Heute (4.6., 20 h), Berlin: Žižek, Dath, Wissler zur Aktualität des Kommunismus

Ist der Kom­mu­nis­mus noch aktu­ell?

mit Sla­voj Žižek [Kul­tur­phi­lo­soph], Diet­mar Dath [Schrift­stel­ler], Janine Wiss­ler [LIN­KE­Land­tags­ab­ge­ord­nete in Hes­sen] und Alex Cal­li­ni­cos [Autor »Die revo­lu­tio­nä­ren Ideen von Karl Marx«].
Diese Ver­an­stal­tung fin­det in Koope­ra­tion mit der Rosa-​​Luxemburg-​​Stiftung statt und wird mode­riert von Chris­tina Kaindl.

Astra Kul­tur­hauss, Reva­ler Str. 99
Ber­lin

Quelle:
https://​www​.face​book​.com/​e​v​e​n​t​.​p​h​p​?​e​i​d​=​1​8​3​2​4​2​5​6​8​3​9​2​3​8​3​&​a​m​p​;​r​ef=nf.

Vorab-​​Auszug aus Žižeks Rede­bei­trag:

„Die Zeit­schrift, in der Gramsci seine Schrif­ten in den frü­hen 1920er Jah­ren ver­öf­fent­lichte, hieß »L‘Ordine nuovo« (Die neue Ord­nung) – eine Über­schrift, die spä­ter von der extre­men Rech­ten ver­ein­nahmt wurde. In die­ser spä­te­ren Ver­ein­nah­mung soll­ten wir die »Rich­tig­keit« von Gramscis Wort­wahl erken­nen und den Begriff nicht als etwas auf­fas­sen, das im Wider­spruch zum rebel­lie­ren­den Frei­heits­wil­len der authen­ti­schen Lin­ken steht. Viel­mehr soll­ten wir ihn wie­der auf­grei­fen als Mess­latte für den stei­ni­gen Weg, jene neue Ord­nung zu bestim­men, die jede erfolg­rei­che Revo­lu­tion zu eta­blie­ren haben wird. Kurz gefasst, unsere Zeit kön­nen wir am tref­fends­ten mit den Wor­ten cha­rak­te­ri­sie­ren, die Sta­lin auf die Atom­bombe ver­wen­dete: Sie ist nichts für schwa­che Ner­ven.“

Vorab-​​Auszug aus Wiss­lers Rede­bei­trag:

„Wir brau­chen ein Wirt­schafts­sys­tem, in dem die Bedürf­nisse der Men­schen im Mit­tel­punkt ste­hen und nicht das Pro­fit­stre­ben an ers­ter Stelle steht. […]. Die einen spe­ku­lie­ren, die ande­ren ver­hun­gern. Zyni­scher und men­schen­ver­ach­ten­der kann eine Ökono­mie kaum funk­tio­nie­ren.“

Zur Kri­tik:
Kom­mu­nis­mus als kri­ti­sche Pra­xis –
nicht: Uni­ver­sa­lis­mus als männ­li­che Idee
.
Eine Kri­tik am Philosophen-​​Kommunismus von Sla­voj Žižek und Alain Badiou

„von dem in sich schon unvoll­stän­di­gen ant­ago­nis­mus „pro­le­ta­riat“ – „bour­geoi­sie“ ist nichts mehr übrig­ge­blie­ben, die rede ist nur noch von „men­schen“. im kon­text der „herr­schen­den ver­hält­nisse“ von „men­schen“ zu spre­chen, negiert die gesamte ausbeutungs-​​ und gewalt­hier­ar­chie im impe­ria­lis­ti­schen patri­ar­chat.“
Eine Femi­nis­ti­sche Kri­tik (1993)

„Eine Kri­tik des Kapi­ta­lis­mus kann nicht bei der Ver­dam­mung ein­zel­ner Sym­ptome der herr­schen­den Pro­duk­ti­ons­ver­hält­nisse ste­hen­blei­ben. Geld, Zins oder Finanz­spe­ku­lan­tIn­nen sind nicht Inbe­griff des Bösen oder beson­ders ver­werf­lich. Sie sind ledig­lich Aus­druck der zugrun­de­lie­gen­den ökono­mi­schen Ver­hält­nisse. Es ist das ganze kapi­ta­lis­ti­sche Sys­tem, samt Aus­beu­tung und Klas­sen­ge­sell­schaft, das es zu bekämp­fen gilt.“
Sozia­lis­ti­sche Linke, Grund­satz­pa­pier (April 2011), S. 7

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