HEUTE: Soli-Demo für die Proteste in Griechenland, Mi. (19.5.), Berlin und FfM

1. Ber­lin: 18 h ab Finanz­mi­nis­te­rium (Wilhelmstraße/​Leipziger Straße)

a)

Von Athen nach Ber­lin – Ban­ken und Kon­zerne sol­len zah­len!

Pres­se­mit­tei­lung des Ber­li­ner Bün­dis­ses “Wir zah­len nicht für eure Krise” vom 16.05.2010

Das Ber­li­ner Bünd­nis “Wir zah­len nicht für Eure Krise!”, in dem über drei­ßig gewerk­schaft­li­che und poli­ti­sche Orga­ni­sa­tio­nen zusam­men­ar­bei­ten, ruft auf zur Demons­tra­tion “Von Athen nach Ber­lin – Ban­ken und Kon­zerne sol­len zah­len!”.

Als Spre­cher des Bünd­nis­ses erklärt Michael Prütz:
In der aktu­el­len öffent­li­chen Mei­nung Deutsch­lands hat die grie­chi­sche Bevöl­ke­rung über ihre Ver­hält­nisse gelebt, es wird gemut­maßt, zu hohe Löhne, zu frü­hes Ren­ten­ein­tritts­al­ter, unver­hält­nis­mä­ßig hoher pri­va­ter Kon­sum hät­ten zu der Misere geführt, in der Grie­chen­land jetzt ist. In wider­li­cher Art und Weise hat die Bou­le­vard­presse gegen die ver­meint­lich fau­len Grie­chen und Grie­chin­nen gehetzt. Nicht aber die grie­chi­sche Bevöl­ke­rung hat über ihre Ver­hält­nisse gelebt, son­dern bei­spiels­weise die grie­chi­schen Ree­der, die die größte Flotte der Welt unter­hal­ten und für ihre Geschäfte kei­nen Cent Mehr­wert­steuer an den Staat ent­rich­ten müs­sen. Auch die grie­chi­sche Kir­che als größ­ter Groß­grund­be­sit­zer in Grie­chen­land zahlt kei­nen Cent Grund­steuer, wäh­rend die grie­chi­sche Regie­rung sich erlaubt, jähr­lich für fünf bis acht Mil­li­ar­den Euro Rüs­tungs­gü­ter in Deutsch­land zu kau­fen. Die deut­sche Bun­des­re­gie­rung wei­gert sich beharr­lich, über die Repa­ra­ti­ons­for­de­run­gen für die von der Wehr­macht began­ge­nen Ver­bre­chen in Grie­chen­land zu reden, die Summe die­ser Repa­ra­ti­ons­for­de­run­gen beläuft sich nach heu­ti­gem Wert auf ca. 70 Mil­li­ar­den Euro. Wür­den die genann­ten Begüns­ti­gun­gen und sinn­lo­sen Aus­ga­ben gestoppt und die berech­ti­gen For­de­run­gen begli­chen, wäre der grie­chi­sche Staat nicht in der desas­trö­sen Lage, in der er jetzt ist.

Die wirk­li­chen Ursa­chen der Krise sind hin­rei­chend bekannt und der soge­nannte Ret­tungs­schirm für Grie­chen­land soll ein­zig und allein die Pro­fite der Ban­ken und Kon­zerne sichern. Die Bevöl­ke­run­gen in Grie­chen­land, aber auch in Spa­nien und Por­tu­gal und mor­gen in Eng­land und Deutsch­land, sol­len dafür zah­len, Kanz­le­rin Mer­kel hat dies schon ange­kün­digt. Am Mitt­woch, den 19. Mai 2010 fin­det wie­der­holt ein Gene­ral­streik in Grie­chen­land statt. Wir gehen am glei­chen Tag auf die Straße, um zu for­dern: “Ban­ken und Kon­zerne müs­sen zah­len, Strei­chung der Schul­den Grie­chen­lands, gegen das neo­li­be­rale Spar­dik­tat in Europa, stoppt die Kür­zung von Löh­nen, Ren­ten und Sozi­al­kahl­schlag!”.

Wei­ter­hin sagen wir: “Stoppt die Hetze gegen die grie­chi­sche Bevöl­ke­rung!”. Wir ste­hen am Beginn einer euro­pa­wei­ten Aus­ein­an­der­set­zung um Löhne, Gehäl­ter und Ren­ten, und diese muss kon­se­quent und kämp­fe­risch geführt wer­den. Die Demons­tra­tion am Mitt­woch ist ein ers­ter Schritt zur Mobi­li­sie­rung für die bun­des­weite Mas­sen­de­mons­tra­tion am 12. Juni 2010, mit der ein deut­li­ches Zei­chen gegen die Poli­tik des Sozi­al­ab­baus gesetzt wird.

Die Demons­tra­tion fin­det statt am Mitt­woch, den 19. Mai 2010,
Demons­tra­ti­ons­be­ginn 18 Uhr,
Demons­tra­ti­ons­route vom Finanz­mi­nis­te­rium Wilhelmstraße/​Leipziger Straße zur EU-​​Vertretung Pari­ser Platz.

Kon­takt: presse[at]kapitalismuskrise.org

(Quelle:
http://​www​.kapi​ta​lis​mus​krise​.org/​m​o​b​i​l​i​s​i​e​r​u​n​g​e​n​-​2​0​1​0​/​p​m​_​1​6​-​0​5-10/)

b)

Von Athen bis Ber­lin – Ban­ken und Kon­zerne sol­len zah­len!

Demons­tra­tion und Kund­ge­bung
Mitt­woch, 19. Mai, 18.00 Uhr
vom Finanz­mi­nis­te­rium (Wilhelmstraße/​Ecke Leip­zi­ger­straße)
zur EU-​​Vertretung (Pari­ser Platz)

Grie­chen­land ist über­all! Von Por­tu­gal bis Lett­land, von Irland bis Grie­chen­land erle­ben wir einen mas­si­ven Angriff auf die Bevöl­ke­rung. Löhne und Ren­ten wer­den gekürzt. Ärztin­nen und Ärzte, Leh­re­rin­nen und Leh­rer wer­den ent­las­sen, Schu­len und Kran­ken­häu­ser geschlos­sen. Die zweite Phase der Krise hat begon­nen.

Wir sind alle Grie­chen und Grie­chin­nen! Das Gebot der Stunde ist euro­päi­sche Soli­da­ri­tät! Nicht die als faul ver­leum­de­ten grie­chi­schen Arbei­te­rin­nen und Arbei­ter sind schuld an der Krise, son­dern ein Sys­tem, in dem nicht für die Bedürf­nisse der Men­schen, son­dern für Pro­fit pro­du­ziert wird. Die Krise heißt Kapi­ta­lis­mus.

Das „Ret­tungs­pa­ket“ aus Steu­er­gel­dern wird vor allem die Gewinne der Gläu­bi­ger­ban­ken garan­tie­ren. Das Spar­dik­tat von IWF und EU ver­schärft die Krise in Grie­chen­land, weil die­je­ni­gen die Krise bezah­len sol­len, die für diese nicht ver­ant­wort­lich sind und die ohne­dies die Las­ten tra­gen.

Zugleich soll damit auch hier der Boden für wei­tere Ent­las­sun­gen, Kür­zun­gen und Pri­va­ti­sie­run­gen vor­be­rei­tet wer­den, wäh­rend die Pro­fite der Ban­ken und Kon­zerne gesi­chert wer­den.

- Die Ban­ken und Kon­zern müs­sen zah­len! Strei­chung der Schul­den Grie­chen­lands!

- Gegen das neo­li­be­rale Spar­dik­tat! Stoppt die Kür­zun­gen von Löh­nen, Ren­ten und Sozi­al­kahl­schlag!

- Stoppt die Hetze gegen die grie­chi­sche Bevöl­ke­rung!

- Soli­da­ri­tät mit dem Kampf der Arbei­te­rIn­nen und Jugend­li­chen!

- Gemein­sa­mer Wider­stand euro­pa­weit!

Zur Demons­tra­tion ruft auf das

Ber­li­ner Bünd­nis „Wir zah­len nicht für eure Krise“. www​.kapi​ta​lis​mus​krise​.org

Der Auf­ruf wird unter­stützt von: BASG – Ber­li­ner Alter­na­tive Soli­da­ri­tät und Gegen­wehr; ALB – Anti­fa­schis­ti­sche Linke Ber­lin; Attac Ber­lin; verdi Ber­lin; Initia­tive Soli­da­ri­tät mit Grie­chen­land; Fels – Für eine linke Strö­mung; Gruppe Soziale Kämpfe; Ber­li­ner Bünd­nis Mon­tags­demo; MLPD – Mar­xis­tisch Leni­nis­ti­sche Par­tei Deutsch­lands, Gruppe Arbei­ter­macht; SAV – Sozia­lis­ti­sche Alter­na­tive; Revo­lu­tion; ABSP – Akti­ons­bünd­nis Sozi­al­pro­teste

V.i.S.d.P.: Karl Mayer, Frank­fur­ter Allee 51, 10555 Ber­lin

(Quelle:
http://​atta​cber​lin​.de/​s​t​a​r​t​s​e​i​t​e​/​n​e​u​e​s​-​d​e​t​a​i​l​a​n​s​i​c​h​t​/​a​r​t​i​c​l​e​/​v​o​n​-​a​t​h​e​n​-​b​i​s​-​b​e​r​l​i​n​-​b​a​n​k​e​n​-​u​n​d​-​k​o​n​z​e​r​n​e​-​s​o​l​l​e​n​-​z​a​h​l​e​n​-571/)

2. Frank­furt am Main: 19 h ab Cam­pus Bocken­heim

Soli­da­ri­tät mit den Auf­stän­di­schen in Grie­chen­land!
Αλληλεγγύη με τους εξεγερμένους στην Ελλάδα!

Staats­bank­rott in Grie­chen­land deut­sche Steu­ern für grie­chi­sche Früh­rent­ner? Mit sol­cher­art Hetze wer­den seit Wochen ras­sis­ti­sche Res­sen­ti­ments in der deut­schen Bevöl­ke­rung geschürt. Pro­phy­lak­tisch stel­len die Herr­schen­den schon jetzt klar, dass nicht sie die Ver­ant­wort­li­chen für die zu erwar­ten­den wei­te­ren sozia­len Ein­schnitte in Deutsch­land sind.
Schuld seien „die Grie­chen“. Die näm­lich, so das in den bür­ger­li­chen Medien der BRD ver­mit­telte Bild, sind kor­rupt und faul, haben jahr­zehn­te­lang über ihre Ver­hält­nisse gelebt, um danach aus­ge­ruht mit 50 in Früh­rente zu gehen. Und nun, in Erwar­tung ret­ten­der deut­scher Steu­er­gel­der, besä­ßen sie auch noch die Frech­heit, gegen drin­gend gebo­tene Lohn­kür­zun­gen zu strei­ken.

Das res­sen­ti­ment­ge­la­dene Rau­schen im deut­schen Blät­ter­wald ist die Begleit­mu­sik zur knall­har­ten Durch­set­zung des Stabilitäts-​​ und Wachs­tums­pak­tes in der Euro­päi­schen Union. In der Wirtschafts-​​ und Finanz­po­li­tik steht das Grie­chen­land seit Anfang des Jah­res fak­tisch unter Zwangs­ver­wal­tung. In der EU-​​Kommission geht die Angst vor einem Aus­ein­an­der­bre­chen der Euro­zone um. Nicht nur die grie­chi­sche Schul­den­krise gefähr­det die Sta­bi­li­tät der Gemein­schafts­wäh­rung, son­dern der als Domino-​​Effekt befürch­tete Bank­rott in wei­te­ren Mit­glied­staa­ten. Die nach mona­te­lan­gem Gezerre bewil­ligte mil­li­ar­den­schwere Finanz­hilfe von EU und IWF gab es erst nach der Zusage „schmerz­haf­ter Refor­men“.
Die grie­chi­sche Bevöl­ke­rung rea­gierte mit einem 48-​​stündgen Gene­ral­streik, Beset­zun­gen staat­li­cher Gebäude und Fern­seh­sen­der und wüten­den Groß­de­mons­tra­tio­nen. Allein in Athen gin­gen am 5. Mai bis zu 200.000 Men­schen auf die Straße. Tau­sende von ihnen ver­such­ten über Stun­den unter der Parole „heute brennt, heute brennt, die­ser Puff das Par­la­ment“ eben jenes zu stür­men. Nur mit dem bru­ta­len Ein­satz von Son­der­ein­satz­kom­man­dos der Poli­zei gelang es, die „Volks­ver­tre­ter“ vor ihrem Volk schüt­zen.

Wäh­rend der Demons­tra­tio­nen kam es zu einem tra­gi­schen Zwi­schen­fall, als bei einem Brand­an­schlag in einem Gebäude der Marfin-​​Bank drei Bank­an­ge­stellte an gif­ti­gen Dämp­fen erstick­ten. Der Tod dreier unschul­di­ger Men­schen liegt seit­dem wie Blei auf den See­len der kämp­fen­den Men­schen in Athen und Grie­chen­land.

Wir wer­den am Mitt­woch den 19. Mai in Frank­furt demons­trie­ren, um unsere Soli­da­ri­tät mit den Kämp­fen­den in Grie­chen­land aus­zu­drü­cken und die wah­ren Schul­di­gen an der Misere zu benen­nen!

Wir sind soli­da­risch mit den strei­ken­den Arbei­te­rin­nen und Arbei­tern, den Rent­nern und Rent­ne­rin­nen, den Ange­stell­ten, der auf­stän­di­schen Jugend und wün­schen ihnen Erfolg.
Sie kämp­fen gegen unge­rechte Ren­ten­kür­zun­gen, gegen die Sen­kung ihrer Löhne und gegen die wei­tere Ver­schlech­te­rung ihrer Arbeits-​​ und Lebens­be­din­gun­gen.

Ihre Streiks, der Gene­ral­streik und ihre Kämpfe sind auch in unse­rem Inter­esse! Gelingt es der grie­chi­schen Bevöl­ke­rung die Angriffe des Kapi­tals zurück­zu­wei­sen, wird dies den Wider­stand der Lohn­ab­hän­gi­gen in den ande­ren Staa­ten Euro­pas ent­schei­dend stär­ken!
Die Bon­zen in die­sem Land, in Grie­chen­land und in den ande­ren euro­päi­schen Staa­ten sol­len ihre Krise sel­ber zah­len!

Für die Frei­heit, für die Anar­chie! Ζήτω η ελευθερία, ζήτω η αναρχία!
Gegen die ras­sis­ti­sche Hetze! Ενάντια στην ρατσιστική προπαγάνδα!
Demons­tra­tion: Mitt­woch 19. Mai, 19 Uhr, Frank­furt am Main, Cam­pus Bocken­heim
Διαδήλωση: Τετάρτη 19. Μαΐου, 19μμ, Frank­furt am Main, Cam­pus Bocken­heim

(Quelle:
http://​frank​fur​tat​hen​.blog​sport​.de/​2​0​1​0​/​0​5​/​1​2​/​a​u​f​r​u​f​-​z​u​r​-​d​e​m​o​n​s​t​r​a​t​i​o​n​-​a​m​-​m​i​-​1​9​-​m​a​i​-​i​n​-​f​r​a​n​k​furt/
)

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