Lange war es angekündigt – nun geht es Schlag auf Schlag: Diesen Monat erscheint Teil-Bd. 1; im März folgt Teil-Bd. 2:
Detlef Georgia Schulze / Sabine Berghahn / Frieder Otto Wolf (Hg.)
Rechtsstaat statt Revolution, Verrechtlichung statt Demokratie?
Transdisziplinäre Analysen zum deutschen und spanischen Weg in die Moderne.
(StaR P. Neue Analyen zu Staat, Recht und Politik. Serie A. Bd. 2)
Westfälisches Dampfboot: Münster, Feb. (Teil-Bd.1) und März (Teil-Bd. 2) 2010
Ist die Rede vom „deutschen Sonderweg“ in der Geschichte gerechtfertigt? Müßte dann nicht auch von einem „spanischen Sonderweg“ gesprochen werden? Vor dem Hintergrund dieser Fragen beleuchten die internationalen AutorInnen des Doppel-Bandes die Rolle der erfolgreichen Revolutionen in England und Frankreich im 17. und 18. Jahrhundert samt der folgenden Auseinanderentwicklung von Nord- und Westeuropa einerseits sowie Süd- und Mitteleuropa andererseits und fragen nach einem Zusammenhang zwischen dem deutschen und dem spanischen Weg sowie dem Rechtsstaatskonzept dieser beiden Länder im Unterschied zur angelsächsischen rule of law und dem französischen État légal.
Teil-Band 1: Die historischen Voraussetzungen
Dieser Teilband zieht eine gründliche Bilanz der Debatte über den „deutschen Sonderweg“ und fragt darüber hinaus nach Parallelen zwischen der deutschen und spanischen Geschichte: Ist es berechtigt, den Franquismus und den Nationalsozialismus aus rein konjunkturellen Gründen der Zwischenkriegszeit zu erklären? Oder gibt es nach wie vor gute Gründe dafür, von spezifischen und einander ähnlichen deutschen und spanischen Wegen zu sprechen, die (auch ohne unvermeidlich gewesen zu sein, jedenfalls) nicht zufällig in diese beiden Diktaturen führten?
Diese Fragen diskutieren u.a. Ellen Wood, Georg Fülberth, Carolyn Boyd, Jörn Leonhard, Teresa Orozco und Volker Berghahn.
Inhaltsverzeichnis
ISBN: 978-3-89691-672-3, 480 Seiten, 49,90 Euro
Teil-Band 2: Die juristischen Konsequenzen
in Teilband 2 nach dem Verhältnis von allgemeiner und Rechtsgeschichte gefragt. Ist nicht gerade das Konzept des Rechtsstaats / des Estado de Derecho mit seiner Limitierung des Parlaments und seiner Anrufung eines metaphysischen Rechts, das von einer starken Verfassungsgerichtsbarkeit implementiert wird, eine Fortsetzung der Schwierigkeiten, auf die die Durchsetzung des Parlamentarismus in Deutschland und Spanien schon im 19. Jahrhundert stieß, während im Vereinigten Königreich mit der Glorious Revolution von 1688 die sovereignty of parliament und in Frankreich im Gefolge der Revolution von 1789 die – ebenfalls parlamentszentriert-positivistische – Konzeption des état légal durchgesetzt wurde? Und was passiert mit diesen Unterschieden im Zuge von europäischer Integration und neoliberaler Globalisierung? Sind Deutschland und Spanien endlich im Westen angekommen? Oder legen es Entwicklungen wie die Ausbreitung von Verfassungsgerichten und internationalen Gerichtshöfen sowie die Absage, die die Bush-Administration mit dem Guantánamo-Regime der rule of law erteilte, nahe vielmehr von einer Germanisierung des Westens zu sprechen?
Diese Fragen diskutieren u.a. Ingeborg Maus, Erhard Denninger, Gabriele Wilde und Brigitte Kerchner sowie Emilia Girón Reguera und Judith Butler.
Inhaltsverzeichnis
ISBN: 978-3-89691-784-3, 472 Seiten, 49,90 Euro
• Inhaltsverzeichnis beider Teilbände
• Gliederung des Vorwortes
• Gliederung der Einleitung
• Gliederung meines Beitrages Die Norm (in) der Geschichte
• Gliederung meines Beitrages Rechtsstaat versus Demokratie
• abstracts der Beiträge (dt./engl.)
• feminismus-relevante Beiträge in dem Buch
• Online-Bestellformular des Verlages
• Netzwerk der AutorInnen und LeserInnen dieser Buch-Reihe bei researchgate
• Gruppe der AutorInnen und LeserInnen dieser Buch-Reihe bei Facebook

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