Archiv der Kategorie 'Rechtstheorie / Juristisches / Antirep'

Zum heutigen Schritt der spanischen Regierung in Sachen Katalonien (Art. 155 CE)

http://​info​par​ti​san​.net/

http://​info​par​ti​san​.net/​P​r​o​v​i​s​o​r​i​s​c​h​e​_​E​i​n​s​c​h​a​e​t​z​u​n​g.pdf

Neues in Sachen Katalonien

1.

Der kata­la­ni­sche Regie­rungs­chef, Puig­de­mont, hat heute Vor­mit­tag frist­ge­mäß auf die Auf­for­de­rung des spa­ni­schen Pre­mier­mi­nis­ters, Rajoy, geant­wor­tet, klar­zu­stel­len, ob er am ver­gan­ge­nen Diens­tag im kata­la­ni­schen Par­la­ment die Unab­hän­gig­keit Kata­lo­ni­ens erklärt hat – allein auf die ihm gestellte Frage hat Puig­de­mont nicht aus­drück­lich (impli­zit aller­dings schon) geant­wor­tet:

https://​ep00​.epimg​.net/​d​e​s​c​a​r​g​a​b​l​e​s​/​2​0​1​7​/​1​0​/​1​6​/​0​b​b​3​1​4​8​3​7​9​1​d​2​5​9​4​6​b​4​1​7​6​6​1​6​e​e​d​0​1​e​7.pdf

++ Auch wenn Puig­de­monte nicht aus­drück­lich bestrei­tet, die Unab­hän­gig­keit erklärt zu haben, spricht er doch sehr deut­lich von einem blo­ßen „Man­dat“, das mehr als 2 Mil­lio­nen Kata­la­nIn­nen dem Par­la­ment gege­ben haben, die Unab­hän­gig­keit zu erklä­ren. (mehr…)

#Katalonien: Eine Antwort an Raul Zelik und fünf Vorschläge an KommunistInnen im spanischen Staat

Raul Zelik hatte am Mon­tag 13 FAQs zu Kata­lo­nien, Repu­blik und Unab­hän­gig­keit publi­ziert.

Ich konnte mir eine ganze Reihe von Nach­fra­gen dazu nicht ver­knei­fen:

#Kata­lo­nien: Nach­fra­gen zu 13 Ant­wor­ten

https://​de​.indy​me​dia​.org/​n​o​d​e​/​14338

https://​de​.indy​me​dia​.org/​n​o​d​e​/​14338″ rel=“external“>

Juristisches zum linksunten-Verbot

http://​sys​tem​cras​hund​tat​bei​links​un​ten​.blog​sport​.eu/​j​u​r​i​s​t​i​s​c​h​e​s​-​z​u​m​-​l​i​n​k​s​u​n​t​e​n​-​v​e​r​b​o​t​/​a​k​t​u​e​lles/;

siehe auch:

http://​sys​tem​cras​hund​tat​bei​links​un​ten​.blog​sport​.eu/​j​u​r​i​s​t​i​s​c​h​e​s​-​z​u​m​-​l​i​n​k​s​u​n​t​e​n​-​v​e​rbot/

#linksunten: Solidarisch zu sein, heißt: sich dem Verbot zu widersetzen

Wir haben den am Mon­tag schon ver­link­ten Blog etwas umge­stal­tet und erwei­tert sowie einen Auf­ruf geschrie­ben:

Soli­da­risch zu sein, heißt: sich dem Ver­bot zu wider­set­zen

Auf­ruf an alle, die unter Klar­na­men (oder nicht-​​konspirativen Pseud­ony­men) bei linksunten.indymedia publi­ziert haben und die Platt­form auch in Zukunft nicht mis­sen wol­len

Als Autor ist Peter Nowak noch hin­zu­ge­kom­men.

9.9.: Freiburg/Berlin (Demos) – 7./8.12.: Leipzig (IMK)

Sa., den 09. Sep­tem­ber; 19:00: Ber­tolds­brun­nen /​ Frei­burg

Inter­ga­lak­ti­scher Auf­lauf für Pres­se­frei­heit und den Erhalt lin­ker Zen­tren

Am mor­gen des 25.08.2017 hat das Bun­des­in­nen­mi­nis­te­rium das Nach­rich­ten­por­tal links​un​ten​.indy​me​dia​.org ver­bo­ten. Indy­me­dia links­un­ten ist seit meh­re­ren Jah­ren eine unab­hän­gige, mehr­spra­chige Web­site für linke Bewe­gun­gen im gan­zen deutsch­spra­chi­gen Raum und dar­über hin­aus.
Zeit­gleich zu dem Ver­bot gab es in Frei­burg Raz­zien in vier Pri­vat­woh­nun­gen und im auto­no­men Zen­trum KTS. Bei den Raz­zien wur­den ver­schie­dene Spei­cher­me­dien, Lap­tops, Geld, und ver­meint­li­che Waf­fen (Sprüh­do­sen, Rohre, Hand­schuhe, Mes­ser, …) beschlag­nahmt. In der KTS wurde sehr viel Geld grund­los gestoh­len. Das Auto­nome Zen­trum wurde ver­wüs­tet, alle Tür­schlös­ser zer­stört und sogar Tre­sore aus der Wand geris­sen.
Das Ver­bot und die Raz­zien, so kurz vor der anste­hen­den Bun­des­tags­wahl, sind ein Angriff auf die gesammte linke Bewe­gung in Frei­burg und über­all. Die­ser Angriff auf Ein­zel­per­so­nen und das Nach­rich­ten­por­tal Indy­me­dia sind von der Regie­rung ein stra­te­gi­scher Schach­zug, um sich nach den G20-​​Protesten als Law-​​and-​​Order Par­tei zu sti­li­sie­ren.
Getrof­fen hat es ein­zelne Per­so­nen, gemeint sind wir jedoch alle!
Wir rufen inter­na­tio­nal sämt­li­che Lin­ken und eman­zi­pa­to­ri­schen Struk­tu­ren dazu auf ent­schlos­sen auf die Straße zu gehen, um für unab­hän­gige und selbst­be­stimmte Medien zu demons­trie­ren. Wir las­sen uns nicht ein­schüch­tern von den Repres­sio­nen gegen Per­so­nen und Struk­tu­ren. Im Gegen­teil – wir bli­cken ent­schlos­sen und kämp­fe­risch in die Zukunft!
Gemein­sam gegen Repres­sion und Hetze – unab­hän­gige Medien ver­tei­di­gen!
Wir sind alle Indy­me­dia links­un­ten!

09.09.2017, 19:00 Uhr, Ber­tolds­brun­nen

Wir freuen uns über soli­da­ri­sche Spen­den

Emp­fän­ger: Rote Hilfe OG Stutt­gart
IBAN: DE66 4306 0967 4007 2383 13
BIC: GENODEM1GLS
Stich­wort: links­un­ten

http://​tacker​.fr/​t​e​r​m​i​n​e​/​t​e​r​m​i​n​/​2458/ /​ https://​de​.indy​me​dia​.org/​n​o​d​e​/​13571; vgl. auch: https://​de​.indy​me​dia​.org/​n​o​d​e​/​13600

Infor­ma­tion in English: https://​enoug​hisenoug​h14​.org/​2​0​1​7​/​0​8​/​2​9​/​h​a​n​d​s​-​o​f​f​-​l​i​n​k​s​u​n​t​e​n​-​i​n​d​y​m​e​d​i​a​-​c​a​l​l​-​f​o​r​-​i​n​t​e​r​n​a​t​i​o​n​a​l​-​d​e​m​o​-​a​t​-​s​e​p​t​e​m​b​er-9/

Sa., den 09. Sep­tem­ber; 14 Uhr – Ora­ni­en­platz Ber­lin:

Wem gehört die Stadt? Soli­da­risch gegen hohe Mie­ten und Zwangs­räu­mun­gen! Für die Stadt von unten!“ Demo vom Ora­ni­en­platz zum Reu­ter­platz. Für ein Blei­be­recht aller Neuberliner*innen, für die Lega­li­sie­rung von Beset­zun­gen leer­ste­hen­der Gebäude, für ein Zwangsräumungs-​​Moratorium und ein Recht auf Woh­nen. Gegen unge­wollte Moder­ni­sie­run­gen, Ras­sis­mus auf dem Mie­ten­markt, struk­tu­relle Ver­drän­gung und die Kri­mi­na­li­sie­rung soli­da­ri­scher Nach­bar­schaf­ten.

https://​stress​fak​tor​.squat​.net/​t​e​r​m​i​n​e​.​p​h​p​?​d​a​y​=​2​0​1​7​-​09-09

Wei­tere inter­es­sante Ter­mine: ;-) (mehr…)

#linksunten: Verboten heißt nicht verschwunden

sys­tem­crash und TaP bei links­un­ten. Eine lei­der not­wen­dige wei­tere Web­site

http://​sys​tem​cras​hund​tat​bei​links​un​ten​.blog​sport​.eu

Liste der ‚geret­te­ten‘ Arti­kel: (mehr…)

ak – analyse & kritik: „Linke und antifaschistische Arbeit braucht Medien und Plattformen wie linksunten.“

Lebt und lest „linksunten“ – verboten ist gleich doppelt so interessant

Wir sind alle #links­un­ten

Ihr habt es mit­be­kom­men, das Innen­mi­nis­te­rium hat heute, (mehr…)

Lebt und lest „linksunten“ – verboten ist gleich doppelt so interessant +++ Jetzt mit Link-Update

Innen­mi­nis­te­rium ver­bie­tet links­ex­tre­mis­ti­sche Inter­net­platt­form

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Zur Entscheidung des US-Supreme Courts in Sachen Einreisen-Bann

Der US-​​Supreme Court hat heute die von Prä­si­dent Trump ver­häng­ten Ein­rei­se­ver­bote teil­weise wie­der in Kraft gesetzt. Zuvor waren von US-​​Bundesgerichten, deren Ent­schei­dun­gen von zwei Bun­des­be­ru­fungs­ge­rich­ten (Court of Appeals for the Fourth Cir­cuit in Rich­mond [Vir­gina] und Court of Appeals for the Ninth Cir­cuit, in San Fran­cisco [Kali­for­nien] – jeweils via New York Times) bestä­tigt wor­den waren, vor­läu­fig (weit­ge­hend) außer Kraft gesetzt wor­den.

Nun­mehr bleibt das Präsidenten-​​Dekret bis zur Ent­schei­dung in der Haupt­sa­che, zu der ab Okto­ber ver­han­delt wer­den soll (S. 9 oben), in Kraft, soweit es Per­so­nen betrifft, die keine Ver­bin­dun­gen in die USA glaub­haft machen kön­nen.

Die FAZ schreibt dazu auf­grund einer dpa-​​Meldung:

Aus der 16-​​seitigen Begrün­dung des Supreme Courts geht her­vor, dass der Prä­si­dent bestimm­ten Men­schen sehr wohl die Ein­reise ver­bie­ten darf. Auf die­sem grund­sätz­li­chen Recht hat­ten Trump und seine Anwälte stets beharrt. Auch lässt sich her­aus­le­sen, dass der Supreme Court die Ent­schei­dun­gen der vor­he­ri­gen Instan­zen als zu weit­ge­hend ansieht. Zu anti-​​muslimischen Kom­men­ta­ren aus dem Wahl­kampf, die für die Vor­in­stan­zen in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten wich­tige Argu­mente hin­sicht­lich eines angeb­lich grund­sätz­lich von Trump gewoll­ten ‚Muslim-​​Stopps‘ waren, äußerte sich der Supreme Curt nicht. Das Thema Reli­gion spielt in der Begrün­dung gar keine Rolle.“

http://​www​.faz​.net/​a​k​t​u​e​l​l​/​p​o​l​i​t​i​k​/​t​r​u​m​p​s​-​p​r​a​e​s​i​d​e​n​t​s​c​h​a​f​t​/​o​b​e​r​s​t​e​s​-​g​e​r​i​c​h​t​-​s​u​p​r​e​m​e​-​c​o​u​r​t​-​e​r​l​a​u​b​t​-​t​e​i​l​e​-​v​o​n​-​t​r​u​m​p​s​-​e​i​n​r​e​i​s​e​v​e​r​b​o​t​-​1​5​0​7​8​2​7​5​.html

Dies scheint mir eine Über­in­ter­pre­ta­tion der Ent­schei­dung – oder zumin­dest eine unge­naue For­mu­lie­rung – zu sein. Zutref­fend ist, daß der Supreme Court die Ent­schei­dun­gen der Vor­in­stan­zen als zu weit­ge­hend sieht. Dies ergibt sich unmit­tel­bar aus dem Ent­schei­dungs­in­halt.

Was die Reli­gi­ons­frage betrifft, ist aber zu beach­ten, daß das Gericht seine Ent­schei­dung nur inso­weit begrün­det hat, als es die Ent­schei­dun­gen der Vor­in­stan­zen kor­ri­giert. Das heißt: Soweit die Ein­rei­se­ver­bote vor­läu­fig wei­ter­hin außer Kraft blei­ben, hat der Supreme Court jeden­falls im Ergeb­nis keine Ein­wände.

Soweit der Supreme Court das Dekret jetzt wie­der in Kraft gesetzt, ist für des­sen Ent­schei­dung eine Vor-​​Frage (vor der Frage nach etwai­ger reli­giö­ser Dis­kri­mi­nie­rung) aus­schlag­ge­bend – näm­lich (mehr…)

Grenzen des revolutionären Konsenses

Die Ökolo­gi­sche Linke (ÖkoLi) um Jutta Dit­furth ist aus dem Bünd­nis für die dies­jäh­rige revo­lu­tio­näre 1. Mai-​​Demo aus­ge­stie­gen; Anlaß ist die Betei­li­gung von Grup­pen, die ver­meint­lich oder tat­säch­lich anti­se­mi­tisch sind.

Peter Nowak, Achim Schill und ich haben uns den Streit­fall genauer ange­se­hen; der Text, der dar­aus resul­tierte, ist bei linksunten.indymedia und info​par​ti​san​.net erschie­nen:

Sind die Gren­zen des revo­lu­tio­nä­ren Kon­sen­ses erst bei Anti­se­mi­tis­mus
über­schrit­ten?

Anmer­kun­gen zu Anlaß und Grün­den des Aus­stiegs der Ökolo­gi­schen Lin­ken
(ÖkoLi) aus dem Bünd­nis für die dies­jäh­rige revo­lu­tio­näre 1. Mai-​​Demo in Ber­lin

http://​www​.trend​.info​par​ti​san​.net/​t​r​d​0​4​1​6​/​t​1​0​1​0​4​1​6​.html

https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/​1​77137

Siehe auch noch:

https://​www​.face​book​.com/​e​v​e​n​t​s​/​5​7​6​8​7​0​0​2​2​4​8​1468/ (Ver­an­stal­tung am 10. Mai in Flens­burg)

Frz. Verfassungsrecht: „Der Ausnahmezustand wird ausgerufen WERDEN.“

Gegen 0:22 Uhr sen­dete die ARD einen Aus­schnitt (nebst Syn­chron­über­set­zung) aus der Anspra­che des fran­zö­si­schen Prä­si­den­ten Hol­lande.1 Danach sagte die­ser u.a.: „In weni­gen Minu­ten wird der Minis­ter­rat zusam­men­kom­men. Ers­tens: Der Aus­nah­me­zu­stand wird aus­ge­ru­fen wer­den.“

Dies wäre – im Gegen­satz zu Mel­dun­gen, Hol­lande selbst habe den Aus­nah­me­zu­stand ver­hängt – dem fran­zö­si­schen Ver­fas­sungs­recht ent­spre­chend. Art. 36 der fran­zö­si­schen Ver­fas­sung bestimmt:

„Der Bela­ge­rungs­zu­stand wird im Minis­ter­rat ver­ord­net.

Zu sei­ner Ver­län­ge­rung über zwölf Tage hin­aus kann nur das Par­la­ment ermäch­ti­gen.“

http://​www​.ver​fas​sun​gen​.eu/f/

  1. Siehe http://​www​.tages​schau​.de/​a​n​s​c​h​l​a​e​g​e​-​p​a​r​i​s​-​1​1​1​.html, 14.11.2015; 00:44 Uhr [zurück]

Zum aktuellen Massenbewußtsein in Griechenland – Ein Artikel aus der „Zeit“ mit Zitaten eines ANTARSYA-Mitgliedes

Also, ich habe keine eige­nen Ein­druck von vor Ort und kann auch kein Grie­chisch, aber mein poli­ti­scher Ver­stand und meine poli­ti­sche Erfah­rung brin­gen mich dazu, das, was die Zeit schreibt für sehr rea­lis­tisch – und das zitier­ten ANTARSYA-​​Mitglied für zu opti­mis­tisch – zu hal­ten:

die, die ihm [Tsi­pras] gefolgt sind, ste­hen allein da. Ent­täuscht, auf­ge­wühlt. Und, zumin­dest jetzt noch: rat­los. Am spä­ten Mitt­woch­abend saß die Stu­den­tin Stella mit zwei Freun­din­nen am Rande des zen­tra­len Syntagma-​​Platzes in Athen auf einer Bord­stein­kante. Sie war oft hier in den ver­gan­ge­nen Mona­ten um gegen die euro­päi­sche Spar­po­li­tik zu demons­trie­ren, aber dies­mal war alles anders, dies­mal demons­trierte sie erst­mals auch gegen die, die sie selbst gewählt hat. […]. Die Stim­mung auf dem Platz war anders als bei den vor­he­ri­gen Demos. Ver­ein­zelt erklan­gen zwar Pro­test­rufe, doch die große Mehr­heit starrte nur hoch zum Par­la­ment, wo zu die­ser Stunde Alexis Tsi­pras für ein Ja zum Spar­pakt warb.

Mas­sen sind bis­her aller­dings noch nicht auf den Stra­ßen, weder an die­sem Abend noch in den Tagen davor oder danach. Von den 62 Pro­zent Nein­sa­gern sind die meis­ten still. Viele haben auch ihre Mei­nung geän­dert. 70 Pro­zent spra­chen sich in einer Umfrage für ein Ja zum aktu­el­len Memo­ran­dum aus. Wie kann das sein? Die meis­ten erklä­ren es so: Das Nein in der Volks­ab­stim­mung war ein Nein zur Poli­tik der Euro­gruppe und zur Fremd­be­stim­mung. Nach­dem dann am Sonn­tag, vor allem durch Wolf­gang Schäu­ble, der Raus­wurf aus dem Euro bedroh­lich real wurde, stimm­ten sie für das klei­nere Übel, das Memo­ran­dum. Ein Ja aus Not­wehr.

Anm.:
Ob sich das Memo­ran­dum wirk­lich als das klei­nere Übel erwei­sen wird, ist aller­dings noch sehr die Frage – und vor allem: im Ver­gleich zu wel­chem tat­säch­lich mög­li­chen oder zumin­dest wünsch­ba­ren Ande­ren? – Aber daß das die viele Men­schen in Grie­chen­land so sehen, scheint mir sehr wahr­schein­lich zu sein – ansons­ten hät­ten sie ja bis­her nicht SYRIZA, son­dern KKE oder ANT­AR­SYA gewählt.

In einem Vor­ort von Athen sitzt Tha­nos Andrit­sos an einem Café­tisch, die hel­len, locki­gen Haare zurück­ge­bun­den, und sagt: „Ich war nie sehr opti­mis­tisch, dass Syriza das wirk­lich durch­hält, des­we­gen bin ich jetzt auch nicht allzu ent­täuscht.“ Andrit­sos ist 30 Jahre alt, Archi­tekt und Akti­vist der klei­nen Par­tei Ant­ar­sya, die links von Syriza steht. (mehr…)

Mal etwas anderes zwischendurch: Entschädigung für Eingekesselte bei M31 2013

Gute Nach­rich­ten: Ent­schä­di­gung nach stun­den­lan­ger Kes­se­lung bei M31

Am 31.3.2012 gin­gen in Frankfurt/​M. meh­rere Tau­send Men­schen auf die Straße, um gegen Kapi­ta­lis­mus und die auto­ri­täre Kri­sen­po­li­tik zu demons­trie­ren. Schon nach kur­zer Zeit ver­suchte die Poli­zei die Demons­tra­tion bru­tal zu spal­ten. Dazu kes­selte sie schließ­lich ca. 500 Demonstrant_​innen, sodass die Demons­tra­tion nicht wei­ter lau­fen konnte. Einige der Demons­trie­ren­den wur­den bis weit nach Ein­bruch der Dun­kel­heit auf der Kreu­zung gehal­ten. Zudem wur­den die Leute auf Gefan­ge­nen­sam­mel­stel­len im gesam­ten Rhein-​​Main-​​Gebiet ver­teilt und dort bis in die frü­hen Mor­gen­stun­den ein­ge­sperrt.

Eine betrof­fene Genos­sin, die neun Stun­den von der Poli­zei fest­ge­hal­ten wurde, klagte gegen die­ses Vor­ge­hen. Im Juli 2013 bekam sie vor dem Land­ge­richt Frank­furt Recht: Der Kes­sel und die Ver­brin­gung in Poli­zei­ge­wahr­sam waren unrecht­mä­ßig, das Ermitt­lungs­ver­fah­ren gegen sie halt­los (mehr dazu: https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/​92233). Zu Beginn die­sen Jah­res war eine wei­tere Klage erfolg­reich: Ein Genosse klagte unter Ver­weis auf das erwähnte Urteil auf Ent­schä­di­gung. Die Staats­kasse wurde so gezwun­gen meh­rere hun­dert Euro an den Klä­ger zu zah­len. Und das Beste: Dar­auf haben alle Anspruch, die unrecht­mä­ßig im Kes­sel waren!

Was emp­feh­len wir euch zu tun:

* Wenn ihr bei m31 gekes­selt wur­det, mel­det euch bei fol­gen­der Adresse von uns: m31-kessel(at)riseup.net (am Bes­ten ver­schlüs­selt!) (Schlüs­sel unten).

* Es gibt die Mög­lich­keit die Ent­schä­di­gung auch ohne Anwält_​in ein­zu­for­dern. Die Frist dafür ist der 31.12.2015!

* Wich­tig ist, wie lange ihr im Kes­sel, im Bus oder im Gewahr­sam fest­ge­hal­ten wur­det.

* Wir schi­cken euch For­mu­lare und eine Anlei­tung, mit der ihr eure Ent­schä­di­gung ein­for­dern könnt!

* Bitte über­legt euch, ob ihr das Geld (zum Teil) wie­der in die Szene, linke Pro­jekte, Anti­re­pres­si­ons­struk­tu­ren, etc. zurück­tragt! Soli­da­ri­tät ist keine Ein­bahn­straße! Noch immer gibt es wegen m31 Repres­sion, wie z.B. meh­rere Haus­durch­su­chun­gen Ende letz­ten Jah­res (https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/​1​30035). Und auch nach dem Akti­ons­tag am 18.03 und diver­sen Pegida-​​Blockaden ste­hen noch viele Straf­ver­fah­ren an, die poli­tisch beglei­tet wer­den müs­sen. Wir wür­den uns freuen wenn wir uns gemein­sam vom Staat mind. 5000 Euro ein­kla­gen könn­ten; damit kön­nen wir drei Ver­fah­ren zah­len. Hier die Mög­lich­keit der Spen­den­kam­pa­gne der Roten Hilfe e.V. und der Frank­fur­ter Orts­gruppe:

Spen­det unter dem Stich­wort „Mehr Soli­da­ri­tät!“ auf das Konto der Roten Hilfe:

(http://​www​.rote​-hilfe​.de/​m​e​h​r​-​s​o​l​i​d​a​r​i​t​a​e​t​-​g​e​g​e​n​-​m​e​h​r​-​r​e​p​r​e​ssion)

Rote Hilfe e.V.

IBAN: DE25 2605 0001 0056 0362 39

BIC: NOLADE21GOE Spar­kasse Göt­tin­gen

Oder an unsere Orts­gruppe:

Rote Hilfe e.V. Orts­gruppe Frank­furt

IBAN: DE24 4306 0967 4007 2383 90

BIC: GENODEM1GLS

Soli­da­ri­sche Grüße Rote Hilfe Ffm


http://​rhffm​.blog​sport​.eu/​a​r​c​h​i​v​e​s​/1132

Doku: „Klandestine Militante“ antworten in der radi auf „Theorie als Praxis“

Im Som­mer 2009 rezen­zierte ich hier die Aus­gabe Nr. 161 der links­ra­di­ka­len Zeit­schrift radi­kal in vier Tei­len.1
Der vierte Teil davon wurde in der Aus­gabe Nr. 162 (Win­ter 2010) von der radi­kal nach­ge­druckt.2 Nun ant­wor­ten in der vor eini­ger Zeit erschie­nen Aus­gabe Nr. 164 (Som­mer 2011) Klan­des­tine Mili­tante auf den frag­li­chen Teil mei­ner dama­li­gen Rezen­sion.3 Meine Ant­wort auf die Ant­wort ist in dem blog arsch­hoch, in dem zur Zeit eine inten­sive Debatte über nicht-​​klandestine revo­lu­tio­näre Orga­ni­sie­rung geführt wird, ver­öf­fent­licht.
Hier folgt eine Doku­men­ta­tion des Tex­tes der Klan­des­ti­nen Mili­tan­ten:

Die drei vor­ste­hen­den Fotos in einer .pdf-​​Datei. (mehr…)