Themenübersicht – Kritik an der linksliberal-antifeministischen politischen Linie des transgenialen CSD (tCSD) in Berlin und des queeren mainstreams in der BRD überhaupt

I. Zur Pro­gram­ma­tik des trans­ge­nia­len CSD

Eine radi­kale Geste mit scha­lem Neben­ge­schmack:

„Auch der Auf­ruf zum trans­ge­nia­len CSD, der am kom­men­den Sams­tag (26.6.[2010]) statt­fin­det […], kommt ohne die Wör­ter ‚femi­nis­tisch‘ und ‚Femi­nis­mus‘ aus, […]. Der A-​​, wenn nicht sogar Anti-​​Feminismus scheint der heim­li­che Kon­sens von kom­mer­zi­el­lem und trans­ge­nia­lem CSD zu sein. Der­ar­ti­gen Ent­wick­lun­gen zuzu­ar­bei­ten war kei­nes­falls das Anlie­gen von Judith But­ler, als sie vor rund 20 Jah­ren gen­der trou­ble schrieb“.

Worum geht es eigent­lich dem trans­ge­nia­len CSD?

queere Glo­ba­li­sie­rung & impe­ria­len Begeh­rens

„Ich hätte ja nun wirk­lich gedacht, daß die linke Dis­kus­sion – zumal bei Leu­ten, die im ver­gan­ge­nen Jahr den main­stream-CSD noch als ‚ras­sis­tisch‘ kri­ti­sier­ten – über ras­sis­ti­sche Struk­tu­ren und deren Repro­duk­tion auch in der Lin­ken längst über den psy­cho­lo­gi­sie­ren­den und indi­vi­dua­li­sie­ren­den Begriff der ‚Vor­ur­teile‘ hin­aus ist; und daß in Zusam­men­hän­gen, die irgend­eine Affi­ni­tät (und sei es bloß als Bünd­nis­part­ne­rIn­nen) zur auto­no­men Szene haben, nicht nur die Frage gestellt wird ‚Wie las­sen sich Kon­flikte fried­lich lösen?‘, son­dern auch die Fra­gen: ‚Ist es immer mög­lich und wün­schens­wert Kon­flikte ‚fried­lich’ zu lösen?‘ und: ‚Sind ‚Gewalt­si­tua­tio­nen’ immer etwas, in das wir anschei­nend irgend­wie pas­siv hin­ein­ge­ra­ten und wo wir dann Ori­en­tie­rungs­schwie­rig­kei­ten haben und dann erst fra­gen müs­sen was wir ‚in’ ihnen tun kön­nen?‘, ‚Kann sich Wider­stand auf das Dogma der ‚gewalt­freien Kom­mu­ni­ka­tion’ fest­le­gen las­sen?‘
Zu die­ser gan­zen Fehlo­ri­en­tie­rung, die den Radi­ka­li­täts­an­spruch des tCSD weder ana­ly­tisch noch stra­te­gisch aus­wei­sen kann, son­dern unter­gräbt und prak­tisch auf eine Dif­fe­renz des kul­tu­rel­len Aus­drucks (Schmuddel-​​look statt Schi­cki­mi­cki) und des bes­se­ren Wol­lens redu­ziert, paßt auch noch, daß bei besag­tem tCSD-​​Treffen als Auf­gabe der – nach den sexu­el­len Beläs­ti­gun­gen des Vor­jah­res – für die­ses Mal zu schaf­fen­den awa­ren­ess-Struk­tur ‚Dees­ka­la­tion‘ (!) genannt wurde. Dees­ka­la­tion statt Par­tei­lich­keit! – aber: ach wie radi­kal sind wir und was für eine Spießer-​​Organisation ist der LSVD, der nur in der Mitte der Gesell­schaft ankom­men will.“
Kom­men­tar vom 06. Mai 2011; 17:54 Uhr

Trans­ge­nia­ler CSD 2011 in Ber­lin ohne offi­zi­el­len Auf­ruf?

„Der struk­tu­relle Begriff ‚Patri­ar­chat‘ ist also weg­ge­fal­len, und allein der auf ein­zelne Äuße­run­gen und Hand­lun­gen fokus­sie­rende Aus­druck ‚Sexis­mus‘ ste­hen­ge­blie­ben. [5] ‚Kapi­ta­lis­mus‘ wurde durch den aus glei­chem Grund zwei­deu­ti­gen Aus­druck ‚Klas­sis­mus‘ ersetzt. [6] Der immer­hin kon­krete, mate­ri­elle Hand­lun­gen benen­nende Begriff ‚Hete­ro­se­xis­mus‘ wurde weg­ge­las­sen; statt des­sen wird jetzt mit dem Begriff ‚Hete­ro­nor­ma­ti­vi­tät‘ allein auf ‚Nor­men‘ foku­siert.“

Selek­tive Wahr­hei­ten?

Als queer noch revo­lu­tio­när, aggres­siv und män­ner­feind­lich war – und sein durfte (bis­her 27 Kom­men­tare)

Eine „Revo­lu­tion“, bei der ich nicht den­ken darf, ist nicht meine – Einige Worte zum Ber­li­ner CSD-​​Wochenende 2011

Für einen femi­nis­ti­schen Anti-​​Humanismus!

II. Zur Pra­xis des tCSD

Sexu­elle Beläs­ti­gun­gen beim trans­ge­nia­len CSD in Ber­lin (erschie­nen beim mäd­chen­blog am 28.06.2010)

Umgang bei sexu­el­len Beläs­ti­gun­gen auf trans­ge­nia­len CSD (erschie­nen bei scharf-​​links am 24.06.2011 [!])

► Kom­men­tar bei indy­me­dia (Wo blei­ben die Argu­mente? – TaP 26.06.2011; 00:00 h)

„Wer/​welche bean­sprucht denn auch nur femi­nis­tisch zu sein?! In den Auf­ru­fen für den trans­ge­nia­len CSD ist das doch das große Tabu-​​Wort. Und des­halb kommt es dann näm­lich zu sol­chen Din­gen, wie dem laxen Umgang mit sexu­el­len Beläs­ti­gun­gen. Da zei­gen sich die ganz prak­ti­schen Kon­se­quen­zen der poli­ti­schen Linie des quee­ren main­streams.
Und dar­über soll­ten auch die­je­ni­gen – weni­gen – ins Erschre­cken gera­ten, die nicht femi­nis­tisch durch queer erset­zen, son­dern von ‚queer-​​feministisch‘ spre­chen: Wie femi­nis­tisch bzw. anti-​​feministisch die gän­gige queere Pra­xis in der BRD ist, ist eine Debatte, die über­fäl­lig ist.“

III. Vor­schlag für eine feministisch-​​revolutinäre Aus­rich­tung

Back to the future: Für einen femo-​​genialen tCSD 2012!

IV. Zum theo­re­ti­schen und poli­ti­chen Kon­text der Debatte

1. Transgender-​​Essentialismus und les­bi­scher Sepa­ra­tis­mus

De-​​konstruktiv oder destruk­tiv? – queer Les­bia­nis­mus

erschien gedruckt in: Gabriele Den­nert /​ Chris­tiane Lei­din­ger /​ Fran­ziska Rau­chut (Hg.), In Bewe­gun­gen blei­ben. 100 Jahre Poli­tik, Kul­tur und Geschichte von Les­ben, Quer Ver­lag: Ber­lin, 2007, 322 – 325.

Diesseits der Geschlech­ter­gren­zen: Die Kul­tu­ra­li­sie­rung des Femi­nis­mus als Natu­ra­li­sie­rung der Geschlech­ter­dif­fe­renz

Vor­trag, gehal­ten an der Uni Ham­burg und aus­ge­strahlt vom Ham­bur­ger Sen­der „FSK. Freies Sen­der Kom­bi­nat“

2. Sex ist poli­tisch

Kuschel­sex oder Kuschel­po­li­tik? Lesbisch-​​kommunistische De-​​Konstruktion oder ex-​​autonom-​​postmoderner Libe­ra­lis­mus?

erschien in: inte­rim Nr. 440, 18.12.1997, 10 – 20 und Nr. 441, 08.01.1998, 18 – 26

Mein Resü­mee (4 The­sen + 4 Anti-​​Thesen) zu den Dis­kus­sio­nen in den thre­ads zu „Femi­nis­mus und BDSM“ sowie „Sex wars beim Mäd­chen­blog“ (erschie­nen beim Mäd­chen­blog)

„Wir fan­den uns gewiss vor zuviel Macht“ (Fou­cault)

3. Ver­viel­fa­chung oder Über­win­dung der Geschlech­ter?

Undo­ing oder re-​​doing gen­der? (erschien beim Mäd­chen­blog mit bis­her 13 Kom­men­ta­ren)

Ent-​​Identifizierung – jen­seits von Frau­en­feind­lich­keit und Weib­lich­keits­kult (ver­öf­fent­licht beim Mäd­chen­blog)

4. Gesell­schafts­theo­rie und poli­ti­sche Stra­te­gie

Inter­sek­tio­na­li­tät und Gesell­schafts­theo­rie

Die Über­zeu­gungs­kraft char­man­ter Unter­wer­fungs­ges­ten hat ihre Gren­zen

Dis-​​Identification means to trans­form the impe­ria­list war into revo­lu­tio­nary civil war! (erschien beim Mäd­chen­blog mit bis­her 7 Kom­men­ta­ren)

Gegen den Strom. Ver­such einer Aktua­li­sie­rung derFeministische[n] Kri­tikvon 1993

Was war an But­ler eigent­lich neu?

sowie die Bei­träge mit dem tag

revo­lu­tio­nä­rer Femi­nis­mus

und die Beii­träge auf der Seite

► „Andere“, Abschnitt A. Femi­nis­mus..

PS.:

ES GIBT KEINE REVO­LU­TIO­NÄRE QUEERE BEWE­GUNG OHNE REVO­LU­TIO­NÄR QUEERE THEO­RIE. -

Und Theo­rie ist keine AkademikerInnen-​​Frage:

► Lenin, Was tun?, Kap. 2.b), Fuß­note M

und

Gegen Bil­dungs­eli­tis­mus, für POLI­TI­SCHE Kri­tik an Gut­ten­berg und für SELBST­kri­tik des Wis­sen­schafts­be­triebs,

und poli­ti­sche Rich­tig­keit und wis­sen­schaft­li­che Wahr­heit sind zu unter­schei­den:

„Was Wis­sen­schaft­le­rIn­nen machen kön­nen ist: Sagen, was ist, ana­ly­sie­ren, auf­grund wel­cher Mecha­nis­men es ent­stan­den ist, und was not­wen­dig wäre, um es zu ver­än­dern, oder was not­wen­dig wäre, um einen bestimm­ten Effekt zu erzie­len. Die Frage, ob etwas ver­än­dert oder ein bestimm­ter Effekt erzielt wer­den soll, fällt dage­gen nicht in den Zustän­dig­keits­be­reich der Wis­sen­schaf­ten, son­dern in den der Poli­tik“.
http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​a​bout/

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2 Antworten auf „Themenübersicht – Kritik an der linksliberal-antifeministischen politischen Linie des transgenialen CSD (tCSD) in Berlin und des queeren mainstreams in der BRD überhaupt“


  1. 1 QV 01. Juli 2011 um 9:50 Uhr
  2. 2 TaP 25. Juli 2011 um 17:58 Uhr

    Nachtrag zu Abschnitt II. („Zur Praxis des tCSD“) dieser Themenübersicht:

    Stellungnahme zum Vergewaltigungsvorfall [im Rose’s in der Oranienstraße in Berlin-Kreuzberg] während des Transgenialen CSD 2011
    http://transgenialercsd.blogsport.de/2011/07/25/stellungnahme-zum-vergewaltigungsvorfall-waehrend-des-transgenialen-csd-2011/.

    Auf das Thema wird in Anbetracht des VOR dem tCSD, und d.h. VOR der Vergewaltigung, Gelaufenen:

    Umgang bei sexuellen Belästigungen auf transgenialen CSD
    http://www.scharf-links.de/47.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=17104&tx_ttnews[backPid]=56&cHash=b16aba00fc,

    zurückzukommen sein.

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