Gar nicht so schlecht… – FT-CI (‚RIO-Internationale‘) zu Griechenland

Jetzt gibt es auch einen Text der inter­na­tio­na­len Orga­ni­sie­rung, zu der in Deutsch­land die Revo­lu­tio­näre Inter­na­tio­na­lis­ti­sche Orga­ni­sa­tion (RIO) gehört, bezüg­lich Grie­chen­land – und ich finde ihn gar nicht so schlecht, ins­be­son­dere die Ein­sicht:

„Mög­li­cher­weise wird das Schei­tern von Syriza zur Demo­ra­li­sie­rung füh­ren und damit die ver­schie­de­nen reak­tio­nä­ren Kräfte stär­ken, wie die extreme Rechte der Gol­de­nen Mor­gen­röte, die natio­na­lis­ti­sche Hetze betreibt.“

und das klare Benen­nen, daß es „Illusion[en]“ in SYRIZA gab (Abs. 2).

Aller­dings:

++ Die­ser Satz scheint mir bei der Über­set­zung etwas ver­un­glückt zu sein: „Syriza ist nicht als Neben­pro­dukt des Auf­stiegs an die Regie­rung gekom­men, wie es 2012 der Fall gewe­sen wäre, son­dern als die Per­spek­tive, die Spar­pro­gramme auf der Straße zu schla­gen, sich schon wie­der ver­flüch­tigt hatte“.

Da fehlt zumin­dest das Objekt des „Auf­stiegs“, z.B.: „Syriza ist nicht als Neben­pro­dukt des Auf­stiegs DES PRO­TESTS GEGEN DIE SPAR­MASS­NAH­MEN /​ BIS­HE­RI­GEN MEMO­RAN­DEN an die Regie­rung gekom­men “

++ „son­dern als die Per­spek­tive, die Spar­pro­gramme auf der Straße zu schla­gen, sich schon wie­der ver­flüch­tigt hatte“ – sehr rich­tig, nur macht die­ser Umstand es auch SEHR SCHWIE­RIG der Ent­wick­lung beim jet­zi­gen Stand noch die Wen­dung zu geben, die in der Tat wün­schens­wert ist: „Aber es gibt einen Weg, auf dem ver­mie­den wer­den kann, dass sich die Nie­der­lage der refor­mis­ti­schen Stra­te­gie von Syriza in eine Nie­der­lage der gesam­ten Arbei­te­rIn­nen­klasse und der ver­arm­ten Mas­sen in Grie­chen­land und Europa ver­wan­delt. Er besteht darin, das ‚Nein‘ zur Aus­te­ri­tät in eine mate­ri­elle, soziale und poli­ti­sche Kraft zu ver­wan­deln, die auf der Straße die Troika und jene, die die Inter­es­sen der Troika ver­tei­di­gen, schlägt.“

Jene SCHWIE­RIG­KEI­TEN müß­ten m.E. sorg­fäl­tig mit­the­ma­ti­siert wer­den, wenn nicht gleich schon wie­der die nächs­ten Illu­sio­nen pro­du­ziert wer­den soll.

++ @ „62 Pro­zent der grie­chi­schen Bevöl­ke­rung hat ‚Nein‘ zur Aus­te­ri­tät gesagt, vor allem die Arbei­te­rIn­nen und Jugend­li­chen. Tsi­pras Manö­ver war es, diese klare Ableh­nung der impe­ria­lis­ti­schen Erpres­sung in einen Blan­koch­eck zu ver­wan­deln, der seine skan­da­löse Kapi­tu­la­tion legi­ti­mie­ren sollte.“

Das war aber nicht nur ein NACH­TRÄG­LI­CHES „Manö­ver“ von Tsi­pras, son­dern SYRIZA hat die ganze Zeit gesagt, daß sie im Euro­raum blei­ben will – teils aus eige­ner Über­zeu­gung, teils weil es auch ein gro­ßer Teil der Mas­sen in Grie­chen­land will. – Diese Kom­pli­ka­tion der Lage sollte mit­be­dacht und mit­be­nannt wer­den.

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