Archiv für Juli 2015

Lernen – dringender denn je: RSB @ Griechenland, EU usw.

Auch der Revo­lu­tio­när Sozia­lis­ti­sche Bund (RSB) hat sich am Mitt­woch zu Grie­chen­land usw. geäu­ßert:

Die Ereig­nisse in Grie­chen­land seit Antritt der Syriza-​​geführten Regie­rung gerei­chen zu einer bit­te­ren Lehre -

und zwar zu mei­nem ziem­li­chen Wohl­ge­fal­len (was die RSB-​​Stellungnahme; nicht das Bit­tere anbe­langt), das (also das Wohl­ge­fal­len) ich am Don­ners­tag bei links​un​ten​.indy​me​dia​.org arti­ku­liert habe:

https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/​1​49751

Gen. sys­tem­crash ist dage­gen nicht ganz so ange­tan:

https://​sys​tem​crash​.word​press​.com/​2​0​1​5​/​0​7​/​3​0​/​r​s​b​-​l​e​i​d​e​r​-​d​o​c​h​-​a​u​f​-​h​a​l​b​e​m​-​w​e​g​-​s​t​e​h​e​n​g​e​b​l​i​e​b​e​n​-​b​e​i​m​-​f​r​agen/ -

was unse­rer wech­sel­sei­ti­gen (rela­ti­ven oder ziem­lich weit­ge­hen­den) poli­ti­schen Zunei­gung, die sich in den nächs­ten Tagen auch noch in einem gemein­sa­men Text zu Grie­chen­land usw. äußern wird, kei­nen Abbruch tut. -

Und zur Not-​​Wendigkeit des ‚Ler­nens‘ auch noch:

Die linke Mehrheit im SYRIZA-Zentralkomitee ist weg: Parteitag erst Sept.

Vor 14 Tagen hat­ten sich 109 der 201 Mit­glie­der des Zen­tral­ko­mi­tees von SYRIZA gegen eine Annahme des Ver­hand­lungs­er­geb­nis­ses des Eurozonen-​​Gipfels wenige Tage zuvor aus­ge­spro­chen.

Heute Nacht (also von Don­ners­tag zu Frei­tag die­ser Woche) ist diese Mehr­heit gekippt: Eine Mehr­heit des ZK ist dem Vor­schlag von Tsi­pras gefolgt, auf der Grund­lage jener Ver­ein­ba­rung ein drit­tes „Hilfs­pa­ket“ aus­zu­han­deln – als Dead­line gilt der 20. Aug. – und erst im Sep­tem­ber einen SYRIZA-​​Parteitag durch­zu­füh­ren.

Pseudo-Strategie jenseits der Realität

In der ‚Griechenland/​EU-​​Debatte‘ im neuen deutsch­land, in deren Rah­men ich mich am Sams­tag auch bereits geäu­ßert hatte, hat sich heute Halina Wawzy­niak, Bun­des­tags­ab­ge­ord­nete der Links­par­tei, zu Wort gemel­det:

»Kein Weg« ist Poli­tik nach dem TINA-​​Prinzip

Die Linke sollte grund­sätz­lich Ja zur EU sagen, den Anspruch aber stär­ker ver­fol­gen, diese zu ver­än­dern

http://​www​.neues​-deutsch​land​.de/​a​r​t​i​k​e​l​/​9​7​9​4​5​7​.​k​e​i​n​-​w​e​g​-​i​s​t​-​p​o​l​i​t​i​k​-​n​a​c​h​-​d​e​m​-​t​i​n​a​-​p​r​i​n​z​i​p​.html.

Dar­auf habe ich mei­ner­seits mit zwei Tex­ten geant­wor­tet – mit einem län­ge­ren bei scharf-​​links:

Ein bemer­kens­wer­ter Schlen­ker in der Grexit-​​Debatte – Ant­wort auf Halina Wawzy­niak

http://​scharf​-links​.de/​4​4​.​0​.​h​t​m​l​?​&​a​m​p​;​t​x​_​t​t​n​e​w​s​[​t​t​_​n​e​w​s​]​=​5​2​4​2​6​&​a​m​p​;​t​x​_​t​t​n​e​w​s​[​b​a​c​k​P​i​d​]​=​5​6​&​a​m​p​;​c​H​a​s​h​=​2​0​e​f​7​854a4

und einem kür­ze­ren bei FB:

These Gohlke/​Wissler: „Ein Ver­bleib in der Euro­zone bedeu­tet für Grie­chen­land die Garan­tie auf wei­tere Kür­zun­gen und Ver­elen­dung, die fak­ti­sche Auf­gabe demo­kra­ti­scher und par­la­men­ta­ri­scher Kom­pe­ten­zen und stellt SYRIZA vor eine Zer­reiß­probe. Er zwingt die SYRIZA-​​Regierung nun – zumin­dest vor­läu­fig – dazu, statt zur Been­de­rin der Aus­te­ri­täts­po­li­tik zum aus­füh­ren­den Organ der Dik­ta­tur der Troika zu wer­den.“

Anti-​​These Wawzy­niak: „Statt eine Stra­te­gie zu ent­wi­ckeln, wie das Ein­tre­ten die­ses Sze­na­rios ver­hin­dert wer­den kann – die Aus­ein­an­der­set­zung läuft aktu­ell – wird der Kopf in den Sand gesteckt. Ja, die der­zei­ti­gen Pläne sehen keine Been­di­gung der Aus­te­ri­täts­po­li­tik in Europa und damit auch in Grie­chen­land vor. Aber an den der­zei­ti­gen Plä­nen wird sich nichts ändern, wenn den Herr­schen­den das Spiel­feld über­las­sen bleibt.“

Wie kann denn von „Stra­te­gie“ gespro­chen wer­den, wenn die Pseudo-​​Strategie auf einer Prä­misse („die Aus­ein­an­der­set­zung läuft aktu­ell“) auf­baut, die voll­stän­dig neben der Rea­li­tät liegt:

-- Die Brüs­se­ler Ver­ein­ba­rung wurde doch gerade so kon­stru­iert, daß sie jeden Spiel­raum; jedes Nach­bes­sern effek­tiv AUS­SCHLIESST:

+++ Die Vor­leis­tun­gen, die erfüllt wer­den muß­ten, bevor über­haupt die eigent­li­che Ver­hand­lun­gen auf­ge­nom­men wur­den.

+++ Die Bestim­mung: „bei Abwei­chun­gen von ehr­gei­zi­gen Pri­mär­über­schuss­zie­len nach Kon­sul­ta­tion des Fis­kal­ra­tes und vor­be­halt­lich der vor­he­ri­gen Zustim­mung der Insti­tu­tio­nen quasi-​​automatische Aus­ga­ben­kür­zun­gen ein­ge­führt wer­den“

+++ Die Bestim­mung: „Die Regie­rung muss die Insti­tu­tio­nen zu sämt­li­chen Geset­zes­ent­wür­fen in rele­van­ten Berei­chen mit ange­mes­se­nem Vor­lauf kon­sul­tie­ren und sich mit ihnen abstim­men, ehe eine öffent­li­che Kon­sul­ta­tion durch­ge­führt oder das Par­la­ment befasst wird.“

-- Das (völ­lig not­wen­dige!) Strom­li­ni­en­för­mig­ma­chen von SYRIZA:

+++ Die Umbil­dung der Regie­rung.

+++ Die Auf­for­de­rung an die dis­sen­tie­ren­den Abge­ord­ne­ten, ihre Man­date zurück­zu­ge­ben.

+++ Neu­wah­len (mit einer logi­scher­wei­ser um die Dis­si­den­tIn­nen berei­nig­ten SYRIZA-​​Liste), „wenn es dabei [bei den wei­te­ren Abstim­mun­gen] nicht für eine eigene Mehr­heit der Regie­rung rei­che“.

+++ Ein Par­tei­tag erst, wenn die Ver­hand­lun­gen abge­schlos­sen sind.

Wo fin­det denn da eine Aus­ein­an­der­set­zung wor­über statt? Da wird doch gerade alles getan, um eine Aus­ein­an­der­set­zung zu VER­HIN­DERN.

Eine Aus­ein­an­der­set­zung wird über­haupt erst wie­der mög­lich, wenn das „Spiel­feld“ (Wawzy­niak), auf dem im Moment nur ver­lo­ren wer­den KANN (das der Regie­rungs­po­li­tik und in der Euro­zone) VER­LAS­SEN wird, wenn das Ter­rain gewech­selt – und mit reor­ga­ni­sier­ten Trup­pen eine neue Stra­te­gie ver­folgt – wird.

Siehe zu Letz­te­rem bereits mei­nen Gedan­ken von Sams­tag:

„Was SYRIZA heute braucht (wenn sie denn als Ein­heit erhal­ten wer­den soll oder will) ist der Rück­zug – und damit den Spiel­raum, die eige­nen Trup­pen zu reor­ga­ni­sie­ren –, den der Bres­ter Frie­den für die Bol­sche­wiki bedeu­tete. Das heißt, die Leis­tung, die Tspi­ras, der bean­sprucht (und m.E. zu Recht bean­sprucht!), für die Sache von SYRIZA hart gekämpft zu haben, jetzt erbrin­gen sollte, wäre, zurück­zu­tre­ten und SYRIZA die Gele­gen­heit zu ge­ben, nicht (als Regie­rungs­par­tei: zwangs­läu­fig) han­deln zu müs­sen, son­dern den­ken zu kön­nen: die ent­stan­dene Lage zu ana­ly­sie­ren; eine neue Stra­te­gie zu ent­wer­fen; sie in der grie­chi­schen Gesell­schaft zu kom­mu­ni­zie­ren“

Stathis Kouvelakis im BBC-Interview v. 28.7.: „We do not have a fetish for national currency“ (Min. 14:10)

Vgl. auch noch:

http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​5​/​0​7​/​2​1​/​s​t​a​t​h​i​s​-​k​o​u​v​e​l​a​k​i​s​-​s​y​r​i​z​a​-​a​n​-​e​i​n​e​m​-​w​e​n​d​e​p​unkt/

http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​5​/​0​7​/​2​5​/​k​a​p​i​t​a​l​i​s​m​u​s​-​o​h​n​e​-​e​u​r​o​-​a​u​c​h​-​k​e​i​n​-​z​u​c​k​e​r​s​c​h​l​e​cken/

und

http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​5​/​0​7​/​1​8​/​m​a​t​e​r​i​a​l​i​e​n​-​z​u​r​-​s​y​r​i​z​a​-​l​i​nken/

Und hier noch ein Hinweis auf drei englische Texte auf der Homepage der griechischen Workers Revolutionary Party (EEK)

Die EEK ist Mit­glied des Coor­di­na­ting Com­mit­tee for the Refoun­da­tion of the Fourth Inter­na­tio­nal, des­sen stärkste Sek­tion wie­derum die Part­ido Obrero (PO) in Argen­ti­nien ist. Letz­tere bil­det dort zusam­men mit der the Socia­list Workers‘ Party (PTS) – der dor­ti­gen Schwes­ter­or­ga­ni­sa­tion der Revo­lu­tio­nä­ren Inter­na­tio­na­lis­ti­schen Orga­ni­sa­tion (RIO) in Deutsch­land – und der Socia­list Left (IS) die Frente de Izquierda y de los Tra­ba­ja­do­res, die in den letz­ten Jah­ren ein ganze Reihe von rela­ti­ven Wahl­er­fol­gen errin­gen konnte.

Auf der Home­page der EEK, um auf diese zurück­zu­kom­men, befin­det sich auf Eng­lisch u.a. die Reso­lu­tion (via Aziz Şah) der 3. Euro-​​Mittelmeer-​​Konferenz1, in der es u.a. heißt:

We stron­gly believe we can­not fight against impe­ria­list forces wit­hout fight­ing capi­ta­lism at the natio­nal level, safe­guar­ded by the bour­geois sta­tes and their govern­ments.

und:

His­to­ri­cally, natio­na­lism has been the method of divi­ding and wea­ke­ning the working class and the peo­p­les in the region. Racism, by means of social exclu­sion of cer­tain opp­res­sed groups and mino­ri­ties, has been the tool of natio­nal bour­geoi­sie to con­ti­nue to main­tain the domi­na­tion and exploi­ta­tion over the working class in the pen­in­sula.

Anm.: Zwar eine ziem­lich klas­sen­re­duk­tio­nis­ti­sche Rassismus-​​Erklärung, aber immer­hin.

Außer­dem befin­det sich auf der Home­page eine – die Zeit vom 29.6. – 5.7. umfas­sende – Chro­no­lo­gie der „Nein“-Kampagne vor dem grie­chi­schen Refe­ren­dum:

http://​www​.eek​.gr/​i​n​d​e​x​.​p​h​p​/​e​n​g​l​i​s​h​t​e​x​t​/​3​5​7​7​-​t​h​e​-​b​a​t​t​l​e​-​f​o​r​-​t​h​e​-​r​e​f​e​r​e​n​d​u​m​-​i​n​-​g​reece.

In die­ser heißt es u.a.:

The EEK, alt­hough cri­ti­ci­zing the poli­cies of class col­la­bo­ra­tion and adapta­tion to the EU of Syriza and the ent­ire logic of fake “nego­tia­ti­ons”, is actively cam­paign for a NO in the Refe­ren­dum advan­cing as well a tran­si­tio­nal pro­gram of can­cel­la­tion of the debt, natio­na­liza­tion of the banks under workers con­trol, a restruc­tu­ring of the eco­nomy on new socia­list bases, a break from the impe­ria­list EU and for the socia­list uni­fi­ca­tion of Europe.

An ANT­AR­SYA wird dort kri­ti­siert: (mehr…)

Noch eine englisch-sprachige Stellungnahme aus Griechenland

Ohne mich mit der Volks­tü­me­lei in dem Text („anti­po­pu­lar agree­ment“, „new anti­po­pu­lar and anti­l­a­bor agree­ment“, „Resis­tance Front for the defense of popu­lar rights“ usw.) zu iden­ti­fi­zie­ren, doku­men­tiere ich im Fol­gen­den einen bereits vom 16.7 stam­men­den Text der – klei­nen – KKE (M-​​L). Posi­tiv her­vor­he­ben möchte an dem Text die Cha­rak­te­ri­sie­rung der Poli­tik von SYRIZA als „adven­tu­rist“. Das kon­ver­giert mit mei­nen eige­nen The­sen:

„Das Pro­blem an SYRI­ZA ist nicht, daß sie bis­her nicht radi­kal genug gehan­delt hat, son­dern daß sie schon für ihre bis­he­ri­gen – in der Tat nicht son­der­lich radi­ka­len – Hand­lun­gen, zuvor nicht radi­kal genug gedacht hat; nicht bedacht hat, daß ihr (noch) die nöti­gen kon­zep­tio­nel­len und Machtres­sour­cen feh­len, um ihre Wunsch­zet­tel erfüllt zu bekom­men bzw. viel­mehr, sie sich sel­ber erfül­len zu kön­nen.“

http://​www​.neues​-deutsch​land​.de/​a​r​t​i​k​e​l​/​9​7​9​0​8​5​.​e​h​e​-​m​a​n​-​a​n​-​d​i​e​-​n​o​e​t​i​g​e​-​t​a​t​-​h​e​r​a​n​g​e​h​t​.html

Um, nach alle­dem, meine Argu­men­ta­tion der letz­ten Tage zusam­men­zu­fas­sen, so würde ich sie in fol­gende Worte gie­ßen:

  • Das eine Pro­blem an SYRIZA ist, daß sie in pro­gram­ma­ti­scher Hin­sicht bei wei­tem nicht ‚radi­kal genug‘; das sie nicht revo­lu­tio­när ist und daß sie (folg­lich?) auch in organisatorisch-​​personeller Hin­sicht in kei­ner Weise den Anfor­de­run­gen an eine revo­lu­tio­näre Par­tei gerecht wird – und auch nicht gerecht wer­den will.
  • Das andere Pro­blem ist aber, daß SYRIZA auf der Hand­lungs­ebene – ange­sichts ihrer gerin­gen Macht schon viel zu weit gegan­gen ist: [… wird dort wei­ter aus­ge­führt].

http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​5​/​0​7​/​1​7​/​d​i​e​-​m​e​t​a​p​h​e​r​-​v​o​m​-​s​c​h​w​a​e​c​h​s​t​e​n​-​k​e​t​t​e​n​g​l​i​e​d​-​s​e​l​b​s​t​-​e​i​n​-​s​c​h​w​a​c​h​p​unkt/

Zu han­deln, ohne vor­her aus­rei­chend zu den­ken, ist Aben­teu­re­rIn­nen­tum.

Her­vor­zu­he­ben ist außer­dem, daß die KKE (M-​​L) auch den lin­ken SYRIZA-​​Flügel in ihre Kri­tik ein­be­zieht:

The people must not be car­ried away by the nag­ging and gab­ble of the left sec­tion of SYRIZA because they had also hel­ped to dis­arm ideo­lo­gi­cally […]. They had con­tri­bu­ted to the illu­si­ons about “left gover­nance” under the impe­ria­list yoke and capi­ta­list domi­na­tion. They still spread illu­si­ons that a policy which will “sim­ply” leave the coun­try inside the EU but outs­ide the Euro­zone is some­thing pos­si­ble under the imperialist-​​capitalist domi­na­tion. They are the same per­sons who in their nai­vete and adven­tu­rism

Und bevor es end­lich mit der Doku­men­ta­tion des Tex­tes los­geht, ihr noch ein Hin­weis zur ideo­lo­gi­schen und his­to­ri­schen Ein­ord­nung der KKE (M-​​L): (mehr…)

„Das Kapital lesen“ von Althusser/Balibar/Establet /Macherey/Rancière erstmals vollständig auf Deutsch

Frie­der Otto Wolf hat beim West­fä­li­schen Dampf­boot den nächs­ten Band sei­ner Althusser-​​Werkausgabe fer­tig­ge­stellt:

Louis Alt­hus­ser /​ Étienne Balibar /​ Roger Esta­blet /​ Pierre Mache­rey /​ Jac­ques Ran­cière: Das Kapi­tal lesen. Voll­stän­dige und ergänzte Aus­gabe mit Retrak­ta­tio­nen zum Kapi­tal. Her­aus­ge­ge­ben von Frie­der Otto Wolf. West­fä­li­sches Dampf­boot: Müns­ter, 2015; 764 Sei­ten; 49,90 Euro.

und dazu hat Alex Demi­ro­vić eine aus­führ­li­che Rezen­sion geschrie­ben:

http://​www​.theo​rie​kri​tik​.ch/​?​p​=1823.

Vgl. dazu hier im Blog noch:

@ „struk­tu­ra­lis­ti­scher Mar­xis­mus“:

http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​0​9​/​1​1​/​0​5​/​f​a​c​h​b​e​g​r​i​f​f​e​-​d​e​s​-​s​t​r​u​k​t​u​r​a​l​e​n​-​m​a​r​x​i​s​m​u​s​-​v​o​n​-​l​o​u​i​s​-​a​l​t​h​u​s​s​e​r-ua/

@ „Zeit­schrift ‚alter­na­tive‘“:

http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​1​/​1​2​/​0​4​/​g​i​b​t​-​e​s​-​v​i​e​l​l​e​i​c​h​t​-​w​i​e​d​e​r​-​b​e​d​a​r​f​-​g​e​a​m​t​v​e​r​z​e​i​c​h​n​i​s​-​d​e​r​-​z​e​i​t​s​c​h​i​f​t​-​a​l​t​e​r​n​a​t​i​v​e​-​1​9​6​3​-​1982/

@ Nicos Pou­lant­zas (und/​oder Alt­hus­ser):

http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​1​9​9​4​/​0​7​/​0​6​/​s​t​a​a​t​-​g​e​s​e​l​l​s​c​h​a​f​t​-​u​n​d​-​r​e​v​o​l​u​t​i​o​n​a​e​r​e​-​n​e​u​b​e​s​t​i​m​mung/

@ „Marx wird als radi­ka­ler Anti-​​Empirist ver­stan­den.“:

http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​0​8​/​1​1​/​0​5​/​g​e​g​e​n​e​m​p​i​r​i​s​m​u​s​-​u​n​d​-​i​d​e​a​l​i​smus/

PS.:

Auch in der FAZ mit Juni eine Bespre­chung des Buches erschie­nen: (mehr…)

Diskussions-Tourismus: “Beyond Europe” International Camp in Chalkidiki, Greece, 18-25 August

Wed­nes­day 19th August

First day of dis­cus­sions: Social, femi­nist, LBGTQ, eco­lo­gi­cal strugg­les in times of cri­sis

Fri­day 21st August

Second day of dis­cus­sions: Exch­ange of poli­ti­cal prac­tices

Satur­day 22nd August

Third day of dis­cus­sions: Fort­ress Europe, racism and natio­na­lism

Mon­day 24th August

Fourth day of dis­cus­sions: Trans­na­tio­nal orga­niza­tion and net­wor­king

http://​camp​.beyon​d​eu​rope​.net/​p​r​o​gram/

Das Demokratie-Dilemma auch nur eines Grexits – geschweige denn, noch grundlegenderer Änderungen

we should con­sider get­ting out [of the Euro­zone]. The pro­blem was, that: Once you are inside the [ein Wort unver­ständ­lich] of mone­tary union, it is ever so hard, to create the kind of public dia­lo­gue, that is necessary in order to pre­pare people for what comes – for the pro­cess of dis-​​engagement of the cur­rency –, while at the same time not faci­li­ta­ting a col­lapse.

Yanis Varou­fa­kis am 16. Juli in dem jetzt von eini­gen Medien skan­da­li­sier­ten1 Gespräch

http://​www​.omfif​.org/​m​e​d​i​a​/​1​0​6​7​5​7​8​/​o​m​f​i​f​-​t​e​l​e​p​h​o​n​e​-​b​r​i​e​f​i​n​g​-​g​r​e​e​c​e​-​a​n​d​-​e​u​r​o​p​e​-​a​f​t​e​r​-​t​h​e​-​b​r​u​s​s​e​l​s​-​d​e​b​t​-​a​g​r​e​e​m​e​n​t​-​y​a​n​i​s​-​v​a​r​o​u​f​a​k​i​s​-​1​6​-​j​u​l​y.mp4

via

Robert Misik.

Vgl. zum in dem Gespräch erwähn­ten New Sta­tes­man-Inter­view:

http://​www​.new​sta​tes​man​.com/​w​o​r​l​d​-​a​f​f​a​i​r​s​/​2​0​1​5​/​0​7​/​y​a​n​i​s​-​v​a​r​o​u​f​a​k​i​s​-​f​u​l​l​-​t​r​a​n​s​c​r​i​p​t​-​o​u​r​-​b​a​t​t​l​e​-​s​a​v​e​-​g​reece

und deut­sche Über­set­zung:

http://​www​.neues​-deutsch​land​.de/​a​r​t​i​k​e​l​/​9​7​7​8​2​7​.​s​i​e​-​h​a​b​e​n​-​u​n​s​-​i​n​-​d​i​e​-​f​a​l​l​e​-​g​e​l​o​c​k​t​.html

und zu dem ‚Vorbereitungs-​​Problem‘ auch mei­nen Text von Sams­tag auf der ND-Home­page:

Und gerade die Kapi­tal­flucht ver­weist auf ein grund­le­gen­des Pro­blem der Stra­te­gie des »fried­li­chen Übergangs« bzw. des »fran­zö­si­schen Wegs zum Sozia­lis­mus«, wie es im dama­ligen Jar­gon hieß: Umso mehr Hoff­nun­gen eine Wahl­kam­pa­gne und die all­ge­meine gesell­schaftliche Situa­tion dem Kapi­tal macht, daß die Suppe am Ende doch nicht so heiß ge­gessen wird, wie sie zuvor pro­pa­giert wurde, desto spä­ter wird die Kapi­tal­flucht ein­set­zen. Umso frü­her ein­schnei­dende Maß­nah­men gegen Kapi­tal­flucht ange­kün­digt wer­den, desto frü­her wird die Kapi­tal­flucht und der ökono­mi­sche Druck auf die Wäh­le­rIn­nen ein­set­zen – und desto gerin­ger die Wahr­schein­lich­keit eines Wahl­er­fol­ges sein. Die Maß­nah­men ge­gen Kapi­tal­flucht nicht anzu­kün­di­gen, über­haupt eine rela­tiv softe Wahl­kam­pa­gne zu be­treiben und dann aber ‚über Nacht’ die Maß­nah­men gegen den Kapi­tal­flucht zu ergrei­fen, demen­tiert aber den gan­zen Anspruch auf einen ‚demo­kra­ti­schen’ (= fried­li­chen) Weg zum Sozia­lis­mus. Das heißt also: Keine self-​​fullfilling, son­dern eine selbst wider­le­gende Strate­gie.

http://​www​.neues​-deutsch​land​.de/​a​r​t​i​k​e​l​/​9​7​9​0​8​5​.​e​h​e​-​m​a​n​-​a​n​-​d​i​e​-​n​o​e​t​i​g​e​-​t​a​t​-​h​e​r​a​n​g​e​h​t​.html

  1. Vgl.:

    „Mr Varou­fa­kis told the Tele­graph that the quo­tes were accu­rate but some reports in the Greek press had been twis­ted, making it look as if he had been plot­ting a return to the drachma from the start.
    ‚The con­text of all this is that they want to pre­sent me as a rogue finance minis­ter, and have me indic­ted for tre­a­son. It is all part of an attempt to annul the first five months of this govern­ment and put it in the dust­bin of history,‘ he said.
    ‚It totally dis­torts my pur­pose for wan­ting par­al­lel liqui­dity. I have always been com­ple­tely against dis­mant­ling the euro because we never know what dark forces that might unleash in Europe,‘ he said.“

    http://​www​.tele​graph​.co​.uk/​f​i​n​a​n​c​e​/​e​c​o​n​o​m​i​c​s​/​1​1​7​6​4​0​1​8​/​V​a​r​o​u​f​a​k​i​s​-​r​e​v​e​a​l​s​-​c​l​o​a​k​-​a​n​d​-​d​a​g​g​e​r​-​P​l​a​n​-​B​-​f​o​r​-​G​r​e​e​c​e​-​a​w​a​i​t​s​-​t​r​e​a​s​o​n​-​c​h​a​r​g​e​s​.html [zurück]

Kapitalismus ohne Euro – auch kein Zuckerschlecken

„Wäre die Abwer­tung ein geeig­ne­tes Mit­tel, hätte es der DDR blen­dend gehen müs­sen und würde es Men­schen in 150 armen Län­dern, deren Wäh­run­gen pau­sen­los abge­wer­tet wer­den, gut gehen. Wäre die Anglei­chung der Wirt­schafts­kraft ein Kri­te­rium für die Ein­heits­wäh­rung, leb­ten wir heute noch in Klein­staa­ten mit Zoll­schran­ken. Wie lange hätte Ita­lien auf die Anglei­chung von Mai­land und Kala­brien war­ten sol­len? Wer die Ein­heits­wäh­rung an der Wirt­schafts­kraft misst, müsste die Natio­nen zer­le­gen und neu zusam­men­set­zen. Eine Wäh­rung für Mecklenburg-​​Vorpommern, Anda­lu­sien und Sizi­lien, eine für Nord­ita­lien, Baden-​​Württemberg und Kata­lo­nien. Die Abwer­tung ist kein geeig­ne­tes Mit­tel gegen Wett­be­werbs­vor­teile durch Arbeits­dis­zi­plin, Lohn­stück­kos­ten, Pro­duk­ti­vi­tät, moderne Tech­nik, Infra­struk­tur und Dienst­leis­tun­gen, Anbin­dung an Märkte und Fer­ti­gungs­ket­ten. (mehr…)

οὐ τοὺς λόγους τοῖς ἔργοις βλάβην ἡγούμενοι, ἀλλὰ μὴ προδιδαχθῆναι μᾶλλον λόγῳ πρότερον ἢ ἐπὶ ἃ δεῖ ἔργῳ ἐλθεῖν

Am Don­ners­tag stell­ten Janine Wiss­ler und Nicole Gohlke im ND ihre „Grexit-Frage(n)“

Das grie­chi­sche OXI und die poli­ti­schen Prä­mis­sen der Links­par­tei

http://​www​.neues​-deutsch​land​.de/​a​r​t​i​k​e​l​/​9​7​8​8​4​6​.​d​i​e​-​g​r​e​x​i​t​-​f​r​a​g​e​-​n​-​s​t​e​l​l​e​n​.html

Heute ver­öf­fent­licht das ND meine Ant­wort:

»Ehe man an die nötige Tat her­an­geht«

SYRIZA-​​Debatte: Kein Stra­te­gie­wech­sel ohne Truppen-​​Reorganisation. Zum Ver­hält­nis von Han­deln und Den­ken nicht nur in Grie­chen­land


http://​www​.neues​-deutsch​land​.de/​a​r​t​i​k​e​l​/​9​7​9​0​8​5​.​e​h​e​-​m​a​n​-​a​n​-​d​i​e​-​n​o​e​t​i​g​e​-​t​a​t​-​h​e​r​a​n​g​e​h​t​.html

Wir den­ken unsere Hand­lun­gen rich­tig durch, so ließ Thuky­dides in sei­nem »Der Pelopon­nesische Krieg« den Athe­ner Poli­ti­ker Peri­kles sagen, »denn nicht scha­den nach unse­rer Mei­nung Worte den Taten, son­dern viel­mehr, sich nicht durch das Wort vor­her beleh­ren zu las­sen, ehe man an die nötige Tat her­an­geht« (Buch II, Vers 40). – Das Pro­blem an SYRI­ZA ist nicht, daß sie bis­her nicht radi­kal genug gehan­delt hat, son­dern daß sie schon für ihre bis­he­ri­gen – in der Tat nicht son­der­lich radi­ka­len – Hand­lun­gen, zuvor nicht radi­kal genug gedacht hat; nicht bedacht hat, daß ihr (noch) die nöti­gen kon­zep­tio­nel­len und Machtres­sour­cen feh­len, um ihre Wunsch­zet­tel erfüllt zu bekom­men bzw. viel­mehr, sie sich sel­ber erfül­len zu kön­nen.

vgl. engl. Über­set­zung; deut­sche Über­set­zung (Text 13 im Anhang)

Jedenfalls nicht beim FRAGEN auf halben Weg stehen bleiben!

Zum Griechenland-​​Papier der bel­gi­schen Sek­tion der IV. Inter­na­tio­na­len

Mein Text, der am Mon­tag­abend bei scharf-​​links erschien, hier als durch­ge­se­hene .pdf-​​Datei:

Abge­se­hen davon, daß Tipp­feh­ler kor­ri­giert wur­den, sind Her­vor­he­bun­gen sowie in FN 1 ein Satz und eine Paran­these hin­zu­ge­kom­men. Außer­dem wur­den die zwei Links am Ende von Absatz 2 der ers­ten FN durch einen Link ersetzt; in FN 11 ist noch ein Link hin­zu­ge­kom­men und der Link in FN 14 wurde durch einen aktu­el­le­ren aus­ge­tauscht.

Ergebnis und Gegenstand der Abstimmung in der heutigen Nacht im griechischen Parlament: 1.000 Seiten innerhalb von 36 Stunden… – 1 Ja-Stimme mehr als vor einer Woche

Ja: 230 (vor einer Woche: 229)

Nein: 63 (64)

Ent­hal­tun­gen: 5 (6)

Abwe­send: 2 (1).

Von den Nein-​​Stimmen stam­men dies­mal anschei­nend 31 aus der SYRIZA-​​Fraktion („31 ‚OXI‘ […] SYRIZA“) (ggü. 32 vor einer Woche):

(23.07.2015; 3:30 h)

http://​www​.faz​.net/​a​k​t​u​e​l​l​/​w​i​r​t​s​c​h​a​f​t​/​e​u​r​o​k​r​i​s​e​/​g​r​i​e​c​h​e​n​l​a​n​d​/​u​m​s​e​t​z​u​n​g​-​d​e​r​-​b​r​u​e​s​s​e​l​-​b​e​s​c​h​l​u​e​s​s​e​-​r​e​f​o​r​m​e​n​-​i​n​-​g​r​i​e​c​h​e​n​l​a​n​d​-​1​3​7​1​6​1​2​1​.html:

Die grie­chi­schen Abge­ord­ne­ten müs­sen die Reform-​​Beschlüsse von Brüs­sel durch das Par­la­ment peit­schen – sonst gibt es kein Geld von den Gläu­bi­gern. [….]. Das Par­la­ment hat am Mitt­woch mit der Debatte über wei­tere Gesetze begon­nen, deren Ver­ab­schie­dung Vor­aus­set­zung für die Auf­nahme der Ver­hand­lung über ein drit­tes Kre­dit­pro­gramm ist. Am Mitt­woch debat­tier­ten auch die Abge­ord­ne­ten über Eil­vor­la­gen der Regie­rung zur Reform des Justiz-​​ und Bank­we­sens.

Die volle Anwen­dung der EU-​​Bankendirektive soll um sechs Monate vor­ge­zo­gen wer­den. […].

In der Novel­lie­rung des Zivil-​​ und Pro­zess­rechts soll vor allem die Zwangs­ver­pfän­dung von Immo­bi­lien durch Ban­ken erleich­tert und beschleu­nigt wer­den. Die Regie­rung will die Erst­im­mo­bi­lien von Schuld­nern von der Pfän­dung aus­neh­men; zudem soll das Gesetz nicht umge­hend in Kraft tre­ten, son­dern erst zum 1. Januar 2016.

Die Pfän­dung soll den Ban­ken zusätz­li­ches Kapi­tal zufüh­ren. Ein neuer Stress­test der grie­chi­schen Ban­ken auf Grund­lage der Daten vom 30. Juni, der den Reka­pi­ta­li­sie­rungs­be­darf ermit­teln soll, wird vor­be­rei­tet. Die Ban­ken bezwei­feln, dass sie durch den Zwangs­ver­kauf von Immo­bi­lien die fau­len Kre­dite, die 36 Pro­zent des Kre­dit­be­stan­des aus­ma­chen, decken könn­ten.

https://​www​.face​book​.com/​s​t​a​t​h​i​s​.​k​o​u​v​e​l​a​k​i​s​/​p​o​s​t​s​/​1​0​1​5​3​3​9​7​3​9​3​8​80470:

GREECE UNDER THE MEMO­RAN­DUM: A BRU­TAL SUP­P­RES­SION OF DEMO­CRACY

Just to give an idea of what par­lia­men­tary pro­ce­du­res in Greece after the capi­tu­la­tion of the govern­ment to the Troïka, let’s talk about todays‘ par­lia­men­tary debate and how it was pre­pa­red. So, yes­ter­day , at four in the after­noon, Syriza MPs, as well as the rest I sup­pose, recei­ved an email with an attach­ment. The opened it and saw that it was a nearly one thousand pages long file (!) which con­tains a sin­gle bill with just two arti­cles: the new Civil Pro­ce­dure Code (about 800 pages long) and the EU direc­tive for Greece’s acces­sion to the Euro­pean ban­king sys­tem. The first opens the way for the acce­le­ra­tion of the repos­ses­sion of pri­mary resi­dence by banks, but also other arti­cles in favor of banks in cases of legally dis­pu­ted loan. (mehr…)

Griechenland – ein Überblick (mit UPDATEs v. 23. und 27.7.)

Bei FB fragte Ingo Stützle:

„Mit dem ‪#‎Oxi‬ im Ohr bin ich in Urlaub gegan­gen. Dann plötz­lich ‪#‎Thi­sI­sA­Coup‬. 14 Tage nicht mal rich­tig Tages­zei­tung gele­sen – was muss ich nach­ho­len, was hilft, die letz­ten zwei Wochen zu ver­ste­hen?“

Ich habe ver­sucht behilf­lich zu sein:

A. Als Fak­ten­grund­lage min­des­tens: (mehr…)

Stathis Kouvelakis: „SYRIZA an einem Wendepunkt“

Es gibt einen neuen Text von Stathis Kou­ve­lakis auf Eng­lisch; hier gibt es ein paar Aus­züge in deut­scher Über­set­zung:

„Die Mainstream-​​Medien […] sind inzwi­schen zu dem haupt­säch­li­chen Mit­tel gewor­den, mit dem die Regie­rung mit der Öffent­lich­keit kom­mu­ni­ziert. […]. Gleich­zei­tig wei­gert sich Tsi­pras, der auch Vor­sit­zen­der von SYRIZA ist, wei­ter­hin das Zen­tral­ko­mi­tee [= höchs­tes Organ zwi­schen den Par­tei­ta­gen] zusam­men­zu­ru­fen, obwohl dies die Mehr­heit des­sen Mit­glie­der in einer gemein­sa­men Erklä­rung, die auch die Ver­ein­ba­rung [inner­halb der Euro­gruppe] zurück­weist, for­dert. Diese ele­men­tare Ver­let­zung der Regeln des Par­tei­le­bens ist auf alle Fälle ein sehr besorg­nis­er­re­gen­des Zei­chen für das, was kom­men wird.
SYRIZA befin­det sich nun an einem Wen­de­punkt, und seine Zukunft wird sich in den nächs­ten Wochen ent­schei­den.“

Tsi­pras erklärte am 16. Juli: „Wenn nie­mand in Frage stellt, daß ich Opfer einer teuf­li­schen Erpres­sung war, so pos­tu­liert Tsi­pras, dann bedeute, ihn nicht zu unter­stütz­ten, sich zu wei­gern, die Ver­ant­wor­tung [für die Lage] gemein­sam zu tra­gen. Und dies [wie­derum] ‚kommt in Kon­flikt mit den Prin­zi­pien des Ver­hal­tens unter Genos­sIn­nen [oder: der Kame­rad­schaft] und der Soli­da­ri­tät, da es unsere eige­nen Rei­hen schwächt [oder: uns selbst eine Ver­let­zung zufügt].
In ande­ren Wor­ten, weil Tsi­pras in der Tat einer Erpres­sung aus­ge­setzt war, for­dert er die Abge­ord­ne­ten auf, sei­ner kata­stro­pha­len Wen­dung zu fol­gen – als ob bedeu­tet, daß es tat­säch­lich eine Erpres­sung gab, es keine ande­ren Mög­lich­kei­ten [zu ant­wor­ten] gab, daß als die, die er selbst wählte.“

Aber in Wirk­lich­keit: „Anders als 2010 und 2012 ist 2015 der ein­zige Daseins­grund der Regie­rungs­par­tei und die ein­zige Recht­fer­ti­gung dafür, im Amt zu sein, der Bruch mit die­ser [Austeritäts-]Politik, der sie nun selbst unter­wor­fen ist. Des­halb ist der ein­zige wirk­li­che Schlag gegen ‚die erste Linke Regie­rung die­ses Lan­des‘ – und für SYRIZA selbst – nicht der ‚Feind im Inne­ren [von SYRIZA]‘, son­dern die Unter­wer­fung unter die Aus­te­ri­tät und die Fort­schrei­bung der Troika-​​Regeln.“

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PS.:

Und für die­je­ni­gen, die den Namen „Kou­ve­lakis“ jetzt zum ers­ten Mal (als den eines Ver­tre­ters des lin­ken SYRIZA-​​Flügels) hören:

Er ist auch Mit-​​Herausgebers eines beein­dru­cken­den

Cri­ti­cal Com­pa­nion to Con­tem­porary Mar­xism

den ich bis­her auch nur in der Hand hatte, aber nicht gele­sen habe:

http://​www​.brill​.com/​c​r​i​t​i​c​a​l​-​c​o​m​p​a​n​i​o​n​-​c​o​n​t​e​m​p​o​r​a​r​y​-​m​a​r​x​i​s​m​#​TOC_1

Dazu wies Bernd Vos­burgo auf die­sen auf­schluß­rei­chen Link hin:

http://​www​.marx​.be/​P​r​i​m​e​/​E​N​G​/​B​o​o​k​s​/​B​i​d​e​t​_​C​o​n​t​e​m​p​o​r​a​r​y​_​m​a​r​x​i​s​m.pdf :-) .