Beiträge von DGSch

Passen materialistische Kritik und Identitätspolitik zusammen?

Am Mitt­woch nahm ich als Krank­heits­ver­tre­tung für Nina Scholz (Hate Maga­zine) auf dem Podium an der Ver­an­stal­tung Klasse Frau – Zum Stand femi­nis­ti­schen Kämp­fens von TOP B3rlin und Helle Panke teil. Ich wurde gefragt: „Wie kann man eine mate­ria­lis­ti­sche und eine Iden­ti­täts­kri­tik – oder weil es so oft inzwi­schen so posi­tiv for­mu­liert wird: wie kann man eine mate­ria­lis­ti­sche Kri­tik und Iden­ti­täts­po­li­tik – über­haupt zusam­men­den­ken? Was könnte der deut­schen Lin­ken aus Dei­ner Sicht aus dem Dilemma der indi­vi­dua­li­sier­ten Betrof­fen­heits­phase hel­fen her­aus­zu­tre­ten?“

Meine Ant­wort und die Ant­wor­ten von Sarah Speck (kit­chen poli­tics) und Anja (Care Revo­lu­tion) auf die ihnen gestell­ten Fra­gen sowie die anschlie­ßende Dis­kus­sion kann sich dort ange­hört wer­den:

Briefe über Briefe… – von der NAO Berlin, der Revolutionären Kommunistischen Internationalen Tendenz, von systemcrash u. TaP

1.a) Die NAO Ber­lin hat einen Brief „an die Grup­pen im NaO-​​Prozess“ geschrie­ben:

http://​nao​-pro​zess​.de/​z​u​m​-​n​a​o​-​p​r​o​z​e​s​s​-​b​r​i​e​f​-​d​e​r​-​n​a​o​-​b​e​r​l​i​n​-​a​n​-​d​i​e​-​g​r​u​p​p​e​n​-​i​m​-​n​a​o​-​p​r​o​zess/

b) Dazu habe ich zusam­men mit sys­tem­crash Stel­lung genom­men:

Bünd­nis revo­lu­tio­nä­rer Grup­pen 2.0?! Zum Vor­schlag der NaO Ber­lin, die NaO auf­zu­lö­sen

http://​scharf​-links​.de/​2​6​6​.​0​.​h​t​m​l​?​&​a​m​p​;​t​x​_​t​t​n​e​w​s​[​t​t​_​n​e​w​s​]​=​5​5​1​3​9​&​a​m​p​;​t​x​_​t​t​n​e​w​s​[​b​a​c​k​P​i​d​]​=​5​6​&​a​m​p​;​c​H​a​s​h​=​5​8​0​8​9​37c42

2. Bei plaene​.blog​sport​.eu wurde wur­den je drei Briefe der RCIT sowie systemcrash/​TaP als e-​​Broschüre ver­öf­fent­licht:

Titelseite der Broschüre

http://​plaene​.blog​sport​.eu/​2​0​1​6​/​0​3​/​0​5​/​z​u​-​m​e​t​h​o​d​e​n​-​u​n​d​-​i​n​h​a​l​t​e​n​-​r​e​v​o​l​u​t​i​o​n​a​e​r​e​r​-​k​o​n​v​e​r​genz/

Frauen*-VV Köln: FLTI-Block „Nein zum sexistischen und rassistischen Normalzustand“ am 12.3.

„Die Sil­ves­ter­nacht in Köln hat das Thema sexua­li­sierte Gewalt im öffent­li­chen Raum auf die Tages­ord­nung gesetzt. Doch warum jetzt?
Sexis­mus und sexua­li­sierte Gewalt sind keine neuen Phä­no­mene und seit Jahr­zehn­ten wird von Frauen* dar­auf hin­ge­wie­sen und dage­gen vor­ge­gan­gen. Gewalt gegen Frauen* fin­det vor allem im Pri­va­ten – im Bekann­ten­kreis, in der Fami­lie oder der (Ex-)Beziehung statt. Aber auch auf öffent­li­chen Sil­ves­ter­par­tys, im Kar­ne­val oder auf dem Okto­ber­fest ebenso wie auf dem Tahr­ir­platz in Ägyp­ten oder bei den Gezi-​​Protesten in Istan­bul. Ver­ge­wal­ti­gende Män­ner sind ver­ge­wal­ti­gende Män­ner, egal wo.“

„Sexis­mus ist Teil der herr­schen­den Ver­hält­nisse […] und lässt sich somit nicht abschie­ben!“

„Uns ver­bin­det eine radi­kale femi­nis­ti­sche Idee, die mit dem gewalt­tä­ti­gen Patri­ar­chat bricht, die Kapi­ta­lis­mus, Sexis­mus, Ras­sis­mus, Aus­gren­zung, Krieg und Aus­beu­tung hin­ter sich lässt und ein wür­di­ges Leben ermög­licht, für alle Men­schen. Bauen wir unsere eige­nen Struk­tu­ren auf.

Frauen* schla­gen zurück
Refu­gees wel­come
Fight sexism and racism“

Sa., 12.3., 13 h, Köln, Dom (Ron­cal­li­platz)

https://​reclaim​fe​mi​nism​.org/​w​p​-​c​o​n​t​e​n​t​/​u​p​l​o​a​d​s​/​2​0​1​6​/​0​2​/​A​u​f​r​u​f​-​z​u​m​-​F​L​T​I​-​B​l​o​c​k​.​F​r​a​u​e​n​-​s​t​e​r​n​c​h​e​n​-​V​o​l​l​v​e​r​s​a​m​m​l​u​n​g.pdf

Fr., 11.3., 20 h: Bun­des­wei­tes FLTI*-Plenum in Köln:

https://​reclaim​fe​mi​nism​.org/​w​p​-​c​o​n​t​e​n​t​/​u​p​l​o​a​d​s​/​2​0​1​6​/​0​2​/​E​i​n​l​a​d​u​n​g​-​D​e​m​o​-​u​n​d​-​F​L​T​I​-​P​l​e​n​u​m​.​F​r​a​u​e​n​-​s​t​e​r​n​c​h​e​n​-​V​o​l​l​v​e​r​s​a​m​m​l​u​n​g.pdf

HEUTE (Di., den 1. März, 19 h, NYiB):

Ber­li­ner Vor­be­rei­tungs­tref­fen + Ver­kauf von Zug­ti­ckets nach Köln:

https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/​1​70162

23 Abschnitte zur Kölner Silvesternacht

Der dritte Teil mei­ner Ant­wort an Micha Schilwa in Sachen Eth­ni­sie­rung sexueller/​sexualisierter Gewalt /​ Köl­ner Sil­ves­ter­nacht ist erschie­nen:

http://​scharf​-links​.de/​5​1​.​0​.​h​t​m​l​?​&​a​m​p​;​t​x​_​t​t​n​e​w​s​[​t​t​_​n​e​w​s​]​=​5​5​0​2​1​&​a​m​p​;​t​x​_​t​t​n​e​w​s​[​b​a​c​k​P​i​d​]​=​5​6​&​a​m​p​;​c​H​a​s​h​=​2​9​f​9​4​58d8d

Der Gesamt-​​Text glie­dert sich in fol­gende Abschnitte: (mehr…)

Briefe

1. Ich habe einen Lese­r­In­brief an an trend. Online­zei­tung geschrie­ben, wo er auch ver­öf­fent­licht wurde:

Der Gesellschafts-​​Würfel. Leser*innenbrief zum Edi­to­rial 2/​2016

http://​www​.trend​.info​par​ti​san​.net/​t​r​d​0​2​1​6​/​t​3​3​0​2​1​6​.html

2. sys­tem­crash und ich haben mit einem – eben­falls Offe­nen – Brief auf einen Offe­nen Brief der Revolutionär-​​Kommunistischen Inter­na­tio­na­len Ten­denz geant­wor­tet:

sys­tem­crash und TaP ant­wor­ten der Revolutionär-​​Kommunistischen Inter­na­tio­na­len Ten­denz (RCIT)

http://​plaene​.blog​sport​.eu/​2​0​1​6​/​0​2​/​0​6​/​s​y​s​t​e​m​c​r​a​s​h​-​u​n​d​-​t​a​p​-​a​n​t​w​o​r​t​e​n​-​d​e​r​-​r​e​v​o​l​u​t​i​o​n​a​e​r​-​k​o​m​m​u​n​i​s​t​i​s​c​h​e​n​-​i​n​t​e​r​n​a​t​i​o​n​a​l​e​n​-​t​e​n​d​e​n​z​-​rcit/

zu

RCIT: „als einen ers­ten Schritt, die Ein­heit, basie­rend auf einer Überein­stim­mung zu den ent­schei­den­den pro­gram­ma­ti­schen und orga­ni­sa­to­ri­schen Auf­ga­ben des Klas­sen­kamp­fes heute, anstre­ben“

http://​plaene​.blog​sport​.eu/​2​0​1​6​/​0​2​/​0​4​/​r​c​i​t​-​a​l​s​-​e​i​n​e​n​-​e​r​s​t​e​n​-​s​c​h​r​i​t​t​-​d​i​e​-​e​i​n​h​e​i​t​-​b​a​s​i​e​r​e​n​d​-​a​u​f​-​e​i​n​e​r​-​u​e​b​e​r​e​i​n​s​t​i​m​m​u​n​g​-​z​u​-​d​e​n​-​e​n​t​s​c​h​e​i​d​e​n​d​e​n​-​p​r​o​g​r​a​m​m​a​t​i​s​c​h​e​n​-​u​n​d​-​o​r​g​a​n​i​s​a​t​o​r​i​s​c​h​e​n​-​a​u​f​g​a​b​e​n​-​d​e​s​-​k​l​a​s​s​e​n​k​a​m​p​f​e​s​-​h​e​u​t​e​-​a​n​s​t​r​eben/

NAO: Der Fischteich (*) scheint leer zu sein…

„Wir wür­den uns jedoch auch in die eigene Tasche lügen, wenn wir nicht zur Kennt­nis näh­men, dass das ver­an­stal­tende Umgrup­pie­rungs­pro­jekt, die ‚Neue anti-​​kapitalistische Orga­ni­sa­tion‘, an ihr Ende gekom­men ist.“

http://​www​.arbei​ter​macht​.de/​i​n​f​o​m​a​i​l​/​8​6​4​/​i​n​t​e​r​n​a​t​i​o​n​a​l​i​s​m​u​s​t​a​g​e.htm

Siehe auch:

Ein Plan, der anschei­nend NICHT funk­tio­niert:

NAO als „breite“ Mit­glie­der­or­ga­ni­sa­tion

http://​plaene​.blog​sport​.eu/​2​0​1​6​/​0​2​/​1​5​/​e​i​n​-​p​l​a​n​-​d​e​r​-​a​n​s​c​h​e​i​n​e​n​d​-​n​i​c​h​t​-​f​u​n​k​t​i​o​n​i​e​r​t​-​n​a​o​-​a​l​s​-​b​r​e​i​t​e​-​m​i​t​g​l​i​e​d​e​r​o​r​g​a​n​i​s​a​tion/

(*) „der unter­schied [zwi­schen Workers Power (WP), der bri­ti­schen Schwes­ter­or­ga­ni­sa­tion der Gruppe Arbei­ter­macht, und eini­gen ehe­ma­li­gen WP-​​Mitgliedern, die von die­ser 2012 absplit­ter­ten] läuft also im wesent­li­chen dar­auf hin­aus, dass den WP-​​dissidenten eine ‚orga­ni­sa­tion‘ genügt, die zwar einen ‚kämp­fe­ri­schen anti­ka­pi­ta­lis­mus‘ ver­tritt, aber (noch ?) nicht über ein aus­ge­wie­se­nes ‚revo­lu­tio­nä­res pro­gramm‘ ver­fügt. man könnte den begriff ‚überg­angs­or­ga­ni­sa­tion‘ im sinne der dis­si­den­ten dann als ‚linke samm­lungs­be­we­gung‘ deu­ten. dies ent­spricht in etwa dem, was hier im NAO pro­zess als ‚breite NAO‘ gehan­delt wird (Tino, M. Schilwa, isl).
Workers Power selbst sieht die Überg­angs­or­ga­ni­sa­tion ‚nur‘ als ‚tak­tik‘ an, das heisst, so eine strö­mung des ‚kämp­fe­ri­schen anti­ka­pi­ta­lis­mus‘ wäre für WP ein will­kom­me­nes rekru­tie­rungs­feld (‚fisch­teich‘), um dar­aus eine ‚revo­lu­tio­näre par­tei‘ (im sinne der pro­gram­ma­tik der L5I) zu machen.“

http://​www​.nao​-pro​zess​.de/​b​l​o​g​/​d​i​e​-​n​a​o​-​a​l​s​-​u​e​b​e​r​g​a​n​g​s​o​r​g​a​n​i​s​a​t​i​o​n​-​f​i​s​h​i​n​g​-​f​o​r​-​n​e​w​-​m​e​m​b​e​r​s​-​f​u​e​r​-​d​i​e​-​m​i​n​i​p​a​r​t​eien/ (meine Hv.)

„die Grup­pen GAM und isl sind die gewich­tigs­ten Ver­tre­ter des von uns so genann­ten ‚Fischteich-​​Modells‘. Sie prä­fe­rie­ren eine sog. ‚breite NAO‘, dies aber (vor­der­grün­dig) nicht, weil sie eine reformistisch/​gradualistische Orga­ni­sa­tion auf­bauen wol­len, son­dern weil sie die ‚NAO‘ als Rekru­tie­rungs­feld für ihre eigene ORG instru­men­ta­li­sie­ren wol­len.“

http://​www​.nao​-pro​zess​.de/​b​l​o​g​/​e​i​n​e​-​k​l​e​i​n​e​-​f​r​a​g​e​-​a​n​-​u​n​s​e​r​e​-​m​i​t​-​l​e​n​i​n​i​s​t​i​n​n​e​n​-​n​a​o​-​p​r​o​z​e​s​s​-​o​h​n​e​-​t​h​e​o​r​e​t​i​s​c​h​e​-​a​n​s​t​r​e​n​g​u​n​g​-​g​e​h​t​-das/ (meine Hv.)

„Es ist dies, was wir ‚Fischteich-​​Modell’ nen­nen: Die klei­nen revo­lu­tio­nä­ren, kon­kur­rie­ren­den Grup­pen ver­su­chen, aus den Rei­hen der Mit­glie­der der brei­te­ren For­ma­tion neue eigene Mit­glie­der zu gewin­nen und dadurch zu einer grö­ße­ren revo­lu­tio­nä­ren Orga­ni­sa­tion zu wer­den. Die­ser Ver­such ist kei­nes­falls ehren­rüh­rig. Wir kri­ti­sie­ren die­ses Modell viel­mehr aus zwei ande­ren Grün­den:
Grund 1: Die LCR-​​Strömung inner­halb der NPA hat heute weni­ger Mit­glie­der als frü­her die LCR. Ob die ande­ren klei­nen, (subjektiv-)revolutionären Grup­pen in Frank­reich durch ihren NPA-​​Entrismus viele neue Mit­glie­der gewon­nen haben, wis­sen wir nicht. Aber wir sind uns ziem­lich sicher: Aller Wahr­schein­lich­keit nach nicht sooo viele, daß dies den Scha­den, der durch ein Schei­tern der NPA ent­ste­hen würde, auf­wie­gen könnte.
Der Kampf zwi­schen Sil­ber­fisch­chen, die sich für Hai­fi­sche hal­ten, ist nicht beson­ders anzie­hend.
Grund 2: Wir sind so ‚ver­mes­sen’, zu sagen: Keine der exis­tie­ren­den revo­lu­tio­nä­ren Grup­pen ist bereits die revo­lu­tio­näre Orga­ni­sa­tion noch hat eine die­ser Orga­ni­sa­tio­nen bereits das revo­lu­tio­näre Pro­gramm. (Das Errei­chen einer sol­chen Ein­deu­tig­keit erscheint uns im übri­gen über­haupt ziem­lich frag­lich zu sein.) Dem Mißer­folg der klei­nen (subjektiv-)revolutionären Grup­pen ist u.E. nicht allein durch eine brei­tere For­ma­tion als gemein­sa­mes Rekrutierungs-​​Vorfeld abzu­hel­fen, son­dern gerade Selbst­ver­ständ­nis und Pro­gram­ma­tik der ver­schie­de­nen klei­nen revo­lu­tio­nä­ren Grup­pen müs­sen auf den Prüf­stand. Wenn dazu keine Not­wen­dig­keit gese­hen bzw. keine Bereit­schaft besteht, dann wird u.E. aus dem NaO-​​Prozeß nichts Sinn­vol­les her­aus­kom­men, und dann macht es im übri­gen für Genos­sIn­nen, die nicht eh schon in einer der klei­nen Grup­pen orga­ni­siert sind, auch wenig Sinn, sich am NaO-​​Prozeß zu betei­li­gen – denn diese Genos­sIn­nen wer­den ja (wie wir auch) ihre jewei­li­gen Gründe haben, warum sie nicht Mit­glie­der der bereits exis­tie­ren­den Grup­pen sind.“

http://​www​.nao​-pro​zess​.de/​b​l​o​g​/​p​a​n​t​a​-​r​h​e​i​-​a​l​l​e​s​-​f​l​i​e​s​s​t​-​u​e​b​e​r​-​f​l​u​s​s​f​i​s​c​h​e​r​ei/5/

und

http://​www​.nao​-pro​zess​.de/​b​l​o​g​/​p​a​n​t​a​-​r​h​e​i​-​a​l​l​e​s​-​f​l​i​e​s​s​t​-​u​e​b​e​r​-​f​l​u​s​s​f​i​s​c​h​e​r​ei/6/

Mein Beitrag zum trend-Jubiläum als Audio-Datei und ein längerer Kommentar in Artikelform dazu von systemcrash

Ich habe den Mit­schnitt mei­nes Bei­tra­ges zur Jubiläums-​​Veranstaltung „20 Jahre trend. Online­zei­tung“ online gestellt:

Sexis­mus statt Patri­ar­chat?

ismus-Kri­tik statt Gesell­schafts­ana­lyse und Revo­lu­ti­ons­theo­rie?

https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/​1​68203

'Gesellschafts-Würfel': x-Achse = Klassenwiderspruch; z-Achse = Geschlechterwiderspruch; y-Achse = Rassismus

und sys­tem­crash hat einen län­ge­rer Kom­men­tar dazu als Arti­kel in sei­nem Blog ver­öf­fent­licht:

@TREND-Vortrag: Geschlecht und Klasse

https://​sys​tem​crash​.word​press​.com/​2​0​1​6​/​0​2​/​0​8​/​t​r​e​n​d​-​v​o​r​t​r​a​g​-​g​e​c​h​l​e​c​h​t​-​u​n​d​-​k​l​asse/

Teil II meiner Antwort an Micha Schilwa in Sachen ‚Kölner Silvesternacht‘ erschienen

Ges­tern Abend ist Teil II mei­ner Ant­wort an Micha Schilwa in Sachen ‚Köl­ner Sil­ves­ter­nacht‘ erschie­nen. Der zweite Teil mün­det in fol­gende These:

Das Patri­ar­chat im all­ge­mei­nen erklärt, warum es über­haupt eine Dis­po­si­tion für Män­ner­ge­walt gegen Frau­en­Les­ben gibt; warum sich die­ses Poten­tial im vor­lie­gen­den Fall in der vor­lie­gen­den Form rea­li­sierte, erklärt sich m.E. in aller ers­ter Linie aus der ‚Grup­pen­dy­na­mik‘ vor Ort; da gehe ich inso­weit mit dem nordrhein-​​westfälischen Innen­mi­nis­te­rium kon­form:
Es ‚gibt […] keine Hin­weise dafür, dass das Auf­tre­ten der Gesamt­gruppe oder von Teil­grup­pen orga­ni­siert bzw. gesteu­ert war. […] Das[s] kri­mi­nelle grup­pen­dy­na­mi­sche Pro­zesse und Abstim­mun­gen die jewei­li­gen Einzel-​​ und Fol­ge­ta­ten in der Sil­ves­ter­nacht beein­fluss­ten[,] bleibt hin­ge­gen sehr wahr­schein­lich.‘
‚Mao­is­tisch’ gespro­chen: Der Haupt­wi­der­spruch der Köl­ner Sil­ves­ter­nacht war der Geschlech­ter­wi­der­spruch; Neben­wi­der­sprü­che waren a) der Ras­sis­mus der deut­schen Mehr­heits­ge­sell­schaft und, wie die­ser sich auf die Lebens­si­tua­tion von Geflüch­te­ten aus­wirkt (1.: wenig Geld – ----> abend­fül­lende Silvester‘party‘ auf öffent­li­chem Stra­ßen­land – und 2.: weiße Män­ner als fast uner­reich­bare poten­ti­elle Angriffs­ob­jekte), sowie b) das isla­mi­sche Alko­hol­ver­bot, das aber gerade nicht ein­ge­hal­ten wurde – = exzes­si­ver Alko­hohl­kon­sum mit ent­spre­chen­dem Kon­troll­ver­lust.
In den Reak­tio­nen auf Köln wen­dete sich dann das Ver­hält­nis von Haupt-​​ und Nebenwiderspruch/​-​​sprüchen: Der Ras­sis­mus der deut­schen Mehr­heits­ge­sell­schaft wurde zum Haupt­wi­der­spruch und der Geschlech­ter­wi­der­spruch zum Neben­wi­der­spruch; was in Wirk­lich­keit vor allem ein Geschlech­ter­wi­der­spruch war, wurde vom main­stream und auch Tei­len der Lin­ken eth­ni­siert; andere Linke ord­ne­ten den Geschlech­ter­wi­der­spruch in Reak­tion (auf die Reak­tio­nen) auf Köln dem Anti­ras­sis­mus unter. (Fast) aus­schließ­lich Femi­nis­tin­nen posi­tio­nier­ten sich zu dem Haupt­wi­der­spruch der Köl­ner Sil­ves­ter­nacht anti­pa­tri­ar­chal und zu dem Haupt­wi­der­spruch der Rezep­tion die­ser Nacht anti­ras­sis­tisch.

http://​www​.scharf​-links​.de/​5​1​.​0​.​h​t​m​l​?​&​a​m​p​;​t​x​_​t​t​n​e​w​s​[​t​t​_​n​e​w​s​]​=​5​4​8​1​2​&​a​m​p​;​t​x​_​t​t​n​e​w​s​[​b​a​c​k​P​i​d​]​=​5​6​&​a​m​p​;​c​H​a​s​h​=​6​2​9​1​1​bc287

@ SAV/CWI: Are there stages of consciousness? What do they mean for entryism as political strategy?

Den in trend 9/​2015 erschie­nen Text von sys­tem­crash und mir:

Kri­tik der Bewußtseins-​​Stadien-​​Theorie – Pro­bleme des Ent­ris­mus

http://​www​.trend​.info​par​ti​san​.net/​t​r​d​0​9​1​5​/​t​1​2​0​9​1​5​.html

gibt es nun auch in einer gekürz­ten und leicht über­ar­bei­te­ten Fas­sung auf Eng­lisch:

Are there sta­ges of con­scious­ness? What do they mean for ent­ry­ism as poli­ti­cal stra­tegy?

http://​pla​ty​pus1917​.org/​2​0​1​6​/​0​1​/​3​0​/​a​r​e​-​t​h​e​r​e​-​s​t​a​g​e​s​-​o​f​-​c​o​n​s​c​i​o​u​s​n​e​s​s​-​w​h​a​t​-​d​o​-​t​h​e​y​-​m​e​a​n​-​f​o​r​-​e​n​t​r​y​i​s​m​-​a​s​-​p​o​l​i​t​i​c​a​l​-​s​t​r​a​tegy/


Ansons­ten in Heft 83 der Pla­ty­pus Review: (mehr…)

„die Hebel da ansetzen, wo es weh tut“ (Kritisches zur UG-Einladung für den morgigen Antifa/Antira-Kongreß in FfM)

Anmer­kun­gen zur Ein­la­dung des …ums Ganze-​​Bündnisses für ein bun­des­wei­tes „Kampagne[n-] und Verständigung[s]“-Treffen der „radi­ka­len Lin­ken“ am 31. Januar 2016

https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/​1​67271

Glie­de­rung mei­nes Tex­tes:

Eine opti­mis­ti­sche Lage­ein­schät­zung

Wo’s den Herr­schen­den und Aus­beu­ten­den wirk­lich weh tut…

  • Arbeit
  • Staat­li­ches Gewalt­mo­no­pol

Vor­schlag für vier Kam­pa­gnen, die sich nicht an den Events der Gegenseite(n) abar­beiten, son­dern eigene The­men set­zen

Anhang: PAR­TI­SA­NEN­KAMPF­AK­TIO­NEN (Antrag von Lenin an den Wie­der­ver­ei­ni­gungs­par­tei [sollte hei­ßen: -par­teitag] von Bol­sche­wiki und Men­schiwki 1906)

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Außer­dem gibt es einen Kom­men­tar von sys­tem­crash zu mei­nem Text und eine Rück­ant­wort von mir.

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Vgl. auch:

http://​plaene​.blog​sport​.eu/​2​0​1​6​/​0​1​/​2​8​/​n​e​u​e​s​-​d​e​u​t​s​c​h​l​a​n​d​-​i​n​t​e​r​v​i​e​w​t​-​u​m​s​-​g​a​n​z​e​-​b​u​e​n​d​n​i​s​-​d​i​e​-​s​o​z​i​a​l​e​n​-​v​e​r​h​a​e​l​t​n​i​s​s​e​-​a​u​c​h​-​i​m​-​h​e​r​z​e​n​-​d​e​s​-​k​r​i​s​e​n​r​e​g​i​m​e​s​-​g​e​m​e​i​n​s​a​m​-​d​u​r​c​h​e​i​n​a​n​d​e​r​-​z​u​-​b​r​i​ngen/

Köln und die antifeministische Konvergenz von anti-feministischen Antiimps und soft-rassistischen ‚Frauenfreunden’

Von mir gibt es einen neuen Text bei scharf-​​links. In Ant­wort auf den Arti­kel von Micha Schilwa Nach dem Schock von Köln – eine hilf­lose Linke zwi­schen Ritual und Reflex vom 20.1. beginne ich dort fol­gende These zu begrün­den:

Das Haupt­pro­blem in der lin­ken Debatte über „Köln“ sei nicht die Kon­tro­verse zwi­schen frau­en­freund­li­chem, unter­schwel­li­gen und sich selbst nicht ein­ge­stan­de­nen, objek­ti­ven Ras­sis­mus auf der einen Seite und einem anti-​​feministischen „Anti­im­pe­ria­lis­mus“ auf der ande­ren Seite.
Das Haut­pro­blem der lin­ken Debatte liegt viel­mehr im überein­stim­men­den lin­ken Nicht-​​ bis Anti­fe­mi­nis­mus, der m.E. sowohl bei den anti-​​feministischen Anti­imps (siehe z.B. die RIO-​​Überschrift: „Keine Frau­en­be­frei­ung ohne Anti­im­pe­ria­lis­mus!“) als auch bei den soft-​​rassistischen ‚Frau­en­freun­den’ vor­liegt, die die Ursa­che der Ereig­nisse ver­su­chen, von ras­si­fi­zier­tes Patri­ar­chat zu Ethnie/​Religion zu ver­schie­ben.
Dage­gen wen­den sich Femi­nis­tin­nen sowohl gegen eine Ver­harm­lo­sung der Köl­ner Taten als auch dage­gen, die Ursa­che der Taten in race statt in gen­der zu sehen.

Die Herr­schaft über und die Aus­beu­tung von Frauen in ihrer begrenz­ten Viel­falt und ein­tö­ni­gen Ähnlich­keit

Eine Ant­wort von TaP an Micha Schilwa @ ethnisch-​​kulturelle Spe­zi­fi­tä­ten sexueller/​sexualisierter Gewalt

http://​www​.scharf​-links​.de/​4​0​.​0​.​h​t​m​l​?​&​a​m​p​;​t​x​_​t​t​n​e​w​s​[​t​t​_​n​e​w​s​]​=​5​4​6​6​5​&​a​m​p​;​t​x​_​t​t​n​e​w​s​[​b​a​c​k​P​i​d​]​=​5​6​&​a​m​p​;​c​H​a​s​h​=​c​4​f​d​c​101c0

PS.:

Ich habe gerade gemerkt, daß in einem mei­ner Satz sinn­ent­stel­lend ein „nur“ fehlt:

„Und eine sol­che poli­ti­sche Posi­tio­nie­rung gegen sexuelle/​sexualisierte Gewalt ist nicht nur von Polit­grup­pen gegen­über ihren Mit­glie­dern, son­dern auch von der sozia­len Infra­struk­tur (Knei­pen, Info­lä­den, Haus­pro­jek­ten, …) gegen­über deren Benutzern/​Besucher zu ver­lan­gen.“

Vom Pläne schmieden zur revolutionären Organisierung?

Von sys­tem­crash (siehe 1 und 2) und mir ist heute bei linksunten.indymedia ein neuer Text erschei­nen:

Was wäre dann bes­ser … -
…wenn es einen ‚Block revo­lu­tio­nä­rer Grup­pen’ gäbe?

Bild der ersten Seite des Textes

https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/​1​6​6242/

und

bei der LL-​​Demo am 10.01. hat­ten wir bereits ein Flugi ver­teilt, das auch von trend. Online­zei­tung ver­öf­fent­licht wurde:

Seite 1 des Flugblatts http://​www​.trend​.info​par​ti​san​.net/​t​r​d​0​1​1​6​/​t​5​6​0​1​1​6​.html

PS.:

Für das trend-Jubiläums-​​Wochenende vom 29. – 31.01 ist jetzt auch das „Basis­pa­pier“ zum Bei­trag von Guen­ther Sand­le­ben online:

Aktu­elle Konjunktur-​​ und Kri­sen­theo­rien – ein kri­ti­scher Über­blick

http://​www​.trend​.info​par​ti​san​.net/​t​r​d​1​2​1​5​/​2​0​J​a​h​r​e​T​R​E​N​D​0​2​.html

Der Todeskampf der NAO und die Aufgaben der RevolutionärInnen (*) ;-)

Vor ziem­lich genau fünf Jah­ren ver­öf­fent­li­che die dama­lige Sozia­lis­ti­sche Initia­tive Ber­lin-​​Schöneberg ihr Na end­lich!-Papier. Darin schlug sie die Bil­dung einer „neuen anti­ka­pi­ta­lis­ti­schen Orga­ni­sa­tion“ vor. Dar­aus ist (bis­her) nicht so wirk­lich etwas gewor­den:

Zwar beschloß 2013/​14 die eine Hälfte des dama­li­gen Dis­kus­si­ons­pro­zes­ses über die Schaf­fung einer „neuen anti­ka­pi­ta­lis­ti­schen Orga­ni­sa­tion“ (NaO-​​Prozess), nun tatsäch­lich eine NAO zu grün­den. Aber die­ses Pro­jekt befin­det sich – mitt­ler­weile auch nach Ansicht der Betei­lig­ten selbst – in einer schwe­ren Krise.

Mar­tin Sucha­nek von Gruppe Arbei­ter­macht (GAM) schrieb im ver­gan­ge­nen Som­mer: „Die Krise des NaO-​​Prozesses ist offen­sicht­lich. Wenn es auch sonst wenig Einig­keit geben mag – dass der Pro­zess schon län­ger in der Krise ist, dar­über gibt es wohl wenig Dis­sens. Damit ist es mit der Einig­keit auch vor­bei.“ (http://​www​.arbei​ter​macht​.de/​n​i​/​n​i​2​0​1​/​n​a​o.htm)

Die andere Frak­tion in der NAO ist dem­ge­gen­über gerade von der GAM genervt: „Dies hat zu der ungüns­ti­gen Situa­tion geführt, dass die Gruppe Arbei­ter­macht in Ber­lin schon allein durch ihren pro­zen­tua­len Mit­glie­der­an­teil eine extrem domi­nante Kraft gewor­den ist, die auch das öffent­li­che Auf­tre­ten domi­niert. Das kon­ter­ka­riert den NaO-​​Prozess als offe­nes strö­mungs­über­grei­fen­des Pro­jekt mit einem Fokus auf Plu­ra­li­tät, Aus­tausch und Auf­ein­an­der­zu­be­we­gen.“ (http://​www​.rsb4​.de/​c​o​n​t​e​n​t​/​v​i​e​w​/​5​5​4​2/88/)

Gegen­über der Vor­stel­lung von einem „revo­lu­tio­nä­ren Pro­gramm“, des­sen Inhalte in Form der pro­gram­ma­ti­schen Texte der Liga für die V. Inter­na­tio­nale (zu der die GAM gehört) bereits vor­lie­gen, als Kanon, der nur noch von allen ande­ren Lin­ken ein­ge­se­hen und den Mas­sen mit­ge­sun­gen wer­den müsse (**), for­dert ein Genosse des Revolutio­när-​​Sozialistischen Bun­des (RSB): „Die Offen­heit auch gegen­über Ideen, die wir aus unse­rer eige­nen poli­ti­schen Kul­tur nicht ken­nen, die ehr­li­che Bereit­schaft, etwas Neues zu ver­su­chen, die Bereit­schaft, über alles zu reden und alles infrage zu stel­len (außer über die Not­wen­dig­keit der Abschaf­fung des Kapi­ta­lis­mus) müs­sen wir uns bewah­ren.“ (http://​www​.rsb4​.de/​c​o​n​t​e​n​t​/​v​i​e​w​/​5​5​4​2/88/)

Auch Georg Hei­del (eben­falls RSB) schrieb: „Der RSB sprach sich immer – sowohl die Befür­wor­ter als auch die Skep­ti­ker des NaO-​​Prozesses – für einen Bündnis-​​Charakter der NaO aus und nicht für die Grün­dung einer neuen Orga­ni­sa­tion jetzt. Die­ser völ­lig über­zo­gene Anspruch einer Orga­ni­sa­ti­ons­grün­dung würgte fata­ler­weise den Pro­zess einer poli­ti­schen Annä­he­rung und even­tu­el­len spä­te­ren Neu­for­mie­rung ab.“ (http://​www​.trend​.info​par​ti​san​.net/​t​r​d​1​2​1​5​/​t​2​7​1​2​1​5​.html)

Trotz der Krise der NAO als orga­ni­sa­to­ri­sches Pro­jekt wur­den in den gut zwei Jah­ren, die der NAO-​​Gründung vor­aus­gin­gen, für alle linke Strö­mun­gen wich­tige Debat­ten geführt; es gab einen Ver­such der „poli­ti­schen Annä­he­rung“; tat­säch­lich die „Bereit­schaft, etwas Neues zu ver­su­chen“.

Diese Bereit­schaft zeigte sich damals unter ande­rem in einer Dis­kus­sion über Diver­sity und Klas­sen­kampf im lei­der nicht mehr exis­tie­ren­den Blog Lafon­tai­nes Linke zwi­schen Tho­mas Sei­bert (Inter­ven­tio­nis­ti­sche Linke), Micha Prütz /​ Micha Schilwa (Sozia­lis­ti­sche Initia­tive Berlin-​​Schöneberg) und mir selbst.

Die Aktua­li­tät der dama­li­gen Dis­kus­sion

Ange­sichts der inter­es­san­ten und wich­ti­gen Dis­kus­sion unter dem Arti­kel

Den Klas­sen­be­griff dis­ku­tie­ren!

https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​n​o​d​e​/​1​6​3936/

möchte ich die drei vor­ge­nann­ten Texte aus Lafon­tai­nes Linke wie­der zugäng­lich machen (S. 3 ff.):

Tho­mas Sei­bert kri­ti­sierte damals an dem „Na endlich!“-Papier: „in ver­schäm­ten, bis­weilen pein­li­chen (‚anti­pa­tri­ar­chal Gas geben’), mit Vor­be­hal­ten gemil­der­ten, doch in der Sache ent­schie­de­nen Schlei­fen und Wen­dun­gen besteht das Papier auf der letztendli­chen Unter­stel­lung der Pro­ble­ma­ti­ken etwa des Geschlechts oder des Ras­sis­mus unter die Kon­flikt­la­gen in den ‚direkt mehr­wert­pro­du­zie­ren­den Sek­to­ren’ und fin­det es des­halb auch wit­zig, der Viel­falt der Unterdrückungs-​​ und Aus­beu­tungs­er­fah­run­gen und damit der Kämpfe die der ‚Men­schen mit Segel­ohren’ hin­zu­zu­fü­gen.“

Dar­auf ant­wor­te­ten Prütz/​Schilwa: „‚Vielfalts-​​Management’ – das taugt ganz gut auch zur Beschrei­bung des Post­mo­der­nis­mus und der Seibert’schen Akti­vi­tä­ten. Da wird – von ‚Klasse’ bis ‚Geschlecht’ – ‚dekon­stru­iert’ was das Zeug hält und am Ende haben wir alle unter­schied­li­che ‚Iden­ti­tä­ten’ statt unter­schied­li­cher Inter­es­sen, was für Freunde ‚lin­ker Regie­rungs­op­tio­nen’ natür­lich prak­tisch ist“

Und ich selbst schrieb damals: „revo­lu­tio­näre Poli­tik läßt sich unter heu­ti­gen Bedingun­gen nur in dop­pel­ter Oppo­si­tion gegen ‚tra­di­tio­na­lis­ti­schen’ Klas­sen­re­duk­tio­nis­mus und ‚post­mo­der­nes’ diver­sity manage­ment wie­der­ge­win­nen. Und für eine Wie­der­ge­win­nung revo­lu­tio­nä­rer Poli­tik ist auch nicht hilf­reich, Iden­ti­tä­ten und Inter­es­sen entgegenzuset­zen, wie es Prütz/​Schilwa in schlich­ter Umdre­hung bestimm­ter Vari­an­ten des Postmo­dernismus machen.“

Dies (das Zugäng­lich­ma­chen drei frag­li­chen Texte) geschieht in die­ser .pdf-​​Datei (S. 3 ff.). (mehr…)

Klasse – und Geschlecht: Neue Texte von systemcrash und mir

sys­tem­crash und ich haben bei linksunten.indymedia – in Fort­set­zung der Dis­kus­sion über den Plan A-​​Text von Tho­mas Sei­bert1 – einen Arti­kel zum Thema

Den Klassen-​​Begriff dis­ku­tie­ren!

https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/​1​63936

pla­ziert. Unter die­sem Text wie­derum gibt es u.a. eine Ergän­zung von mir zum Thema

Klasse und Geschlecht (Mo, 04.01.2016 – 21:09.)

https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​c​o​m​m​e​n​t​/​v​i​e​w​/​1​70476

Und bei „trend. online­zei­tung“ ist mein Input-​​Papier für das trend-​​Jubiläums-​​Wochenende vom 29. – 31.1. erschie­nen:

Spe­zi­fi­tät, His­to­ri­zi­tät und Mate­ria­li­tät des Geschlech­ter­ver­hält­nis­ses

http://​www​.trend​.info​par​ti​san​.net/​t​r​d​1​2​1​5​/​2​0​J​a​h​r​e​T​R​E​N​D​0​1​.html.

  1. Siehe:

    Tho­mas Sei­bert, Nach Athen, im Kampf um die Gren­zen, nach Paris, von unter­wegs: Erste Noti­zen zum Plan A einer neuen Lin­ken (nicht nur) in Deutsch­land

    http://​www​.trend​.info​par​ti​san​.net/​t​r​d​1​2​1​5​/​t​4​2​1​2​1​5​.html

    sowie

    sys­tem­crash und TaP, Das stra­te­gi­sche Dilemma der Lin­ken des 21. Jahr­hun­derts. Eine Ant­wort auf Tho­mas Sei­bert: Erste Noti­zen zum Plan A einer neuen Lin­ken (nicht nur) in Deutsch­land

    http://​www​.trend​.info​par​ti​san​.net/​t​r​d​0​1​1​6​/​t​0​1​0​1​1​6​.html

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Jubiläums-Wochenende: 20 Jahre „trend. onlinezeitung“

Von Fr., den 29.01. bis So., den 31.01.2016 wird in in Ber­lin in der K9 eine Wochenend-​​Veranstaltung aus Anlaß von 20 Jah­ren „trend. online­zei­tung“ statt­fin­den.

Ich selbst werde am Sams­tag zwi­schen 17-​​19 Uhr einen klei­nen Bei­trag leis­ten:

Spe­zi­fi­tät, His­to­ri­zi­tät und Mate­ria­li­tät des Geschlech­ter­ver­hält­nis­ses

Mit Bezug auf sei­nen Vor­trag „Mar­xis­mus und Femi­nis­mus“ – ver­öf­fent­licht in TREND 4/​2014 – und den Anmer­kun­gen im Edi­to­rial die­ser Aus­gabe wird die Auto­rIn auf­zei­gen, dass Klassen-​​ und Geschlech­ter­herr­schaft und -aus­beu­tung unter jeweils spe­zi­fi­schen his­to­ri­schen Umstän­den ent­stan­den sind, dass sie his­to­ri­schem Wan­del unter­lie­gen und prin­zi­pi­ell über­wind­bar sind. Aller­dings sie sind nicht aus ein­an­der ableit­bar. Sie sind zwar nicht von ein­an­der getrennt, son­dern beein­flus­sen und modi­fi­zie­ren sich wech­sel­sei­tig, aber sie sind Unter­schied­li­ches und von ein­an­der unter­scheid­bar. Ihre Unter­schied­lich­keit ist die Vor­aus­set­zung ihrer Wech­sel­wir­kung.

Nach den abstracts zu urtei­len, ist zu erwar­ten, daß mein Bei­trag durch­aus in einem gewis­sen dia­lo­gi­schen Kon­trast zum vor­her­ge­hen­den (15-​​17 h) Bei­trag von Georg Klauda aus­fal­len wird:

Haupt-​​ und Neben­wi­der­spruch revi­si­ted

Die meis­ten K-​​Gruppen der 1970er Jahre über­tru­gen Maos dia­lek­ti­sche Kate­go­rien von Grund-​​, Haupt-​​ und Neben­wi­der­spruch in ihre Poli­tik. Bis heute wer­den in lin­ken Spek­tren diese Kate­go­rien als böse Mene­te­kel auf­ge­ru­fen, um vor einer angeb­lich dro­hen­den „Hier­ar­chi­sie­rung der Kämpfe“ zu war­nen. Dem hal­ten die Kritiker*innen eine Gleich­ord­nung der Kate­go­rien ent­ge­gen, die den für die Pro­duk­ti­ons­weise kon­sti­tu­ti­ven Wider­spruch zwi­schen Kapi­tal und Arbeit über den Begriff des „Klas­sis­mus“ in eines von vie­len unter­schied­li­chen Dis­kri­mi­nie­rungs­ver­hält­nis­sen umdeu­tet. Die im Neo­li­be­ra­lis­mus auf die Spitze getrie­bene Dia­lek­tik zwi­schen kul­tu­rel­len Kämp­fen und dem hin­ter die­ser Fas­sade betrie­be­nen stum­men Umbau der ökono­mi­schen Herrschafts-​​ und Aus­beu­tungs­ord­nung kann damit aber nicht ein­mal im Ansatz mehr erfasst und ana­ly­siert wer­den.

Am Sonn­tag wird es dann u.a. zwei Bei­träge zu Marx‘ Kapi­tal im all­ge­mei­nen bzw. Marx Kri­sen­theo­rie im beson­de­ren geben: (mehr…)