Archiv der Kategorie 'Termine'

Do., 26.1., 18 h – Vortrag von Tove Soiland: Jenseits von Sex und Gender

FU Berlin, Rost- und Silberlaube, Hörsaal 2,
Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin-Dahlem

19.01.2012: Hilge Landweer, Freie Universität Berlin: Das lästige Geschlecht. Begriffliche und sozialtheoretische Überlegungen

26.01.2012: Tove Soiland1, Bern: Jenseits von Sex und Gender: Die sexuelle Differenz. Zeitdiagnostische Einwürfe von Seiten der Psychoanalyse

02.02.2012: Karin Gludovatz, Freie Universität Berlin: Geschlecht und Repräsentation. Zur Revision der Kategorie ‚Gender‘ unter den Bedingungen visueller Produktion

09.02.2012: Elvira Scheich, Freie Universität Berlin: Queering Nature: Feminismus, Politik, Ökologie

16.02.2012: Sabine Hark, TU Berlin: Kontingente Fundierungen. Über Gender, Feminismus und die Zukunft der Geschlechterforschung

Quelle:
http://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2011/fup_11_313/index.html

.pdf-Datei der Ankündigung

  1. „Einige Texte von ihr:

    Wie die Frauenbewegung zum gender-Management kam, oder: Warum gender im patriarchalen Kochtopf verdampft
    http://www.agpolpsy.de/wp-content/uploads/2010/01/soiland-11.pdf

    ‚Gender’: Kontingente theoretische Grundlagen und ihre politischen Implikationen
    http://web.fu-berlin.de/gpo/pdf/soiland/soiland.pdf (dieser und die folgenden links via Mädchenblog)

    ---- vgl. dazu meinen Text: Intersektionalität und Gesellschaftstheorie

    Gender-Konzept in der Krise. Die Reprivatisierung des Geschlechts
    http://www.woz.ch/artikel/2005/nr18/wissen/11766.html

    Die Verhältnisse gingen und die Kategorien kamen. Intersectionality oder Vom Unbehagen an der amerikanischen Theorie
    http://www.querelles-net.de/index.php/qn/article/view/694/702

    Dekonstruktion als Selbstzweck? Ein Aufruf zur theoretischen Reflexion
    http://www.linksnet.de/en/artikel/19176

    Das Spiel mit den Geschlechtern – eine Sackgasse?
    http://www.woz.ch/dossier/gender/11699.html (der diesbzgl. beim Mädchenblog genannte link funktioniert nicht mehr)“

  2. (http://arschhoch.blogsport.de/2011/07/13/termine-und-andere-hinweise-2/#fn1310558404422n) [zurück]

Kommende Woche (14.-18.6. – Stuttgart/Magdeburg/Berlin): Was waren die Kämpfenden Kommunistischen Zellen (CCC)?

„Der 19.06 – als Tag der revolutionären Gefangenen – wird bis heute über die europäischen Grenzen hinaus jährlich begangen und ist für uns in diesem Jahr Anlass mit einer Veranstaltung zur belgischen Stadtguerilla CCC, den Kontext zwischen revolutionärem Kampf und politischer Gefangenschaft herzustellen und der Notwendigkeit der Verteidigung revolutionärer Geschichte vor dem anhaltenden Geschichtsrevisionismus zu versuchen gerecht zu werden.“

(Quelle:
http://political-prisoners.net/item/331-informationsveranstaltungen-zu-den-kaempfenden-kommunistischen-zellen-ccc.html)

Stuttgart:
Donnerstag, 16. Juni um 19 Uhr
Linkes Zentrum Lilo Herrmann
Böblinger Str. 105, Stuttgart-Süd
► [… Di.,] 14.6. Filmvorführungen

Madgeburg:
Freitag, 17. Juni um 18.30 Uhr
Infoladen Magdeburg
Alexander-Puschkin Str. 20, Magdeburg

Berlin:
Samstag, 18. Juni um 18 Uhr
Honigstein
Reichenberger Str. 157, 10999 Berlin
► Fr, 17.6., 16 Uhr: Kundgebung vor der belgischen Botschaft“

(Quelle:
http://political-prisoners.net/images/stories/2011_05/19.06./16-19-06_-_Veranstaltungsreihe.pdf)

Texte von und zu den belgischen Kämpfenden Kommunistischen Zellen (CCC):
http://theoriealspraxis.blogsport.de/andere/texte-von-und-zu-den-belgischen-kaempfenden-kommunistischen-zellen-ccc/.

Heute (4.6., 20 h), Berlin: Žižek, Dath, Wissler zur Aktualität des Kommunismus

Ist der Kommunismus noch aktuell?

mit Slavoj Žižek [Kulturphilosoph], Dietmar Dath [Schriftsteller], Janine Wissler [LINKELandtagsabgeordnete in Hessen] und Alex Callinicos [Autor »Die revolutionären Ideen von Karl Marx«].
Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung statt und wird moderiert von Christina Kaindl.

Astra Kulturhauss, Revaler Str. 99
Berlin

Quelle:
https://www.facebook.com/event.php?eid=183242568392383&ref=nf.

Vorab-Auszug aus Žižeks Redebeitrag:

„Die Zeitschrift, in der Gramsci seine Schriften in den frühen 1920er Jahren veröffentlichte, hieß »L‘Ordine nuovo« (Die neue Ordnung) – eine Überschrift, die später von der extremen Rechten vereinnahmt wurde. In dieser späteren Vereinnahmung sollten wir die »Richtigkeit« von Gramscis Wortwahl erkennen und den Begriff nicht als etwas auffassen, das im Widerspruch zum rebellierenden Freiheitswillen der authentischen Linken steht. Vielmehr sollten wir ihn wieder aufgreifen als Messlatte für den steinigen Weg, jene neue Ordnung zu bestimmen, die jede erfolgreiche Revolution zu etablieren haben wird. Kurz gefasst, unsere Zeit können wir am treffendsten mit den Worten charakterisieren, die Stalin auf die Atombombe verwendete: Sie ist nichts für schwache Nerven.“

Vorab-Auszug aus Wisslers Redebeitrag:

„Wir brauchen ein Wirtschaftssystem, in dem die Bedürfnisse der Menschen im Mittelpunkt stehen und nicht das Profitstreben an erster Stelle steht. […]. Die einen spekulieren, die anderen verhungern. Zynischer und menschenverachtender kann eine Ökonomie kaum funktionieren.“

Zur Kritik:
Kommunismus als kritische Praxis –
nicht: Universalismus als männliche Idee
.
Eine Kritik am Philosophen-Kommunismus von Slavoj Žižek und Alain Badiou

„von dem in sich schon unvollständigen antagonismus „proletariat“ – „bourgeoisie“ ist nichts mehr übriggeblieben, die rede ist nur noch von „menschen“. im kontext der „herrschenden verhältnisse“ von „menschen“ zu sprechen, negiert die gesamte ausbeutungs- und gewalthierarchie im imperialistischen patriarchat.“
Eine Feministische Kritik (1993)

„Eine Kritik des Kapitalismus kann nicht bei der Verdammung einzelner Symptome der herrschenden Produktionsverhältnisse stehenbleiben. Geld, Zins oder FinanzspekulantInnen sind nicht Inbegriff des Bösen oder besonders verwerflich. Sie sind lediglich Ausdruck der zugrundeliegenden ökonomischen Verhältnisse. Es ist das ganze kapitalistische System, samt Ausbeutung und Klassengesellschaft, das es zu bekämpfen gilt.“
Sozialistische Linke, Grundsatzpapier (April 2011), S. 7

Mi., 22. Juni: Diskussionsveranstaltung zum Vorschlag der Gründung einer Neuen Antikapitalistischen Organisation

KLASSE & PARTEI
Der Beitrag der Sozialistischen Initiative Berlin-Schöneberg zur Gründung einer neuen antikapitalistischen Organisation ein Schritt voran?

22. Juni 2011 um 20 Uhr
MedienGalerie
Dudenstraße 10, 10965 Berlin

Nicht nur die klassenkämpferischen Blocks auf den diesjährigen 1. Mai-Demos sondern auch die alltäglichen Betriebs- und Stadtteilkämpfe sind ein Zeichen dafür, dass immer mehr politisch Aktive und von Lohnarbeit Abhängige erkennen, dass die ArbeiterInnenklasse ihre ökonomischen und politischen Interessen selbständig vertreten muss. Allerdings braucht eine selbständige proletarische Klassenpolitik, die den Kapitalismus aufheben will, sowohl eine zeitgenössische sozialemanzipatorische Programmatik als auch die dafür geeigneten organisatorischen Strukturen.

Ist der Beitrag der Sozialistischen Initiative Berlin-Schöneberg zur Gründung einer neuen antikapitalistischen Organisation ein tragfähiger Vorschlag, einen sozialemanzipatorischen Parteibildungsprozess anzuschieben? Sind für die Aufhebung des Kapitalismus die traditionellen Organisationsformen der ArbeiterInnenbewegung – Gewerkschaft und Partei, worauf die Schöneberger SozialistInnen focussieren – noch die angemessenen Organisationsformen in den spätkapitalistischen Metropolen?

Darüber werden Michael Schilwa von der Sozialistischen Initiative Berlin-Schöneberg und Karl-Heinz Schubert von der Trend Onlinezeitung – pro und contra – diskutieren. Michael Klockmann von der Berliner Initiative Grundeinkommen wird moderieren.

(Quelle: http://www.trend.infopartisan.net/trd0511/t640511.html – mit weiteren Texten zur Debatte)

Noch eine Ankündigung für kommenden Mittwoch (18.5., Südblock)

„Veranstaltung zu Solidarität und Antirepressionsarbeit

18. Mai | 19.30 Uhr | Südblock | Admiralstraße 1-2 | U-Bhf. Kottbusser Tor | Berlin-Kreuzberg

Anlässlich der Buch-Neuerscheinung »Das zarte Pflänzchen der Solidarität gegossen« lädt das Berliner Einstellungsbündnis zu einer Podiumsdiskussion über Solidarität und Antirepressionsarbeit ein. An dem Gespräch nehmen teil:

· Philip Scheffner, Regisseur des Films »Der Tag des Spatzen«
· Detlef Georgia Schulze, Politolog_in und Rechtstheoretiker_in
· Vertreter des freien Radio FSK Hamburg
· Vertreter des Einstellungsbündnisses

Die Podiumsteilnehmer haben die Solidaritätsarbeit zu den §129(a)-Verfahren und dem Prozess wegen Mitgliedschaft in der militanten gruppe (mg) kritisch begleitet. Im gemeinsamen Gespräch werden sie sich über ihre verschiedenen Gründe für politisches Engagement und Solidarität austauschen sowie Stärken und Schwächen des Einstellungsbündnisses resümieren.

Veranstaltungstermin: Mittwoch 18. Mai 2011 | 19.30 Uhr
Südblock | Admiralstr. 1-2 | U-Bhf. Kottbusser Tor | Berlin-Kreuzberg

Die Veranstaltung findet anlässlich einer Buchveröffentlichung, in der die dreijährige Arbeit des Einstellungsbündnisses dokumentiert wird, statt:

»Das zarte Pflänzchen der Solidarität gegossen.
Zu den Verfahren und dem Prozess wegen Mitgliedschaft in der militanten gruppe (mg).«
Autor: Bündnis für die Einstellung der §129(a)-Verfahren.
ISBN 978-3-942885-00-3, edition assemblage, 86 Seiten, 4.80 Euro

Weitere Veranstaltungen finden am 4. Juni in Berlin und am 17. Juni 2011 in Münster statt.

Informationen: http://einstellung.so36.net/de/1815″

(Quelle: https://einstellung.so36.net/de/pm/1828)

Meine bisherigen Stellungnahmen zum Thema:
http://theoriealspraxis.blogsport.de/2010/03/20/probleme-der-solidaritaetsarbeit-und-der-rechtspolitik-oder-warum-guter-wille-allein-nicht-reicht/

Bilanz der Arbeit des Einstellungsbündnisses

Mi., 18.5.; 19:30 h:

„Südblock (Admiralstr. 1-2): Podiumsveranstaltung
‚Das zarte Pflänzchen der Solidarität gießen‘. Podiumsveranstaltung zur Solidaritätsarbeit im §129(a)-Verfahren wegen Mitgliedschaft in der militanten gruppe (mg). Das Einstellungsbündnis hat sein Resümee in Buchform vorgelegt und lädt zu einer Veranstaltung in Berlin ein.
Nach drei Jahren Solidaritätsarbeit und der Verurteilung von Axel, Florian und Oliver wegen versuchter Brandstiftung an Bundeswehr-LKW im Berliner mg-Prozess legt das Einstellungsbündnis sein Resümee vor. Die Soli-Gruppe beschreibt unter anderem die verschiedenen Linien und Fallstricke der Soli-Arbeit, die Möglichkeiten und Schwierigkeiten, einen politischen Prozess zu führen und die Wahrnehmung durch die Linke und die Medien. Die Auswertung versteht sich als Handreichung für alle, die sich mit Repression auseinandersetzen, von ihr betroffen sind oder sein könnten.“

(Quelle: http://www.stressfaktor.squat.net/termine.php?tag=18052011)

Vorstellung des Resümee-Büchleins:
http://einstellung.so36.net/de/1815

PS.:
Die Admiralstraße geht in Südwest-Richtung vom Kottbusser Tor ab.

PPS.:
Ich bin auch eingeladen worden, etwas zu erzählen – und es wird auch etwas Neues gegenüber dem bisher schon Gesagten:
http://theoriealspraxis.blogsport.de/2010/03/20/probleme-der-solidaritaetsarbeit-und-der-rechtspolitik-oder-warum-guter-wille-allein-nicht-reicht/
werden.

Heute (5.5.11; 17 h): queere Globalisierung & imperialen Begehrens

Offizielle Veranstaltungsankündigung mit nachfolgenden Anmerkungen von mir sowie einem Veranstaltungsbericht als Kommentar:

Donnerstag 5. Mai 2011 im Audimax der ASH Berlin; “Queer-Globalization”

Queer-Globalization

Zum Thema sprechen und diskutieren María do Mar Castro Varela und Jennifer Petzen.

Moderation: Koray Yilmaz-Günay (mehr…)

Vortrag Berlin: Mi., 4.5., 20 h – Abwertung reproduktiver Arbeit in der frühen SU

Zur Abwertung reproduktiver Arbeit und der Fortschreibung kapitalistischer Geschlechterarrangements in der Sowjetunion

Mit dem Namen der russischen Marxistin und Ministerin in der frühen Sowjetunion Alexandra Kollontai sind bedeutende der kurze frauenpolitische Aufbruch nach der Oktoberrevolution verbunden.
Die Liberalisierung des Scheidungsrechts, das Recht auf Abtreibung, die Einrichtung von Gemeinschaftsküchen, die die individuelle Hausarbeit ersetzen sollten, gehören zu den Elementen ihrer Politik.

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Am Roten Abend wird sich die Autorin und Kuratorin Felicita Reuschling mit den praktischen und theoretischen Interventionen von Kollontai kritisch untersuchen. Dabei setzt sie sich nicht nur mit Kollontais Bewertung der Hausarbeit als unproduktiv auseinander. Sie hinterfragt mit dem Begriff der produktive Arbeit eine zentrale Kategorien des Marxschen Denkens. Das schließt die Kritik der Arbeitswertlehre bei ein, wo Ausbeutungs- und Hierarchieverhältnisse nur bei bezahlter und damit auch quantifizierbarer Arbeit festgestellt werden können und damit eine nationalökonomische Perspektive reproduziert wird.
In einer Zeit, wo der Care-Sektor wächst, der nach dieser Definition zur unproduktiven Arbeit gezählt wird, ist eine solche Kritik besonders wichtig bei allen, die weiterhin an die Perspektive einer kommunistischen Vergesellschaftung festhalten.
Roter Abend: Mittwoch, 04. Mai 2011 ab 20 Uhr im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str. 73, Berlin-Friedrichshain.“

Quelle: http://interkomm.so36.net/archiv/roterabend.php

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Queer, flexibel, erfolgreich


Haben dekonstruktivistische Ansätze den Feminismus entwaffnet?

Wo liegen die Ursachen für die Verwandlung eines Teils des Feminismus zumindest in den Ländern wie Deutschland und den USA zu einem popkompatiblen Lifestyle-Projekt?

Die Historikerin und feministische Theoretikerin Tove Soiland sieht einen Grund darin, dass die Verbindung zur Kapitalismuskritik, die zu Beginn der 2. Frauenbewegung noch vorhanden war, zunehmend verloren ging. Statt der Analyse der kapitalistischen Verwertung und ihrer Verbindung mit patriarchalen Unterdrückungsformen sei es in der feministischen Debatte zunehmend nur noch um das Recht auf Anerkennung und Differenz unterschiedlicher Lebensstile gegangen.
Diese feministische Kritik konnte nicht mehr analysieren, die flexiblen Identitäten sich gut mit dem Geschlechterregime eines Postfordismus vertrugen, dessen Anspruch „Sei flexibel“ in vielen Lebensbereichen durchaus auch als Drohung aufgefasst werden kann.
Wir wollen mit Tove Soiland diskutieren, warum marxistische Ansätze in der feministischen Debatte marginalisiert wurden. Uns interessiert auch die Frage, wie der verlorene Link zwischen Feminismus und Kapitalismuskritik wieder hergestellt werden kann. Denn eine Kritik am Lifestyle-Feminismus bedeutet weder ein Zurück zum Haupt- und Nebenwiderspruchsdenken des Traditionsmarxismus noch zu dessen Sehnsucht nach der patriarchalen Kleinfamilienideologie.

Roter Abend: Mittwoch, 06. April 2011 ab 20 Uhr im
Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str. 73,
Berlin-Friedrichshain.

Quelle:
http://interkomm.so36.net/archiv/roterabend.php

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Vgl.
http://theoriealspraxis.blogsport.de/2010/07/03/intersektionalitaet-und-gesellschaftstheorie/

http://maedchenblog.blogsport.de/2010/07/14/undoing-oder-re-doing-gender/
sowie
von der Referentin:
Wie die Frauenbewegung zum gender-Management kam, oder :
Warum gender im patriarchalen Kochtopf verdampft

http://www.agpolpsy.de/wp-content/uploads/2010/01/soiland-11.pdf

Existenzgeld – Bürgergeld: Vortrag am Mi., 01.09. in Berlin

Die Gruppe Internationale KommunistInnen hat mich und zwei weitere ReferentInnen eingeladen, am Mittwoch die Frage, „Ist das Existenzgeld unter die Bürger gefallen?“, zu beantworten:

Seit den 90er Jahren wird die Idee eines Bürgergeldes gegen Bürgerarbeit für Langzeitarbeitslose aktiv von der FDP, weniger öffentlich aber auch von Teilen der CDU/CSU und Bündnis 90/Grüne sowie der SPD propagiert. In unterschiedlichen Erscheinungsformen wird es auch von Mitgliedern des Netzwerkes Grundeinkommen vertreten. Im Kontext der weiteren Reform von Hartz IV steht die Einführung der Bürgerarbeit hervor.
Ansinnen der Veranstaltung ist es, herauszuarbeiten, welche sozial- resp. gesellschaftspolitischen Entwicklungen dies einleitet und in welchem Kontext dies zu nationalen und europaweiten Deregulierungen von Löhnen und sozialen Absicherungen steht. Wir wollen diskutieren, welche Alternativen dazu aus Sicht der Ausgebeuteten und Ausgegrenzten politisch richtig sind.
Kann angesichts einer solchen Entwicklung eine Debatte um ein bedingungsloses Grundeinkommen/Existenzgeld einen realen Ausweg aufzeigen, ist sie derzeit utopistische Spielerei ohne Mobilisierungspotential, oder macht sie sich vielmehr ungewollt zum Türöffner neoliberaler Vorstellungen in die Linke hinein?
Dazu haben wir folgende Gäste eingeladen:
Anne Allex ist Sozialpolitikerin und nimmt am Runden Tisch gegen Erwerbslosigkeit und soziale Ausgrenzung teil.
Michael Klockmann ist prekärer Selbständiger und Mitglied des Netzwerk Grundeinkommens, dessen bedingungslose Variante ohne Arbeitszwang er vertritt.
Detlef Georgia Schulze ist PolitikwissenschaftlerIn und hält Existenzgeld nicht für eine zielführende „Tagesutopie“ auf dem Weg in eine emanzipierte, solidarische Gesellschaftsformation.

Roter Abend: Mittwoch, 1. September 2010 ab 20 Uhr im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str. 73, Berlin-Friedrichshain.

Vgl. zur Vorbereitung Das bedingungslose Grundeinkommen: Chancen und Risiken aus feministischer Sicht von Christine Görn bei der Mädchenmannschaft sowie meinen Text Existenzgeld – Mindestlöhne und ‚Politisierung‘ / richtige und falsche Reformforderungen.

Nachtrag – noch mehr Texte:
http://spatico.de/wiki/index.php?Diskussionen.

Kaia Wilson (Ex-Team Dresch) in Berlin, Hamburg, Bremen und Bonn

West Germany (Skalitzerstr. 133): Konzert/Party
La Moustache präsentiert: „Kaia Wilson“ (Frontfrau von Team Dresch & The Butchies) und „Scream Club“ (Queer Electro Pop Dance) plus DJ IF. Eintritt: Spende.

(Quelle: http://stressfaktor.squat.net/termine.php?tag=24072010; link hinzugefügt)

(Quelle: http://www.feministinnen.de/viewtopic.php?f=17&t=1948)

Weitere Konzert-Termine:

24.07. Berlin, West Germany
25.07. Berlin, Secret Garden Picknick
26.07. Hamburg, Störtebeker
27.07. Bremen, Neuland
28.07. Bonn, Kult 41

(Quelle: http://www.lamoustache.org/tmp/webflyer.jpg)

Vgl. auch:
We Hate The Christian Right. Girlism jenseits von MTV [Interview mit Jody Coyote von Team Dresch über ihre Musik und die Riot-Grrrl-Bewegung in den USA]

HEUTE: Soli-Demo für die Proteste in Griechenland, Mi. (19.5.), Berlin und FfM

1. Berlin: 18 h ab Finanzministerium (Wilhelmstraße/Leipziger Straße)

a)

Von Athen nach Berlin – Banken und Konzerne sollen zahlen!

Pressemitteilung des Berliner Bündisses “Wir zahlen nicht für eure Krise” vom 16.05.2010

Das Berliner Bündnis “Wir zahlen nicht für Eure Krise!”, in dem über dreißig gewerkschaftliche und politische Organisationen zusammenarbeiten, ruft auf zur Demonstration “Von Athen nach Berlin – Banken und Konzerne sollen zahlen!”.

Als Sprecher des Bündnisses erklärt Michael Prütz:
In der aktuellen öffentlichen Meinung Deutschlands hat die griechische Bevölkerung über ihre Verhältnisse gelebt, es wird gemutmaßt, zu hohe Löhne, zu frühes Renteneintrittsalter, unverhältnismäßig hoher privater Konsum hätten zu der Misere geführt, in der Griechenland jetzt ist. In widerlicher Art und Weise hat die Boulevardpresse gegen die vermeintlich faulen Griechen und Griechinnen gehetzt. Nicht aber die griechische Bevölkerung hat über ihre Verhältnisse gelebt, sondern beispielsweise die griechischen Reeder, die die größte Flotte der Welt unterhalten und für ihre Geschäfte keinen Cent Mehrwertsteuer an den Staat entrichten müssen. Auch die griechische Kirche als größter Großgrundbesitzer in Griechenland zahlt keinen Cent Grundsteuer, während die griechische Regierung sich erlaubt, jährlich für fünf bis acht Milliarden Euro Rüstungsgüter in Deutschland zu kaufen. Die deutsche Bundesregierung weigert sich beharrlich, über die Reparationsforderungen für die von der Wehrmacht begangenen Verbrechen in Griechenland zu reden, die Summe dieser Reparationsforderungen beläuft sich nach heutigem Wert auf ca. 70 Milliarden Euro. Würden die genannten Begünstigungen und sinnlosen Ausgaben gestoppt und die berechtigen Forderungen beglichen, wäre der griechische Staat nicht in der desaströsen Lage, in der er jetzt ist.

Die wirklichen Ursachen der Krise sind hinreichend bekannt und der sogenannte Rettungsschirm für Griechenland soll einzig und allein die Profite der Banken und Konzerne sichern. Die Bevölkerungen in Griechenland, aber auch in Spanien und Portugal und morgen in England und Deutschland, sollen dafür zahlen, Kanzlerin Merkel hat dies schon angekündigt. Am Mittwoch, den 19. Mai 2010 findet wiederholt ein Generalstreik in Griechenland statt. Wir gehen am gleichen Tag auf die Straße, um zu fordern: “Banken und Konzerne müssen zahlen, Streichung der Schulden Griechenlands, gegen das neoliberale Spardiktat in Europa, stoppt die Kürzung von Löhnen, Renten und Sozialkahlschlag!”.

Weiterhin sagen wir: “Stoppt die Hetze gegen die griechische Bevölkerung!”. Wir stehen am Beginn einer europaweiten Auseinandersetzung um Löhne, Gehälter und Renten, und diese muss konsequent und kämpferisch geführt werden. Die Demonstration am Mittwoch ist ein erster Schritt zur Mobilisierung für die bundesweite Massendemonstration am 12. Juni 2010, mit der ein deutliches Zeichen gegen die Politik des Sozialabbaus gesetzt wird.

Die Demonstration findet statt am Mittwoch, den 19. Mai 2010,
Demonstrationsbeginn 18 Uhr,
Demonstrationsroute vom Finanzministerium Wilhelmstraße/Leipziger Straße zur EU-Vertretung Pariser Platz.

Kontakt: presse[at]kapitalismuskrise.org

(Quelle:
http://www.kapitalismuskrise.org/mobilisierungen-2010/pm_16-05-10/)

b)
(mehr…)

Idee des Kommunismus – Berlin, Volksbühne, 25.-27.06.2010

Idee des Kommunismus. Philosophie und Kunst.
Konferenz. Performance. Installation. Film. Musik.

Vom 25. – 27. Juni 2010
Das Wort „Kommunismus“ zwischen philosophischer Kritik und wirklicher Bilanz der „sozialistischen Staaten“
Die Londoner Konferenz von 2009 hat gezeigt, dass es inzwischen möglich ist, in den Debatten, die zugleich das historische Schicksal der Menschheit und die Normen kollektiver Handlung betreffen, dem Wort „Kommunismus“ seine ganze Bedeutung zurückzugeben.
Seit den Arbeiterbewegungen des 19. Jahrhunderts und ihrer Interpretation durch die großen Denker der Epoche situiert sich dieses Wort an der Nahtstelle der Politik und der Philosophie. Es muss folglich heute zugleich ausgehend von seinem idealen Inhalt wie von den wirklichen Erfahrungen, in die es eingebunden und in denen es mitunter schrecklich kompromittiert wurde, gedacht werden.
Die Londoner Konferenz war philosophisch und ideologisch. Die Berliner Konferenz wird sich genauer an die Bilanz der sozialistischen Staaten halten, die im 20. Jahrhundert das Motiv der „Diktatur des Proletariats“ verkörpert haben. In dieser Absicht empfängt die Konferenz eine signifikante Anzahl von Teilnehmern aus den Ländern Osteuropas.
Mit: Alain Badiou (Paris) und Slavoj Žižek (Ljubljana), Susan Buck-Morss (New York), Cécile Winter (Paris) und Gáspár M. Tamás (Budapest).
Kuratiert von Gernot Kamecke, Frank Ruda, Henning Teschke und Jan Völker.
Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds, die Rosa-Luxemburg-Stiftung, die Éditions Lignes und das Institut Français. Kartenvorverkauf ab dem 15. April!
Idea of Communism. Philosophy and Art.
Conference. Performance. Installation. Film. Music.

June 25th – June 27th 2010
The word “communism”: between philosophical criticism and an actual review of the “socialist states”
The 2009 London conference showed that, in debates dealing with both the historical destiny of humanity and the norms of collective action, it is now possible to give back to the word “communism” its full meaning.
Since the labour movements in the 19th century and their interpretation by great minds of the times, the word „Communism“ has been at the intersection between politics and philosophy. Therefore, nowadays it must be considered on the basis of both its ideal content and the actual experiences to which it has been associated and in which it has been seriously compromised.
The London conference was philosophical and ideological. The Berlin conference will focus on a review of the socialist states that in the 20th century embodied the motive of a “dictatorship of the proletariat”. With this in mind, the conference will host a significant number of participants from Eastern European countries.
With: Alain Badiou (Paris) and Slavoj Žižek (Ljubljana), Susan Buck-Morss (New York), Cécile Winter (Paris) and Gáspár M. Tamás (Budapest).
Curated by Gernot Kamecke, Frank Ruda, Henning Teschke and Jan Völker.
Tickets available on April 15th!


http://www.volksbuehne-berlin.de/deutsch/volksbuehne/texte/?PHPSESSID=412548cc6d5a89f43354586aa8158749

Nicht für „linke“ Luftschlösser, sondern für die soziale Emanzipation kämpfen! – Veranstaltungshinweis

Sonntag: 25. April 2010 um 18.00 Uhr im Café Größenwahn, Kinzigstr. 9, 10245 Berlin

Vortrag mit Diskussion und Musik

Nicht für „linke“ Luftschlösser sondern für die soziale Emanzipation kämpfen!

Robert Schlosser diskutiert seinen Vortrag mit Aktiven aus Betrieb und Stadtteil.
Klassenkämpferische Lieder werden von DetlevK moderiert und vorgetragen.

In der Diskussion soll es darum gehen, die Klassenauseinandersetzungen in Betrieb und Stadtteil in Bezug zu setzen und eine politische Perspektive aufzuzeigen, die die Aufhebung der kapitalistischen Produktionsweise zum Ziel hat. Ferner soll diese Veranstaltung ermöglichen, dass unterschiedliche Strömungen in einen gemeinsamen Diskurs über ihre politische Praxis und ihre Zielvorstellungen treten. Es geht um einen solidarischen Meinungsstreit, der die Spaltungen innerhalb der Linken, wie sie sich wieder in den 1. Mai-Aktivitäten abbilden, versucht zu überwinden. Es sollen Schnittstellen für eine gemeinsame politische Praxis gefunden werden. Dazu soll im 2. Teil die Diskussion auch für das Plenum aufgemacht werden.

mehr Infos und weitere Veranstaltungshinweise unter: http://www.trend.infopartisan.net/trd0410/t160410.html.

In den letzten Tagen gelesen

1.a) bei Just noch einen Nachtrag zu den Terminhinweisen von heute morgen: „Ab dem 6. Oktober gibts jede menge schoener Plakate, Comix & Skizzen von Trouble X bei Tante Horst (O-Strasse 45) in Kreuzberg zu bestaunen! Hier die Flyer 1 / 2.“
Dazu noch ein ergänzender Hinweis – Trouble X bei blogsport: http://troublex.blogsport.de/ – zuletzt mit einem „Wir Frauen“ gegebenen Interview.
b) bei der Mädchenmannschaft einen Hinweis auf das Feministische Musikfestival vom 24. – 29.09. in Wien

2. bei Crull. Für die Diktatur des Proletariats wurde auf Texte zu Klassismus hingewiesen und ansatzweise über sie diskutiert. l bringt dort eine treffende Kritik an Standpunkt-Epistemologien:

„schon am anfang des buches wird angeprangert, dass marx aus ner bürgerlichen familie kam – und daher sei wohl auch seine theorie arg davon beeinflusst. – AUCH DAS IST KLASSENRASSISMUS (von unten) :P
ich bin ja etwas skeptisch. „

3. Bei scharf-links gibt es eine „Marxistische Kritik an Judith Butler“ – habe ich bisher nur einmal durchgescrollt. Hingewiesen sei zumindest schon mal auf Butlers Aufsatz in der New Left ReviewMerely Cultural“ (aus Netzwerken von Universitäts- und Staatsbibliotheken kostenlos), bevor 2009 ‚vorschnell‘ allein anhand ihrer Bücher von Anfang der 90er Jahre geurteilt wird.
4.a) indymedia löscht mal wieder: den von mir dokumentierten Beitrag zu einer Aktion von Anarchos gegen Piratenparteibüro.
b) der Mädchenblog hat sich im übrigen auch kritisch zur Priatenpartei geäußert („Frauenpolitik egal“) – das hatte ich bis vergessen, in meiner Wahlübersicht zu erwähnen.
5. Der Revolutionär Sozialistische Bund (RSB) veröffentlichte einen „Leser“brief von mir zu einem Artikel in dessen Zeitschrift Avanti nebst Antwort des Autors. Thema: Richtige und falsche Kapitalismus-Kritik. Der Autor weist auf das Avanti-Schwerpunkt-Heft von 2005 „Marx statt Münte“ (Avanti 123, Juli/August 2005) hin – habe ich aber auch noch nicht gelesen.
6.a) die aus trotzkistischer Tradition kommende SoZ rezensiert das Buch von Felix Wemheuer „Maoismus. Ideengeschichte und revolutionärer Geist“
b) ergänzend sei noch auf das Maoismus-Buch von Henning Böke hingewiesen.
7. Entdinglichung wies aus Anlaß meiner Wiederveröffentlichung der Kritik der Nr. 25 der Zeitschrift Oktober („Das reformistische Schaf im autonomen Wolfspelz“) an der Autonomie Nr. 14 auf die bei Entdinglichung wiederveröffentlichte Nr. 14 von Oktober mit früher Kritik an den Grünen hin:
++ ein Überblicksartikel: „Die Parlamentarisierung der Grünen“ (S. 1 – 4)
++ eine Kritik an Buch „Die Zukunft der Grünen“ (S. 4 – 11) der seinerzeitigen Partei-Linken Rainer Trampert und Thomas Ebermann (mir scheint, die Wichtigkeit auch einer Änderungen der Konsumweise wurde in der Rezension zu sehr unterschätzt, aber im Großen und Ganzen wurde gut aufgezeigt, wie auch die Hamburger Ökosozialisten dahin tendieren, den Rechts-Links-Gegensatz einem vagen Primat der Ökologie als ‚Menschheitsfrage‘ unterzuordnen)
und
++ eine Text „Die Grünen und ihre Nation“ (S. 18 + 12 – 17), der wieder einmal beweist, daß nicht nur Antideutsche in der Lage sind und waren, linken deutschen Nationalismus-Kritik zu kritisieren.
8. Das Ende des Sex weist auf meinen – ursprünglich als Kommentar bei der Mädchenmannschaft geposteten – Beitrag „Gibt es AUSSCHLIESSLICH zwei Geschlechter?“ hin und merkt dazu an: „Diese Frage wäre zu ergänzen und in Zweifel zu ziehen, dass es überhaupt zwei Geschlechter gibt.“ – Ich hoffe, ich schaffe es in den nächsten Tagen, darauf noch einmal zurückzukommen.