Nicht viel anders als die L5I-Stellungnahme: Das SAV-Statement zu Griechenland

Nun liegt auch eine SAV-​​Stellungnahme zu Grie­chen­land vor: https://​www​.sozia​lis​mus​.info/​2​0​1​5​/​0​7​/​k​a​p​i​t​a​l​i​s​t​e​n​-​e​r​w​u​e​r​g​e​n​-​g​r​i​e​c​h​e​n​land/. – Ich kann mich kurz fas­sen, da nicht groß etwas ande­res als zu der ges­tern dis­ku­tier­ten Stel­lung der Liga für die 5. Inter­na­tio­nale (L5I) zu sagen ist:

„Tsi­pras und die Par­tei­füh­rung von SYRIZA hat­ten geglaubt, es könnte einen Kom­pro­miss mit der Troika geben. Ein fürch­ter­li­cher Irr­tum. Sie hat­ten kei­nen Plan B, keine Alter­na­tive ent­wi­ckelt.“ /​ „Sie waren erpress­bar, weil sie keine Alter­na­tive zum Europa der Ban­ken und Kon­zerne gese­hen haben.“

Das ist ja nun aber nicht erst seit ein paar Stun­den oder seit Mon­tag der ver­gan­ge­nen Woche bekannt… – Wo bleibt denn diese Ein­sicht, wenn auf Mit­ar­beit in sol­chen For­ma­tio­nen, wie SYRIZA oder Links­par­tei ori­en­tiert wird; wenn deren manch­ma­li­gen Wahl­er­folge als hoff­nungs­vol­len Siege inter­pre­tiert wer­den?

„Die breite Masse der Bevöl­ke­rung hatte in der Volks­ab­stim­mung NEIN gesagt. NEIN zur Erpres­sung, NEIN zu wei­te­ren Kür­zun­gen. Sie hat­ten NEIN gesagt, trotz einer nie dage­we­se­nen Angst-​​Kampagne von eta­blier­ten Par­teien und Medien in ganz Europa, trotz Ban­ken­schlie­ßun­gen und trotz dem Chaos, dass die rei­chen Ree­der in Grie­chen­land und die Herr­schen­den in Europa ange­droht und ange­stif­tet hat­ten.“

Aber diese breite Masse hat auch gewußt, daß SYRIZA nicht aus dem Euro raus will, und sie wollte auch sel­ber nicht raus; und es ist auch nicht sicher, daß das eine bes­sere Alter­na­tive wäre. Das heißt – im Gegen­satz zu:

„Die SYRIZA-​​Führung und Tsi­pras haben die­ses gran­diose, neue Hoff­nun­gen weckende NEIN, in eine fürch­ter­li­che Nie­der­lage mün­den las­sen.“

Die Ver­ant­wor­tung läßt sich doch nicht allein auf die SYRIZA-​​Führung abschie­ben. – Das ist doch ein auch Pro­blem des Mas­sen­be­wußt­seins und der Radi­ka­li­tät bzw. Nicht-​​Radikalität der Mas­sen und der über­trie­be­nen Hoff­nun­gen, die von vie­len, die links von SYRIZA (und den Mas­sen) ste­hen, in diese inves­tiert wur­den.

„Der Wider­stand gegen die men­schen­ver­ach­tende Poli­tik der deut­schen Regie­rung muss auf­ge­baut wer­den. Er muss aber unbe­dingt ver­bun­den wer­den mit einem kla­ren, unver­söhn­li­chen NEIN zur Dik­ta­tur der Ban­ken und Kon­zerne.“

Auch an die­sem Punkt – ähnlich wie schon zu den vor­ste­hen­den – trifft die SAV eine ähnli­che Kri­tik, wie ich sie ges­tern schon an der Erklä­rung der L5I vor­ge­bracht hatte: „ein ‚muß‘ [ist] kein Argu­ment […], warum das, was ver­meint­lich pas­sie­ren ‚muß‘, pas­sie­ren SOLL; […] das Wort ‚muß‘ [ist] kein Mecha­nis­mus […], der dafür sogt, daß das, was ver­meint­lich pas­sie­ren ‚muß‘, tat­säch­lich pas­siert“ (http://​www​.trend​.info​par​ti​san​.net/​t​r​d​0​7​1​5​/​t​3​6​0​7​1​6​.html)

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1 Antwort auf „Nicht viel anders als die L5I-Stellungnahme: Das SAV-Statement zu Griechenland“


  1. 1 Neoprene 13. Juli 2015 um 14:33 Uhr

    Das wäre jetzt auch sehr verwunderlich gewesen, wenn man von der SAV was anderes zu Griechenland gehört hätte.

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