Archiv für Juni 2011

Transgenialer CSD 2011 in Berlin ohne offiziellen Aufruf?

-- Die­ser Text jetzt als .pdf-Datei und mit einer Kor­rek­tur der Fuß­note 7 --

Für den heu­ti­gen trans­ge­nia­len CSD (tCSD) [0] scheint [1] es kei­nen gemein­sam getra­ge­nen Auf­ruf zu geben. Ges­tern wurde im blog des tCSD in der Rubrik „Presse“ ein „Bei­trag zum Motto des Trans­ge­nia­len CSD 2011“ über­schrie­be­ner Text ver­öf­fent­licht (siehe dort oder auch dort – meine Hv.). Die­ser Text weicht an eini­gen Stel­len in inhalt­li­cher und sti­lis­ti­scher Hin­sicht erheb­lich von dem zuletzt als Aufruf-​​Entwurf dis­ku­tier­ten Text ab.

Soweit ich direkt an der For­mu­lie­rung der nun weg­ge­las­se­nen oder umfor­mu­lier­ten Stel­len betei­ligt war, so seien diese hier ver­merkt:

► Im Abschnitt „Daten hel­fen da auch nicht wei­ter!“ heißt es jetzt – in Bezug auf den Zen­sus 2011 – „Auf Grund­lage der Kate­go­rien wird wei­ter­hin dis­kri­mi­nie­rende Poli­tik gemacht.“ Zuvor waren an die­ser Stelle – statt der vage Rede von „diskriminierende[r] Poli­tik“ [2] – bei­spiel­haft einige gesell­schaft­li­che Grup­pen genannt, gegen die in der BRD Poli­tik gemacht wird. In der Aufruf-​​Diskussion hatte ich in Bezug auf andere Text­stel­len vor­ge­schla­gen gehabt, den indi­vi­dua­li­sie­ren­den Begriff „Dis­kri­mi­nie­rung“ durch die struk­tu­rel­le­ren Begriffe „Herr­schaft und Aus­beu­tung“ zu erset­zen.

► Im Abschnitt der jetzt die Über­schrift „Zwei-​​Geschlechter-​​Ordnung abschaf­fen!“ trägt, steht nun: „Wir stel­len uns gegen eine Ord­nung, die nur zwei Geschlech­ter kennt und alle Men­schen, die sich nicht einem Geschlecht zuord­nen wol­len und_​oder kön­nen, stig­ma­ti­siert!“ (meine Hv.) Zuvor stand an die­ser Stelle: „Wir stel­len uns gegen die Zwei-​​Geschlechter-​​Ordnung, wel­che alle Men­schen, die sich nicht einem Geschlecht zuord­nen wol­len und_​oder kön­nen, stig­ma­ti­siert!“

Die neue For­mu­lie­rung („die nur zwei Geschlech­ter kennt“) impli­ziert im Gegen­satz zur alten eine Stra­te­gie der Ver­viel­fa­chung der Geschlech­ter. Ich plä­diere dage­gen in Anschluß an Über­le­gun­gen von Judith But­ler und Moni­que Wit­tig für die Anstre­bung einer Auf­he­bung aller Geschlech­ter.

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To whom it concerns: Wenn Kritikfähigkeit praktisch wird…

Hin­weis auf eine sach­kun­dige LeserIn-​​Reaktion (aus­ge­schla­fe­ner „Hin­weis“ von heute 9:41 h):

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Eine „Revolution“, bei der ich nicht denken darf, ist nicht meine – Einige Worte zum Berliner CSD-Wochenende 2011

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Als queer noch revo­lu­tio­när, aggres­siv und män­ner­feind­lich war – und sein durfte

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(Quelle: http://​ein​blog​.blog​sport​.de/)

und

Zwei Orte, zwei Län­der, zwei The­men, eine Zeit, eine These: Für einen femi­nis­ti­schen Anti-​​Humanismus in der Theo­rie!

sowie

Gegen den Kult ver­meint­lich authen­ti­scher „Erfah­run­gen“ und ver­meint­lich rei­ner, theo­rie­lo­ser „Fak­ten“

Die Ein­zel­nen sind Geschöpfe der gesell­schaft­li­chen Ver­hält­nisse (NICHT authen­ti­sche SUB­JEKTE), und die gesell­schaft­li­chen Ver­hält­nisse sind wider­sprüch­lich

Wider­stand und Ler­nen aus „Erfah­run­gen“ kommt NICHT aus dem Inne­ren von SUB­JEK­TEN, son­dern aus der Kon­fron­ta­tion von wider­sprüch­li­chen Erfah­run­gen von sub-​​jekten mit gesell­schaft­lich pro­du­zier­ten Begrif­fen und Dis­kur­sen

Kri­tik essen­tia­lis­ti­scher Iden­ti­täts­po­li­tik

PS.:

Wahr gespro­chen:

http://​www​.mys​pace​.com/​r​a​v​e​p​i​e​t​/​b​l​o​g​/​4​8​9​2​58676

Wenn ich nicht Tan­zen kann ist es nicht meine Revo­lu­tion

Und die Band spielt wei­ter

Sind Par­tys bes­sere Demos oder tan­zen wir uns ins Ecstasy-​​Exil? Von Ivo Bozic

„Wenn ich nicht tan­zen kann, ist es nicht meine Revo­lu­tion“, sagte die Anar­chis­tin Emma Gold­man einst; ein Sprüch­lein, das spe­zi­ell von Auto­no­men gerne zitiert wird, um dem Klas­sen­kampf­ma­chismo der MLer etwas ent­ge­gen­zu­set­zen. Aber ist jeder Tanz gleich eine Revo­lu­tion? Oder anders gefragt: Kann sich die Linke zum Sieg fei­ern? Was ist über­haupt poli­tisch an einer Party? Und muß oder kann Poli­tik eigent­lich amü­sant sein? (mehr…)

Kritik essentialistischer Identitätspolitik

I. Die queer-​​dekonstruktivistische Kri­tik essen­tia­lis­ti­scher Iden­ti­täts­kon­zep­tio­nen

„[…], gen­der is always a doing, though not a doing by a sub­ject who might be said to preexist the deed. […]. There is no gen­der iden­tity behind the expres­si­ons of gen­der; that iden­tity is per­for­ma­tively con­sti­tu­ted by the very ‚expres­si­ons’ that are said to be its results.”
(Judith But­ler, Gen­der trou­ble, New York /​ Lon­don, 1990, 25).

„[…] gen­der ist ein Tun, wenn auch nicht das Tun eines Sub­jekts, von dem sich sagen ließe, daß es bereits vor der Tat exis­tierte. […]. Hin­ter den Äuße­run­gen von Geschlecht* liegt keine Geschlechts­iden­ti­tät, viel­mehr wird diese Iden­ti­tät gerade per­for­ma­tiv durch diese ‚Äuße­run­gen’ kon­sti­tu­iert, von denen gesagt wird, daß sie das Resul­tat jener Iden­ti­tät seien.“ (eigene Über­set­zung)
* gemeint sind: ver­ge­schlecht­li­che Hand­lun­gen, kul­tu­relle Codes etc.

„If gen­der attri­bu­tes, howe­ver, are not expres­sive but per­for­ma­tive*, then the­ses attri­bu­tes effec­tively con­sti­tute the iden­tity they are said to express or reveal. The dis­tinc­tion bet­ween expres­sion and per­for­ma­ti­vi­ness is cru­cial. If gen­der attri­bu­tes and acts, the various ways, in which a body shows or pro­du­ces its cul­tu­ral signi­fi­ca­tion, are per­for­ma­tive, then there is no preexis­ting iden­tity by which an act or attri­bute might be mea­su­red; […]“
(Judith But­ler, Gen­der Trou­ble, Rout­ledge: New York, 1990, 141).

* per­for­ma­tive (≈ her­vor­brin­gend) ‹ lat. per-​​ (= durch und durch, völ­lig, von Grund auf) + lat. for­mare (= gestal­ten, bil­den).

„Wenn die Eigen­schaf­ten der Geschlech­ter nicht aus­drü­ckend, son­dern her­vor­brin­gend [prä­zi­ser: her­vor­ge­bracht, TaP] sind, dann kon­sti­tu­ie­ren diese Eigen­schaf­ten die Iden­ti­tät, von der behaup­tet wird, daß sie sie aus­drü­cken oder offen­ba­ren wür­den. Die Unter­schei­dung zwi­schen Aus­druck und Per­for­ma­ti­vi­tät [Her­vor­brin­gung] ist zen­tral: Wenn die Eigen­schaf­ten der Geschlech­ter und die geschlecht­li­chen Hand­lun­gen, die ver­schie­de­nen For­men, in denen ein Kör­per seine kul­tu­relle Bedeu­tung zeigt oder pro­du­ziert, per­for­ma­tiv sind, dann gibt es keine vor­gän­gig exis­tie­rende Iden­ti­tät, an der diese Eigen­schaf­ten oder Hand­lun­gen gemes­sen wer­den könn­ten, […].“ (eigene Über­set­zung)

„[…] das Poli­ti­sche besteht […] gerade darin, […] Iden­ti­tä­ten immer wie­der neu zu kon­sti­tu­ie­ren.“
(Sabine Hark, S. 107; s. genaue Lit.angabe in der FN)

II. queer avant la lettre – Jenny Bour­nes Kri­tik am iden­ti­täts­po­li­ti­schen main­stream der 1980er Jahre

Jenny Bourne, Home­lands of the minds, Jüdi­scher Femi­nis­mus und Iden­ti­täts­po­li­tik (1987 oder spä­ter, aber vor 1992) (mit einer Vor­be­mer­kung von 1992)
in: dies. /​ A. Siva­n­an­dan /​ Fiz Fekete
From Resis­tance to Rebel­lion. Texte zur Rassismus-​​Diskussion
Schwarze Risse /​ Rote Straße: Berlin/​Göttingen, 1992, 109 – 145.

„Die Poli­tik der Iden­ti­täts­fin­dung betrach­tet das Erken­nen und das Ent­de­cken der eige­nen Iden­ti­tät als obers­tes Ziel. […]. Der große Feh­ler besteht darin, Iden­ti­täts­fin­dung als ein Ziel und nicht so sehr als Mit­tel zu begrei­fen. […]. Iden­ti­tät ist [aber im Gegen­satz dazu, TaP] nicht so sehr eine Vor­aus­set­zung für poli­ti­sches Han­deln, son­dern sie ent­steht oft erst dar­aus.“ (144).1

„Iden­ti­täts­po­li­tik ist zur Zeit der große Ren­ner. Aus­beu­tung ist ‚out’ und gilt als von außen her deter­mi­niert. Unter­drü­ckung ist ‚in’ und gilt als von innen her­aus per­sön­lich. Die Frage nach dem rich­ti­gen Han­deln wurde durch die Frage nach dem rich­ti­gen Sein ersetzt. Wer bin ich? Die poli­ti­sche Kul­tur ist von einer Poli­tik des Kul­tu­rel­len abge­löst wor­den. Die mate­ri­elle Welt hat sich ins Meta­phy­si­sche ver­flüch­tigt. Die Schwar­zen, die Frauen, die Les­ben und Schwu­len, alle haben sich auf die Suche nach ihrer Iden­ti­tät bege­ben.“ (110, s.a. 112, 114). (mehr…)

Nulla È Finito! auf feministisch

1

Rum­mot­zen bringt eine aktu­elle Bebil­de­rung eini­ger Zitate aus Tex­ten der femi­nis­ti­schen Stadtguerilla-​​Gruppe Rote Zora:

http://​baum​derg​lu​eck​se​lig​keit​.blog​sport​.de/​2​0​1​1​/​0​5​/​2​8​/​n​u​r​-​m​a​l​-​n​e​b​e​n​b​e​i​-​d​i​e​-​r​o​t​e​-​zora/.

Vgl. auch:
Rote Zora: Mili’s Tanz auf dem Eis.

  1. Fuß­note zur Über­schrift: http://​nul​lae​fi​nito​-ccc​.jimdo​.com/.[zurück]

Widerstand und Lernen aus „Erfahrungen“ kommt NICHT aus dem Inneren von SUBJEKTEN, sondern aus der Konfrontation von widersprüchlichen Erfahrungen von sub-jekten mit gesellschaftlich produzierten Begriffen und Diskursen

Fort­set­zung zu:
„Die Ein­zel­nen sind Geschöpfe der gesell­schaft­li­chen Ver­hält­nisse (NICHT authen­ti­sche SUB­JEKTE), und die gesell­schaft­li­chen Ver­hält­nisse sind wider­sprüch­lich“

Judith But­ler:
„The injunc­tion to be a given gen­der pro­du­ces necessary failu­res, a variety of inherent con­fi­gu­ra­ti­ons that in their mul­ti­p­li­city exceed and defy the injunc­tion of which they are gene­ra­ted. Fur­ther, the injunc­tion to be a given sub­ject takes place trough dis­cur­sive rou­tes: to be a good mother, to be a hete­ro­se­xu­ally desi­ra­ble object, to be a fit worker, in sum, to signify a mul­ti­p­li­city of gua­ran­tees in respon­ses to a variety of dif­fe­rent demands all at once. The coexis­tence or con­ver­gence of such dis­cur­sive injunc­tions pro­du­ces the pos­si­bi­lity of a com­plex recon­fi­gu­ra­tion and rede­ploy­ment; it is not a trans­cen­den­tal sub­ject who enab­les action in the midst of such a con­ver­gence. There is no self that is prior to the con­ver­gence or who main­tains ‚inte­grity’ prior to its entrance into the con­flic­tual cul­tu­ral field. There is only a taking up of the tools where they lie, where the very ‚taking up’ is enab­led by the tool lying there.“

(Gen­der Trou­ble, New York /​ Lon­don, 1990, 145 /​ dt. Das Unbe­ha­gen der Geschlech­ter, FfM, 1991, 213 – fette Hv. d. TaP)

Jür­gen Link:
Der „wille zur resis­tenz gegen die hege­mo­nie: kommt er aus einem ‚dis­kurs­freien‘ Sub­jekt, etwas aus des­sen ‚ein­ge­bo­re­nen frei­heits­ver­lan­gen‘ […]? […]. neh­men wir das bei­spiel der kul­tur­re­vo­lu­tion der ‚68er gene­ra­tion‘: schon die mas­sen­er­schei­nung spricht dage­gen, daß damals plötz­lich ganz viele (intel­lek­tu­elle) Sub­jekte (mit gro­ßem S) prä­dis­kur­siv (prä­dis­kur­siv argu­men­tie­rend?) den ent­schluß zum wider­stand faß­ten. alles spricht viel­mehr dafür, daß eine kom­bi­na­tion von anti­he­ge­mo­nia­len dis­kur­sen (mar­xis­mus /​ psy­cho­ana­lyse /​ frank­fur­ter schule) sich im uni­ver­si­tä­ren raum explo­siv durch­setzte, weil hege­mo­niale dis­kurse, die das ent­spre­chende ter­rain ‚hal­ten‘ soll­ten, völ­lig ‚über­al­tert‘ waren. und daß die neuen dis­kurse dann als effekt neue sub­jekt­vi­tät pro­du­zier­ten.”

(Noch ein­mal: Dis­kurs. Inter­dis­kurs. Macht, in: kul­tuR­Re­vo­lu­tion Nr. 11: die macht der dis­kurse?, Feb. 1984, 4 – 7., 6 f. – Hv. i.O.; i.O. fett statt kur­siv)

Gareth Sted­man Jones:
„[…] wenn man in bestimm­ten ele­men­ta­ren Lebens­si­tua­tio­nen etwas lernt, so lernt man/​frau eben nicht ei­gentlich aus der ‚Erfah­rung‘, son­dern aus der Ver­ar­bei­tung der Erfah­rung, d.h. auf­grund einer Kon­frontation mit Begrif­fen, die die­ser Erfah­rung über­haupt erst einen ‚Sinn‘ geben. Wo aber diese Begriffe und Gedan­ken her­kom­men, die somit die Erfah­rung struk­tu­rie­ren, ist natür­lich eine wich­tige und offene Frage, aber sie kom­men ganz sicher nicht aus dem Innern des be­treffenden Indi­vi­du­ums.“

(in: Peter Schött­ler, Inter­view mit Gareth Sted­man Jones, in: Gareth Sted­man Jones, Klas­sen, Poli­tik und Spra­che, Für eine theo­rie­ori­en­tierte Sozi­al­ge­schichte hrsg. u. ein­ge­lei­tet von Peter Schött­ler, West­fä­li­sches Dampf­boot: Müns­ter, 1988, 277-​​317 [308]).

Die Einzelnen sind Geschöpfe der gesellschaftlichen Verhältnisse (NICHT authentische SUBJEKTE), und die gesellschaftlichen Verhältnisse sind widersprüchlich

I.

Karl Marx:
„[…] es han­delt sich hier um die Per­so­nen nur, soweit sie die Per­so­ni­fi­ka­tion ökono­mi­scher Kate­go­rien sind, Trä­ger1 von bestimm­ten Klas­sen­ver­hält­nis­sen und Inter­es­sen. Weni­ger als jeder andere kann mein Stand­punkt, […], den ein­zel­nen ver­ant­wort­lich machen für Ver­hält­nisse deren Geschöpf er sozial bleibt, sosehr er sich auch sub­jek­tiv über sie erhe­ben mag.“ (Das Kapi­tal, MEW 23, 16 – Hv. d. TaP).

Ste­fa­nie Gräfe:
„Die­ses auto­nome Sub­jekt erhebt sich mit­tels der Ver­nunft aus dem bar­ba­ri­schen Natur­zu­stand und bean­sprucht sein ‚Recht‘, des­sen Garant der bür­ger­li­che Staat ist. Die­ses ursprüng­lich auto­nome Indi­vi­duum wird sozu­sa­gen erst im nach­hin­ein ver­ge­sell­schaf­tet. Es exis­tiert jen­seits von Geschichte und Gesell­schaft. Diese Illu­sion der ursprüng­li­chen Auto­no­mie negiert die real exis­tie­ren­den mate­ri­el­len, sozia­len und leib­li­chen Abhän­gig­kei­ten, denen Men­schen nun ein­mal unter­wor­fen sind, und pro­ji­ziert sie auf das ‚Andere‘, z.B. auf ‚die Frau‘. Die wie­derum wird dann sozu­sa­gen zum Gegen­teil der Ver­nunft, ist ganz Bio­lo­gie und Kör­per und Repro­duk­tion. Der Mann ohne Unter­leib und ohne Ver­bin­dung zum Kol­lek­tiv ist das Rechts­sub­jekt, mit des­sen Hilfe sich das vor­auf­klä­re­ri­sche Natur­recht zum Staats­bür­ger­recht erhebt.“

(Fun­da­men­ta­lis­ti­sche Fik­tio­nen. Men­schen­rechts­ideal und patri­ar­chale Wirk­lich­kei­ten, in: ana­lyse & kri­tik. Zei­tung für linke Debatte und Pra­xis, Nr. 422, 21.1.1999).

Judith But­ler:
„Die ver­brei­tete Annahme, daß das ‚Sub­jekt vor dem Gesetz‘ eine onto­lo­gi­sche Inte­gre­ti­tät besitze [und nur „auf die Reprä­sen­ta­tion in oder durch das Gesetz war­tet“ (17)] kann als zeit­ge­nös­si­sche Spur der Hypo­these vom ‚Natur­zu­stand‘ ver­stan­den wer­den – jener fundierenden/​fundamentalitischen Legende, die für die Rechts­struk­tur des klas­si­schen Libe­ra­lis­mus kon­sti­tu­tiv war. Die per­for­ma­tive Beschwö­rung2 eines unge­schicht­li­chen ‚vor‘ wird zur Begrün­dungs­prä­misse, die eine vor­ge­sell­schaft­li­che Onto­lo­gie der Per­so­nen sichert, die ihrer­seits die Legi­ti­mi­tät des Gesell­schafts­ver­tra­ges begrün­det, indem sie ein­wil­li­gen, regiert zu wer­den.“
(Das Unbe­ha­gen der Geschlech­ter, Suhr­kamp: Frank­furt am Main, 1991, 18)

II.

Alt­hus­ser schließt „unter Hin­weis auf die kom­plexe Struk­tur des gesell­schaft­li­chen Gan­zen, wel­che sich nicht auf ein ver­ein­heit­li­chen­des Prin­zip zurück­füh­ren läßt, durch die Ein­füh­rung der Kate­go­rie der Über­de­ter­mi­nie­rung jede ein­deu­tige Deter­mi­nie­rung des gesell­schaft­li­chen Ver­laufs aus[…] und [ver­tritt] viel­mehr die These […], daß in jedem his­to­ri­schen Augen­blick unter­schied­li­che Ten­den­zen beste­hen, wobei es von dem gesell­schaft­li­chen Kräf­te­ver­hält­nis, d.h. von der Kon­junk­tur“ – nicht nur, wie zu ergän­zen ist! – „des Klas­sen­kamp­fes abhängt, wel­che die­ser Ten­den­zen sich schließ­lich durch­setzt. Was daher die gesell­schaft­li­chen Trä­ger betrifft, die unter der Deter­mi­na­tion durch ihre Exis­tenz­be­din­gun­gen funk­tio­nie­ren, so ist auf­grund der dif­fe­ren­ti­el­len Struk­tur die­ser Bedin­gun­gen eine ein­deu­tige Fest­le­gung des indi­vi­du­el­len Han­delns undenk­bar, d.h. die Deter­mi­nie­rung des Indi­vi­du­ums ist in dem Maße wider­sprüch­lich, wie es die gesell­schaft­li­chen Ver­hält­nisse sind; […].“ (mehr…)

To whom it may concerns: Als queer noch revolutionär, aggressiv und männerfeindlich war – und sein durfte

„[…] wo eine bestimmte Iden­ti­täts­kon­fi­gu­ra­tion anstrebt, ‚die Stelle des Wirk­li­chen‘ ein­zu­neh­men, um durch Selbst-​​Naturalisierung die eigene Hege­mo­nie zu fes­ti­gen und aus­zu­deh­nen, ist von […] revo­lu­tio­nä­rer Pra­xis nichts übrig geblie­ben als ein kon­kre­tis­ti­sches, rei­fi­zier­tes, Poli­tik läh­men­des Fun­da­ment.“

(Sabine Hark, ‚Jen­seits‘ der Les­ben Nation? Die Dezen­trie­rung lesbisch-​​feministischer Iden­ti­tät, in: Ver­ein Sozi­al­wis­sen­schaft­li­che For­schung für Frauen – SFBF – e.V. (Hg.), Zur Krise der Kate­go­rien. Frau – Lesbe – Geschlecht, Frank­furt am Main: Selbst­ver­lag 1994, 89 – 112 [100, vgl. 89, 93 f., 98-​​100, 103])

„Eine Poli­tik der Tole­ranz und Inte­gra­tion einer ‚Min­der­heit’ in die ‚Norm­ge­sell­schaft’ mit einer reprä­sen­ta­ti­ven Poli­tik­vor­stel­lung zeigte sich als ge­scheitert. Form und Orte lesbisch-​​schwuler Iden­titätspolitik waren an ihre Gren­zen gesto­ßen. [… Dar­auf­hin] wur­den Ton und Aktio­nen offen­si­ver und aggressi­ver. […] in Queer Theory [… geht] es weni­ger um Kämpfe nach Ak­zeptanz des ‚Ande­ren’ […], als viel­mehr um die Ana­lyse und die Dekon­struk­tion der Her­stel­lungs­ver­fah­ren von ‚dem Ande­ren’, die Ausgrenzungsprakti­ken als Legi­ti­ma­tion die­nen.“

(Corinna Gen­schel, Fear of Queer Pla­net: Dimen­sio­nen lesbisch-​​schwuler Gesell­schafts­kri­tik, in: Das Argu­ment H. 216, 4/​1996, 525-​​537 [528]).

„Die Viel­schich­tig­keit der Geschlechts­iden­ti­tät erfor­dert eine inter-​​ und post­dis­zi­pli­näre Serie von Dis­kur­sen, um der Domes­ti­zie­rung der Geschlechter-​​ oder Frau­en­stu­dien an der Uni­ver­si­tät zu wider­ste­hen und den Begriff der femi­nis­ti­schen Kri­tik zu radi­ka­li­sie­ren.“

(Judith But­ler: Das Unbe­ha­gen der Geschlech­ter. Suhr­kamp: Frank­furt am Main, 1991, 13)

not maybe

look around you all over the world there are women in pri­son women in jail while men are free look around you all over the world there are women in pri­son
women in jail while men are free look around you all over the world there are
women in pri­son women in jail while men are free abu­sin’ men rai­pin’ men hit­tin’ men vio­lent men
after long long long long years she tried to stop him now she’s in jail he’s still free
near her little sis­ter near her little bro­ther near the little daugh­ter of the neigh­bours
he’s still free
who don’t know any abu­sin’ men
who don’t know any rai­pin’ men
who don’t know any hit­tin’ men
who don’t know any vio­lent men
maybe your bro­ther
maybe your father
maybe your uncle
maybe your grandpa
maybe your neigh­bour
maybe your teacher
maybe your hus­band
maybe your lover
don’t stop the fight it feels much bet­ter than only suf­fe­ring don’t stop the fight you make a change
don’t stop the fight it feels much bet­ter than only suf­fe­ring don’t stop the fight you make a change“

(http://​lowend​mo​dels​.de/​d​e​/​t​e​x​t​e​.​h​t​m​#​n​o​t​maybe)

Und für die, die lie­ber hören als lesen:

http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​i​m​a​g​e​s​/​L​o​w​E​n​d​M​o​d​e​l​s​C​a​s​s​e​t​a​g​u​e​u​l​e.mp3

(„Die All-​​Dyke-​​Queercore Band Low End Models aus Köln sind die ein­zige Band des poli­tisch moti­vier­ten Musik­gen­res Queer­core in Deutsch­land. Ihr har­ter Cross­over aus Rock, Punk und Techno ist der unüber­hör­bare Nach­fol­ger der Riot Grrrls-​​Bands wie Bikini Kill und Slea­ter Kin­ney, nur aggres­si­ver, poli­ti­scher und viel­sei­ti­ger. Auch vor der Bühne ein wil­des Cross-​​Over aus Gucchi-​​Girls, Drag Kings, Stagediving-​​Dykes, Fun-​​Gays, Pogo-​​Boys und Music-​​Scouts, mit Boots oder Stö­ckel­schuh, kreuz und que(e)r durch alle Life­styles. ‚Sind sie zu stark, bist du zu schwach!“

(meta-​​Text zu http://​lowend​mo​dels​.de – anzeig­bar bspw. mit Thunderbird-​​Plugin Fire­bug)

Gegen den Kult vermeintlich authentischer „Erfahrungen“ und vermeintlich reiner, theorieloser „Fakten“

„Expe­ri­ence [… is] not the ori­gin of our expla­na­tion, not the aut­ho­ri­ta­tive (because seen or felt) evi­dence that grounds what is known, but rather that which we seek to explain, that about which know­ledge is pro­du­ced. […]. Expe­ri­ence is, in this approach, not the ori­gin of our expla­na­tion, but that which we want to explain.“
(Joan W. Scott, Expe­ri­ence, in: Judith But­ler /​ Joan W. Scott (Hg.), Femi­nists Theo­rize The Poli­ti­cal, Rout­ledge: New York, 1992, 22 – 40 [26, 38]).

„Theory [… is] not sim­ply a meta­phy­si­cal abstrac­tion or dis­cur­sive play. […]. Theory, then, is not oppo­sed to expe­ri­ence but is the necessary supp­le­ment of expe­ri­ence (to use Derrida’s term in order to deconstruct his deconstruc­tion of theory): theory his­to­ri­ci­zes expe­ri­ence and dis­plays the social rela­ti­ons that have enab­led it to be expe­ri­en­ced as ‚expe­ri­ence.‘ Such a know­ledge prevents us from essen­tia­li­zing expe­ri­ence and make it pos­si­ble to pro­duce new expe­ri­ence by trans­for­ming the domi­nant social rela­ti­ons.“
(Teresa L. Ebert, Ludic Femi­nism, the Body, Per­for­mance, and Labor: Brin­ging Mate­ria­lism Back into Femi­nist Cul­tu­ral Stu­dies, in: Cul­tu­ral Cri­ti­que Win­ter 1992/​93, 5 – 50 [13 f.] – Hv. i.O.)

Die „pri­märe Erfah­rung“ ist durch­aus keine reine Erfah­rung, frei von Theo­rie, – sie ist nur frei von wis­sen­schaft­li­cher Theo­rie, aber in ihr ste­cken schon immer „wir selbst […], unsere dump­fen Lei­den­schaf­ten, unsere unbe­wuß­ten Wün­sche“
(Gas­ton Bachel­ard, Die Bil­dung des wis­sen­schaft­li­chen Geis­tes, Suhr­kamp: Frank­furt am Main, 1984 [frz. Ori­gi­nal­aus­gabe: Librai­rie Phi­lo­so­phi­que J. Vrin: Paris, 1938], 91 – Hv. d. TaP).
Theo­rie ist also ein Mit­tel, um uns über uns selbst klar zu wer­den.

Und:

„Es wäre übri­gens ein schwe­rer Irr­tum anzu­neh­men, die empi­ri­sche Erkennt­nis könne auf der Ebene der streng asser­t­ori­schen Erkennt­nis ver­blei­ben, indem sie sich auf eine sim­ple Affir­ma­tion von Tat­sa­chen beschränkte.“
(ebd., 89).

Oder in ande­ren Wor­ten:
„Im übri­gen meinte man, daß man ein­fach nur die Quel­len betrach­ten und ver­su­chen sollte, sie für sich selbst spre­chen zu las­sen. Die Gefahr eines sol­chen Ansat­zes besteht darin, daß er theo­re­tisch unbe­wußt bleibt“, aber „unter­schwel­lig“ den­noch „theo­re­ti­sche Ansätze ver­wen­det“
(Inter­view mit Gareth Sted­man Jones [geführt von Peter Schött­ler], in: Gareth Sted­man Jones, Klas­sen, Poli­tik und Spra­che. Für theo­rie­ori­en­tierte Sozi­al­ge­schichte hrsg. von Peter Schött­ler, West­fä­li­sches Dampf­boot: Müns­ter, 1988, 277-​​317 [292, s.a. 307: ‚Pro­jek­tio­nen der His­to­ri­ker‘]).

Der All­tags­ver­stand ist auch ‚nur’ eine Theo­rie, aber eine Theo­rie, die sich selbst untheo­re­tisch dünkt – und daher weni­ger reflek­tiert (und d.h.: weni­ger selbst­kri­tisch) ist:
„This means that even such a see­min­gly natu­ral and non­theo­re­ti­cal prac­tice as com­mon sense (as Gramsci argues in Pri­son Note­books) is a frame of intel­li­gi­bi­lity, a theory, but one that con­ce­als its mode of kno­wing, rep­re­sen­ting it as the ‚way things are.‘“ (Ebert, a.a.O., 13).

Lösungen oder Ideologie – ist das die Frage?

Ein neuer Text von mir bei scharf-​​links:

http://​www​.scharf​-links​.de/​4​8​.​0​.​h​t​m​l​?​&​a​m​p​;​t​x​_​t​t​n​e​w​s​[​t​t​_​n​e​w​s​]​=​1​7​0​3​6​&​a​m​p​;​t​x​_​t​t​n​e​w​s​[​b​a​c​k​P​i​d​]​=​5​6​&​a​m​p​;​c​H​a​s​h​=​0​7​0​8​3​b86bb;

Ant­wort auf:

G. Karl­feld
Grün­dung einer neuen anti­ka­pi­ta­lis­ti­schen Orga­ni­sa­tion
scharf-​​links vom 07.06.2011.

DOKU – Frauen aus der „radikal“ (Nov. 1990): Wir weigern uns das Abklopfen des eigenen Selbst zum Nonplusultra zu erklären

Als Ergän­zung zu der kürz­lich gepos­te­ten Kri­tik von Jenny Bourne an einer Reduk­tion von Ras­sis­mus auf bloße „Vor­ur­teile“ hier noch ein Aus­zug aus einem Text von radi­kal-Frauen von 1990:

Wir haben […] mit­be­kom­men, daß häu­fig in auto­no­men Frau­enzu­sam­men­hän­gen die Aus­ein­an­der­set­zun­gen über Ras­sis­mus sehr auf der sub­jek­ti­ven Ebene ver­lau­fen – bin ich eine Ras­sis­tin, weil ich eben gesagt habe: „Ich hätte gerne einen Neger­kuß.“?
Das ist zwar eine wich­tige Ebene, sich sel­ber abzu­klop­fen, aber wir wei­gern uns, das zum non­plus­ul­tra der Dis­kus­sion zu machen. Wir hal­ten das für die abso­lute Luxus­po­si­tion, wenn nicht gleich­zei­tig die gesell­schaft­li­che Ebene des Ras­sis­mus ana­ly­siert wird, wo er sich aus … Welt­markt… (Der Satz war lei­der in dem uns vor­lie­gen­den Exem­plar des Tex­tes unle­ser­lich. Anm. d Hg.)
Allein­ste­hend macht sie ein­mal mehr deut­lich: Na, die Wei­ßen haben jetzt in Zei­ten des offen­si­ven doit­schen Macht­zu­wach­ses und natio­na­lem Tau­mel nichts Ves­se­res zu tun, als wie­der mal um ihren Nabel zu krei­sen.
Im Ernst: Das wich­tigste an unse­rer Kritik/​Selbstkritik ist für uns fol­gen­des: (mehr…)

Auf zu „Schwarze Risse“ in den Mehringhof!

Ich erwähnte neu­lich das Buch

From Resis­tance to Rebel­lion. Texte zur Rassismus-​​Diskussion
Schwarze Risse /​ Rote Straße: Berlin/​Göttingen, 1992
172 Sei­ten

mit Tex­ten von Jenny Bourne, A. Siva­n­an­dan und Fiz Fekete. Die letz­ten Exem­plare des unbe­dingt lesens­wer­ten Buches sind z.Z. für nur 3 Euro im Ber­li­ner Buch­la­den „Schwarze Risse“ im Meh­ring­hof (U-​​Bahnhof Meh­ring­damm [U 6 und U 7]) erhält­lich.

Rück­wär­ti­ger Klap­pen­text:

„End­lich hat eine radi­kale Dis­kus­sion um den Anti­ras­sis­mus auch in der hie­si­gen Lin­ken begon­nen. Ange­sto­ßen wurde sie nicht zuletzt durch die Selbst­or­ga­ni­sie­rung schwar­zer Grup­pen in der BRD.
Die Geschichte des anti­ras­sis­ti­schen Kamp­fes der Schwar­zen (als poli­ti­scher Begriff) in Bri­tain ist älter und fort­ge­schrit­te­ner.
‚From resis­tance to rebel­lion’ beschreibt diese Geschichte in ihren ver­schie­de­nen Sta­dien.
Die ande­ren Texte geben ein Bild der Debat­ten um einen radi­ka­len Anti­ras­sis­mus­be­griff, einen femi­nis­ti­schen Anti-​​Rassismus und bezie­hen sich auf mili­tante Pra­xis.“

Aus dem Vor­wort (S. 9-​​10 [9]):

„Ras­sis­mus ist ein sehr viel mili­tan­te­rer Begriff [als „Aus­län­der­feind­lich­keit“, „Dis­kri­mi­nie­rung“ oder „mul­ti­na­tio­nale Klas­sen­zu­sam­men­set­zung], der eine Sys­te­ma­tik von Aus­beu­tung und Unter­drü­ckung beschreibt und sie in einen glo­ba­len, impe­ria­lis­ti­schen Kon­text setzt.“

Zwei Orte, zwei Länder, zwei Themen, eine Zeit, eine These: Für einen feministischen Anti-Humanismus in der Theorie!

Tovi Vail fragte in ihrem Fan­zine Jigsaw „die Frauen in Inter­views, wie sich als Musi­ke­rin­nen füh­len und sol­che Sachen. Für mich war das ein­zig­ar­tig, denn in allen Semi­na­ren am Col­lege, die ich besuchte hieß es immer: ‚Weißt Du, Men­schen sind Men­schen, wir sind alle gleich. Ganz egal, ob du ein Junge oder ein Mäd­chen bist.’ Und sie merkte an, dass es sehr wohl einen Unter­schied gibt, den du vor allem als Mäd­chen zu spü­ren bekommst.“

Cover: Peglow/Engelmann (Hg.), Riot Grrrl Revisited

Interview-​​Zitat in:
Julia Dow­nes, There’s A Riot Going On. Geschichte und Ver­mächt­nis von Riot Grrrl, in: Katja Peg­low /​ Jonas Engel­mann (Hg.), Riot Grrrl Revi­si­ted. Geschichte und Gegen­wart einer femi­nis­ti­schen Bewe­gung, Ven­til Ver­lag: Mainz, 2011, 18 – 50 (24).

„von ‚men­schen’ zu spre­chen, negiert die gesamte ausbeutungs-​​ und gewalt­hier­ar­chie im impe­ria­lis­ti­schen patri­ar­chat.“
Femi­nis­ti­sche Kri­tik (1993)
http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​1​/​0​4​/​2​1​/​d​o​k​u​-​e​i​n​e​-​f​e​m​i​n​i​s​t​i​s​c​h​e​-​k​r​itik/

Hinweis auf einen weiteren Text zur Kritik der marxistischen „Nebenwiderspruchs“-These

Zur Kri­tik der Texte der Kom­mu­nis­ti­schen Bri­ga­den und der CCC-​​Gefangenen
http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​i​m​a​g​e​s​/​P​r​o​K​o​_​z​u​_​K​o​m​m​_​P​a​t.pdf;

vgl. http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​1​/​0​6​/​1​1​/​k​o​m​m​e​n​d​e​-​w​o​c​h​e​-​1​4​-​1​8​-​6​-​s​t​u​t​t​g​a​r​t​m​a​g​e​d​b​u​r​g​b​e​r​l​i​n​-​w​a​s​-​w​a​r​e​n​-​d​i​e​-​k​a​e​m​p​f​e​n​d​e​n​-​k​o​m​m​u​n​i​s​t​i​s​c​h​e​n​-​z​e​l​l​e​n​-ccc/.

Kommende Woche (14.-18.6. – Stuttgart/Magdeburg/Berlin): Was waren die Kämpfenden Kommunistischen Zellen (CCC)?

„Der 19.06 – als Tag der revo­lu­tio­nä­ren Gefan­ge­nen – wird bis heute über die euro­päi­schen Gren­zen hin­aus jähr­lich began­gen und ist für uns in die­sem Jahr Anlass mit einer Ver­an­stal­tung zur bel­gi­schen Stadt­gue­rilla CCC, den Kon­text zwi­schen revo­lu­tio­nä­rem Kampf und poli­ti­scher Gefan­gen­schaft her­zu­stel­len und der Not­wen­dig­keit der Ver­tei­di­gung revo­lu­tio­nä­rer Geschichte vor dem anhal­ten­den Geschichts­re­vi­sio­nis­mus zu ver­su­chen gerecht zu wer­den.“

(Quelle:
http://​poli​ti​cal​-pri​soners​.net/​i​t​e​m​/​3​3​1​-​i​n​f​o​r​m​a​t​i​o​n​s​v​e​r​a​n​s​t​a​l​t​u​n​g​e​n​-​z​u​-​d​e​n​-​k​a​e​m​p​f​e​n​d​e​n​-​k​o​m​m​u​n​i​s​t​i​s​c​h​e​n​-​z​e​l​l​e​n​-​c​c​c​.html)

Stutt­gart:
Don­ners­tag, 16. Juni um 19 Uhr
Lin­kes Zen­trum Lilo Herr­mann
Böb­lin­ger Str. 105, Stuttgart-​​Süd
► [… Di.,] 14.6. Film­vor­füh­run­gen

Madge­burg:
Frei­tag, 17. Juni um 18.30 Uhr
Info­la­den Mag­de­burg
Alexander-​​Puschkin Str. 20, Mag­de­burg

Ber­lin:
Sams­tag, 18. Juni um 18 Uhr
Honig­stein
Rei­chen­ber­ger Str. 157, 10999 Ber­lin
► Fr, 17.6., 16 Uhr: Kund­ge­bung vor der bel­gi­schen Bot­schaft“

(Quelle:
http://​poli​ti​cal​-pri​soners​.net/​i​m​a​g​e​s​/​s​t​o​r​i​e​s​/​2​0​1​1​_​0​5​/​1​9​.​0​6​.​/​1​6​-​1​9​-​0​6​_​-​_​V​e​r​a​n​s​t​a​l​t​u​n​g​s​r​e​i​h​e.pdf)

Texte von und zu den bel­gi­schen Kämp­fen­den Kom­mu­nis­ti­schen Zel­len (CCC):
http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​a​n​d​e​r​e​/​t​e​x​t​e​-​v​o​n​-​u​n​d​-​z​u​-​d​e​n​-​b​e​l​g​i​s​c​h​e​n​-​k​a​e​m​p​f​e​n​d​e​n​-​k​o​m​m​u​n​i​s​t​i​s​c​h​e​n​-​z​e​l​l​e​n​-ccc/.