Org.-Debatte: Des Genossen Meinhard Creydt intellektueller und polemischer Overkill

Unter o.g. Über­schrift erschien ges­tern ein wei­te­rer Text von mir bei scharf-​​links:

http://​www​.scharf​-links​.de/​4​8​.​0​.​h​t​m​l​?​&​a​m​p​;​t​x​_​t​t​n​e​w​s​[​t​t​_​n​e​w​s​]​=​1​7​4​5​3​&​a​m​p​;​t​x​_​t​t​n​e​w​s​[​b​a​c​k​P​i​d​]​=​5​6​&​a​m​p​;​c​H​a​s​h​=​e​d​6​c​0​b5e9f.

Der Text nimmt Bezug auf die Texte von Mein­hard Creydt:

Volun­ta­ris­mus und Mate­ria­lis­mus in der Lin­ken (04.07.2011)
und
Links­ra­di­ka­lau­ernde Hei­mat­ver­trie­bene auf der Suche nach ihrem Plätz­chen im Par­al­lel­uni­ver­sum (11.07.2011).

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MisterWong.DE
  • PDF
  • Tumblr
  • Wikio
Wikio

17 Antworten auf „Org.-Debatte: Des Genossen Meinhard Creydt intellektueller und polemischer Overkill“


  1. 1 Genosse 17. Juli 2011 um 12:30 Uhr

    „Die kleinen linken Organisationen kennen Gründe für ihre jeweilige Sonderexistenz oder Daseinsberechtigung. Unsere Einheitsstifter aber zeigen sich über diese Gründe erhaben. Sie „lösen“ Probleme, indem sie von ihnen absehen.“

    und

    „Prütz und Schilwa als Vertreter einer falschen und gescheiterten Politiksimulation (zuletzt in BASG, WASG, PDS, Schilwa auch noch in der SAV) sollten erstmal ihre Fehler aufarbeiten und nicht unbekümmert neuen Unsinn treiben“

    trifft doch völlig ins Schwarze.

  2. 2 TaP 17. Juli 2011 um 13:44 Uhr

    In welches Schwarze?

    Zum zweiten Zitat:

    Wenn ich recht verstehe, lautet der jetzige Vorschlag von Prütz & Co., eine Organisation mit revolutionären politischen Positionen zu gründen. Das ist doch politisch von vornherein etwas anderes als WASG, PDS usw.; und es stellt auch höhere theoretische Anforderungen – ob die erfüllt werden, wird sich zeigen.
    Und: Was ist denn an der SAV so schrecklich – abgesehen davon, daß es mir wahrscheinlich nicht so einfach fallen dürfte, mich den GenossInnen auf eine gemeinsame Position zu Israel/Pälastina und zum Geschlechterverhältnis zu einigen?

    Und was ist an dem RSB, den Du nicht erwähnst, der in dem Kreis um Prütz und Schilwa wohl auch nicht vertreten ist, aber sich positiv zu dem Vorschlag geäußert hat, auszusetzen?

    Und zum ersten Zitat:

    Diesbzgl. hatte ich doch nun bei scharf-links geschrieben:

    „Klar, wenn die einen meinen würden, d[er] Aufstand stünde unmittelbar bevor und es gelte, zur allgemeinen Volksbewaffnung aufzurufen, und die anderen meinen würden, die Herrschaft der kapitalistischen Produktionsweise hätte gerade erst die historische Bühne betreten, sie müsse zu allererst erst einmal ausgiebig analysiert werden (Marx‘ „Kapital“ sei noch gar nicht geschrieben worden), bevor überhaupt irgendein Schritt politischer Praxis möglich sei, dann wäre die Bildung einer gemeinsamen Organisation unsinnig.
    Aber: Wenn sich die unterschiedlichen Positionen auf die Einschätzung von „Kronstadt“, auf die in den kapitalistischen Ländern während des II. Weltkrieges einzuschlagen gewesene politische Linie oder selbst auf den XX. Parteitag der KPdSU oder auch erst Aufnahme (vor rund 40 Jahren) und dann Einstellung (vor rund 20 Jahren) des bewaffneten Kampfes durch die RAF beziehen – sind das dann politische Differenzen, die eine gemeinsame Diskussion und gemeinsame politischen Praxis in den nächsten – sagen wir – 20 oder 50 Jahren ausschließen?“

    Was ist denn Dein Einwand dagegen?

    PS.:
    Hinweis auf weitere neue Beiträge zur Organisierungsdebatte:
    http://arschhoch.blogsport.de/2011/07/17/konfuses-gesuelze/

  3. 3 Genosse 17. Juli 2011 um 14:21 Uhr

    Ins „kleine Schwarze“ du Idiot. Du Super-Akademiker solltest doch den Begriff kennen und zeigst es anhand des zweiten Zitats auch. Also frag nicht so blöde. Sag lieber mal, warum das erste Zitat von Creydt Quatsch ist.

    Zum zweiten Zitat von Creydt:
    Ich glaube, da hast du den Gehalt nicht verstanden. Die Behauptung ist, dass Prütz und Co seit mittlerweile Jahrzehnten die GLEICHE Programmatik fahren – früher immer in „anderen/fremden“ Parteien und heute halt mit dem Versuch der Gründung einer neuen (aber noch durch Fusion mit anderen Organisationen). Die haben NIE kapiert, dass „revolutionäre Programmatik“ und Mitwirkung am bürgerlichen Politikbetrieb ein Widerspruch ist und dass der mangelhafte Erfolg des eigenen Entrismus in anderen Organisationen seine Gründe in dem Standpunkt des Patriotismus der Mitglieder dieser Organisationen hat. Das geht auch nicht auf: Man kann sich nicht an die Bürger einerseits anwanzen, um sie zu ködern und gleichzeitig die parlamentarische Demokratie als Sachwalter des Kapitalismus kritisieren. Dieser Widerspruch, der immer beim Oppurtunismus zugunsten der Bürger und der Demokratie gelandet ist, soll nun in einer eigenen Organisation fortgesetzt werden.

    Wenn Creydt das jedenfalls so meinte, ist ihm recht zu geben.

  4. 4 TaP 17. Juli 2011 um 14:36 Uhr

    @ Absatz 1:
    Mein Einwand war kein sprachlicher, sondern ein inhaltlicher: Meinhard scheint mir nicht das Zentrum der Zielscheibe, sondern bestfalls den äußersten weißen Rand getroffen zu haben.

    @ Absatz 2:

    „Prütz und Co seit mittlerweile Jahrzehnten die GLEICHE Programmatik fahren“

    Das müßte aber auch erst einmal nachgewiesen werden. Und selbst, wenn es so wäre, könnte es ja einfach so sein, daß die eine organisierungspolitische Strategie zu den Inhalten paßte und die andere nicht.
    Und die vermeintlich gleichgebliebenen Inhalte können ihrerseits falsch oder richtig sein.

    „Die haben NIE kapiert, dass ‚revolutionäre Programmatik‘ und Mitwirkung am bürgerlichen Politikbetrieb ein Widerspruch ist und dass der mangelhafte Erfolg des eigenen Entrismus in anderen Organisationen seine Gründe in dem Standpunkt des Patriotismus der Mitglieder dieser Organisationen hat.“

    Das hätte ich aber auch gerne mal genauer erklärt:

    -- Was meint hier genau „bürgerlichen Politikbetrieb“?
    Bei dem jetzigen Projekt geht es jedenfalls nicht um eine Parlamentspartei.
    Und jedenfalls Meinhard hat nichts prinzipiell gegen Parlamentspolitik:
    „Das Votum für nichtsubalterne Basispolitik schließt zuguterletzt nicht prinzipiell aus, daß Parlaments-beteiligung für emanzipatorische Kräfte etwas ‘bringen’. Vielmehr ist nach den Bedingungen der Möglichkeit dafür zu fragen, daß dies gelingt. Mit dem Fokus ‘nichtsubalterne Basispolitik’ ist nicht die Hilfe und Unterstützung aus Parteien ausgeschlossen. Es kommt auf einen politischen ‘Rohstoff’ an, der nicht hauptseitig ‘von oben’, von intelligenten Politikberatern und Organisationsspitzen künstlich hergestellt werden kann. Auch Denkfabrik- Diskurse (z.B. Crossover) oder mediale Präsenz können nicht die Beteiligung an Auseinandersetzungen und Bildungsarbeiten in Betrieben, gesellschaftlichen Arbeitsfeldern, Institutionen und Stadtteilen ersetzen. Hier geht es um spezifischere Lernprozesse und Kämpfe, Verknüpfungen und Trennungen als im wahlpolitischen unmittelbaren Verhältnis des Einzelnen zum Ganzen. [18] Erst wenn es einen Kern von über den Kapitalismus hinausweisenden Kräften, um nicht zu sagen: Kadern gibt, die ihre Standfestigkeit nicht mit Borniertheit erkaufen, erst dann, bei einer solchen Festigung eines nicht zu kleinen Kerns, erst dann kann überhaupt an Wahlbeteiligung gedacht werden.“
    (http://www.trend.infopartisan.net/trd0611/t400611.html)

    -- „Oppurtunismus zugunsten der Bürger und der Demokratie“ – was ist denn damit genau gemeint?

  5. 5 Genosse 17. Juli 2011 um 14:54 Uhr

    Sag doch einfach mal, was an dem Satz verkehrt ist, dass es Gründe gibt für die Trennung der Gruppen, von denen die Schöneberger einfach abstrahieren?

    „Das müßte aber auch erst einmal nachgewiesen werden. Und selbst, wenn es so wäre, könnte es ja einfach so sein, daß die eine organisierungspolitische Strategie zu den Inhalten paßte und die andere nicht.
    Und die vermeintlich gleichgebliebenen Inhalte können ihrerseits falsch oder richtig sein.“

    Nein, die organisationspolitische Strategie folgt dem eigenen Widerspruch: Einerseits Abschaffung des Kapitalismus unter gleichzeitigem Kampf um Verteilung von Geld in ihm. Dazu passt es genau so in bürgerlichen Linksparteien mitzumachen wie eine eigene Linkspartei zu gründen. Ein dem vorausgesetzter Inhalt setzt die Nichtbegriffenheit des Kaptitals und des Staats als dessen Sachwalter einerseits und des freiwilligen Mitmachens der Bürger aufgrund falscher Urteile über das Kapital und den Staat andererseits voraus und ist schon allein deswegen falsch.

    „Bei dem jetzigen Projekt geht es jedenfalls nicht um eine Parlamentspartei.“

    Das ging es bei den Grünen auch nicht, aber das folgt dem Inhalt und der ist auf Verbesserungsvorschläge demokratischer Gesetzgebung gerichtet. Wer meint, dass die Arbeiterinteressen (oder für dich noch die von den Frauen, den Queers und so zu) in dieser Ordnung schlecht bedient sind und es eigentlich nicht so sein müsste, der wird irgendwann eine Parlamentspartei werden müssen und so wars auch bei Prütz und Co immer. Und auch das Schöneberger Papier enthält genau diesen Idealismus.

    Ansonsten halte ich von Creydt nix, insofern kannst du mir nicht mit dessen übrigem Gesülz kommen. Ich fand nur die zwei Gedanken richtig.

    „„Oppurtunismus zugunsten der Bürger und der Demokratie“ – was ist denn damit genau gemeint?“

    Verzicht auf die Kritik der politischen Ökonomie – so rudimentär sie auch ist – zugunsten von „Politikfähigkeit“ in der Demokratie.

  6. 6 TaP 17. Juli 2011 um 15:23 Uhr

    „Sag doch einfach mal, was an dem Satz verkehrt ist, dass es Gründe gibt für die Trennung der Gruppen, von denen die Schöneberger einfach abstrahieren?“

    Erstens abstrahieren die Schöneberger nicht einfach (und Frank Braun und die anderen GenossInnen von der Sozialistischen Kooperation abstrahieren noch weniger), sondern sie nennen Gegengründe.

    Und 2.: Ein guter Grund für getrennte Gruppen wären unterschiedliche Einschätzungen hinsichtlich der heute relevanten gesellschaftlichen Konflikte und der darin zu vertretenen Forderungen. Ob es derartige Unterschiede innerhalb des für das Organisierungsprojekt ins Auge gefaßte Spektrum gibt, wird sich in der weiteren Debatte zeigen.
    Ein schlechter Grund für getrennte Gruppe in den Jahren 2011 ff. sind – wie gesagt – unterschiedliche Auffassungen zur Niederschlagung des Kronstädter Aufstandes oder zur Erschießung der GI Pimental durch die RAF.

    „die organisationspolitische Strategie folgt dem eigenen Widerspruch: Einerseits Abschaffung des Kapitalismus unter gleichzeitigem Kampf um Verteilung von Geld in ihm.“

    Was Du für einen „Widerspruch“ hälst, ist der Kernpunkt marxistischer und insb. leninistischer Strategie und Taktik:
    http://theoriealspraxis.blogsport.de/2009/09/03/lenin-antwort-der-antidemokratischen-aktion/.
    Aber auch Marx selbst hat nie bestritten, daß auch hier und heute um Reformforderungen innerhalb des Bestehenden zu kämpfen ist.

    „setzt die Nichtbegriffenheit des Kaptitals und des Staats als dessen Sachwalter einerseits und des freiwilligen Mitmachens der Bürger aufgrund falscher Urteile über das Kapital und den Staat andererseits voraus und ist schon allein deswegen falsch.“

    Beleg anhand des Textes der Schöneberger? Was schreiben Sie zu diesen Themen? Und was ist an diesen Äußerungen der Schöneberger falsch oder unzutreffend? Und wie sieht die Welt Deines Erachtens statt dessen aus?

    „Wer meint, dass die Arbeiterinteressen (oder für dich noch die von den Frauen, den Queers und so zu) in dieser Ordnung schlecht bedient sind und es eigentlich nicht so sein müsste, der wird irgendwann eine Parlamentspartei werden müssen und so wars auch bei Prütz und Co immer.“

    Nicht alles, was Du „schlecht bedient“ nennst, ist systemisch bedingt, sondern vieles Ergebnis konkreter gesellschaftlicher Kämpfe. Und ohne Erfolge in Kämpfe um ‚Kleines‘, werden erst recht keine erfolgreichen Kämpfe um das ‚Große und Ganze‘ geführt werden können.

    „Verzicht auf die Kritik der politischen Ökonomie – so rudimentär sie auch ist – zugunsten von ‚Politikfähigkeit‘ in der Demokratie.“

    Beleg anhand des Textes der Schöneberger? – Und selbst, wenn er sich finde ließe: Das Papier ist der Anfang, nicht das Ende einer Debatte.

  7. 7 Genosse 17. Juli 2011 um 16:00 Uhr

    „Erstens abstrahieren die Schöneberger nicht einfach (und Frank Braun und die anderen GenossInnen von der Sozialistischen Kooperation abstrahieren noch weniger), sondern sie nennen Gegengründe.“

    LOL, DAFÜR müssten sie erst mal die Gründe der getrennten Gruppierungen zur KENNTNIS nehmen, was sie aber nicht tun. Deshalb nennen sie auch keine Gegengründe, sondern formulieren nur das, was sie selbst seit Jahrzehnten betreiben auf Papier als Angebot. Kein Wunder, dass sich nur einige wenige darauf beziehen – eben die, die das teilen, was die Schöneberger seit Jahren machen – als wenn die anderen Antikapis da nur drauf gewartet hätten. Sollen die Schöneberger doch mal sagen, was sie in der Vergangenheit verkehrt gemacht haben und die aktuellen Gruppen verkehrt machen. Kein Wort davon im Papier.

    „Ein guter Grund für getrennte Gruppen wären unterschiedliche Einschätzungen hinsichtlich der heute relevanten gesellschaftlichen Konflikte und der darin zu vertretenen Forderungen. Ob es derartige Unterschiede innerhalb des für das Organisierungsprojekt ins Auge gefaßte Spektrum gibt, wird sich in der weiteren Debatte zeigen.
    Ein schlechter Grund für getrennte Gruppe in den Jahren 2011 ff. sind – wie gesagt – unterschiedliche Auffassungen zur Niederschlagung des Kronstädter Aufstandes oder zur Erschießung der GI Pimental durch die RAF.“

    Ja, letzteres ist wirklich blöde und diese Bekenntnistrottel ignoriert man auch besser, weil die nun gar kein Interesse mehr an Kritik der Gesellschaft haben. „Einschätzungen hinsichtlich der heute relevanten gesellschaftlichen Konflikte und der darin zu vertretenen Forderungen“ überlässt man am besten den Linkssoziologen vom Argumentverlag und ist kein Gegenstand sozialistischer Kritik der Gesellschaft. Das kann doch alles sein, sogar der Konflikt der Neonazis mit dem demokratischen Staatsschutz.
    Soll man sich doch erst mal klar werden, was die Kritik am Kapital IST – das ist alles schon so egal bei den Praktizisten um Prütz oder dir. Hauptsache antikapitalistische Organisation – na endlich!. Als wenn die linke Welt nur auf so Heilsbringer wartet.
    Dabei liegt gerade dort die Differenz zu anderen Gruppen – in der Kritik der kapitalistischen Ordnung. Vielleicht fällt Euch das mal auf?

    „Was Du für einen „Widerspruch“ hälst, ist der Kernpunkt marxistischer und insb. leninistischer Strategie und Taktik:
    http://theoriealspraxis.blogsport.de/2009/09/03/lenin-antwort-der-antidemokratischen-aktion/.
    Aber auch Marx selbst hat nie bestritten, daß auch hier und heute um Reformforderungen innerhalb des Bestehenden zu kämpfen ist.“

    Das überzeugt! Marx und Lenin genannt … kein Wunder, dass sich niemand für Euch interessiert, bei solchem Autoritätsgedusel.

  8. 8 TaP 17. Juli 2011 um 17:22 Uhr

    „Sollen die Schöneberger doch mal sagen, was sie in der Vergangenheit verkehrt gemacht haben und die aktuellen Gruppen verkehrt machen. Kein Wort davon im Papier.“

    Dann sag Du doch etwas dazu! Ist ja nicht so, daß diese Fragestellung von vornherein aus der Debatte ausgeschlossen wäre.
    Und: Wer/welche heute die Gründung einer Organisation neben der Linkspartei vorschlägt, scheint den ggf. bisher praktizierten Linkspartei-Entrismus (jedenfalls mittlerweile) für problematisch zu halten.

    „‚Einschätzungen hinsichtlich der heute relevanten gesellschaftlichen Konflikte und der darin zu vertretenen Forderungen‘ überlässt man am besten den Linkssoziologen vom Argumentverlag und ist kein Gegenstand sozialistischer Kritik der Gesellschaft. Das kann doch alles sein, sogar der Konflikt der Neonazis mit dem demokratischen Staatsschutz.“

    Es gibt keine politische Kritik der bestehenden gesellschaftliche Verhältnisse, die sich nicht auf die in dieser Gesellschaft bestehenden Konflikte bezieht. Freilich kommt es darauf an, wie in diesen Konflikten Partei ergrifen wird. Dafür sind sich allerdings Leute, die politische Kritik mit ‚Analyse + bloße Meinung‘ verwechseln zu schade.

    „Soll man sich doch erst mal klar werden, was die Kritik am Kapital IST“

    Na, dann plaudere mal aus dem Nähkästchen – wenn DU Dich so gut auskennst.

    „Das überzeugt! Marx und Lenin genannt … kein Wunder, dass sich niemand für Euch interessiert, bei solchem Autoritätsgedusel.“

    Nenn doch mal ein Argument, warum das falsch ist, was da steht! Warum hätte ich es noch mal abschreiben sollen statt der Einfachheit halber einen link zu setzen?

  9. 9 Genosse 17. Juli 2011 um 17:22 Uhr

    „Beleg anhand des Textes der Schöneberger? Was schreiben Sie zu diesen Themen? Und was ist an diesen Äußerungen der Schöneberger falsch oder unzutreffend?“

    zB

    „Den Stand des Klassenbewusstseins bringt Kollege Riexinger sehr schön auf den Punkt:

    „Die Leute sagen, so wie die Franzosen müssten wir’s machen“ – was zweierlei zum Ausdruck bringt:

    Wir haben die Schnauze voll, aber es wäre schon schön, wenn andere für uns kämpfen.“

    Es ist immer das Gleiche mit den Linken hierzulande: Eigentlich sind die Arbeiter schon auf dem richtigen Wege, aber ihnen fehlt die letzte Konsequenz. Und die soll dann die Linke bringen. Fällt Euch denn weder auf, dass die Arbeiter und ihre Vertreter die größten Fans der Demokratie sind, weil sie stets und ständig darüber sinnieren, dass es Schurken in Staat und Wirtschaft sind, die regieren, aber letztlich nur neues Personal – oder auch altes – wollen? Und was soll dieser Verweis auf die Proleten in Frankreich…ist da jetzt schon wieder Pariser Commune oder was?

  10. 10 Genosse 17. Juli 2011 um 17:23 Uhr

    „Und ohne Erfolge in Kämpfe um ‚Kleines‘, werden erst recht keine erfolgreichen Kämpfe um das ‚Große und Ganze‘ geführt werden können.“

    Wieso nicht? Wo soll denn da der logische Zusammenhang?

  11. 11 Genosse 17. Juli 2011 um 17:26 Uhr

    „Beleg anhand des Textes der Schöneberger? – Und selbst, wenn er sich finde ließe: Das Papier ist der Anfang, nicht das Ende einer Debatte.“

    Lol, nur keine Debatte um den Inhalt kommunistischer Kritik…davon will das Papier ja nix wissen. Es UNTERSTELLT die Gemeinsamkeit, obwohl die – die Realität komm. Gruppen zeigt es – gar nicht da ist. s. Creydt.

  12. 12 TaP 17. Juli 2011 um 17:29 Uhr

    @ 17:22 h:

    Die Stelle hatte ich auch schon kritisiert: http://theoriealspraxis.blogsport.de/2011/05/15/antikapitalistisch-ist-nicht-revolutionaer-genug/, Anm. 1.
    Das heißt ja nicht aber nicht, daß der Vorschlag der Schöneberger oder gar die Debatte darüber Quatsch ist, sondern ist eine These, die in dieser Debatte zur Diskussion steht – und dafür und dagegen vorzubringenden Argumente werden zu prüfen sein.

    @ 17:23 h:

    Auch erfolgreich kämpfen muß gelernt werden. Wer/welche Bergsteigen lernen will, sollte nicht gleich mit dem Mont Everest anfangen. Der Aufbau einer revolutionären Organisation beginnt nicht mit dem Sturm auf’s Winterpalais.
    Und auch vom Lesen einer zutreffenden Kapitalismus-Analyse kann nicht gleich zum Aufstand übergegangen werden.

  13. 13 TaP 17. Juli 2011 um 17:40 Uhr

    Dort:

    http://arschhoch.blogsport.de/

    können im übrigen alle bisher vorliegenden Papiere (http://arschhoch.blogsport.de/2011/06/25/antworten-und-andere-texte/) kommentiert werden.

  14. 14 Genosse 17. Juli 2011 um 17:43 Uhr

    „Der Aufbau einer revolutionären Organisation beginnt nicht mit dem Sturm auf’s Winterpalais.“

    Ui, wie weise. Das hätte ich nicht gedacht Aber beantworte doch bitte die Frage:

    „Wo soll denn da der logische Zusammenhang? (sein)“

    statt nur Analogien, die sachfremd sind, zu sagen.

  15. 15 TaP 17. Juli 2011 um 17:50 Uhr

    Warum „sachfremd“?

    Wie soll denn nach Deiner Ansicht der Kampf für den Systemumsturz ‚gelernt‘ werden? Wie sollen Kampferfahrungen gesammelt werden?

    Was sollen RSB, SAV, kommunistische orientierte Autonome und AntiimperialistInnen usw. Deines Erachtens sein lassen? Und was sollen sie statt dessen machen?

  16. 16 Genosse 17. Juli 2011 um 18:03 Uhr

    Du bist genau so ein Idiot wie Micha P. Der macht auch immer den zweiten Schritt vor dem ersten. Vielleicht liest du mal meine Beiträge und vielleicht fällt dir auf, dass ich immer und immer wieder den Hinweis mache, dass man erst mal klären sollte, was man an dieser Welt kritisiert – vorher kann man gar nicht wissen, was und wogegen man eigentlich kämpft. Erfahrungen sind da kein Ersatz, zumal Erfahrungen nur die Wahrnehmung von Tatsachen und kein Urteil sind. Für ein Urteil braucht es schon wieder die ERKLÄRUNG der Tatsachen und nicht nur ihre Wahrnehmung. Aber das wollt ihr ja nicht wissen, sondern ihr wollt Kämpfen (Praxis, Organisation) GETRENNT von den theoretischen Einsichten und der Auseinandersetzung darum machen.

  17. 17 TaP 17. Juli 2011 um 18:25 Uhr

    Dadurch, daß Du mein Wort „Meinung“ durch Dein Wort „Urteil“ ersetzt, wird aus ‚Analyse + Meinung bzw. Urteil‘ immer noch keine politisch wirksame Kritik.

    „vielleicht fällt dir auf, dass ich immer und immer wieder den Hinweis mache, dass man erst mal klären sollte, was man an dieser Welt kritisiert“

    Was hast Du denn nun an der in dem Schöneberger Papier und der Charakterisierung einer Organisation als „antikapitalistisch“ implizierten Kritik an den bestehenden Verhältnissen auszusetzen?

    Und, falls Du auch diese Frage nicht beantworte magst – wie wär’s dann mit dieser:
    Was ist denn Deine Kritik an bestehenden Verhältnisse?
    Und warum steht Deinen Kritik anscheinend der Gründung einer antikapitalistischen Organisation entgegen?

    „ihr wollt Kämpfen (Praxis, Organisation) GETRENNT von den theoretischen Einsichten und der Auseinandersetzung darum machen.“

    Du TRENNST – denn Du verweigerst bisher jede Auskunft zu den politischen Konsequenzen, die hier und heute und auf absehbare Zeit aus Deinen „theoretischen Einsichten“ folgen.

    Und zu meiner Auffassung zum Verhältnis von politischer und theoretischer Praxis (beides sind nämlich Praxisformen!) läßt sich dort etwas nachlesen:

    http://theoriealspraxis.blogsport.de/about/.

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


+ neun = achtzehn