Was der FAZ auf einmal auffällt… – RAF-Prozesse in den 70ern

„In den sieb­zi­ger Jah­ren, als die Anfüh­rer der RAF gefasst wor­den waren, wurde von Straf­ju­ris­ten nach den Prin­zi­pien des Rechts­rea­lis­mus gehan­delt. Die Jus­tiz sah sich als ein Mit­tel zur Her­bei­füh­rung eines poli­ti­schen Zwecks: Die Ter­ro­ris­ten soll­ten so schnell und so lange wie mög­lich hin­ter Git­ter. Nur auf diese Weise könn­ten wei­tere Ver­bre­chen ver­hin­dert wer­den, glaubte man (neben­bei sei erwähnt, dass das Gegen­teil erreicht wurde). Die Pro­zesse soll­ten so kurz wie mög­lich dau­ern. Es gab aber oft keine aus­rei­chen­den Beweise, mit denen den ein­zel­nen Ange­klag­ten ihre indi­vi­du­el­len Taten nach­ge­wie­sen wer­den konn­ten. Man schuf des­halb die umstrit­tene juris­ti­sche Hilfs­kon­struk­tion mit­tel­ba­rer Mit­tä­ter­schaft, nach dem alten Sprich­wort ‚mit­ge­gan­gen, mit­ge­fan­gen, mit­ge­han­gen‘.“

(Quelle: http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E38B87317877C4CB49BA1584645629B3D~ATpl~Ecommon~Scontent.html)

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