Mal etwas anderes zwischendurch: Entschädigung für Eingekesselte bei M31 2013

Gute Nach­rich­ten: Ent­schä­di­gung nach stun­den­lan­ger Kes­se­lung bei M31

Am 31.3.2012 gin­gen in Frankfurt/​M. meh­rere Tau­send Men­schen auf die Straße, um gegen Kapi­ta­lis­mus und die auto­ri­täre Kri­sen­po­li­tik zu demons­trie­ren. Schon nach kur­zer Zeit ver­suchte die Poli­zei die Demons­tra­tion bru­tal zu spal­ten. Dazu kes­selte sie schließ­lich ca. 500 Demonstrant_​innen, sodass die Demons­tra­tion nicht wei­ter lau­fen konnte. Einige der Demons­trie­ren­den wur­den bis weit nach Ein­bruch der Dun­kel­heit auf der Kreu­zung gehal­ten. Zudem wur­den die Leute auf Gefan­ge­nen­sam­mel­stel­len im gesam­ten Rhein-​​Main-​​Gebiet ver­teilt und dort bis in die frü­hen Mor­gen­stun­den ein­ge­sperrt.

Eine betrof­fene Genos­sin, die neun Stun­den von der Poli­zei fest­ge­hal­ten wurde, klagte gegen die­ses Vor­ge­hen. Im Juli 2013 bekam sie vor dem Land­ge­richt Frank­furt Recht: Der Kes­sel und die Ver­brin­gung in Poli­zei­ge­wahr­sam waren unrecht­mä­ßig, das Ermitt­lungs­ver­fah­ren gegen sie halt­los (mehr dazu: https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/​92233). Zu Beginn die­sen Jah­res war eine wei­tere Klage erfolg­reich: Ein Genosse klagte unter Ver­weis auf das erwähnte Urteil auf Ent­schä­di­gung. Die Staats­kasse wurde so gezwun­gen meh­rere hun­dert Euro an den Klä­ger zu zah­len. Und das Beste: Dar­auf haben alle Anspruch, die unrecht­mä­ßig im Kes­sel waren!

Was emp­feh­len wir euch zu tun:

* Wenn ihr bei m31 gekes­selt wur­det, mel­det euch bei fol­gen­der Adresse von uns: m31-kessel(at)riseup.net (am Bes­ten ver­schlüs­selt!) (Schlüs­sel unten).

* Es gibt die Mög­lich­keit die Ent­schä­di­gung auch ohne Anwält_​in ein­zu­for­dern. Die Frist dafür ist der 31.12.2015!

* Wich­tig ist, wie lange ihr im Kes­sel, im Bus oder im Gewahr­sam fest­ge­hal­ten wur­det.

* Wir schi­cken euch For­mu­lare und eine Anlei­tung, mit der ihr eure Ent­schä­di­gung ein­for­dern könnt!

* Bitte über­legt euch, ob ihr das Geld (zum Teil) wie­der in die Szene, linke Pro­jekte, Anti­re­pres­si­ons­struk­tu­ren, etc. zurück­tragt! Soli­da­ri­tät ist keine Ein­bahn­straße! Noch immer gibt es wegen m31 Repres­sion, wie z.B. meh­rere Haus­durch­su­chun­gen Ende letz­ten Jah­res (https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/​1​30035). Und auch nach dem Akti­ons­tag am 18.03 und diver­sen Pegida-​​Blockaden ste­hen noch viele Straf­ver­fah­ren an, die poli­tisch beglei­tet wer­den müs­sen. Wir wür­den uns freuen wenn wir uns gemein­sam vom Staat mind. 5000 Euro ein­kla­gen könn­ten; damit kön­nen wir drei Ver­fah­ren zah­len. Hier die Mög­lich­keit der Spen­den­kam­pa­gne der Roten Hilfe e.V. und der Frank­fur­ter Orts­gruppe:

Spen­det unter dem Stich­wort „Mehr Soli­da­ri­tät!“ auf das Konto der Roten Hilfe:

(http://​www​.rote​-hilfe​.de/​m​e​h​r​-​s​o​l​i​d​a​r​i​t​a​e​t​-​g​e​g​e​n​-​m​e​h​r​-​r​e​p​r​e​ssion)

Rote Hilfe e.V.

IBAN: DE25 2605 0001 0056 0362 39

BIC: NOLADE21GOE Spar­kasse Göt­tin­gen

Oder an unsere Orts­gruppe:

Rote Hilfe e.V. Orts­gruppe Frank­furt

IBAN: DE24 4306 0967 4007 2383 90

BIC: GENODEM1GLS

Soli­da­ri­sche Grüße Rote Hilfe Ffm


http://​rhffm​.blog​sport​.eu/​a​r​c​h​i​v​e​s​/1132

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