Archiv der Kategorie 'Fragen der Strategie'

Katalonien – mal eine Alternative zur nationalistischen Eskalation

„Unas 150 per­so­na­li­dades de la socie­dad, la cul­tura y la política cata­lana, de part­i­dos tan dis­pa­res como el PSC y la CUP, han suscrito este dom­ingo un mani­fi­esto que insta a incluir en los pro­gra­mas elec­to­ra­les de las for­macio­nes que con­cur­ran a los comi­cios del 21 de diciem­bre la pro­pu­esta de con­vo­car un refe­rén­dum pac­tado, informa Efe.
El mani­fi­esto, que será pre­sen­tado mañana en el Cole­gio de Perio­dis­tas de Cata­luña, llama a los part­i­dos a asu­mir tam­bién en la cam­paña elec­to­ral la peti­ción de libertad para los excon­sel­lers y los líde­res de la ANC y Òmnium Cul­tu­ral deten­i­dos y la dero­ga­ción del artí­culo 155 de la Con­sti­tu­ción.
Entre los pro­mo­to­res y fir­man­tes del mani­fi­esto se encu­en­tran el can­tante Rai­mon, los excon­sel­lers And­reu Mas Colell (CiU), Joa­quim Nadal y Antoni Cas­tells (PSC), el exdi­pu­tado de la CUP David Fernán­dez, el expre­si­dente del Par­la­ment Joan Rigol y la actriz Emma Vila­rasau.“

https://​elpais​.com/​C​o​m​e​n​t​a​r​i​o​/​1​5​0​9​9​1​9​4​4​4​-​3​8​3​9​f​e​6​7​0​3​0​a​5​7​9​8​7​8​1​1​d​7​6​2​1​1​f​22c50

Meine Über­set­zung:

„Unge­fähr 150 Men­schen aus Gesell­schaft, Kul­tur und Poli­tik Kata­lo­ni­ens – aus so unter­schied­li­chen Par­teien wie der PSC und der CUP – haben die­sen Sonn­tag ein Mani­fest unter­schrie­ben, das dar­auf dringt, in die Wahl­pro­gramme der For­ma­tio­nen, die bei den Wah­len am 21. Dezem­ber teil­neh­men, einen Vor­schlag für ein aus­ge­han­del­tes [ver­ein­bar­tes] Refe­ren­dum auf­zu­neh­men, infor­miert die [Nach­rich­ten­agen­tur?] Efe.
Die­ses Mani­fest, das mor­gen im Cole­gio [Schule, Kam­mer, Kol­le­gium, …] de Perio­dis­tas [der Jour­na­lis­ten] Kata­lo­ni­ens vor­ge­stellt wird, ruft die Par­teien auf, in die Wahl­kam­pa­gnen außer­dem eine Peti­tion für die Frei­heit der inhaf­tier­ten ehe­ma­li­gen Regio­nal­mi­nis­ter und Anfüh­rer von ANC und Òmnium Cul­tu­ral sowie die Aufhebung/​Änderung/​Außerkraftsetzung/​Abschaffung des Art. 155 der [spa­ni­schen] Ver­fas­sung auf­zu­neh­men1.
Unter den Initia­to­ren und Unter­zeich­nern des Mani­fest befin­den sich der Sän­ger Rai­mon, der ehe­ma­lige Regio­nal­mi­nis­ter And­reu Mas Colell (CiU2), Joa­quim Nadal y Antoni Cas­tells (PSC), der ehe­ma­lige Abge­ord­nete der CUP David Fernán­dez, der ehe­ma­lige Par­la­ments­prä­si­dent Joan Rigol und die Schau­spie­le­rin Emma Vila­rasau.“

  1. Mir ist nicht klar, ob aus­schließ­lich die Auf­he­bung ( = Been­di­gung) der Anwen­dung des Arti­kels im vor­lie­gen­den Fall oder aber eine Änderung/​Abschaffung des Arti­kels selbst gefor­dert wird. [zurück]
  2. Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Converg%C3%A8ncia_i_Uni%C3%B3. [zurück]

„Das [z.B.: katalanische] Volk“ – ein leerer Signifikant

Harald Pio­trow­ski schreibt bei Gras­wur­zel­re­vo­lu­tion via Links­net via sys­tem­crash:

„Von links­na­tio­na­lis­ti­scher Seite wird […] gel­tend gemacht, dass […] man/​frau sich […] dem ‚(Arbeiter-)Volk‘ zurechne und die­ses sei doch (per defi­ni­tio­nem) ‚fort­schritt­lich‘. Dem­ent­spre­chend gelte es, eine ‚Volks­re­pu­blik‘ zu instal­lie­ren, die sich natür­lich diverse Ver­spre­chun­gen nach mehr sozia­ler Sicher­heit und Gerech­tig­keit zuei­gen gemacht hat. Diese sind aber, je nach sozia­lem und poli­ti­schem Milieu, ent­we­der so dif­fus gefasst, dass sich jede/​r ihren oder sei­nen Teil dabei den­ken kann, bzw. gehen nicht dar­über hin­aus, was sich die klas­si­sche Sozi­al­de­mo­kra­tie zu ihren Hoch­zei­ten dazu hat ein­fal­len las­sen (Ver­staat­li­chungs­pro­gramme, Natio­nal­bank, Rei­chen­be­steue­rung, usw.).

‚Volk‘, ‚Nation‘ als leere Hül­sen

Kaum eine Idee wird daran ver­schwen­det, das Schei­tern eines der­ar­ti­gen Neo­keyn­sia­nis­mus auch nur kri­tisch unter die Lupe zu neh­men (z.B. der völ­lige Bank­rott einer Syriza in Grie­chen­land, ganz zu schwei­gen von ähnli­chen Ver­su­chen in Latein­ame­rika), statt­des­sen der abge­lei­erte Kalauer (mehr…)

Große Überraschung: Katalanische Unabhängigkeit doch kein Kinderspiel…

„Die Gene­ral­se­kre­tä­rin der PDe­Cat, Marta Pas­cal, gestand unter­des­sen ein, dass in den ver­gan­ge­nen Tagen Feh­ler gemacht wor­den seien. Man habe sich den Abspal­tungs­pro­zess ein­fa­cher vor­ge­stellt, sagte sie dem kata­la­ni­schen TV-​​Sender TV-​​3. ‚Wir haben getan, was wir tun muss­ten.‘ Aber als eine inter­na­tio­nale Aner­ken­nung aus­ge­blie­ben sei und die Lokal­po­li­zei Mos­sos den Befeh­len der Zen­tral­re­gie­rung fol­gen musste, habe das für Ernüch­te­rung gesorgt. ‚Wir haben uns etwas als sehr ein­fach vor­ge­stellt, was viel­leicht nicht so ein­fach ist – aber es war mög­lich‘, bekräf­tigte Pas­cal.“

„Der von Madrid abge­setzte kata­la­ni­sche Regio­nal­prä­si­dent Carles Puig­de­mont hat dazu auf­ge­ru­fen, den Weg hin zur Unab­hän­gig­keit Kata­lo­ni­ens zu ‚ver­lang­sa­men‘. ‚Wir kön­nen keine Repu­blik für alle auf Gewalt grün­den‘, sagte Puig­de­mont am Diens­tag in Brüs­sel. Wenn dies bedeute, dass die Ent­wick­lung hin zur Unab­hän­gig­keit ver­lang­samt werde, dann sei dies ‚ein ver­nünf­ti­ger Preis‘.
Puig­de­mont, der in Spa­nien [Gegen­stand eines straf­recht­li­chen Ermitt­lungs­ver­fah­rens] wegen Rebel­lion ist, erklärte auch, er wolle in Bel­gien kein poli­ti­sches Asyl bean­tra­gen. Noch am Sams­tag hatte er vage zu ‚fried­li­chem Wider­stand‘ auf­ge­ru­fen – und war dann nach Bel­gien aus­ge­reist. Die Überg­abe der Kon­trolle an die Zen­tral­re­gie­rung ver­lief ohne Zwi­schen­fälle und auch Pro­teste in Kata­lo­nien blie­ben aus.“

http://​www​.faz​.net/​a​k​t​u​e​l​l​/​p​o​l​i​t​i​k​/​a​u​s​l​a​n​d​/​e​h​e​m​a​l​i​g​e​r​-​k​a​t​a​l​a​n​i​s​c​h​e​r​-​r​e​g​i​o​n​a​l​p​r​a​e​s​i​d​e​n​t​-​p​u​i​g​d​e​m​o​n​t​-​i​c​h​-​w​i​l​l​-​k​e​i​n​-​p​o​l​i​t​i​s​c​h​e​s​-​a​s​y​l​-​i​n​-​b​e​l​g​i​e​n​-​1​5​2​7​1​0​1​8​.html

„Puig­de­mont ha con­fir­mado que su part­ido con­curr­irá a las elec­cio­nes auto­nó­mi­cas del pró­ximo 21 de diciem­bre. ‚Son un reto que vamos a acep­tar‘, ha dicho antes de com­pro­me­terse a res­pe­tar los resul­ta­dos y pedir al Gobierno que se com­pro­meta a lo mismo.“ /​ „Puig­de­mont hat bestä­tigt (Über­set­zungs­va­ri­ante: zuge­stimmt), daß seine Par­tei bei der Regio­nal­wahl am 21. Dezem­ber antre­ten wird. ‚Sie ist eine Her­aus­for­de­rung, die wir anneh­men wer­den‘, sagte er, bevor er ver­sprach das Ergeb­nis anzu­er­ken­nen und die Regie­rung auf­for­derte, das­selbe zu ver­spre­chen.“

https://​poli​tica​.elpais​.com/​p​o​l​i​t​i​c​a​/​2​0​1​7​/​1​0​/​3​1​/​a​c​t​u​a​l​i​d​a​d​/​1​5​0​9​4​3​8​3​7​1​_​3​8​3​4​9​1​.html

Benet Sal­el­las (CUP): „Hemos de estar pre­pa­ra­dos para un pro­cés que dure meses… y años“. /​ „Wir haben uns auf einen Pro­zeß ein­zu­stel­len, der Monate… und Jahre dau­ern wird.“

https://​elpais​.com/​C​o​m​e​n​t​a​r​i​o​/​1​5​0​9​4​4​8​9​3​8​-​0​0​9​5​c​8​9​8​1​f​3​6​4​0​4​6​5​0​f​3​6​b​6​5​d​4​c​2b228

FAU-VA zu #Katalonien am Fr. ab 19:30 Uhr in Berlin: Nationalismus und Emanzipation in Katalonien

Ich habe fünf „Fra­gen an den Refe­ren­ten“ for­mu­liert, und info­par­ti­san hat sie ver­öf­fent­licht:

http://​info​par​ti​san​.net/

Katalanische Demokratie-Illusionen

Peter Nowak hat mich für Tele­po­lis zum Katalonien-​​Konflikt inter­viewt:

https://​www​.heise​.de/​t​p​/​f​e​a​t​u​r​e​s​/​K​a​t​a​l​o​n​i​e​n​-​E​m​p​h​a​t​i​s​c​h​e​-​D​e​m​o​k​r​a​t​i​e​-​u​n​d​-​d​a​s​-​G​e​w​i​c​h​t​-​v​o​n​-​V​e​r​f​a​s​s​u​n​g​e​n​-​3​8​7​1​0​4​5​.html

Dar­un­ter sind bis­her mehr als drei Dut­zend Kom­men­tare – unter­schied­li­cher Qua­li­tät – gepos­tet wor­den.

#Katalonien: Eine Antwort an Raul Zelik und fünf Vorschläge an KommunistInnen im spanischen Staat

Raul Zelik hatte am Mon­tag 13 FAQs zu Kata­lo­nien, Repu­blik und Unab­hän­gig­keit publi­ziert.

Ich konnte mir eine ganze Reihe von Nach­fra­gen dazu nicht ver­knei­fen:

#Kata­lo­nien: Nach­fra­gen zu 13 Ant­wor­ten

https://​de​.indy​me​dia​.org/​n​o​d​e​/​14338

https://​de​.indy​me​dia​.org/​n​o​d​e​/​14338″ rel=“external“>

#linksunten: Verboten heißt nicht verschwunden

sys­tem­crash und TaP bei links­un­ten. Eine lei­der not­wen­dige wei­tere Web­site

http://​sys​tem​cras​hund​tat​bei​links​un​ten​.blog​sport​.eu

Liste der ‚geret­te­ten‘ Arti­kel: (mehr…)

Selbergemacht bei #linksunten

https://​de​.indy​me​dia​.org/​s​i​t​e​s​/​d​e​f​a​u​l​t​/​f​i​l​e​s​/​l​i​n​k​s​u​n​t​e​n​-​D​o​k​u​-​1.pdf

  • Basis­gruppe Antifa: The­sen zu sozia­len Kämp­fen (links­un­ten v. 15.03.2017)
  • sys­tem­crash unter Mit­ar­beit von TaP: Soziale Kämpfe: 11 Anmer­kun­gen zu 11 The­sen der Basis­gruppe Antifa (links­un­ten v. 25.03.2017)
  • Auto­no­mie Maga­zin: Die radi­kale Linke muss mit sich selbst bre­chen (links­un­ten v. 03.04.2017)
  • ras­cal: Die poli­ti­schen Grup­pen sind nicht die Lösung, sie sind das Pro­blem! (links­un­ten v. 04.07.2017)
  • TaP (mit Assis­tenz von sys­tem­crash): Bür­ger­tum, Arbei­te­rIn­nen, Eli­ta­ris­mus – Was ist gemeint? (links­un­ten v. 10.04.2017)

Neues zu Lenin

1. Wla­di­mir Iljitsch Lenin, Der Impe­ria­lis­mus als höchs­tes Sta­dium des Kapi­ta­lis­mus. Kri­ti­sche Neu­aus­gabe mit Essays von Diet­mar Dath und Chris­toph Türcke, her­aus­ge­ge­ben von Wla­dis­law Hede­ler und Vol­ker Külow, Ver­lag 8. Mai: Ber­lin, 357 Sei­ten; 24.80 Euro

https://www.jungewelt-shop.de/Lenin_%20Imperialismus_normalausgabe

2. dazu: Rezen­sion von Gün­ther Sta­mer, „Aber wer liest heute noch Lenin?“

http://​www​.kom​mu​nis​ten​.de/​i​n​d​e​x​.​p​h​p​?​o​p​t​i​o​n​=​c​o​m​_​c​o​n​t​e​n​t​&​a​m​p​;​v​i​e​w​=​a​r​t​i​c​l​e​&​a​m​p​;​i​d​=​6​9​2​6​:​q​a​b​e​r​-​w​e​r​-​l​i​e​s​t​-​h​e​u​t​e​-​n​o​c​h​-​l​e​n​i​n​q​&​a​m​p​;​c​a​t​i​d​=​1​0​6​:​l​i​t​e​r​a​t​u​r​-​u​n​d​-​k​u​n​s​t​&​a​m​p​;​I​t​e​m​i​d=256

3. Karl Heinz Schu­bert ant­wor­tet auf Nowak/​Schill/​Schulze:

Trio ver­sus RIO. Einige Rand­be­mer­kun­gen zu dem offe­nen Brief an RIO (mehr…)

Lenin: „Die Freiheit der Vereinigung setzt die Freiheit der Lostrennung voraus.“

Ges­tern wurde bei scharf-​​links eine Ant­wort von sys­tem­crash und mir auf einen Leser­brief von A. Hol­berg zum Israel/​Palästina-​​Konflikt ver­öf­fent­licht:

Ant­wort auf den Leser­brief von A. Hol­berg v. 31.7. zum Israel/​Palästina-​​Konflikt

http://​scharf​-links​.de/​4​8​.​0​.​h​t​m​l​?​&​a​m​p​;​t​x​_​t​t​n​e​w​s​[​t​t​_​n​e​w​s​]​=​6​1​7​3​7​&​a​m​p​;​t​x​_​t​t​n​e​w​s​[​b​a​c​k​P​i​d​]​=​5​6​&​a​m​p​;​c​H​a​s​h​=​e​2​2​c​6​8055c

Wir haben heute nach­träg­lich noch mal Kor­rek­tur gele­sen und dabei – außer Klein-​​Korrekturen – den letz­ten Satz von Anhang 2 gestri­chen („Das bri­ti­sche Man­dats­ge­biet umfaßte auch das heute Jor­da­nien.“). Der frag­li­che Satz war zwar bis 1923 zutref­fend; im zeit­li­chen Kon­text (1948) von Anhang 2 aber falsch pla­ziert.

Außer­dem haben wir bei der Gele­gen­heit eine neue Über­schrift über den Text gesetzt und die bis­he­rige – gekürzt – zur blo­ßen Unter­über­schrift gemacht. -

Hier gibt es nun die kor­ri­gierte Ver­sion als .pdf-​​Datei:

http://​Theo​rie​als​Pra​xis​.blog​sport​.de/​i​m​a​g​e​s​/​h​o​l​b​e​r​g​_​l​e​s​e​r​b​r​i​e​f​_​_​K​O​R​R.pdf

5 Thesen zu „nationaler Selbstbestimmung“ im allgemeinen und dem Israel/Palästina-Konflikt im besonderen

1. Sozia­lis­ti­sche Staats­ap­pa­rate sind nicht zu zer­schla­gen, son­dern zum Abster­ben zu brin­gen – dies nur der Prä­zi­sion hal­ber.

2. Zu zer­schla­gen sind bür­ger­li­che Staats­ap­pa­rate durch sozia­lis­ti­sche Revo­lu­tio­nen – d.h. die Lohn­ab­hän­gi­gen der jewei­li­gen Nation.

3. Sind die jewei­li­gen Lohn­ab­hän­gi­gen zu schwach oder unwil­lens, eine sozia­lis­ti­sche Revo­lu­tion durch­zu­füh­ren, so ändert dies – nach leni­nis­ti­scher Posi­tion – nichts am natio­nale Selbst­be­stim­mungs­recht. Siehe z.B. die Aner­ken­nung der Los­tren­nung des bür­ger­li­chen Finn­lands von Ruß­land durch die Sowjet­re­gie­rung.

4. Der Ent­zug des natio­na­len Selbst­be­stim­mungs­rechts ist nach leni­nis­ti­scher Posi­tion keine legi­time Sank­tion in natio­na­len Kon­flik­ten. Des­halb kom­men weder die Hamas, noch die PFLP noch andere paläs­ti­nen­si­sche Orga­ni­sa­tio­nen als legi­ti­mes Sub­jekt einer Zer­schla­gung des bür­ger­li­chen Staats­ap­pa­ra­tes in Israel in Betracht.

5. Leni­nis­tIn­nen unter­stüt­zen DEMO­KRA­TI­SCHE FOR­DE­RUN­GEN GEGEN NATIO­NALE UNTER­DRÜ­CKUNG und gehen dafür ggf. Bünd­nisse mit der bür­ger­li­chen Demo­kra­tie ein; aber sie bekämp­fen die bür­ger­li­che, feu­dale und reli­giöse Reak­tion; sie ver­ges­sen auch in natio­na­len Kon­flik­ten nicht, daß Völ­ker in Klas­sen und Geschlech­ter gespal­ten sind.

----------

Siehe ergän­zend

von Achim Schill, Peter Nowak und mir:

Offe­ner Brief an die Revo­lu­tio­näre Inter­na­tio­na­lis­ti­sche Orga­ni­sa­tion (RIO) /​ https://​www​.klas​se​ge​gen​klasse​.org/:

Wer sind „die Palästinenser*innen“?

Zur Kri­tik des anti-​​leninistischen „Volks“-Diskurses

https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/​2​20168;

.pdf-​​Version: https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​s​y​s​t​e​m​/​f​i​l​e​s​/​d​a​t​a​/​2​0​1​7​/​0​8​/​1​8​6​2​2​9​3​2​8​7.pdf.

Um von Wiederholung abzuraten: Eine notwendige Kritik am Aufruf zum Queer Liberation March

Neu von mir links­un­ten:

Kein Ver­lust

Anmer­kun­gen zum abge­sag­ten „Queer Libe­ra­tion March“

https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/​2​19921; .pdf-​​Version des Arti­kels:

https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​s​y​s​t​e​m​/​f​i​l​e​s​/​d​a​t​a​/​2​0​1​7​/​0​7​/​5​5​0​2​5​1​9​5​7​5.pdf

Wider die fordistische Nostalgie

Achim Schill hat bei Fb (1 und 2) zwei inter­es­sante Arti­kel ver­linkt:

  • Mein­hard Creydt: Zur Idea­li­sie­rung des frü­he­ren Sozi­al­staats besteht kein Anlass

https://​www​.heise​.de/​t​p​/​f​e​a​t​u​r​e​s​/​Z​u​r​-​I​d​e​a​l​i​s​i​e​r​u​n​g​-​d​e​s​-​f​r​u​e​h​e​r​e​n​-​S​o​z​i​a​l​s​t​a​a​t​s​-​b​e​s​t​e​h​t​-​k​e​i​n​-​A​n​l​a​s​s​-​3​7​8​0​8​3​4​.html

  • Daphne Law­less: Kon­ser­va­tive Linke: Schein­lö­sun­gen von ges­tern

https://​fight​back​.org​.nz/​g​e​g​e​n​-​d​i​e​-​k​o​n​s​e​r​v​a​t​i​v​e​-​l​inke/

Anm.: 1. Die Syrien-​​Position der Auto­rin teile ich nicht (auch Achim Schill hat dies­bzgl. Beden­ken ange­mel­det). 2. Die poli­ti­sche Land­schaft Neu­see­lands scheint sich – auch wenn es auch hier­zu­lande (in Form von Tei­len der Links­par­tei und klei­nen mar­xis­ti­schen Grup­pen) eine „kon­ser­va­tive Linke“ gibt – ziem­lich stark von der hie­si­gen zu ent­schei­den (Unter­bre­chung der lin­ken Kon­ti­nui­tät schon 1981; starke Bedeu­tung eines kon­ser­va­ti­ven – statt neo­li­be­ra­len Ökolo­gis­mus).

Wider den marxistischen und queeren Totalitäts-Anspruchs

Didier Eri­bon:

„Das Pro­blem mit dem ‚lin­ken‘ Popu­lis­mus ist, dass er die Vor­stel­lung eines orga­ni­schen und homo­ge­nen ‚Vol­kes‘ mit dem Rechts­po­pu­lis­mus teilt — samt all den Gefah­ren, die damit ver­bun­den sind. Eine sol­che Homo­ge­ni­sie­rung der Poli­tik führt immer dazu, dass eine Reihe von Men­schen nicht mehr als poli­tisch und kul­tu­rell legi­tim betrach­tet wer­den. Im Gegen­teil: Ihre Pro­bleme erschei­nen dann als ein Fak­tor der Spal­tung, was man zum Bei­spiel immer der femi­nis­ti­schen Bewe­gung vor­ge­wor­fen hat. Die popu­lis­ti­sche Idee einer ‚Kon­ver­genz‘ der Kämpfe ver­ein­heit­licht, sim­pli­fi­ziert, schließt aus — und das zwangs­läu­fig. Bes­ser wäre es, die Viel­falt der Kämpfe zu unter­stüt­zen — selbst wenn die ver­schie­de­nen Kämpfe unter­ein­an­der in Kon­flikt gera­ten, und das kommt oft vor. Wenn die Kämpfe kon­ver­gie­ren, sich syn­chro­ni­sie­ren und sich zu einem gewis­sen Zeit­punkt ver­ei­nen, umso bes­ser. Aber man kann diese – ‚Ein­heit‘ nicht als Vor­aus­set­zung für die Exis­tenz und die Legi­ti­mi­tät der ver­schie­de­nen Bewe­gun­gen pos­tu­lie­ren. Das würde bedeu­ten, dass man sich als jemand aus­gibt, der allein poli­ti­sche Authen­ti­zi­tät ‚zu ver­lei­hen ver­mag. Das würde ver­hin­dern, dass neue Bewe­gun­gen ent­ste­hen.“

http://​www​.stadt​re​vue​.de/​a​r​c​h​i​v​/​a​r​c​h​i​v​a​r​t​i​k​e​l​/​1​2​6​3​2​-​e​i​n​e​-​i​n​t​e​r​n​a​t​i​o​n​a​l​e​-​d​e​r​-​p​r​o​g​r​e​s​s​i​v​e​n​-​a​u​f​b​auen/ (via Achim Schill [Fb])

TaP:

Ist Queerfe­mi­nis­mus eine totale Theo­rie? (mehr…)

Fr., den 28.7. – Berlin: Gewerkschaftliche Solidarität statt Boykott – Diskussionsveranstaltung zur BDS-Kampagne

In der letz­ten Zeit haben sich Gewerk­schaf­ten in ver­schie­de­nen Län­dern der Israel-​​Boykottbewegung (BDS) ange­schlos­sen, dar­un­ter auch Basis­ge­werk­schaf­ten, die mit der FAU zusam­men­ar­bei­ten. Daher wol­len wir uns auf der Ver­an­stal­tung kri­tisch mit den Zie­len der BDS-​​Kampagne aus­ein­an­der­set­zen.
Die Blog­ge­rin Det­lef Geor­gia Schulze wird in ihrem Input begrün­den, warum die BDS-​​Kampagne keine Per­spek­tive für die Über­win­dung von Natio­na­lis­mus, Klassen-​​ und Geschlech­ter­wi­der­sprü­chen in der israelisch-​​palästinensischen Gesell­schaft bie­tet.
Wie eine basis­ge­werk­schaft­gli­che Pra­xis auch im Fall von Israel-​​Palästina aus­se­hen kann, wird das Thema des Inputs von Mark Rich­ter sein. Er ist in der IWW Bre­men aktiv und Teil der Orga­ni­zing Abtei­lung der IWW im deutsch­spra­chi­gen Raum.

https://​ber​lin​.fau​.org/​t​e​r​m​i​n​e​/​g​e​w​e​r​k​s​c​h​a​f​t​l​i​c​h​e​-​s​o​l​i​d​a​r​i​t​a​e​t​-​s​t​a​t​t​-​b​o​y​k​o​t​t​-​d​i​s​k​u​s​s​i​o​n​s​v​e​r​a​n​s​t​a​l​t​u​n​g​-​z​u​r​-​b​d​s​-​k​a​magne

Fr., den 28.07.2017
von 19:00 bis 22:00
FAU-​​Lokal, Grün­ta­ler Straße 24, Berlin-​​Gesundbrunnen
200 m von der Tram-​​Station M 13 und 50 Grün­ta­ler Straße
500 m vom S-​​Bahnhof Born­hol­mer Straße
800 m vom U-​​ und S-​​Bahnhof Gesund­brun­nen


View Lar­ger Map