Archiv für Februar 2016

23 Abschnitte zur Kölner Silvesternacht

Der dritte Teil mei­ner Ant­wort an Micha Schilwa in Sachen Eth­ni­sie­rung sexueller/​sexualisierter Gewalt /​ Köl­ner Sil­ves­ter­nacht ist erschie­nen:

http://​scharf​-links​.de/​5​1​.​0​.​h​t​m​l​?​&​a​m​p​;​t​x​_​t​t​n​e​w​s​[​t​t​_​n​e​w​s​]​=​5​5​0​2​1​&​a​m​p​;​t​x​_​t​t​n​e​w​s​[​b​a​c​k​P​i​d​]​=​5​6​&​a​m​p​;​c​H​a​s​h​=​2​9​f​9​4​58d8d

Der Gesamt-​​Text glie­dert sich in fol­gende Abschnitte: (mehr…)

Briefe

1. Ich habe einen Lese­r­In­brief an an trend. Online­zei­tung geschrie­ben, wo er auch ver­öf­fent­licht wurde:

Der Gesellschafts-​​Würfel. Leser*innenbrief zum Edi­to­rial 2/​2016

http://​www​.trend​.info​par​ti​san​.net/​t​r​d​0​2​1​6​/​t​3​3​0​2​1​6​.html

2. sys­tem­crash und ich haben mit einem – eben­falls Offe­nen – Brief auf einen Offe­nen Brief der Revolutionär-​​Kommunistischen Inter­na­tio­na­len Ten­denz geant­wor­tet:

sys­tem­crash und TaP ant­wor­ten der Revolutionär-​​Kommunistischen Inter­na­tio­na­len Ten­denz (RCIT)

http://​plaene​.blog​sport​.eu/​2​0​1​6​/​0​2​/​0​6​/​s​y​s​t​e​m​c​r​a​s​h​-​u​n​d​-​t​a​p​-​a​n​t​w​o​r​t​e​n​-​d​e​r​-​r​e​v​o​l​u​t​i​o​n​a​e​r​-​k​o​m​m​u​n​i​s​t​i​s​c​h​e​n​-​i​n​t​e​r​n​a​t​i​o​n​a​l​e​n​-​t​e​n​d​e​n​z​-​rcit/

zu

RCIT: „als einen ers­ten Schritt, die Ein­heit, basie­rend auf einer Überein­stim­mung zu den ent­schei­den­den pro­gram­ma­ti­schen und orga­ni­sa­to­ri­schen Auf­ga­ben des Klas­sen­kamp­fes heute, anstre­ben“

http://​plaene​.blog​sport​.eu/​2​0​1​6​/​0​2​/​0​4​/​r​c​i​t​-​a​l​s​-​e​i​n​e​n​-​e​r​s​t​e​n​-​s​c​h​r​i​t​t​-​d​i​e​-​e​i​n​h​e​i​t​-​b​a​s​i​e​r​e​n​d​-​a​u​f​-​e​i​n​e​r​-​u​e​b​e​r​e​i​n​s​t​i​m​m​u​n​g​-​z​u​-​d​e​n​-​e​n​t​s​c​h​e​i​d​e​n​d​e​n​-​p​r​o​g​r​a​m​m​a​t​i​s​c​h​e​n​-​u​n​d​-​o​r​g​a​n​i​s​a​t​o​r​i​s​c​h​e​n​-​a​u​f​g​a​b​e​n​-​d​e​s​-​k​l​a​s​s​e​n​k​a​m​p​f​e​s​-​h​e​u​t​e​-​a​n​s​t​r​eben/

NAO: Der Fischteich (*) scheint leer zu sein…

„Wir wür­den uns jedoch auch in die eigene Tasche lügen, wenn wir nicht zur Kennt­nis näh­men, dass das ver­an­stal­tende Umgrup­pie­rungs­pro­jekt, die ‚Neue anti-​​kapitalistische Orga­ni­sa­tion‘, an ihr Ende gekom­men ist.“

http://​www​.arbei​ter​macht​.de/​i​n​f​o​m​a​i​l​/​8​6​4​/​i​n​t​e​r​n​a​t​i​o​n​a​l​i​s​m​u​s​t​a​g​e.htm

Siehe auch:

Ein Plan, der anschei­nend NICHT funk­tio­niert:

NAO als „breite“ Mit­glie­der­or­ga­ni­sa­tion

http://​plaene​.blog​sport​.eu/​2​0​1​6​/​0​2​/​1​5​/​e​i​n​-​p​l​a​n​-​d​e​r​-​a​n​s​c​h​e​i​n​e​n​d​-​n​i​c​h​t​-​f​u​n​k​t​i​o​n​i​e​r​t​-​n​a​o​-​a​l​s​-​b​r​e​i​t​e​-​m​i​t​g​l​i​e​d​e​r​o​r​g​a​n​i​s​a​tion/

(*) „der unter­schied [zwi­schen Workers Power (WP), der bri­ti­schen Schwes­ter­or­ga­ni­sa­tion der Gruppe Arbei­ter­macht, und eini­gen ehe­ma­li­gen WP-​​Mitgliedern, die von die­ser 2012 absplit­ter­ten] läuft also im wesent­li­chen dar­auf hin­aus, dass den WP-​​dissidenten eine ‚orga­ni­sa­tion‘ genügt, die zwar einen ‚kämp­fe­ri­schen anti­ka­pi­ta­lis­mus‘ ver­tritt, aber (noch ?) nicht über ein aus­ge­wie­se­nes ‚revo­lu­tio­nä­res pro­gramm‘ ver­fügt. man könnte den begriff ‚überg­angs­or­ga­ni­sa­tion‘ im sinne der dis­si­den­ten dann als ‚linke samm­lungs­be­we­gung‘ deu­ten. dies ent­spricht in etwa dem, was hier im NAO pro­zess als ‚breite NAO‘ gehan­delt wird (Tino, M. Schilwa, isl).
Workers Power selbst sieht die Überg­angs­or­ga­ni­sa­tion ‚nur‘ als ‚tak­tik‘ an, das heisst, so eine strö­mung des ‚kämp­fe­ri­schen anti­ka­pi­ta­lis­mus‘ wäre für WP ein will­kom­me­nes rekru­tie­rungs­feld (‚fisch­teich‘), um dar­aus eine ‚revo­lu­tio­näre par­tei‘ (im sinne der pro­gram­ma­tik der L5I) zu machen.“

http://​www​.nao​-pro​zess​.de/​b​l​o​g​/​d​i​e​-​n​a​o​-​a​l​s​-​u​e​b​e​r​g​a​n​g​s​o​r​g​a​n​i​s​a​t​i​o​n​-​f​i​s​h​i​n​g​-​f​o​r​-​n​e​w​-​m​e​m​b​e​r​s​-​f​u​e​r​-​d​i​e​-​m​i​n​i​p​a​r​t​eien/ (meine Hv.)

„die Grup­pen GAM und isl sind die gewich­tigs­ten Ver­tre­ter des von uns so genann­ten ‚Fischteich-​​Modells‘. Sie prä­fe­rie­ren eine sog. ‚breite NAO‘, dies aber (vor­der­grün­dig) nicht, weil sie eine reformistisch/​gradualistische Orga­ni­sa­tion auf­bauen wol­len, son­dern weil sie die ‚NAO‘ als Rekru­tie­rungs­feld für ihre eigene ORG instru­men­ta­li­sie­ren wol­len.“

http://​www​.nao​-pro​zess​.de/​b​l​o​g​/​e​i​n​e​-​k​l​e​i​n​e​-​f​r​a​g​e​-​a​n​-​u​n​s​e​r​e​-​m​i​t​-​l​e​n​i​n​i​s​t​i​n​n​e​n​-​n​a​o​-​p​r​o​z​e​s​s​-​o​h​n​e​-​t​h​e​o​r​e​t​i​s​c​h​e​-​a​n​s​t​r​e​n​g​u​n​g​-​g​e​h​t​-das/ (meine Hv.)

„Es ist dies, was wir ‚Fischteich-​​Modell’ nen­nen: Die klei­nen revo­lu­tio­nä­ren, kon­kur­rie­ren­den Grup­pen ver­su­chen, aus den Rei­hen der Mit­glie­der der brei­te­ren For­ma­tion neue eigene Mit­glie­der zu gewin­nen und dadurch zu einer grö­ße­ren revo­lu­tio­nä­ren Orga­ni­sa­tion zu wer­den. Die­ser Ver­such ist kei­nes­falls ehren­rüh­rig. Wir kri­ti­sie­ren die­ses Modell viel­mehr aus zwei ande­ren Grün­den:
Grund 1: Die LCR-​​Strömung inner­halb der NPA hat heute weni­ger Mit­glie­der als frü­her die LCR. Ob die ande­ren klei­nen, (subjektiv-)revolutionären Grup­pen in Frank­reich durch ihren NPA-​​Entrismus viele neue Mit­glie­der gewon­nen haben, wis­sen wir nicht. Aber wir sind uns ziem­lich sicher: Aller Wahr­schein­lich­keit nach nicht sooo viele, daß dies den Scha­den, der durch ein Schei­tern der NPA ent­ste­hen würde, auf­wie­gen könnte.
Der Kampf zwi­schen Sil­ber­fisch­chen, die sich für Hai­fi­sche hal­ten, ist nicht beson­ders anzie­hend.
Grund 2: Wir sind so ‚ver­mes­sen’, zu sagen: Keine der exis­tie­ren­den revo­lu­tio­nä­ren Grup­pen ist bereits die revo­lu­tio­näre Orga­ni­sa­tion noch hat eine die­ser Orga­ni­sa­tio­nen bereits das revo­lu­tio­näre Pro­gramm. (Das Errei­chen einer sol­chen Ein­deu­tig­keit erscheint uns im übri­gen über­haupt ziem­lich frag­lich zu sein.) Dem Mißer­folg der klei­nen (subjektiv-)revolutionären Grup­pen ist u.E. nicht allein durch eine brei­tere For­ma­tion als gemein­sa­mes Rekrutierungs-​​Vorfeld abzu­hel­fen, son­dern gerade Selbst­ver­ständ­nis und Pro­gram­ma­tik der ver­schie­de­nen klei­nen revo­lu­tio­nä­ren Grup­pen müs­sen auf den Prüf­stand. Wenn dazu keine Not­wen­dig­keit gese­hen bzw. keine Bereit­schaft besteht, dann wird u.E. aus dem NaO-​​Prozeß nichts Sinn­vol­les her­aus­kom­men, und dann macht es im übri­gen für Genos­sIn­nen, die nicht eh schon in einer der klei­nen Grup­pen orga­ni­siert sind, auch wenig Sinn, sich am NaO-​​Prozeß zu betei­li­gen – denn diese Genos­sIn­nen wer­den ja (wie wir auch) ihre jewei­li­gen Gründe haben, warum sie nicht Mit­glie­der der bereits exis­tie­ren­den Grup­pen sind.“

http://​www​.nao​-pro​zess​.de/​b​l​o​g​/​p​a​n​t​a​-​r​h​e​i​-​a​l​l​e​s​-​f​l​i​e​s​s​t​-​u​e​b​e​r​-​f​l​u​s​s​f​i​s​c​h​e​r​ei/5/

und

http://​www​.nao​-pro​zess​.de/​b​l​o​g​/​p​a​n​t​a​-​r​h​e​i​-​a​l​l​e​s​-​f​l​i​e​s​s​t​-​u​e​b​e​r​-​f​l​u​s​s​f​i​s​c​h​e​r​ei/6/

Mein Beitrag zum trend-Jubiläum als Audio-Datei und ein längerer Kommentar in Artikelform dazu von systemcrash

Ich habe den Mit­schnitt mei­nes Bei­tra­ges zur Jubiläums-​​Veranstaltung „20 Jahre trend. Online­zei­tung“ online gestellt:

Sexis­mus statt Patri­ar­chat?

ismus-Kri­tik statt Gesell­schafts­ana­lyse und Revo­lu­ti­ons­theo­rie?

https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/​1​68203

'Gesellschafts-Würfel': x-Achse = Klassenwiderspruch; z-Achse = Geschlechterwiderspruch; y-Achse = Rassismus

und sys­tem­crash hat einen län­ge­rer Kom­men­tar dazu als Arti­kel in sei­nem Blog ver­öf­fent­licht:

@TREND-Vortrag: Geschlecht und Klasse

https://​sys​tem​crash​.word​press​.com/​2​0​1​6​/​0​2​/​0​8​/​t​r​e​n​d​-​v​o​r​t​r​a​g​-​g​e​c​h​l​e​c​h​t​-​u​n​d​-​k​l​asse/

Teil II meiner Antwort an Micha Schilwa in Sachen ‚Kölner Silvesternacht‘ erschienen

Ges­tern Abend ist Teil II mei­ner Ant­wort an Micha Schilwa in Sachen ‚Köl­ner Sil­ves­ter­nacht‘ erschie­nen. Der zweite Teil mün­det in fol­gende These:

Das Patri­ar­chat im all­ge­mei­nen erklärt, warum es über­haupt eine Dis­po­si­tion für Män­ner­ge­walt gegen Frau­en­Les­ben gibt; warum sich die­ses Poten­tial im vor­lie­gen­den Fall in der vor­lie­gen­den Form rea­li­sierte, erklärt sich m.E. in aller ers­ter Linie aus der ‚Grup­pen­dy­na­mik‘ vor Ort; da gehe ich inso­weit mit dem nordrhein-​​westfälischen Innen­mi­nis­te­rium kon­form:
Es ‚gibt […] keine Hin­weise dafür, dass das Auf­tre­ten der Gesamt­gruppe oder von Teil­grup­pen orga­ni­siert bzw. gesteu­ert war. […] Das[s] kri­mi­nelle grup­pen­dy­na­mi­sche Pro­zesse und Abstim­mun­gen die jewei­li­gen Einzel-​​ und Fol­ge­ta­ten in der Sil­ves­ter­nacht beein­fluss­ten[,] bleibt hin­ge­gen sehr wahr­schein­lich.‘
‚Mao­is­tisch’ gespro­chen: Der Haupt­wi­der­spruch der Köl­ner Sil­ves­ter­nacht war der Geschlech­ter­wi­der­spruch; Neben­wi­der­sprü­che waren a) der Ras­sis­mus der deut­schen Mehr­heits­ge­sell­schaft und, wie die­ser sich auf die Lebens­si­tua­tion von Geflüch­te­ten aus­wirkt (1.: wenig Geld – ----> abend­fül­lende Silvester‘party‘ auf öffent­li­chem Stra­ßen­land – und 2.: weiße Män­ner als fast uner­reich­bare poten­ti­elle Angriffs­ob­jekte), sowie b) das isla­mi­sche Alko­hol­ver­bot, das aber gerade nicht ein­ge­hal­ten wurde – = exzes­si­ver Alko­hohl­kon­sum mit ent­spre­chen­dem Kon­troll­ver­lust.
In den Reak­tio­nen auf Köln wen­dete sich dann das Ver­hält­nis von Haupt-​​ und Nebenwiderspruch/​-​​sprüchen: Der Ras­sis­mus der deut­schen Mehr­heits­ge­sell­schaft wurde zum Haupt­wi­der­spruch und der Geschlech­ter­wi­der­spruch zum Neben­wi­der­spruch; was in Wirk­lich­keit vor allem ein Geschlech­ter­wi­der­spruch war, wurde vom main­stream und auch Tei­len der Lin­ken eth­ni­siert; andere Linke ord­ne­ten den Geschlech­ter­wi­der­spruch in Reak­tion (auf die Reak­tio­nen) auf Köln dem Anti­ras­sis­mus unter. (Fast) aus­schließ­lich Femi­nis­tin­nen posi­tio­nier­ten sich zu dem Haupt­wi­der­spruch der Köl­ner Sil­ves­ter­nacht anti­pa­tri­ar­chal und zu dem Haupt­wi­der­spruch der Rezep­tion die­ser Nacht anti­ras­sis­tisch.

http://​www​.scharf​-links​.de/​5​1​.​0​.​h​t​m​l​?​&​a​m​p​;​t​x​_​t​t​n​e​w​s​[​t​t​_​n​e​w​s​]​=​5​4​8​1​2​&​a​m​p​;​t​x​_​t​t​n​e​w​s​[​b​a​c​k​P​i​d​]​=​5​6​&​a​m​p​;​c​H​a​s​h​=​6​2​9​1​1​bc287

@ SAV/CWI: Are there stages of consciousness? What do they mean for entryism as political strategy?

Den in trend 9/​2015 erschie­nen Text von sys­tem­crash und mir:

Kri­tik der Bewußtseins-​​Stadien-​​Theorie – Pro­bleme des Ent­ris­mus

http://​www​.trend​.info​par​ti​san​.net/​t​r​d​0​9​1​5​/​t​1​2​0​9​1​5​.html

gibt es nun auch in einer gekürz­ten und leicht über­ar­bei­te­ten Fas­sung auf Eng­lisch:

Are there sta­ges of con­scious­ness? What do they mean for ent­ry­ism as poli­ti­cal stra­tegy?

http://​pla​ty​pus1917​.org/​2​0​1​6​/​0​1​/​3​0​/​a​r​e​-​t​h​e​r​e​-​s​t​a​g​e​s​-​o​f​-​c​o​n​s​c​i​o​u​s​n​e​s​s​-​w​h​a​t​-​d​o​-​t​h​e​y​-​m​e​a​n​-​f​o​r​-​e​n​t​r​y​i​s​m​-​a​s​-​p​o​l​i​t​i​c​a​l​-​s​t​r​a​tegy/


Ansons­ten in Heft 83 der Pla­ty­pus Review: (mehr…)