Archiv der Kategorie 'Ökonomie'

Neues zu Lenin

1. Wla­di­mir Iljitsch Lenin, Der Impe­ria­lis­mus als höchs­tes Sta­dium des Kapi­ta­lis­mus. Kri­ti­sche Neu­aus­gabe mit Essays von Diet­mar Dath und Chris­toph Türcke, her­aus­ge­ge­ben von Wla­dis­law Hede­ler und Vol­ker Külow, Ver­lag 8. Mai: Ber­lin, 357 Sei­ten; 24.80 Euro

https://www.jungewelt-shop.de/Lenin_%20Imperialismus_normalausgabe

2. dazu: Rezen­sion von Gün­ther Sta­mer, „Aber wer liest heute noch Lenin?“

http://​www​.kom​mu​nis​ten​.de/​i​n​d​e​x​.​p​h​p​?​o​p​t​i​o​n​=​c​o​m​_​c​o​n​t​e​n​t​&​a​m​p​;​v​i​e​w​=​a​r​t​i​c​l​e​&​a​m​p​;​i​d​=​6​9​2​6​:​q​a​b​e​r​-​w​e​r​-​l​i​e​s​t​-​h​e​u​t​e​-​n​o​c​h​-​l​e​n​i​n​q​&​a​m​p​;​c​a​t​i​d​=​1​0​6​:​l​i​t​e​r​a​t​u​r​-​u​n​d​-​k​u​n​s​t​&​a​m​p​;​I​t​e​m​i​d=256

3. Karl Heinz Schu­bert ant­wor­tet auf Nowak/​Schill/​Schulze:

Trio ver­sus RIO. Einige Rand­be­mer­kun­gen zu dem offe­nen Brief an RIO (mehr…)

Heute auf ND-Debatten-Seite erschienen: Zur Kritik des Linkskeynesianismus in der Linkspartei und anderswo (von systemcrash und mir)

Heute ist auf der online-​​Debatten-​​Seite des neuen deutsch­land, als Ant­wort auf einen Arti­kel von Joa­chim Bisch­off und Björn Radke (Sozia­lis­ti­sche Stu­di­en­grup­pen [SOST] /​ Zeit­schrift Sozia­lis­mus) vom 26.09.2016, von Achim Schill (aka sys­tem­crash) und mir erschie­nen:

Ver­tei­lungs­ge­rech­tig­keit ist zu wenig

Zur Kri­tik des Links­keyne­sia­nis­mus in der Links­par­tei und anderswo

https://​www​.neues​-deutsch​land​.de/​a​r​t​i​k​e​l​/​1​0​2​7​9​2​0​.​v​e​r​t​e​i​l​u​n​g​s​g​e​r​e​c​h​t​i​g​k​e​i​t​-​i​s​t​-​z​u​-​w​e​n​i​g​.html

Skeptisches zur Annäherung von isl und RSB

Seit eini­ger Zeit pro­du­zie­ren isl und RSB gemein­same Texte. sys­tem­crash und ich haben kri­ti­sche Anmer­kun­gen zu drei die­ser Texte geschrie­ben:

  • RSB und isl ver­su­chen, Tren­nung zu über­win­den

http://​www​.rsb4​.de/​c​o​n​t​e​n​t​/​v​i​e​w​/​5​3​9​5/88/

  • Nach der Wahl in Grie­chen­land: euro­pa­wei­ter Wider­stand gegen Aus­te­ri­täts­po­li­tik

http://​islinke​.de/​e​r​k​l​_​i​s​l​_​r​s​b​_​g​r​i​e​c​h​e​n​l​a​n​d.htm

  • Soli­da­ri­scher Welt­han­del statt TTIP-​​Freihandelsdiktat

http://​islinke​.de/​p​d​f​/​t​t​i​p​-​f​l​u​g​b​l​a​t​t.pdf

Unser Text ist unter der Über­schrift

Quo vadis, RSB?

bei linksunten.indymedia erschie­nen:

https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/​1​75930.

Klasse – und Geschlecht: Neue Texte von systemcrash und mir

sys­tem­crash und ich haben bei linksunten.indymedia – in Fort­set­zung der Dis­kus­sion über den Plan A-​​Text von Tho­mas Sei­bert1 – einen Arti­kel zum Thema

Den Klassen-​​Begriff dis­ku­tie­ren!

https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/​1​63936

pla­ziert. Unter die­sem Text wie­derum gibt es u.a. eine Ergän­zung von mir zum Thema

Klasse und Geschlecht (Mo, 04.01.2016 – 21:09.)

https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​c​o​m​m​e​n​t​/​v​i​e​w​/​1​70476

Und bei „trend. online­zei­tung“ ist mein Input-​​Papier für das trend-​​Jubiläums-​​Wochenende vom 29. – 31.1. erschie­nen:

Spe­zi­fi­tät, His­to­ri­zi­tät und Mate­ria­li­tät des Geschlech­ter­ver­hält­nis­ses

http://​www​.trend​.info​par​ti​san​.net/​t​r​d​1​2​1​5​/​2​0​J​a​h​r​e​T​R​E​N​D​0​1​.html.

  1. Siehe:

    Tho­mas Sei­bert, Nach Athen, im Kampf um die Gren­zen, nach Paris, von unter­wegs: Erste Noti­zen zum Plan A einer neuen Lin­ken (nicht nur) in Deutsch­land

    http://​www​.trend​.info​par​ti​san​.net/​t​r​d​1​2​1​5​/​t​4​2​1​2​1​5​.html

    sowie

    sys­tem­crash und TaP, Das stra­te­gi­sche Dilemma der Lin­ken des 21. Jahr­hun­derts. Eine Ant­wort auf Tho­mas Sei­bert: Erste Noti­zen zum Plan A einer neuen Lin­ken (nicht nur) in Deutsch­land

    http://​www​.trend​.info​par​ti​san​.net/​t​r​d​0​1​1​6​/​t​0​1​0​1​1​6​.html

    [zurück]

Eine weitere De-Konstruktion eines Linkspartei-Textes – diesmal: Katja Kipping

LOGIK IST GLÜCKS­SA­CHE – oder doch nicht?!

BEHAUP­TUNG Katja Kip­ping: „Das nun vor­lie­gende Doku­ment zeigt zumin­dest an ver­schie­de­nen Stel­len auf, dass die neue grie­chi­sche Regie­rung unter Alexis Tsi­pras kon­krete Ver­hand­lungs­er­folge erzie­len konnte und einige beson­ders soziale Här­ten abwen­den konnte. Es macht also sehr wohl einen Unter­schied aus, ob eine linke Par­tei wie SYRIZA ODER EINE IHRER VOR­GÄN­GER­RE­GIE­RUN­GEN mit den EU-​​Institutionen ver­han­delt.“

BEWEIS: Es wird keine ein­zige der Sozial-​​ und Lohn­kür­zun­gen und neo­li­be­ra­len „Struk­tur­re­for­men“ aus den ers­ten bei­den Memo­ran­den zurück­ge­nom­men; aber es kom­men zahl­rei­che neue hinzu.

SCHLUSS­FOL­GE­RUNG TaP: Mit Links­par­teien, die in der REGIE­RUNG, aber nicht an der MACHT ist, ist es LEICH­TER neo­li­be­rale Poli­tik durch­zu­set­zen.

-----

@ „Neben eini­gen durch­aus sinn­vol­len Auf­la­gen z.B. zur Ver­bes­se­rung des Steu­er­voll­zugs“

Ähh… – müß­ten denn einer SYRIZA-​​Regierung dafür „Auf­la­gen“ erteilt wer­den? Würde sie das nicht viel­leicht gerne frei­wil­lig tun? Und falls doch, warum dann (nicht – frei­wil­lig tun wol­len)?

-----

@ „Obwohl sich die grie­chi­sche Seite in einer Erpres­sungs­si­tua­tion befin­det, konn­ten sie in den Ver­hand­lun­gen auch eini­ges erkämp­fen, wie z.B.:“

+++ „Höchste Prio­ri­tät hat für die Regie­rung die unmit­tel­bare Unter­stüt­zung der sozial Schwächs­ten, um die Aus­wir­kun­gen des erneu­ten Kon­junk­tur­ab­schwungs zu lin­dern.“

Das ist doch schlicht und ein­fach eine kontra-​​faktische pro­pa­gan­dis­ti­sche Behaup­tung ange­sichts des kon­kre­ten Inhalts des Memo­ran­dums.

+++ „Ein Paket mit Maß­nah­men in den Berei­chen Nah­rungs­mit­tel, Wohn­raum und Zugang zur Gesund­heits­ver­sor­gung wurde bereits ver­ab­schie­det und wird der­zeit umge­setzt.“

Das betrifft wie­viel Per­so­nen mit wie­viel Euro pro Per­so­nen? – Und (mehr…)

Bundestags-Drucksache 18/5780: Griechenland Memorandum III + Anlagen und Begleitbrief

http://​dip21​.bun​des​tag​.de/​d​i​p​2​1​/​b​t​d​/​1​8​/​0​5​7​/​1​8​0​5​7​8​0.pdf

via

http://​www​.neues​-deutsch​land​.de/​a​r​t​i​k​e​l​/​9​8​1​5​5​7​.​r​o​t​-​r​o​t​-​g​r​u​e​n​e​-​k​r​i​t​i​k​-​a​m​-​z​u​c​h​t​m​e​i​s​t​e​r​-​e​u​r​o​p​a​s​.html

Reingeschrieben: Varoufakis kommentiert das Memorandum III (62 Seiten-.pdf-Datei)

Yan­nis Varou­fa­kis schreibt:

The Third Greek MoU is now enshri­ned in Greek Law. Writ­ten in troika-​​speak it is almost impos­si­ble to decy­pher by those not speaking this unap­pe­ti­sing lan­guage. Click here for the com­plete MoU text anno­ta­ted libe­r­ally by yours truly – in pdf form. It is best read in con­junc­tion with my anno­ta­ted ver­sion of the Euro­Sum­mit Agree­ment of 12th July.

Die Welt schöngesoffen: Joachim Bischoff / Björn Radke / Axel Troost (MdB) zum Griechenland-Memorandum III


Der Ko-​​Herausgeber der Ham­bur­ger Zeit­schrift Sozia­lis­mus, Joa­chim Bisch­off, sein Redak­teur Björn Radke und der Stell­ver­tre­tende Bun­des­vor­sit­zende der Links­par­tei und Bun­des­tags­ab­ge­ord­nete Axel Troost haben eine kleine Kost­probe abge­lie­fert, was sie unter einer „wirk­lich wis­sen­schaft­li­che sozia­lis­ti­sche Zeit­schrift“ ver­ste­hen:

Sie ‚ana­ly­sie­ren‘ das neu­este Griechenland-​​Memorandum wie folgt:

  • „die grie­chi­sche Regie­rung […] setzte […] durch“ -

Herz­li­chen Glück­wunsch dann noch nach­träg­lich…

  • „Die Details über die Ver­ein­ba­rung klin­gen weni­ger schlimm als die Kri­ti­ker befürch­te­ten.“

Sie erken­nen aber immer­hin:

  • „Das neue Pro­gramm ist gewiss nicht auf wachs­tums­för­dernde Impulse aus­ge­legt. [… Viel­mehr] wie bis­her […] ein Mix aus Dere­gu­lie­run­gen und Ein­spa­run­gen“

Sodann behaup­ten sie: (mehr…)

Handelsblatt: Schuldendienst + Banken-Refinanzierung + Ausgleich der Zahlungsrückstände des griech. Staates HÖHER als neue Kreditsumme

Das Han­dels­blatt schreibt unter Beru­fung auf die aktu­elle Verhandlungspapier-​​Lage:

86 Mil­li­ar­den Euro braucht Grie­chen­land nach den Berech­nun­gen von IWF, EZB, EU-​​Kommission und Euro-​​Rettungsschirm ESM in den nächs­ten drei Jah­ren. […]. Die Ban­ken, geschwächt durch die Kapi­tal­flucht in die­sem Jahr, bräuch­ten 25 Mil­li­ar­den Euro, damit sie wie­der Kre­dite an Unter­neh­men aus­lei­hen und den Zah­lungs­ver­kehr in Grie­chen­land in Gang brin­gen kön­nen. Der Staat braucht zusätz­lich 16 Mil­li­ar­den Euro für den Schul­den­dienst und um seine Kas­sen für lau­fende Zah­lun­gen zu sta­bi­li­sie­ren. Über die drei­jäh­rige Lauf­zeit des neuen Hilfs­pro­gramms muss Grie­chen­land eine erheb­li­che Summe in den Schul­den­dienst ste­cken: 54,1 Mil­li­ar­den Euro müs­sen finan­ziert wer­den, heißt es in dem Papier, das dem Han­dels­blatt vor­liegt. Die 86 Mil­li­ar­den Euro rei­chen nach der Ana­lyse auch nur dann aus, wenn Grie­chen­land in den drei Jah­ren 6,2 Mil­li­ar­den Euro aus Pri­va­ti­sie­run­gen ein­nimmt und ab kom­men­dem Jahr wie­der Pri­mär­über­schüsse (abzüg­lich Schul­den­dienst) im Haus­halt erwirt­schaf­tet.

http://​www​.han​dels​blatt​.com/​p​o​l​i​t​i​k​/​i​n​t​e​r​n​a​t​i​o​n​a​l​/​h​o​h​e​r​-​f​i​n​a​n​z​b​e​d​a​r​f​-​i​n​-​g​r​i​e​c​h​e​n​l​a​n​d​-​t​s​i​p​r​a​s​-​b​r​a​u​c​h​t​-​4​1​-​m​i​l​l​i​a​r​d​e​n​-​s​c​h​o​n​-​d​i​e​s​e​n​-​h​e​r​b​s​t​/​1​2​1​8​5​7​9​6​.html

Also: Wie schon gesagt, kein Spiel­raum für Rea­li­sie­rung keyne­sia­nisti­cher Träume.

Außer­dem heißt es in dem Arti­kel,

dass die Rech­nung [in der Schul­den­trag­fä­hig­keits­ana­lyse] am Ende der drei Jahre nur auf­ge­hen wird, wenn ab sofort in Grie­chen­land bei der Umset­zung aller Refor­men nichts mehr schief geht. Wenn dann noch die Euro­päer bereit sind, die Kre­dit­lauf­zei­ten für die bis­he­ri­gen Schul­den zu ver­län­gern und auch Zins­zah­lun­gen zu stre­cken, sei die Schul­den­trag­fä­hig­keit lang­fris­tig gesi­chert, heißt es in dem Papier.
Der Schul­den­stand werde dann im nächs­ten Jahr zwar auf 201 Pro­zent des Brut­to­in­lands­pro­dukts stei­gen, bevor er bis 2030 auf 122 Pro­zent sin­ken soll. Aber ein Schul­den­schnitt sei dafür nicht not­wen­dig. An der Ana­lyse hat der IWF mit­ge­wirkt.

Das neue Griechenland-Memorandum im Wortlaut

via

https://​www​.face​book​.com/​m​a​r​g​a​r​i​t​a​.​t​s​o​m​o​u​/​p​o​s​t​s​/​1​0​1​5​2​9​9​3​7​3​7​5​16994

Zwei mögliche Wege für SYRIZA – aufgezeigt von einem Vorstandsmitglied der Nikos-Poulantzas-Stiftung in Athen, in einem neuen Beitrag auf der ND-Debatten-Seite

Der Autor, Pana­gio­tis Pan­tos, behaup­tet zunächst – m.E. etwas über­trie­ben selbst­si­cher (aber das Inter­es­san­tere sind eh seine bei­den Vor­schläge, auf die ich wei­ter unten zu spre­chen komme):

Der Aus­gang die­ser Schlacht ist weder den Vor­sät­zen der Regie­rung schuld­haft zuzu­schrei­ben, noch irgend­wel­chen »Feh­lern« in ihrer Tak­tik, oder irgend­ei­ner gehei­men Agenda, und auch nicht ein­fach auf die Über­macht des Geg­ners (die von Anfang an bekannt war). Sie ist aber auf des­sen Ent­schei­dung zum Ein­satz sei­ner schwers­ten Geschütze mit dem Ziel der Demons­tra­tion sei­ner Ent­schlos­sen­heit zu unse­rer Neu­tra­li­sie­rung zurück­zu­füh­ren, (etwas das nicht von Anfang an offen­kun­dig war).

http://​www​.neues​-deutsch​land​.de/​a​r​t​i​k​e​l​/​9​8​0​9​5​2​.​e​n​d​e​-​e​i​n​e​r​-​a​e​r​a​.html

Ich würde dem­ge­gen­über sagen: (mehr…)

An diejenigen, die immer noch hoffen, das dritte Memorandum lasse der griechischen Regierung irgend einen (keynesianistischen) Spielraum

An die­je­ni­gen, die immer noch hof­fen: „Es gibt Licht am Ende des Aus­te­ri­tätstun­nels.“

Nach Ein­schät­zung von IMK-​​Direktor Horn wird das geplante dritte Hilfs­pa­ket für Grie­chen­land seine beab­sich­tigte Wir­kung weit­ge­hend ver­feh­len. […]. Davon [“Nach­fra­ge­im­pulse wie Inves­ti­tio­nen“] sei aber beim drit­ten Hilfs­pa­ket ebenso wenig die Rede, wie von einer Ent­las­tung beim Schul­den­dienst.

„Das dritte Ret­tungs­pa­ket funk­tio­niert nach dem Motto Mehr vom Glei­chen, aber in gerin­ge­rer Dosis“, ana­ly­sierte der IMK-​​Chef. Auch die­ses Hilfs­pro­gramm bestehe im Kern aus Aus­ga­ben­kür­zun­gen, Steu­er­er­hö­hun­gen in Ver­bin­dung mit län­ger­fris­tig wir­ken­den Struk­tur­re­for­men und Pri­va­ti­sie­run­gen. Vor allem aber werde der Ban­ken­sek­tor reka­pi­ta­li­siert. „Keine die­ser Kom­po­nen­ten wird die zusam­men­ge­bro­chene Bin­nen­nach­frage bele­ben“, sagte Horn. „Allein die Dosis hat sich gegen­über frü­he­ren Aus­te­ri­täts­pro­gram­men ver­min­dert, so dass der zu erwar­tende Ein­bruch nicht so scharf aus­fal­len dürfte.“

DIW-​​Chef Fratz­scher schlägt des­we­gen einen Wachs­tums­im­puls für das kri­sen­ge­beu­telte Land vor: „Keine der Refor­men des drit­ten Pro­gramms wird die Wirt­schaft kurz­fris­tig deut­lich stär­ken kön­nen.“

http://​www​.han​dels​blatt​.com/​p​o​l​i​t​i​k​/​d​e​u​t​s​c​h​l​a​n​d​/​g​r​i​e​c​h​e​n​l​a​n​d​-​k​r​i​s​e​-​s​c​h​u​l​d​e​n​e​r​l​e​i​c​h​t​e​r​u​n​g​-​n​o​c​h​-​i​n​-​d​i​e​s​e​m​-​j​a​h​r​/​1​2​1​7​4​2​2​2​-​2​.html

Dies mal zur Fak­ten­lage – und unab­hän­gig von der Frage, ob denn keyne­si­as­ti­sche „Nach­fra­ge­im­pulse [… und] Inves­ti­tio­nen“ die Lage der Lohn­ab­hän­gi­gen in Grie­chen­land nach­hal­tig ver­bes­sern könn­ten (siehe dazu bspw. dort).

Siehe außer­dem:

Das neu­este Auflagen-​​Paket von 35 + 23 Punk­ten für Grie­chen­land (heute Nacht [Di., 11.8.] ver­ein­bart)

http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​5​/​0​8​/​1​1​/​d​a​s​-​n​e​u​e​s​t​e​-​a​u​f​l​a​g​e​n​-​p​a​k​e​t​-​f​u​e​r​-​g​r​i​e​c​h​e​n​l​a​n​d​-​h​e​u​t​e​-​n​a​c​h​t​-​d​i​-​1​1​-​8​-​v​e​r​e​i​n​bart/

Noch ein paar Statements aus Griechenland

Ich habe jetzt noch eine schon etwas ältere Bro­schüre über Grie­chen­land gele­sen. Da die Inter­views schon Mitte Feb. (S. 1: ca. drei Wochen nach der Wahl) geführt wur­den und die Zeit gewis­ser­ma­ßen schon über sie hin­weg­ge­gan­gen ist, ver­zich­tete ich auf eine umfas­sende Rezen­sion und bringe nur ein paar Zitate:

1. Was schon vor einem hal­ben Jahr gewußt wer­den konnte

„ich erwarte, dass SYRIZA in den euro­päi­schen Ver­hand­lun­gen schei­tern wird, da SYRIZA ein Spiel spielt, des­sen Regeln von ihren Gegner*innen geschrie­ben wur­den und des­sen Ergeb­nis bereits fest­steht.“ (S. 6, Makis – u.a. Mit­glied beim Street Art Kol­lek­tivs „Poli­ti­cal Sten­cil“)

„SYRIZA ist keine revo­lu­tio­näre, son­dern eine sozi­al­de­mo­kra­tisch fort­schritt­li­che Par­tei. Die Sozi­al­de­mo­kra­tie, selbst ein fort­schritt­li­che, bewegt sich unter dem Druck bür­ger­li­cher Kräfte nach rechts. Das beweist die Geschichte. Nur eine mas­sen­hafte Bewe­gung – fort­schritt­lich, kom­mu­nis­tisch, radi­kal, links, wie auch immer – kann das auf­hal­ten“ (S. 10, Achim – aktiv im Netz­werks für poli­ti­sche und soziale Rechte, Dik­tyo)

„Der neo-​​keynesianische Ansatz SYRI­ZAs war von vorne her­ein zum Schei­tern ver­ur­teilt. Sie hal­ten an einer Idee fest, die vor allem in den 60er und 70er Jah­ren in den USA und Europa für eine Zeit­lang funk­tio­niert hat, weil der Staat noch eine wesent­lich zen­tra­lere Rolle gespielt hat. Heute – und das sieht man auch in jedem State­ment der SYRIZA-​​Regierung – ist der Markt, der hei­lige Markt, der Refe­renz­punkt aller Argu­mente. In dem Moment, in dem sie ver­su­chen den star­ken Staat wie­der auf­zu­bauen, wird das Kapi­tal auf der Suche nach ‚bes­se­ren Bedin­gun­gen‘ das Land ver­las­sen.“ (S. 21, Yavor – Alpha Kappa – Anti­au­to­ri­täre Bewe­gung)

2. Die Bewe­gun­gen sind nicht wegen des Wahl­er­fol­ges von SYRIZA abge­flaut, son­dern schon seit dem Februar 2012 (mehr…)

Fragen über Fragen zu einem „Handelblatt“-Artikel – an KeynesianistInnen und KommunistInnen

Frage an Keyne­sia­nis­tIn­nen:

1.

Kön­nen mir das bitte mal wel­che erklä­ren?

„Bei einem Staat bedeu­tet weni­ger Geld aus­zu­ge­ben aber, die Wirt­schaft zu brem­sen.“

http://​www​.han​dels​blatt​.com/​p​o​l​i​t​i​k​/​d​e​u​t​s​c​h​l​a​n​d​/​g​r​i​e​c​h​e​n​l​a​n​d​-​k​r​i​s​e​-​d​i​e​-​d​e​u​t​s​c​h​e​-​m​i​l​c​h​m​a​e​d​c​h​e​n​-​r​e​c​h​n​u​n​g​/​1​2​0​9​9​7​3​8​.html

Warum denn?!

++ Der Staat kann doch auch nur ENT­WE­DER Geld aus­ge­ben, das er als Steu­ern oder Kapi­tal­markt­kre­dit von Drit­ten bekommt, die dann ihrer­seits das Geld nicht mehr aus­ge­ben kön­nen,

++ ODER er bekommt es als Kre­dit der Zen­tral­bank – dann ist das zusätz­li­che Geld aber eine infla­tio­näre Geldil­lu­sion.

Unter dem Strich ist doch der keyne­sia­nis­ti­sche Zau­ber­trick ein Null­sum­men­spiel.

2.

Nächste Frage – spe­zi­ell an Links-​​KeynesianistInnen:

„Ganz anders bei Staa­ten, und übri­gens auch bei den meis­ten Unter­neh­men. Wird Deutsch­land jemals alle seine Schul­den zurück­zah­len? Mit gro­ßer Sicher­heit nicht. Könnte die Deut­sche Bank alle ihre Schul­den zurück­zah­len? Dann wäre von der Bank nichts mehr übrig. Tat­säch­lich müs­sen Schul­den nicht zurück­ge­zahlt wer­den. Es geht viel­mehr um zwei andere Punkte. Ers­tens: Kann der Staat die Zin­sen bezah­len?“

Daß Schul­den nicht unbe­dingt zurück­ge­zahlt wer­den müs­sen, son­dern Kre­dite durch Kre­dite ersetzt wer­den kön­nen, sehe ich ein.

Aber warum soll es denn LINKS sein, daß ein Staat Kre­dite auf­nimmt – statt (zusätz­li­che) Vermögens-​​ und Unter­neh­mens­steu­ern in ent­spre­chen­der Höhe zu erhe­ben (solange wir es denn mit Kapi­ta­lis­mus zu tun haben) – UND DAFÜR ZIN­SEN an die Geld­ei­gen­tü­me­rIn­nen zahlt, statt ihnen das Geld qua Steu­ern weg­zu­neh­men?

Hin­zu­kommt: Mit einer Erset­zung alter durch neue Kre­dite ist es ja nach keyne­sia­nis­ti­scher Logik nicht getan. Denn dadurch würde die ver­meint­li­che zusätz­li­che Nach­frage nicht dau­er­haft stei­gen. – Sie würde allen­falls EIN­MAL anfal­len (was ich aber auch schon bestreite – siehe Nr. 1).

Wenn die Nach­frage dau­er­haf­ten stei­gen soll, müs­sen nach keyne­sia­nis­ti­sche Logik (die m.E. aber eine Unlo­gik ist – siehe Nr. 1) die Schul­den (und folg­lich die Zins­zah­lun­gen an die Geld­ei­gen­tü­me­rIn­nen stei­gern. – Warum soll das LINKS sein?)

3. (mehr…)

Warum durchaus nicht immer die ‚böse Führung‘ Schuld ist!

„Der genaue Ver­lauf der gewerk­schaft­li­chen Logik ist nicht nur dem poli­ti­schen Kurs der Füh­rung geschul­det und auch nicht aus­schliess­lich auf ihre sozi­al­part­ner­schaft­li­che Rolle zurück­zu­füh­ren; wenn auch diese die Logik selbst bestimmt. Der kon­krete Ver­lauf – ob etwa gekämpft wird oder nicht – hängt auch damit zusam­men, ob die Arbei­te­rin­nen Gegen­wehr zei­gen und die UNIA [gewerksch­fts­ver­band der schweiz] so auch kämp­fe­ri­sche «Res­sour­cen» vor­fin­det, um bes­sere Bedin­gun­gen für die Ver­schlech­te­run­gen, die in der Logik des natio­na­len Stand­orts lie­gen, aus­zu­han­deln. Den Gewerk­schaf­ten ein­fach die Schuld an der rei­nen Abwieg­le­rei zuzu­schie­ben wäre ange­sichts der rea­len Schwä­che der Pro­le­ta­ri­sier­ten in der Schweiz zu kurz gegrif­fen. Eine Kri­tik an den Gewerk­schaf­ten muss darum auch die Res­sour­cen ihrer Ver­hand­lungs­macht – kämp­fe­ri­sche Arbei­te­rin­nen – mit­den­ken. Und da sieht es in der Schweiz momen­tan recht düs­ter aus. Es scheint als wenn ein­ge­schlif­fene Kon­for­mi­tät, natio­nale Iden­ti­fi­ka­tion, staat­li­che Inte­gra­tion und die Angst vor einem noch schlech­te­ren Los erst­mal fast allen Kamp­fes­wil­len unter­lau­fen und im Gegen­teil sich ein repres­si­ves und feind­li­ches Klima ver­fes­tigt. Das hat auch sei­nen ratio­na­len Kern in der Abhän­gig­keit vom Kapi­tal, vom Abschnei­den der Nation in der inter­na­tio­na­len Kon­kur­renz, der sozi­al­staat­li­chen Ali­men­tie­rung und der Gefahr des sozia­len Abstiegs in der Krise.“

http://​kos​mo​pro​let​.org/​d​i​e​-​a​l​t​e​-​n​e​u​e​-​b​e​s​c​h​e​i​d​e​nheit via https://​sys​tem​crash​.word​press​.com/​2​0​1​5​/​0​6​/​1​4​/​s​t​r​e​i​k​-​e​i​n​-​z​w​e​i​s​c​h​n​e​i​d​i​g​e​s​-​s​c​h​w​e​r​t​-​m​i​t​-​s​c​h​a​r​t​e​n​/​#​c​o​m​m​e​n​t​-5392