Beiträge von DGSch

ak – analyse & kritik: „Linke und antifaschistische Arbeit braucht Medien und Plattformen wie linksunten.“

Lebt und lest „linksunten“ – verboten ist gleich doppelt so interessant

Wir sind alle #links­un­ten

Ihr habt es mit­be­kom­men, das Innen­mi­nis­te­rium hat heute, (mehr…)

Lebt und lest „linksunten“ – verboten ist gleich doppelt so interessant +++ Jetzt mit Link-Update

Innen­mi­nis­te­rium ver­bie­tet links­ex­tre­mis­ti­sche Inter­net­platt­form

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Neues zu Lenin

1. Wla­di­mir Iljitsch Lenin, Der Impe­ria­lis­mus als höchs­tes Sta­dium des Kapi­ta­lis­mus. Kri­ti­sche Neu­aus­gabe mit Essays von Diet­mar Dath und Chris­toph Türcke, her­aus­ge­ge­ben von Wla­dis­law Hede­ler und Vol­ker Külow, Ver­lag 8. Mai: Ber­lin, 357 Sei­ten; 24.80 Euro

https://www.jungewelt-shop.de/Lenin_%20Imperialismus_normalausgabe

2. dazu: Rezen­sion von Gün­ther Sta­mer, „Aber wer liest heute noch Lenin?“

http://​www​.kom​mu​nis​ten​.de/​i​n​d​e​x​.​p​h​p​?​o​p​t​i​o​n​=​c​o​m​_​c​o​n​t​e​n​t​&​a​m​p​;​v​i​e​w​=​a​r​t​i​c​l​e​&​a​m​p​;​i​d​=​6​9​2​6​:​q​a​b​e​r​-​w​e​r​-​l​i​e​s​t​-​h​e​u​t​e​-​n​o​c​h​-​l​e​n​i​n​q​&​a​m​p​;​c​a​t​i​d​=​1​0​6​:​l​i​t​e​r​a​t​u​r​-​u​n​d​-​k​u​n​s​t​&​a​m​p​;​I​t​e​m​i​d=256

3. Karl Heinz Schu­bert ant­wor­tet auf Nowak/​Schill/​Schulze:

Trio ver­sus RIO. Einige Rand­be­mer­kun­gen zu dem offe­nen Brief an RIO (mehr…)

Lenin: „Die Freiheit der Vereinigung setzt die Freiheit der Lostrennung voraus.“

Ges­tern wurde bei scharf-​​links eine Ant­wort von sys­tem­crash und mir auf einen Leser­brief von A. Hol­berg zum Israel/​Palästina-​​Konflikt ver­öf­fent­licht:

Ant­wort auf den Leser­brief von A. Hol­berg v. 31.7. zum Israel/​Palästina-​​Konflikt

http://​scharf​-links​.de/​4​8​.​0​.​h​t​m​l​?​&​a​m​p​;​t​x​_​t​t​n​e​w​s​[​t​t​_​n​e​w​s​]​=​6​1​7​3​7​&​a​m​p​;​t​x​_​t​t​n​e​w​s​[​b​a​c​k​P​i​d​]​=​5​6​&​a​m​p​;​c​H​a​s​h​=​e​2​2​c​6​8055c

Wir haben heute nach­träg­lich noch mal Kor­rek­tur gele­sen und dabei – außer Klein-​​Korrekturen – den letz­ten Satz von Anhang 2 gestri­chen („Das bri­ti­sche Man­dats­ge­biet umfaßte auch das heute Jor­da­nien.“). Der frag­li­che Satz war zwar bis 1923 zutref­fend; im zeit­li­chen Kon­text (1948) von Anhang 2 aber falsch pla­ziert.

Außer­dem haben wir bei der Gele­gen­heit eine neue Über­schrift über den Text gesetzt und die bis­he­rige – gekürzt – zur blo­ßen Unter­über­schrift gemacht. -

Hier gibt es nun die kor­ri­gierte Ver­sion als .pdf-​​Datei:

http://​Theo​rie​als​Pra​xis​.blog​sport​.de/​i​m​a​g​e​s​/​h​o​l​b​e​r​g​_​l​e​s​e​r​b​r​i​e​f​_​_​K​O​R​R.pdf

5 Thesen zu „nationaler Selbstbestimmung“ im allgemeinen und dem Israel/Palästina-Konflikt im besonderen

1. Sozia­lis­ti­sche Staats­ap­pa­rate sind nicht zu zer­schla­gen, son­dern zum Abster­ben zu brin­gen – dies nur der Prä­zi­sion hal­ber.

2. Zu zer­schla­gen sind bür­ger­li­che Staats­ap­pa­rate durch sozia­lis­ti­sche Revo­lu­tio­nen – d.h. die Lohn­ab­hän­gi­gen der jewei­li­gen Nation.

3. Sind die jewei­li­gen Lohn­ab­hän­gi­gen zu schwach oder unwil­lens, eine sozia­lis­ti­sche Revo­lu­tion durch­zu­füh­ren, so ändert dies – nach leni­nis­ti­scher Posi­tion – nichts am natio­nale Selbst­be­stim­mungs­recht. Siehe z.B. die Aner­ken­nung der Los­tren­nung des bür­ger­li­chen Finn­lands von Ruß­land durch die Sowjet­re­gie­rung.

4. Der Ent­zug des natio­na­len Selbst­be­stim­mungs­rechts ist nach leni­nis­ti­scher Posi­tion keine legi­time Sank­tion in natio­na­len Kon­flik­ten. Des­halb kom­men weder die Hamas, noch die PFLP noch andere paläs­ti­nen­si­sche Orga­ni­sa­tio­nen als legi­ti­mes Sub­jekt einer Zer­schla­gung des bür­ger­li­chen Staats­ap­pa­ra­tes in Israel in Betracht.

5. Leni­nis­tIn­nen unter­stüt­zen DEMO­KRA­TI­SCHE FOR­DE­RUN­GEN GEGEN NATIO­NALE UNTER­DRÜ­CKUNG und gehen dafür ggf. Bünd­nisse mit der bür­ger­li­chen Demo­kra­tie ein; aber sie bekämp­fen die bür­ger­li­che, feu­dale und reli­giöse Reak­tion; sie ver­ges­sen auch in natio­na­len Kon­flik­ten nicht, daß Völ­ker in Klas­sen und Geschlech­ter gespal­ten sind.

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Siehe ergän­zend

von Achim Schill, Peter Nowak und mir:

Offe­ner Brief an die Revo­lu­tio­näre Inter­na­tio­na­lis­ti­sche Orga­ni­sa­tion (RIO) /​ https://​www​.klas​se​ge​gen​klasse​.org/:

Wer sind „die Palästinenser*innen“?

Zur Kri­tik des anti-​​leninistischen „Volks“-Diskurses

https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/​2​20168;

.pdf-​​Version: https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​s​y​s​t​e​m​/​f​i​l​e​s​/​d​a​t​a​/​2​0​1​7​/​0​8​/​1​8​6​2​2​9​3​2​8​7.pdf.

Um von Wiederholung abzuraten: Eine notwendige Kritik am Aufruf zum Queer Liberation March

Neu von mir links­un­ten:

Kein Ver­lust

Anmer­kun­gen zum abge­sag­ten „Queer Libe­ra­tion March“

https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/​2​19921; .pdf-​​Version des Arti­kels:

https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​s​y​s​t​e​m​/​f​i​l​e​s​/​d​a​t​a​/​2​0​1​7​/​0​7​/​5​5​0​2​5​1​9​5​7​5.pdf

Wider die fordistische Nostalgie

Achim Schill hat bei Fb (1 und 2) zwei inter­es­sante Arti­kel ver­linkt:

  • Mein­hard Creydt: Zur Idea­li­sie­rung des frü­he­ren Sozi­al­staats besteht kein Anlass

https://​www​.heise​.de/​t​p​/​f​e​a​t​u​r​e​s​/​Z​u​r​-​I​d​e​a​l​i​s​i​e​r​u​n​g​-​d​e​s​-​f​r​u​e​h​e​r​e​n​-​S​o​z​i​a​l​s​t​a​a​t​s​-​b​e​s​t​e​h​t​-​k​e​i​n​-​A​n​l​a​s​s​-​3​7​8​0​8​3​4​.html

  • Daphne Law­less: Kon­ser­va­tive Linke: Schein­lö­sun­gen von ges­tern

https://​fight​back​.org​.nz/​g​e​g​e​n​-​d​i​e​-​k​o​n​s​e​r​v​a​t​i​v​e​-​l​inke/

Anm.: 1. Die Syrien-​​Position der Auto­rin teile ich nicht (auch Achim Schill hat dies­bzgl. Beden­ken ange­mel­det). 2. Die poli­ti­sche Land­schaft Neu­see­lands scheint sich – auch wenn es auch hier­zu­lande (in Form von Tei­len der Links­par­tei und klei­nen mar­xis­ti­schen Grup­pen) eine „kon­ser­va­tive Linke“ gibt – ziem­lich stark von der hie­si­gen zu ent­schei­den (Unter­bre­chung der lin­ken Kon­ti­nui­tät schon 1981; starke Bedeu­tung eines kon­ser­va­ti­ven – statt neo­li­be­ra­len Ökolo­gis­mus).

Wider den marxistischen und queeren Totalitäts-Anspruchs

Didier Eri­bon:

„Das Pro­blem mit dem ‚lin­ken‘ Popu­lis­mus ist, dass er die Vor­stel­lung eines orga­ni­schen und homo­ge­nen ‚Vol­kes‘ mit dem Rechts­po­pu­lis­mus teilt — samt all den Gefah­ren, die damit ver­bun­den sind. Eine sol­che Homo­ge­ni­sie­rung der Poli­tik führt immer dazu, dass eine Reihe von Men­schen nicht mehr als poli­tisch und kul­tu­rell legi­tim betrach­tet wer­den. Im Gegen­teil: Ihre Pro­bleme erschei­nen dann als ein Fak­tor der Spal­tung, was man zum Bei­spiel immer der femi­nis­ti­schen Bewe­gung vor­ge­wor­fen hat. Die popu­lis­ti­sche Idee einer ‚Kon­ver­genz‘ der Kämpfe ver­ein­heit­licht, sim­pli­fi­ziert, schließt aus — und das zwangs­läu­fig. Bes­ser wäre es, die Viel­falt der Kämpfe zu unter­stüt­zen — selbst wenn die ver­schie­de­nen Kämpfe unter­ein­an­der in Kon­flikt gera­ten, und das kommt oft vor. Wenn die Kämpfe kon­ver­gie­ren, sich syn­chro­ni­sie­ren und sich zu einem gewis­sen Zeit­punkt ver­ei­nen, umso bes­ser. Aber man kann diese – ‚Ein­heit‘ nicht als Vor­aus­set­zung für die Exis­tenz und die Legi­ti­mi­tät der ver­schie­de­nen Bewe­gun­gen pos­tu­lie­ren. Das würde bedeu­ten, dass man sich als jemand aus­gibt, der allein poli­ti­sche Authen­ti­zi­tät ‚zu ver­lei­hen ver­mag. Das würde ver­hin­dern, dass neue Bewe­gun­gen ent­ste­hen.“

http://​www​.stadt​re​vue​.de/​a​r​c​h​i​v​/​a​r​c​h​i​v​a​r​t​i​k​e​l​/​1​2​6​3​2​-​e​i​n​e​-​i​n​t​e​r​n​a​t​i​o​n​a​l​e​-​d​e​r​-​p​r​o​g​r​e​s​s​i​v​e​n​-​a​u​f​b​auen/ (via Achim Schill [Fb])

TaP:

Ist Queerfe­mi­nis­mus eine totale Theo­rie? (mehr…)

Fr., den 28.7. – Berlin: Gewerkschaftliche Solidarität statt Boykott – Diskussionsveranstaltung zur BDS-Kampagne

In der letz­ten Zeit haben sich Gewerk­schaf­ten in ver­schie­de­nen Län­dern der Israel-​​Boykottbewegung (BDS) ange­schlos­sen, dar­un­ter auch Basis­ge­werk­schaf­ten, die mit der FAU zusam­men­ar­bei­ten. Daher wol­len wir uns auf der Ver­an­stal­tung kri­tisch mit den Zie­len der BDS-​​Kampagne aus­ein­an­der­set­zen.
Die Blog­ge­rin Det­lef Geor­gia Schulze wird in ihrem Input begrün­den, warum die BDS-​​Kampagne keine Per­spek­tive für die Über­win­dung von Natio­na­lis­mus, Klassen-​​ und Geschlech­ter­wi­der­sprü­chen in der israelisch-​​palästinensischen Gesell­schaft bie­tet.
Wie eine basis­ge­werk­schaft­gli­che Pra­xis auch im Fall von Israel-​​Palästina aus­se­hen kann, wird das Thema des Inputs von Mark Rich­ter sein. Er ist in der IWW Bre­men aktiv und Teil der Orga­ni­zing Abtei­lung der IWW im deutsch­spra­chi­gen Raum.

https://​ber​lin​.fau​.org/​t​e​r​m​i​n​e​/​g​e​w​e​r​k​s​c​h​a​f​t​l​i​c​h​e​-​s​o​l​i​d​a​r​i​t​a​e​t​-​s​t​a​t​t​-​b​o​y​k​o​t​t​-​d​i​s​k​u​s​s​i​o​n​s​v​e​r​a​n​s​t​a​l​t​u​n​g​-​z​u​r​-​b​d​s​-​k​a​magne

Fr., den 28.07.2017
von 19:00 bis 22:00
FAU-​​Lokal, Grün­ta­ler Straße 24, Berlin-​​Gesundbrunnen
200 m von der Tram-​​Station M 13 und 50 Grün­ta­ler Straße
500 m vom S-​​Bahnhof Born­hol­mer Straße
800 m vom U-​​ und S-​​Bahnhof Gesund­brun­nen


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50 Ausgewählte Texte zur Bilanzierung der G 20-Proteste

.html-​​Version: http://​plaene​.blog​sport​.eu/​2​0​1​7​/​0​7​/​2​0​/​5​0​-​a​u​s​g​e​w​a​e​h​l​t​e​-​t​e​x​t​e​-​z​u​r​-​b​i​l​a​n​z​i​e​r​u​n​g​-​d​e​r​-​g​-​2​0​-​p​r​o​t​este/

.pdf-​​Version: http://​plaene​.blog​sport​.eu/​f​i​l​e​s​/​2​0​1​7​/​0​7​/​g​_​2​0​-​t​e​x​t​e.pdf

Zur Entscheidung des US-Supreme Courts in Sachen Einreisen-Bann

Der US-​​Supreme Court hat heute die von Prä­si­dent Trump ver­häng­ten Ein­rei­se­ver­bote teil­weise wie­der in Kraft gesetzt. Zuvor waren von US-​​Bundesgerichten, deren Ent­schei­dun­gen von zwei Bun­des­be­ru­fungs­ge­rich­ten (Court of Appeals for the Fourth Cir­cuit in Rich­mond [Vir­gina] und Court of Appeals for the Ninth Cir­cuit, in San Fran­cisco [Kali­for­nien] – jeweils via New York Times) bestä­tigt wor­den waren, vor­läu­fig (weit­ge­hend) außer Kraft gesetzt wor­den.

Nun­mehr bleibt das Präsidenten-​​Dekret bis zur Ent­schei­dung in der Haupt­sa­che, zu der ab Okto­ber ver­han­delt wer­den soll (S. 9 oben), in Kraft, soweit es Per­so­nen betrifft, die keine Ver­bin­dun­gen in die USA glaub­haft machen kön­nen.

Die FAZ schreibt dazu auf­grund einer dpa-​​Meldung:

Aus der 16-​​seitigen Begrün­dung des Supreme Courts geht her­vor, dass der Prä­si­dent bestimm­ten Men­schen sehr wohl die Ein­reise ver­bie­ten darf. Auf die­sem grund­sätz­li­chen Recht hat­ten Trump und seine Anwälte stets beharrt. Auch lässt sich her­aus­le­sen, dass der Supreme Court die Ent­schei­dun­gen der vor­he­ri­gen Instan­zen als zu weit­ge­hend ansieht. Zu anti-​​muslimischen Kom­men­ta­ren aus dem Wahl­kampf, die für die Vor­in­stan­zen in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten wich­tige Argu­mente hin­sicht­lich eines angeb­lich grund­sätz­lich von Trump gewoll­ten ‚Muslim-​​Stopps‘ waren, äußerte sich der Supreme Curt nicht. Das Thema Reli­gion spielt in der Begrün­dung gar keine Rolle.“

http://​www​.faz​.net/​a​k​t​u​e​l​l​/​p​o​l​i​t​i​k​/​t​r​u​m​p​s​-​p​r​a​e​s​i​d​e​n​t​s​c​h​a​f​t​/​o​b​e​r​s​t​e​s​-​g​e​r​i​c​h​t​-​s​u​p​r​e​m​e​-​c​o​u​r​t​-​e​r​l​a​u​b​t​-​t​e​i​l​e​-​v​o​n​-​t​r​u​m​p​s​-​e​i​n​r​e​i​s​e​v​e​r​b​o​t​-​1​5​0​7​8​2​7​5​.html

Dies scheint mir eine Über­in­ter­pre­ta­tion der Ent­schei­dung – oder zumin­dest eine unge­naue For­mu­lie­rung – zu sein. Zutref­fend ist, daß der Supreme Court die Ent­schei­dun­gen der Vor­in­stan­zen als zu weit­ge­hend sieht. Dies ergibt sich unmit­tel­bar aus dem Ent­schei­dungs­in­halt.

Was die Reli­gi­ons­frage betrifft, ist aber zu beach­ten, daß das Gericht seine Ent­schei­dung nur inso­weit begrün­det hat, als es die Ent­schei­dun­gen der Vor­in­stan­zen kor­ri­giert. Das heißt: Soweit die Ein­rei­se­ver­bote vor­läu­fig wei­ter­hin außer Kraft blei­ben, hat der Supreme Court jeden­falls im Ergeb­nis keine Ein­wände.

Soweit der Supreme Court das Dekret jetzt wie­der in Kraft gesetzt, ist für des­sen Ent­schei­dung eine Vor-​​Frage (vor der Frage nach etwai­ger reli­giö­ser Dis­kri­mi­nie­rung) aus­schlag­ge­bend – näm­lich (mehr…)

Di., 6.6. – Buchvorstellung: Für Solidarität zwischen Marxist*innen und Anarchist*innen

Diens­tag, den 6. Juni 2017

Werk­statt der Kul­tu­ren der Welt, Wiss­mann­str. 32, 12049 Ber­lin (U-​​Hermannplatz) – 19 Uhr

Mar­xis­ti­sche und anar­chis­ti­sche Strö­mun­gen gehör­ten in allen wich­ti­gen revo­lu­tio­nä­ren Bewe­gun­gen des 20. Jahr­hun­derts (z. B. 1918 in Russ­land, 1936 in Spa­nien oder auch im Mai 68 in Frank­reich) zu den dyna­mischs­ten Moto­ren der Bewe­gun­gen für die soziale Revo­lu­tion; zeit­weise im Bündnis mit­ein­an­der, aber in der Folge der revo­lu­tio­nä­ren Pro­zesse und Umwäl­zun­gen auch in uner­bitt­li­cher Geg­ner­schaft. Mit die­sem Buch ver­su­chen die bei­den Auto­ren [Michael Löwy und Oli­vier Besan­cenot], die seit Jah­ren bekannte gesell­schaft­li­che Akteure inner­halb der mar­xis­ti­schen Strö­mung und der sozia­len Bewe­gun­gen in Frank­reich sind, die Gemein­sam­kei­ten und Unter­schiede die­ser bei­den Strö­mun­gen her­aus­zu­ar­bei­ten. Ziel die­ses Buches ist es, den Ver­stän­di­gungs­pro­zess der sozi­al­re­vo­lu­tio­nä­ren Akteure in der Gegen­wart zu för­dern.

Michael Löwy, Co-​​Autor des Buches wird über die Beweg­gründe für diese poli­ti­sche Neu­ori­en­tie­rung eines Teils der fran­zö­si­schen Trotzkist*innen Aus­kunft geben und zur Dis­kus­sion zur Ver­fü­gung ste­hen. Mit ihm dis­ku­tie­ren wird Hol­ger Marcks [z.B. 1 und 2], ein Akti­vist der Ber­li­ner FAU. Wir hof­fen auf einen frucht­ba­ren Dia­log.

Ver­an­stal­tet von: Inter­na­tio­nale Sozia­lis­ti­sche Orga­ni­sa­tion (ISO), Die Buch­ma­che­rei und Veranstaltungs-​​AG der FAU-​​Berlin.

Quelle: http://​www​.stress​fak​tor​.squat​.net/​t​e​r​m​i​n​e.php – Links hin­zu­ge­fügt


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Was heißt „strukturell“?

A. „Struk­tur“ laut Duden

1. „Struk­tur der Gesell­schaft“ = „Kon­struk­tion der Gesell­schaft“ (im Unter­schied zur blo­ßen ‚Fassaden-​​Gestaltung’)
2. Struk­tur als etwas, das in Ele­mente geglie­dert ist

B. Die struk­tu­ra­lis­ti­sche „Struktur“-Kategorie

1. Eine prä­zi­sere Bestim­mung des Ver­hält­nis­ses von Struk­tur und deren Ausge­staltung
2. In die­sem Zusam­men­hang – ganz im Sinne von Marx nach dem epistemologi­schen Bruch von 1845 – die Beto­nung des Pri­mats der Struktur(en) über die Indi­vi­duen
3. Die Abgren­zung von der homo­ge­nen hege­lia­ni­schen Totalitäts-​​Kategorie und dem Aus­druck „Sys­tem“ der Sys­tem­theo­rie sowie der Frank­fur­ter Schule (oder vllt. auch eher ihres Umfel­des)

C. Der Unter­schied zum Vor­wort von 1859

D. Die Ein­lei­tung von 1857

E. Ober­flä­chen­phä­no­mene

.pdf-​​Datei (8 Sei­ten + Ankün­di­gung einer Fort­set­zung):
http://​Theo​rie​als​Pra​xis​.blog​sport​.de/​i​m​a​g​e​s​/​W​a​s​_​h​e​i​s​s​t​_​s​t​r​u​k​t​u​r​e​l​l.pdf

F. Zusam­men­fas­sung

1. Auf einer (mehr…)

Was ich vertrete – drei Thesen zu Geschichte und Gesellschaftsanalyse

1. Weder Patri­ar­chat noch Ras­sis­mus noch Klas­sen­ver­hält­nisse sind Invari­an­ten der mensch­li­chen Gesell­schaft. Sie sind alle drei – und zwar unab­hän­gig von­ein­an­der – über­wind­bar; und alle drei vari­ie­ren auch nach Ort und Zeit.

a) Diese Ver­än­de­run­gen erklä­ren sich einer­seits aus dem Kampf der inne­ren Wider­sprü­che inner­halb die­ser drei Herrschafts-​​ und Aus­beu­tungs­ver­hält­nisse (zwi­schen Frauen und Män­nern; Schwar­zen und Wei­ßen; zwi­schen den ver­schie­de­nen Klas­sen); zum ande­ren aus der Wech­sel­wir­kung zwi­schen die­sen drei Herrschafts-​​ und Aus­beu­tungs­ver­hält­nis­sen.

b) Was diese Wech­sel­wir­kung anbe­langt, so beein­flus­sen nicht nur die jewei­li­gen Klas­sen­ver­hält­nisse das kon­krete Funk­tio­nie­ren von Patri­ar­chat und Ras­sis­mus, viel­mehr beein­flus­sen auch Patri­ar­chat und Rassismus/​Xenophobie, das kon­krete Funk­tio­nie­ren der jewei­li­gen Klas­sen­ver­hält­nisse.

2. Ich spre­che nicht von (mehr…)

„das System, in dem wir leben“

Oder: Warum die kapi­ta­lis­ti­sche Pro­duk­ti­ons­weise nicht das Ganze ist

Die Revo­lu­tio­när Sozia­lis­ti­sche Orga­ni­sa­tion (RSO) führt z.Z. eine – nach dem Ankün­di­gungs­text zu urtei­len – ziem­lich inter­es­sante Ver­an­stal­tungs­reihe (s. Bild zum Arti­kel) durch. Aber nicht darum soll es im Fol­gen­den gehen, son­dern um eine kleine Formu­lierung aus dem Ankün­di­gungs­text, die auch in vie­len ande­ren lin­ken Tex­ten unterschiedli­cher Spek­tren ste­hen könnte: „das Sys­tem, in dem wir leben – näm­lich de[r] Kapita­lismus –“. Ist „das Sys­tem“, in dem wir leben, mit ‚der Kapi­ta­lis­mus’ wirk­lich rich­tig be­schrieben?

Sicher­lich ist das ‚Sys­tem’, in dem wir leben, auch kapi­ta­lis­tisch. Aber ist damit schon alles Wich­tige gesagt? Oder wäre zumin­dest alles Wei­tere, das außer­dem noch gesagt wer­den könnte, nur eine nähere Kon­kre­ti­sie­rung von ‚der Kapi­ta­lis­mus’? Oder fehlt viel­mehr Ent­scheidendes?

Daß diese Fra­gen nicht auf einen blo­ßen Streit um Wör­ter hin­aus­läu­fen, wird deut­lich, wenn wir den kom­plet­ten Satz, aus dem die zitierte For­mu­lie­rung stammt, lesen: „Um effek­tiv Wider­stand leis­ten zu kön­nen, müs­sen wir das Sys­tem, in dem wir leben – näm­lich den Kapitalis­mus –, zuerst ver­ste­hen.“

Fort­set­zung bei links­un­ten:

https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/​2​13343