RSB: Für eine kommunistische love story

In der neu­lich schon erwäh­ten Stel­lung­nahme des Revolutionär-​​Sozialistischen Bun­des (RSB) zur lau­fen­den Orga­ni­sie­rungs­de­batte heißt es u.a.:

„Wir spre­chen im fol­gen­den von ‚Orga­ni­sa­tion‘ und legen uns damit bewusst nicht fest auf ein ‚Bünd­nis‘, eine ‚Dach­or­ga­ni­sa­tion‘ oder gar eine ‚Par­tei‘. Für Defi­ni­tio­nen ist es viel zu früh. Wie in einer Lie­bes­be­zie­hung schla­gen wir vor, auf einer Ebene zu begin­nen, die allen die meiste Frei­heit lässt. Wir kön­nen dann sehen, in wel­cher Form der Ver­ei­ni­gung wir unser Glück fin­den.“

http://​www​.rsb4​.de/​c​o​n​t​e​n​t​/​v​i​e​w​/​4​3​3​6/84/

„Ob es in die­sem Abschnitt eben­falls nur um feh­lende Klar­stel­lun­gen im Text der SIBS (Exkurs 1, ab s. 17) geht oder um wirk­li­che, nen­nens­werte Dif­fe­ren­zen, wis­sen wir noch nicht so recht. Wir wol­len aber beto­nen: Für uns ist eine bestimmte Unter­drü­ckung nicht erst dann rele­vant, ‚wenn sie die gesamte Gesell­schaft durch­zieht‘. Und die Frage wäre auch, wer defi­niert, was für die ‚gesamte Gesell­schaft‘ Unter­drü­ckung ist. Die For­mu­lie­rung: ‚Es kann ja ver­nünf­ti­ger­weise nur um Unter­drü­ckung gehen, die ers­tens die gesamte Gesell­schaft durch­zieht und die zwei­tens mehr oder weni­ger kon­sti­tu­tiv ist für die Herr­schaft des Kapi­tals‘ (S. 17) ist inter­pre­ta­ti­ons­fä­hig. Spä­tes­tens da, wo es im SIBS-​​Text heißt, dass es ‚bei z. B. ‚abwei­chen­den‘ sexu­el­len Ori­en­tie­run­gen nicht‘ um eine Unter­drü­ckung gehe, um die sich eine revo­lu­tio­näre Orga­ni­sa­tion ‚ver­nünf­ti­ger­weise‘ küm­mern sollte, wol­len wir klar­stel­len, dass für uns die Übel außer­halb des ‚Haupt­wi­der­spruchs‘ weder unbe­deu­tend noch unwich­tig für die Poli­tik einer revo­lu­tio­nä­ren Orga­ni­sa­tion sind. Dem Ein­tre­ten gegen männ­li­che Unter­drü­ckung, Sexis­mus und Homo­pho­bie sowohl auf poli­ti­scher als auch auf pri­va­ter Ebene als auch im Rah­men lin­ker Orga­ni­sa­tio­nen und Poli­tik mes­sen wir eine zen­trale Bedeu­tung bei.

http://​www​.rsb4​.de/​c​o​n​t​e​n​t​/​v​i​e​w​/​4​3​3​6​/​8​4​/1/2/

http://www.rsb4.de/templates/RSB4/images/header.png

Und schließ­lich: Wie schon ein­gangs ange­deu­tet muss nach Ansicht des RSB der Kampf gegen die Zer­stö­rung der ökolo­gi­schen Lebens­grund­la­gen der Mensch­heit heute ein kon­sti­tu­ti­ver Bestand­teil revo­lu­tio­nä­rer Poli­tik sein. Je mehr die Atom­kraft welt­weit aus­ge­baut wird und bei uns nicht end­gül­tig abge­schal­tet ist, je mehr der Kli­ma­wan­del fort­schrei­tet und die sons­tige Umwelt­zer­stö­rung wei­ter­geht, desto mehr rücken diese Fra­gen nicht nur objek­tiv son­dern auch sub­jek­tiv in den Mit­tel­punkt des poli­ti­schen Inter­es­ses und der Bewusst­seins­ent­wick­lung. Spä­tes­tens die Lebens­mit­tel­preise sind spür­ba­rer Aus­druck der ökolo­gi­schen Krise. Auf­gabe revo­lu­tio­nä­rer Poli­tik muss es sein, zu erklä­ren, dass der Kapi­ta­lis­mus diese Pro­bleme nicht lösen kann, weil das Pro­fit­sys­tem dem dia­me­tral wider­spricht. Markt und Staat kön­nen aber damit umge­hen: ‚Green New Deal‘ und ‚grü­ner Kapi­ta­lis­mus‘ sol­len die für alle not­wen­di­gen natür­li­chen Güter zu exklu­si­ven Waren machen. Als Alter­na­tive dazu wol­len wir die Vision sowohl einer aus­beu­tungs­freien als auch ökolo­gi­schen Gesell­schafts­ord­nung ent­wi­ckeln; diese zu ver­mit­teln wird zu einer immer drän­gen­de­ren Auf­gabe klas­sen­kämp­fe­ri­scher, revo­lu­tio­nä­rer Poli­tik.

http://​www​.rsb4​.de/​c​o​n​t​e​n​t​/​v​i​e​w​/​4​3​3​6​/​8​4​/1/2/

Der kom­plette Text der RSB-​​Stellungnahme als .pdf-​​Datei.

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