Archiv für Januar 2016

„die Hebel da ansetzen, wo es weh tut“ (Kritisches zur UG-Einladung für den morgigen Antifa/Antira-Kongreß in FfM)

Anmer­kun­gen zur Ein­la­dung des …ums Ganze-​​Bündnisses für ein bun­des­wei­tes „Kampagne[n-] und Verständigung[s]“-Treffen der „radi­ka­len Lin­ken“ am 31. Januar 2016

https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/​1​67271

Glie­de­rung mei­nes Tex­tes:

Eine opti­mis­ti­sche Lage­ein­schät­zung

Wo’s den Herr­schen­den und Aus­beu­ten­den wirk­lich weh tut…

  • Arbeit
  • Staat­li­ches Gewalt­mo­no­pol

Vor­schlag für vier Kam­pa­gnen, die sich nicht an den Events der Gegenseite(n) abar­beiten, son­dern eigene The­men set­zen

Anhang: PAR­TI­SA­NEN­KAMPF­AK­TIO­NEN (Antrag von Lenin an den Wie­der­ver­ei­ni­gungs­par­tei [sollte hei­ßen: -par­teitag] von Bol­sche­wiki und Men­schiwki 1906)

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Außer­dem gibt es einen Kom­men­tar von sys­tem­crash zu mei­nem Text und eine Rück­ant­wort von mir.

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Vgl. auch:

http://​plaene​.blog​sport​.eu/​2​0​1​6​/​0​1​/​2​8​/​n​e​u​e​s​-​d​e​u​t​s​c​h​l​a​n​d​-​i​n​t​e​r​v​i​e​w​t​-​u​m​s​-​g​a​n​z​e​-​b​u​e​n​d​n​i​s​-​d​i​e​-​s​o​z​i​a​l​e​n​-​v​e​r​h​a​e​l​t​n​i​s​s​e​-​a​u​c​h​-​i​m​-​h​e​r​z​e​n​-​d​e​s​-​k​r​i​s​e​n​r​e​g​i​m​e​s​-​g​e​m​e​i​n​s​a​m​-​d​u​r​c​h​e​i​n​a​n​d​e​r​-​z​u​-​b​r​i​ngen/

Köln und die antifeministische Konvergenz von anti-feministischen Antiimps und soft-rassistischen ‚Frauenfreunden’

Von mir gibt es einen neuen Text bei scharf-​​links. In Ant­wort auf den Arti­kel von Micha Schilwa Nach dem Schock von Köln – eine hilf­lose Linke zwi­schen Ritual und Reflex vom 20.1. beginne ich dort fol­gende These zu begrün­den:

Das Haupt­pro­blem in der lin­ken Debatte über „Köln“ sei nicht die Kon­tro­verse zwi­schen frau­en­freund­li­chem, unter­schwel­li­gen und sich selbst nicht ein­ge­stan­de­nen, objek­ti­ven Ras­sis­mus auf der einen Seite und einem anti-​​feministischen „Anti­im­pe­ria­lis­mus“ auf der ande­ren Seite.
Das Haut­pro­blem der lin­ken Debatte liegt viel­mehr im überein­stim­men­den lin­ken Nicht-​​ bis Anti­fe­mi­nis­mus, der m.E. sowohl bei den anti-​​feministischen Anti­imps (siehe z.B. die RIO-​​Überschrift: „Keine Frau­en­be­frei­ung ohne Anti­im­pe­ria­lis­mus!“) als auch bei den soft-​​rassistischen ‚Frau­en­freun­den’ vor­liegt, die die Ursa­che der Ereig­nisse ver­su­chen, von ras­si­fi­zier­tes Patri­ar­chat zu Ethnie/​Religion zu ver­schie­ben.
Dage­gen wen­den sich Femi­nis­tin­nen sowohl gegen eine Ver­harm­lo­sung der Köl­ner Taten als auch dage­gen, die Ursa­che der Taten in race statt in gen­der zu sehen.

Die Herr­schaft über und die Aus­beu­tung von Frauen in ihrer begrenz­ten Viel­falt und ein­tö­ni­gen Ähnlich­keit

Eine Ant­wort von TaP an Micha Schilwa @ ethnisch-​​kulturelle Spe­zi­fi­tä­ten sexueller/​sexualisierter Gewalt

http://​www​.scharf​-links​.de/​4​0​.​0​.​h​t​m​l​?​&​a​m​p​;​t​x​_​t​t​n​e​w​s​[​t​t​_​n​e​w​s​]​=​5​4​6​6​5​&​a​m​p​;​t​x​_​t​t​n​e​w​s​[​b​a​c​k​P​i​d​]​=​5​6​&​a​m​p​;​c​H​a​s​h​=​c​4​f​d​c​101c0

PS.:

Ich habe gerade gemerkt, daß in einem mei­ner Satz sinn­ent­stel­lend ein „nur“ fehlt:

„Und eine sol­che poli­ti­sche Posi­tio­nie­rung gegen sexuelle/​sexualisierte Gewalt ist nicht nur von Polit­grup­pen gegen­über ihren Mit­glie­dern, son­dern auch von der sozia­len Infra­struk­tur (Knei­pen, Info­lä­den, Haus­pro­jek­ten, …) gegen­über deren Benutzern/​Besucher zu ver­lan­gen.“

Vom Pläne schmieden zur revolutionären Organisierung?

Von sys­tem­crash (siehe 1 und 2) und mir ist heute bei linksunten.indymedia ein neuer Text erschei­nen:

Was wäre dann bes­ser … -
…wenn es einen ‚Block revo­lu­tio­nä­rer Grup­pen’ gäbe?

Bild der ersten Seite des Textes

https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/​1​6​6242/

und

bei der LL-​​Demo am 10.01. hat­ten wir bereits ein Flugi ver­teilt, das auch von trend. Online­zei­tung ver­öf­fent­licht wurde:

Seite 1 des Flugblatts http://​www​.trend​.info​par​ti​san​.net/​t​r​d​0​1​1​6​/​t​5​6​0​1​1​6​.html

PS.:

Für das trend-Jubiläums-​​Wochenende vom 29. – 31.01 ist jetzt auch das „Basis­pa­pier“ zum Bei­trag von Guen­ther Sand­le­ben online:

Aktu­elle Konjunktur-​​ und Kri­sen­theo­rien – ein kri­ti­scher Über­blick

http://​www​.trend​.info​par​ti​san​.net/​t​r​d​1​2​1​5​/​2​0​J​a​h​r​e​T​R​E​N​D​0​2​.html

Der Todeskampf der NAO und die Aufgaben der RevolutionärInnen (*) ;-)

Vor ziem­lich genau fünf Jah­ren ver­öf­fent­li­che die dama­lige Sozia­lis­ti­sche Initia­tive Ber­lin-​​Schöneberg ihr Na end­lich!-Papier. Darin schlug sie die Bil­dung einer „neuen anti­ka­pi­ta­lis­ti­schen Orga­ni­sa­tion“ vor. Dar­aus ist (bis­her) nicht so wirk­lich etwas gewor­den:

Zwar beschloß 2013/​14 die eine Hälfte des dama­li­gen Dis­kus­si­ons­pro­zes­ses über die Schaf­fung einer „neuen anti­ka­pi­ta­lis­ti­schen Orga­ni­sa­tion“ (NaO-​​Prozess), nun tatsäch­lich eine NAO zu grün­den. Aber die­ses Pro­jekt befin­det sich – mitt­ler­weile auch nach Ansicht der Betei­lig­ten selbst – in einer schwe­ren Krise.

Mar­tin Sucha­nek von Gruppe Arbei­ter­macht (GAM) schrieb im ver­gan­ge­nen Som­mer: „Die Krise des NaO-​​Prozesses ist offen­sicht­lich. Wenn es auch sonst wenig Einig­keit geben mag – dass der Pro­zess schon län­ger in der Krise ist, dar­über gibt es wohl wenig Dis­sens. Damit ist es mit der Einig­keit auch vor­bei.“ (http://​www​.arbei​ter​macht​.de/​n​i​/​n​i​2​0​1​/​n​a​o.htm)

Die andere Frak­tion in der NAO ist dem­ge­gen­über gerade von der GAM genervt: „Dies hat zu der ungüns­ti­gen Situa­tion geführt, dass die Gruppe Arbei­ter­macht in Ber­lin schon allein durch ihren pro­zen­tua­len Mit­glie­der­an­teil eine extrem domi­nante Kraft gewor­den ist, die auch das öffent­li­che Auf­tre­ten domi­niert. Das kon­ter­ka­riert den NaO-​​Prozess als offe­nes strö­mungs­über­grei­fen­des Pro­jekt mit einem Fokus auf Plu­ra­li­tät, Aus­tausch und Auf­ein­an­der­zu­be­we­gen.“ (http://​www​.rsb4​.de/​c​o​n​t​e​n​t​/​v​i​e​w​/​5​5​4​2/88/)

Gegen­über der Vor­stel­lung von einem „revo­lu­tio­nä­ren Pro­gramm“, des­sen Inhalte in Form der pro­gram­ma­ti­schen Texte der Liga für die V. Inter­na­tio­nale (zu der die GAM gehört) bereits vor­lie­gen, als Kanon, der nur noch von allen ande­ren Lin­ken ein­ge­se­hen und den Mas­sen mit­ge­sun­gen wer­den müsse (**), for­dert ein Genosse des Revolutio­när-​​Sozialistischen Bun­des (RSB): „Die Offen­heit auch gegen­über Ideen, die wir aus unse­rer eige­nen poli­ti­schen Kul­tur nicht ken­nen, die ehr­li­che Bereit­schaft, etwas Neues zu ver­su­chen, die Bereit­schaft, über alles zu reden und alles infrage zu stel­len (außer über die Not­wen­dig­keit der Abschaf­fung des Kapi­ta­lis­mus) müs­sen wir uns bewah­ren.“ (http://​www​.rsb4​.de/​c​o​n​t​e​n​t​/​v​i​e​w​/​5​5​4​2/88/)

Auch Georg Hei­del (eben­falls RSB) schrieb: „Der RSB sprach sich immer – sowohl die Befür­wor­ter als auch die Skep­ti­ker des NaO-​​Prozesses – für einen Bündnis-​​Charakter der NaO aus und nicht für die Grün­dung einer neuen Orga­ni­sa­tion jetzt. Die­ser völ­lig über­zo­gene Anspruch einer Orga­ni­sa­ti­ons­grün­dung würgte fata­ler­weise den Pro­zess einer poli­ti­schen Annä­he­rung und even­tu­el­len spä­te­ren Neu­for­mie­rung ab.“ (http://​www​.trend​.info​par​ti​san​.net/​t​r​d​1​2​1​5​/​t​2​7​1​2​1​5​.html)

Trotz der Krise der NAO als orga­ni­sa­to­ri­sches Pro­jekt wur­den in den gut zwei Jah­ren, die der NAO-​​Gründung vor­aus­gin­gen, für alle linke Strö­mun­gen wich­tige Debat­ten geführt; es gab einen Ver­such der „poli­ti­schen Annä­he­rung“; tat­säch­lich die „Bereit­schaft, etwas Neues zu ver­su­chen“.

Diese Bereit­schaft zeigte sich damals unter ande­rem in einer Dis­kus­sion über Diver­sity und Klas­sen­kampf im lei­der nicht mehr exis­tie­ren­den Blog Lafon­tai­nes Linke zwi­schen Tho­mas Sei­bert (Inter­ven­tio­nis­ti­sche Linke), Micha Prütz /​ Micha Schilwa (Sozia­lis­ti­sche Initia­tive Berlin-​​Schöneberg) und mir selbst.

Die Aktua­li­tät der dama­li­gen Dis­kus­sion

Ange­sichts der inter­es­san­ten und wich­ti­gen Dis­kus­sion unter dem Arti­kel

Den Klas­sen­be­griff dis­ku­tie­ren!

https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​n​o​d​e​/​1​6​3936/

möchte ich die drei vor­ge­nann­ten Texte aus Lafon­tai­nes Linke wie­der zugäng­lich machen (S. 3 ff.):

Tho­mas Sei­bert kri­ti­sierte damals an dem „Na endlich!“-Papier: „in ver­schäm­ten, bis­weilen pein­li­chen (‚anti­pa­tri­ar­chal Gas geben’), mit Vor­be­hal­ten gemil­der­ten, doch in der Sache ent­schie­de­nen Schlei­fen und Wen­dun­gen besteht das Papier auf der letztendli­chen Unter­stel­lung der Pro­ble­ma­ti­ken etwa des Geschlechts oder des Ras­sis­mus unter die Kon­flikt­la­gen in den ‚direkt mehr­wert­pro­du­zie­ren­den Sek­to­ren’ und fin­det es des­halb auch wit­zig, der Viel­falt der Unterdrückungs-​​ und Aus­beu­tungs­er­fah­run­gen und damit der Kämpfe die der ‚Men­schen mit Segel­ohren’ hin­zu­zu­fü­gen.“

Dar­auf ant­wor­te­ten Prütz/​Schilwa: „‚Vielfalts-​​Management’ – das taugt ganz gut auch zur Beschrei­bung des Post­mo­der­nis­mus und der Seibert’schen Akti­vi­tä­ten. Da wird – von ‚Klasse’ bis ‚Geschlecht’ – ‚dekon­stru­iert’ was das Zeug hält und am Ende haben wir alle unter­schied­li­che ‚Iden­ti­tä­ten’ statt unter­schied­li­cher Inter­es­sen, was für Freunde ‚lin­ker Regie­rungs­op­tio­nen’ natür­lich prak­tisch ist“

Und ich selbst schrieb damals: „revo­lu­tio­näre Poli­tik läßt sich unter heu­ti­gen Bedingun­gen nur in dop­pel­ter Oppo­si­tion gegen ‚tra­di­tio­na­lis­ti­schen’ Klas­sen­re­duk­tio­nis­mus und ‚post­mo­der­nes’ diver­sity manage­ment wie­der­ge­win­nen. Und für eine Wie­der­ge­win­nung revo­lu­tio­nä­rer Poli­tik ist auch nicht hilf­reich, Iden­ti­tä­ten und Inter­es­sen entgegenzuset­zen, wie es Prütz/​Schilwa in schlich­ter Umdre­hung bestimm­ter Vari­an­ten des Postmo­dernismus machen.“

Dies (das Zugäng­lich­ma­chen drei frag­li­chen Texte) geschieht in die­ser .pdf-​​Datei (S. 3 ff.). (mehr…)

Klasse – und Geschlecht: Neue Texte von systemcrash und mir

sys­tem­crash und ich haben bei linksunten.indymedia – in Fort­set­zung der Dis­kus­sion über den Plan A-​​Text von Tho­mas Sei­bert1 – einen Arti­kel zum Thema

Den Klassen-​​Begriff dis­ku­tie­ren!

https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/​1​63936

pla­ziert. Unter die­sem Text wie­derum gibt es u.a. eine Ergän­zung von mir zum Thema

Klasse und Geschlecht (Mo, 04.01.2016 – 21:09.)

https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​c​o​m​m​e​n​t​/​v​i​e​w​/​1​70476

Und bei „trend. online­zei­tung“ ist mein Input-​​Papier für das trend-​​Jubiläums-​​Wochenende vom 29. – 31.1. erschie­nen:

Spe­zi­fi­tät, His­to­ri­zi­tät und Mate­ria­li­tät des Geschlech­ter­ver­hält­nis­ses

http://​www​.trend​.info​par​ti​san​.net/​t​r​d​1​2​1​5​/​2​0​J​a​h​r​e​T​R​E​N​D​0​1​.html.

  1. Siehe:

    Tho­mas Sei­bert, Nach Athen, im Kampf um die Gren­zen, nach Paris, von unter­wegs: Erste Noti­zen zum Plan A einer neuen Lin­ken (nicht nur) in Deutsch­land

    http://​www​.trend​.info​par​ti​san​.net/​t​r​d​1​2​1​5​/​t​4​2​1​2​1​5​.html

    sowie

    sys­tem­crash und TaP, Das stra­te­gi­sche Dilemma der Lin­ken des 21. Jahr­hun­derts. Eine Ant­wort auf Tho­mas Sei­bert: Erste Noti­zen zum Plan A einer neuen Lin­ken (nicht nur) in Deutsch­land

    http://​www​.trend​.info​par​ti​san​.net/​t​r​d​0​1​1​6​/​t​0​1​0​1​1​6​.html

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