Archiv für August 2011

@ DSK, Rape Culture etc.: Hommage an weibliche Rache

„Die neue Single Blood In My Eyes von Atari Teenage Riot ist Vorbote ihres neuen Albums Is This Hyperreal?, das im Mai auf Alec Empires Label Digital Hardcore Recordings erscheinen soll. Im Song klagt Sängerin Nic Endo den Menschenhandel mit Frauen an, die zur Prostitution gezwungen werden.“ (Barbara Mürdter / Popkontext).

Trigger-Warnung (in Bezug auf das Video):

Atari Teenage Riot – Blood In My Eyes (Nic Endo’s Video Message) from Atari_Teenage_Riot on Vimeo.

Ohne Video:
http://soundcloud.com/alec_empire/atari-teenage-riot-blood-in-my.

„‘Blood In My Eyes’ features Nic Endo on lead vocal. She speaks out for the multitude of women who have become the victims of human trafficking, their sexuality exploited for financial gain right under the gaze of the ineffectual governments of the self-proclaimed civilised west. Nic, wholly in tune with her trademark Japanese face-paint depicting “Resistance,” makes her point in the inimitable Atari way. ‘Blood In My Eyes’ is a riveting electronic punk rock diatribe, paying homage to the feminine retributive subtexts espoused by cult films like ‘Kill Bill’1 nd heavily censored French art-house offering, ‘Baise-Moi.’2 Nic expounds a cautionary tale, alerting us that all who stand by and do nothing share the guilt.“ (Alex Empire – Fußnoten hinzugefügt).

Vgl. auch: http://maedchenmannschaft.net/auge-um-auge-zahn-um-zahn/.

  1. „Die Braut erwacht mitten in der Nacht im Krankenhaus. Sie tastet sich ab, versucht sich zu erinnern und zu orientieren und merkt, dass sie nicht mehr schwanger ist. Einer der Pfleger nähert sich dem Zimmer; er bringt einen Besucher mit, dem er die komatöse Patientin stundenweise als Vergewaltigungsopfer vermietet. Kiddo schafft es, beide nacheinander zu töten. Sie nimmt die Autoschlüssel des Pflegers und flüchtet sich trotz ihrer durch die lange Bettlägerigkeit gelähmten Beine aus der Station in dessen Auto. Hier versucht sie ihre Beweglichkeit wiederzuerlangen.“ (Wikipedia) [zurück]
  2. „Nachdem Manu von mehreren Männern vergewaltigt wurde, beschuldigt ihr Bruder sie, die Schuld hierfür selbst zu tragen. Es kommt zu einem Streit, in dessen Verlauf Manu ihren Bruder erschießt und schließlich die Flucht ergreift. Zur gleichen Zeit wird Nadine Zeugin, wie ihr Freund von konkurrierenden Drogendealern erschossen wird; auch sie beschließt zu fliehen. Auf ihrer Flucht vor der Vergangenheit, dem Geschehenen und ihrem Leben treffen die beiden Frauen aufeinander und beschließen, zusammen auszubrechen und durch Frankreich zu ziehen. […]. Sie stehlen ein Auto, überfahren den Besitzer und machen von nun an den verschiedensten Männern gezielte Avancen, verführen sie zum Sex, um sie anschließend voller Hass umzubringen.“ (Wikipedia) [zurück]

Von mir im neuen AK: Feministische queer-Kritik

AK-Logo

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ak – analyse & kritik – zeitung für linke Debatte und Praxis Nr. 563 v. 19.08.2011:

Reden wie der Mainstream. Für eine feministische Kritik an queerer Politik (S. 12)
http://www.akweb.de///////ak_s/ak563/index.htm.

(Die Überschrift wurde von der Redaktion modifiziert: Der neue Haupttitel trifft es sehr gut. Danke! Der neue Untertitel ist nur wenig anders als mein alter Haupttitel. – Die gedruckte Zeitung habe ich nun also auch in der Hand.)

AK-Verkaufsstellen: http://www.akweb.de///////bula/.

Diskussion zwischen Schweizer und deutschen Feministinnen (1990)

Ich dokumentiere im Folgenden zwei Texte, die im Nov. 1990 in der radikal Nr. 141, Teil I erschienen –
► zum einen: Schweizer Feministinnen,
Ein Stein in der Sonne (S. 6 – 10) (= ein Brief an die Gefangene aus der RAF, Eva Haule, und die Gefangene aus dem antiimperialistischen Widerstand, Gisela Dutzi)
► und zum anderen: eine Stellungnahme von „Frauen aus der
radikal“ dazu (S. 10 – 14).
Beide Texte wurde – unter leichten Kürzungen, die hier übernommen werden – 1994/95 in den beiden Auflagen der folgenden Broschüre nachgedruckt:
Broschürengruppe in Zusammenarbeit mit dem ASTA-FU sowie Frigga Haug, Wolfgang Fritz Haug, Wolf Dieter Narr, Uwe Wesel, Harald Wolf (Hg.)
Für eine neue revolutionäre Praxis.
Triple oppression & bewaffneter Kampf.
Eine Dokumentation von antiimperialistischen, feministischen, kommunistischen Beiträgen zur Debatte über die Neubestimmung revolutionärer Politik 1986-1993

Selbstverlag: Berlin, 1. Aufl. 1994, 2. Aufl. 1995, 66 – 70 und 70 – 74.

Ein Stein in der Sonne

Feminismus ist der Klassenkampf von ganz unten gegen das ganze System

Liebe Eva und Gisel,

[…] Wir sagen Nein zum scheinbar so basisdemokratischen „alle gleichzeitig voran“, weil es immer auf die selbstmörderische Illusion hinausläuft, der Sieg über die ausgezeichnet vorbereiteten, feindlichen Kräfte könne ein spontaner Akt nicht-vorbereiteter Massen sein. Wir halten daran fest, daß ein Teil der Klasse (eine „Avant-Garde“!) den Kampf um die Macht in nicht-revolutionärer Periode vorbereiten muß, und daß der bewaffnete Kampf zugleich die wirksamste Form der politischen Propaganda in nicht-revolutionärer Periode ist. All diese Tatsachen werden nicht dadurch außer Kraft gesetzt, daß das der Situation angemessene, technologische Niveau heute in der Schweiz tief ist. Entscheidend ist das bewußte und gezielte Vorantreiben.

Nachdem Ihr nun aber so klar und offen zum Feminismus Stellung genommen habt, wollen wir als Feministinnen ebenso klar und offen Stellung nehmen. Wir müssen dazu etwas ausholen.

Das imperialistische Patriarchat und seine aktuellen Projekte

Das System – wir nennen es imperialistisches Patriarchat – beruht auf der Ausbeutung und Gewalt gegen Frauen weltweit. Alle einzelnen Projekte sind Angriffe gegen Frauen, die neben und in geringerem Maß auch Männer treffen.

„im kampf der frauen wird ein zentraler nerv des herrschenden systems freigelegt“, schreibt Ihr. Wir meinen, da untertreibt Ihr maßlos: Frauen leisten konservativ geschätzt (durch die UNO) weltweit 2/3 der gesellschaftlichen Arbeit und bekommen dafür 1/10 der direkten oder indirekten Lohneinkommen. Dabei ist gesellschaftlich notwendige Arbeit wie Schwangerschaft, Geburt, Stillen, Verhütung, Abtreibung, emotionale und sexuelle Dienste noch nicht einmal mitgerechnet. Frauenarbeit ist der Nerv des Systems! (mehr…)

Von der Philosophie zur Politik

Noch mal zu Postmoderne und Leninismus –

oder: Antwort1 auf das „Quietscheentchen“-Papier (SIBS v. 28.7.)

Dieser wie folgt gegliederte Text wird ab morgen Mittag im „Arsch hoch“-blog zur Organisierungs- und Programmdebatte zur Verfügung stehen: http://arschhoch.blogsport.de/2011/08/20/von-der-philosophie-zur-politik/.

Überblick:

I. Von der ‚postmodernen’ Philosophie …

1. Historischer Materialismus und idealistische Geschichtsphilosophie
2. Die Frage nach dem Gehalt von Theorie
3. Begriff und Wirklichkeit
4. Die Vernunft, die Macht und der Irrationalismus
5. Wertkritik und Postmoderne

II. … zum historischen Materialismus …

1. sex und gender
2. Vom wissenschaftlichen und politischen Nutzen der De-Konstruktion
3. Hauptwidersprüche, Nebenwidersprüche, Grundwidersprüche – und die Perspektiven einer Weltrevolution

III. … zur revolutionären Organisierung

1. Für revolutionäre Politik ohne geschichtsphilosophische Durchhalteparolen
2. Selbstkritisches zum Zeitplan
3. Arbeitskonferenz, Debattenverlauf und Spektrenerweiterung

Von mir im neuen AK: Feministische queer-Kritik

ak – analyse & kritik – zeitung für linke Debatte und Praxis Nr. 563 v. 19.08.2011:

Reden wie der Mainstream. Für eine feministische Kritik an queerer Politik (S. 12)

http://www.akweb.de///////ak_s/ak563/index.htm.

(Die Überschrift wurde von der Redaktion modifiziert: Der neue Haupttitel trifft es sehr gut. Danke! Der neue Untertitel ist nur wenig anders als mein alter Haupttitel. – Die gedruckte Zeitung habe ich noch nicht gesehen.)

AK-Verkaufsstellen: http://www.akweb.de///////bula/.

Slutwalk – noch eine Antwort auf Kritik an unserem Transpi

Antwort auf einen persiflierenden Kommentar bei lesarion1

Also – neuer Versuch:

Wir leben in einem System, das – unter Berufung auf die Biologie, die aber selbst gar nicht so eindeutig binär ist, wie der Gesetzgeber behauptet und der Alltagsverstand meint2 – alle Individuen einem von zwei Geschlechtern zuordnet. Die binäre Zweigeschlechtlichkeit wird durch diesen Zuordnungsprozeß überhaupt erst geschaffen.

Der Zuordnungsvorgang geht zugleich mit der ungleichen Zuweisung von Arbeit, Einkommen, Lebensqualität und Verhaltensanforderungen (beim Sex, auf Arbeit, auf dem Sportplatz, beim Politik machen, beim Konzertbesuch etc.) einher. Dies ist der gesellschaftlich ‚Sinn’ jener Zuordnung aller Individuen zu einem von zwei Geschlechtern. (Ob die Leute blaue oder grüne Augen haben, ist dagegen unter heutigen gesellschaftlichen Verhältnissen egal.)

++ Eine ‚richtige Frau zu sein’, heißt nicht, eine Vulva und xx-Chromosomen zu haben, sondern die für Frauen geltenden Zuweisungen hinzunehmen und die entsprechenden Verhaltensanforderungen zu erfüllen. Anderenfalls ist sie eine „Schlampe“, ein „Mannweib“ oder ähnliches.
++ Und: Ein ‚richtiger Mann zu sein’, heißt nicht einen Schwanz und xy-Chromosomen zu haben, sondern die für Männer geltenden Zuweisungen zu genießen und sich gemäß der entsprechenden Verhaltensregeln zu verhalten. Anderenfalls ist er ein „Weichei“, „schwul“ (auch wenn er noch nie mit einem Mann Sex hatte und auch niemals haben will) oder ähnliches.

Konkret erfolgen jene ungleichen Zuweisungen in der Weise, daß Männer das herrschende und ausbeutende Geschlecht und Frauen das beherrschte und ausgebeutete Geschlecht sind. (mehr…)

Nicht mit Ruhm bekleckert – linke, antideutsche und antiimperialistische Berichterstattung über die Slutwalks

Neben vielen anderen berichten auch die Meinungsführerinnen des ‚antideutschen’ Spektrums, die Hamburger Zeitschrift Konkret, sowie des ‚anttimperialistischen’ Spektrums, die Berliner Zeitung junge Welt, über die Slutwalks. Beide Berichte zeigen wieder einmal, daß das Verhältnis zwischen vielen Linken und dem Feminismus mit „unglücklicher Ehe“ (so die Formulierung im Titel eines bekannten Aufsatzes und Sammelbandes von der Wende von den 70er zu den 80er Jahren) noch euphemistisch umschrieben ist.

junge Welt – eine schlechte Leserin

Die junge Welt scheint den Slutwalk-Aufruf schlecht gelesen zu haben – oder ist der Einfachheit halber der mainstream-Presse auf den Leim gegangen sein: „Für den morgigen Samstag sind in mehreren deutschen Städten ‚Schlampenmärsche’ geplant. Auch hier wollen sich die Teilnehmerinnen bewußt sexy kleiden und dabei deutlich machen, daß dies kein Freibrief für sexuelle Übergriffe ist.“ –
Es gab aber bei den Slutwalks gar keinen dress code: „Bei der SlutWalk Bewegung geht es nicht darum, endlich mal halbnackt durch die Stadt laufen zu dürfen. Es geht darum, Menschen nicht die Schuld an sexuellen Übergriffen zu geben – selbst wenn sie halbnackt durch die Stadt laufen. Es geht darum, sich ein Klima zu erkämpfen, in dem ein selbstbestimmtes Leben hinsichtlich Körper, Begehren, Aussehen, Sexualität und Geschlecht möglich ist.“ (http://slutwalkhamburg.blogsport.de/faq/)1

Nach dem die Slutwalks in jener Weise falsch eingeführt wurden, werden dann ausgiebig kritische Stellungnahmen von Vertreterinnen der parlamentarischen Linken zitiert – die auf der Grundlage der Falschdarstellung der Slutwalks, als auf sexy Kleidung fixiert, irgendwie plausibel klingt:
„Zu viele Frauen seien es, [so die Grüne Katrin Rönicke] die ‚sich selbst seit Jahrzehnten bekriegen (mit Hungern, Essen, ständiger Arbeit am Körper, oder: indem sie ebendiesen verstecken, aus Angst)’, […]. ‚Im Grunde wollen wir alle, daß das aufhört. Wir haben nur noch nicht begriffen, daß wir dafür mehr tun müssen, als auf Slutwalks zu gehen und Schönwetterreden zu schwingen.’“ – Genau darum (Schönheitsnormen und Schlankheitsdiktate) geht es allerdings bei dem in dem Slutwalk-Aufruf erwähnten: „selbstbestimmte[n] Leben hinsichtlich Körper, Begehren, Aussehen“.
Auch bei dem Solikonzert am Donnerstag voriger Woche (11.08.2011) für den Berliner Slutwalk gab es von der Rapperin Sookee ein Stück gegen von der Werbung diktierte Schönheitsnormen („Welche Werbung sagt Dir, dass Du nicht schön bist?“ [11 // MILADY] – allerdings eine deutlich andere Version, wenn ich mich recht erinnere) und eines der Transpis, das dort hing lautete: „Kurze Röcke, fette Bässe, Macker kriegen auf die Fresse“ – dagegen dürfte das ganze grüne Konzept von „Geschlechterdemokratie“ (und auch das der Linkspartei von „Geschlechtergerechtigkeit“) und jede grüne Rede zum Geschlechterverhältnis seit Verena Krieger nicht mehr Bundessprecherin der Grünen ist (was mehr als 15 Jahre her ist), eine einzige endlose „Schönwetterrede“ sein.


(Quelle: http://mattwilcox.info/demos/instagram-atom-feed/?hashtag=slutwalk)

Berichterstattung sollte stimmen – und nicht so selektiv sein, daß am Ende ausgerechnet die Kritik der Vereinigten Parlamentarischen Linken von JuSos über Grünen bis Linkspartei an einer außerparlamentarischen Aktion als berechtigt erscheint. – Is doch sonst auch nicht gerade die Linie jungen Welt, oder? –

Konkret: Lustgewinn durch Lästerei

Die Autorin des – bereits vor den Slutwalks erschienenen – Konkret-Artikel wird wie folgt vorgestellt: „war Mitorganisatorin des Berliner Slutwalks“. – Anscheinend war sie bei ein paar Vorbereitungstreffen, um Notizen für ein paar lästernde Bemerkungen in dem Artikel zu machen: (mehr…)

Unser Transpi in Bewegung


(Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=yZVYOqVpSmc [1:32 bis 1:35 Min.])

Ein Symptom mit seiner Ursache bekämpfen? – Slutwalks und Perspektiven des Feminismus

[Der folgende Text als .pdf-Datei (2 Seiten)]

In der taz von heute werden zwei Teilnehmerinnen des Berliner Slutwalks zitiert. Sie machen deutlich, daß die Slutwalks nicht nur eine Ein-Punkt-Bewegungen sind, sondern daß es um weit mehr geht. Die taz schreibt: „Die Kunstgeschichts- und die Tiermedizinstudentin wollen aber nicht nur für die ursprüngliche Idee des Schlampenmarsches – das Recht auf selbstbestimmte Kleidungswahl, ohne im Falle einer demütigenden Anmache oder einer Vergewaltigung dafür verantwortlich gemacht zu werden – demonstrieren. Sie protestieren auch, weil sich bei den Frauen ihrer Generation wieder ein Gefühl von ‚Heim an den Herd’ breitmache. Sie berichten von Altersgenossinnen, die ‚einfach nur geheiratet werden’ wollen, und über ihr Unverständnis darüber. […]. Es sei ‚eine Katastrophe’, dass Frauen bei gleicher Qualifikation in Deutschland immer noch weniger verdienen und die junge Generation das einfach so hinnehme oder sich aus Resignation wieder in die Hausfrauen- und Mutterrolle flüchte.“
Auch in der ARD-Kultursendung „titel, thesen, tempramente“ sprach gestern Abend eine Teilnehmerin von einem backlash, der zu verzeichnen sei.
Mit diesen hellsichtigen Lageanalyse kontrastiert aber ein anderes in dem taz-Artikel angeführtes Zitates der beiden Demo-Teilnehmerinnen: „‚Dieser Männerhass ist total überholt, […]’, sagt Annika […].“

Wieso ist denn nun aber der „Männerhass“ überholt, wenn gleichzeitig gesehen wird, daß sich das Patriarchat verschärft? – Letzteres kann doch logischerweise nur zwei Gründe haben:
► Entweder sind ‚die Männer’ heute ‚schlimmer’ als vor – sagen wir – 20 Jahren. Warum sollte dann aber „Männerhass“ fehlt am Platze sein (außer, daß anzumerken ist, daß auch einzelne Männer nichts als große geschichtsmächtige SUBJEKTE, sondern als Träger gesellschaftlicher Strukturen handeln)?
► Oder aber ‚die Frauen’ waren in der letzten – sagen wir – 15 Jahren zu nachgiebig. Auch dann liegt es alles andere als nahe, zum x-Male zu beteuern, daß Feminismus doch nicht mit „Männerhaß“ zu tun habe, wie es in eben diesen 15 Jahre zur Standard-Floskel von neoliberalem „gender mainstreaming“, grüner „Geschlechterdemokratie“, linksparteilicher „Geschlechtergerechtigkeit“ und sog. „queer-Feminismus“ wurde.

Auch, wenn es analytisch und politisch zu begrüßen1 ist, daß in den 90er Jahre (mehr…)

Antworten auf Kritik

Der indymedia-Bericht über unsere Transpi- und Flugi-Aktion beim Berliner Stutwalk löste – neben kruder Pöbelei (siehe dazu dort) – einige ernsthafte Einwände und Bedenken gegen unsere Parole von der ‚Abschaffung der Männer‘ aus. Der besseren Lesbarkeit und Übersichtlichkeit wegen werden hier im folgenden die sich direkt auf einander beziehendenen indymedia-“Ergänzungen“ (Kommentare) direkt gegenübergestellt und zwar zu folgenden Themen:

Nur Männer abschaffen? – Oder: Alle Geschlechter abschaffen?
Zum Verhältnis von ‚Männlichkeit’ und ‚Mannsein’
Verständnisschwierigkeiten und Erklärungsversuche (evtl. bietet es sich an, die Lektüre mit dieser Diskussion zu beginnen, statt der Chronologie der Kritiken zu folgen)
Wessen „dogmatische Engstirnigkeit“?
Hartes Faktum „Muttermilch“?

Wie revolutionär und provozierend ‚darf‘ Feminismus sein?

Revolution

konsequent & radikal

„Kurze Röcke, fette Bässe, Macker kriegen auf die Fresse“:
http://www.flickr.com/photos/pm_cheung/6039792939/in/set-72157627302664367/

Männer abschaffen
vgl. dazu den Bericht: http://de.indymedia.org/2011/08/313935.shtml. (mehr…)

Aktions- und Demobericht (Slutwalk Berlin): ‚umgedrehter Sexismus’?

bei indymedia erschienen:

http://de.indymedia.org/2011/08/313935.shtml.

Für diejenigen, die bezweifeln, daß wir immer noch in einem Patriarchat leben – was der indymedia-Stammtisch dazu zu sagten hat(te) (vieles wurde zurecht von den Mods zurecht gelöscht – warum der Kommentar vom 14.08.2011; 00:17 h dagegen stehenblieb [die Slutwalks sind doch eine deutliche Antwort auf die dortige rhetorische Frage], erschließt sich mir dagegen nicht so richtig):

[Nachträgliche Zwischenbemerkung:
Eine bebilderte Kritik der Medienberichterstattung über die Slutwalks findet sich dort:
https://puzzlestuecke.wordpress.com/2011/08/14/slutwalk-berlin-1-eindruck/
]

Trigger-Warnung: (mehr…)

Schlampen contra Patriarchat

HEUTE Slutwalks in 7 BRD- Städten

(mehr…)

Low End Modells: not maybe



http://lowendmodels.de/mp3/06_not_maybe.mp3

„look around you all over the world there are women in prison women in jail while men are free look around you all over the world there are women in prison women in jail while men are free look around you all over the world there are women in prison women in jail while men are free abusin’ men raipin’ men hittin’ men violent men
after long long long long years she tried to stop him now she’s in jail he’s still free near her little sister near her little brother near the little daughter of the neighbours he’s still free
who don’t know any abusin’ men
who don’t know any raipin’ men
who don’t know any hittin’ men
who don’t know any violent men
maybe your brother
maybe your father
maybe your uncle
maybe your grandpa
maybe your neighbour
maybe your teacher
maybe your husband
maybe your lover
don’t stop the fight it feels much better than only suffering don’t stop the fight you make a change
don’t stop the fight it feels much better than only suffering don’t stop the fight you make a change“

http://lowendmodels.de/de/lem_text.htm

Weitere Infos zur Band: http://theoriealspraxis.blogsport.de/2011/06/22/to-whom-it-concerns-als-queer-noch-revolutionaer-aggressiv-und-maennerfeindlich-war-und-sein-durfte/.

Die ‚Leseanleitung‘ zu den Transpis

Die ‚Leseanleitung‘ zu den beiden Transpis („Vergewaltigen ist männliches doing gender“ / „Geschlechter abschaffen – Männer zuerst abschaffen.“) ist jetzt auch gedruckt: .pdf-Datei. (Am Text des Entwurfes1 hat sich nichts Relevantes mehr geändert; zum Einfügen der Transpi-Fotos reichte die Zeit auch nicht mehr – aber lilaner ist die endgültige Fassung immerhin geworden…)
Treffpunkt: 14:45 h, vor DGB-Haus [obwohl wir durchaus nicht nur für den Geschlechter-, sondern auch für den Klassenkampf etwas übrig haben: nicht ganz ohne Hintersinn ;-)], Kleist-/Keithstraße.
Wir werden uns dann – wie uns das für eine gemischte Gruppe bei einer feministischen Demo angemessen erscheint – in den hinteren Bereich der Demo einreihen.
Weil wir noch Farbe und Stoff übrig hatten, ist außerdem ein drittes Transpi fast fertig: „Schlampen contra Patriarchat.“ – Falls welche Samstagmittag noch kurzfristig etwas Malen wollen, hätten wir sogar immer noch Stoff und lila Farbe zu spenden.
Bei lesarion hat sich mittlerweile eine umfangreiche Diskussion zu den Transpi-Texten entwickelt:
http://de.lesarion.com/forum/forum_antwort_ver3.php?block=1&id=314032.

  1. http://theoriealspraxis.blogsport.de/2011/08/08/nach-vorne-zurueck-zu-einem-kaempferischen-feminismus/ [zurück]