Große Überraschung: Katalanische Unabhängigkeit doch kein Kinderspiel…

„Die Gene­ral­se­kre­tä­rin der PDe­Cat, Marta Pas­cal, gestand unter­des­sen ein, dass in den ver­gan­ge­nen Tagen Feh­ler gemacht wor­den seien. Man habe sich den Abspal­tungs­pro­zess ein­fa­cher vor­ge­stellt, sagte sie dem kata­la­ni­schen TV-​​Sender TV-​​3. ‚Wir haben getan, was wir tun muss­ten.‘ Aber als eine inter­na­tio­nale Aner­ken­nung aus­ge­blie­ben sei und die Lokal­po­li­zei Mos­sos den Befeh­len der Zen­tral­re­gie­rung fol­gen musste, habe das für Ernüch­te­rung gesorgt. ‚Wir haben uns etwas als sehr ein­fach vor­ge­stellt, was viel­leicht nicht so ein­fach ist – aber es war mög­lich‘, bekräf­tigte Pas­cal.“

„Der von Madrid abge­setzte kata­la­ni­sche Regio­nal­prä­si­dent Carles Puig­de­mont hat dazu auf­ge­ru­fen, den Weg hin zur Unab­hän­gig­keit Kata­lo­ni­ens zu ‚ver­lang­sa­men‘. ‚Wir kön­nen keine Repu­blik für alle auf Gewalt grün­den‘, sagte Puig­de­mont am Diens­tag in Brüs­sel. Wenn dies bedeute, dass die Ent­wick­lung hin zur Unab­hän­gig­keit ver­lang­samt werde, dann sei dies ‚ein ver­nünf­ti­ger Preis‘.
Puig­de­mont, der in Spa­nien [Gegen­stand eines straf­recht­li­chen Ermitt­lungs­ver­fah­rens] wegen Rebel­lion ist, erklärte auch, er wolle in Bel­gien kein poli­ti­sches Asyl bean­tra­gen. Noch am Sams­tag hatte er vage zu ‚fried­li­chem Wider­stand‘ auf­ge­ru­fen – und war dann nach Bel­gien aus­ge­reist. Die Überg­abe der Kon­trolle an die Zen­tral­re­gie­rung ver­lief ohne Zwi­schen­fälle und auch Pro­teste in Kata­lo­nien blie­ben aus.“

http://​www​.faz​.net/​a​k​t​u​e​l​l​/​p​o​l​i​t​i​k​/​a​u​s​l​a​n​d​/​e​h​e​m​a​l​i​g​e​r​-​k​a​t​a​l​a​n​i​s​c​h​e​r​-​r​e​g​i​o​n​a​l​p​r​a​e​s​i​d​e​n​t​-​p​u​i​g​d​e​m​o​n​t​-​i​c​h​-​w​i​l​l​-​k​e​i​n​-​p​o​l​i​t​i​s​c​h​e​s​-​a​s​y​l​-​i​n​-​b​e​l​g​i​e​n​-​1​5​2​7​1​0​1​8​.html

„Puig­de­mont ha con­fir­mado que su part­ido con­curr­irá a las elec­cio­nes auto­nó­mi­cas del pró­ximo 21 de diciem­bre. ‚Son un reto que vamos a acep­tar‘, ha dicho antes de com­pro­me­terse a res­pe­tar los resul­ta­dos y pedir al Gobierno que se com­pro­meta a lo mismo.“ /​ „Puig­de­mont hat bestä­tigt (Über­set­zungs­va­ri­ante: zuge­stimmt), daß seine Par­tei bei der Regio­nal­wahl am 21. Dezem­ber antre­ten wird. ‚Sie ist eine Her­aus­for­de­rung, die wir anneh­men wer­den‘, sagte er, bevor er ver­sprach das Ergeb­nis anzu­er­ken­nen und die Regie­rung auf­for­derte, das­selbe zu ver­spre­chen.“

https://​poli​tica​.elpais​.com/​p​o​l​i​t​i​c​a​/​2​0​1​7​/​1​0​/​3​1​/​a​c​t​u​a​l​i​d​a​d​/​1​5​0​9​4​3​8​3​7​1​_​3​8​3​4​9​1​.html

Benet Sal­el­las (CUP): „Hemos de estar pre­pa­ra­dos para un pro­cés que dure meses… y años“. /​ „Wir haben uns auf einen Pro­zeß ein­zu­stel­len, der Monate… und Jahre dau­ern wird.“

https://​elpais​.com/​C​o​m​e​n​t​a​r​i​o​/​1​5​0​9​4​4​8​9​3​8​-​0​0​9​5​c​8​9​8​1​f​3​6​4​0​4​6​5​0​f​3​6​b​6​5​d​4​c​2b228

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2 Antworten auf „Große Überraschung: Katalanische Unabhängigkeit doch kein Kinderspiel…“


  1. 1 TaP 31. Oktober 2017 um 17:20 Uhr

    „La diputada de la CUP en el Parlament Mireia Boya ha sostenido este martes que el expresidente de la Generalitat, Carles Puigdemont, ha reconocido desde Bruselas que ‚la República no se podía hacer efectiva desde la institucionalidad, porque había cosas que no se habían ni montado‘. ‚Constatamos que no se estaba preparado todo‘, ha dicho en declaraciones a Catalunya Ràdio, […], en las que la diputada ‚cupaire‘ ha considerado que Puigdemont ha hecho este martes un reconocimiento público de la falta de preparación del Govern cesado.“

    „Die Abgeordnete der CUP im [kat.] Parlament Mireia Boya hat am heutigen Dienstag die Ansicht vertreten, daß […] Puigdemont von Brüssel aus anerkannt hat, daß ‚die Republik von den Institutionen aus nicht effektiv (Übersetzungsvariante: nicht zu einer Realität) gemacht werden konnte, weil [bestimmte] Dinge nicht vorbereitet waren‘. ‚Wir stellen fest, daß nicht alles vorbereitet war‘, sagte sie in Erläuterungen gegenüber Radio Katalonien, in denen die Abgeordnete der CUP die Ansicht vertrat, daß Puigdemont am heutigen Dienstag öffentlich einen Mangel an Vorbereitung der abgelösten Regierung anerkannt habe.“

    https://elpais.com/Comentario/1509460654-477341a46d582790ab023ac8d8dee08f

  2. 2 TaP 31. Oktober 2017 um 21:04 Uhr

    Das staatliche katalanische Zentrum für Meinungsumfragen hat heute seine neuesten Umfrageergebnisse, die vom 16. – 29. Oktober (also weit überwiegend noch vor der Unabhängigkeitserklärung vom vergangenen Freitag) gewonnen wurde veröffentlicht.

    ++ Auch nach dieser Umfrage ist nur eine relative Mehrheit (48,7 %, wenn eine einfache Ja/Nein-Frage gestellt wird) der Befragten für eine katalanische Unabhängigkeit.
    Dies ist der höchste Wert der jemals ermittelt wurde und erst das zweite Mal, daß sich überhaupt eine (relative) Mehrheit ergab. (S. 13)

    ++ Wird die Frage komplexer gestellt – d.h.: konkret nach: Unabhängigkeit; Föderation; status quo; Region ohne Autonomiestatut – dann ergeben sich nur 40,2 % Unabhängigkeits-BefürworterInnen (S. 11).

    ++ Auch die separatistischen Partei haben weiterhin keine WählerInnen-Mehrheit, sondern würden gegenüber der vorhergehenden Wahl sogar noch Stimmen verlieren (S. 22).

    ++ Zu meiner Überraschung [*] würde allerdings vor allem die CUP (2 Prozentpunkte) verlieren, während JxSí um 0,1 Prozent [**] zulegen würde.

    ++ Das prognostizierte Wahlergebnis würde aber – aufgrund des verzerrenden kat. Wahlrechts – immer noch für eine separatistische Parlamentsmehrheit von mindestens einem Sitz erreichen (ebd.).

    [*] Ich hatte eher damit gerechnet, daß sich ein – wenn auch kleiner Teil des Separatismus – in Richtung CUP radikalisiert, während ein anderer Teil resigniert bzw. schon mit dem jetzigen Konfliktniveau unzufrieden ist.

    [**] Der in der englischen Fassung prognostizierte Stimmanteil von 39,9 % scheint ein Tippfehler zu sein. Sowohl in der katalanischen als in der kastilischen Fassung steht 39,7 %.
    Für die CUP werden 6,2 % prognostiziert.

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