Archiv für Dezember 2010

Ein rechtsstaatlicher Sehtest

„Der Begriff R[echtsstaat] ist eine Legi­ti­ma­ti­ons­for­mel […] höchs­ten Ran­ges für die Begrün­dung und Begren­zung von Herr­schaft in Staa­ten und ver­gleich­ba­ren Ver­bän­den. […]. Im Grund­ge­setz wird er in Art. 20 Abs. 2 S. 2 und Abs. 3 GG gese­hen, […].“

(Katha­rina Grä­fin von Schlie­fen, Arti­kel „Rechts­staat (J)“, in: Wer­ner Heun /​ Mar­tin Hone­cker /​ Mar­tin Mor­lok /​ Joa­chim Wie­land [Hg.], Evan­ge­li­sches Staats­le­xi­kon, 4. Aufl.: Kohl­ham­mer: Stutt­gart, 2006, Sp. 1926 – 1934 [1926])

Sehen Sie dort und zei­gen Sie auf den Begriff „Rechts­staat“:

Art. 20 II 2 GG: „Sie [Die Staats­ge­walt] wird vom Volke in Wah­len und Abstim­mun­gen und durch beson­dere Organe der Gesetz­ge­bung, der voll­zie­hen­den Gewalt und der Recht­spre­chung aus­ge­übt.“
Art. 20 III GG: „Die Gesetz­ge­bung ist an die ver­fas­sungs­mä­ßige Ord­nung, die voll­zie­hende Gewalt und die Recht­spre­chung sind an Gesetz und Recht gebun­den.“

PS.:
Eine weni­ger phan­ta­sie­rei­che Seh­pra­xis legte in der Vor­auf­lage von 1987 auf den Sp. 2806 – 2818 Richard Bäum­lin an den Tag.