@ Mädchenblog: Habt Ihr nicht eine Kleinigkeit vergessen?! ;-)

Der Mäd­chen­blog schreibt, „Frau­en­po­li­tik? In Deutsch­land ist das kein Thema mehr. Hier­zu­lande gibt es, um der demo­gra­phi­schen Apo­ka­lypse zu ent­ge­hen, nur noch Fami­li­en­po­li­tik. Und diese zeigt Erfolge: In Deutsch­land arbei­ten Müt­ter immer weni­ger.“, und zitiert dann aus einem taz-Arti­kel:

„Dem­nach arbei­te­ten west­deut­sche Müt­ter, die bei­spiels­weise Kin­der im Alter von 10 bis 14 Jah­ren hat­ten, im Jahr 2000 durch­schnitt­lich 18,7 Wochen­stun­den. 2007 waren es nur noch 16,7 Wochen­stun­den. In Ost­deutsch­land sank die Wochen­ar­beits­zeit sogar von 27,9 auf 23,4 Stun­den.“

Habt Ihr da nicht etwas Ent­schei­den­des ver­ges­sen?! Daß Müt­ter weni­ger bezahlte Erwerbsarbeits leis­ten (das ist doch in dem taz-​​Artikel gemeint1), heißt doch jeden­falls nicht zwangs­läu­fig, daß Müt­ter schlicht­hin weni­ger arbei­ten. Die Erwar­tung an den Auf­wand, den eine „gute Mut­ter“ heute trei­ben muß, um heu­te­zu­tage bspw. schon im frü­hen Grund­schul­al­ter die Zwei­spra­chig­keit der Kin­der und auch ansons­ten eine umfas­sende Bil­dungs­as­pi­ra­tion sicher­zu­stel­len, dürfte doch um eini­ges höher­lie­gen als bspw. noch im Jahr 2000 oder gar – um noch eine andere Zahl zu nen­nen – 1963, oder nicht?!

  1. „‚Viel stär­ker als der Kita-​​Ausbau wir­ken Kräfte, die in die gegen­sätz­li­che Rich­tung zie­hen wie das Ehe­gat­ten­split­ting und die gering­fü­gige Beschäf­ti­gung.‘ Bei­des stelle ‚nied­rige Anreize für Frauen, Voll­zeit ein­zu­stei­gen‘, sagt die For­sche­rin.“ [zurück]
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2 Antworten auf „@ Mädchenblog: Habt Ihr nicht eine Kleinigkeit vergessen?! ;-)“


  1. 1 Blubb 17. April 2011 um 21:55 Uhr

    Ich denke das ist dem Schreiberling schon bewusst, das Reproduktionsarbeit auch Arbeit ist, nur unbelohnt und nicht anerkannt. Und darum geht es ja – warum ist die Verteilung in diesen Bereich so stark an Frauen gebunden? Warum wird der vermeintliche Vater nicht genauso in die Erziehung eingebunden bzw. dieser als Ernährer auserkoren? Warum gibt es Rabenmütter, aber selten Rabenväter, wenn es um Erziehung geht?
    Die Folgen sind ja eher eindeutig, es beeinflusst stark den Lebenslauf, fixiert die Existenz an den Mann, etc.

  2. 2 TaP 17. April 2011 um 22:00 Uhr

    „Ich denke das ist dem Schreiberling schon bewusst, das Reproduktionsarbeit auch Arbeit ist,“

    Ja, davon gehe ich aus. Nur denke ich, hätte dieser Bewußtheit auch explizit Ausdruck verliehen werden sollen.

    „Mütter [arbeiten] immer weniger“ hört sich halt schon etwas merkwürdig an.

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