Tag-Archiv für 'antarsya'

Aus einer Wahlanalyse von Leo[andros] Fischer

Aus einem FB-​​post von Leo Fischer (via Schorsch Franky):

1. Warum hat SYRIZA pro­zen­tual nur wenig und in abso­lu­ten Zah­len (Stim­men) nicht noch stär­ker als ohne­hin ver­lo­ren?

„SYRIZA konnte eine gewisse Dyna­mik auf­recht­er­hal­ten durch das Auf­sau­gen von Wäh­le­rIn­nen aus dem Lager der Mitte, vor allem aus der neo­li­be­ra­len Spaß­par­tei Potami (‚Der Fluss‘), die eine herbe Nie­der­lage erlit­ten hat. Doch SYRIZA bekam den Groß­an­teil ihrer Stim­men von Arbeit­neh­me­rIn­nen. Viele von denen haben sich in letz­ter Minute zäh­ne­knir­schend dafür ent­schie­den die Par­tei zu wäh­len, aus Angst vor einer Rück­kehr der kon­ser­va­ti­ven Nea Dimo­kra­tia (ND).“

2. Warum haben die Kräfte links von SYRIZA nicht stär­ker abge­schnit­ten?

a) Es brei­tet sich eine anti­po­li­ti­sche Stim­mung aus: (mehr…)

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Fragmente zum griechischen Wahlergebnis

1. Zunächst ein­mal zur Empi­rie – d.h. den Zah­len:

Unter Zugrun­de­le­gung des vor­läu­fi­gen amt­li­chen End­er­geb­nis­ses sind die Gewin­ne­rIn­nen:

2. An Ana­ly­sen und Beur­tei­lun­gen der Zah­len finde ich ziem­lich trif­tig:

a) Jose­fina Mar­ti­nez: Syriza und Anel regie­ren wei­ter, um das dritte Memo­ran­dum durch­zu­set­zen1

http://​www​.klas​se​ge​gen​klasse​.org/​s​y​r​i​z​a​-​u​n​d​-​a​n​e​l​-​r​e​g​i​e​r​e​n​-​w​e​i​t​e​r​-​u​m​-​d​a​s​-​d​r​i​t​t​e​-​m​e​m​o​r​a​n​d​u​m​-​d​u​r​c​h​z​u​s​e​tzen/

=

Syriza y Anel vuel­ven al gobierno para apli­car el ter­cer memorán­dum

http://​www​.laiz​quier​da​dia​rio​.com/​S​y​r​i​z​a​-​y​-​A​n​e​l​-​v​u​e​l​v​e​n​-​a​l​-​g​o​b​i​e​r​n​o​-​p​a​r​a​-​a​p​l​i​c​a​r​-​e​l​-​t​e​r​c​e​r​-​m​e​m​o​r​andum

=

Syriza e ANEL vol­tam ao governo para apli­car o ter­ce­iro memo­rando

http://​www​.esquer​da​dia​rio​.com​.br/​S​y​r​i​z​a​-​e​-​A​N​E​L​-​v​o​l​t​a​m​-​a​o​-​g​o​v​e​r​n​o​-​p​a​r​a​-​a​p​l​i​c​a​r​-​o​-​t​e​r​c​e​i​r​o​-​m​e​m​o​rando

Der Arti­kel kom­bi­niert eine zutref­fende Ana­lyse der Nie­der­lage der LAE („enor­mer Rück­schlag“) mit einer zutref­fende Ana­lyse der kom­men­den erneu­ten SYRIZA/​ANEL-​​Regierung („Syriza und Anel regie­ren wei­ter, um das dritte Memo­ran­dum durch­zu­set­zen“) und einer nüch­ter­nen Hal­tung zu KKE („aus sta­li­nis­ti­scher Tra­di­tion komm[end]“ /​ „sek­tie­re­ri­sche und selbst­herr­li­che Poli­tik“, aber trotz­dem „eine wich­tige par­la­men­ta­ri­sche und außer­par­la­men­ta­ri­sche poli­ti­sche Kraft“) und ANT­AR­SYA („magere 0,83 Pro­zent der Stim­men, wenig mehr als bei den Wah­len im Januar“ /​ „Im Inne­ren von Ant­ar­sya gehen die Debat­ten jedoch dar­über wei­ter, wel­che Art von Par­tei und wel­che Stra­te­gie in der kom­men­den Periode ent­wi­ckelt wer­den muss.“).

b) Michael Aggelidis​: Erfolg von SYRIZA – Miss­er­folg der Lin­ken. Eine erste Bewer­tung der Wah­len in Grie­chen­land (mehr…)

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4 1/2 Anti-These zu 9 Griechenland-Thesen [*] von Thies Gleiss

(zu) These 1

Ja, „die Ant­wort (wer will: die Lösung) auf diese Krise [ist] der Auf­bau sozia­lis­ti­scher Eigentums-​​ und Pro­duk­ti­ons­ver­hält­nisse“.

(zu) These 2

a) Aber das ist nur die Ant­wort von ein paar Kadern hier und ein paar mehr Kadern in Grie­chen­land selbst. Aber dies ist – jeden­falls bis­her – nicht die Ant­wort der Mas­sen in Grie­chen­land. Es ist nicht ein­mal die Ant­wort von LAE und SYRIZA auf die Krise.
Tsi­pras und seine deut­schen Für­spre­che­rIn­nen sind inzwi­schen dabei ange­kom­men, die Krise für haus­ge­macht zu hal­ten; als von einem Man­gel an good gover­nance, als von einem zuviel an Kli­en­te­lis­mus ver­ur­sacht, anzu­se­hen.1 Des­halb die allgemein-​​plätzige Rhe­to­rik vom Kampf des Neuen gegen das Alte, die War­nung vor einem Weg zurück und das SYRIZA-​​Wahlkampf-​​Motto „Nur nach vorn“.
Und die LAE hat anschei­nend über­haupt keine Vor­stel­lung davon, wie die Krise ent­stan­den ist, hält an der alten SYRIZA-​​These, daß sie durch die neo­li­be­rale Aus­te­ri­täts­po­li­tik ver­schärft wurde, fest und schlägt des­halb als Abhilfe links­keyne­sia­nis­ti­sche Kon­zepte vor, ohne dar­zu­le­gen, wie sie durch­setz­bar sein und unter fort­be­ste­hen­den kapi­ta­lis­ti­schen Ver­hält­nis­sen funk­tio­nie­ren sol­len.

b) Des­halb gab es zwar bei „soziale[n] Mobi­li­sie­run­gen, dutzende[n] Gene­ral­streiks und viele[n] Struk­tu­ren rea­ler gesell­schaft­li­cher Gegen­macht“ eine „breite Ein­heits­front“ – mit (abge­se­hen von zeit­li­chen Mobi­li­sie­rungs­ko­in­zi­den­zen) Aus­nahme der KKE –, also vor allem von SYRIZA, ANT­AR­SYA, deren Gewerk­schafts­frak­tio­nen und eini­gen Grup­pen darum und dazwi­schen. – Aber dies war eine Ein­heits­front des Dage­gens – des gegen die Austeritäts-​​Memoranden sein.

c) Aber nicht nur die KKE, son­dern auch ANT­AR­SYA hat schon in der Ver­gan­gen­heit – und zwar zurecht – nicht auf SYRIZA-​​Listen kan­di­diert. Denn es fehlte schon vor dem 6. Juli 2015 an einem gemein­sa­men Pro­gramm für die Zukunft und auch schon an einem gemein­sa­men ‚Poli­tik­stil‘ /​ Hand­lungs­kon­zept für die Gegen­wart.

d) Es wäre für den Kampf gegen die Aus­te­ri­tät, geschweige denn für den Sozia­lis­mus nichts gewon­nen, wenn sich nach der Wahl im Jan. KKE und ANT­AR­SYA – statt ANEL – an der SYRIZA-​​Regierung betei­ligt hätte. Denn der Kampf gegen die Aus­te­ri­tät schei­terte nicht an einem Man­gel an Stim­men im grie­chi­schen Par­la­ment, son­dern an einem Man­gel an Fähig­keit – und auch schon einem Man­gel an Kon­zept –, die gesell­schaft­li­chen Kräf­te­ver­hält­nisse in Grie­chen­land selbst und vor allem euro­pa­weit zu ändern. (mehr…)

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Links von Syriza

Hier noch ein paar Links zu neue­ren Tex­ten aus Grie­chen­land auf Eng­lisch:

  • Greece and Europe: the view­point of the EEK (Workers Revo­lu­tio­nary Party) [Die EEK kan­di­diert dies­mal mit ANT­AR­SYA zusam­men. TaP]

http://​red​med​.org/​a​r​t​i​c​l​e​/​g​r​e​e​c​e​-​a​n​d​-​e​u​r​o​p​e​-​v​i​e​w​p​o​i​n​t​-​e​e​k​-​w​o​r​k​e​r​s​-​r​e​v​o​l​u​t​i​o​n​a​r​y​-​party

  • Com­mu­ni­ca­tion note of the majo­rity of the mem­bers of the Cen­tral Com­mit­tee of the Youth of SYRIZA: The Bankruptcy of SYRIZA and our stance against it

https://​kill​tina​.word​press​.com/​a​bout/

  • BEFORE THE SNAP GREEK ELEC­TION ON SEP­TEM­BER 20 [noch ein Text aus den Rei­hen der EEK]

http://​www​.eek​.gr/​i​n​d​e​x​.​p​h​p​/​e​n​g​l​i​s​h​t​e​x​t​/​3​7​2​6​-​b​e​f​o​r​e​-​t​h​e​-​s​n​a​p​-​g​r​e​e​k​-​e​l​e​c​t​i​o​n​-​o​n​-​s​e​p​t​e​m​b​er-20

=

  • ANTE LAS ELEC­CIO­NES ANTI­CI­PA­DAS GRIE­GAS DEL 20 DE SEP­TIEM­BRE

http://​www​.eek​.gr/​i​n​d​e​x​.​p​h​p​/​e​n​g​l​i​s​h​t​e​x​t​/​3​7​2​5​-​a​n​t​e​-​l​a​s​-​e​l​e​c​c​i​o​n​e​s​-​a​n​t​i​c​i​p​a​d​a​s​-​g​r​i​e​g​a​s​-​d​e​l​-​2​0​-​d​e​-​s​e​p​t​i​embre

  • No Com­pro­mi­ses. Ahead of Sunday’s vote, the Greek Com­mu­nist Party ans­wers ques­ti­ons about their vision and plat­form.

https://​www​.jaco​bin​mag​.com/​2​0​1​5​/​0​9​/​k​k​e​-​g​r​e​e​c​e​-​c​o​m​m​u​n​i​s​t​-​p​a​r​t​y​-​s​y​r​i​z​a​-​b​a​i​l​o​u​t​-​m​e​m​o​r​a​n​d​u​m​-​g​r​exit/

  • Peo­p­les” Front against the Impe­ria­list Ins­ti­ga­tors of War People do not need pro­tec­tors [Text der KKE (m-​​l); vgl. 1 und 2]

http://​www​.kkeml​.gr/​p​e​o​p​l​e​s​-​f​r​o​n​t​-​a​g​a​i​n​s​t​-​t​h​e​-​i​m​p​e​r​i​a​l​i​s​t​-​i​n​s​t​i​g​a​t​o​r​s​-​o​f​-​w​a​r​-​p​e​o​p​l​e​-​d​o​-​n​o​t​-​n​e​e​d​-​p​r​o​t​e​c​tors/

  • The bonds of the third Memo­ran­dum are being pre­pa­red

http://​www​.kkeml​.gr/​t​h​e​-​b​o​n​d​s​-​o​f​-​t​h​e​-​t​h​i​r​d​-​m​e​m​o​r​a​n​d​u​m​-​a​r​e​-​b​e​i​n​g​-​p​r​e​p​ared/

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FT-CI (‚RIO-Internationale‘) ruft zur Wahl von ANTARSYA auf

Die FT-​​CI, der in Deutsch­land RIO ange­hört, ruft zur Wahl von ANT­AR­SYA auf:

„Wir haben wei­ter­hin pro­gram­ma­ti­sche und stra­te­gi­sche Dif­fe­ren­zen mit Ant­ar­sya – beson­ders weil sie nicht klar die Per­spek­ti­ven einer Arbeiter*innenregierung und des Kamp­fes für die Ver­ei­nig­ten Sozia­lis­ti­schen Staa­ten von Europa gegen die EU des Kapi­tals auf­wer­fen. Wir hal­ten es aber für pro­gres­siv, dass die Mehr­heit von Ant­ar­sya der ‚Volks­ein­heit‘ und ihrer ‚Anti-Euro‘-Politik der Klas­sen­kol­la­bo­ra­tion aus einer Posi­tion der Unab­hän­gig­keit von den refor­mis­ti­schen Vari­an­ten wider­stan­den haben: Sie prä­sen­tier­ten eine ver­ei­nigte Alter­na­tive der Lin­ken, die weder mit Syriza noch der LAE und der KKE zusam­men­steht. Des­halb rufen wir dazu auf, ihnen bei die­ser Wahl die Stimme zu geben.“

Mir scheint, ich könnte den gesam­ten Text unter­schrei­ben – mit einem Vor­be­halt,

  • ob, „Die Arbeiter*innen Grie­chen­lands zeig­ten einen enor­men Kampfes-​​ und Wider­stands­wil­len mit mehr als 30 Gene­ral­streiks und hun­der­ten Teil­streiks im öffent­li­chen und pri­va­ten Sek­tor in den letz­ten Jah­ren. Den­noch wurde diese Ener­gie durch die büro­kra­ti­schen Gewerk­schafts­füh­run­gen zer­streut.“, das Pro­blem nicht zu sehr auf die Füh­run­gen redu­ziert1.
  • Und ich bin mir nicht, ob die Kri­tik, ANT­AR­SYA werfe „nicht klar die Per­spek­ti­ven einer Arbeiter*innenregierung und des Kamp­fes für die Ver­ei­nig­ten Sozia­lis­ti­schen Staa­ten von Europa gegen die EU des Kapi­tals auf“, zutrifft. Denn jeden­falls in deren Kon­fe­renz­be­schluß von 2012 ist die Rede von „govern­ment and the poli­ti­cal power of the working class and its ally­ing popu­lar strata.“2„and the poli­ti­cal power“ scheint mir dort gerade klar­zu­stel­len (sol­len), daß es nicht um eine par­la­men­ta­ri­schen Regie­rung von sog. „Arbei­ter­par­teien“, son­dern um einen Wech­sel der Staats­macht gehen soll.

An ande­rer Stelle in dem glei­chen Text spricht ANT­AR­SYA von „over­co­m­ing of capi­ta­lism and the aboli­tion of capi­tal rela­ti­ons, on the road to socialism-​​communism of our time“ und „revo­lu­ti­ons towards socia­lism and com­mu­nism, to the con­fron­ta­tion with the ques­tion of power and govern­ment of workers and working clas­ses allies. The con­tem­porary working class […] has the know­ledge and the pos­si­bi­li­ties for a new orga­niza­tion of pro­duc­tion and society, where s/​he will be in charge. ANT­AR­SYA enlists in this per­spec­tive.“

Aller­dings kommt dort in der Tat die „Dik­ta­tur des Pro­le­ta­ri­ats“ nicht vor. Was ich aber rich­tig finde, ist, daß ANT­AR­SYA anschei­nend weder davon aus­geht, daß eine Arbei­te­rIn­nen­re­gie­rung auf par­la­men­ta­ri­schem Wege errun­gen wer­den noch hier und heute ein­fach aus­ge­ru­fen wer­den kann. Sie schrie­ben 2012 soweit m.E. sehr rich­tig:

„Such ori­en­ta­tion requi­res a new round of mas­sive and decisive fights; it requi­res a mul­ti­fa­ce­ted ‚pro­lon­ged popu­lar war.‘ By con­trast, con­fron­ting the govern­ment in terms of ‚par­lia­men­tary standby‘ leads to defeat.“

  • Was dage­gen in der Tat unter­be­lich­tet ist, ist die europäisch-​​internationalistische Per­spek­tive; die „Ver­ei­nig­ten Sozia­lis­ti­schen Staa­ten von Europa“ kom­men jeden­falls in dem zitier­ten 2012er-​​Text und ande­ren ANTARSYA-​​Texten, die ich gele­sen habe, nicht vor. Die ANTARSYA-​​Mitgliedsorganisation OKDE-​​Spartacus ist dies­bzgl. zumin­dest etwas deut­li­cher: Sie plä­diert vor der Jan.-Wahl für einen „new, socia­list inter­na­tio­na­lism in Bal­kans, in Europe, in the Aegean sea“3.

(mehr…)

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Drei weitgehend offen gebliebene Frage an Xekinima

Ich war heute Mit­tag bei der AKL-​​Veranstaltung mit Inge Höger (MdB), Ali Al-​​Dailami (MdPV) und Klairi Koun­touri (Xeki­nima). Ich stellte in mei­nem Dis­kus­si­ons­bei­trag drei Fra­gen an die Refe­ren­tin von Xeki­nima (Schwes­ter­or­ga­ni­sa­tion der deut­schen SAV), die die Kan­di­da­tur der Popu­la­ren Ein­heit (LAE) unter­stützt.

Meine erste Frage bezog sich dar­auf, daß sie sagte, ein detail­lier­tes Pro­gramm, wie es am Tag und den Tagen nach einem Grexit wei­ter­ge­hen solle, müsse erst erar­bei­tet wer­den.
Ich bezog mich dar­auf, indem ich sagte, daß ich dies sehr ver­ständ­lich finde, daß die­ses Pro­blem bzw. diese Not­wen­dig­keit aber doch auf­fäl­lig mit dem Ges­tus kon­tras­tiere, mit dem die bis­he­rige Linke Platt­form bzw. jetzt die LAE und auch viele Linke in der deut­schen Links­par­tei die Tsipras-​​Linie kri­ti­sier­ten – näm­lich dem Ges­tus, es sei hier und heute eine andere Regie­rungs­po­li­tik mög­lich und nicht viel­mehr zunächst eine lang­fris­tige Vorbereitungs-​​ und Auf­bau­ar­beit für eine alter­na­tive Linie nötig. Habe irgend­je­mandE von denen, die jetzt die Tsipras-​​Politik im Namen der LAE-​​Linie kri­ti­sie­ren im Januar oder den Mona­ten danach die Auf­fas­sung ver­tre­ten, daß es für SYRIZA für ein Regie­ren noch zu früh sei; daß erst aus­rei­chende pro­gram­ma­ti­sche Grund­la­gen ent­wi­ckelt wer­den müß­ten?!
Meine Frage, wie das zusam­men­passe – einer­seits das Ein­ge­ständ­nis, ein detail­lier­tes Pro­gramm erst ent­wi­ckeln zu müs­sen; aber ande­rer­seits nicht das Regie­ren von SYRIZA zu kri­ti­sie­ren, son­dern volun­ta­ris­tisch ein Regie­ren mit ande­rem Inhalt zu for­dern – blieb lei­der unbe­ant­wor­tet.
Allein ant­wor­tete die Xekinima-​​Genossin (all­ge­mein zu ver­schie­de­nen Dis­kus­si­ons­bei­trä­gen zur Pro­gramm­frage), daß nicht alles vor­aus­pla­nen zu kön­nen, nicht bedeu­tete, daß das Pro­gramm nicht wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den könne. Das ist zwar eine rich­tige Ant­wort auf die­je­ni­gen Harakiri-​​Diskussionsbeiträge, die mein­ten, das Pro­gramm müsse eh (erst ein­mal) nicht wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den. Viel­mehr komme es erst ein­mal dar­auf an, den Bruch zu voll­zie­hen – und erst dann, wenn klar sei, wie dann die neuen Bedin­gun­gen und Pro­bleme kon­kret aus­se­hen, könne wei­ter­ge­dacht wer­den.

Meine zweite Frage bezog sich nicht auf das Refe­rat, son­dern das ver­öf­fent­lichte Wahl­pro­gramm der LAE. Dort ist vom „Sozia­lis­mus des 21. Jahr­hun­dert“ sowie von der Ver­ge­sell­schaf­tung von Ban­ken und Schlüs­sel­in­dus­trien die Rede. Ich sagte, daß sei ja nun nicht der Sozia­lis­mus im Sinne Karl Marx‘, son­dern eher so etwas, wie der „Sozia­lis­mus in den Far­ben Frank­reichs“, der in den 1970er Jah­ren im Gemein­sa­men Pro­gramm von KPF und PS pro­pa­gierte wor­den sei, und mit dem dann in den 1980er Jah­ren die Mitterrand-​​Regierung – unter damals noch deut­lich bes­se­ren Kon­text­be­din­gun­gen – geschei­tert sei. Meine Frage, ob denn die LEA, wenn schon kein detail­lier­tes Pro­gramm für die Tage nach einem Grexit zumin­dest eine stra­te­gi­sche Ant­wort auf die­ses grund­le­gende Pro­blem links­re­for­mis­ti­scher Poli­tik habe, blieb lei­der völ­lig unbe­ant­wor­tet.

Meine dritte Frage bezog sich dar­auf, daß die Refe­ren­tin sagte, eine wirk­li­che Eupho­rie habe die LAE bis­her in Grie­chen­land nicht aus­ge­löst. Ein Pro­blem bestehe in dem Glaub­wür­dig­keits­de­fi­zit der LAE, das dar­aus resul­tiere, daß die füh­ren­den LAE-​​PolitikerInnen bis vor kur­zem noch füh­rende SYRIZA-​​PolitikerInnen gewe­sen seien. Ich fragte daran anknüp­fend, warum sich Xeki­nima dann nicht statt an der LEA viel­mehr an ANT­AR­SYA betei­lige. Diese Frage wurde lei­der nur mit dem Hin­weis beant­wor­tet, daß gerade zwei Grup­pen von ANT­AR­SYA zur LEA gewech­selt seien, was m.E. aber keine adäquate Ant­wort auf meine Frage ist, son­dern nur die Frage auf­wirft, ob denn die­ser Wech­sel rich­tig war.

Siehe im übri­gen den Bericht von Achim Schill bei FB.

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Nochmal zu den Wahlaussichten von ANTARSYA – und überhaupt zum Stand der Umfragen in Griechenland

Am Sams­tag und den Tagen zuvor sah es – wegen recht hoher Umfra­ge­ergb­nisse für die „Sons­ti­gen“ – so aus, als könnte ANT­AR­SYA in die Nähe der 3 %-Hürde kom­men. Wie schon in mei­nen Ergän­zun­gen (Kom­men­ta­ren) unter dem alten Arti­kel und dem Über­blick vom Sonn­tag deut­lich deut­lich gewor­den ist, fand die­ser Stand der Dinge in den spä­te­ren Umfra­gen keine Bestä­ti­gung.

(mehr…)

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ANTARSYA-EEK-TV-Spot für die Wahl am 20.9.2015 in Griechenland

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Wenn das Gen. Hager noch hätte mitbekommen müssen, …

Auf der Web­seite des neues deutsch­land ist die Fort­set­zung mei­ner Ant­wort auf den Text von Katja Kip­ping vom Sams­tag ver­öf­fent­licht wor­den:

Ist die »Revo­lu­tion« doch nur ein Bil­der­ma­len?

Teil II mei­ner Nach­fra­gen an Katja Kip­ping.

http://​www​.neues​-deutsch​land​.de/​a​r​t​i​k​e​l​/​9​8​4​0​0​1​.​i​s​t​-​d​i​e​-​r​e​v​o​l​u​t​i​o​n​-​d​o​c​h​-​n​u​r​-​e​i​n​-​b​i​l​d​e​r​m​a​l​e​n​.html

sogar mit Mao-​​Zitaten… ;-)

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Love Letter to ANTARSYA

Ich hatte hier neu­lich auf das von Left Voice mit Kostas Skordou­lis von der ANT­AR­SYA-Mit­glieds­or­ga­ni­sa­tion OKDE-​​Spartacus geführte Inter­view hin­ge­wie­sen. Ges­tern ver­linkte er bei FB einen eng­lisch­spra­chi­gen Arti­kel von Genss(Inn?)en aus der Tür­kei. Ich habe dazu bei FB fol­gen­den Kom­men­tar gepos­tet:

I agree with the main part of the fourth last para­graph: ‚ANT­AR­SYA […], made a pro­po­sal to Popu­lar Unity […] based on the unity of action and some poli­ti­cal prin­ci­ples against the new cut downs for a col­la­bo­ra­tion during elec­tions. These prin­ci­ples con­sis­ted of the com­plete can­cel­la­tion of the loan, natio­na­liza­tion of the banks under workers’ con­trol and sup­port for the workers’ struggle against the cut downs. Howe­ver Popu­lar Unity showed that their per­spec­tive is not­hing more than a sof­te­ned ver­sion of Syriza’s pro­ject by not accep­ting this offer. While Syriza star­ted to resem­ble PASOK, Popu­lar Unity is a can­di­date for being Syriza of the future. With this situa­tion in hand, ANT­AR­SYA deci­ded to run for elec­tions on its own.” And I agree also with: ‚ANT­AR­SYA should mobi­lize and strengt­hen the orga­niza­tion of their own power and their great cir­cle in the upco­m­ing period […].’

Pain­ting: ANT­AR­SYA (left) pro­phe­cies the fate of SYRIZA (right below)

Howe­ver, I do not agree with (mehr…)

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Neuer Text von mir auf der ND-Seite

Am Sams­tag schrieb die Linkspartei-​​Vorsitzende Katja Kip­ping: „Letzt­lich muss alles dar­auf hin­aus­lau­fen, Europa zu revo­lu­tio­nie­ren. Dar­un­ter ist es nicht zu machen.“

Und ich ver­su­che sie mit mei­ner heu­ti­gen Ant­wort beim Wort zu neh­men:

Nach­ge­fragt bei Katja Kip­ping: Aus­tre­ten oder revo­lu­tio­nie­ren?

http://​www​.neues​-deutsch​land​.de/​a​r​t​i​k​e​l​/​9​8​3​7​1​2​.​a​u​s​t​r​e​t​e​n​-​o​d​e​r​-​r​e​v​o​l​u​t​i​o​n​i​e​r​e​n​.html

Mal sehen, ob’s klappt…

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ANTARSYA mit Chance in die Nähe der 3 %-Hürde zu kommen?

Nach­dem ges­tern zwei und heute eine wei­tere Umfrage mit ziem­li­chen hohen Wer­ten für die „sons­ti­gen“ Par­teien ver­öf­fent­licht wur­den, habe ich nun ver­sucht mich mit der Frage zu befas­sen, was das für das zu erwar­tende Ergeb­nis von ANT­AR­SYA heißt – das heißt, wel­che „sons­ti­gen“ Par­teien denn außer­dem noch kan­di­die­ren.

Die engl. Wiki­pe­dia lis­tet bis­her fol­gende For­ma­tio­nen (außer ANTARSYA-​​EEK und den eh in den Umfra­gen erwähn­ten Grup­pie­run­gen): (mehr…)

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Und noch ein kleiner samstäglicher Versuch die trotzkistische FT-CI (‚RIO-Internationale‘) für den struktualen Maoismus Althussers zu gewinnen…

Ich selbst hatte bei FB die Frage auf­ge­wor­fen:

„Weißt Du dann, warum aus­ge­rech­net die Alt­hus­se­ris­tIn­nen, die bis­her bei ANT­AR­SYA waren, auf LAE abfah­ren? – Hat das etwas mit deren Althusser-​​Lesart zu tun? Oder liegt das nur (via Alt­hus­ser) an Maos manch­ma­li­ger Volks­tü­me­lei (die ja aber bei Alt­hus­ser keine spielte)? Oder ist das gar nicht theo­re­tisch moti­viert?“

Dort konnte mir aber bis­her nie­mandE wei­ter­hel­fen – statt des­sen fand ich ges­tern bei der FT-​​CI:

Ich habe jetzt gefun­den: „They are stron­gly influ­enced by the theo­ries of Alt­hus­ser, Pou­lant­zas and Gramsci.“ (http://​www​.left​voice​.org/​W​h​o​-​s​-​W​h​o​-​i​n​-​t​h​e​-​G​r​e​e​k​-Left)

Ich habe das gleich mal mit einem klei­nem theo­re­ti­schen Agi­ta­ti­ons­ver­such beant­wor­tet:

Dann gibt es viel­leicht ja tat­säch­lich theo­re­ti­sche Gründe – wenn sie die drei zusam­men­mi­xen, statt Alt­hus­ser von den ande­ren bei­den abzu­set­zen, wie ich es vor­zie­hen würde.

Die TF-​​CI scheint jeden­falls einen Zusam­men­hang zu sehen – gleich nach dem bereits zitier­ten Satz geht es wie folgt wei­ter: „ARAN was part of the right wing of ANT­AR­SYA. Most of this group has deci­ded to join the elec­to­ral cam­paign of Popu­lar Unity.“ -

Ich würde dage­gen als Ein­stieg in eine revo­lu­tio­näre Althusser-​​Lesart emp­feh­len:

  • Reply to John Lewis

http://​mar​x2​mao​.net/​O​t​h​e​r​/​E​S​C​7​6​i​.html

Und als Parallel-​​Lektüre statt des spä­ten Pou­lant­zas‘ und so man­cher zwei­deu­ti­ger Äuße­run­gen Gramscis lie­ber:

  • Balibar: On the Dic­ta­tor­ship of the Pro­le­ta­riat (mit in der dt. Aus­gabe nicht ent­hal­te­nen, aber auf Dt. als Zeitschriften-​​Artikel exis­tie­ren­dem Vor­wort von Gra­hame Lock1)

http://​mar​x2​mao​.net/​O​t​h​e​r​/​O​D​P​7​7​N​B​.html

und

  • Bet­tel­heim: Class Strugg­les in the USSR

http://​mar​x2​mao​.net/​O​t​h​e​r​/​C​S​S​U​i​7​6​N​B​.html

Vgl. auch noch:

„Das Kapi­tal lesen“ von Althusser/​Balibar/​Establet /​Macherey/​Rancière erst­mals voll­stän­dig auf Deutsch

http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​5​/​0​7​/​2​8​/​d​a​s​-​k​a​p​i​t​a​l​-​l​e​s​e​n​-​v​o​n​-​a​l​t​h​u​s​s​e​r​b​a​l​i​b​a​r​e​s​t​a​b​l​e​t​-​m​a​c​h​e​r​e​y​r​a​n​c​i​e​r​e​-​e​r​s​t​m​a​l​s​-​v​o​l​l​s​t​a​e​n​d​i​g​-​a​u​f​-​d​e​u​tsch/

  1. http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​0​9​/​1​1​/​1​2​/​s​t​a​l​i​n​-​a​l​s​-​v​e​r​f​e​c​h​t​e​r​-​d​e​s​-​s​t​a​a​t​e​s​-​d​e​s​-​g​a​n​z​e​n​-​v​o​l​k​e​s​/​#​f​n​1​2​5​8​0​5​7​9​5​9799n.[zurück]
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Mi., 2.9.: Drei neue Umfragen zu den griech. Wahlen

Im Laufe des gest­ri­gen Mitt­wochs sind drei neue Umfra­gen zu den anste­hen­den Wah­len in Grie­chen­land ver­öf­fent­licht wor­den (siehe dazu bereits mei­nen dor­ti­gen und die nach­fol­gen­den Kom­men­tare). – Für zwei die­ser drei Insti­tute ist es bereits die zweite Umfrage, seit­dem es die LAE /​ „Volks­ein­heit“ gibt. Diese drei (und die vor­her­ge­hen­den) Umfra­gen las­sen sich wie folgt zusam­men­fas­sen: (mehr…)

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Neuer Text von OKDE-Spartacus: Zurück auf die Straße – für den vollständigen Bruch mit dem System

Die an ANT­AR­SYA betei­ligte OKDE-​​Spartacus (griech. Sek­tion der IV. Inter­na­tio­nale) ver­öf­fent­licht am Sams­tag einen neuen Text. Ich habe bis­her lei­der keine Über­set­zun­gen in eine der Spra­che, die ich ver­stehe, gefun­den. Ich habe mich daher not­ge­drun­gen trans​late​.google​.com anver­traut. Nach­ste­hend fin­den sich die Pas­sa­gen der auto­ma­ti­schen Über­set­zung, die ziem­lich gut ver­ständ­lich waren und sich mit rela­tiv wenig Ein­grif­fen in gram­ma­tisch kor­rek­tes Deutsch brin­gen lie­ßen. Ich kann frei­lich nicht dafür bür­gen, daß die Rohüber­set­zung, die google aus­spuckte, tat­säch­lich dem Inhalt des griech. Ori­gi­nals adäquat ist.

„Die Ein­heit der Hand­lung und die Koor­di­nie­rung aller, die kämp­fen wol­len, ist von ent­schei­den­der Bedeu­tung. Wir benö­ti­gen lokale Komi­tees, Selbst­or­ga­ni­sa­tion und eine zen­trale Koor­di­nie­rung, mit Rechen­schafts­pflicht gegen­über der Basis. In die­sen Struk­tu­ren sind alle Strö­mun­gen will­kom­men, auch wenn sie mit­ein­an­der kon­kur­rie­ren: Die KKE […], die LAE, die Orga­ni­sa­tio­nen der außer­par­la­men­ta­ri­schen Lin­ken, die anarcho-​​syndikalistischen und anar­chis­ti­schen Kol­lek­tive.“

„Einen wich­ti­gen Schnitt­punkt muß heute die Soli­da­ri­tät mit Ein­wan­de­rern und Flücht­lin­gen, unse­ren Klas­sen­brü­dern, die ihr Leben an der Grenze und auf der Straße ris­kie­ren, um den Krieg und der wirt­schaft­li­che Ersti­ckung zu ent­kom­men, bil­den. Asyl­an­träge zu allen [= Asyl­ge­wäh­rung für alle?, TaP] Flücht­linge, Lega­li­sie­rung und volle Rechte für alle Migran­ten, offene Gren­zen und eine men­schen­wür­dige Woh­nung und Nah­run­gen sind Auf­ga­ben der ele­men­tare Klas­sen­so­li­da­ri­tät. Die Bewe­gung hat die Klas­sen­ein­heit mit den aus­län­di­schen Arbeits­kräfte und gegen den Ras­sis­mus des Staa­tes, der EU und den Faschis­ten zu erhö­hen.“

„Es ist sicher­lich gut, daß die LAE SYRIZA nach links und mit der Absicht, dem neuen Memo­ran­dum zu wider­ste­hen, ver­läßt. Es scheint, daß die neue Front Gewicht und etwas Boden in den Gewerk­schaf­ten […] haben wird. Aber der poli­ti­sche Cha­rak­ter der LAE wird nicht von ihren guten Absich­ten bestimmt, […]. Die Anti-​​Memorandums-​​Front von Lafa­za­nis ist patrio­tisch, demo­kra­tisch, pro­gres­siv, aber pro­gram­ma­tisch weit hin­ter dem tat­säch­li­chen Bedarf der Arbeit­neh­mer, Arbeits­lo­sen und Unter­drück­ten zurück. [… Es fehlt eine Ableh­nung?] des Manage­ments und der Reform des Staa­tes, der Logik der natio­na­len Ein­heit, des Wahl­pro­gramm von SYRIZA. […]. Was auch immer ihre erklärte Absicht ist, [… ist sie doch eher eine] Begren­zung der Radi­ka­li­sie­rung […].“

„Die Auf­gabe der anti­ka­pi­ta­lis­ti­schen Linke ist nicht [… sich auf] Zwi­schen­schrit­ten, wie den Refor­mis­mus der LAE zu ver­las­sen.“

„Dies [jetzt mit der LAE fusio­nie­ren zu wol­len, wie vor­her von mit MARS [*] und Plan B von Ala­va­nos [**] ist die Stra­te­gie der Volks­front, die die OKDE-​​Spartacus seit lange Zeit beschrie­ben und bekämpft hat. Das Bünd­nis mit MARS war nur ein Schritt hin zu Lafa­za­nis […].“

Erläu­te­run­gen zu die­ser Stelle: (mehr…)

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