Just my Five Cents @ Urkaine:

Nicht, daß nicht schon wahr­schein­lich mehr als genug (und sicher­lich auch Detail­lier­te­res) zur Ukraine geschrie­ben wor­den wäre – aber weil gerade eine mei­ner Facebook-​​FreundInnen in die Runde fragte, „Ich würde gern – ein­fach nur so, weil es mich inter­es­siert – wis­sen, wie Ihr die Krim-​​Krise beur­teilt, also ob Ihr eher die Posi­tion von Russ­land oder die der Ukraine teilt oder keine wirk­lich fun­dierte Mei­nung habt und warum jeweils. Na?“, hier just my five cents:

Also ich würde sagen:

1. Auf der analytisch-​​theoretischen Ebene neh­men sich die bei­den rele­van­ten Sei­ten in der Ukraine und ihre jewei­li­gen aus­län­di­schen Ver­bün­de­ten nicht viel – auch wenn der rus­si­sche Kapi­ta­lis­mus der ’schmie­ri­gere‘ (aber zugleich auch der rela­tive under­dog) ist, wäh­rend der NATO/​EU-​​Kapitalismus der mäch­ti­gere ist (der sich des­halb manch­mal auch leis­tet, der etwas ange­neh­mere zu sein).

2. Auf der poli­ti­schen Hand­lungs­ebene steht der Haupt­feind im eige­nen Land, ohne daß es des­halb rich­tig oder nötig wäre, im vor­lie­gen­den Fall (und in ähnli­chen Fäl­len) irgend­ein Wort der Kri­tik an der ande­ren Seite zu ver­schwei­gen.

3. Bevor es mit dem Han­deln (oder dem Schwel­gen in Phan­ta­sien von eige­ner Welt­po­li­tik) los­geht, soll­ten die­je­ni­gen, die sich kei­nem der bei­den rele­van­ten Lager zuord­nen, dar­über klar sein, daß sie – schlech­ter­dings – in einer ande­ren Liga spie­len, als die bei­den rele­van­ten Lager… – was sie (die Äqui­dis­tan­ten) auch in ihrer eige­nen poli­ti­schen Rhe­to­rik beach­ten soll­ten.“

Ansons­ten sei

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1 Antwort auf „Just my Five Cents @ Urkaine:“


  1. 1 TaP 07. März 2014 um 11:19 Uhr

    Siehe auch noch:

    „Was die Ukrai­ne be­trifft, soll­te eine linke/an­ar­chis­ti­sche Be­we­gung nicht in die Falle tap­pen, sich in die­sem im­pe­ria­len Macht­kampf auf eine Seite stel­len zu wol­len. Das kann nur schief­ge­hen.

    Wenn wir statt­des­sen die ukrai­ni­schen Lin­ken un­ter­stüt­zen wol­len, wirds aber auch kom­pli­ziert. Die hauen sich grade wie Texte um die Ohren, daß es nur so kracht (Av­to­nom und Bo­rot­ba). Vom be­schau­li­chen Ber­lin aus frage ich mich, ob das sein muss, wo doch die Slo­gans hin­ter den Po­le­mi­ken bei­na­he gleich sind: No gods, no mas­ters, no na­ti­ons, no bor­ders! Wor­kers of all coun­tri­es – unite! sagt die Au­to­no­me Union der Ar­bei­ter; No Pa­sa­ran! No gods, no mas­ters, no na­ti­ons, no bor­ders! Wor­kers of all coun­tri­es – unite! schreibt Bo­rot­ba. Aber wer weiß – wie­l­leicht muss es ja.

    Wie dem auch sei: Die Rote Hilfe macht wäh­rend­des­sen eine Spen­den­kam­pa­gne und ARAB und NaO eine Ver­an­stal­tung am Frei­tag. Könn­te span­nend wer­den. Im Netz gibts auch In­ter­es­san­tes. Schon etwas älter sind die­ses In­ter­view mit je­man­dem von der Au­to­no­men Union der Ar­bei­ter und die­ser Ar­ti­kel über die Si­tua­ti­on der jü­di­schen Com­mu­ni­ty in der Haa­retz. Bei bei­den Ar­ti­keln bli­cken wir von zwei sehr ver­schie­de­nen Per­spek­ti­ven auf die Wi­der­sprü­che und Ver­wir­run­gen. Vor­ges­tern hat das „Lower Class Ma­ga­zi­ne“ nach­ge­legt, und ein In­ter­view mit Dmit­ry Ko­les­nik ver­öf­fent­licht. Der Blog „Form & Wahn“ hat eine kom­men­tier­te Linksamm­lung ge­bas­telt, die sehr gut zum wei­ter­le­sen ist und täg­lich ak­tua­li­siert wird…“

    http://geigerzaehler.blogsport.de/2014/03/05/das-ist-punk/ – dort mit den entsprechenden links,

    unter anderem dorthin:

    http://komakasten.blogsport.eu/2014/03/02/linksammlung-ukraine-ungeordnet-vollstaendig-und-schnell-so-dahingeschrieben/,

    wo dorthin verlinkt wird:

    http://borotba.org/statement_of_the_union_borotba_over_recent_smear_campaign_against_anti-fascists_in_ukraine1.html

    (Antwort der Gruppe Borotba auf die Kritik an ihr. Der polemische Stil [„the dogs bark, but the caravan moves on. Despite the irrelevance, of the statement against ‘Borotba’,“] spricht mich nicht gerade an…)

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