Es reicht bei weitem nicht, immer nur alles ‚mitzudenken und zu reflektieren‘ und mit allen – oder fast allen – solidarisch zu sein.

Bei linksunten.indymedia begrün­dete ich am Diens­tag meine These:

„Es reicht bei wei­tem nicht, immer nur alles ‚mit[zudenken] und [zu] reflektier[en]‘ und mit allen – oder fast allen – soli­da­risch zu sein. Manch­mal ist es not­wen­dig, eine Wahl zu tref­fen, eine Ent­schei­dung zu tref­fen: und zwar nicht nur gegen­über Mas­ku­lis­ten, Fun­da­men­ta­lis­tIn­nen aller mög­li­chen Reli­gio­nen, Faschis­ten und Faschis­tin­nen (dem dürf­ten sogar Queerfe­mi­nis­tIn­nen zustim­men), son­dern manch­mal – und nur allzu oft – ist es sogar erfor­der­lich, eine Ent­schei­dung, eine Wahl zwi­schen unter­schied­li­chen femi­nis­ti­schen Posi­tio­nen zu tref­fen.“

Außer­dem fragte ich was Links­ra­di­ka­lis­mus eigent­lich von Links­li­be­ra­lis­mus unter­schei­det:

„Ein­fach nur zu for­dern, daß nie­mandE dis­kri­mi­niert wer­den soll, weil er/​sie fett, trans*, inter*, Frau, Sex­ar­bei­te­rIn ist, … ist bil­lig [5]. Das machen auch alle kon­se­quen­ten Libe­ra­len. Und des­halb kommt ein Links­ra­di­ka­lis­mus, der ana­ly­tisch und stra­te­gisch nicht mehr zu bie­ten hat, als sei­ner­seits alle Dis­kri­mi­nie­rung abzu­leh­nen, in die Ver­le­gen­heit, sich nur noch kul­tu­ra­lis­tisch oder – eher frü­her als heute – durch Mili­tanz vom Libe­ra­lis­mus abgren­zen zu kön­nen.“

Des­wei­te­ren kri­ti­siere ich dort das, was ich „Positionierungs-​​Striptease“2 der Autorinnen-​​ und Auto­ren des am Sams­tag bei indy­me­dia erschie­nen Tex­tes „Für eine links­ra­di­kale, queerfe­mi­nis­ti­sche Per­spek­tive auf den 8. März“1 nenne:

„Wir ver­ste­hen uns als Teil einer links­ra­di­ka­len, queer-​​feministischen Szene, sind weiß-​​deutsch, […], sind cis (also nicht trans), abled bodied (der körperlich/​geistigen Norm von ‚gesund’ wei­test­ge­hend entsprechend)und konn­ten alle auf die Uni gehen.“

und die dar­aus von die­sen gezo­gene Kon­se­quenz:

Aus die­sen Posi­tio­nen her­aus möch­ten wir eine Kri­tik an man­chen Auf­ru­fen­den zu die­ser Demo und deren Ver­ständ­nis von ‚Femi­nis­mus’ äußern.“ (meine Hv.)

Außer­dem wage ich am Ende noch eine kleine Pro­gnose, was dem Queerfe­mi­nis­mus eines Tages pas­sie­ren dürfte:

Eine revolutionär-​​feministische Per­spek­tive auf …
https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/​1​08153.

Siehe ergän­zend mei­nen Kom­men­tar bei:

http://​lower​class​ma​ga​zine​.blog​sport​.de/​2​0​1​4​/​0​3​/​0​8​/​r​e​c​l​a​i​m​-​f​e​m​i​n​i​s​m​/​#​c​o​m​m​e​n​t-117

sowie

den Aus­zug bei de.indymedia:

http://​de​.indy​me​dia​.org/​2​0​1​4​/​0​3​/​3​5​3​0​2​4​.​shtml.

PS.:
Noch ein Nach­trag direkt zur 8. März-​​Demo:

Die Mäd­chen­mann­schaft ver­linkt drei Foto­stre­cken:
http://​maed​chen​mann​schaft​.net/​w​e​i​s​s​g​e​w​a​s​c​h​e​n​e​-​r​e​p​r​o​d​u​k​t​i​o​n​s​r​e​c​h​t​e​-​u​n​d​-​p​i​o​n​i​e​r​i​n​n​e​n​-​e​l​e​k​t​r​o​n​i​s​c​h​e​r​-​m​u​s​i​k​-​k​u​r​z​-​v​e​r​l​inkt/ (vor der Zwi­schen­über­schrift „eng­lisch­spra­chige Links“).

  1. https://​links​un​ten​.indy​me​dia​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/​1​07894 und http://​de​.indy​me​dia​.org/​2​0​1​4​/​0​3​/​3​5​2​9​3​0​.​shtml. [zurück]
  2. S. zur Kri­tik an einem sol­chen hier und hier bereits. [zurück]
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2 Antworten auf „Es reicht bei weitem nicht, immer nur alles ‚mitzudenken und zu reflektieren‘ und mit allen – oder fast allen – solidarisch zu sein.“


  1. 1 TaP 15. März 2014 um 17:05 Uhr

    Gestern auf Platz 3 – das war ich, glaube ich, noch nie:

    Zum Inhaltlichen siehe auch noch:

    http://theoriealspraxis.blogsport.de/tag/rev.-fem.

  2. 2 TaP 16. April 2014 um 23:48 Uhr

    Vielen Dank an das unbekannte Wesen, das meinen obenstehenden Artikel anscheinend ausgedruckt und an die interim geschickt hat, und/oder an die interim-Redaktion, die ihn – auf Fremd- oder vielleicht ja auch aus Eigeninitiative – gedruckt hat:

    interim Nr. 579, April 2014, S. 20 – 25.

    Außerdem sei auf meinen neuen Artikel, der den 8. März-Text von TOP kritisiert, hingewiesen:

    Nachtrag zum 8. März: „Danke TOP, …- … daß wir es jetzt wissen! Zur Kritik des TOP-kapitallogischen Nebenwiderspruchs-Denkens“.

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