Micha Prütz und die Wahrheit

Ein inter­es­san­ter Dia­log bei links​un​ten​.indy​me​dia​.org:

Ich heute um 14:31 h:

„Der LCR hat das NPA-​​Abenteuer (das immer­hin deut­lich bes­sere Vor­aus­set­zun­gen und Start­be­din­gun­gen [als die NAO] hatte) auch nichts genutzt; inzwi­schen ist die NPA klei­ner, als die LCR war“

Dar­auf hin Micha Prütz um 15:23 h:

„Auch das eine dreiste Lüge. keine Ahnung von gar nichts“

Dar­auf hin ich um 17:06 h:

„Was ist Dei­nes Erach­tens eine ‚dreiste Lüge‘? Etwa, daß die NPA heute weni­ger Mit­glie­der hat, als die LCR bei Auf­lö­sung hatte?

Das stand in einem Bericht über einen NPA-​​Kongreß, den Du im ver­gan­ge­nen Jahr (vom isl-​​Newsletter) auf die mailing-​​Liste der SIB wei­ter­ge­lei­tet hat­test. Soll ich die mail raus­su­chen?!

Auch in der englisch-​​sprachigen Wiki­pe­dia steht:

‚Since its foun­da­tion, the NPA has suf­fe­red a num­ber of bre­a­ka­ways, and by the end of 2012 total mem­bership had declined to appro­xi­mately 3,000,[6] com­pa­red with 9,200 at the time of its Foun­ding Con­fe­rence in Febru­ary 2009.‘
http://​en​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​N​e​w​_​A​n​t​i​c​a​p​i​t​a​l​i​s​t​_​P​a​r​t​y​#​A​l​l​i​a​n​c​e​s​_​a​n​d​_​s​plits

Nicht gerade eine Erfolgs­bi­lanz, oder?“

Inzwi­schen hatte ich Zeit, nach der frag­li­chen mail zu recher­chie­ren; daher ergänzte ich um 22:38 h:

1. Ich habe mich in einer Sache ver­tan: Der frag­li­che isl-​​newsletter wurde nicht von Dir, son­dern von Micha Schilwa auf die SIB-​​Mtgliederliste wei­ter­ge­lei­tet.

2. Ansons­ten ist es genauso wie ich sagte:

‚Vor 4 Jah­ren, anläss­lich der Auf­lö­sung der LCR (3.000 Mit­glie­der) und der Neu­grün­dung der NPA, waren die Begeis­te­rung, der Anhang (9.000 Mit­glie­der), das Medi­en­echo, die geweck­ten Hoff­nun­gen und Erwar­tun­gen auf eine breite, geeinte, anti­ka­pi­ta­lis­ti­sche Bewe­gung groß, nicht nur bei Wah­len einen grö­ße­ren Ein­fluss zu erzie­len, son­dern vor allem bei der sich ver­tie­fen­den sozia­len Krise auf­grund der 2008 aus­ge­lös­ten Finanz-​​ und Wirt­schafts­krise in den Klas­senaus­ein­an­der­set­zun­gen ntschei­den­der mit­zu­wir­ken. Diese Per­spek­tive erwies sich ein­deu­tig als nicht rea­li­sier­bar. Jetzt blie­ben 2.500 Mit­glie­der der NPA für die­sen Kon­gress.‘
(isl-​​aktuell vom 11. Februar 2013 um 00:46 Uhr; von Micha Schilwa am glei­chen Tag um 11:03 h an die SIB-​​Mitgliederliste wei­ter­ge­lei­tet)

3. Bevor mir irgend­wel­che vor­wer­fen, ich würde unziem­li­cher­weise Interna aus­plau­dern, sei gleich noch erwähnt, daß der frag­li­che Text ohne­hin bereits an zwei Stel­len im inter­net ver­öf­fent­licht ist:

http://​www​.lin​kestmk​.at/​?​p​=2736

und

http://​www​.lin​ke​wo​che​.at/​?​p​=4933 (in etwa bis zur Mitte der Seite nach unten scrol­len).

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2 Antworten auf „Micha Prütz und die Wahrheit“


  1. 1 TaP 01. März 2014 um 11:39 Uhr
  2. 2 TaP 03. März 2014 um 20:19 Uhr

    Noch ein Beispiel für das in der Artikel-Überschrift genannte Thema:

    Bei der Diskussion am heutigen Vormittag warfen denn auch Mitglieder der in der Linkspartei aktiven Sozialistischen Alternative (SAV) die Frage auf, wie denn Left Unity zur deutschen Linkspartei stehe. In der Tat existiert in der BRD in Form der Linkspartei bereits eine Kraft, die es mit der sozialistisch-antikapitalistischen Linie nicht so genau nimmt, aber dennoch irgendwie links von der neoliberalen SPD steht.

    Ken Loach antwortete darauf, dass er die deutsche Linkspartei nicht so genau kenne, dass sich aber das, was er gelesen habe, gut anhöre, auch wenn es sein könne, dass es weniger gute Dinge gibt, von denen er nichts wisse. Aber als generelle Orientierung wolle er empfehlen, möglichst lange in solchen Formationen zu bleiben und sie erst zu verlassen, wenn sie endgültig verloren seien. Denn wenn derartige Formationen an die Regierung kämen, dann könne es immer noch zu Lernprozessen (Desillusionierungen) bei den Mitgliedern kommen. Deshalb sei es wichtig, mit den Mitgliedern in Kontakt zu bleiben und nicht vorzeitig auszutreten.

    Ein bezeichnender Umgang mit der Wahrheit!

    Micha Prütz machte daraus im Anschluss an die Veranstaltung in seiner Facebook-„Chronik“: „Ken Loach hat deutliche und sympathische Worte über die Notwendigkeit einer neuen antikapitalistischen Organisation gefunden.“ – In Wirklichkeit hat Loach direkt zur NAO gar nichts gesagt und indirekt, wie ausgeführt, für die deutsche Situation eher für eine Mitarbeit in der Linkspartei plädiert.

    Darauf wurde Micha Prütz bei Facebook auch von Sascha Stanicic (SAV) aufmerksam gemacht (1). Daraufhin lenkte Prütz halb ein: „Stimmt in die taktischen deutschen Fragen hat er sich nicht eingemischt. Aber es i[st] kein Zufall, das Loach gerade gestern ein Werbevideo für die NPA veröffentlicht hat.“ – Nun also nicht die deutsche NAO, sondern die französische NPA…

    Die Wirklichkeit und die eigenen vorhergehenden Worte werden so zurecht gebogen, wie’s in den je aktuellen, eigenen „taktischen deutschen“ Kram passt.

    https://linksunten.indymedia.org/de/node/106228

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