ak – analyse & kritik: „Linke und antifaschistische Arbeit braucht Medien und Plattformen wie linksunten.“

Lebt und lest „linksunten“ – verboten ist gleich doppelt so interessant

Wir sind alle #links­un­ten

Ihr habt es mit­be­kom­men, das Innen­mi­nis­te­rium hat heute, als klein­li­che Rache­ak­tion für die G20-​​Proteste in Ham­burg, links​un​ten​.indy​me​dia​.org ver­bo­ten. Irgend­was muss im Post-​​Hamburg-​​Wahlkampf ja gegen links gemacht wer­den, warum also nicht gleich auch was gegen die Pres­se­frei­heit, warum nicht ein Bei­spiel an der Erdogan-​​Regierung neh­men, die heute eben­falls drei Medien ver­bo­ten hat (Stan­dard): Rojava Media News­pa­per, Sujin und die Nach­rich­ten­agen­tur Diha (mehr beim Lower Class Maga­zine).

Tho­mas de Mai­zière, einer der schlech­ten Ver­lie­rer von Ham­burg, sehnt sei­nen klei­nen Poli­zei­staat schon län­ger her­bei. Er will die Gesichts­er­ken­nung auf Bahn­hö­fen ein­füh­ren, im Ber­li­ner Süd­kreuz wird gerade ein Groß­test hierzu durch­ge­führt. Logisch dass auch eine linke Web­seite, auf der Nutzer_​innen anonym pos­ten kön­nen, weg soll. Für Leute wie De Mai­zière sind erst­mal alle ver­däch­tig.

Obwohl, nicht ganz. Die Links­par­tei­po­li­ti­ke­rin Katha­rina König schrieb heute berech­tig­ter­weise auf Twit­ter: „Wäh­rend #Ver­fas­sungs­schutz Akten und Infos schred­derte, ver­öf­fent­lichte #links­un­ten Infos über #NSU und des­sen Umfeld.“

Und nicht nur das: links​un​ten​.indy​me​dia​.org ver­öf­fent­lichte Chat­leaks, auf denen AfD-​​Mitglieer Nazi­pa­ro­len vom Sta­pel lie­ßen (http://​fak​ten​fin​der​.tages​schau​.de/​i​n​l​a​n​d​/​a​f​d​-​l​e​a​k​s​-​1​0​1​.html), gele­akte WhatsApp-​​Dialoge des Leip­zi­ger Neo­na­zis Alex­an­der Kurth mit einem Bereit­schafts­po­li­zis­ten (www​.lvz​.de/​L​e​i​p​z​i​g​/​P​o​l​i​z​e​i​t​i​c​k​e​r​/​P​o​l​i​z​e​i​t​i​c​k​e​r​-​L​e​i​p​z​i​g​/​E​r​n​e​u​t​-​g​e​l​e​a​k​t​e​-​D​a​t​e​n​-​v​o​n​-​L​e​i​p​z​i​g​e​r​-​N​e​o​n​a​z​i​-​v​e​r​o​e​f​f​e​n​t​l​i​c​h​t​-​I​n​t​e​r​n​e​-​P​o​l​i​z​e​i​-​U​n​t​e​r​s​u​c​h​ungen), interne Stra­te­gie­pa­piere der Iden­ti­tä­ren (http://​blog​.zeit​.de/​s​t​o​e​r​u​n​g​s​m​e​l​d​e​r​/​2​0​1​7​/​0​2​/​2​8​/​i​d​e​n​t​i​t​a​e​r​e​-​b​e​w​e​g​u​n​g​-​l​e​a​k​-​s​t​r​a​f​f​-​o​r​g​a​n​i​s​i​e​r​t​2​3​1​6​8​_​23168), die Daten der Nazian­grei­fer auf Leipzig-​​Connewitz (www​.lvz​.de/​L​e​i​p​z​i​g​/​P​o​l​i​z​e​i​t​i​c​k​e​r​/​P​o​l​i​z​e​i​t​i​c​k​e​r​-​L​e​i​p​z​i​g​/​I​d​e​n​t​i​t​a​e​t​e​n​-​m​u​t​m​a​s​s​l​i​c​h​e​r​-​C​o​n​n​e​w​i​t​z​-​A​n​g​r​e​i​f​e​r​-​i​m​-​N​e​t​z​-​a​u​f​g​e​t​aucht) und outete einen Ber­li­ner Auto­brand­stif­ter als Infor­man­ten der Poli­zei (www​.tages​spie​gel​.de/​b​e​r​l​i​n​/​f​e​s​t​n​a​h​m​e​-​i​n​-​l​i​c​h​t​e​n​b​e​r​g​-​b​r​a​n​d​s​t​i​f​t​e​r​-​s​o​l​l​-​p​o​l​i​z​e​i​-​i​n​f​o​r​m​a​n​t​-​g​e​w​e​s​e​n​-​s​e​i​n​/​1​3​8​4​0​7​3​6​.html). Viele wei­tere Bei­spiele fin­den sich beim Twit­ter­ac­count Chro­nik gegen Rechts: https://​twit​ter​.com/​C​h​r​o​n​i​k​_​g​e​_​R​e​/​s​t​a​t​u​s​/​9​0​1​0​3​3​2​7​0​1​3​3​0​96452

Hier wird Anony­mi­tät den Innenpolitiker_​innen plötz­lich wie­der wich­ti­ger, in meh­re­ren der genann­ten Fälle wur­den Ermitt­lun­gen wegen Daten­schutz­ver­stö­ßen ein­ge­lei­tet.

Linke und anti­fa­schis­ti­sche Arbeit braucht Medien und Platt­for­men wie links­un­ten. Unter ande­rem weil rechte Poli­zei­staats­fans wie Tho­mas de Mai­zière hohe poli­ti­sche Ämter beklei­den.
Soli­da­ri­tät mit linksunten.indymedia!

(ak – ana­lyse und kri­tik bei Fb: https://www DOT face­book DOT com/183921262475/photos/a.10150356250342476.353529.183921262475/10155055295737476/?type=3&permPage=1=

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1 Antwort auf „ak – analyse & kritik: „Linke und antifaschistische Arbeit braucht Medien und Plattformen wie linksunten.““


  1. 1 systemcrash 26. August 2017 um 11:14 Uhr

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