Archiv für August 2011

@ DSK, Rape Culture etc.: Hommage an weibliche Rache

„Die neue Sin­gle Blood In My Eyes von Atari Teen­age Riot ist Vor­bote ihres neuen Albums Is This Hyper­real?, das im Mai auf Alec Empi­res Label Digi­tal Hard­core Recor­dings erschei­nen soll. Im Song klagt Sän­ge­rin Nic Endo den Men­schen­han­del mit Frauen an, die zur Pro­sti­tu­tion gezwun­gen wer­den.“ (Bar­bara Mürd­ter /​ Pop­kon­text).

Trig­ger-War­nung (in Bezug auf das Video):

Atari Teen­age Riot – Blood In My Eyes (Nic Endo’s Video Mes­sage) from Atari_​Teenage_​Riot on Vimeo.

Ohne Video:
http://​sound​cloud​.com/​a​l​e​c​_​e​m​p​i​r​e​/​a​t​a​r​i​-​t​e​e​n​a​g​e​-​r​i​o​t​-​b​l​o​o​d​-​in-my.

„‘Blood In My Eyes’ fea­tures Nic Endo on lead vocal. She speaks out for the mul­ti­tude of women who have become the vic­tims of human traf­fi­cking, their sexua­lity exploi­ted for finan­cial gain right under the gaze of the inef­fec­tual govern­ments of the self-​​proclaimed civi­li­sed west. Nic, wholly in tune with her trade­mark Japa­nese face-​​paint depic­ting “Resis­tance,” makes her point in the ini­mita­ble Atari way. ‘Blood In My Eyes’ is a rive­ting elec­tro­nic punk rock dia­tribe, pay­ing homage to the femi­nine retri­bu­tive sub­texts espou­sed by cult films like ‘Kill Bill’1 nd hea­vily cen­so­red French art-​​house offe­ring, ‘Baise-​​Moi.’2 Nic expounds a cau­tio­nary tale, aler­ting us that all who stand by and do not­hing share the guilt.“ (Alex Empire – Fuß­no­ten hin­zu­ge­fügt).

Vgl. auch: http://​maed​chen​mann​schaft​.net/​a​u​g​e​-​u​m​-​a​u​g​e​-​z​a​h​n​-​u​m​-​zahn/.

  1. „Die Braut erwacht mit­ten in der Nacht im Kran­ken­haus. Sie tas­tet sich ab, ver­sucht sich zu erin­nern und zu ori­en­tie­ren und merkt, dass sie nicht mehr schwan­ger ist. Einer der Pfle­ger nähert sich dem Zim­mer; er bringt einen Besu­cher mit, dem er die komatöse Pati­en­tin stun­den­weise als Ver­ge­wal­ti­gungs­op­fer ver­mie­tet. Kiddo schafft es, beide nach­ein­an­der zu töten. Sie nimmt die Auto­schlüs­sel des Pfle­gers und flüch­tet sich trotz ihrer durch die lange Bett­lä­ge­rig­keit gelähm­ten Beine aus der Sta­tion in des­sen Auto. Hier ver­sucht sie ihre Beweg­lich­keit wie­der­zu­er­lan­gen.“ (Wiki­pe­dia) [zurück]
  2. „Nach­dem Manu von meh­re­ren Män­nern ver­ge­wal­tigt wurde, beschul­digt ihr Bru­der sie, die Schuld hier­für selbst zu tra­gen. Es kommt zu einem Streit, in des­sen Ver­lauf Manu ihren Bru­der erschießt und schließ­lich die Flucht ergreift. Zur glei­chen Zeit wird Nadine Zeu­gin, wie ihr Freund von kon­kur­rie­ren­den Dro­gen­dea­lern erschos­sen wird; auch sie beschließt zu flie­hen. Auf ihrer Flucht vor der Ver­gan­gen­heit, dem Gesche­he­nen und ihrem Leben tref­fen die bei­den Frauen auf­ein­an­der und beschlie­ßen, zusam­men aus­zu­bre­chen und durch Frank­reich zu zie­hen. […]. Sie steh­len ein Auto, über­fah­ren den Besit­zer und machen von nun an den ver­schie­dens­ten Män­nern gezielte Avan­cen, ver­füh­ren sie zum Sex, um sie anschlie­ßend vol­ler Hass umzu­brin­gen.“ (Wiki­pe­dia) [zurück]

Von mir im neuen AK: Feministische queer-Kritik

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ak – ana­lyse & kri­tik – zei­tung für linke Debatte und Pra­xis Nr. 563 v. 19.08.2011:

Reden wie der Main­stream. Für eine femi­nis­ti­sche Kri­tik an quee­rer Poli­tik (S. 12)
http://www.akweb.de///////ak_s/ak563/index.htm.

(Die Über­schrift wurde von der Redak­tion modi­fi­ziert: Der neue Haupt­ti­tel trifft es sehr gut. Danke! Der neue Unter­ti­tel ist nur wenig anders als mein alter Haupt­ti­tel. – Die gedruckte Zei­tung habe ich nun also auch in der Hand.)

AK-​​Verkaufsstellen: http://www.akweb.de///////bula/.

Diskussion zwischen Schweizer und deutschen Feministinnen (1990)

Ich doku­men­tiere im Fol­gen­den zwei Texte, die im Nov. 1990 in der radi­kal Nr. 141, Teil I erschie­nen –
► zum einen: Schwei­zer Femi­nis­tin­nen,
Ein Stein in der Sonne (S. 6 – 10) (= ein Brief an die Gefan­gene aus der RAF, Eva Haule, und die Gefan­gene aus dem anti­im­pe­ria­lis­ti­schen Wider­stand, Gisela Dutzi)
► und zum ande­ren: eine Stel­lung­nahme von „Frauen aus der
radi­kal“ dazu (S. 10 – 14).
Beide Texte wurde – unter leich­ten Kür­zun­gen, die hier über­nom­men wer­den – 1994/​95 in den bei­den Auf­la­gen der fol­gen­den Bro­schüre nach­ge­druckt:
Bro­schü­ren­gruppe in Zusam­men­ar­beit mit dem ASTA-​​FU sowie Frigga Haug, Wolf­gang Fritz Haug, Wolf Die­ter Narr, Uwe Wesel, Harald Wolf (Hg.)
Für eine neue revo­lu­tio­näre Pra­xis.
Triple opp­res­sion & bewaff­ne­ter Kampf.
Eine Doku­men­ta­tion von anti­im­pe­ria­lis­ti­schen, femi­nis­ti­schen, kom­mu­nis­ti­schen Bei­trä­gen zur Debatte über die Neu­be­stim­mung revo­lu­tio­nä­rer Poli­tik 1986-​​1993

Selbst­ver­lag: Ber­lin, 1. Aufl. 1994, 2. Aufl. 1995, 66 – 70 und 70 – 74.

Ein Stein in der Sonne

Femi­nis­mus ist der Klas­sen­kampf von ganz unten gegen das ganze Sys­tem

Liebe Eva und Gisel,

[…] Wir sagen Nein zum schein­bar so basis­de­mo­kra­ti­schen „alle gleich­zei­tig voran“, weil es immer auf die selbst­mör­de­ri­sche Illu­sion hin­aus­läuft, der Sieg über die aus­ge­zeich­net vor­be­rei­te­ten, feind­li­chen Kräfte könne ein spon­ta­ner Akt nicht-​​vorbereiteter Mas­sen sein. Wir hal­ten daran fest, daß ein Teil der Klasse (eine „Avant-​​Garde“!) den Kampf um die Macht in nicht-​​revolutionärer Periode vor­be­rei­ten muß, und daß der bewaff­nete Kampf zugleich die wirk­samste Form der poli­ti­schen Pro­pa­ganda in nicht-​​revolutionärer Periode ist. All diese Tat­sa­chen wer­den nicht dadurch außer Kraft gesetzt, daß das der Situa­tion ange­mes­sene, tech­no­lo­gi­sche Niveau heute in der Schweiz tief ist. Ent­schei­dend ist das bewußte und gezielte Vor­an­trei­ben.

Nach­dem Ihr nun aber so klar und offen zum Femi­nis­mus Stel­lung genom­men habt, wol­len wir als Femi­nis­tin­nen ebenso klar und offen Stel­lung neh­men. Wir müs­sen dazu etwas aus­ho­len.

Das impe­ria­lis­ti­sche Patri­ar­chat und seine aktu­el­len Pro­jekte

Das Sys­tem – wir nen­nen es impe­ria­lis­ti­sches Patri­ar­chat – beruht auf der Aus­beu­tung und Gewalt gegen Frauen welt­weit. Alle ein­zel­nen Pro­jekte sind Angriffe gegen Frauen, die neben und in gerin­ge­rem Maß auch Män­ner tref­fen.

„im kampf der frauen wird ein zen­tra­ler nerv des herr­schen­den sys­tems frei­ge­legt“, schreibt Ihr. Wir mei­nen, da unter­treibt Ihr maß­los: Frauen leis­ten kon­ser­va­tiv geschätzt (durch die UNO) welt­weit 2/​3 der gesell­schaft­li­chen Arbeit und bekom­men dafür 1/​10 der direk­ten oder indi­rek­ten Lohn­ein­kom­men. Dabei ist gesell­schaft­lich not­wen­dige Arbeit wie Schwan­ger­schaft, Geburt, Stil­len, Ver­hü­tung, Abtrei­bung, emo­tio­nale und sexu­elle Dienste noch nicht ein­mal mit­ge­rech­net. Frau­en­ar­beit ist der Nerv des Sys­tems! (mehr…)

Von der Philosophie zur Politik

Noch mal zu Post­mo­derne und Leni­nis­mus –

oder: Ant­wort1 auf das „Quietscheentchen“-Papier (SIBS v. 28.7.)

Die­ser wie folgt geglie­derte Text wird ab mor­gen Mit­tag im „Arsch hoch“-blog zur Organisierungs-​​ und Pro­gramm­de­batte zur Ver­fü­gung ste­hen: http://​arsch​hoch​.blog​sport​.de/​2​0​1​1​/​0​8​/​2​0​/​v​o​n​-​d​e​r​-​p​h​i​l​o​s​o​p​h​i​e​-​z​u​r​-​p​o​l​itik/.

Über­blick:

I. Von der ‚post­mo­der­nen’ Phi­lo­so­phie …

1. His­to­ri­scher Mate­ria­lis­mus und idea­lis­ti­sche Geschichts­phi­lo­so­phie
2. Die Frage nach dem Gehalt von Theo­rie
3. Begriff und Wirk­lich­keit
4. Die Ver­nunft, die Macht und der Irra­tio­na­lis­mus
5. Wert­kri­tik und Post­mo­derne

II. … zum his­to­ri­schen Mate­ria­lis­mus …

1. sex und gen­der
2. Vom wis­sen­schaft­li­chen und poli­ti­schen Nut­zen der De-​​Konstruktion
3. Haupt­wi­der­sprü­che, Neben­wi­der­sprü­che, Grund­wi­der­sprü­che – und die Per­spek­ti­ven einer Welt­re­vo­lu­tion

III. … zur revo­lu­tio­nä­ren Orga­ni­sie­rung

1. Für revo­lu­tio­näre Poli­tik ohne geschichts­phi­lo­so­phi­sche Durch­hal­te­pa­ro­len
2. Selbst­kri­ti­sches zum Zeit­plan
3. Arbeits­kon­fe­renz, Debat­ten­ver­lauf und Spek­tren­er­wei­te­rung

Von mir im neuen AK: Feministische queer-Kritik

ak – ana­lyse & kri­tik – zei­tung für linke Debatte und Pra­xis Nr. 563 v. 19.08.2011:

Reden wie der Main­stream. Für eine femi­nis­ti­sche Kri­tik an quee­rer Poli­tik (S. 12)

http://www.akweb.de///////ak_s/ak563/index.htm.

(Die Über­schrift wurde von der Redak­tion modi­fi­ziert: Der neue Haupt­ti­tel trifft es sehr gut. Danke! Der neue Unter­ti­tel ist nur wenig anders als mein alter Haupt­ti­tel. – Die gedruckte Zei­tung habe ich noch nicht gese­hen.)

AK-​​Verkaufsstellen: http://www.akweb.de///////bula/.

Slutwalk – noch eine Antwort auf Kritik an unserem Transpi

Ant­wort auf einen per­si­flie­ren­den Kom­men­tar bei lesa­rion1

Also – neuer Ver­such:

Wir leben in einem Sys­tem, das – unter Beru­fung auf die Bio­lo­gie, die aber selbst gar nicht so ein­deu­tig binär ist, wie der Gesetz­ge­ber behaup­tet und der All­tags­ver­stand meint2 – alle Indi­vi­duen einem von zwei Geschlech­tern zuord­net. Die binäre Zwei­ge­schlecht­lich­keit wird durch die­sen Zuord­nungs­pro­zeß über­haupt erst geschaf­fen.

Der Zuord­nungs­vor­gang geht zugleich mit der unglei­chen Zuwei­sung von Arbeit, Ein­kom­men, Lebens­qua­li­tät und Ver­hal­tens­an­for­de­run­gen (beim Sex, auf Arbeit, auf dem Sport­platz, beim Poli­tik machen, beim Kon­zert­be­such etc.) ein­her. Dies ist der gesell­schaft­lich ‚Sinn’ jener Zuord­nung aller Indi­vi­duen zu einem von zwei Geschlech­tern. (Ob die Leute blaue oder grüne Augen haben, ist dage­gen unter heu­ti­gen gesell­schaft­li­chen Ver­hält­nis­sen egal.)

++ Eine ‚rich­tige Frau zu sein’, heißt nicht, eine Vulva und xx-​​Chromosomen zu haben, son­dern die für Frauen gel­ten­den Zuwei­sun­gen hin­zu­neh­men und die ent­spre­chen­den Ver­hal­tens­an­for­de­run­gen zu erfül­len. Ande­ren­falls ist sie eine „Schlampe“, ein „Mann­weib“ oder ähnli­ches.
++ Und: Ein ‚rich­ti­ger Mann zu sein’, heißt nicht einen Schwanz und xy-​​Chromosomen zu haben, son­dern die für Män­ner gel­ten­den Zuwei­sun­gen zu genie­ßen und sich gemäß der ent­spre­chen­den Ver­hal­tens­re­geln zu ver­hal­ten. Ande­ren­falls ist er ein „Weichei“, „schwul“ (auch wenn er noch nie mit einem Mann Sex hatte und auch nie­mals haben will) oder ähnli­ches.

Kon­kret erfol­gen jene unglei­chen Zuwei­sun­gen in der Weise, daß Män­ner das herr­schende und aus­beu­tende Geschlecht und Frauen das beherrschte und aus­ge­beu­tete Geschlecht sind. (mehr…)

Nicht mit Ruhm bekleckert – linke, antideutsche und antiimperialistische Berichterstattung über die Slutwalks

Neben vie­len ande­ren berich­ten auch die Mei­nungs­füh­re­rin­nen des ‚anti­deut­schen’ Spek­trums, die Ham­bur­ger Zeit­schrift Kon­kret, sowie des ‚antt­im­pe­ria­lis­ti­schen’ Spek­trums, die Ber­li­ner Zei­tung junge Welt, über die Slut­walks. Beide Berichte zei­gen wie­der ein­mal, daß das Ver­hält­nis zwi­schen vie­len Lin­ken und dem Femi­nis­mus mit „unglück­li­cher Ehe“ (so die For­mu­lie­rung im Titel eines bekann­ten Auf­sat­zes und Sam­mel­ban­des von der Wende von den 70er zu den 80er Jah­ren) noch euphe­mis­tisch umschrie­ben ist.

junge Welt – eine schlechte Lese­rin

Die junge Welt scheint den Slutwalk-​​Aufruf schlecht gele­sen zu haben – oder ist der Ein­fach­heit hal­ber der main­stream-Presse auf den Leim gegan­gen sein: „Für den mor­gi­gen Sams­tag sind in meh­re­ren deut­schen Städ­ten ‚Schlam­pen­mär­sche’ geplant. Auch hier wol­len sich die Teil­neh­me­rin­nen bewußt sexy klei­den und dabei deut­lich machen, daß dies kein Frei­brief für sexu­elle Überg­riffe ist.“ –
Es gab aber bei den Slut­walks gar kei­nen dress code: „Bei der Slut­Walk Bewe­gung geht es nicht darum, end­lich mal halb­nackt durch die Stadt lau­fen zu dür­fen. Es geht darum, Men­schen nicht die Schuld an sexu­el­len Überg­rif­fen zu geben – selbst wenn sie halb­nackt durch die Stadt lau­fen. Es geht darum, sich ein Klima zu erkämp­fen, in dem ein selbst­be­stimm­tes Leben hin­sicht­lich Kör­per, Begeh­ren, Aus­se­hen, Sexua­li­tät und Geschlecht mög­lich ist.“ (http://​slut​walk​ham​burg​.blog​sport​.de/faq/)1

Nach dem die Slut­walks in jener Weise falsch ein­ge­führt wur­den, wer­den dann aus­gie­big kri­ti­sche Stel­lung­nah­men von Ver­tre­te­rin­nen der par­la­men­ta­ri­schen Lin­ken zitiert – die auf der Grund­lage der Falsch­dar­stel­lung der Slut­walks, als auf sexy Klei­dung fixiert, irgend­wie plau­si­bel klingt:
„Zu viele Frauen seien es, [so die Grüne Kat­rin Röni­cke] die ‚sich selbst seit Jahr­zehn­ten bekrie­gen (mit Hun­gern, Essen, stän­di­ger Arbeit am Kör­per, oder: indem sie eben­die­sen ver­ste­cken, aus Angst)’, […]. ‚Im Grunde wol­len wir alle, daß das auf­hört. Wir haben nur noch nicht begrif­fen, daß wir dafür mehr tun müs­sen, als auf Slut­walks zu gehen und Schön­wet­ter­re­den zu schwin­gen.’“ – Genau darum (Schön­heits­nor­men und Schlank­heits­dik­tate) geht es aller­dings bei dem in dem Slutwalk-​​Aufruf erwähn­ten: „selbstbestimmte[n] Leben hin­sicht­lich Kör­per, Begeh­ren, Aus­se­hen“.
Auch bei dem Soli­kon­zert am Don­ners­tag vori­ger Woche (11.08.2011) für den Ber­li­ner Slut­walk gab es von der Rap­pe­rin Sookee ein Stück gegen von der Wer­bung dik­tierte Schön­heits­nor­men („Wel­che Wer­bung sagt Dir, dass Du nicht schön bist?“ [11 /​/​ MIL­ADY] – aller­dings eine deut­lich andere Ver­sion, wenn ich mich recht erin­nere) und eines der Trans­pis, das dort hing lau­tete: „Kurze Röcke, fette Bässe, Macker krie­gen auf die Fresse“ – dage­gen dürfte das ganze grüne Kon­zept von „Geschlech­ter­de­mo­kra­tie“ (und auch das der Links­par­tei von „Geschlech­ter­ge­rech­tig­keit“) und jede grüne Rede zum Geschlech­ter­ver­hält­nis seit Verena Krie­ger nicht mehr Bun­des­spre­che­rin der Grü­nen ist (was mehr als 15 Jahre her ist), eine ein­zige end­lose „Schön­wet­ter­rede“ sein.


(Quelle: http://​matt​wil​cox​.info/​d​e​m​o​s​/​i​n​s​t​a​g​r​a​m​-​a​t​o​m​-​f​e​e​d​/​?​h​a​s​h​t​a​g​=​s​l​u​twalk)

Bericht­er­stat­tung sollte stim­men – und nicht so selek­tiv sein, daß am Ende aus­ge­rech­net die Kri­tik der Ver­ei­nig­ten Par­la­men­ta­ri­schen Lin­ken von JuSos über Grü­nen bis Links­par­tei an einer außer­par­la­men­ta­ri­schen Aktion als berech­tigt erscheint. – Is doch sonst auch nicht gerade die Linie jun­gen Welt, oder? –

Kon­kret: Lust­ge­winn durch Läs­te­rei

Die Auto­rin des – bereits vor den Slut­walks erschie­ne­nen – Kon­kret-Arti­kel wird wie folgt vor­ge­stellt: „war Mit­or­ga­ni­sa­to­rin des Ber­li­ner Slut­walks“. – Anschei­nend war sie bei ein paar Vor­be­rei­tungs­tref­fen, um Noti­zen für ein paar läs­ternde Bemer­kun­gen in dem Arti­kel zu machen: (mehr…)

Unser Transpi in Bewegung

(Quelle: http://​www​.youtube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​y​Z​V​Y​O​q​VpSmc [1:32 bis 1:35 Min.])

Ein Symptom mit seiner Ursache bekämpfen? – Slutwalks und Perspektiven des Feminismus

[Der fol­gende Text als .pdf-​​Datei (2 Sei­ten)]

In der taz von heute wer­den zwei Teil­neh­me­rin­nen des Ber­li­ner Slut­walks zitiert. Sie machen deut­lich, daß die Slut­walks nicht nur eine Ein-​​Punkt-​​Bewegungen sind, son­dern daß es um weit mehr geht. Die taz schreibt: „Die Kunstgeschichts-​​ und die Tier­me­di­zin­stu­den­tin wol­len aber nicht nur für die ursprüng­li­che Idee des Schlam­pen­mar­sches – das Recht auf selbst­be­stimmte Klei­dungs­wahl, ohne im Falle einer demü­ti­gen­den Anma­che oder einer Ver­ge­wal­ti­gung dafür ver­ant­wort­lich gemacht zu wer­den – demons­trie­ren. Sie pro­tes­tie­ren auch, weil sich bei den Frauen ihrer Gene­ra­tion wie­der ein Gefühl von ‚Heim an den Herd’ breit­ma­che. Sie berich­ten von Alters­ge­nos­sin­nen, die ‚ein­fach nur gehei­ra­tet wer­den’ wol­len, und über ihr Unver­ständ­nis dar­über. […]. Es sei ‚eine Kata­stro­phe’, dass Frauen bei glei­cher Qua­li­fi­ka­tion in Deutsch­land immer noch weni­ger ver­die­nen und die junge Gene­ra­tion das ein­fach so hin­nehme oder sich aus Resi­gna­tion wie­der in die Hausfrauen-​​ und Mut­ter­rolle flüchte.“
Auch in der ARD-​​Kultursendung „titel, the­sen, tem­pra­mente“ sprach ges­tern Abend eine Teil­neh­me­rin von einem back­lash, der zu ver­zeich­nen sei.
Mit die­sen hell­sich­ti­gen Lage­ana­lyse kon­tras­tiert aber ein ande­res in dem taz-Arti­kel ange­führ­tes Zita­tes der bei­den Demo-​​Teilnehmerinnen: „‚Die­ser Män­ner­hass ist total über­holt, […]’, sagt Annika […].“

Wieso ist denn nun aber der „Män­ner­hass“ über­holt, wenn gleich­zei­tig gese­hen wird, daß sich das Patri­ar­chat ver­schärft? – Letz­te­res kann doch logi­scher­weise nur zwei Gründe haben:
► Ent­we­der sind ‚die Män­ner’ heute ‚schlim­mer’ als vor – sagen wir – 20 Jah­ren. Warum sollte dann aber „Män­ner­hass“ fehlt am Platze sein (außer, daß anzu­mer­ken ist, daß auch ein­zelne Män­ner nichts als große geschichts­mäch­tige SUB­JEKTE, son­dern als Trä­ger gesell­schaft­li­cher Struk­tu­ren han­deln)?
► Oder aber ‚die Frauen’ waren in der letz­ten – sagen wir – 15 Jah­ren zu nach­gie­big. Auch dann liegt es alles andere als nahe, zum x-​​Male zu beteu­ern, daß Femi­nis­mus doch nicht mit „Män­ner­haß“ zu tun habe, wie es in eben die­sen 15 Jahre zur Standard-​​Floskel von neo­li­be­ra­lem „gen­der main­strea­ming“, grü­ner „Geschlech­ter­de­mo­kra­tie“, links­par­tei­li­cher „Geschlech­ter­ge­rech­tig­keit“ und sog. „queer-​​Feminismus“ wurde.

Auch, wenn es ana­ly­tisch und poli­tisch zu begrü­ßen1 ist, daß in den 90er Jahre (mehr…)

Antworten auf Kritik

Der indymedia-​​Bericht über unsere Transpi-​​ und Flugi-Aktion beim Ber­li­ner Stut­walk löste – neben kru­der Pöbe­lei (siehe dazu dort) – einige ernst­hafte Ein­wände und Beden­ken gegen unsere Parole von der ‚Abschaf­fung der Män­ner‘ aus. Der bes­se­ren Les­bar­keit und Über­sicht­lich­keit wegen wer­den hier im fol­gen­den die sich direkt auf ein­an­der bezie­hen­de­nen indymedia-“Ergänzungen“ (Kom­men­tare) direkt gegen­über­ge­stellt und zwar zu fol­gen­den The­men:

Nur Män­ner abschaf­fen? – Oder: Alle Geschlech­ter abschaf­fen?
Zum Ver­hält­nis von ‚Männ­lich­keit’ und ‚Mann­sein’
Ver­ständ­nis­schwie­rig­kei­ten und Erklä­rungs­ver­su­che (evtl. bie­tet es sich an, die Lek­türe mit die­ser Dis­kus­sion zu begin­nen, statt der Chro­no­lo­gie der Kri­ti­ken zu fol­gen)
Wes­sen „dog­ma­ti­sche Eng­stir­nig­keit“?
Har­tes Fak­tum „Mut­ter­milch“?

Wie revolutionär und provozierend ‚darf‘ Feminismus sein?

Revolution

konsequent & radikal

„Kurze Röcke, fette Bässe, Macker krie­gen auf die Fresse“:
http://​www​.flickr​.com/​p​h​o​t​o​s​/​p​m​_​c​h​e​u​n​g​/​6​0​3​9​7​9​2​9​3​9​/​i​n​/​s​e​t​-​7​2​1​5​7​6​2​7​3​0​2​6​6​4367/

Männer abschaffen
vgl. dazu den Bericht: http://​de​.indy​me​dia​.org/​2​0​1​1​/​0​8​/​3​1​3​9​3​5​.​shtml. (mehr…)

Aktions- und Demobericht (Slutwalk Berlin): ‚umgedrehter Sexismus’?

bei indy­me­dia erschie­nen:

http://​de​.indy​me​dia​.org/​2​0​1​1​/​0​8​/​3​1​3​9​3​5​.​shtml.

Für die­je­ni­gen, die bezwei­feln, daß wir immer noch in einem Patri­ar­chat leben – was der indymedia-​​Stammtisch dazu zu sag­ten hat(te) (vie­les wurde zurecht von den Mods zurecht gelöscht – warum der Kom­men­tar vom 14.08.2011; 00:17 h dage­gen ste­hen­blieb [die Slut­walks sind doch eine deut­li­che Ant­wort auf die dor­tige rhe­to­ri­sche Frage], erschließt sich mir dage­gen nicht so rich­tig):

[Nach­träg­li­che Zwi­schen­be­mer­kung:
Eine bebil­derte Kri­tik der Medi­en­be­richt­er­stat­tung über die Slut­walks fin­det sich dort:
https://​puz​zles​tu​ecke​.word​press​.com/​2​0​1​1​/​0​8​/​1​4​/​s​l​u​t​w​a​l​k​-​b​e​r​l​i​n​-​1​-​e​i​n​d​ruck/
]

Trig­ger-War­nung: (mehr…)

Schlampen contra Patriarchat

HEUTE Slut­walks in 7 BRD-​​ Städ­ten

(mehr…)

Low End Modells: not maybe



http://​lowend​mo​dels​.de/​m​p​3​/​0​6​_​n​o​t​_​m​a​y​b​e.mp3

„look around you all over the world there are women in pri­son women in jail while men are free look around you all over the world there are women in pri­son women in jail while men are free look around you all over the world there are women in pri­son women in jail while men are free abu­sin’ men rai­pin’ men hit­tin’ men vio­lent men
after long long long long years she tried to stop him now she’s in jail he’s still free near her little sis­ter near her little bro­ther near the little daugh­ter of the neigh­bours he’s still free
who don’t know any abu­sin’ men
who don’t know any rai­pin’ men
who don’t know any hit­tin’ men
who don’t know any vio­lent men
maybe your bro­ther
maybe your father
maybe your uncle
maybe your grandpa
maybe your neigh­bour
maybe your teacher
maybe your hus­band
maybe your lover
don’t stop the fight it feels much bet­ter than only suf­fe­ring don’t stop the fight you make a change
don’t stop the fight it feels much bet­ter than only suf­fe­ring don’t stop the fight you make a change“

http://​lowend​mo​dels​.de/​d​e​/​l​e​m​_​t​e​x​t.htm

Wei­tere Infos zur Band: http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​1​/​0​6​/​2​2​/​t​o​-​w​h​o​m​-​i​t​-​c​o​n​c​e​r​n​s​-​a​l​s​-​q​u​e​e​r​-​n​o​c​h​-​r​e​v​o​l​u​t​i​o​n​a​e​r​-​a​g​g​r​e​s​s​i​v​-​u​n​d​-​m​a​e​n​n​e​r​f​e​i​n​d​l​i​c​h​-​w​a​r​-​u​n​d​-​s​e​i​n​-​d​u​rfte/.

Die ‚Leseanleitung‘ zu den Transpis

Die ‚Lese­an­lei­tung‘ zu den bei­den Trans­pis („Ver­ge­wal­ti­gen ist männ­li­ches doing gen­der“ /​ „Geschlech­ter abschaf­fen – Män­ner zuerst abschaf­fen.“) ist jetzt auch gedruckt: .pdf-​​Datei. (Am Text des Ent­wur­fes1 hat sich nichts Rele­van­tes mehr geän­dert; zum Ein­fü­gen der Transpi-​​Fotos reichte die Zeit auch nicht mehr – aber lila­ner ist die end­gül­tige Fas­sung immer­hin gewor­den…)
Treff­punkt: 14:45 h, vor DGB-​​Haus [obwohl wir durch­aus nicht nur für den Geschlechter-​​, son­dern auch für den Klas­sen­kampf etwas übrig haben: nicht ganz ohne Hin­ter­sinn ;-)], Kleist-​​/​Keithstraße.
Wir wer­den uns dann – wie uns das für eine gemischte Gruppe bei einer femi­nis­ti­schen Demo ange­mes­sen erscheint – in den hin­te­ren Bereich der Demo ein­rei­hen.
Weil wir noch Farbe und Stoff übrig hat­ten, ist außer­dem ein drit­tes Tran­spi fast fer­tig: „Schlam­pen con­tra Patri­ar­chat.“ – Falls wel­che Sams­tag­mit­tag noch kurz­fris­tig etwas Malen wol­len, hät­ten wir sogar immer noch Stoff und lila Farbe zu spen­den.
Bei lesa­rion hat sich mitt­ler­weile eine umfang­rei­che Dis­kus­sion zu den Transpi-​​Texten ent­wi­ckelt:
http://​de​.lesa​rion​.com/​f​o​r​u​m​/​f​o​r​u​m​_​a​n​t​w​o​r​t​_​v​e​r​3​.​p​h​p​?​b​l​o​c​k​=​1​&​a​m​p​;​i​d​=​3​14032.

  1. http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​1​/​0​8​/​0​8​/​n​a​c​h​-​v​o​r​n​e​-​z​u​r​u​e​c​k​-​z​u​-​e​i​n​e​m​-​k​a​e​m​p​f​e​r​i​s​c​h​e​n​-​f​e​m​i​n​i​smus/ [zurück]