Archiv für August 2011

Geschlechter abschaffen!

Sa., 13.8., 14:45 h – vor dem DGB-​​Haus

„Einst­wei­len hat die Dekon­struk­tion der Geschlech­ter­ka­te­go­rie die Dis­kus­sio­nen auf die unsin­nige Frage gebracht: Gibt es die Frauen oder gibt es sie nicht?, wäh­rend die sexis­ti­schen Gewalt­ver­hält­nisse weit­ge­hend aus dem Blick­feld gera­ten sind. Als könnte das Zau­ber­wort soziale Kon­struk­tion die Herr­schafts­ver­hält­nisse auf­lö­sen und die Kate­go­rie Frau über­win­den, bevor die Frauen den all­täg­li­chen Sexis­mus zurück­ge­drängt haben.“
(Cor­ne­lia Eich­horn /​ Sabine Grimm;
http://​www​.nadir​.org/​n​a​d​i​r​/​a​r​c​h​i​v​/​F​e​m​i​n​i​s​m​u​s​/​G​e​n​d​e​r​K​i​l​l​e​r​/​g​e​n​d​e​r​_​1​.html)

„[…] the cate­gory ‚woman‘ as well as the cate­gory ‚man‘ are poli­ti­cal and eco­no­mic cate­go­ries not eter­nal ones. Our fight aims to sup­p­ress men as a class, not through geno­ci­dal, but a poli­ti­cal struggle. Once the class ‚men‘ disap­pears, ‚women‘ as a class will disap­pear as well, for there are no sla­ves wit­hout mas­ters.“ (Moni­que Wit­tig; http://​www​.geo​ci​ties​.com/​s​a​i​d​y​o​u​n​g​m​a​n​/​w​i​t​t​i​g​0​1.htm)

Wei­ter­le­sen – zur Kri­tik des refor­mis­ti­schen, neoliberalismus-​​kompatibel quee­ren Geschlech­ter­plu­ra­lis­mus und ande­rer Irr­tü­mer der letz­ten 15 Jahre:

Kuschel­sex oder Kuschel­po­li­tik? Lesbisch-​​kommunistische De-​​Konstruktion oder ex-​​autonom-​​postmoderner Libe­ra­lis­mus?
erschien in: inte­rim Nr. 440, 18.12.1997, 10 – 20 und Nr. 441, 08.01.1998, 18 – 26

Selek­tive Wahr­hei­ten?
Selek­tive Wahr­hei­ten?

Gegen den Strom
http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​1​/​0​5​/​0​3​/​g​e​g​e​n​-​d​e​n​-​s​trom/

Seven sim­ple, basic and poli­ti­cal ques­ti­ons, which all queer com­ra­des should ans­wer
http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​1​/​0​6​/​2​9​/​s​e​v​e​n​-​s​i​m​p​l​e​-​b​a​s​i​c​-​a​n​d​-​p​o​l​i​t​i​c​a​l​-​q​u​e​s​t​i​o​n​s​-​w​h​i​c​h​-​a​l​l​-​q​u​e​e​r​-​c​o​m​r​a​d​e​s​-​s​h​o​u​l​d​-​a​n​swer/

und von ande­ren:

► Beate Sel­ders und Chris­tian Qua­d­flieg
Beate Sel­ders, Und immer: „Was bin ich?“ Über But­ches und Femmes, Rol­len­spiele und Roll-​​Backs und Chris­tiane Qua­d­flieg, Butch und Femme. „Männ­li­chen Machen“ auf Les­ben­art?, in: Blau, Winter/​Frühjahr 1997/​98, 4 – 6 und 7 – 12
als .pdf-​​Bild-​​Datei.

► Andrea Baier /​ Ste­fa­nie Soine
Sex ohne Gren­zen: Die les­bi­sche Vari­ante des Neo­li­be­ra­lis­mus
in: bei­träge zur femi­nis­ti­schen theo­rie und pra­xis H. 45, 1997, 71 – 79.
als .pdf-​​Datei.

Sa., 13.8., 14:45 h – vor dem DGB-Haus

Unsere bei­den ange­kün­dig­ten Trans­pis sind fer­tig; die Flu­gis eben­falls in Druck.

Spä­ter gibt es noch mehr Fotos vom Malen.

Treff­punkt: 14:45 h, vor DGB-​​Haus [obwohl wir durch­aus nicht nur für den Geschlechter-​​, son­dern auch für den Klas­sen­kampf etwas übrig haben: nicht ganz ohne Hin­ter­sinn ;-)], Kleist-​​/​Keithstraße.
Wir wer­den uns dann – wie uns das für eine gemischte Gruppe bei einer femi­nis­ti­schen Demo ange­mes­sen erscheint – in den hin­te­ren Bereich der Demo ein­rei­hen.

Weil wir noch Farbe und Stoff übrig hat­ten, ist außer­dem ein drit­tes Tran­spi fast fer­tig: „Schlam­pen con­tra Patri­ar­chat.“ – Falls wel­che Sams­tag­mit­tag noch kurz­fris­tig etwas Malen wol­len, hät­ten wir sogar immer noch Stoff und lila Farbe zu spen­den.

Zum Text der Trans­pis siehe dort:
http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​1​/​0​8​/​0​5​/​m​a​e​n​n​l​i​c​h​e​s​-​d​o​i​n​g​-​g​e​n​d​e​r​-​k​r​i​t​i​s​i​e​r​e​n​-​d​e​-​k​o​n​s​t​r​u​k​t​i​o​n​-​p​o​l​i​t​i​s​i​e​r​e​n​-​v​o​r​s​c​h​l​a​g​-​f​u​e​r​-​2​-​s​l​u​t​w​a​l​k​-​t​r​a​n​spis/
und dort:
http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​1​/​0​8​/​0​8​/​n​a​c​h​-​v​o​r​n​e​-​z​u​r​u​e​c​k​-​z​u​-​e​i​n​e​m​-​k​a​e​m​p​f​e​r​i​s​c​h​e​n​-​f​e​m​i​n​i​smus/.

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Der Frontalangriff auf gender

Tran­spi 1 (Erläu­te­rung 1):

Tran­spi 2 (Erläu­te­rung 2):

Aus mei­ner Unter­su­chung von 2004 zum Thema „Geschlechternormen-​​inkonforme Kör­per­in­sze­nie­run­gen – Demo­kra­ti­sie­rung, De-​​Konstruktion oder Repro­duk­tion des sexis­ti­schen Geschlech­ter­ver­hält­nis­ses?“:

„Judith Lor­ber schrieb 1995: ‚Der Femi­nis­mus hat sehr viel erreicht, aber das Aller­schwerste – der Fron­tal­an­griff auf gen­der – steht uns noch bevor‘ (Lor­ber 1995/​1999, 35).
Unsere eigene For­schung müs­sen wir dahin­ge­hend resü­mie­ren, daß auch die queer Bewe­gung – oder zumin­dest deren deut­sche Ansätze, soweit sie Gegen­stand der hie­si­gen Unter­su­chun­gen waren – dem Femi­nis­mus einen sol­chen Angriff nicht abge­nom­men haben. Es bleibt bei dem – für viele sicher­lich ernüch­tern­den – aber doch vor­aus­seh­ba­ren Befund: Eine sol­che ‚Poli­tik der Dekon­struk­tion‘ (ebd., 46) von Männer-​​Herrschaft wird von den Nicht-​​Männern (d.h. zuvor­derst: den Frauen) geleis­tet wer­den, oder sie wird nicht statt­fin­den – und cross dressende Män­ner und ex-​​weibliche Jungs kom­men für jenes Pro­jekt allen­falls als sehr unsi­chere Bünd­nis­part­ner in Betracht.
Diese Ein­sicht ver­langt zugleich einen Bruch mit der im hie­si­gen Sample in den Inter­views 6 und 16 beson­ders deut­lich gewor­de­nen anti-​​politischen Har­mo­nie­sucht (einer Har­mo­nie­sucht, die zugleich aber radi­kal indi­vi­dua­lis­tisch ist), und die auch im Hin­ter­grund der Kri­tik aus vie­len ande­ren Inter­views am ver­meint­li­chen Bio­lo­gis­mus und Essen­tia­lis­mus der Frau­en­be­we­gung /​ des Femi­nis­mus und dem Unwil­len (oder der Unfä­hig­keit), zur Haus­ar­beits­ver­tei­lung kon­kret Stel­lung zu neh­men, steht.
Es fehlt ein Begriff des Ant­ago­nis­mus – und folg­lich wird am Sepa­ra­tis­mus der Unter­drück­ten kri­ti­siert, daß er dem ‚Gros der Gesell­schaft‘ nichts bringe; daß er igno­riere, daß die Gesell­schaft ‚noch nicht so weit‘ sei, auf die Her­ab­set­zung der Frauen zu ver­zich­ten (I 16, Z. 1987, 1992, 2004). Wenn dies der Aus­gangs­punkt ist – wenn Aus­gangs­punkt ist, das ‚Gros der beste­hen­den Gesell­schaft (so wie sie ist)‘ zu akzep­tie­ren –, dann ist es aller­dings nur kon­se­quent, den Femi­nis­mus dafür zu kri­ti­sie­ren,
► daß die­ser kein ‚grundsätzliche[s] Rol­le­n­in­fra­ge­stel­len‘ vor­nimmt, und daß ‚Femi­nis­tin­nen […] bestimmte Rol­len und auch bestimmte Sachen‘ haben, die ihnen wich­tig sind;
► daß sie Rol­len nicht im Namen des anything goes, son­dern im Namen von Herr­schafts­kri­tik kri­ti­sie­ren;
daß sie es unpas­send fin­den, daß Per­so­nen, die sich nicht als Les­ben und schon gar nicht als Frauen ver­ste­hen, son­dern denen es recht ist, als Mann durch­zu­ge­hen, in einem Frau­en­zen­trum auf­tre­ten wol­len (vgl. I 15); –
kurz: daß ihnen folg­lich – anders als Per­son 7 und 6 – nicht jede „Fest­schrei­bung“ (Z. 3103) und nicht jedes ‚Front­en­den­ken‘ (Z. 560) zu wider ist, son­dern daß sie kämp­fen für die Unter­drü­ckung der Män­ner als Mit­tel für die Errei­chung einer Gesell­schaft ohne Geschlech­ter; weil sie wis­sen, daß Herr­schaft nicht ver­schwin­den wird durch Plu­ra­li­sie­rung der beste­hen­den (sym­bo­li­schen) Ord­nung, nicht ver­win­den wird, ohne daß auch die sozia­len Grup­pen, die durch diese Herr­schaft kon­sti­tu­iert wer­den, das Feld der Geschichte räu­men.“

Judith Lor­ber, Gender-​​Paradoxien, Leske + Bud­rich: Opla­den, 1999 (us-​​amerik. Ori­gi­nal­aus­gabe: Yale Uni­ver­sity, 1995; ergänzt um ein Vor­wort zur deut­schen Aus­gabe).
I. = Inter­view.
Z. = Zeile der Interview-​​Transkription.

Transpi-​​Malen: Heute (Mi., 10.08.2011), 14 Uhr.
Treff­punkt für die Demo: Sams­tag (13.08.2011), 14:45 Uhr, vor dem DGB-​​Haus, Kleist­straße /​ Keith­straße. -

Unab­hän­gig von der hie­si­gen ‚män­ner­feind­li­chen Frak­ti­ons­ma­che­rei‘ sucht der Ber­li­ner Slut­walk noch Hel­fe­rIn­nen, die Auf­ga­ben bei der Demo über­neh­men:
http://​slut​walk​ber​lin​.de/​p​o​s​t​/​7​8​4​4​2​1​2​9​4​9​/​s​l​u​t​w​a​l​k​-​b​e​r​l​i​n​-​b​r​a​u​c​h​t​-​e​u​r​e​-​u​n​t​e​r​s​t​u​tzung

Slutwalk Berlin: Samstag, 15 h – Wittenbergplatz

Siehe außer­dem:
Transpi-​​Aktion: „Ver­ge­wal­ti­gen ist männ­li­ches doing gen­der“ /​ „Geschlech­ter abschaf­fen – Män­ner zuerst abschaf­fen.“
Wir suchen wei­tere Leu­ten unter­schied­li­cher gegen­wär­ti­ger, ver­gan­ge­ner und zukünf­ti­ger Geschlech­ter, die sich betei­li­gen.
► http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​1​/​0​8​/​0​8​/​n​a​c​h​-​v​o​r​n​e​-​z​u​r​u​e​c​k​-​z​u​-​e​i​n​e​m​-​k​a​e​m​p​f​e​r​i​s​c​h​e​n​-​f​e​m​i​n​i​smus/

http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​1​/​0​8​/​0​5​/​m​a​e​n​n​l​i​c​h​e​s​-​d​o​i​n​g​-​g​e​n​d​e​r​-​k​r​i​t​i​s​i​e​r​e​n​-​d​e​-​k​o​n​s​t​r​u​k​t​i​o​n​-​p​o​l​i​t​i​s​i​e​r​e​n​-​v​o​r​s​c​h​l​a​g​-​f​u​e​r​-​2​-​s​l​u​t​w​a​l​k​-​t​r​a​n​spis/

Nach vorne-zurück zu einem kämpferischen Feminismus!

Flugblatt-​​Entwurf

Ich hatte vor eini­gen Tagen einen Vor­schlag für zwei Slut­walk-Trans­pis unter­brei­tet:

Tran­spi 1: „Ver­ge­wal­ti­gen ist männ­li­ches doing gen­der
Tran­spi 2: „Geschlech­ter abschaf­fen – Män­ner zuerst abschaf­fen.“

Inzwi­schen gibt es – neben Kri­tik an dem Vor­schlag:
https://​www​.face​book​.com/​S​l​u​t​w​a​l​k​B​erlin (Kom­men­tare zu dem post von Frei­tag, 17:13 h)
https://​www​.face​book​.com/​t​o​p​i​c​.​p​h​p​?​t​o​p​i​c​=​2​0​8​&​a​m​p​;​p​o​s​t​=​9​9​7​&​a​m​p​;​u​i​d​=​1​7​6​2​5​46724 28404 (Fort­set­zung dazu) –
auch zustim­men­des feed­back und als kon­kre­tes Ergeb­nis davon einen Ent­wurf für ein Flugi, das in der Nähe der Trans­pis ver­teilt wer­den soll (siehe .pdf-​​Datei) sowie kon­krete Zusa­gen für Betei­li­gung am Transpi-​​Malen und -Tra­gen. Bei ande­ren, die der Stoß­rich­tung des Vor­schla­ges zustim­men, ist noch unklar, ob sie am Sams­tag in Ber­lin sein kön­nen.

Wir wür­den uns also über wei­tere Betei­li­gung freuen: Das Transpi-​​Malen wird wahr­schein­lich Mitt­woch­nach­mit­tag statt­fin­den (siehe doodle-​​Termin); dies wird dann auch die letzte Mög­lich­keit sein, um noch Vor­schläge für die genaue Text­for­mu­lie­rung von Trans­pis und Flu­gis zu machen.

Siehe auch:
http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​1​/​0​8​/​0​7​/​s​l​u​t​w​a​l​k​s​-​1​3​-​8​-​15-h/

Slutwalks – 13.8., 15 h

I. Ort, Zei­ten

Ber­lin: Wit­ten­berg­platz.
Ham­burg: Hach­mann­platz.
Frank­furt am Main: Kai­ser­sack /​ gegen­über dem Haupt­bahn­hof.
Mün­chen: Goe­the­platz.
Ruhr­ge­biet: Dort­mund, Haupt­bahn­hof, bereits um 14 h.
Bad Oldes­loe: bereits vom 10:30 h vom Bahn­hofs­vor­platz aus;
von Han­no­ver aus: gemein­same Fahrt nach Ham­burg; Stutt­gart: 16 h ohne Orts­an­gabe. In ande­ren Städ­ten scheint noch nicht viel vor­be­rei­tet oder andere Ter­mine vor­ge­se­hen zu sein (Ver­lin­kung der jewei­li­gen web-​​Präsensen: siehe dort).

II. Sound­track

► Low End Models: Casse ta gueule
http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​i​m​a​g​e​s​/​L​o​w​E​n​d​M​o​d​e​l​s​C​a​s​s​e​t​a​g​u​e​u​l​e.mp3;

wei­tere Infos zur Band: http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​1​/​0​6​/​2​2​/​t​o​-​w​h​o​m​-​i​t​-​c​o​n​c​e​r​n​s​-​a​l​s​-​q​u​e​e​r​-​n​o​c​h​-​r​e​v​o​l​u​t​i​o​n​a​e​r​-​a​g​g​r​e​s​s​i​v​-​u​n​d​-​m​a​e​n​n​e​r​f​e​i​n​d​l​i​c​h​-​w​a​r​-​u​n​d​-​s​e​i​n​-​d​u​rfte/.

► Respect my fist: Eure Mäd­chen
http://​sound​cloud​.com/​r​e​s​p​e​c​t​m​y​f​i​s​t​/​e​u​r​e​-​m​-​dchen
(Anmer­kung:
Mit der prä-[post]strukturalistischen, hege­lia­ni­schen Subjekt/​Objekt-​​Dialektik am Ende bin ich nicht ganz ein­ver­stan­den: http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​1​9​9​8​/​0​7​/​0​8​/​w​a​s​-​w​a​r​-​a​n​-​b​u​t​l​e​r​-​e​i​g​e​n​t​l​i​c​h​-​n​e​u​-​t​e​xt-2/, Abschnitt IV.)

► Sookee: bit­ches but­ches dykes & divas
http://​sound​cloud​.com/​s​p​r​i​n​g​s​t​o​f​f​/​b​i​t​c​h​e​s​-​b​u​t​c​h​e​s​-​d​y​k​e​s​-​divas
(Etwas mehr Nör­ge­lei am Text:
-- „Slut and Fags united, Schlam­pen und Schwuch­teln ver­ei­ni­gen sich“
So ein­fach ist es näm­lich nicht mit der „schwulles­bi­schen Freund­schaft“, die seit den 90er Jah­ren Femi­nis­mus durch queer ersetzte:
http://theoriealspraxis.bl​ogsport.de/2011/08/05/aus-​gegebenen-anlass-gegen-que​ere-politische-und-gesells​chaftsanalytische-indiffer​enz/
-- „Ich hasse keine Män­ner“
Haben Femi­nis­tin­nen es wirk­lich nötig, die gefor­derte Dis­tan­zie­rung vom „Män­ner­haß“ abzu­lie­fen?!
http://theoriealspraxis.bl​ogsport.de/2011/06/30/maen​nerfeindlichkeit-und-die-a​rbeit-der-zuspitzung/
Wobei – ich sehe schon ein, daß sich in meh­re­ren Tau­send Zei­chen blog-​​Beitrag mehr sagen läßt als in vier Minu­ten lyrics. ;-))

Siehe außer­dem:

► Vor­schlag für zwei Slutwalk-​​Transpis:
http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​1​/​0​8​/​0​5​/​m​a​e​n​n​l​i​c​h​e​s​-​d​o​i​n​g​-​g​e​n​d​e​r​-​k​r​i​t​i​s​i​e​r​e​n​-​d​e​-​k​o​n​s​t​r​u​k​t​i​o​n​-​p​o​l​i​t​i​s​i​e​r​e​n​-​v​o​r​s​c​h​l​a​g​-​f​u​e​r​-​2​-​s​l​u​t​w​a​l​k​-​t​r​a​n​spis/ (es gibt bereits einige kon­kret Inter­es­sierte, die sich aber noch nicht bei dem doodle-​​Termin ein­ge­tra­gen haben)

► Kumu­lier­ter RSS-​​feed der Slut­walks Ber­lin, Frank­furt am Main, Ham­burg, Mün­chen und Ruhr­ge­biet (die ande­ren sind lei­der nur bei Face­book prä­sent): http://​app​.feed​.infor​mer​.com/​d​i​g​e​s​t​3​/​X​J​F​A​B​T​1​O​L​E.rss.

No Means No

(via http://​www​.grrrl​sa​gain​stra​pe​cul​ture​.tum​blr​.com/ via http://​slut​walk​frank​furt​.tum​blr​.com/​p​o​s​t​/​8​2​3​7​3​5​4​4​4​7​/​g​r​r​r​l​s​a​g​a​i​n​s​t​r​a​p​e​c​u​l​t​u​r​e​-​n​o​-​m​e​a​ns-no)

Am 13.8: Slut­walks – wei­ter­füh­rende links dort: http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​1​/​0​8​/​0​4​/553/.

Siehe außer­dem:
http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​1​/​0​8​/​0​5​/​m​a​e​n​n​l​i​c​h​e​s​-​d​o​i​n​g​-​g​e​n​d​e​r​-​k​r​i​t​i​s​i​e​r​e​n​-​d​e​-​k​o​n​s​t​r​u​k​t​i​o​n​-​p​o​l​i​t​i​s​i​e​r​e​n​-​v​o​r​s​c​h​l​a​g​-​f​u​e​r​-​2​-​s​l​u​t​w​a​l​k​-​t​r​a​n​spis/
und
http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​1​/​0​8​/​0​5​/​a​u​s​-​g​e​g​e​b​e​n​e​n​-​a​n​l​a​s​s​-​g​e​g​e​n​-​q​u​e​e​r​e​-​p​o​l​i​t​i​s​c​h​e​-​u​n​d​-​g​e​s​e​l​l​s​c​h​a​f​t​s​a​n​a​l​y​t​i​s​c​h​e​-​i​n​d​i​f​f​e​renz/).

Aus gegebenen Anlaß: Gegen queere politische und gesellschaftsanalytische Indifferenz

– Mit einem PS. vom 07.08.2011 –

„Wäh­rend des Trans­ge­nia­len CSD 2011 wurde eine queere Per­son auf den Toi­let­ten der Bar ‚Roses‘ in der Ora­ni­en­strasse ver­ge­wal­tigt. […]. Allen Tätern_​innen sagen wir: wir wer­den nicht schwei­gen, wir hal­ten zusam­men!!!“
(http://​trans​ge​nia​lercsd​.blog​sport​.de/​2​0​1​1​/​0​7​/​2​5​/​s​t​e​l​l​u​n​g​n​a​h​m​e​-​z​u​m​-​v​e​r​g​e​w​a​l​t​i​g​u​n​g​s​v​o​r​f​a​l​l​-​w​a​e​h​r​e​n​d​-​d​e​s​-​t​r​a​n​s​g​e​n​i​a​l​e​n​-​c​s​d​-​2011/)

Schön zu hören, wo es doch vor­her in Bezug auf den Umgang mit sexu­el­len Beläs­ti­gun­gen und andere „diskriminierende[n] Situa­tion“ noch hieß:

Laut der ein­gangs zitier­ten Stel­lung­nahme wurde eine „queere Per­son“ ver­ge­wal­tigt, außer­dem wird ganz all­ge­mein von „Tätern_​innen“ gespro­chen. Zum Geschlecht des/​der „Täter_​in“ im vor­lie­gen­den Fall erfah­ren wir nichts, allein: die Tat wird als „homo­pho­ber Angriff “ cha­rak­te­ri­siert.
Diese ent-​​geschlechtlichende Rede über die Ver­ge­wal­ti­gung ist in vie­ler­lei Hin­sicht pro­ble­ma­tisch:
► Falls es sich um die Ver­ge­wal­ti­gung einer Frau­Lesbe durch einen Mann han­delt, ist diese ent-​​geschlechtlichende Rede eine Ent­nen­nung des gesell­schaft­li­chen Herrschafts-​​ und Aus­beu­tungs­ver­hält­nis­ses zwi­schen Män­nern und Frauen, in dem Ver­ge­wal­ti­gun­gen an der Tages­ord­nung sind.1
► Sollte es sich um die Ver­ge­wal­ti­gung eines (schwu­len, bi-​​, pan­se­xu­el­len, …) Man­nes durch einen (hete­ro­se­xu­el­len) Mann han­deln, so würde auch in die­sem Fall die ent-​​geschlechtlichende Rede einen rele­van­ten Teil der patri­ar­cha­len Rea­li­tät ent­nen­nen.
► Sollte es sich schließ­lich um eine ‚innere-​​queere‘ Tat han­deln (was aller­dings die Frage auf­wer­fen würde, was mit der Cha­rak­te­ri­sie­rung der Tat als „homo­phob“ genau gemeint ist – „homo­phobe“ queers, gibt es das?!), so wäre nach der Repro­duk­tion der herr­schen­den gesell­schaft­li­chen Struk­tu­ren inner­halb der queer-​​Szene bzw. die dor­tige Ent­ste­hung neuer Herr­schafts­struk­tu­ren zu fra­gen.

Dem­ge­gen­über legt die ent-​​geschlechtlichende Rede­weise der zitier­ten „Stel­lung­nahme“ den Schleier der ent-​​politisierenden Sprach-​​Diplomatie über die Tat und ver­hin­dert not­wen­dige poli­ti­sche Posi­tio­nie­run­gen. –

Aus die­sem Anlaß (und im Nach­gang dazu) ein Zitat aus:

Monika Schröttle
Gewalt gegen Frauen in Paar­be­zie­hun­gen
in: Streit. Femi­nis­ti­sche Rechts­zeit­schrift 2009, 147-​​158 (152 f. = Abschnitt V.; im Ori­gi­nal han­delt es sich bei den hie­si­gen FN 2 und 3 um die FN 8 und 9):

Die These der Gen­der­sym­me­trie bei Gewalt in Paar­be­zie­hun­gen

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Männliches doing gender kritisieren; De-Konstruktion POLITISIEREN – Vorschlag für 2 Slutwalk-Transpis

Am 13.8. fin­det in Ber­lin – wie auch in ande­ren Städ­ten in der BRD – ein Slut­walk gegen Ver­ge­wal­ti­gun­gen und schuld­um­keh­rende Ver­ge­wal­ti­gungs­my­then, die den Ver­ge­wal­tig­ten Schuld an den Ver­ge­wal­ti­gun­gen geben, statt (Über­sicht über die web-​​Präsensen sowie die Start­orte und -zeit­punkte: http://​arsch​hoch​.blog​sport​.de/​2​0​1​1​/​0​7​/​3​1​/​t​e​r​m​i​n​e​-​u​n​d​-​a​n​d​e​r​e​-​h​i​n​w​e​i​se-3/).

Gibt es viel­leicht wel­che, die Inter­esse hät­ten, bei dem Ber­li­ner Slut­walk einen Mini­block mit zwei Trans­pis zu bil­den?
Tran­spi 1: „Ver­ge­wal­ti­gen ist männ­li­ches doing gen­der
Tran­spi 2: „Geschlech­ter abschaf­fen – Män­ner zuerst abschaf­fen.“

Falls es einer politisch-​​theoretischen Begrün­dung /​ Erläu­te­rung bedarf: siehe unten.

Ich habe einen doodle-​​Termin ein­ge­rich­tet: http://​doodle​.com/​5​5​r​s​3​6​r​x​u​u​5​bzhwb . Ich würde vor­schla­gen, etwaig Inter­es­sierte ver­stän­di­gen sich erst ein­mal auf einen pas­sen­den Ter­min und klä­ren dann, ob wir uns gleich zum Transpi-​​Malen tref­fen wol­len oder erst noch mal über den genauen Text reden – und legen dann den jeweils pas­sen­den Ort fest. Für das Malen kämen viel­leicht die ent­spre­chen­den LaD.I.Y.fest-Workshops in Betracht: Mo., 8. Aug., 17-​​20 Uhr und Di., 9. Aug., 14-​​17 Uhr Trans­pis & Pla­kate für den Slut­walk im Café Cralle (http://​www​.lady​fest​.net/​?​p​=3251).

Theoretisch-​​politische Erläuterung/​Begründung

Mir scheint die bei­den vor­ge­schla­ge­nen Paro­len wür­den queer-​​feministische Poli­tik end­lich, nach rund 20 Jah­ren Ver­zö­ge­rung, auf das Radi­ka­li­täts­ni­veau von de-​​konstruktivistischem Femi­nis­mus als Theo­rie brin­gen:

[Die­ser Text als .pdf-​​Datei]

1. doing gen­der (mehr…)

Ask before you touch me!

(via http://​sub​con​ciou​se​vo​lu​tion​.tum​blr​.com/​p​o​s​t​/​8​0​1​5​0​00416 via http://​slut​walk​frank​furt​.tum​blr​.com/​p​o​s​t​/​8​1​1​3​2​5​4​8​0​9​/​s​u​b​c​o​n​c​i​o​u​s​e​v​o​l​u​t​i​o​n​-​i​n​-​a​l​m​o​s​t​-​a​l​l​-​c​r​i​m​es-of)

Am 13.8: Slut­walks – wei­ter­füh­rende links dort: http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​1​/​0​8​/​0​2​/​1​3​-​8​-​s​l​u​t​w​a​l​k​s​-​g​e​g​e​n​-​v​e​r​g​e​w​a​l​t​i​g​u​n​g​e​n​-​u​n​d​-​v​e​r​g​e​w​a​l​t​i​g​u​n​g​s​m​y​then/.

Siehe außer­dem:
http://​maed​chen​blog​.blog​sport​.de/​2​0​1​0​/​0​6​/​2​8​/​s​e​x​u​e​l​l​e​-​b​e​l​a​e​s​t​i​g​u​n​g​e​n​-​b​e​i​m​-​t​r​a​n​s​g​e​n​i​a​l​e​n​-​c​s​d​-​i​n​-​b​e​rlin/
und
Umgang bei sexu­el­len Beläs­ti­gun­gen auf trans­ge­nia­len CSD (erschie­nen bei scharf-​​links am 24.06.2011 [!]).

Varianten der patriarchalen Invariante

„patri­ar­chy is a dif­fe­ren­tia­ted, con­tra­dic­tory struc­ture that his­to­ri­cally pro­du­ces iden­ti­cal effects dif­fer­ently. […]. All these various patri­ar­chal arran­ge­ments, in short, pro­duce the same effects: the opp­res­sion and exclu­sion of woman as other, the divi­sion of labor accor­ding to gen­der – spe­ci­fi­cally, the exploi­ta­tion of women’s labor (whe­ther in the public or pri­vate sphere) – and the denial of women’s full access to social resour­ces. Woman thus occupy the ‚same‘ posi­tion wit­hin patri­ar­chy dif­fer­ently, divi­ded by the con­junc­tions of race, class, natio­na­lity, (post)colo­nialism, and so on“ (Teresa L. Ebert, Ludic Femi­nism, the Body, Per­for­mance, and Labor: Brin­ging Mate­ria­lism Back into Femi­nist Cul­tu­ral Stu­dies, in: Cul­tu­ral Cri­ti­que No. 23, Win­ter 1992/​93, 5-​​50 [21, 22] – Hv. i. O.)

Am 13.8: Slut­walks – wei­ter­füh­rende links dort: http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​1​/​0​8​/​0​2​/​1​3​-​8​-​s​l​u​t​w​a​l​k​s​-​g​e​g​e​n​-​v​e​r​g​e​w​a​l​t​i​g​u​n​g​e​n​-​u​n​d​-​v​e​r​g​e​w​a​l​t​i​g​u​n​g​s​m​y​then/.

13.8. – Slutwalks gegen Vergewaltigungen und Vergewaltigungsmythen

(via http://​sub​con​ciou​se​vo​lu​tion​.tum​blr​.com/​p​o​s​t​/​8​0​4​6​1​30468 http://​slut​walk​frank​furt​.tum​blr​.com/​p​o​s​t​/​8​0​7​9​2​26820)

Mehr Infos:
http://​arsch​hoch​.blog​sport​.de/​2​0​1​1​/​0​7​/​3​1​/​t​e​r​m​i​n​e​-​u​n​d​-​a​n​d​e​r​e​-​h​i​n​w​e​i​se-3/, Abschnitt II. Ter­mine
http://​app​.feed​.infor​mer​.com/​d​i​g​e​s​t​3​/​X​J​F​A​B​T​1​O​L​E.rss (kumu­lier­ter RSS-​​feed der Slut­walks Ber­lin, Frank­furt am Main, Ham­burg und Ruhr­ge­biet – die ande­ren sind lei­der nur bei Face­book prä­sent).

Doku: „Klandestine Militante“ antworten in der radi auf „Theorie als Praxis“

Im Som­mer 2009 rezen­zierte ich hier die Aus­gabe Nr. 161 der links­ra­di­ka­len Zeit­schrift radi­kal in vier Tei­len.1
Der vierte Teil davon wurde in der Aus­gabe Nr. 162 (Win­ter 2010) von der radi­kal nach­ge­druckt.2 Nun ant­wor­ten in der vor eini­ger Zeit erschie­nen Aus­gabe Nr. 164 (Som­mer 2011) Klan­des­tine Mili­tante auf den frag­li­chen Teil mei­ner dama­li­gen Rezen­sion.3 Meine Ant­wort auf die Ant­wort ist in dem blog arsch­hoch, in dem zur Zeit eine inten­sive Debatte über nicht-​​klandestine revo­lu­tio­näre Orga­ni­sie­rung geführt wird, ver­öf­fent­licht.
Hier folgt eine Doku­men­ta­tion des Tex­tes der Klan­des­ti­nen Mili­tan­ten:

Die drei vor­ste­hen­den Fotos in einer .pdf-​​Datei. (mehr…)

Schwierigkeiten mit der Papst-Kritik

Der Papst kommt am 22./23.9. nach Ber­lin. Aus Anlaß eines schlich­ten Ter­min­hin­wei­ses kam ich in die Ver­le­gen­heit, mich mit der Text­pro­duk­tion der bei­den exis­tie­ren­den Pro­test­bünd­nisse zu befas­sen.

Das eine Bünd­nis ist jeden­falls ein­deu­tig refor­mis­tisch domi­niert (u.a. LSVD, Die Linke Ber­lin, Unter­glie­de­run­gen von SPD und Grü­nen, Huma­nis­ti­sche Union), und auch des­sen „Reso­lu­tion“ ist ent­spre­chend fest­ge­legt und nicht etwa offen für andere poli­ti­sche Ori­en­tie­run­gen: Jede poli­ti­sche Par­tei­lich­keit wird ver­mie­den und sich statt des­sen auf die reine Mensch­lich­keit beru­fen: „Der Papst steht für eine men­schen­feind­li­che Geschlechter-​​ und Sexu­al­po­li­tik. Sie grenzt Men­schen aus und dis­kri­mi­niert.“ Dem­ge­gen­über wußte Karl Marx: „Dies soge­nannte ‚Unmensch­li­che’ ist eben­so­gut ein Pro­dukt der jet­zi­gen Ver­hält­nisse wie das ‚Mensch­li­che’“ (S. 267).
Das zweite Bünd­nis, von Grup­pen aus der (post)autonomen Szene gebil­det, zitiert immer­hin Marx (mehr…)