Stalin als Verfechter des ‚Staates des ganzen Volkes‘

Vor­be­mer­kung: „Dik­ta­tur des Pro­le­ta­ri­ats“ bedeu­tet im klas­si­schen mar­xis­ti­schen Sprach­ge­brauch nicht Dika­tur im staats­recht­li­chen Sinne, son­dern Klas­sen­herr­schaft. Auch eine par­la­men­ta­ri­sche Demo­kra­tie mit Par­tei­en­plu­ra­lis­mus, freien, glei­chen und gehei­men Wah­len sowie wei­te­ren civil rights & liber­ties ist im Sinne die­ses Sprach­ge­brauchs eine Dik­ta­tur der Bour­geoi­sie. Ent­spre­chend ist auch mit dem Aus­druck Dik­ta­tur des Pro­le­ta­ri­ats nicht vorab ent­schie­den, in wel­chen juris­ti­schen und poli­ti­schen For­men diese aus­ge­übt wird.

I. Quel­len

Grund­ge­setz der Rus­si­schen Sozia­lis­ti­schen Föde­ra­ti­ven Sowjet­re­pu­blik (RSFSR) vom 10. Juli 1918

„Arti­kel 9. Die Haupt­auf­gabe der für den gegen­wär­ti­gen Augen­blick des Übergangs bestimm­ten Ver­fas­sung der Rus­si­schen Föde­ra­ti­ven Sowjet­re­pu­blik besteht in der Errich­tung der Dik­ta­tur des städ­ti­schen und länd­li­chen Pro­le­ta­ri­ats und der ärms­ten Bau­ern­schaft in der Form der mäch­ti­gen gesamt­rus­si­schen Sowjet­macht zur völ­li­gen Nie­der­hal­tung der Bour­geoi­sie, zur Abschaf­fung der Aus­beu­tung des Men­schen durch den Men­schen und zur Errich­tung des Sozia­lis­mus, unter dem es weder eine Tei­lung in Klas­sen noch eine Staats­macht geben wird.“
(Quelle: http://​www​.ver​fas​sun​gen​.net/​r​u​s​/​r​s​f​s​r​1​8​-​i​n​d​e​x.htm)

Grund­ge­setz der Rus­si­schen Sozia­lis­ti­schen Föde­ra­ti­ven Sowjet­re­pu­blik (RSFSR) vom 11. Mai 1925

„Arti­kel 1. Die vor­lie­gende Ver­fas­sung (das Grund­ge­setz) der Rus­si­schen Sozia­lis­ti­schen Föde­ra­ti­ven Sowjet­re­pu­blik geht aus von den Grund­be­stim­mun­gen der von dem III. All­rus­si­schen Sowjet­kon­gress Sowjet ange­nom­me­nen Dekla­ra­tion der Rechte des werk­tä­ti­gen und aus­ge­beu­te­ten Vol­kes, sowie von den Grund­la­gen der von dem V. All­rus­si­schen Sowjet­kon­gress ange­nom­me­nen Ver­fas­sung (des Grund­ge­set­zes) der Rus­si­schen Sozia­lis­ti­schen Föde­ra­ti­ven Sowjet­re­pu­blik und hat die Auf­gabe, die Dik­ta­tur des Pro­le­ta­ri­ats zur Unter­drü­ckung der Bour­geoi­sie, zur Besei­ti­gung der Aus­beu­tung des Men­schen durch den Men­schen und zur Ver­wirk­li­chung des Kom­mu­nis­mus, bei dem es weder eine Klas­sen­ein­tei­lung noch eine Staats­ge­walt geben wird, zu gewähr­leis­ten.
(Quelle: http://​www​.ver​fas​sun​gen​.net/​r​u​s​/​r​s​f​s​r​2​5​-​i​n​d​e​x.htm)

In der
Ver­fas­sung der Union der Sozia­lis­ti­schen Sowjet­re­pu­bli­ken (Stalin-​​Verfassung) vom 5. Dezem­ber 1936
tauchte die Dik­ta­tur des Pro­le­ta­ri­ats dage­gen nur noch rück­bli­ckend auf, die etwas bewirkt habe – näm­lich das Wachs­tum und die Stärke der Sowjets:

„Arti­kel 2. Die poli­ti­sche Grund­lage der UdSSR bil­den die Sowjets der Depu­tier­ten der Werk­tä­ti­gen, die im Ergeb­nis des Stur­zes der Macht der Guts­be­sit­zer und Kapi­ta­lis­ten und der Erobe­rung der Dik­ta­tur des Pro­le­ta­ri­ats gewach­sen und erstarkt sind.“
(Quelle: http://​www​.ver​fas​sun​gen​.net/​s​u​/​u​d​s​s​r​3​6​-​i​n​d​e​x.htm)

Zur Begrün­dung führte Sta­lin in sei­nem Bericht auf dem Außer­or­dent­li­chen VIII. Sowjet­kon­gress der UdSSR am 25. Novem­ber 1936 aus:

„Die Klasse der Guts­be­sit­zer war bekannt­lich schon mit der sieg­rei­chen Been­di­gung des Bür­ger­krie­ges liqui­diert wor­den. Was die ande­ren Aus­beu­ter­klas­sen betrifft, so haben sie das Schick­sal der Klasse der Guts­be­sit­zer geteilt. Ver­schwun­den ist die Kapi­ta­lis­ten­klasse in der Indus­trie. Ver­schwun­den ist die Kula­ken­klasse in der Land­wirt­schaft. Ver­schwun­den sind die Händ­ler und Spe­ku­lan­ten auf dem Gebiete des Waren­um­sat­zes. Alle Aus­beu­ter­klas­sen sind somit liqui­diert. […]. Also gibt es keine Kapi­ta­lis­ten­klasse mehr, von der die Arbei­ter­klasse aus­ge­beu­tet wer­den könnte. Also ist unsere Arbei­ter­klasse der Pro­duk­ti­ons­mit­tel und -instru­mente nicht nur nicht beraubt, son­dern im Gegen­teil, sie besitzt sie gemein­sam mit dem gan­zen Volke. Da sie sie aber besitzt und die Kapi­ta­lis­ten­klasse liqui­diert ist, so ist jede Mög­lich­keit aus­ge­schlos­sen, die Arbei­ter­klasse aus­zu­beu­ten. Kann man danach unsere Arbei­ter­klasse Pro­le­ta­riat nen­nen? Es ist klar, dass man es nicht kann. Marx hat gesagt: Um sich zu befreien, muss das Pro­le­ta­riat die Klasse der Kapi­ta­lis­ten zer­schmet­tern, den Kapi­ta­lis­ten die Pro­duk­ti­ons­mit­tel und -instru­mente weg­neh­men und jene Pro­duk­ti­ons­ver­hält­nisse abschaf­fen, die das Pro­le­ta­riat erzeu­gen. Kann man sagen, dass die Arbei­ter­klasse der Sowjet­union diese Bedin­gun­gen ihrer Befrei­ung schon ver­wirk­licht hat? Das kann man und muss man unbe­dingt sagen.“

In dem Rechen­schafts­be­richt des Zen­tral­ko­mi­tees an den XVIII. Par­tei­tag der KPdSU bekräf­tigte Sta­lin knapp 3 Jahre spä­ter, am 10. März 1939:

„Die Beson­der­heit der Sowjet­ge­sell­schaft der Gegen­wart besteht zum Unter­schied zu jeder kapi­ta­lis­ti­schen Gesell­schaft darin, dass es in ihr keine ant­ago­nis­ti­schen, feind­li­chen Klas­sen mehr gibt; die Aus­beu­ter­klas­sen sind liqui­diert, und die Arbei­ter, die Bau­ern und die Intel­li­genz, die die Sowjet­ge­sell­schaft bil­den, leben und wir­ken auf der Grund­lage freund­schaft­li­cher Zusam­men­ar­beit. Wäh­rend die kapi­ta­lis­ti­sche Gesell­schaft von unver­söhn­li­chen Gegen­sät­zen – zwi­schen Arbei­tern und Kapi­ta­lis­ten, Bau­ern und Guts­be­sit­zern zer­ris­sen wird, was ihre innere Lage so unsi­cher macht, kennt die vom Joche der Aus­beu­tung befreite Sowjet­ge­sell­schaft sol­che Gegen­sätze nicht, ihr sind Klas­sen­zu­sam­men­stöße fremd, sie bie­tet das Bild freund­schaft­li­cher Zusam­men­ar­beit der Arbei­ter, der Bau­ern und der Intel­li­genz. Auf der Grund­lage die­ser Gemein­schaft ent­wi­ckel­ten sich sol­che Trieb­kräfte wie die mora­li­sche und poli­ti­sche Ein­heit der Sowjet­ge­sell­schaft, die Freund­schaft der Völ­ker der Sowjet­union, der Sowjet­pa­trio­tis­mus. Auf die­ser Grund­lage ent­stan­den auch die Ver­fas­sung der Sowjet­union, die im Novem­ber 1936 ange­nom­men wor­den ist, sowie die volle Demo­kra­ti­sie­rung der Wah­len zu den obers­ten Orga­nen des Lan­des.“

Und wenn die inne­ren Ver­hält­nisse in der Sowjet­union der­ma­ßen von Har­mo­nie gekenn­zeich­net sind, dann ‚konn­ten‘ die Kon­flikte inner­halb der Par­tei nur das Pro­dukt äuße­ren Ein­flus­ses – das Werk von „Spio­nen“ – sein und deren gewalt­same Unter­drü­ckung nicht die gerings­ten Zwei­fel an der inne­ren Har­mo­nie in der SU her­vor­ru­fen:

„Einige Ver­tre­ter der aus­län­di­schen Presse schwat­zen davon, die Säu­be­rung der Sowje­t­or­ga­ni­sa­tio­nen von Spio­nen, Mör­dern und Schäd­lin­gen vom Schlage eines Trotzki, Sino­wjew, Kame­new, Jakir, Tuchat­schew­ski, Rosen­holz, Bucha­rin und ande­ren Unge­heu­ern hätte das Sowjet­sys­tem ‚erschüt­tert‘, hätte ‚Zer­set­zung‘ in die­ses hin­ein­ge­tra­gen. Die­ses alberne Geschwätz ist nur wert, dass man sich dar­über lus­tig macht. Wie kann die Säu­be­rung der Sowje­t­or­ga­ni­sa­tio­nen von schäd­li­chen und feind­li­chen Ele­men­ten das Sowjet­sys­tem erschüt­tern und zer­set­zen? Das trotzkistisch-​​bucharinsche Häuf­lein von Spio­nen, Mör­dern und Schäd­lin­gen, das vor dem Aus­land auf dem Bau­che kroch, von dem skla­vi­schen Gefühl devo­ter Erge­ben­heit gegen­über jeder aus­län­di­schen Beam­ten­krea­tur durch­drun­gen und bereit war, für sie Spio­na­ge­dienste zu leis­ten, die­ses Häuf­lein von Leu­ten, das nicht begriff, dass der letzte Sowjet­bür­ger, frei von den Ket­ten des Kapi­tals, turm­hoch über jeder aus­län­di­schen hoch­ge­stell­ten Beam­ten­krea­tur steht, die das Joch der kapi­ta­lis­ti­schen Skla­ve­rei auf ihren Schul­tern trägt, – wer braucht diese jäm­mer­li­che Bande käuf­li­cher Skla­ven, wel­chen Wert kann sie für das Volk dar­stel­len und wen ver­mag sie zu ‚zer­set­zen‘? Im Jahre 1937 wur­den Tuchat­schew­ski, Jakir, Ubo­r­e­witsch und andere Unge­heuer zur Erschie­ßung ver­ur­teilt. Danach fan­den die Wah­len zum Obers­ten Sowjet der UdSSR statt. Die Wah­len brach­ten der Sowjet­macht 98,6 Pro­zent der Stim­men aller Wahl­teil­neh­mer. Anfang 1938 wur­den Rosen­holz, Rykow, Bucha­rin und andere Unge­heuer zur Erschie­ßung ver­ur­teilt. Danach fan­den die Wah­len zu den Obers­ten Sowjets der Uni­ons­re­pu­bli­ken statt. Die Wah­len brach­ten der Sowjet­macht 99,4 Pro­zent aller Stim­men der Wahl­teil­neh­mer. […]. Die Auf­ga­ben der Par­tei auf dem Gebiet der Innen­po­li­tik sind: […]. 4. Unsere sozia­lis­ti­sche Ver­fas­sung unent­wegt durch­zu­füh­ren, die Demo­kra­ti­sie­rung des poli­ti­schen Lebens des Lan­des rest­los zu ver­wirk­li­chen, die mora­li­sche und poli­ti­sche Ein­heit der Sowjet­ge­sell­schaft und die freund­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit der Arbei­ter, der Bau­ern und der Intel­li­genz zu fes­ti­gen, die Freund­schaft der Völ­ker der Sowjet­union in jeder Weise zu fes­ti­gen, den Sowjet­pa­trio­tis­mus zu ent­wi­ckeln und zu pfle­gen.“
(Quelle: http://​www​.sta​lin​werke​.de/​b​a​n​d​1​4​/​b​1​4​-​0​1​6​.html)

II. Stel­lung­nah­men

Domi­ni­que Lecourt, Pro­le­ta­ri­sche Wis­sen­schaft? Der „Fall Lys­senko“ und der Lys­sen­kis­mus (Reihe Posi­tio­nen Band 1, hrsg. von Peter Schött­ler), VSA: [West]berlin, 1976 (frz. Ori­gi­nal­aus­gabe: Mas­pero, Paris, 1976), S. 132:

„1936 [hatte man] pro­kla­miert und sogar in der Ver­fas­sung der UdSSR fixiert […], daß der Klas­sen­kampf eben­dort ver­schwun­den sei! […] in [d]em Land, von dem Sta­lin behaup­tete, daß dort der Klas­sen­kampf über­holt, also abwe­send sei, wo es als abge­macht galt, daß er im Laufe des ’sozia­lis­ti­schen Auf­baus‘ erlo­schen war, […]“

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Étienne Balibar, Über die Dik­ta­tur des Pro­le­ta­ri­ats. Mit Doku­men­ten des 22. Par­tei­ta­ges der KPF (Reihe Posi­tio­nen Band 2 hrsg. von Peter Schött­ler), VSA: Ham­burg /​ West­ber­lin 1977 (frz. Ori­gi­nal­aus­gabe: Paris: Mas­pero 1976), S. 23 – 25:

„Es waren die sowje­ti­schen Kom­mu­nis­ten unter der Füh­rung Sta­lins selbst, die his­to­risch als erste den Begriff der Dik­ta­tur des Pro­le­ta­ri­ats expli­zit und argu­men­ta­tiv ‚auf­ge­ge­ben‘ haben. Dies geschah 1936 anläß­lich der Ver­ab­schie­dung der neuen sowje­ti­schen Ver­fas­sung. Die Ver­fas­sung von 1936 pro­kla­mierte weni­ger als 20 Jahre nach der Okto­ber­re­vo­lu­tion fei­er­lich das Ende des Klas­sen­kamp­fes in der UdSSR. Nach Sta­lin, der dabei die trei­bende Kraft [24] war und die Grund­la­gen des­sen erstellte, was noch heute die offi­zi­elle Staats­theo­rie der UdSSR bil­det, gab es in der Sowjet­union zwar noch ver­schie­dene Klas­sen: Arbei­ter­klasse, Sowchose-​​ und Kol­cho­se­bau­ern, Intel­lek­tu­elle und Kader der Pro­duk­tion oder des Staa­tes. Aber diese Klas­sen waren nicht mehr ant­ago­nis­tisch, sie gin­gen gleich­be­rech­tigt in einer Ein­heit auf, einer Klas­se­n­al­li­anz, die die Grund­lage des sowje­ti­schen Staats bil­dete. Von nun an hatte es der sowje­ti­sche Staat nicht mehr mit Klas­sen als sol­chen zu tun, son­dern, jen­seits aller Unter­schiede, mit Indi­vi­duen, die alle­samt Bür­ger, Arbei­ter waren. Er wurde zum Staat des gan­zen Vol­kes.
Man konnte sich bereits – und retro­spek­tiv kann man es immer noch – nach der Gül­tig­keit (und sogar der Auf­rich­tig­keit) die­ser Behaup­tung: ‚Die Klas­sen­wi­der­sprü­che sind ver­schwun­den‘ fra­gen. Sie tauchte kaum einige Jahre nach z. B. der land­wirt­schaft­li­chen Kol­lek­ti­vie­rung auf, die einen Zusam­men­stoß der Klas­sen ent­fes­selte, der ebenso hef­tig war wie der der revo­lu­tio­nä­ren Periode, in der der sozia­lis­ti­sche Staat den Wider­stand der kapi­ta­lis­ti­schen Bau­ern­schaft der Kula­ken und ohne Zwei­fel auch den der gesam­ten Masse der armen Bau­ern und Mit­tel­bau­ern mit Hilfe aller Propaganda-​​ und Zwangs­mit­tel hat bre­chen müs­sen. Und vor allem tauchte sie in genau dem Augen­blick auf, als sich im gesam­ten Land und in allen Klas­sen das ent­wi­ckelte, was wir heute als blu­tige Mas­sen­un­ter­drü­ckung ken­nen, wovon die gro­ßen ‚Mos­kauer Pro­zesse‘ nur die sicht­barste und spek­ta­ku­lärste Seite bil­de­ten. Wie läßt sich auf mate­ria­lis­ti­sche Weise diese (gerade erst begin­nende!) Unter­drü­ckung erklä­ren, wenn man sie nicht an das Fort­be­ste­hen, an die Ent­wick­lung eines viel­leicht nicht vor­aus­ge­se­he­nen, nicht gebän­dig­ten, aber umso rea­le­ren Klas­sen­kampfs bin­det? Wie soll man die Ver­kün­di­gung des ‚Endes‘ der Klas­sen­kämpfe und die admi­nis­tra­tive Ent­schei­dung, die Dik­ta­tur des Pro­le­ta­ri­ats zu been­den, anders ver­ste­hen denn als ver­blüf­fende Ver­nei­nung der tat­säch­li­chen Ver­hält­nisse, deren mys­ti­fi­zie­rende Effekte eine tra­gi­sche theo­re­ti­sche und prak­ti­sche Abwei­chung über­la­ger­ten und sie damit ver­stärk­ten und her­aus­kris­tal­li­sier­ten. Allein die­ses Bei­spiel würde, falls über­haupt nötig, aus­rei­chen, um uns dar­auf hin­zu­wei­sen, daß die Auf­gabe des Begriffs der Dik­ta­tur des Pro­le­ta­ri­ats über­haupt keine Garan­tie gegen­über der Gewalt der Geschichte dar­stel­len kann; es kann uns sogar fürch­ten las­sen, [25] daß deren Aus­bruch unter die­sen Umstän­den unend­lich bru­ta­ler, schäd­li­cher für das Volk und die Revo­lu­tion sein kann.
Natür­lich, Sta­lin ver­warf nicht retro­spek­tiv die Dik­ta­tur des Pro­le­ta­ri­ats (er benutzte sie im Gegen­teil, um ins­ge­samt die Geschichte der vor­her­ge­hen­den Jahre zu recht­fer­ti­gen und zu idea­li­sie­ren): er erklärte ein­fach, daß die Sowjet­union sie been­det hatte. Und ließ also damit deren Not­wen­dig­keit völ­lig unan­ge­tas­tet… für die ande­ren, für alle ande­ren Län­der, die ihre Revo­lu­tion noch her­bei­zu­füh­ren hat­ten. Die beson­dere Art und Weise, in der er das Ende der Dik­ta­tur des Pro­le­ta­ri­ats ver­kün­dete, gestat­tete also zugleich, die von der Sowjet­union aus­ge­übte Rolle als ‚Modell‘ für alle noch kom­men­den sozia­lis­ti­schen Revo­lu­tio­nen zu recht­fer­ti­gen.
Wenn die sta­lin­sche Recht­fer­ti­gung des Begriffs ‚Staat des gan­zen Vol­kes‘ – mit gutem Grund – die zuge­spitz­ten For­men des Klas­sen­kamp­fes in der UdSSR voll­stän­dig igno­rierte, so schob sie sich trotz­dem das Ver­dienst zu, for­mal die durch eine sol­che Ent­schei­dung auf­ge­wor­fe­nen theo­re­ti­schen Pro­bleme vom mar­xis­ti­schen Stand­punkt aus zu erken­nen und zu dis­ku­tie­ren. Tat­säch­lich hat­ten Marx, Engels und Lenin gezeigt, daß die Exis­tenz des Staa­tes nur an den Klas­sen­ant­ago­nis­mus gebun­den ist, und sie spra­chen vom Ver­schwin­den der Klas­sen­spal­tung und vom ‚Abster­ben des Staa­tes‘ als den bei­den untrenn­ba­ren Aspek­ten eines ein­zi­gen his­to­ri­schen Pro­zes­ses. In ihrer Per­spek­tive konnte die Dik­ta­tur des Pro­le­ta­ri­ats, die den not­wen­di­gen Übergang zum Ver­schwin­den der Klas­sen bil­det, nur mit die­sen gemein­sam auf­hö­ren; sie konnte nicht zur Ver­stär­kung und Ver­ewi­gung des Staats­ap­pa­ra­tes füh­ren, son­dern im Gegen­teil zu des­sen Ver­schwin­den, selbst wenn dies tat­säch­lich nur nach einem lan­gen Zeit­raum gesche­hen sollte.“ (Hv. i.O.)

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Domi­ni­que Lecourt, Sta­lin. Enzy­klo­pä­di­sche Notiz, in: Moderne Zei­ten 12/​1982, S. 49 – 52 (52):

„So erklärte er [Sta­lin] schon 1936 und dann vor allem 1939 in sei­nem Bericht für den XVIII. Par­tei­tag, daß ‚bestimmte all­ge­meine The­sen des Mar­xis­mus nicht bis zu Ende aus­ge­ar­bei­tet und unzu­rei­chend sind.‘ Sta­lin schlägt dann vor, diese Lücke dadurch zu schlie­ßen, daß er die Grund­lage der Exis­tenz eines Staa­tes und eines rie­si­gen Staats­ap­pa­ra­tes nicht in den sozia­len Ver­hält­nis­sen inner­halb der Sowjet­union sieht – von denen unter­stellt wird, daß sie Ver­hält­nisse der ‚brü­der­li­chen Zusam­men­ar­beit‘ sind –, son­dern dafür eine externe Ursa­che ver­ant­wort­lich macht: die kapi­ta­lis­ti­sche Ein­krei­sung. Der pro­le­ta­ri­sche Staat wird dem­ge­mäß – nicht ohne Zynis­mus – als ein ‚Staat des gan­zen Vol­kes‘ beschrie­ben, in dem ‚die Unter­drü­ckungs­funk­tion von der Funk­tion des Schut­zes des Eigen­tums gegen Diebe und gegen Ver­geu­der des öffent­li­chen Eigen­tums abhän­gig [sei, TaP]. Die Funk­tion der mili­tä­ri­schen Lan­des­ver­tei­di­gung gegen Aggres­sio­nen von außen ist unein­ge­schränkt erhal­ten geblie­ben. Dem­ge­mäß hat man die Rote Armee bei­be­hal­ten, die Kriegs­ma­rine und die Straf­ver­fol­gungs­or­gane sowie die Nach­rich­ten­dienste, die erfor­der­lich sind, um die Spione, die Mör­der und die Sabo­teure zu fan­gen und zu züch­ti­gen, die von den aus­län­di­schen Spio­na­ge­diens­ten in unser Land geschickt wer­den.‘ Ein wei­te­res Mal wird so die ‚Theo­rie‘ auf­ge­ru­fen, nach­träg­lich eine blinde poli­ti­sche Pra­xis zu recht­fer­ti­gen.“

III. Anmer­kun­gen

1. Zu dem zuletzt ange­führ­ten Lecourt-​​Zitat

Das Zitat im Zitat ist anschei­nend aus dem Frz. ins Dt. über­setzt. In der dt. Aus­gabe der Stalin-​​Werke lau­tet die Pas­sage im Kon­text:
„Die Funk­tion der mili­tä­ri­schen Unter­drü­ckung inner­halb des Lan­des kam in Weg­fall – starb ab –, denn die Aus­beu­tung ist ver­nich­tet, Aus­beu­ter gibt es keine mehr und daher auch nie­man­den, der zu unter­drü­cken wäre. Anstelle der Funk­tion der Unter­drü­ckung erhielt der Staat die Funk­tion, das sozia­lis­ti­sche Eigen­tum vor Die­ben und Plün­de­rern des Volks­guts zu schüt­zen. Die Funk­tion des mili­tä­ri­schen Schut­zes des Lan­des vor Über­fäl­len von außen blieb völ­lig erhal­ten, es blie­ben folg­lich auch die Rote Armee, die Kriegs­ma­rine, ebenso wie die Straf­or­gane und der Abwehr­dienst, die not­wen­dig sind zur Auf­de­ckung und Bestra­fung von Spio­nen, Mör­dern und Schäd­lin­gen, die von den aus­län­di­schen Spio­na­ge­diens­ten in unser Land geschickt wer­den. Die Funk­tion der wirtschaftlich-​​organisatorischen und kulturell-​​erzieherischen Arbeit der Staats­or­gane blieb erhal­ten und kam voll­auf zur Ent­fal­tung. Jetzt besteht die Haupt­auf­gabe unse­res Staa­tes im Innern des Lan­des in der fried­li­chen wirtschaftlich-​​organisatorischen und kulturell-​​erzieherischen Arbeit. Was unsere Armee, die Straf­or­gane und den Abwehr­dienst anbe­langt, so ist nun ihre Spitze nicht nach dem Innern des Lan­des gerich­tet, son­dern nach außen, gegen die äuße­ren Feinde. Wie ihr seht, haben wir jetzt einen völ­lig neuen, sozia­lis­ti­schen Staat, wie ihn die Geschichte noch nicht gekannt hat, der sich in sei­ner Form und in sei­nen Funk­tio­nen vom sozia­lis­ti­schen Staat der ers­ten Phase [nach der Okotober-​​Revolution, TaP] bedeu­tend unter­schei­det. Doch kann die Ent­wick­lung dabei nicht ste­hen blei­ben. Wir schrei­ten wei­ter, vor­wärts, zum Kom­mu­nis­mus. Wird bei uns der Staat auch in der Periode des Kom­mu­nis­mus erhal­ten blei­ben? Ja, er wird erhal­ten blei­ben, wenn die kapi­ta­lis­ti­sche Umkrei­sung nicht besei­tigt, wenn die Gefahr krie­ge­ri­scher Über­fälle von außen nicht über­wun­den wird; dabei ist es klar, dass sich die For­men unse­res Staa­tes neu­er­lich ver­än­dern wer­den, ent­spre­chend den Ver­än­de­run­gen der inne­ren und äuße­ren Situa­tion. Nein, er wird nicht erhal­ten blei­ben, son­dern abster­ben, wenn die kapi­ta­lis­ti­sche Umkrei­sung besei­tigt, wenn sie durch eine sozia­lis­ti­sche Umwelt abge­löst wird.“
(Quelle: http://​www​.sta​lin​werke​.de/​b​a​n​d​1​4​/​b​1​4​-​0​1​7​.html – Hv. d. TaP).
So wurde die mar­xis­ti­sche Erklä­rung der Exis­tenz des Staa­tes aus den inner-​​gesellschaftlichen Wider­sprü­chen auf­ge­ge­ben und durch den Mythos eines nach innen nicht unter­drü­ck­eri­schen Staat ersetzt.

2. Zu dem bei Balibar und Lecourt in dop­pel­ten Anfüh­rungs­zei­chen ste­hen­den Aus­druck „Staat des gan­zen Vol­kes“

Auch wenn die Aus­füh­run­gen von Sta­lin auf die­sen Aus­druck hin­aus­lau­fen, konnte ich ihn in den von mir her­an­ge­zo­ge­nen Quel­len nicht fin­den.

3. Zu dem Balibar-​​Zitat

In dem dor­ti­gen ers­ten Satz heißt es: „Es waren die sowje­ti­schen Kom­mu­nis­ten unter der Füh­rung Sta­lins selbst, die his­to­risch als erste den Begriff der Dik­ta­tur des Pro­le­ta­ri­ats expli­zit und argu­men­ta­tiv ‚auf­ge­ge­ben‘ haben.“
In der Tat kam der frag­li­che Begriff als ein sol­cher, der bean­sprucht hätte, die dama­lige sowje­ti­sche Gegen­wart zu beschrei­ben, in der Ver­fas­sung von 1936 nicht mehr vor. Trotz­dem behaup­tete Sta­lin, in sei­ner bereits zitier­ten Begrün­dung des Ver­fas­sungs­ent­wur­fes: „Wäh­rend die vor­her­ge­hende Gruppe den Ver­fas­sungs­ent­wurf des Ver­zichts auf die Dik­ta­tur der Arbei­ter­klasse beschul­digt, bezich­tigt ihn diese Gruppe im Gegen­teil, an der beste­hen­den Lage in der Sowjet­union nichts zu ändern, die Dik­ta­tur der Arbei­ter­klasse unbe­rührt zu las­sen, die Frei­heit poli­ti­scher Par­teien nicht zuzu­las­sen und die jet­zige füh­rende Stel­lung der Par­tei der Kom­mu­nis­ten in der Sowjet­union bei­zu­be­hal­ten. Hier­bei ist diese Gruppe von Kri­ti­kern der Ansicht, der Umstand, dass es in der Sowjet­union keine Frei­heit der Par­teien gebe, sei ein Kenn­zei­chen dafür, dass die Grund­la­gen des Demo­kra­tis­mus ver­letzt wür­den. Ich muss zuge­ben, dass der Ent­wurf der neuen Ver­fas­sung tat­säch­lich das Regime der Dik­ta­tur der Arbei­ter­klasse auf­recht­er­hält, ebenso wie er die jet­zige füh­rende Stel­lung der Kom­mu­nis­ti­schen Par­tei der UdSSR unver­än­dert bei­be­hält. (Stür­mi­scher Bei­fall). Wenn die ver­ehr­ten Kri­ti­ker dies für einen Man­gel des Ver­fas­sungs­ent­wurfs hal­ten, so kann man dies nur bedau­ern. Wir Bol­sche­wiki aber hal­ten dies für einen Vor­zug des Ver­fas­sungs­ent­wurfs. (Stür­mi­scher Bei­fall).“
Der genann­ten „vor­her­ge­hende Gruppe“ hatte Sta­lin zuvor ent­ge­gen­ge­hal­ten: Die „Ver­wand­lung der Dik­ta­tur in ein elas­ti­sche­res, folg­lich mäch­ti­ge­res Sys­tem der staat­li­chen Lei­tung“ bedeute nicht die Schwä­chung oder gar Auf­gabe die­ser Dik­ta­tur (http://​www​.sta​lin​werke​.de/​b​a​n​d​1​4​/​b​1​4​-​0​0​7​.html – Hv. d. TaP).
Aller­dings hat der Aus­druck „Dik­ta­tur“ (ob nun „des Pro­le­ta­ri­ats“ oder „der Arbei­ter­klasse“) kei­nen Sinn mehr, wenn es keine (ant­ago­nis­ti­schen) Wider­sprü­che mehr gibt, son­dern nur noch „freund­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit“. Sta­lin scheute hier nur davor zurück, die theoretisch-​​begriffliche Kon­se­quenz aus einer eige­ner Argu­men­ta­tion zu zie­hen.

4. Alles Lüge?

Bleibt nur die ent­schei­dende Frage: Waren Sta­lins har­mo­ni­sie­rende Rhe­to­rik und sein Anspruch, die „Dik­ta­tur der Arbei­ter­klasse“ zwar nicht abzu­schaf­fen, aber doch immer­hin „elas­ti­scher“ zu machen, und daß der sowje­ti­sche Staat nach innen seine Unter­drü­ckungs­funk­tion ver­liere, ‚Lügen‘, die die gegen­tei­lige repres­sive Pra­xis ver­de­cken soll­ten?
Oder gibt es viel­mehr einen inne­ren Zusam­men­hang zwi­schen jener Rhe­to­rik und die­ser Pra­xis?
Meine These lau­tet: Die har­mo­ni­sie­rende Rhe­to­rik war der repres­si­ven poli­ti­schen Pra­xis, die die Aus­tra­gung der gesell­schaft­li­chen Kon­flikte hand­greif­lich unter­band, gerade adäquat! Im Maße der Unfä­hig­keit oder des Unwil­lens die Pro­bleme der Zeit in Begrif­fen von Struk­tu­ren und Pro­zes­sen, z.B. in Klas­sen­be­griff, zu dis­ku­tie­ren, fei­erte der sozi­al­de­mo­kra­ti­sche „Volks­staat“1 als ‚Staat des gan­zen Vol­kes’ (vgl. auch noch: Wah­len zum Obers­ten Sowjet = „Fest“ bzw. „Tri­umph­tag des gan­zen Vol­kes“ [S. 86]; Ver­schwin­den der „Klas­sen­ab­ge­schlos­sen­heit“, Ver­schwin­den der ökono­mi­schen und poli­ti­schen Gegen­sätze [S. 44]) Wie­der­auf­er­ste­hung auf den Trüm­mern des His­to­ri­schen Mate­ria­lis­mus: Gefei­ert: Staat und Sub­jekt in dem „prunk­vol­len“2 Men­schen­rechts­ka­ta­log der Ver­fas­sung von 1936; ver­ant­wort­lich gemacht: schlechte Sub­jekte mit bösem Wil­len: „Agen­ten“ und „Ver­rä­ter“ für objek­tive his­to­ri­sche Pro­bleme3.

  1. S. dazu krit.: Fried­rich Engels, Herrn Eugen Düh­rings Umwäl­zung der Wis­sen­schaft [Anti-​​Dühring] (1876/​94), in: MEW 20 (9. Aufl.: 1986), 3 – 303 (262); Karl Marx, [Kri­tik des Gothaer Pro­gramms (1875)], in: MEW 19 (1. Aufl.: 1961, 8. Aufl.: 1982), 11 – 32 (27 – 31, bes. 28, 31). [zurück]
  2. Vgl. ders., Das Kapi­tal. Kri­tik der poli­ti­schen Ökono­mie. Ers­ter Band (1867) = MEW 23 (15 Aufl.: 1984), 320. [zurück]
  3. Vgl. Gra­hame Lock, Hin­ter­gründe der chi­ne­si­schen Kul­tur­re­vo­lu­tion, in: Bei­träge zum wis­sen­schaft­li­chen Sozia­lis­mus (VSA: [West]berlin/Hamburg), H. 11, April 1977, 105 – 120 (120, FN 19):
    „Der Leser könnte ein­wen­den, daß Sta­lin in Wirk­lich­keit vom Klas­sen­kampf über­zeugt war – und genau die angeb­li­che Ver­schär­fung des Klas­sen­kampfs bil­dete seine Ent­schul­di­gung für Morde. Der Punkt ist aber, daß er späts­tens seit 1936 die Exis­tenz eines wesent­li­chen inne­ren Klas­sen­kamp­fes leug­nete. Darum (miß)verstand er den in der UdSSR statt­fin­den­den Kampf über­wie­gend als Schlacht des gan­zen Sowjet­vol­kes gegen den Impe­ria­lis­mus […]. So wurde er als Kampf gegen eine Hand­voll ‚Ver­rä­ter‘ ver­stan­den (wie oft wur­den die Ange­klag­ten der Schau­pro­zesse als aus­län­di­sche Agen­ten bezeich­net?!). Das Ergeb­nis war daher nicht poli­ti­scher Mas­sen­kampf, son­dern die Poli­zei­ak­tion: Pro­zesse, Depor­ta­tio­nen, Arbeits­la­ger… Was hätte mehr der Logik ent­spro­chen?“ – der juris­ti­schen Logik indi­vi­du­ell ver­ant­wort­li­cher Sub­jekte – statt der Logik gesell­schaft­li­cher Struk­tu­ren und Pro­zesse sowie poli­ti­scher Kämpfe.
    S.a. ders., Huma­nis­mus und Klas­sen­kampf in der kom­mu­nis­ti­schen Geschichte, in: ebd., H. 8, Sept./Okt. 1976, 178 – 197 (183 f. und 187 vor FN 18). [zurück]
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2 Antworten auf „Stalin als Verfechter des ‚Staates des ganzen Volkes‘“


  1. 1 Entdinglichung 13. November 2009 um 18:26 Uhr

    btw.: Klaus Holz arbeitet, wenn ich mich richtig erinnere, in Nationaler Antisemitismus. Wissenssoziologie einer Weltanschauung an Hand der Schauprozesse nach 1945 heraus, dass eben jener Schwenk von der Klasse zum Volk eine Konstruktion des „Antivolks“ und somit eine offen antisemitische Politik (und auch die Deportationen sog. Verraetervoelker 1943/44?!) ermoeglichte … einer der Hauptautoren der 1936 war ansonsten Bucharin

  2. 2 TaP 13. November 2009 um 22:29 Uhr

    Vielen Dank für den Hinweis.

    Hört sich interessant an.

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