Archiv der Kategorie 'Politische Theorie (Postmoderne/Marxismus)'

Neues zu Lenin

1. Wla­di­mir Iljitsch Lenin, Der Impe­ria­lis­mus als höchs­tes Sta­dium des Kapi­ta­lis­mus. Kri­ti­sche Neu­aus­gabe mit Essays von Diet­mar Dath und Chris­toph Türcke, her­aus­ge­ge­ben von Wla­dis­law Hede­ler und Vol­ker Külow, Ver­lag 8. Mai: Ber­lin, 357 Sei­ten; 24.80 Euro

https://www.jungewelt-shop.de/Lenin_%20Imperialismus_normalausgabe

2. dazu: Rezen­sion von Gün­ther Sta­mer, „Aber wer liest heute noch Lenin?“

http://​www​.kom​mu​nis​ten​.de/​i​n​d​e​x​.​p​h​p​?​o​p​t​i​o​n​=​c​o​m​_​c​o​n​t​e​n​t​&​a​m​p​;​v​i​e​w​=​a​r​t​i​c​l​e​&​a​m​p​;​i​d​=​6​9​2​6​:​q​a​b​e​r​-​w​e​r​-​l​i​e​s​t​-​h​e​u​t​e​-​n​o​c​h​-​l​e​n​i​n​q​&​a​m​p​;​c​a​t​i​d​=​1​0​6​:​l​i​t​e​r​a​t​u​r​-​u​n​d​-​k​u​n​s​t​&​a​m​p​;​I​t​e​m​i​d=256

3. Karl Heinz Schu­bert ant­wor­tet auf Nowak/​Schill/​Schulze:

Trio ver­sus RIO. Einige Rand­be­mer­kun­gen zu dem offe­nen Brief an RIO (mehr…)

5 Thesen zu „nationaler Selbstbestimmung“ im allgemeinen und dem Israel/Palästina-Konflikt im besonderen

1. Sozia­lis­ti­sche Staats­ap­pa­rate sind nicht zu zer­schla­gen, son­dern zum Abster­ben zu brin­gen – dies nur der Prä­zi­sion hal­ber.

2. Zu zer­schla­gen sind bür­ger­li­che Staats­ap­pa­rate durch sozia­lis­ti­sche Revo­lu­tio­nen – d.h. die Lohn­ab­hän­gi­gen der jewei­li­gen Nation.

3. Sind die jewei­li­gen Lohn­ab­hän­gi­gen zu schwach oder unwil­lens, eine sozia­lis­ti­sche Revo­lu­tion durch­zu­füh­ren, so ändert dies – nach leni­nis­ti­scher Posi­tion – nichts am natio­nale Selbst­be­stim­mungs­recht. Siehe z.B. die Aner­ken­nung der Los­tren­nung des bür­ger­li­chen Finn­lands von Ruß­land durch die Sowjet­re­gie­rung.

4. Der Ent­zug des natio­na­len Selbst­be­stim­mungs­rechts ist nach leni­nis­ti­scher Posi­tion keine legi­time Sank­tion in natio­na­len Kon­flik­ten. Des­halb kom­men weder die Hamas, noch die PFLP noch andere paläs­ti­nen­si­sche Orga­ni­sa­tio­nen als legi­ti­mes Sub­jekt einer Zer­schla­gung des bür­ger­li­chen Staats­ap­pa­ra­tes in Israel in Betracht.

5. Leni­nis­tIn­nen unter­stüt­zen DEMO­KRA­TI­SCHE FOR­DE­RUN­GEN GEGEN NATIO­NALE UNTER­DRÜ­CKUNG und gehen dafür ggf. Bünd­nisse mit der bür­ger­li­chen Demo­kra­tie ein; aber sie bekämp­fen die bür­ger­li­che, feu­dale und reli­giöse Reak­tion; sie ver­ges­sen auch in natio­na­len Kon­flik­ten nicht, daß Völ­ker in Klas­sen und Geschlech­ter gespal­ten sind.

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Siehe ergän­zend

von Achim Schill, Peter Nowak und mir:

Offe­ner Brief an die Revo­lu­tio­näre Inter­na­tio­na­lis­ti­sche Orga­ni­sa­tion (RIO) /​ https://​www​.klas​se​ge​gen​klasse​.org/:

Wer sind „die Palästinenser*innen“?

Zur Kri­tik des anti-​​leninistischen „Volks“-Diskurses

https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/​2​20168;

.pdf-​​Version: https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​s​y​s​t​e​m​/​f​i​l​e​s​/​d​a​t​a​/​2​0​1​7​/​0​8​/​1​8​6​2​2​9​3​2​8​7.pdf.

Wider die fordistische Nostalgie

Achim Schill hat bei Fb (1 und 2) zwei inter­es­sante Arti­kel ver­linkt:

  • Mein­hard Creydt: Zur Idea­li­sie­rung des frü­he­ren Sozi­al­staats besteht kein Anlass

https://​www​.heise​.de/​t​p​/​f​e​a​t​u​r​e​s​/​Z​u​r​-​I​d​e​a​l​i​s​i​e​r​u​n​g​-​d​e​s​-​f​r​u​e​h​e​r​e​n​-​S​o​z​i​a​l​s​t​a​a​t​s​-​b​e​s​t​e​h​t​-​k​e​i​n​-​A​n​l​a​s​s​-​3​7​8​0​8​3​4​.html

  • Daphne Law­less: Kon­ser­va­tive Linke: Schein­lö­sun­gen von ges­tern

https://​fight​back​.org​.nz/​g​e​g​e​n​-​d​i​e​-​k​o​n​s​e​r​v​a​t​i​v​e​-​l​inke/

Anm.: 1. Die Syrien-​​Position der Auto­rin teile ich nicht (auch Achim Schill hat dies­bzgl. Beden­ken ange­mel­det). 2. Die poli­ti­sche Land­schaft Neu­see­lands scheint sich – auch wenn es auch hier­zu­lande (in Form von Tei­len der Links­par­tei und klei­nen mar­xis­ti­schen Grup­pen) eine „kon­ser­va­tive Linke“ gibt – ziem­lich stark von der hie­si­gen zu ent­schei­den (Unter­bre­chung der lin­ken Kon­ti­nui­tät schon 1981; starke Bedeu­tung eines kon­ser­va­ti­ven – statt neo­li­be­ra­len Ökolo­gis­mus).

Wider den marxistischen und queeren Totalitäts-Anspruchs

Didier Eri­bon:

„Das Pro­blem mit dem ‚lin­ken‘ Popu­lis­mus ist, dass er die Vor­stel­lung eines orga­ni­schen und homo­ge­nen ‚Vol­kes‘ mit dem Rechts­po­pu­lis­mus teilt — samt all den Gefah­ren, die damit ver­bun­den sind. Eine sol­che Homo­ge­ni­sie­rung der Poli­tik führt immer dazu, dass eine Reihe von Men­schen nicht mehr als poli­tisch und kul­tu­rell legi­tim betrach­tet wer­den. Im Gegen­teil: Ihre Pro­bleme erschei­nen dann als ein Fak­tor der Spal­tung, was man zum Bei­spiel immer der femi­nis­ti­schen Bewe­gung vor­ge­wor­fen hat. Die popu­lis­ti­sche Idee einer ‚Kon­ver­genz‘ der Kämpfe ver­ein­heit­licht, sim­pli­fi­ziert, schließt aus — und das zwangs­läu­fig. Bes­ser wäre es, die Viel­falt der Kämpfe zu unter­stüt­zen — selbst wenn die ver­schie­de­nen Kämpfe unter­ein­an­der in Kon­flikt gera­ten, und das kommt oft vor. Wenn die Kämpfe kon­ver­gie­ren, sich syn­chro­ni­sie­ren und sich zu einem gewis­sen Zeit­punkt ver­ei­nen, umso bes­ser. Aber man kann diese – ‚Ein­heit‘ nicht als Vor­aus­set­zung für die Exis­tenz und die Legi­ti­mi­tät der ver­schie­de­nen Bewe­gun­gen pos­tu­lie­ren. Das würde bedeu­ten, dass man sich als jemand aus­gibt, der allein poli­ti­sche Authen­ti­zi­tät ‚zu ver­lei­hen ver­mag. Das würde ver­hin­dern, dass neue Bewe­gun­gen ent­ste­hen.“

http://​www​.stadt​re​vue​.de/​a​r​c​h​i​v​/​a​r​c​h​i​v​a​r​t​i​k​e​l​/​1​2​6​3​2​-​e​i​n​e​-​i​n​t​e​r​n​a​t​i​o​n​a​l​e​-​d​e​r​-​p​r​o​g​r​e​s​s​i​v​e​n​-​a​u​f​b​auen/ (via Achim Schill [Fb])

TaP:

Ist Queerfe­mi­nis­mus eine totale Theo­rie? (mehr…)

Was heißt „strukturell“?

A. „Struk­tur“ laut Duden

1. „Struk­tur der Gesell­schaft“ = „Kon­struk­tion der Gesell­schaft“ (im Unter­schied zur blo­ßen ‚Fassaden-​​Gestaltung’)
2. Struk­tur als etwas, das in Ele­mente geglie­dert ist

B. Die struk­tu­ra­lis­ti­sche „Struktur“-Kategorie

1. Eine prä­zi­sere Bestim­mung des Ver­hält­nis­ses von Struk­tur und deren Ausge­staltung
2. In die­sem Zusam­men­hang – ganz im Sinne von Marx nach dem epistemologi­schen Bruch von 1845 – die Beto­nung des Pri­mats der Struktur(en) über die Indi­vi­duen
3. Die Abgren­zung von der homo­ge­nen hege­lia­ni­schen Totalitäts-​​Kategorie und dem Aus­druck „Sys­tem“ der Sys­tem­theo­rie sowie der Frank­fur­ter Schule (oder vllt. auch eher ihres Umfel­des)

C. Der Unter­schied zum Vor­wort von 1859

D. Die Ein­lei­tung von 1857

E. Ober­flä­chen­phä­no­mene

.pdf-​​Datei (8 Sei­ten + Ankün­di­gung einer Fort­set­zung):
http://​Theo​rie​als​Pra​xis​.blog​sport​.de/​i​m​a​g​e​s​/​W​a​s​_​h​e​i​s​s​t​_​s​t​r​u​k​t​u​r​e​l​l.pdf

F. Zusam­men­fas­sung

1. Auf einer (mehr…)

Was ich vertrete – drei Thesen zu Geschichte und Gesellschaftsanalyse

1. Weder Patri­ar­chat noch Ras­sis­mus noch Klas­sen­ver­hält­nisse sind Invari­an­ten der mensch­li­chen Gesell­schaft. Sie sind alle drei – und zwar unab­hän­gig von­ein­an­der – über­wind­bar; und alle drei vari­ie­ren auch nach Ort und Zeit.

a) Diese Ver­än­de­run­gen erklä­ren sich einer­seits aus dem Kampf der inne­ren Wider­sprü­che inner­halb die­ser drei Herrschafts-​​ und Aus­beu­tungs­ver­hält­nisse (zwi­schen Frauen und Män­nern; Schwar­zen und Wei­ßen; zwi­schen den ver­schie­de­nen Klas­sen); zum ande­ren aus der Wech­sel­wir­kung zwi­schen die­sen drei Herrschafts-​​ und Aus­beu­tungs­ver­hält­nis­sen.

b) Was diese Wech­sel­wir­kung anbe­langt, so beein­flus­sen nicht nur die jewei­li­gen Klas­sen­ver­hält­nisse das kon­krete Funk­tio­nie­ren von Patri­ar­chat und Ras­sis­mus, viel­mehr beein­flus­sen auch Patri­ar­chat und Rassismus/​Xenophobie, das kon­krete Funk­tio­nie­ren der jewei­li­gen Klas­sen­ver­hält­nisse.

2. Ich spre­che nicht von (mehr…)

„das System, in dem wir leben“

Oder: Warum die kapi­ta­lis­ti­sche Pro­duk­ti­ons­weise nicht das Ganze ist

Die Revo­lu­tio­när Sozia­lis­ti­sche Orga­ni­sa­tion (RSO) führt z.Z. eine – nach dem Ankün­di­gungs­text zu urtei­len – ziem­lich inter­es­sante Ver­an­stal­tungs­reihe (s. Bild zum Arti­kel) durch. Aber nicht darum soll es im Fol­gen­den gehen, son­dern um eine kleine Formu­lierung aus dem Ankün­di­gungs­text, die auch in vie­len ande­ren lin­ken Tex­ten unterschiedli­cher Spek­tren ste­hen könnte: „das Sys­tem, in dem wir leben – näm­lich de[r] Kapita­lismus –“. Ist „das Sys­tem“, in dem wir leben, mit ‚der Kapi­ta­lis­mus’ wirk­lich rich­tig be­schrieben?

Sicher­lich ist das ‚Sys­tem’, in dem wir leben, auch kapi­ta­lis­tisch. Aber ist damit schon alles Wich­tige gesagt? Oder wäre zumin­dest alles Wei­tere, das außer­dem noch gesagt wer­den könnte, nur eine nähere Kon­kre­ti­sie­rung von ‚der Kapi­ta­lis­mus’? Oder fehlt viel­mehr Ent­scheidendes?

Daß diese Fra­gen nicht auf einen blo­ßen Streit um Wör­ter hin­aus­läu­fen, wird deut­lich, wenn wir den kom­plet­ten Satz, aus dem die zitierte For­mu­lie­rung stammt, lesen: „Um effek­tiv Wider­stand leis­ten zu kön­nen, müs­sen wir das Sys­tem, in dem wir leben – näm­lich den Kapitalis­mus –, zuerst ver­ste­hen.“

Fort­set­zung bei links­un­ten:

https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/​2​13343

Mein Wort zum „Herrentag“

„Dem Femi­nis­mus ging es nie darum, neben das Leben von Män­nern – seien sie weiß oder schwarz; hete­ro­se­xu­ell oder schwul – plu­ra­lis­tisch ein ande­res Leben von Frauen zu stel­len. Daß die Indi­vi­duen in Frauen und Män­ner ein­ge­teilt wer­den und je nach­dem ein unter­schied­li­ches Leben zu leben haben, ist viel­mehr die Rea­li­tät patri­ar­cha­ler Gesell­schaf­ten. Femi­nis­mus hieß immer auch das Leben von Män­nern, die ver­ge­wal­ti­gen, sich um Haus-​​ und Erzie­hungs­ar­beit drü­cken, Frauen beim Reden unter­bre­chen etc., ver­su­chen zu ändern. Keine hat es viel­leicht bes­ser aus­ge­drückt als Nancy Fra­ser selbst […]“

Worin Nancy Fra­ser wei­ter­hin irrt (mehr…)

Kontroversen über das Geschlechterverhältnis

A.

sys­tem­crash: Geschlech­ter­ver­hält­nisse, Bewusst­sein­se­vo­lu­tion und Revo­lu­tion (Sams­tag, den 20. Mai 2017)

http://​scharf​-links​.de/​5​1​.​0​.​h​t​m​l​?​&​a​m​p​;​t​x​_​t​t​n​e​w​s​[​p​o​i​n​t​e​r​]​=​1​&​a​m​p​;​t​x​_​t​t​n​e​w​s​[​t​t​_​n​e​w​s​]​=​6​0​7​9​8​&​a​m​p​;​t​x​_​t​t​n​e​w​s​[​b​a​c​k​P​i​d​]​=​5​6​&​a​m​p​;​c​H​a​s​h​=​8​e​5​a​7​50a6c

B.

TaP: Noch­mals: Geschlech­ter­ver­hält­nis & Revolution(en) (Mon­tag, den 22. Mai 2017)

http://​scharf​-links​.de/​5​1​.​0​.​h​t​m​l​?​&​a​m​p​;​t​x​_​t​t​n​e​w​s​[​t​t​_​n​e​w​s​]​=​6​0​8​1​3​&​a​m​p​;​t​x​_​t​t​n​e​w​s​[​b​a​c​k​P​i​d​]​=​5​6​&​a​m​p​;​c​H​a​s​h​=​5​b​4​b​b​4de30

Teil I (mei­ner Ant­wort auf sys­tem­crash) als .pdf-​​Datei (ange­sichts der bei scharf-​​links etwas ver­un­glück­ten kursiv-​​Setzungen):

C. (mehr…)

Überwindung von Herrschaft und Ausbeutung = Befreiung. – Aber: Wessen Befreiung – wovon?

Mit dem der Kri­tik des Aus­drucks „Unter­drü­ckung“ und der For­mu­lie­rung der These von der ‚Pro­duk­ti­vi­tät der Macht’ wird auch der Ter­mi­nus der „Befrei­ung“ zumin­dest pro­ble­ma­tisch. Wenn z.B. die sog. „Befrei­ung der Lohn­ab­hän­gi­gen“ die Über­win­dung der kapi­ta­lis­ti­schen Pro­duk­ti­ons­weise vor­aus­setzt und die Über­win­dung der kapi­ta­lis­ti­schen Pro­duk­ti­ons­weise wie­derum bedeu­tet, daß es danach keine Lohn­ab­hän­gi­gen mehr gibt – läßt sich dann wirk­lich (streng­ge­nom­men) davon spre­chen, daß die Lohn­ab­hän­gi­gen im Kapi­ta­lis­mus unter­drückt, an den Boden gedrückt, aber im Kom­mu­nis­mus zum vol­len Leben auf­blü­hen?!

  • Unstrit­tig sollte also sein, daß (mehr…)

Noch ein paar Überlegungen zur ‚Produktivität der Macht’

Ich1 würde sagen: Fou­cault wen­det sich – mit dem in den bei­den vor­her­ge­hen­den posts (1 und 2) ange­führ­ten Zitat aus Dis­po­si­tive der Macht – auch gegen die Vor­stel­lung, daß die­je­ni­gen, die land­läu­fig ‚die Unter­drück­ten’ genannt wer­den, etwas ‚Natür­li­ches’ (eine natür­li­che Gruppe /​ Art von Men­schen) sind, die wegen des­sen, was sie ‚natür­li­cher­weise’ sind, unter­drückt wer­den – was kon­se­quent zu Ende gedacht zu der Vor­stel­lung füh­ren müs­sen, daß es für die, die land­läu­fig ‚die Unter­drü­cker’ genannt wer­den, am bes­ten wäre – daß sie mit ihrer ‚Unterdrückungs’praxis erfolg­reich wären –, wenn die sog. ‚Unter­drück­ten’ gar nicht mehr exis­tie­ren wür­den.

Letz­te­res trifft aber aus­schließ­lich auf den eli­mi­na­to­ri­schen Anti­se­mi­tis­mus zu; für den Nor­mal­fall von Herr­schaft und Aus­beu­tung gilt viel­mehr:

++ die kapi­ta­lis­ti­sche Pro­duk­ti­ons­weise benö­tigt, um funk­tio­nie­ren zu kön­nen, Lohn­ab­hän­gige,

++ das patri­ar­chale Geschlech­ter­ver­hält­nis benö­tigt, um funk­tio­nie­ren zu kön­nen, Frauen;

++ der Ras­sis­mus benö­tigt, um funk­tio­nie­ren zu kön­nen, Schwarze.

Dies führt wie­derum zu der Schluß­fol­ge­rung,

++ daß es die herr­schen­den Ver­hält­nisse sind, die die Lohn­ab­hän­gi­gen, Frauen und Schwar­zen her­vor­brin­gen (= Indi­vi­duen zu Sub­jekte mit den genann­ten gesell­schaft­li­chen Stel­lun­gen machen, mit den sich die Sub­jekt durch­aus iden­ti­fi­zie­ren und iden­ti­fi­zie­ren ‚müs­sen’ = Pro­duk­ti­vi­tät der Macht);

++ und daß die Über­win­dung der Gänze der herr­schen­den Ver­hält­nisse das Ver­schwin­den von Lohn­ab­hän­gi­gen (und Kapi­ta­lis­tIn­nen), Frauen (und Män­nern), Schwar­zen (und Wei­ßen) ein­schließt;

++ und daß die Iden­ti­fi­zie­rung mit der eige­nen gesell­schaft­li­chen Posi­tion zwar immer wie­der eine tak­ti­sche Not­wen­dig­keit im Beste­hen, aber keine Stra­te­gie zur Über­win­dung der beste­hen­den Ver­hält­nisse ist.

  1. - nach Lesen von https://​www​.face​book​.com/​j​o​a​c​h​i​m​s​c​h​i​l​l​h​a​h​n​/​p​o​s​t​s​/​1​6​6​2​1​0​9​0​2​7​1​51938 – [zurück]

Zur Kritik der Repressionshypothese bzw. des Ausdrucks „Unterdrückung“

Viele Linke benut­zen den Aus­druck „Unter­drü­ckung“ um die herr­schen­den Ver­hält­nisse zu beschrei­ben und zu kri­ti­sie­ren. Ich möchte kurz drei Gründe nen­nen, warum mir der Aus­druck nicht beson­ders tref­fend zu sein scheint:

1. Der Aus­druck „Unter­drü­ckung“ hat eine ‚inner­li­che’ (psy­cho­lo­gi­sche) Kon­no­ta­tion1; da­mit wird der Aus­druck jeden­falls dann pre­kär, (mehr…)

Was ist subjektivierende Unterwerfung?

Aus­zug aus einem älte­ren und län­ge­ren Text von mir (S. 73 – 74):

Fou­caults Ana­lyse der Macht als pro­duk­tiv ver­hin­dert es nicht, Macht im Zusam­men­hang mit Herr­schaft zu the­ma­ti­sie­ren. Viel­mehr bezieht sich Fou­cault selbst für seine Ana­lyse der Pro­duk­ti­vi­tät der Macht aus­drück­lich auf Marx: (mehr…)

Kontrovers: Geschlechterverhältnis und revolutionäre Organisierung

sys­tem­crash und ich haben kon­tro­vers über das Ver­hält­nis von Patri­ar­chat und Kapi­ta­lis­mus dis­ku­tiert und eine Art ‚Pro­to­koll‘ ver­öf­fent­licht:

.pdf-​​Version: (mehr…)

Musste DAS wirklich sein?

DIENS­TAG, den 8.11. ab 19 h in der K 9 – Dank „trend. online­zei­tung“:

http://​Theo​rie​als​Pra​xis​.blog​sport​.de/​i​m​a​g​e​s​/​N​A​O​A​b​g​e​s​a​n​g.pdf

Siehe in Kürze:

http://​www​.trend​.info​par​ti​san​.net/​i​n​h​a​l​t​.html