­den und diese .html-​​Version nur zur Nut­zung der Suche-​​Funktion, die in der Bild-​​Datei nicht zur Ver­fü­gung steht. Denn ich habe bis­her nur die ers­ten 15 (von fast 200) Fuß­no­ten, aber noch keine Her­vor­he­bun­gen im Text (außer Zwi­schen­über­schrif­ten) wie­der­her­ge­stellt. Vgl. im übri­gen meine Anmer­kun­gen zur Wie­der­ver­öf­fent­li­chung.]

I. Zunächst das Licht (mehr…)

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