Archiv für Mai 2011

Mi., 22. Juni: Diskussionsveranstaltung zum Vorschlag der Gründung einer Neuen Antikapitalistischen Organisation

KLASSE & PAR­TEI
Der Bei­trag der Sozia­lis­ti­schen Initia­tive Berlin-​​Schöneberg zur Grün­dung einer neuen anti­ka­pi­ta­lis­ti­schen Orga­ni­sa­tion ein Schritt voran?

22. Juni 2011 um 20 Uhr
Medi­en­Ga­le­rie
Duden­straße 10, 10965 Ber­lin

Nicht nur die klas­sen­kämp­fe­ri­schen Blocks auf den dies­jäh­ri­gen 1. Mai-​​Demos son­dern auch die all­täg­li­chen Betriebs-​​ und Stadt­teil­kämpfe sind ein Zei­chen dafür, dass immer mehr poli­tisch Aktive und von Lohn­ar­beit Abhän­gige erken­nen, dass die Arbei­te­rIn­nen­klasse ihre ökono­mi­schen und poli­ti­schen Inter­es­sen selb­stän­dig ver­tre­ten muss. Aller­dings braucht eine selb­stän­dige pro­le­ta­ri­sche Klas­sen­po­li­tik, die den Kapi­ta­lis­mus auf­he­ben will, sowohl eine zeit­ge­nös­si­sche sozia­l­eman­zi­pa­to­ri­sche Pro­gram­ma­tik als auch die dafür geeig­ne­ten orga­ni­sa­to­ri­schen Struk­tu­ren.

Ist der Bei­trag der Sozia­lis­ti­schen Initia­tive Berlin-​​Schöneberg zur Grün­dung einer neuen anti­ka­pi­ta­lis­ti­schen Orga­ni­sa­tion ein trag­fä­hi­ger Vor­schlag, einen sozia­l­eman­zi­pa­to­ri­schen Par­tei­bil­dungs­pro­zess anzu­schie­ben? Sind für die Auf­he­bung des Kapi­ta­lis­mus die tra­di­tio­nel­len Orga­ni­sa­ti­ons­for­men der Arbei­te­rIn­nen­be­we­gung – Gewerk­schaft und Par­tei, wor­auf die Schö­ne­ber­ger Sozia­lis­tIn­nen focus­sie­ren – noch die ange­mes­se­nen Orga­ni­sa­ti­ons­for­men in den spät­ka­pi­ta­lis­ti­schen Metro­po­len?

Dar­über wer­den Michael Schilwa von der Sozia­lis­ti­schen Initia­tive Berlin-​​Schöneberg und Karl-​​Heinz Schu­bert von der Trend Online­zei­tung – pro und con­tra – dis­ku­tie­ren. Michael Klock­mann von der Ber­li­ner Initia­tive Grund­ein­kom­men wird mode­rie­ren.

(Quelle: http://​www​.trend​.info​par​ti​san​.net/​t​r​d​0​5​1​1​/​t​6​4​0​5​1​1​.html – mit wei­te­ren Tex­ten zur Debatte)

Realismus statt „Revolutions“-Euphorie

„Wie ein Lauf­feuer erfasste der Auf­ruhr der arbeits-​​ und zukunfts­lo­sen Jugend­li­chen gegen die Vet­tern­wirt­schaft Bin Ali-​​Regime die Völ­ker Tune­si­ens. Eine sich zu Beginn gegen Hun­ger, Arbeits­lo­sig­keit und Elend rich­tende Rebel­lion, ent­wi­ckelte sich sehr rasch zu einem Volks­auf­stand für Frei­heit und Demo­kra­tie, zu einer revo­lu­tio­nä­ren Erhe­bung zum Sturz des ver­hass­ten Unterdrücker-​​Regimes. […]. Als klar wurde, dass Bin Ali nicht zu hal­ten war, spran­gen Teile des beste­hen­den Sys­tems, die Armee und die Büro­kra­tie ab. Auch seine ‚Haupt­spon­so­ren‘ Frank­reich, Deutsch­land, Ita­lien und USA lie­ßen ihren, bis vor kur­zem ‚ver­trau­ens­wür­di­gen‘, treuen ‚Ver­bün­de­ten‘ und ‚Freund‘ wie eine heiße Kar­tof­fel fal­len. Sie schwenk­ten um. Ihre Geschäfte woll­ten sie nun mit den ‚neuen‘ Macht­ha­bern wei­ter­füh­ren. Plötz­lich ent­deck­ten sie, dass Tune­sien seit vier­zig Jah­ren von einem ‚fürch­ter­li­chen‘ und ‚auto­ri­tä­ren‘ Dik­ta­tor beherrscht wurde. Zudem war, so empör­ten sie sich, der Staat durch und durch kor­rupt! Diese impe­ria­lis­ti­schen Heuch­ler! […]
der bis­he­rige Ver­lauf [ist] so, dass einige ver­hasste Ver­tre­ter des Regimes durch andere ersetzt wer­den. Aber das Sys­tem der Aus­beu­tung und die Abhän­gig­keit vom Impe­ria­lis­mus blei­ben beste­hen. Es wer­den neue Koali­tio­nen von Grup­pen der alten Elite, und vor allem der ‚mode­rat isla­mi­schen‘ Oppo­si­tion, die bis­her von der Macht aus­ge­schlos­sen war geschmie­det. Das wird als Demo­kra­ti­sie­rung ver­kauft. Zwar wer­den einige for­mal bür­ger­lich demo­kra­ti­sche Schritte unter­nom­men, bzw. dahin­ge­hende Ver­spre­chun­gen gemacht, aber wirk­li­che Frei­heit und Demo­kra­tie für das werk­tä­tige Volk gibt nicht. So sind die Revo­lu­tio­nen in Maghreb und in Ara­bien momen­tan abge­bro­chene, halbe Revo­lu­tio­nen.
[…]. Alle impe­ria­lis­ti­schen Mächte USA, EU, Kanada, China und Russ­land usw. machen sich diese Rebel­lio­nen der Völ­ker zunutze. […]. Der bis­he­rige Ver­lauf der Volks­auf­stände zeigt als wich­tigs­ten Man­gel der Bewe­gung das Feh­len einer kom­mu­nis­ti­schen Orga­ni­sa­tion und Füh­rung. Die enorme Schwä­che der kom­mu­nis­ti­schen Bewe­gung lässt den Impe­ria­lis­ten und ihren Hel­fers­hel­fern Raum für ihre Manö­ver. […].
Wir Kom­mu­nis­ten sind Feinde des faschis­ti­schen Ghad­dafi Regimes. Wir sind für die Zer­schla­gung die­ses Regimes durch die volks­de­mo­kra­ti­sche Revo­lu­tion der Völ­ker Liby­ens. Wir unter­stüt­zen mit all unse­ren Mög­lich­kei­ten ihren Kampf gegen das Ghad­dafi Regime. Wir sind zugleich gegen jede Inter­ven­tion der Impe­ria­lis­ten! Denn wir wis­sen, dass all die schön for­mu­lier­ten Ziele ‚Unter­stüt­zung der Demo­kra­tie und Frei­heit‘, ‚Schutz der Zivil­be­völ­ke­rung vor Mas­sa­kern‘, ‚Men­schen­rech­ten‘ nichts als Lügen sind. Auch wenn viele Men­schen im Osten Liby­ens heute in ihrer Ver­zweif­lung in den Impe­ria­lis­ten ihre Ret­ter und Schutz­macht sehen, ändert das nichts an die­ser Tat­sa­che. […]. In die­sem Sinne rufen wir alle auf: Kämpft gegen die impe­ria­lis­ti­sche Inter­ven­tion und gegen den Krieg der Impe­ria­lis­ten in Libyen. Dies ist auch die beste Unter­stüt­zung des Kamp­fes der Völ­ker Liby­ens gegen das faschis­ti­sche Ghad­dafi Regime. Wirk­li­che Befrei­ung wird nur durch die Revo­lu­tion der Völ­ker Liby­ens erreicht wer­den.“

(Flug­blatt von Bolşe­vik Par­tizan [Nordkurdistan/​Türkei] und TROTZ ALLE­DEM! [Deutsch­land])

Ich würde mei­ner­seits vor­schla­gen, noch deut­li­cher zwi­schen poli­ti­schen Revo­lu­tio­nen und sol­chen, die auch die Pro­duk­ti­ons­ver­hält­nisse erfas­sen, zu unter­schei­den sowie dem – in dem Flug­blatt ver­wen­de­ten – abschät­zi­gen Begriff von „for­mal“ wider­spre­chen; auch der dort ver­wen­dete „Faschismus“-Begriff scheint mir dis­kus­si­ons­be­dürf­tig.

Folien: Über die Probleme des juristischen Politisierens und der politizistischen Juristerei

Hier gibt es die Folien zum Vor­trag von ges­tern; ein Mit­schnitt der gesam­ten Ver­an­stal­tung wird dem­nächst von FSK Ham­burg gesen­det und danach bei den Freien Radios online zur Ver­fü­gung ste­hen.
Eine schrift­lich aus­for­mu­lierte und deut­lich erwei­terte Fas­sung mit tip­top und garan­tiert nicht geschum­mel­ten Fuß­no­ten wird es dem­nächst – wahr­schein­lich beim Ein­stel­lungs­bünd­nis – eben­falls online geben.

Meine bis­he­ri­gen Stel­lung­nah­men zum Thema:
http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​0​/​0​3​/​2​0​/​p​r​o​b​l​e​m​e​-​d​e​r​-​s​o​l​i​d​a​r​i​t​a​e​t​s​a​r​b​e​i​t​-​u​n​d​-​d​e​r​-​r​e​c​h​t​s​p​o​l​i​t​i​k​-​o​d​e​r​-​w​a​r​u​m​-​g​u​t​e​r​-​w​i​l​l​e​-​a​l​l​e​i​n​-​n​i​c​h​t​-​r​e​icht/
.

Wir dürfen uns wichtig fühlen

Wir – Auto­rIn und Kom­men­ta­to­rIn­nen bei Theo­rie als Pra­xis sowie die Ver­fas­ser des diskussions-​​auslösenden Papiers Neue Anti­ka­pi­ta­lis­ti­sche Orga­ni­sa­tion? Na end­lich! – dür­fen uns wich­tig füh­len – fin­det medium:

Diskussion über Antidiskriminierungspolitik, revolutionärem Feminismus und Nebenwiderspruchs-Marxismus

Seit fast einm Jahr gibt es hier eine ziem­lich kon­ti­nu­ier­li­che Dis­kus­sion mit Kom­men­ta­to­rin Zara über fünf Arti­kel hin­weg zum Thema Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­po­li­tik, revo­lu­tio­nä­rer Femins­mus und Nebenwiderspruchs-​​Marxismus – hier ein Über­blick:

Bom­bar­diert das Haupt­quar­tier der Philosophen-​​Könige (vom 27.06.2010 – 14 Kom­men­tare)

Noch ein­mal zu den Rassismus-​​Vorwürfen gegen den Ber­li­ner CSD (vom 29.06.2010 – 25 Kom­men­tare)

Inter­sek­tio­na­li­tät und Gesell­schafts­theo­rie (vom 03.07.2010 – 3 Kom­men­tare)

Was ist „Geschmack“? (vom 06.11.2919 – 10 Kom­men­tare)

Anti­ka­pi­ta­lis­tisch ist nicht revo­lu­tio­när genug! (vom 15.05.2011 – bis­her 11 Kom­men­tare).

-----

Vgl. zum glei­chen Thema auch noch dort:

Gegen den Strom (03.05.2011 – 6 Kom­men­tare) die Fuß­no­ten 5 bis 7

Zur Kri­tik des marxistisch-​​gegenstandpunklerischen Klein­re­dens von Sexis­mus und Patri­ar­chat (11.10.2009 – 14 Kom­men­tare)

Kurz und bün­dig: Zwei Ein­füh­run­gen in den Femi­nis­mus (17.10.2009 – 3 Kom­men­tare).

-----

Siehe außer­dem die in Fort­set­zung befind­li­che Doku-​​Serie „Revo­lu­tio­nä­rer Femi­nis­mus“:

► frauen […] aus ver­schie­de­nen poli­ti­schen berei­chen, Zur Poli­tik der Frauen aus dem Anti­ras­sis­ti­schen Zen­trum und grund­sätz­li­che Über­le­gun­gen zur anti­ras­sis­ti­schen Poli­tik, aus: inte­rim Nr. 184/​185 v. 19.03.1992

Inter­view mit der Roten Zora, aus: Emma Juni 1984

Eine femi­nis­ti­sche Kri­tik, aus: inte­rim Nr. 229, 25.02.1993, S. 23 – 27.

-----

Siehe schließ­lich die dort

http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​a​n​dere/ in Abschnitt „A. Femi­nis­mus“ genann­ten, eben­falls doku­men­tier­ten Tex­ten

und hier all­ge­mein

► die Kate­go­rie queer & gen­der (mit bis­her 79 Bei­trä­gen).

Antikapitalistisch ist nicht revolutionär genug!

[Der fol­gende Text als .pdf-Datei]

Vor kur­zem wurde an ver­schie­de­nen Stel­len im Netz ein Papier eines Dis­kus­si­ons­krei­ses um Michael Prütz (1, 2, 3, 4; vgl. 5) ver­öf­fent­licht – Titel: Neue Anti­ka­pi­ta­lis­ti­sche Orga­ni­sa­tion? Na end­lich! Wor­über müs­sen wir uns ver­stän­di­gen und wor­über nicht. Plä­diert wird für eine „soli­da­ri­sche und kon­tro­verse, ergeb­nis­of­fene und ziel­ge­rich­tete Debatte“ zwi­schen „‚Mar­xis­mus’ und ‚Auto­no­mie’, Links-​​Sozialisten /​ Links-​​Kommunisten und Bewe­gungs­linke“. Ver­öf­fent­licht wurde der Text von den online-​​Zeitschriften trend, Linke Zei­tung (wo es in den Kom­men­ta­ren eine LeserIn-​​Diskussion zu dem Text gibt) sowie scharf-​​links (wo auch zwei daran anschlie­ßende Texte ver­öf­fent­licht wur­den) und den blogs Rap­pel­kiste (bei blog​sport​.de) und Rote Pre­digt (bei over-​​blogs, die zu dem social bookmark-​​Dienst wikio gehö­ren) sowie auf der home­page der Sozia­lis­ti­schen Koope­ra­tion; Ent­ding­li­chung ver­linkte den Text.
Diese paar Ver­öf­fent­li­chungs­orte und Ant­wor­ten sind zwar bei wei­tem nicht die Reso­nanz auf das Papier, die not­wen­dig wäre, um jene Idee mehr als eine Idee sein zu las­sen. Ich will mir aber trotz­dem nicht zu schade dafür sein, fünf Anmer­kun­gen zu dem Text zu machen. Denn die gene­relle Über­zeu­gung, daß es einer lin­ken Struk­tur bedarf, die pro­gram­ma­tisch links von der Links­par­tei (m.E. auch links von der Inter­ven­tio­nis­ti­schen Lin­ken [IL]) steht, die ver­bind­li­cher orga­ni­siert ist als die auto­nome Szene (und eben­falls ver­bind­li­cher als die IL), aber im Gegen­satz zu der Revo­lu­tio­nä­ren Lin­ken um die Zeit­schrift radi­kal nicht klan­des­tin orga­ni­siert, son­dern in Demons­tra­tio­nen, Ver­an­stal­tun­gen und Bünd­nis­sen auch per­sön­lich (in Form von für sie ein­ste­hen­den Mit­glie­dern) sicht-​​ und ansprech­bar ist, würde ich tei­len. Was die inhalt­li­che Aus­rich­tung anbe­langt, hört sich, „die eige­nen revo­lu­tio­nä­ren Posi­tio­nen wie­der mit ein wenig mehr Selbst­be­wusst­sein zu ver­tre­ten“ (Hv. hin­zu­ge­fügt), für mei­nen Geschmack aller­dings noch zu zag­haft an. –
Hier also meine fünf Anmer­kun­gen: (mehr…)

Noch eine Ankündigung für kommenden Mittwoch (18.5., Südblock)

„Ver­an­stal­tung zu Soli­da­ri­tät und Anti­re­pres­si­ons­ar­beit

18. Mai | 19.30 Uhr | Süd­block | Admi­ral­straße 1-​​2 | U-​​Bhf. Kott­bus­ser Tor | Berlin-​​Kreuzberg

Anläss­lich der Buch-​​Neuerscheinung »Das zarte Pflänz­chen der Soli­da­ri­tät gegos­sen« lädt das Ber­li­ner Ein­stel­lungs­bünd­nis zu einer Podi­ums­dis­kus­sion über Soli­da­ri­tät und Anti­re­pres­si­ons­ar­beit ein. An dem Gespräch neh­men teil:

· Phi­lip Scheff­ner, Regis­seur des Films »Der Tag des Spat­zen«
· Det­lef Geor­gia Schulze, Politolog_​in und Rechtstheoretiker_​in
· Ver­tre­ter des freien Radio FSK Ham­burg
· Ver­tre­ter des Ein­stel­lungs­bünd­nis­ses

Die Podi­ums­teil­neh­mer haben die Soli­da­ri­täts­ar­beit zu den §129(a)-Verfahren und dem Pro­zess wegen Mit­glied­schaft in der mili­tan­ten gruppe (mg) kri­tisch beglei­tet. Im gemein­sa­men Gespräch wer­den sie sich über ihre ver­schie­de­nen Gründe für poli­ti­sches Enga­ge­ment und Soli­da­ri­tät aus­tau­schen sowie Stär­ken und Schwä­chen des Ein­stel­lungs­bünd­nis­ses resü­mie­ren.

Ver­an­stal­tungs­ter­min: Mitt­woch 18. Mai 2011 | 19.30 Uhr
Süd­block | Admi­ral­str. 1-​​2 | U-​​Bhf. Kott­bus­ser Tor | Berlin-​​Kreuzberg

Die Ver­an­stal­tung fin­det anläss­lich einer Buch­ver­öf­fent­li­chung, in der die drei­jäh­rige Arbeit des Ein­stel­lungs­bünd­nis­ses doku­men­tiert wird, statt:

»Das zarte Pflänz­chen der Soli­da­ri­tät gegos­sen.
Zu den Ver­fah­ren und dem Pro­zess wegen Mit­glied­schaft in der mili­tan­ten gruppe (mg).«
Autor: Bünd­nis für die Ein­stel­lung der §129(a)-Verfahren.
ISBN 978-​​3-​​942885-​​00-​​3, edi­tion assem­blage, 86 Sei­ten, 4.80 Euro

Wei­tere Ver­an­stal­tun­gen fin­den am 4. Juni in Ber­lin und am 17. Juni 2011 in Müns­ter statt.

Infor­ma­tio­nen: http://​ein​stel​lung​.so36​.net/​d​e​/1815″

(Quelle: https://​ein​stel​lung​.so36​.net/​d​e​/​p​m​/1828)

Meine bis­he­ri­gen Stel­lung­nah­men zum Thema:
http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​0​/​0​3​/​2​0​/​p​r​o​b​l​e​m​e​-​d​e​r​-​s​o​l​i​d​a​r​i​t​a​e​t​s​a​r​b​e​i​t​-​u​n​d​-​d​e​r​-​r​e​c​h​t​s​p​o​l​i​t​i​k​-​o​d​e​r​-​w​a​r​u​m​-​g​u​t​e​r​-​w​i​l​l​e​-​a​l​l​e​i​n​-​n​i​c​h​t​-​r​e​icht/

Was der FAZ auf einmal auffällt… – RAF-Prozesse in den 70ern

„In den sieb­zi­ger Jah­ren, als die Anfüh­rer der RAF gefasst wor­den waren, wurde von Straf­ju­ris­ten nach den Prin­zi­pien des Rechts­rea­lis­mus gehan­delt. Die Jus­tiz sah sich als ein Mit­tel zur Her­bei­füh­rung eines poli­ti­schen Zwecks: Die Ter­ro­ris­ten soll­ten so schnell und so lange wie mög­lich hin­ter Git­ter. Nur auf diese Weise könn­ten wei­tere Ver­bre­chen ver­hin­dert wer­den, glaubte man (neben­bei sei erwähnt, dass das Gegen­teil erreicht wurde). Die Pro­zesse soll­ten so kurz wie mög­lich dau­ern. Es gab aber oft keine aus­rei­chen­den Beweise, mit denen den ein­zel­nen Ange­klag­ten ihre indi­vi­du­el­len Taten nach­ge­wie­sen wer­den konn­ten. Man schuf des­halb die umstrit­tene juris­ti­sche Hilfs­kon­struk­tion mit­tel­ba­rer Mit­tä­ter­schaft, nach dem alten Sprich­wort ‚mit­ge­gan­gen, mit­ge­fan­gen, mit­ge­han­gen‘.“

(Quelle: http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E38B87317877C4CB49BA1584645629B3D~ATpl~Ecommon~Scontent.html)

Bilanz der Arbeit des Einstellungsbündnisses

Mi., 18.5.; 19:30 h:

„Süd­block (Admi­ral­str. 1-​​2): Podi­ums­ver­an­stal­tung
‚Das zarte Pflänz­chen der Soli­da­ri­tät gie­ßen‘. Podi­ums­ver­an­stal­tung zur Soli­da­ri­täts­ar­beit im §129(a)-Verfahren wegen Mit­glied­schaft in der mili­tan­ten gruppe (mg). Das Ein­stel­lungs­bünd­nis hat sein Resü­mee in Buch­form vor­ge­legt und lädt zu einer Ver­an­stal­tung in Ber­lin ein.
Nach drei Jah­ren Soli­da­ri­täts­ar­beit und der Ver­ur­tei­lung von Axel, Flo­rian und Oli­ver wegen ver­such­ter Brand­stif­tung an Bundeswehr-​​LKW im Ber­li­ner mg-​​Prozess legt das Ein­stel­lungs­bünd­nis sein Resü­mee vor. Die Soli-​​Gruppe beschreibt unter ande­rem die ver­schie­de­nen Linien und Fall­stri­cke der Soli-​​Arbeit, die Mög­lich­kei­ten und Schwie­rig­kei­ten, einen poli­ti­schen Pro­zess zu füh­ren und die Wahr­neh­mung durch die Linke und die Medien. Die Aus­wer­tung ver­steht sich als Hand­rei­chung für alle, die sich mit Repres­sion aus­ein­an­der­set­zen, von ihr betrof­fen sind oder sein könn­ten.“

(Quelle: http://​www​.stress​fak​tor​.squat​.net/​t​e​r​m​i​n​e​.​p​h​p​?​t​a​g​=​1​8​0​52011)

Vor­stel­lung des Resümee-​​Büchleins:
http://​ein​stel​lung​.so36​.net/​d​e​/1815

PS.:
Die Admi­ral­straße geht in Südwest-​​Richtung vom Kott­bus­ser Tor ab.

PPS.:
Ich bin auch ein­ge­la­den wor­den, etwas zu erzäh­len – und es wird auch etwas Neues gegen­über dem bis­her schon Gesag­ten:
http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​1​0​/​0​3​/​2​0​/​p​r​o​b​l​e​m​e​-​d​e​r​-​s​o​l​i​d​a​r​i​t​a​e​t​s​a​r​b​e​i​t​-​u​n​d​-​d​e​r​-​r​e​c​h​t​s​p​o​l​i​t​i​k​-​o​d​e​r​-​w​a​r​u​m​-​g​u​t​e​r​-​w​i​l​l​e​-​a​l​l​e​i​n​-​n​i​c​h​t​-​r​e​icht/
wer­den.

RUMMOTZEN stellt Fragen zur Feministischen Kritik

Rum­mot­zen zitiert einige Absätze aus der Femi­nis­ti­schen Kri­tik und wirft dann fol­gende Fra­gen auf:

„Wie ste­hen wir Frauen zur Gewalt?
Kön­nen wir eine neue Gewalt­de­batte eröff­nen?
Was heißt ,,Gewalt“ als Rebel­lion von unten, wel­che Kon­se­quen­zen wür­den wir zie­hen?
Wenn die ,,Frau“ oder die ,,Klasse“ als solche,,abgeschafft“ wird und statt­des­sen der Mensch in sei­ner Sub­jek­ti­vi­tät ver­bleibt und einen Ein­zel­kampf füh­ren muss, ist es eine Negie­rung aller Gewalt, die immer­noch an dem Kol­lek­tiv der Frauen bzw. der Klasse geschieht?“

(http://​baum​derg​lu​eck​se​lig​keit​.blog​sport​.de/​2​0​1​1​/​0​4​/​2​8​/​e​i​n​e​-​f​e​m​i​n​i​s​t​i​s​c​h​e​-​k​r​i​t​i​k​-​a​u​s​z​uege/)

Vgl. zu dem Thema auch mei­nen Text:
Gegen den Strom. Ver­such einer Aktua­li­sie­rung der „Feministische[n] Kri­tik“ von 1993.

Rassismus – „Vorurteil“ oder gesellschaftliche Struktur?

Bereits 1984 wandte sich Jenny Bourne unter der Über­schrift „Für einen anti-​​rassistischen Femi­nis­mus“ gegen eine Kon­zep­tio­nie­rung von Ras­sis­mus als Samm­lung von „Vor­ur­tei­len“. Der Text wurde zunächst auf Eng­lisch in Lon­don vom Insti­tute of Race Rela­ti­ons ver­öf­fent­licht. Als – unge­hef­tete – Mini-​​Broschüre/​Flugschrift (ohne Ver­lags­an­gabe und Erschei­nungs­ort) wurde er wohl zunächst 1991 ins Deut­sche über­setzt und ver­brei­tet. Im Jahr dar­auf wurde er – zusam­men mit einem wei­te­ren Text der Ver­fas­se­rin in das Buch From Resis­tance to Rebel­lion. Texte zur Rassismus-​​Diskussion (Schwarze Risse /​ Rote Straße: Berlin/​Göttingen, 1992), das außer­dem Texte von A. Siva­n­an­dan und Fiz Fekete ent­hält, auf­ge­nom­men. Das fol­gende Zitat doku­men­tiert mit gering­fü­gi­gen Aus­las­sun­gen den Abschnitt „Ras­sis­mus – ein indi­vi­du­el­les Pro­blem?“ (mehr…)

Heute (5.5.11; 17 h): queere Globalisierung & imperialen Begehrens

Offi­zi­elle Ver­an­stal­tungs­an­kün­di­gung mit nach­fol­gen­den Anmer­kun­gen von mir sowie einem Ver­an­stal­tungs­be­richt als Kom­men­tar:

Don­ners­tag 5. Mai 2011 im Audi­max der ASH Ber­lin; “Queer-​​Globalization”

Queer-​​Globalization

Zum Thema spre­chen und dis­ku­tie­ren María do Mar Cas­tro Varela und Jen­ni­fer Pet­zen.

Mode­ra­tion: Koray Yilmaz-​​Günay (mehr…)

Vortrag Berlin: Mi., 4.5., 20 h – Abwertung reproduktiver Arbeit in der frühen SU

Zur Abwer­tung repro­duk­ti­ver Arbeit und der Fort­schrei­bung kapi­ta­lis­ti­scher Geschlech­ter­ar­ran­ge­ments in der Sowjet­union

Mit dem Namen der rus­si­schen Mar­xis­tin und Minis­te­rin in der frü­hen Sowjet­union Alex­an­dra Kol­lon­tai sind bedeu­tende der kurze frau­en­po­li­ti­sche Auf­bruch nach der Okto­ber­re­vo­lu­tion ver­bun­den.
Die Libe­ra­li­sie­rung des Schei­dungs­rechts, das Recht auf Abtrei­bung, die Ein­rich­tung von Gemein­schafts­kü­chen, die die indi­vi­du­elle Haus­ar­beit erset­zen soll­ten, gehö­ren zu den Ele­men­ten ihrer Poli­tik.

null

Am Roten Abend wird sich die Auto­rin und Kura­to­rin Feli­cita Reu­schling mit den prak­ti­schen und theo­re­ti­schen Inter­ven­tio­nen von Kol­lon­tai kri­tisch unter­su­chen. Dabei setzt sie sich nicht nur mit Kol­lon­tais Bewer­tung der Haus­ar­beit als unpro­duk­tiv aus­ein­an­der. Sie hin­ter­fragt mit dem Begriff der pro­duk­tive Arbeit eine zen­trale Kate­go­rien des Marx­schen Den­kens. Das schließt die Kri­tik der Arbeits­wert­lehre bei ein, wo Ausbeutungs-​​ und Hier­ar­chie­ver­hält­nisse nur bei bezahl­ter und damit auch quan­ti­fi­zier­ba­rer Arbeit fest­ge­stellt wer­den kön­nen und damit eine natio­nal­öko­no­mi­sche Per­spek­tive repro­du­ziert wird.
In einer Zeit, wo der Care-​​Sektor wächst, der nach die­ser Defi­ni­tion zur unpro­duk­ti­ven Arbeit gezählt wird, ist eine sol­che Kri­tik beson­ders wich­tig bei allen, die wei­ter­hin an die Per­spek­tive einer kom­mu­nis­ti­schen Ver­ge­sell­schaf­tung fest­hal­ten.
Roter Abend: Mitt­woch, 04. Mai 2011 ab 20 Uhr im Stadt­teil­la­den Zie­lona Gora, Grün­ber­ger Str. 73, Berlin-​​Friedrichshain.“

Quelle: http://​inter​komm​.so36​.net/​a​r​c​h​i​v​/​r​o​t​e​r​a​b​e​n​d.php

google-​​maps

Gegen den Strom

Ver­such einer Aktua­li­sie­rung der „Feministische[n] Kri­tik“ von 1993

[Der fol­gende Text als .pdf-Datei]

Ich doku­men­tierte hier kürz­lich eine „Femi­nis­ti­sche Kri­tik“ an der sog. Neuen Poli­tik der RAF seit 1992, die schließ­lich in nichts ande­res als den Zer­fall des Gefangenen-​​Kollektivs und der Selbst­auf­lö­sung der RAF mün­dete. Von Neuer Poli­tik keine Spur. Kapi­tu­la­tion auf der einen Seite. Und Hilf­lo­sig­keit auf der ande­ren Seite des anti­im­pe­ria­lis­ti­schen Spek­trums.

(„Anti­im­pe­ria­lis­ti­scher Wider­stand“ oder kurz „Anti­imps“ bedeu­tete im dama­li­gen lin­ken Sprach­ge­brauch noch nicht [oder jeden­falls nicht in ers­ter Linie] – wie heute zumeist – Ori­en­tie­rung an reak­tio­nä­ren tri­kon­ti­nen­ta­len Regi­men und Bewe­gun­gen, son­dern eine gewisse Affi­ni­tät zum Ver­such der RAF und ande­rer west­eu­ro­päi­scher Gue­ril­la­grup­pen eine „anti­im­pe­ria­lis­ti­sche Front in West­eu­ropa“ auf­bauen.1 Ich kam mit die­ser Szene 1989, wäh­rend des letz­ten gro­ßen Hun­ger­streiks der Gefan­ge­nen aus der RAF in losen, dis­tan­zier­ten Kon­takt, als sich diese Ori­en­tie­rung schon in einer, nun auch von den Akteu­rIn­nen selbst als sol­che erleb­ten Krise befand.)

Lese­rin Bäum­chen pos­tete zu dem doku­men­tier­ten Text von 1993 fol­gen­den Kom­men­tar:

„Vie­len Dank! Die Zivi­li­sa­ti­ons­theo­rie von Nor­bert Elias könnte erklä­ren, warum mir der Text zu Anfang sehr unan­ge­nehm erschien; Gewalt ist ver­pönt heut­zu­tage und mono­po­lo­siert, Zwänge inter­na­li­siert; der Mensch zivi­li­siert. Des­we­gen würde es mich inter­es­sie­ren, wie du zu die­sem Text stehst und wel­che Schlüsse du dar­aus für dich oder für den Femi­nis­mus ziehst.

Liebe Grüße!“

Auch, wenn ich nicht in der Lage bin, das bekun­dete Inter­esse („wie du zu die­sem Text stehst und wel­che Schlüsse du dar­aus für dich oder für den Femi­nis­mus ziehst“) wirk­lich sys­te­ma­tisch zu beant­wor­ten, sprengt doch auch schon ein dahin­ge­hen­der Ver­such jede ver­tret­bare Kommentar-​​Länge, sodaß ich dar­aus hier einen neuen Bei­trag mache. Auf­ge­wor­fen ist damit nicht weni­ger als die Frage nach den Per­spek­ti­ven revo­lu­tio­nä­rer Poli­tik und eines revo­lu­tio­nä­ren Femi­nis­mus – und damit zunächst ein­mal das Pro­blem, diese über­haupt – und sei es auch nur intel­lek­tu­ell – zu rekon­stru­ie­ren.

I. Zur Haupt­these des Tex­tes

Bäum­chen schreibt, daß ihr der Text zunächst unan­ge­nehm erschien – und zwar viel­leicht des­halb, weil dort Gewalt – anders als zumeist – nicht ver­pönt ist. In der Tat, die – unab­hän­gig von der dama­li­gen Dis­kus­sion über die RAF – grund­le­gende These des Tex­tes lau­tet:

„in einer gesell­schaft, in der welt­weit frauen und mäd­chen auf­grund patri­ar­cha­ler macht­ord­nung unter­drückt wer­den, ver­ge­wal­tigt wer­den, ihre gefühle, ihre krea­ti­vi­tät, ihre kör­per, ihre phan­ta­sie, ihre lust, ihre arbeits­kraft, ihre intel­li­genz, ihr wis­sen aus­ge­beu­tet wer­den, in der frauen eine unter­stellte, eine kolo­ni­sierte soziale klasse sind, haben frauen indi­vi­du­ell und kol­lek­tiv die berech­ti­gung, mit jedem mit­tel gegen das sys­tem ihrer unter­drü­ckung und gegen jeden ein­zel­nen unter­drü­cker vor­zu­ge­hen!“

Ich kann die Schwie­rig­kei­ten von Bäum­chen mit die­ser kla­ren Ansage ver­ste­hen, denn ich habe es mei­ner­seits bis­her nicht ein­mal bis zu einem Stein­wurf auf einer Demo gebracht.2

Eine ernst­hafte Dis­kus­sion über Gewalt zu füh­ren, wie dies in der femi­nis­ti­schen Kri­tik von 1993 gemacht wurde, setzt aller­dings vie­les vor­aus – vie­les, was auch für die­je­ni­gen an lin­ker und femi­nis­ti­scher Poli­tik Betei­lig­ten wich­tig ist, die nicht gerne Steine wer­fen, Mol­lis bas­teln oder mit Kalasch­ni­kows raum­lau­fen.

Der Text von 1993 arti­ku­lierte noch eine Ein­sicht, die heute selbst viele, die ab und an mal bei Demos Steine schmei­ßen, nicht mehr haben (und die sich statt des­sen auf Kin­de­reien wie, „Die Bul­len haben doch aber zuerst ange­fan­gen.“, stüt­zen) – näm­lich die Ein­sicht, daß ‚wir’ (ich weiß, die­ses ‚wir’ exis­tiert heute nicht; und es exis­tierte auch 1993 nicht wirk­lich) irgend­wann die­je­ni­gen sein müs­sen, die ‚anfan­gen’ müß­ten, wenn es uns denn die Bul­len nicht abneh­men wür­den. Revo­lu­tio­näre Poli­tik ist nicht nur Selbst­ver­tei­di­gung; wir müs­sen mit dem Rücken von der Wand weg­kom­men, gegen die uns der staat­li­che, mas­sen­me­diale und auch von vie­len Lin­ken mit einem undif­fe­ren­zier­ten und exten­si­ven Gewalt-‚Begriff’ betrie­bene (Anti-)Gewalt-Diskurs drängt – das ist die These der Femi­nis­ti­schen Kri­tik:

„femi­nis­mus ist nicht nur selbst­ver­tei­di­gung mit dem rücken zur wand und dem grauen im her­zen. femi­nis­mus ist nicht allein der gesell­schaft­li­che rück­zug in frau­en­ge­mein­schaf­ten. das empö­ren gegen unge­rech­tig­keit, die wut im bauch, die theo­rie von unter­drü­ckung und ver­än­de­rung. femi­nis­mus ist mehr als die reak­tion auf poli­ti­sche umstände oder mate­ri­elle bedin­gun­gen. femi­nis­mus ist das bewußt­sein, nicht nur von ursa­chen der unter­drü­ckung, son­dern auch von bedin­gun­gen, not­wen­dig­kei­ten, mög­lich­kei­ten der ver­än­de­rung.“

Ent­spre­chend war auch Karl Marx der Ansicht:

„Die Gewalt ist der Geburts­hel­fer jeder alten Gesell­schaft, die mit einer neuen schwan­ger geht.“ (Das Kapi­tal. Bd. 1, 24. Kap., 6. Gene­sis des indus­tri­el­len Kapi­ta­lis­ten; MEW 23, 779).

Und Mao Tse-​​Tung sagte:

„Für alles Reak­tio­näre gilt, daß es nicht fällt, wenn man es nicht nie­der­schlägt.“ (Aus­ge­wählte Werke. Bd. IV, 7-​​23 [17]).

II. Zum dama­li­gen poli­ti­schen Kon­text und den Ver­schie­bun­gen, die bis heute ein­ge­tre­ten sind

1. Im Kon­text der vor­ge­nann­ten, in den 70er-​​ und 80er-​​Jahren auch von vie­len Femi­nis­tin­nen geteil­ten Ansicht, gab es auch Anfang der 1990er Jahre noch ganz andere femi­nis­ti­sche Struk­tu­ren als heute. (mehr…)