Archiv der Kategorie 'Fragen der Strategie'

Trotzkismus-Kritik – die Zweite!

Ich habe mich mit dem Mani­fest der Trotz­kis­ti­schen Frak­tion /​ Vierte Inter­na­tio­nale, der in Deutsch­land RIO, die Revo­lu­tio­näre Inter­na­tio­na­lis­ti­sche Orga­ni­sa­tion, ange­hört, beschäf­tigt. Das Ergeb­nis wurde ges­tern von „trend. Online­zei­tung“ ver­öf­fent­licht. Der Text glie­dert sich in fol­gende Abschnitte:

1. Lage-​​unangemessener Opti­mis­mus

2. Theo­rie der „per­ma­nen­ten Revo­lu­tion“

3. Überg­angs­for­de­run­gen als gra­dua­lis­ti­sche Ver­wi­schung des Unter­schie­des zwi­schen Reform und Revo­lu­tion

4. „Bürokratie“-Floskel als Universal-​​Erklärung für Uner­freu­li­ches

5. Nebenwiderspruchs-​​Denken

6. Varia

a) „sexu­elle Befrei­ung“
b) Eine Anhäu­fung mora­li­sie­ren­der und sub­jek­ti­vis­ti­scher Aus­drü­cke
c) „Zer­schla­gung des Staa­tes Israel“ – und was ist mit den semi-​​staatlichen Struk­tu­ren in den paläs­ti­nen­si­schen Auto­no­mie­ge­bie­ten?

7. Eine empi­ris­ti­sche Epis­te­mo­lo­gie der Erfah­run­gen

8. Noch ein­mal zurück zur opti­mis­ti­schen Lage­ein­schät­zung vom Anfang des FT-​​CI-​​Manifestes

9. Resü­mee

---------

Die Glie­de­rung des von mir kri­tisch bespro­che­nen Mani­fes­tes der FT-​​CI fin­det sich dort:

http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​3​/​1​2​/​1​9​/​l​i​e​b​e​r​-​l​i​n​k​e​-​u​n​d​-​n​i​c​h​t​-​g​a​n​z​-​s​o​-​l​i​n​k​e​-​t​e​x​t​e​-​l​e​s​e​n​-​a​l​s​-​c​h​r​i​s​t​l​i​c​h​-​f​e​i​e​r​n​/​#​c​o​m​m​e​n​t​-​16930.

PS. – Kor­rek­tu­ren: (mehr…)

Briefe über Briefe… – von der NAO Berlin, der Revolutionären Kommunistischen Internationalen Tendenz, von systemcrash u. TaP

1.a) Die NAO Ber­lin hat einen Brief „an die Grup­pen im NaO-​​Prozess“ geschrie­ben:

http://​nao​-pro​zess​.de/​z​u​m​-​n​a​o​-​p​r​o​z​e​s​s​-​b​r​i​e​f​-​d​e​r​-​n​a​o​-​b​e​r​l​i​n​-​a​n​-​d​i​e​-​g​r​u​p​p​e​n​-​i​m​-​n​a​o​-​p​r​o​zess/

b) Dazu habe ich zusam­men mit sys­tem­crash Stel­lung genom­men:

Bünd­nis revo­lu­tio­nä­rer Grup­pen 2.0?! Zum Vor­schlag der NaO Ber­lin, die NaO auf­zu­lö­sen

http://​scharf​-links​.de/​2​6​6​.​0​.​h​t​m​l​?​&​a​m​p​;​t​x​_​t​t​n​e​w​s​[​t​t​_​n​e​w​s​]​=​5​5​1​3​9​&​a​m​p​;​t​x​_​t​t​n​e​w​s​[​b​a​c​k​P​i​d​]​=​5​6​&​a​m​p​;​c​H​a​s​h​=​5​8​0​8​9​37c42

2. Bei plaene​.blog​sport​.eu wurde wur­den je drei Briefe der RCIT sowie systemcrash/​TaP als e-​​Broschüre ver­öf­fent­licht:

Titelseite der Broschüre

http://​plaene​.blog​sport​.eu/​2​0​1​6​/​0​3​/​0​5​/​z​u​-​m​e​t​h​o​d​e​n​-​u​n​d​-​i​n​h​a​l​t​e​n​-​r​e​v​o​l​u​t​i​o​n​a​e​r​e​r​-​k​o​n​v​e​r​genz/

Briefe

1. Ich habe einen Lese­r­In­brief an an trend. Online­zei­tung geschrie­ben, wo er auch ver­öf­fent­licht wurde:

Der Gesellschafts-​​Würfel. Leser*innenbrief zum Edi­to­rial 2/​2016

http://​www​.trend​.info​par​ti​san​.net/​t​r​d​0​2​1​6​/​t​3​3​0​2​1​6​.html

2. sys­tem­crash und ich haben mit einem – eben­falls Offe­nen – Brief auf einen Offe­nen Brief der Revolutionär-​​Kommunistischen Inter­na­tio­na­len Ten­denz geant­wor­tet:

sys­tem­crash und TaP ant­wor­ten der Revolutionär-​​Kommunistischen Inter­na­tio­na­len Ten­denz (RCIT)

http://​plaene​.blog​sport​.eu/​2​0​1​6​/​0​2​/​0​6​/​s​y​s​t​e​m​c​r​a​s​h​-​u​n​d​-​t​a​p​-​a​n​t​w​o​r​t​e​n​-​d​e​r​-​r​e​v​o​l​u​t​i​o​n​a​e​r​-​k​o​m​m​u​n​i​s​t​i​s​c​h​e​n​-​i​n​t​e​r​n​a​t​i​o​n​a​l​e​n​-​t​e​n​d​e​n​z​-​rcit/

zu

RCIT: „als einen ers­ten Schritt, die Ein­heit, basie­rend auf einer Überein­stim­mung zu den ent­schei­den­den pro­gram­ma­ti­schen und orga­ni­sa­to­ri­schen Auf­ga­ben des Klas­sen­kamp­fes heute, anstre­ben“

http://​plaene​.blog​sport​.eu/​2​0​1​6​/​0​2​/​0​4​/​r​c​i​t​-​a​l​s​-​e​i​n​e​n​-​e​r​s​t​e​n​-​s​c​h​r​i​t​t​-​d​i​e​-​e​i​n​h​e​i​t​-​b​a​s​i​e​r​e​n​d​-​a​u​f​-​e​i​n​e​r​-​u​e​b​e​r​e​i​n​s​t​i​m​m​u​n​g​-​z​u​-​d​e​n​-​e​n​t​s​c​h​e​i​d​e​n​d​e​n​-​p​r​o​g​r​a​m​m​a​t​i​s​c​h​e​n​-​u​n​d​-​o​r​g​a​n​i​s​a​t​o​r​i​s​c​h​e​n​-​a​u​f​g​a​b​e​n​-​d​e​s​-​k​l​a​s​s​e​n​k​a​m​p​f​e​s​-​h​e​u​t​e​-​a​n​s​t​r​eben/

NAO: Der Fischteich (*) scheint leer zu sein…

„Wir wür­den uns jedoch auch in die eigene Tasche lügen, wenn wir nicht zur Kennt­nis näh­men, dass das ver­an­stal­tende Umgrup­pie­rungs­pro­jekt, die ‚Neue anti-​​kapitalistische Orga­ni­sa­tion‘, an ihr Ende gekom­men ist.“

http://​www​.arbei​ter​macht​.de/​i​n​f​o​m​a​i​l​/​8​6​4​/​i​n​t​e​r​n​a​t​i​o​n​a​l​i​s​m​u​s​t​a​g​e.htm

Siehe auch:

Ein Plan, der anschei­nend NICHT funk­tio­niert:

NAO als „breite“ Mit­glie­der­or­ga­ni­sa­tion

http://​plaene​.blog​sport​.eu/​2​0​1​6​/​0​2​/​1​5​/​e​i​n​-​p​l​a​n​-​d​e​r​-​a​n​s​c​h​e​i​n​e​n​d​-​n​i​c​h​t​-​f​u​n​k​t​i​o​n​i​e​r​t​-​n​a​o​-​a​l​s​-​b​r​e​i​t​e​-​m​i​t​g​l​i​e​d​e​r​o​r​g​a​n​i​s​a​tion/

(*) „der unter­schied [zwi­schen Workers Power (WP), der bri­ti­schen Schwes­ter­or­ga­ni­sa­tion der Gruppe Arbei­ter­macht, und eini­gen ehe­ma­li­gen WP-​​Mitgliedern, die von die­ser 2012 absplit­ter­ten] läuft also im wesent­li­chen dar­auf hin­aus, dass den WP-​​dissidenten eine ‚orga­ni­sa­tion‘ genügt, die zwar einen ‚kämp­fe­ri­schen anti­ka­pi­ta­lis­mus‘ ver­tritt, aber (noch ?) nicht über ein aus­ge­wie­se­nes ‚revo­lu­tio­nä­res pro­gramm‘ ver­fügt. man könnte den begriff ‚überg­angs­or­ga­ni­sa­tion‘ im sinne der dis­si­den­ten dann als ‚linke samm­lungs­be­we­gung‘ deu­ten. dies ent­spricht in etwa dem, was hier im NAO pro­zess als ‚breite NAO‘ gehan­delt wird (Tino, M. Schilwa, isl).
Workers Power selbst sieht die Überg­angs­or­ga­ni­sa­tion ‚nur‘ als ‚tak­tik‘ an, das heisst, so eine strö­mung des ‚kämp­fe­ri­schen anti­ka­pi­ta­lis­mus‘ wäre für WP ein will­kom­me­nes rekru­tie­rungs­feld (‚fisch­teich‘), um dar­aus eine ‚revo­lu­tio­näre par­tei‘ (im sinne der pro­gram­ma­tik der L5I) zu machen.“

http://​www​.nao​-pro​zess​.de/​b​l​o​g​/​d​i​e​-​n​a​o​-​a​l​s​-​u​e​b​e​r​g​a​n​g​s​o​r​g​a​n​i​s​a​t​i​o​n​-​f​i​s​h​i​n​g​-​f​o​r​-​n​e​w​-​m​e​m​b​e​r​s​-​f​u​e​r​-​d​i​e​-​m​i​n​i​p​a​r​t​eien/ (meine Hv.)

„die Grup­pen GAM und isl sind die gewich­tigs­ten Ver­tre­ter des von uns so genann­ten ‚Fischteich-​​Modells‘. Sie prä­fe­rie­ren eine sog. ‚breite NAO‘, dies aber (vor­der­grün­dig) nicht, weil sie eine reformistisch/​gradualistische Orga­ni­sa­tion auf­bauen wol­len, son­dern weil sie die ‚NAO‘ als Rekru­tie­rungs­feld für ihre eigene ORG instru­men­ta­li­sie­ren wol­len.“

http://​www​.nao​-pro​zess​.de/​b​l​o​g​/​e​i​n​e​-​k​l​e​i​n​e​-​f​r​a​g​e​-​a​n​-​u​n​s​e​r​e​-​m​i​t​-​l​e​n​i​n​i​s​t​i​n​n​e​n​-​n​a​o​-​p​r​o​z​e​s​s​-​o​h​n​e​-​t​h​e​o​r​e​t​i​s​c​h​e​-​a​n​s​t​r​e​n​g​u​n​g​-​g​e​h​t​-das/ (meine Hv.)

„Es ist dies, was wir ‚Fischteich-​​Modell’ nen­nen: Die klei­nen revo­lu­tio­nä­ren, kon­kur­rie­ren­den Grup­pen ver­su­chen, aus den Rei­hen der Mit­glie­der der brei­te­ren For­ma­tion neue eigene Mit­glie­der zu gewin­nen und dadurch zu einer grö­ße­ren revo­lu­tio­nä­ren Orga­ni­sa­tion zu wer­den. Die­ser Ver­such ist kei­nes­falls ehren­rüh­rig. Wir kri­ti­sie­ren die­ses Modell viel­mehr aus zwei ande­ren Grün­den:
Grund 1: Die LCR-​​Strömung inner­halb der NPA hat heute weni­ger Mit­glie­der als frü­her die LCR. Ob die ande­ren klei­nen, (subjektiv-)revolutionären Grup­pen in Frank­reich durch ihren NPA-​​Entrismus viele neue Mit­glie­der gewon­nen haben, wis­sen wir nicht. Aber wir sind uns ziem­lich sicher: Aller Wahr­schein­lich­keit nach nicht sooo viele, daß dies den Scha­den, der durch ein Schei­tern der NPA ent­ste­hen würde, auf­wie­gen könnte.
Der Kampf zwi­schen Sil­ber­fisch­chen, die sich für Hai­fi­sche hal­ten, ist nicht beson­ders anzie­hend.
Grund 2: Wir sind so ‚ver­mes­sen’, zu sagen: Keine der exis­tie­ren­den revo­lu­tio­nä­ren Grup­pen ist bereits die revo­lu­tio­näre Orga­ni­sa­tion noch hat eine die­ser Orga­ni­sa­tio­nen bereits das revo­lu­tio­näre Pro­gramm. (Das Errei­chen einer sol­chen Ein­deu­tig­keit erscheint uns im übri­gen über­haupt ziem­lich frag­lich zu sein.) Dem Mißer­folg der klei­nen (subjektiv-)revolutionären Grup­pen ist u.E. nicht allein durch eine brei­tere For­ma­tion als gemein­sa­mes Rekrutierungs-​​Vorfeld abzu­hel­fen, son­dern gerade Selbst­ver­ständ­nis und Pro­gram­ma­tik der ver­schie­de­nen klei­nen revo­lu­tio­nä­ren Grup­pen müs­sen auf den Prüf­stand. Wenn dazu keine Not­wen­dig­keit gese­hen bzw. keine Bereit­schaft besteht, dann wird u.E. aus dem NaO-​​Prozeß nichts Sinn­vol­les her­aus­kom­men, und dann macht es im übri­gen für Genos­sIn­nen, die nicht eh schon in einer der klei­nen Grup­pen orga­ni­siert sind, auch wenig Sinn, sich am NaO-​​Prozeß zu betei­li­gen – denn diese Genos­sIn­nen wer­den ja (wie wir auch) ihre jewei­li­gen Gründe haben, warum sie nicht Mit­glie­der der bereits exis­tie­ren­den Grup­pen sind.“

http://​www​.nao​-pro​zess​.de/​b​l​o​g​/​p​a​n​t​a​-​r​h​e​i​-​a​l​l​e​s​-​f​l​i​e​s​s​t​-​u​e​b​e​r​-​f​l​u​s​s​f​i​s​c​h​e​r​ei/5/

und

http://​www​.nao​-pro​zess​.de/​b​l​o​g​/​p​a​n​t​a​-​r​h​e​i​-​a​l​l​e​s​-​f​l​i​e​s​s​t​-​u​e​b​e​r​-​f​l​u​s​s​f​i​s​c​h​e​r​ei/6/

@ SAV/CWI: Are there stages of consciousness? What do they mean for entryism as political strategy?

Den in trend 9/​2015 erschie­nen Text von sys­tem­crash und mir:

Kri­tik der Bewußtseins-​​Stadien-​​Theorie – Pro­bleme des Ent­ris­mus

http://​www​.trend​.info​par​ti​san​.net/​t​r​d​0​9​1​5​/​t​1​2​0​9​1​5​.html

gibt es nun auch in einer gekürz­ten und leicht über­ar­bei­te­ten Fas­sung auf Eng­lisch:

Are there sta­ges of con­scious­ness? What do they mean for ent­ry­ism as poli­ti­cal stra­tegy?

http://​pla​ty​pus1917​.org/​2​0​1​6​/​0​1​/​3​0​/​a​r​e​-​t​h​e​r​e​-​s​t​a​g​e​s​-​o​f​-​c​o​n​s​c​i​o​u​s​n​e​s​s​-​w​h​a​t​-​d​o​-​t​h​e​y​-​m​e​a​n​-​f​o​r​-​e​n​t​r​y​i​s​m​-​a​s​-​p​o​l​i​t​i​c​a​l​-​s​t​r​a​tegy/


Ansons­ten in Heft 83 der Pla­ty­pus Review: (mehr…)

„die Hebel da ansetzen, wo es weh tut“ (Kritisches zur UG-Einladung für den morgigen Antifa/Antira-Kongreß in FfM)

Anmer­kun­gen zur Ein­la­dung des …ums Ganze-​​Bündnisses für ein bun­des­wei­tes „Kampagne[n-] und Verständigung[s]“-Treffen der „radi­ka­len Lin­ken“ am 31. Januar 2016

https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/​1​67271

Glie­de­rung mei­nes Tex­tes:

Eine opti­mis­ti­sche Lage­ein­schät­zung

Wo’s den Herr­schen­den und Aus­beu­ten­den wirk­lich weh tut…

  • Arbeit
  • Staat­li­ches Gewalt­mo­no­pol

Vor­schlag für vier Kam­pa­gnen, die sich nicht an den Events der Gegenseite(n) abar­beiten, son­dern eigene The­men set­zen

Anhang: PAR­TI­SA­NEN­KAMPF­AK­TIO­NEN (Antrag von Lenin an den Wie­der­ver­ei­ni­gungs­par­tei [sollte hei­ßen: -par­teitag] von Bol­sche­wiki und Men­schiwki 1906)

-----

Außer­dem gibt es einen Kom­men­tar von sys­tem­crash zu mei­nem Text und eine Rück­ant­wort von mir.

-----

Vgl. auch:

http://​plaene​.blog​sport​.eu/​2​0​1​6​/​0​1​/​2​8​/​n​e​u​e​s​-​d​e​u​t​s​c​h​l​a​n​d​-​i​n​t​e​r​v​i​e​w​t​-​u​m​s​-​g​a​n​z​e​-​b​u​e​n​d​n​i​s​-​d​i​e​-​s​o​z​i​a​l​e​n​-​v​e​r​h​a​e​l​t​n​i​s​s​e​-​a​u​c​h​-​i​m​-​h​e​r​z​e​n​-​d​e​s​-​k​r​i​s​e​n​r​e​g​i​m​e​s​-​g​e​m​e​i​n​s​a​m​-​d​u​r​c​h​e​i​n​a​n​d​e​r​-​z​u​-​b​r​i​ngen/

Vom Pläne schmieden zur revolutionären Organisierung?

Von sys­tem­crash (siehe 1 und 2) und mir ist heute bei linksunten.indymedia ein neuer Text erschei­nen:

Was wäre dann bes­ser … -
…wenn es einen ‚Block revo­lu­tio­nä­rer Grup­pen’ gäbe?

Bild der ersten Seite des Textes

https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/​1​6​6242/

und

bei der LL-​​Demo am 10.01. hat­ten wir bereits ein Flugi ver­teilt, das auch von trend. Online­zei­tung ver­öf­fent­licht wurde:

Seite 1 des Flugblatts http://​www​.trend​.info​par​ti​san​.net/​t​r​d​0​1​1​6​/​t​5​6​0​1​1​6​.html

PS.:

Für das trend-Jubiläums-​​Wochenende vom 29. – 31.01 ist jetzt auch das „Basis­pa­pier“ zum Bei­trag von Guen­ther Sand­le­ben online:

Aktu­elle Konjunktur-​​ und Kri­sen­theo­rien – ein kri­ti­scher Über­blick

http://​www​.trend​.info​par​ti​san​.net/​t​r​d​1​2​1​5​/​2​0​J​a​h​r​e​T​R​E​N​D​0​2​.html

Klasse – und Geschlecht: Neue Texte von systemcrash und mir

sys­tem­crash und ich haben bei linksunten.indymedia – in Fort­set­zung der Dis­kus­sion über den Plan A-​​Text von Tho­mas Sei­bert1 – einen Arti­kel zum Thema

Den Klassen-​​Begriff dis­ku­tie­ren!

https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/​1​63936

pla­ziert. Unter die­sem Text wie­derum gibt es u.a. eine Ergän­zung von mir zum Thema

Klasse und Geschlecht (Mo, 04.01.2016 – 21:09.)

https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​c​o​m​m​e​n​t​/​v​i​e​w​/​1​70476

Und bei „trend. online­zei­tung“ ist mein Input-​​Papier für das trend-​​Jubiläums-​​Wochenende vom 29. – 31.1. erschie­nen:

Spe­zi­fi­tät, His­to­ri­zi­tät und Mate­ria­li­tät des Geschlech­ter­ver­hält­nis­ses

http://​www​.trend​.info​par​ti​san​.net/​t​r​d​1​2​1​5​/​2​0​J​a​h​r​e​T​R​E​N​D​0​1​.html.

  1. Siehe:

    Tho­mas Sei­bert, Nach Athen, im Kampf um die Gren­zen, nach Paris, von unter­wegs: Erste Noti­zen zum Plan A einer neuen Lin­ken (nicht nur) in Deutsch­land

    http://​www​.trend​.info​par​ti​san​.net/​t​r​d​1​2​1​5​/​t​4​2​1​2​1​5​.html

    sowie

    sys­tem­crash und TaP, Das stra­te­gi­sche Dilemma der Lin­ken des 21. Jahr­hun­derts. Eine Ant­wort auf Tho­mas Sei­bert: Erste Noti­zen zum Plan A einer neuen Lin­ken (nicht nur) in Deutsch­land

    http://​www​.trend​.info​par​ti​san​.net/​t​r​d​0​1​1​6​/​t​0​1​0​1​1​6​.html

    [zurück]

Jubiläums-Wochenende: 20 Jahre „trend. onlinezeitung“

Von Fr., den 29.01. bis So., den 31.01.2016 wird in in Ber­lin in der K9 eine Wochenend-​​Veranstaltung aus Anlaß von 20 Jah­ren „trend. online­zei­tung“ statt­fin­den.

Ich selbst werde am Sams­tag zwi­schen 17-​​19 Uhr einen klei­nen Bei­trag leis­ten:

Spe­zi­fi­tät, His­to­ri­zi­tät und Mate­ria­li­tät des Geschlech­ter­ver­hält­nis­ses

Mit Bezug auf sei­nen Vor­trag „Mar­xis­mus und Femi­nis­mus“ – ver­öf­fent­licht in TREND 4/​2014 – und den Anmer­kun­gen im Edi­to­rial die­ser Aus­gabe wird die Auto­rIn auf­zei­gen, dass Klassen-​​ und Geschlech­ter­herr­schaft und -aus­beu­tung unter jeweils spe­zi­fi­schen his­to­ri­schen Umstän­den ent­stan­den sind, dass sie his­to­ri­schem Wan­del unter­lie­gen und prin­zi­pi­ell über­wind­bar sind. Aller­dings sie sind nicht aus ein­an­der ableit­bar. Sie sind zwar nicht von ein­an­der getrennt, son­dern beein­flus­sen und modi­fi­zie­ren sich wech­sel­sei­tig, aber sie sind Unter­schied­li­ches und von ein­an­der unter­scheid­bar. Ihre Unter­schied­lich­keit ist die Vor­aus­set­zung ihrer Wech­sel­wir­kung.

Nach den abstracts zu urtei­len, ist zu erwar­ten, daß mein Bei­trag durch­aus in einem gewis­sen dia­lo­gi­schen Kon­trast zum vor­her­ge­hen­den (15-​​17 h) Bei­trag von Georg Klauda aus­fal­len wird:

Haupt-​​ und Neben­wi­der­spruch revi­si­ted

Die meis­ten K-​​Gruppen der 1970er Jahre über­tru­gen Maos dia­lek­ti­sche Kate­go­rien von Grund-​​, Haupt-​​ und Neben­wi­der­spruch in ihre Poli­tik. Bis heute wer­den in lin­ken Spek­tren diese Kate­go­rien als böse Mene­te­kel auf­ge­ru­fen, um vor einer angeb­lich dro­hen­den „Hier­ar­chi­sie­rung der Kämpfe“ zu war­nen. Dem hal­ten die Kritiker*innen eine Gleich­ord­nung der Kate­go­rien ent­ge­gen, die den für die Pro­duk­ti­ons­weise kon­sti­tu­ti­ven Wider­spruch zwi­schen Kapi­tal und Arbeit über den Begriff des „Klas­sis­mus“ in eines von vie­len unter­schied­li­chen Dis­kri­mi­nie­rungs­ver­hält­nis­sen umdeu­tet. Die im Neo­li­be­ra­lis­mus auf die Spitze getrie­bene Dia­lek­tik zwi­schen kul­tu­rel­len Kämp­fen und dem hin­ter die­ser Fas­sade betrie­be­nen stum­men Umbau der ökono­mi­schen Herrschafts-​​ und Aus­beu­tungs­ord­nung kann damit aber nicht ein­mal im Ansatz mehr erfasst und ana­ly­siert wer­den.

Am Sonn­tag wird es dann u.a. zwei Bei­träge zu Marx‘ Kapi­tal im all­ge­mei­nen bzw. Marx Kri­sen­theo­rie im beson­de­ren geben: (mehr…)

Planspiele

Im Som­mer war das Spek­ta­kel zu erle­ben, daß gerade die­je­ni­gen, die

  • seit dem Früh­jahr 2012 die größ­ten Hoff­nun­gen mit einem Wahl­sieg von SYRIZA ver­ban­den (Micha Prütz [NAO]: „es besteht die Chance, im Inter­esse der Mehr­heit der Bevöl­ke­rung, im Inter­esse der Mehr­heit der Lohn­ab­hän­gi­gen, einen Bruch mit der herr­schen­den Logik her­bei­zu­füh­ren.“)
  • die nach dem – im Jan. 2015 dann tat­säch­lich erfolg­ten – Wahl­er­folg am lau­tes­ten jubel­ten (Marx 21: „Der Erfolg von Syriza ist auch ein Sieg der Men­schen, die in den letz­ten Jah­ren gegen die Kür­zungs­po­li­tik auf die Straße gegan­gen sind.“ /​ GAM: „die­ser Wahl­aus­gang [ist] auch ein Zei­chen gegen die Kür­zun­gen, gegen die Mas­sen­ver­ar­mung in Grie­chen­land.“)
  • deren befreun­de­ten Orga­ni­sa­tio­nen in Grie­chen­land SYRIZA-​​Entrismus betrie­ben (Marx 21 /​ DEA) oder die vom deut­schen Schreib­tisch aus SYRIZA, KKE und ANT­AR­SYA auf­for­der­ten, zusam­men eine „Arbei­ter­re­gie­rung“1 (GAM) bzw. „Links­re­gie­rung […] ohne bür­ger­li­che Par­teien“2 (NAO) zu bil­den
  • und die etwaige vor­han­dene Zwei­fel an der Rich­tig­keit des Weges (Plan A) von SYRIZA jeden­falls gut zu ver­ste­cken wuß­ten,

auf ein­mal laut­hals einen „Plan B“ for­der­ten.

  • Die Liga für die 5. Inter­na­tio­nale, zu der in Deutsch­land die GAM gehört, hatte auf ein­mal einen ganz ein­fa­chen und kla­ren Plan: „the Greek working class must make the coun­try ungo­vernable.“
  • Und die Marx21-​​Mitglieder Janine Wiss­ler und Nicole Gohlke for­der­ten Mut zum Eurozonen-​​Austritt: „Letzt­lich hat es aber die Linke in Europa ver­säumt, ernst­hafte Über­le­gun­gen für einen Plan B zu ent­wi­ckeln. In den Ver­hand­lun­gen mit den Gläu­bi­gern hat sich die Links­re­gie­rung damit jeg­li­cher Alter­na­ti­ven beraubt. Durch den Ver­zicht auf einen Plan B blieb am Ende nur eine ein­zige Option: Um jeden Preis im Euro zu blei­ben.“
  • Und auch Micha Prütz hatte auf ein­mal alles schon vor­her gewußt: „Dabei kommt die Nie­der­lage von SYRIZA nicht über­ra­schend, denn die grie­chi­sche Regie­rung hat nicht ernst­haft über Alter­na­ti­ven zum jetz­ti­gen Sys­tem und der EU disk­tu­iert.“ (meine Hv.)

Ich selbst stelle damals die These auf, „Kapi­ta­lis­mus ohne Euro“ – das sei „auch kein Zucker­schle­cken“, und stellte die skep­ti­schen Fra­gen:

„‚Letzt­lich hat es … die Linke in Europa ver­säumt, ernst­hafte Über­le­gun­gen für einen Plan B zu ent­wi­ckeln.’ Ja, aber was heißt das denn? – jetzt, nach­dem die SYRIZA-​​Regierung ein hal­bes Jahr im Amt ist; nach­dem Tsi­pras die Brüs­se­ler Ver­ein­ba­rung unter­schrie­ben hat; nach­dem das grie­chi­sche Par­la­ment die ers­ten bei­den gefor­der­ten Geset­zes­pa­kete ver­ab­schie­det hat – und nach­dem die­ser Plan B (der im übri­gen viel­leicht schon immer hätte der ‚Plan A’ sein sol­len) nicht exis­tiert? […] Kann die Stra­te­gie mit­ten im Kampf gewech­selt wer­den, ohne die Truppe dar­auf vor­zu­be­rei­ten?“

Die Idee, daß das Pro­blem nicht im Feh­len eines Reser­ve­plans B (für den Fall, daß der ver­meint­lich gut durch­dachte Plan A über­ra­schen­der­weise schei­tert) liegt, son­dern es schon an einem trag­fä­hige Plan A fehlte, hatte damals auch Leo Meyer von der Mar­xis­ti­schen Lin­ken (die 2014 unter dem Motto „ökolo­gisch, eman­zi­pa­to­risch, femi­nis­tisch, inte­gra­tiv“ von Mit­glie­dern eines Flü­gels der DKP und ande­ren Lin­ken gegrün­det wurde):

„Wenn die SYRIZA-​​geführte Regie­rung keine Mög­lich­keit hatte, die Gegen­seite zu irgend­et­was zu zwin­gen, dann nicht weil sie kei­nen ‚Plan B‘ in der Tasche hatte, son­dern weil sie bei ande­ren Regie­run­gen keine Ver­bün­de­ten fin­den konnte, und weil die Linke in den ande­ren euro­päi­schen Län­dern – vor allem in Deutsch­land – kei­nen ‚Plan A‘ hatte, um die Stärke zu ent­wi­ckeln mit der sie die Regie­run­gen zu Zuge­ständ­nis­sen hätte zwin­gen kön­nen.“

(http://​kom​mu​nis​ten​.blog​sport​.de/​2​0​1​5​/​0​8​/​1​1​/​f​u​e​r​-​e​i​n​e​n​-​p​l​a​n​-​a​-​f​u​e​r​-​e​i​n​e​n​-​p​l​a​n​-​a​-​k​o​m​m​e​n​t​a​r​-​v​o​n​-​l​e​o​-​m​a​y​e​r​-​m​a​r​x​i​s​t​i​s​c​h​e​-​l​inke/)

Die­ser Ver­la­ge­rung der Dis­kus­sion von Fach­sim­pe­lei über die Tak­tik von SYRIZA hin zur Frage nach einer Stra­te­gie zur Ver­än­de­rung des Kräf­te­ver­hält­nis­ses in den ökono­misch, poli­tisch und mili­tä­ri­schen füh­ren­den Län­dern Euro­pas, nament­lich in Deutsch­land, griff nun Tho­mas Sei­bert (Inter­ven­tio­nis­ti­sche Linke) mit einem Papier vom 10. Dezem­ber auf:

Erste Noti­zen zum Plan A einer neuen Lin­ken (nicht nur) in Deutsch­land

das zunächst bei kom​mu​nis​ten​.de ver­öf­fent­licht und inzwi­schen an ver­schie­de­nen Stel­len im Netz ver­linkt bzw. gespie­gelt wurde3.

Dazu haben nun wie­derum Gen. sys­tem­crash und ich ein paar Anmer­kun­gen bei linksunten.indymedia beige­steu­ert:

Das stra­te­gi­sche Dilemma der Lin­ken des 21. Jahr­hun­derts

https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/​1​62939.

(mehr…)

Erstes Nov.-Wochenende in FfM – Kongreß: „The Crisis of Europe – A Crisis for the Left?“

FRI­DAY NOV 6

14:00 – 16:30: Panel: What is a poli­ti­cal Party for the Left?

Mode­ra­tor: Lucy Par­ker

In spite of many dif­fe­rent poli­ti­cal cur­rents and ten­den­cies, per­haps the most signi­fi­cant ques­tion infor­ming the „Left“ today is the issue of „poli­ti­cal party.” Various „Left unity“ initia­ti­ves have been taking place in the after­math of the 2008 eco­no­mic cri­sis and sub­se­quent down­turn, fol­lo­wing Occupy Wall Street and the Arab Spring, alongs­ide con­ti­nuing „post-​​political“ ten­den­cies inheri­ted from the 1980s-​​90s (per­spec­tives such as expres­sed by Hardt and Negri’s Empire, Mul­ti­tude, and Com­mon­wealth, John Holloway’s Change the World wit­hout Taking Power, the Invi­si­ble Committee’s The Com­ing Insur­rec­tion, the Cali­for­nia stu­dent pro­tes­tors‘ Com­mu­ni­que from an Absent Future), the for­ma­tion of SYRIZA in Greece, and the new party Pode­mos in Spain (who reject the orga­ni­zed „Mar­xist Left“ as well as the esta­blis­hed labor uni­ons as part of the exis­ting „poli­ti­cal caste“). In Ger­many, Die Linke appears poi­sed to break into high poli­ti­cal office. At the same time, there has been a gro­wing cri­sis of the lar­gest „ortho­dox Mar­xist“ („Trotsky­ist“) poli­ti­cal orga­niza­ti­ons in the Anglo­phone and Wes­tern Euro­pean coun­tries, which has been cha­rac­te­ri­zed as the „cri­sis of (‚actually exis­ting‘) Leni­nism“ in the deve­l­o­ped capi­ta­list coun­tries. New publi­ca­ti­ons have emer­ged such as Jaco­bin maga­zine, N+1 and End­no­tes jour­nals, as a new „mill­en­nial Mar­xism.“ And there has emer­ged a rela­ted dis­cus­sion of the legacy of Mar­xism in prin­ci­ples ofpo­li­ti­cal orga­niza­tion going back to the Second Inter­na­tio­nal 1889-​​1914 („neo-​​Kautskyism“), for instance in Lars Lih’s revi­sio­nist history of Lenin and Bols­he­vism and the Com­mu­nist Party of Great Britain’s mem­ber Mike Macnair’s book Revo­lu­tio­nary Stra­tegy (2008), the lat­ter occa­sio­ned by the for­ma­ti­ons of the Respect Party in the U.K. and the Nou­veau Parti Anti­ca­pi­ta­liste in France. Today, per­haps the most signi­fi­cant ques­tion fac­ing the „Left“ inter­na­tio­nally is goes all the way back to Marx’s dis­pute with the anar­chists in the First Inter­na­tio­nal: What would it mean for the Left to take „poli­ti­cal action“ today?
Howe­ver, the issue of “poli­ti­cal party” seems to gene­rate more pro­blems for the Left than it sol­ves. For­ma­li­zed poli­ti­cal orga­niza­tion would appear indis­pens­a­ble for a long term per­spec­tives beyond the ebb and flow of move­ments. Yet the role of a party in sus­tai­ning activity and dis­con­t­ents over time — of buil­ding towards a revo­lu­tion — has had, at best an ambi­va­lent legacy, lea­ding as much to ratio­na­li­zing poli­ti­cally inef­fec­tive stra­te­gies or giving cover for various forms of oppor­tu­nism (e.g. refor­mism, caree­rism, etc.). Today the idea of poli­ti­cal par­ties as a means for the Left — through which the neces­sity for social trans­for­ma­tion could be deve­l­o­ped wit­hin society — as oppo­sed to an end in its­elf, is dif­fi­cult to envi­sion both theo­re­ti­cally and prac­tically. Yet the exis­ting default --poli­tics wit­hout par­ties — seems unable to do more than give sanc­tion to the vicis­si­tu­des through which capi­ta­lism chan­ges, but inva­ria­bly per­sists. Worse still, wit­hout par­ties of its own, the Left is forced to eit­her pas­si­vely or actively sup­port or at least place hopes in other par­ties. There appears no esca­ping the ques­tion of Poli­ti­cal Party for the Left.

18:00: ​OPENING PLE­NARY: What is the Euro­pean Union and should we be against it?

Mode­ra­tor: Tho­do­ris Velis­sa­ris

A united and peace­ful Europe see­med to be a dis­tant dream for a gene­ra­tion which went through the expe­ri­ence of war and destruc­tion. Today, this hope gai­ned shape in the new rea­li­ties of the Euro­pean Union. Des­pite its offi­cial pro­cla­ma­tion of peace, social well being and an “alter­na­tive to capi­ta­lism and com­mu­nism” the pro­ject finds its­elf in a pro­lon­ged cri­sis with uncer­tain expec­ta­ti­ons. The Euro-​​­crisis, mas­sive aus­te­rity and the incre­a­sing inter­fe­rence into demo­cra­tic prin­ci­ples, a gro­wing divi­sion bet­ween power­ful and weak eco­no­mies, Germany’s new hege­mony and the gro­wing influ­ence of finan­cial capi­tal appear in stark con­trast to the offi­cial slo­gans of “Euro­pean values and soli­da­rity”.
The des­pe­rate struggle of SYRIZA demons­tra­ted the neces­sity and see­ming impos­si­bi­lity of the Left across Europe to ans­wer with a poli­tics that would be truly inter­na­tio­nal and go beyond “resis­ting aus­te­rity.” Des­pite gro­wing social unrest, the deep ambi­va­lence towards the EU expres­ses its­elf in the ina­bi­lity of the Left to for­mu­late a cohe­rent vision of a poli­ti­cal alter­na­tive. At the same time the rejec­tion of the EU is ceded to a gro­wing Right. What is the EU for the Left today? Should it be over­come on the basis of the EU its­elf, or against the EU? The cla­ri­fi­ca­tion of its nature and appro­priate respon­ses seem to be one of the most pres­sing issues for the Left on the con­ti­nent and beyond.

SATUR­DAY NOV 7

11:00 – 13:00: ​PANEL: Elec­to­ral Poli­tics and the Left: Pro­blems and Pro­s­pects

Mode­ra­tor: Lau­rie Rojas (mehr…)

Aus einer Wahlanalyse von Leo[andros] Fischer

Aus einem FB-​​post von Leo Fischer (via Schorsch Franky):

1. Warum hat SYRIZA pro­zen­tual nur wenig und in abso­lu­ten Zah­len (Stim­men) nicht noch stär­ker als ohne­hin ver­lo­ren?

„SYRIZA konnte eine gewisse Dyna­mik auf­recht­er­hal­ten durch das Auf­sau­gen von Wäh­le­rIn­nen aus dem Lager der Mitte, vor allem aus der neo­li­be­ra­len Spaß­par­tei Potami (‚Der Fluss‘), die eine herbe Nie­der­lage erlit­ten hat. Doch SYRIZA bekam den Groß­an­teil ihrer Stim­men von Arbeit­neh­me­rIn­nen. Viele von denen haben sich in letz­ter Minute zäh­ne­knir­schend dafür ent­schie­den die Par­tei zu wäh­len, aus Angst vor einer Rück­kehr der kon­ser­va­ti­ven Nea Dimo­kra­tia (ND).“

2. Warum haben die Kräfte links von SYRIZA nicht stär­ker abge­schnit­ten?

a) Es brei­tet sich eine anti­po­li­ti­sche Stim­mung aus: (mehr…)

Fragmente zum griechischen Wahlergebnis

1. Zunächst ein­mal zur Empi­rie – d.h. den Zah­len:

Unter Zugrun­de­le­gung des vor­läu­fi­gen amt­li­chen End­er­geb­nis­ses sind die Gewin­ne­rIn­nen:

2. An Ana­ly­sen und Beur­tei­lun­gen der Zah­len finde ich ziem­lich trif­tig:

a) Jose­fina Mar­ti­nez: Syriza und Anel regie­ren wei­ter, um das dritte Memo­ran­dum durch­zu­set­zen1

http://​www​.klas​se​ge​gen​klasse​.org/​s​y​r​i​z​a​-​u​n​d​-​a​n​e​l​-​r​e​g​i​e​r​e​n​-​w​e​i​t​e​r​-​u​m​-​d​a​s​-​d​r​i​t​t​e​-​m​e​m​o​r​a​n​d​u​m​-​d​u​r​c​h​z​u​s​e​tzen/

=

Syriza y Anel vuel­ven al gobierno para apli­car el ter­cer memorán­dum

http://​www​.laiz​quier​da​dia​rio​.com/​S​y​r​i​z​a​-​y​-​A​n​e​l​-​v​u​e​l​v​e​n​-​a​l​-​g​o​b​i​e​r​n​o​-​p​a​r​a​-​a​p​l​i​c​a​r​-​e​l​-​t​e​r​c​e​r​-​m​e​m​o​r​andum

=

Syriza e ANEL vol­tam ao governo para apli­car o ter­ce­iro memo­rando

http://​www​.esquer​da​dia​rio​.com​.br/​S​y​r​i​z​a​-​e​-​A​N​E​L​-​v​o​l​t​a​m​-​a​o​-​g​o​v​e​r​n​o​-​p​a​r​a​-​a​p​l​i​c​a​r​-​o​-​t​e​r​c​e​i​r​o​-​m​e​m​o​rando

Der Arti­kel kom­bi­niert eine zutref­fende Ana­lyse der Nie­der­lage der LAE („enor­mer Rück­schlag“) mit einer zutref­fende Ana­lyse der kom­men­den erneu­ten SYRIZA/​ANEL-​​Regierung („Syriza und Anel regie­ren wei­ter, um das dritte Memo­ran­dum durch­zu­set­zen“) und einer nüch­ter­nen Hal­tung zu KKE („aus sta­li­nis­ti­scher Tra­di­tion komm[end]“ /​ „sek­tie­re­ri­sche und selbst­herr­li­che Poli­tik“, aber trotz­dem „eine wich­tige par­la­men­ta­ri­sche und außer­par­la­men­ta­ri­sche poli­ti­sche Kraft“) und ANT­AR­SYA („magere 0,83 Pro­zent der Stim­men, wenig mehr als bei den Wah­len im Januar“ /​ „Im Inne­ren von Ant­ar­sya gehen die Debat­ten jedoch dar­über wei­ter, wel­che Art von Par­tei und wel­che Stra­te­gie in der kom­men­den Periode ent­wi­ckelt wer­den muss.“).

b) Michael Aggelidis​: Erfolg von SYRIZA – Miss­er­folg der Lin­ken. Eine erste Bewer­tung der Wah­len in Grie­chen­land (mehr…)

Links von Syriza

Hier noch ein paar Links zu neue­ren Tex­ten aus Grie­chen­land auf Eng­lisch:

  • Greece and Europe: the view­point of the EEK (Workers Revo­lu­tio­nary Party) [Die EEK kan­di­diert dies­mal mit ANT­AR­SYA zusam­men. TaP]

http://​red​med​.org/​a​r​t​i​c​l​e​/​g​r​e​e​c​e​-​a​n​d​-​e​u​r​o​p​e​-​v​i​e​w​p​o​i​n​t​-​e​e​k​-​w​o​r​k​e​r​s​-​r​e​v​o​l​u​t​i​o​n​a​r​y​-​party

  • Com­mu­ni­ca­tion note of the majo­rity of the mem­bers of the Cen­tral Com­mit­tee of the Youth of SYRIZA: The Bankruptcy of SYRIZA and our stance against it

https://​kill​tina​.word​press​.com/​a​bout/

  • BEFORE THE SNAP GREEK ELEC­TION ON SEP­TEM­BER 20 [noch ein Text aus den Rei­hen der EEK]

http://​www​.eek​.gr/​i​n​d​e​x​.​p​h​p​/​e​n​g​l​i​s​h​t​e​x​t​/​3​7​2​6​-​b​e​f​o​r​e​-​t​h​e​-​s​n​a​p​-​g​r​e​e​k​-​e​l​e​c​t​i​o​n​-​o​n​-​s​e​p​t​e​m​b​er-20

=

  • ANTE LAS ELEC­CIO­NES ANTI­CI­PA­DAS GRIE­GAS DEL 20 DE SEP­TIEM­BRE

http://​www​.eek​.gr/​i​n​d​e​x​.​p​h​p​/​e​n​g​l​i​s​h​t​e​x​t​/​3​7​2​5​-​a​n​t​e​-​l​a​s​-​e​l​e​c​c​i​o​n​e​s​-​a​n​t​i​c​i​p​a​d​a​s​-​g​r​i​e​g​a​s​-​d​e​l​-​2​0​-​d​e​-​s​e​p​t​i​embre

  • No Com­pro­mi­ses. Ahead of Sunday’s vote, the Greek Com­mu­nist Party ans­wers ques­ti­ons about their vision and plat­form.

https://​www​.jaco​bin​mag​.com/​2​0​1​5​/​0​9​/​k​k​e​-​g​r​e​e​c​e​-​c​o​m​m​u​n​i​s​t​-​p​a​r​t​y​-​s​y​r​i​z​a​-​b​a​i​l​o​u​t​-​m​e​m​o​r​a​n​d​u​m​-​g​r​exit/

  • Peo­p­les” Front against the Impe­ria­list Ins­ti­ga­tors of War People do not need pro­tec­tors [Text der KKE (m-​​l); vgl. 1 und 2]

http://​www​.kkeml​.gr/​p​e​o​p​l​e​s​-​f​r​o​n​t​-​a​g​a​i​n​s​t​-​t​h​e​-​i​m​p​e​r​i​a​l​i​s​t​-​i​n​s​t​i​g​a​t​o​r​s​-​o​f​-​w​a​r​-​p​e​o​p​l​e​-​d​o​-​n​o​t​-​n​e​e​d​-​p​r​o​t​e​c​tors/

  • The bonds of the third Memo­ran­dum are being pre­pa­red

http://​www​.kkeml​.gr/​t​h​e​-​b​o​n​d​s​-​o​f​-​t​h​e​-​t​h​i​r​d​-​m​e​m​o​r​a​n​d​u​m​-​a​r​e​-​b​e​i​n​g​-​p​r​e​p​ared/

FT-CI (‚RIO-Internationale‘) ruft zur Wahl von ANTARSYA auf

Die FT-​​CI, der in Deutsch­land RIO ange­hört, ruft zur Wahl von ANT­AR­SYA auf:

„Wir haben wei­ter­hin pro­gram­ma­ti­sche und stra­te­gi­sche Dif­fe­ren­zen mit Ant­ar­sya – beson­ders weil sie nicht klar die Per­spek­ti­ven einer Arbeiter*innenregierung und des Kamp­fes für die Ver­ei­nig­ten Sozia­lis­ti­schen Staa­ten von Europa gegen die EU des Kapi­tals auf­wer­fen. Wir hal­ten es aber für pro­gres­siv, dass die Mehr­heit von Ant­ar­sya der ‚Volks­ein­heit‘ und ihrer ‚Anti-Euro‘-Politik der Klas­sen­kol­la­bo­ra­tion aus einer Posi­tion der Unab­hän­gig­keit von den refor­mis­ti­schen Vari­an­ten wider­stan­den haben: Sie prä­sen­tier­ten eine ver­ei­nigte Alter­na­tive der Lin­ken, die weder mit Syriza noch der LAE und der KKE zusam­men­steht. Des­halb rufen wir dazu auf, ihnen bei die­ser Wahl die Stimme zu geben.“

Mir scheint, ich könnte den gesam­ten Text unter­schrei­ben – mit einem Vor­be­halt,

  • ob, „Die Arbeiter*innen Grie­chen­lands zeig­ten einen enor­men Kampfes-​​ und Wider­stands­wil­len mit mehr als 30 Gene­ral­streiks und hun­der­ten Teil­streiks im öffent­li­chen und pri­va­ten Sek­tor in den letz­ten Jah­ren. Den­noch wurde diese Ener­gie durch die büro­kra­ti­schen Gewerk­schafts­füh­run­gen zer­streut.“, das Pro­blem nicht zu sehr auf die Füh­run­gen redu­ziert1.
  • Und ich bin mir nicht, ob die Kri­tik, ANT­AR­SYA werfe „nicht klar die Per­spek­ti­ven einer Arbeiter*innenregierung und des Kamp­fes für die Ver­ei­nig­ten Sozia­lis­ti­schen Staa­ten von Europa gegen die EU des Kapi­tals auf“, zutrifft. Denn jeden­falls in deren Kon­fe­renz­be­schluß von 2012 ist die Rede von „govern­ment and the poli­ti­cal power of the working class and its ally­ing popu­lar strata.“2„and the poli­ti­cal power“ scheint mir dort gerade klar­zu­stel­len (sol­len), daß es nicht um eine par­la­men­ta­ri­schen Regie­rung von sog. „Arbei­ter­par­teien“, son­dern um einen Wech­sel der Staats­macht gehen soll.

An ande­rer Stelle in dem glei­chen Text spricht ANT­AR­SYA von „over­co­m­ing of capi­ta­lism and the aboli­tion of capi­tal rela­ti­ons, on the road to socialism-​​communism of our time“ und „revo­lu­ti­ons towards socia­lism and com­mu­nism, to the con­fron­ta­tion with the ques­tion of power and govern­ment of workers and working clas­ses allies. The con­tem­porary working class […] has the know­ledge and the pos­si­bi­li­ties for a new orga­niza­tion of pro­duc­tion and society, where s/​he will be in charge. ANT­AR­SYA enlists in this per­spec­tive.“

Aller­dings kommt dort in der Tat die „Dik­ta­tur des Pro­le­ta­ri­ats“ nicht vor. Was ich aber rich­tig finde, ist, daß ANT­AR­SYA anschei­nend weder davon aus­geht, daß eine Arbei­te­rIn­nen­re­gie­rung auf par­la­men­ta­ri­schem Wege errun­gen wer­den noch hier und heute ein­fach aus­ge­ru­fen wer­den kann. Sie schrie­ben 2012 soweit m.E. sehr rich­tig:

„Such ori­en­ta­tion requi­res a new round of mas­sive and decisive fights; it requi­res a mul­ti­fa­ce­ted ‚pro­lon­ged popu­lar war.‘ By con­trast, con­fron­ting the govern­ment in terms of ‚par­lia­men­tary standby‘ leads to defeat.“

  • Was dage­gen in der Tat unter­be­lich­tet ist, ist die europäisch-​​internationalistische Per­spek­tive; die „Ver­ei­nig­ten Sozia­lis­ti­schen Staa­ten von Europa“ kom­men jeden­falls in dem zitier­ten 2012er-​​Text und ande­ren ANTARSYA-​​Texten, die ich gele­sen habe, nicht vor. Die ANTARSYA-​​Mitgliedsorganisation OKDE-​​Spartacus ist dies­bzgl. zumin­dest etwas deut­li­cher: Sie plä­diert vor der Jan.-Wahl für einen „new, socia­list inter­na­tio­na­lism in Bal­kans, in Europe, in the Aegean sea“3.

(mehr…)