Rezension zu radikal Nr. 161 – Teil III

Die­ser Teil der Rezen­sion beschäf­tigt sich mit den inhalt­li­chen Aspek­ten des ers­ten der bei­den Bei­träge der mili­tan­ten gruppe (mg) in dem Heft. – Die bei­den vor­her­ge­hen­den Teile brach­ten einen Über­blick über den Inhalt des aktu­el­len Hef­tes und erör­ter­ten jene Pas­sa­gen der mg-Bei­träge, die für den Ber­li­ner Pro­zeß gegen drei Anti­mi­li­ta­ris­ten rele­vant sind. Der von der mg ver­faßte Arti­kel erwi­dert vor allem auf drei Arti­kel des Autor/inn?/enkollektivs freie radi­kale von 2007 in der Ber­li­ner Szene-​​Zeitschrift inte­rim1 und ver­sucht sich zugleich an einer Zwischen-​​Abschluß-​​Bilanz der Mili­tanz­de­batte, die seit eini­gen Jah­ren in inte­rim und radi­kal geführt wurde. Teil IV die­ser Rezen­si­ons­reihe wird sich dann mit dem von der radi­kal mit der mili­tan­ten gruppe geführ­ten Inter­view beschäf­ti­gen.

Ein­lei­tung des mg-​​Textes: Eine Ver­schie­bung –
Von der Mili­tanz im spe­zi­el­len zur revo­lu­tio­nä­ren Pra­xis im all­ge­meine?

In der 1 ½-sei­ti­gen Ein­lei­tung des ins­ge­samt 11 Druck­sei­ten lan­gen mg-Tex­tes spricht die mg einen Man­gel der bis­he­ri­gen Mili­tanz­de­batte an, der in den letz­ten Jah­ren sicher­lich schon meh­re­ren Leu­ten auf­ge­fal­len ist, deren vor­ran­gi­ges Arbeits­ge­biet nicht Brandsatz-​​Bastelei ist:

„Die Mili­tanz­de­batte ist bereits allein begriff­lich auf eine Pra­xis­form ver­engt und muss unter größ­ten ‚intel­lek­tu­el­len’ Anstren­gun­gen in einen umfas­sen­de­ren poli­ti­schen Rah­men ein­ge­fügt wer­den.“

Obwohl die mg immer schon einen gegen­tei­li­gen Anspruch ver­tre­ten hatte, waren die Inhalte und all­ge­mei­nen Stra­te­gie damit immer noch – vom Blick­win­kel her – dem spe­zi­fi­schen Mit­tel Mili­tanz unter­ge­ord­net. Die dadurch viel­leicht erhoffte breite Reso­nanz sei­tens des aktio­nis­ti­schen Teils der auto­no­men Szene war frei­lich kaum ein­ge­tre­ten. Wenn diese Blick­rich­tung – mit der ange­kün­dig­ten Trans­for­ma­tion der mg (s. dazu Teil IV die­ser Rezen­sion) und dem Orga­ni­sie­rungs­an­satz der neuen radi­kal-Redak­tion (s. dazu Teil I die­ser Rezensions-​​Reihe) – nun anschei­nend geän­dert wer­den soll, so kann dies nur begrüßt wer­den.

Im auf die Ein­lei­tung fol­gen­den Abschnitt (gut 1 Seite) gibt die mg dann eine Zusam­men­fas­sung der Texte der freien radi­kale in den inte­rim-Aus­ga­ben Nr. 654, 657 und 661. Diese Zusam­men­fas­sung soll hier nicht ihrer­seits zusam­men­ge­faßt wer­den; statt des­sen wird direkt zu den Ant­wor­ten der mg über­ge­gan­gen. Diese Ant­wor­ten betref­fen v.a. drei Fra­gen: 1. die Leh­ren aus den (oder vor­sich­ti­ger: die his­to­risch dis­tan­zierte) Bewer­tung der Erfah­run­gen von Revo­lu­tio­nä­ren Zel­len /​ Rote Zora einer­seits und der RAF ande­rer­seits; 2. der Frage eines ‚lin­ken Mili­ta­ris­mus’ 3. unter­schied­li­che Ver­ständ­nisse von Kri­tik. Der Text endet schließ­lich mit einem „Schluss­punkte“ über­schrie­be­nen Abschnitt ca. einer ¾ Seite.

RZ/​Rote Roza oder RAF: Wo liegt das grö­ßere Poten­tial für heute?

In dem drit­ten Teil ihres Tex­tes rea­giert die mg auf fol­gende Kri­tik der freien radi­ka­len:

„Die Dis­kus­sio­nen um Mili­tanz, die zwar aktu­ell in die­sem Blatt (der ‚inte­rim‘, Anm. mg) ab und an auf­flam­men, knüp­fen unse­res Erach­tens nach nicht ein­mal annä­hernd an die Tiefe ver­gan­ge­ner Aus­ein­an­der­set­zun­gen an und bean­spru­chen dies auch nicht wirk­lich“.

Die mg kri­ti­siert dies zunächst ein­mal als etwas ober­fläch­li­ches Abbürs­ten des­sen, was in der Mili­tanz­de­batte immer­hin geleis­tet wurde und nimmt dann direkt den Rote Zora /​ RZ-​​ ver­sus RAF-​​Vergleich der freien radi­ka­len auf. Die mg fin­det, daß die RAF bei dem von den freien radi­ka­len durch­ge­führ­ten Ver­gleich zu schlecht weg­kommt und RZ /​ Rote Zora unge­bühr­lich über den grü­nen Klee gelobt wer­den.

Zur Rote Zora

An den Aus­füh­run­gen der mg fällt zunächst ein­mal auf, daß sie ihre Kri­tik an dem Zusam­men­hang Revo­lu­tio­näre Zel­len /​ Rote Zora ins­be­son­dere anhand der letz­te­ren, also der femi­nis­ti­schen ‚Sek­tion’ die­ses Zusam­men­hangs, expli­ziert. Darin, die Rote Zora der­art als anschei­nend reprä­sen­ta­tiv für die Revo­lu­tio­nä­ren Zel­len anzu­se­hen, könnte die Zubil­li­gung einer beson­de­ren Wich­tig­keit gese­hen wer­den. Ande­rer­seits irri­tiert aber, daß sich die – wenn meine Lek­türe bis­he­ri­ger mg-Texte nicht allzu selek­tiv aus­ge­fal­len und meine Erin­ne­rung an diese Lektüre-​​Erfahrungen nicht allzu lücken­haft ist – erste län­gere Aus­ein­an­der­set­zung der mg mit einem femi­nis­ti­schen Ansatz in ers­ter Linie in der Erör­te­rung von – durch­aus zurecht auf­ge­zeig­ten – Män­geln besteht. Damit fällt nicht nur die Wür­di­gung der Leis­tun­gen der Roten Zora als Reprä­sen­tan­tin des Zusam­men­hangs RZ /​ Rote Zora unter den Tisch (etwas, was aller­dings die freien radi­ka­len schon geleis­tet hat­ten und des­halb viel­leicht nicht wie­der­holt wer­den mußte), son­dern auch – und die­ser Man­gel ist gewich­ti­ger – die spe­zi­fi­sche Posi­tion der Roten Zora inner­halb des brei­ten Spek­trums femi­nis­ti­scher Posi­tio­nen – was von der mg wohl allein schon des­halb nur schwer geleis­tet wer­den konnte, weil femi­nis­ti­sche Posi­tio­nen anschei­nend außer­halb des Lektüre-​​Kanons der mg lie­gen. Schließ­lich fällt mit der von der mg vor­ge­nom­me­nen Schwer­punkt­set­zung auch die Kri­tik an der mehr oder min­der ope­rais­tisch ange­hauch­ten Flücht­lings­kam­pa­gne der Revo­lu­tio­nä­ren Zel­len in den 1980er Jah­ren unter den Tisch, von der aber zu ver­mu­ten ist, daß eine sol­che Kri­tik durch­aus den ideo­lo­gi­schen Posi­tio­nen der mg ent­spre­chen könnte.
Wie dem auch sei – kom­men wir zu den Kri­tik­punk­ten der mg an der Rote Zora: Zum einen kri­ti­siert die mg, daß die Rote Zora nach dem Anschlag auf die Lürs­sen Werke 1995 in Bre­men2 ohne Auf­lö­sungs­er­klä­rung von der Bild­flä­che ver­schwun­den ist. Die­ser Kri­tik sei aus­drück­lich zuge­stimmt, nur ent­wer­tet dies nicht zwangs­läu­fig alles, was vor­her war – sei denn es ließe sich zei­gen, daß die­ser unrühm­li­che Abgang die zwangs­läu­fige Kon­se­quenz aus dem vor­her­ge­hen­den Poli­tik­ver­ständ­nis war. Die­ser Nach­weis dürfte frei­lich nur schwer zu füh­ren sein – und die mg unter­nimmt nicht ein­mal den Ver­such, ihn zu füh­ren.
Hin­sicht­lich ihres zwei­ten Kri­tik­punkts an der Rote Zora bezieht sich die mg auf einen älte­ren Text aus den 80er Jah­ren, der sich kri­tisch mit der Kam­pa­gne der Roten Zora gegen das Beklei­dungs­un­ter­neh­men Adler zur Unter­stüt­zung strei­ken­der Arbei­te­rin­nen in der süd­ko­rea­ni­schen Pro­duk­ti­ons­stätte des Unter­neh­mens aus­ein­an­der­setzte. Aus die­sem älte­ren Text zitiert die mg das fol­gende:

„Im Ergeb­nis ste­hen wir der Aus­sage skep­tisch gegen­über, daß es nur die hie­si­gen Anschläge gewe­sen sein sol­len, die Adler zum Rück­zug bewegt haben. Wir neh­men eher an, daß lang­fris­tig Pro­duk­ti­ons­ver­la­ge­run­gen geplant sind (…). Außer­dem ist von etli­chen Kon­zer­nen in Süd­ko­rea im Som­mer den hart­nä­cki­gen Kämp­fen oft nach­ge­ge­ben wor­den, weil eine Lohn­er­hö­hung weni­ger Pro­fi­t­ein­buße bedeu­tet als völ­li­ger Pro­duk­ti­ons­aus­fall.“ Und: „Über die feu­ri­gen Grüße der ‚Roten Zora’ an die Frauen von Iri (der Pro­duk­ti­ons­stätte in Süd­ko­rea, Anm. mg) haben wir uns gefreut. Unbe­nom­men davon bleibt, daß uns ein erfolg­rei­cher Boy­kott mehr gefreut hatte.“

Die­sen Über­le­gun­gen zur begrenz­ten Durch­schlags­kraft der Anschläge der Roten Zora („ste­hen wir der Aus­sage skep­tisch gegen­über, daß es nur die hie­si­gen Anschläge gewe­sen sein sol­len“) sei durch­aus zuge­stimmt. Aller­dings ste­hen diese Über­le­gun­gen, nicht im direk­ten Wider­spruch zu den Aus­füh­run­gen der freien radi­ka­len, gegen die sich die mg wen­den will:

„Die Rote Zora (…) war ihrer Zeit eben­falls weit vor­aus. Ihr Inter­na­tio­na­lis­mus – am Bei­spiel Adler – ist von heute aus betrach­tet nichts ande­res als eine auf den Punkt gebrachte mili­tante Antiglo­ba­li­sie­rungs­ak­tion.“

Zwi­schen der Zuschrei­bung gleich einer aus­schla­gen­den Bedeu­tung der Anschläge („daß es nur die hie­si­gen Anschläge gewe­sen sein sol­len“), die die mg zurecht kri­ti­siert, und der blo­ßen Belo­bi­gung, „eine auf den Punkt gebrachte mili­tante Antiglo­ba­li­sie­rungs­ak­tion“, die die freien radi­ka­len vor­neh­men, besteht kein Wider­spruch – und zwi­schen bei­den Wer­tun­gen liegt auch noch eine ganze Reihe von wei­te­ren Bewer­tungs­mög­lich­kei­ten.
An die­ser Stelle ent­steht bei mir ziem­lich der Ein­druck, daß die mg jene alte Kri­tik an der Roten Zora bloß instru­men­ta­lis­tisch ver­wen­det (ohne sich auf die dama­lige Fra­ge­stel­lung und die heu­tige Posi­tion der freien radi­ka­len wirk­lich ein­zu­las­sen), um einen Punkt in der etwas anders gela­ger­ten Debatte ‚Kön­nen wir mehr von der RAF oder mehr von den Revo­lu­tio­nä­ren Zel­len und Rote Zora ler­nen?’ zu machen.

Zur RAF

Nun gut – las­sen wir dies dahin­ste­hen und fra­gen statt des­sen, was die mg der RAF zugute hält? Die ent­spre­chen­den, gut eine halbe radi­kal-Spalte lan­gen Aus­füh­run­gen seien im Zusam­men­hang zitiert:

„Das den Anstoß zum ‚Front­pro­zess’ gebende ‚Mai-​​Papier’ von 1982 (eigent­li­cher Titel ‚Gue­rilla, Wider­stand und anti­im­pe­ria­lis­ti­sche Front’) ist eines der weni­gen kol­lek­ti­ven Dis­kus­si­ons­pro­dukte der klan­des­ti­nen, mili­tan­ten und ille­ga­len revo­lu­tio­nä­ren Lin­ken der BRD. Es mar­kiert nach dem ‚Herbst ’77’ eine inhaltlich-​​praktische Offen­sive in den Jah­ren 1985/​1986, die danach uner­reicht blieb. Zen­tral an die­sem Front-​​Konzept ist zwei­er­lei: zum einen doku­men­tiert es, aus der Karam­bo­lage mit dem repres­si­ven Staats­ap­pa­rat um ’77 nicht des­il­lu­sio­niert und geschla­gen her­vor­ge­gan­gen zu sein, und zum ande­ren die erwei­terte Per­spek­tive von Wider­stand­s­po­ten­tia­len: ‚Wenn man so will, unter­schei­det sich unsere Akti­ons­li­nie bis ’77 von der jetzt darin, daß es bis ’77 immer auf das ankam, was direkt zum bewaff­ne­ten Kampf gekom­men ist oder die­sen Schritt vor­be­rei­tet hat und daß es jetzt dar­auf ankommt, daß Gue­rilla, mili­tante und poli­ti­sche Kämpfe als inte­grale Kom­po­nen­ten im per­spek­ti­vi­schen Flucht­punkt der zu ent­fal­ten­den Metro­po­len­stra­te­gie zusam­men­kom­men. Wir sagen: Wenn auch bewaff­nete, ille­gale Orga­ni­sa­tion der Kern die­ser Stra­te­gie ist, bekommt sie erst ihre ganze not­wen­dige Kraft, wenn bewaff­nete Poli­tik mit mili­tan­ten Angrif­fen, mit den Kämp­fen aus der gan­zen Breite der Erdrü­ckung und Ent­frem­dung und mit dem poli­ti­schen Kampf um die Ver­mitt­lung ihres Pro­zes­ses zusam­men zu einem bewuß­ten und geziel­ten Angriff gegen die Dreh-​​ und Angel­punkte des impe­ria­lis­ti­schen Zen­trums gebracht wird.’“

Auch wenn die von der mg zitierte Pas­sage in ihrer Bezug­nahme auf „mili­tante und poli­ti­sche Kämpfe“ zu den über­zeu­gen­de­ren Pas­sa­gen des Front­pa­pie­res gehört, so fällt es doch schwer, sich nicht auch bezüg­lich die­ser Pas­sage der Stil-​​Kritik der freien radi­ka­len („ver­quaste Spra­che“) anzu­schlie­ßen: Das fängt an bei leich­ten For­mu­lie­rungs­un­klar­hei­ten, wie:
++ „das […], was direkt zum bewaff­ne­ten Kampf gekom­men ist“. Warum wurde hier das Neu­trum ver­wen­det („das“)? Was sollte genau mit „gekom­men ist“ aus­ge­drückt wer­den?
++ Warum „Erdrü­ckung“? Warum nicht „Unter­drü­ckung“?
Und es endet mit der Häu­fung von Adjek­ti­ven und Schlag­wör­tern, die aber keine Kon­kre­ti­sie­rung erfah­ren, son­dern eine sol­che Kon­kre­ti­sie­rung erset­zen: „inte­grale Kom­po­nen­ten im per­spek­ti­vi­schen Flucht­punkt der zu ent­fal­ten­den Metro­po­len­stra­te­gie“ /​ „bewuß­ten und geziel­ten Angriff gegen die Dreh-​​ und Angel­punkte des impe­ria­lis­ti­schen Zen­trums“.

Aber das Pro­blem ist nicht nur ein sprach­li­ches, son­dern ist auch – nicht über­ra­schend, da die Spra­che zum For­mu­lie­ren von Inhal­ten ver­wen­det wird – ein inhalt­li­ches Pro­blem:

++ Läßt sich über die RAF-​​Strategie der 70er Jahre wirk­lich pau­schal sagen, daß es damals „immer auf das ankam, was direkt zum bewaff­ne­ten Kampf gekom­men ist oder die­sen Schritt vor­be­rei­tet hat“? Das mag für die Eska­la­tion 1977 gel­ten – aber hatte die RAF nicht in ihren ers­ten drei län­ge­ren Stra­te­gie­pa­pie­ren (Kon­zept Stadt­gue­rilla, Stadt­gue­rilla und Klas­sen­kampf und auch der Mahler-​​Schrift Über den bewaff­ne­ten Kampf in West­eu­ropa) ein – zwar nicht wider­spruchs­freies und auch nur ansatz­weise umge­setz­tes – aber doch sehr viel kom­ple­xe­res Ver­ständ­nis des bewaff­ne­ten Kamp­fes ent­wi­ckelt, als daß es ein­fach auf das redu­ziert wer­den könnte, „was direkt zum bewaff­ne­ten Kampf gekom­men ist oder die­sen Schritt vor­be­rei­tet hat“?
Diese ers­ten Schrif­ten nicht wie­der auf­zu­grei­fen, nicht kon­kret zu unter­su­chen, warum sie sich nicht in der geplan­ten Weise umset­zen lie­ßen und dar­aus Schluß­fol­ge­rung für die wei­tere Pra­xis zu zie­hen, son­dern statt des­sen einen pau­scha­len Befrei­ungs­schlag zu vagen „integrale[n] Kom­po­nen­ten im per­spek­ti­vi­schen Flucht­punkt der zu ent­fal­ten­den Metro­po­len­stra­te­gie“ zu machen, ist – ein­fach schwach.

++ Die mg meint, zen­tral am Front­kon­zept sei, „aus der Karam­bo­lage mit dem repres­si­ven Staats­ap­pa­rat um ’77 nicht des­il­lu­sio­niert und geschla­gen her­vor­ge­gan­gen zu sein“. Ja, augen­schein­lich nicht end­gül­tig geschla­gen, aber die anvi­sierte nun­meh­rige Ver­bin­dung von „Gue­rilla, militante[n] und politische[n] Kämpfe“ hätte sicher­lich an Glaub­wür­dig­keit gewon­nen, wenn sich die RAF ihrer Nie­der­lage von 1977 gestellt und ihre eige­nen Feh­ler, die dazu beige­tra­gen haben, ana­ly­siert hätte. Statt des­sen prä­sen­tierte die RAF in der von der mg zitier­ten Pas­sage eine glatte Fort­schritts­ge­schichte mit naht­lo­sem Übergang: „Wenn man so will, unter­schei­det sich unsere Akti­ons­li­nie bis ’77 von der jetzt darin, daß es bis ’77 immer auf das ankam, was direkt zum bewaff­ne­ten Kampf gekom­men ist oder die­sen Schritt vor­be­rei­tet hat und daß es jetzt dar­auf ankommt, daß Gue­rilla, mili­tante und poli­ti­sche Kämpfe […] zusam­men­kom­men.“
Die gesamte Poli­tik bis 1977 wurde damit außer Kri­tik gestellt: Genauso wie „es jetzt [scil.: in den 80er Jah­ren, TaP] dar­auf ankommt, daß Gue­rilla, mili­tante und poli­ti­sche Kämpfe […] zusam­men­kom­men“, so kam es (bis) 1977 angeb­lich tat­säch­lich nur „auf das an[…], was direkt zum bewaff­ne­ten Kampf gekom­men ist oder die­sen Schritt vor­be­rei­tet hat“. Daß diese Sicht­weise nach der offen­sicht­li­chen Nie­der­lage von 1977 auch in der radi­ka­len Lin­ken nicht auf beson­ders viel Anklang stieß und das anvi­sierte Zusam­men­kom­men von „Gue­rilla, militante[n] und politische[n] Kämpfe“ abge­se­hen von einem sehr, sehr schma­len Seg­ment des Anti­im­pe­ria­lis­ti­schen Wider­stand nicht zustande kam, kann kaum über­ra­schen.

++ Alle Pro­bleme, die sich dann im Laufe der 80er Jah­ren in der Umset­zung des Front­kon­zep­tes zeig­ten, waren in der von der mg – schlech­ter­dings zustim­mend – zitier­ten Pas­sage schon ange­legt: „Wir sagen: Wenn auch bewaff­nete, ille­gale Orga­ni­sa­tion der Kern die­ser Stra­te­gie ist, bekommt sie erst ihre ganze not­wen­dige Kraft, wenn bewaff­nete Poli­tik mit mili­tan­ten Angrif­fen, mit den Kämp­fen aus der gan­zen Breite der Erdrü­ckung und Ent­frem­dung und mit dem poli­ti­schen Kampf um die Ver­mitt­lung ihres Pro­zes­ses zusam­men zu einem bewuß­ten und geziel­ten Angriff gegen die Dreh-​​ und Angel­punkte des impe­ria­lis­ti­schen Zen­trums gebracht wird.’“
---- Die „bewaff­nete, ille­gale Orga­ni­sa­tion [ist] der Kern die­ser Stra­te­gie“: Ja, das war die stra­te­gi­sche Ori­en­tie­rung der RAF und der Anti­imps der 80er Jahre. Und das war eben nicht das Pri­mat des Poli­ti­schen über das Mili­tä­ri­sche, das die mili­tante gruppe an ande­rer Stelle for­dert und ver­tei­digt. Mit der vorab-​​Setzung, daß die „bewaff­nete, ille­gale Orga­ni­sa­tion der Kern die­ser Stra­te­gie ist“, war die RAF auch mit ihrer neuen Stra­te­gie wie­derum außer Kri­tik gestellt – und das pos­tu­lierte „[Z]usammenkommen“ war fak­tisch nur ein Dazukom­men: mili­tante und poli­ti­sche Kämpfe als Was­ser­trä­ger für die „bewaff­nete, ille­gale Orga­ni­sa­tion“, die der „Kern“ ist und des­halb die Linie für alle vor­gibt.
--- Und schließ­lich: Der „bewußte und gezielte Angriff gegen die Dreh-​​ und Angel­punkte des impe­ria­lis­ti­schen Zen­trums“ – das war in den 80er Jah­ren prak­tisch der Angriff auf Funk­ti­ons­trä­ger des Staa­tes und des Kapi­tals. Das war aber stra­te­gisch wie ana­ly­tisch glei­cher­ma­ßen falsch, denn diese Funk­ti­ons­trä­ger sind eben nicht die Dreh-​​ und Angel­punkte.
In die­sem Zusam­men­hang kommt näm­lich ein spe­zi­fi­scher Unter­schied zwi­schen einem Gefecht zwi­schen bewaff­ne­ten Ein­hei­ten einer­seits3 und der geziel­ten Tötung ein­zel­ner Funk­tio­nä­rIn­nen ande­rer­seits zum Tra­gen:
In einem Gefecht recht­fer­tigt sich das Töten aus der Legi­ti­mi­tät des Ziels der einen oder ande­ren Seite, der Effek­ti­vi­tät der ein­ge­setz­ten Stra­te­gie als Gan­zes und der Exis­tenz einer unmit­tel­ba­ren Kampf­si­tua­tion, in der sich Bewaff­nete gegen­über­ste­hen. In einer sol­chen Kampf­si­tua­tion bedarf der ein­zelne Tötungs­akt kei­ner beson­de­ren Recht­fer­ti­gung: Ob Sol­dat X oder ggf. Sol­da­tin Y getö­tet wird, ist egal, Haupt­sa­che die eigene Kugel trifft über­haupt bewaff­nete Geg­ne­rIn­nen.
Ganz anders ver­hält es sich mit der geziel­ten Tötung von Funk­tio­nä­rIn­nen außer­halb von Kampf­si­tua­tio­nen (und zu etwas ande­rem war die RAF nicht in der Lage): Hier ist es, sofern über­haupt zu recht­fer­ti­gen, nicht mehr egal ob X oder Y getö­tet wird, son­dern die Auswahl-​​Entscheidung bedarf einer beson­de­ren Recht­fer­ti­gung (und genau so hatte es ja auch die RAF gese­hen) – und genau das führt ana­ly­tisch und stra­te­gisch in die Irre:
S. z.B. die RAF-​​Erklärung zur Tötung des Siemens-​​Managers Beckurts: „Schon in den 70er Jah­ren stand er an der Spitze der stra­te­gi­schen Aus­rich­tung des Kapi­tals: er war Chef des Kern­for­schungs­zen­trums Jülich“.
RAF-​​Erklärung zur Tötung des Außenamts-​​Mitarbeiters Braun­mühl: „Poli­ti­scher Direk­tor im Außen­mi­nis­te­rium und eine der zen­tra­len Figu­ren in der For­mie­rung west­eu­ro­päi­scher Poli­tik im impe­ria­lis­ti­schen Gesamt­sys­tem“.4
Sol­che „Figu­ren“ sind weni­ger „Dreh-​​ und Angel­punkte des impe­ria­lis­ti­schen Zen­trums“ als ein paar Akten, die bei Brand­an­schlä­gen der Revo­lu­tio­nä­ren Zel­len auf Aus­län­der­be­hörde zer­stört wur­den und auch als durch auto­nome Gruppe (aus Pro­test gegen Atom­trans­porte) unter­bro­chene Bahn­stre­cken. Wer/​welche einen auf­ge­räum­ten Schreib­tisch und Akten­schrank hin­ter­läßt, kann ziem­lich pro­blem­los ersetzt wer­den.
Der argu­men­ta­tive Zwang die Aus­wahl­ent­schei­dung für sol­che geziel­ten Tötungs­ak­tio­nen geson­dert zu begrün­den, pro­du­ziert zwangs­läu­fig eine des­ori­en­tie­rende Über­schät­zung der Bedeu­tung der getö­te­ten Indi­vi­duen. Eine Kom­man­do­er­klä­rung, ‚Wir haben heute den belie­bi­gen Funk­tio­när X getö­tet und in eini­gen Wochen oder Mona­ten wer­den wir wie­der genauso wahl­los zuschla­gen’, wäre unmög­lich. Um zu recht­fer­ti­gen, warum X (und nicht Y getö­tet wird), mußte die Rolle von X (der in Wirk­lich­keit kein Deut wich­ti­ger war als Y, der aber nicht getö­tet wurde) zwangs­läu­fig auf­ge­bauscht wer­den. Dies war theo­re­tisch genauso flach, wie heute Kapi­ta­lis­mus­kri­tik auf Kri­tik an ‚gie­ri­gen Mana­gern’ zu redu­zie­ren (oder sogar ers­tere durch letz­tere zu erset­zen). Mehr Mar­xis­mus bitte, mili­tante gruppe:

Die Gestal­ten von Kapi­ta­list und Grund­ei­gen­tü­mer zeichne ich kei­nes­wegs in rosi­gem Licht. Aber es han­delt sich hier um die Per­so­nen nur, soweit sie die Per­so­ni­fi­ka­tion ökono­mi­scher Kate­go­rien sind, Trä­ger von bestimm­ten Klas­sen­ver­hält­nis­sen und Inter­es­sen. Weni­ger als jeder andere kann mein Stand­punkt, […], den ein­zel­nen ver­ant­wort­lich machen für Ver­hält­nisse, deren Geschöpf er sozial bleibt, sosehr er sich auch sub­jek­tiv über sie erhe­ben mag.

Falls ich abschlie­ßend zu die­sem Abschnitt ver­su­chen soll, mei­nen RZ /​ Rote Zora – RAF-​​Vergleich zwar nicht zusam­men­zu­fas­sen, aber zumin­dest um einige sche­ma­ti­sche The­sen zu ergän­zen, so würde ich sagen:
1.a) Die RAF war Rote Zora /​ Revo­lu­tio­nä­ren Zel­len darin über­le­gen, daß sie über­haupt ver­sucht hat, in Stra­te­gie­pa­pie­ren den Stel­len­wert des bewaff­ne­ten Kamp­fes sys­te­ma­tisch dar­zu­le­gen. Dabei waren die ers­ten drei Stra­te­gie­pa­piere den spä­te­ren theo­re­tisch weit­aus über­le­gen. Als gro­ßer Man­gel ist frei­lich zu ver­zeich­nen, daß sei­tens der RAF prak­tisch gar keine und von ande­ren auch nur ansatz­weise eine Ana­lyse geleis­tet wurde, woran die Umset­zung des ursprüng­li­chen RAF-​​Konzeptes schei­terte.
b) Die Revo­lu­tio­nä­ren Zel­len und die Rote Zora haben sich dage­gen weit­ge­hend auf Anschlags­er­klä­rung aus Anlaß bestimm­ter Aktio­nen und – v.a. in den 80er Jah­ren – hoch­wer­tige Poli­tik­feld­ana­ly­sen beschränkt.
2. RZ /​ Rote Zora es ist mit dem gerin­ge­ren mili­tä­ri­schen Auf­wand gelun­gen, den herr­schen­den Ver­hält­nis­sen mehr effek­ti­ven Scha­den zuzu­fü­gen, wäh­rend sich die RAF in einer personalisierend-​​symbolischen Aus­ein­an­der­set­zung ver­schlis­sen hat.
3.a) Rote Zora /​ RZ war es mit ihrer Kom­bi­na­tion von mili­tan­ter Pra­xis und Poli­tik­feld­ana­ly­sen – jeden­falls ab der zwei­ten Hälfte der 70er Jahre – weit­aus bes­ser als der RAF gelun­gen, in soziale Bewe­gung hin­ein­zu­wir­ken und die­sen gegen­über avantgardistisch-​​orientierend zu wir­ken und dabei eine Funk­tion wahr­zu­neh­men, die weder von der aka­de­mi­schen Lin­ken noch vom Kom­mu­nis­ti­schen Bund (KB) erfüllt wurde noch von Spon­tis hätte erfüllt wer­den kön­nen.
b) Gleich­zei­tig war es RZ /​ Rote Zora als klan­des­ti­nem Zusam­men­hang nicht mög­lich, die Funk­tion des KB als lega­ler Orga­ni­sa­tion mit lega­ler Publi­zis­tik über­flüs­sig zu machen.
4. Wenn nach unaus­ge­schöpf­ten Mög­lich­kei­ten der BRD-​​Linken der 70er und 80er Jahre gesucht wer­den soll, so wird – um noch ein­mal auf das Vor­wort der aktu­el­len radi­kal-Aus­gabe zurück­zu­kom­men – die Ant­wort weni­ger in einer Fusion der sozi­al­re­vo­lu­tio­nä­ren Linie der Revo­lu­tio­nä­ren Zel­len und der Roten Zora einer­seits und der anti­im­pe­ria­lis­ti­schen Linie der RAF der 80er Jahre zu fin­den sein. Viel­mehr wer­den sie im Drei­eck zwi­schen den theoretisch-​​strategischen Schrif­ten der frü­hen, mar­xis­ti­schen RAF, den Poli­tik­feld­ana­ly­sen und der nied­rig­schwel­li­gen Mili­tanz von RZ /​ Rote Zora sowie dem orga­ni­sa­to­ri­schen und publi­zis­ti­schen ‚Prag­ma­tis­mus’ des KB (der die­sen einer­seits posi­tiv von den ande­ren ML-​​Gruppen abhob, aber auch seine spe­zi­fi­schen Gren­zen hatte) zu suchen sein. (Die deut­sche aka­de­mi­sche Linke ist hier nicht zu erwäh­nen, da sie mit ihrem weit­ge­hen­den Ver­blei­ben im theo­re­ti­schen Hori­zont der Frank­fur­ter Schule [BRD/​WB] einer­seits und des Sta­li­nis­mus [DDR] ande­rer­seits sämt­li­che inter­na­tio­nal rele­van­ten theo­re­ti­schen Ent­wick­lun­gen seit den 60 Jah­ren ver­schla­fen hat und des­halb auch kaum zu bedau­ern ist, daß sie im Zuge des neo­li­be­ra­len roll backs selbst ihre hoch­schul­po­li­ti­sche Rele­vanz ver­lo­ren hat. Die Linke in den Grü­nen der 80er Jahre war bald vom inner­par­te­li­chen Fundi-‚Realo’-Konflikt um Regie­rungs­be­tei­li­gun­gen so absor­biert, daß sie für bewe­gungs­ori­en­tierte inhalt­li­che und stra­te­gi­sche Dis­kus­sio­nen weit­ge­hend aus­fiel.)5

„Jen­seits mili­ta­ris­ti­scher Orga­ni­sa­ti­ons­mo­delle“

Im fol­gen­den Abschnitt setzt sich die mg mit der wohl auf sie gemünz­ten Abgren­zung der freien radi­ka­len von „militaristische[n] Orga­ni­sa­ti­ons­mo­delle“ aus­ein­an­der.
Die mg bemän­gelt – und zwar, wie mir scheint, zurecht –, daß die freien radi­ka­len weder eine Defi­ni­tion von „mili­ta­ris­tisch“ noch des Jen­seits davon leis­ten und sich auch nicht mit den von der mg dazu bereits ver­faß­ten Tex­ten aus­ein­an­der­set­zen. Die mg ant­wor­tet dar­auf mit einer gan­zen Reihe von Klassiker-​​, Selbst-​​ und ande­ren Zita­ten, die von mir soweit geteilt wer­den, daß hier auf eine Zusam­men­fas­sung ver­zich­tet und auf eine eigen­stän­dige Lek­türe des mg-Tex­tes ver­wie­sen wer­den soll. Wer/​welche mit den dor­ti­gen Bestim­mun­gen nicht ein­ver­stan­den ist, sollte sich schon die Mühe machen, sie kon­kret zu kri­ti­sie­ren, und/​oder ergän­zende oder alter­na­tive Bestim­mun­gen glei­cher oder grö­ße­rer Kon­kret­heit vor­schla­gen. Wer/​welche dage­gen mit den theo­re­ti­schen Bestim­mun­gen ein­ver­stan­den ist, aber der Ansicht ist, daß die mili­tante Pra­xis der mg die­sen Bestim­mun­gen nicht ent­spricht, müßte dann dies kon­kret dar­le­gen. (Ich mei­ner­seits würde v.a. Beden­ken gegen die anfäng­li­che Patro­nen­ver­schi­ckung durch die mg und die frü­hen Erwä­gun­gen zu etwai­gen geziel­ten Tötun­gen anmel­den. Aber das ist mitt­ler­weile – hof­fent­lich – ziem­lich kal­ter Kaf­fee. – Im vier­ten Teil die­ser Rezensions-​​Serie werde ich noch kri­tisch auf den Bindestrich-​​Ausdruck „politisch-​​militärisch“ ein­ge­hen.)

Was heißt Kri­tik?

In dem letz­ten Abschnitt vor den „Schluss­punk­ten“ beschäf­tigt sich die mg mit dem Kri­tik­ver­ständ­nis der freien radi­ka­len. Die freien radi­ka­len pos­tu­lier­ten, daß es die beste Kri­tik sei, einer für fal­sche gehal­te­nen Posi­tion „eine andere Pra­xis und einen ande­ren Inhalt“ ent­ge­gen­zu­set­zen. Die mg bemän­gelt – wie mir wie­derum scheint: weit­ge­hend zutref­fend – an die­ser man­gel­haf­ten Ela­bo­rie­rung von Kri­tik, daß es um die Identifizier-​​ und damit Ver­gleich­bar­keit der „ande­ren Pra­xis und [… des] ande­ren Inhalts“ jeden­falls dann schlecht bestellt ist, wenn Pra­xis und Inhalte nicht unter kon­ti­nu­ier­li­cher Ver­wen­dung eines Grup­pen­na­mens vor­ge­stellt wer­den. Außer­dem wird bemän­gelt, daß das frei radi­kale Plä­do­yer für „eine andere Pra­xis und einen ande­ren Inhalt“ merk­wür­dig kon­se­quenz­los bleibt, wenn die freien radi­ka­len in ihrem Papier gleich­zei­tig schrei­ben:

„Wir kön­nen und wol­len keine Vor­ga­ben leis­ten, die zum jet­zi­gen Zeit­punkt die inhalt­li­che The­ma­tik bestimmt“. „Wir ver­trauen auf einen Pro­zess des Selbst­lau­fes in der Debatte und auf eine poli­ti­sche Reife, von deren Exis­tenz wir wis­sen, die ohne hier­ar­chi­sche Guru-​​Moderation aus­kommt.“

Die mg bemerkt dazu, daß es zu dem erhoff­ten Selbst­lauf nach den Papie­ren der freien radi­ka­len nicht gekom­men ist (auch diese selbst tra­ten – zumin­dest unter die­sem Namen – nicht wie­der in Erschei­nung), und macht die für jede Debatte, die nicht im Sande ver­lau­fen soll, beste­hende Not­wen­dig­keit gel­tend, sie zu mode­rie­ren und zu resü­mie­ren.
Die mg bekräf­tigt dann noch ein­mal den Vor­schlag für eine mili­tante Platt­form und schreibt in einem anschei­nend beim Lay­out ver­un­stal­te­ten Satz: „Ent­schei­dend ist, dass sich zum einen ein struk­tu­rier­tes Geflecht von mili­tan­ten Ker­nen sucht und fin­det und zum ande­ren ein debat­ten­mä­ßi­ger Aus­tausch und eine inhalt­li­che ### Medium unter Mili­tan­ten statt­fin­det.“ Statt der von mir hier gesetz­ten Dop­pel­kreuze dürfte wohl etwas hin­ge­hö­ren wie „Dis­kus­sion in einem geeig­ne­ten“. –
In ihren „Schluss­punk­ten“ geht die mg dann in ers­ter Linie noch kurz auf ihren sei­ner­zei­ti­gen (Win­ter 2008/​2009) inter­nen Grup­pen­zu­stand ein.

Teil I und II die­ser Rezensions-​​Reihe erschie­nen unter:
http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​0​9​/​0​8​/​0​7​/​a​u​f​-​p​a​p​i​e​r​-​g​e​l​e​s​e​n​-​r​a​d​i​k​a​l​-​n​r​-​1​6​1​-t_i/

und
http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​0​9​/​0​8​/​0​9​/​n​a​c​h​t​r​a​g​-​z​u​r​-​s​c​h​l​a​c​h​t​-​v​o​n​-​a​s​c​u​l​u​m​-​z​u​g​l​e​i​c​h​-​r​e​z​-​t​e​i​l​-​i​i​-​z​u​-​r​a​d​i​k​a​l​-​n​r​-161/
;
vgl. auch noch http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​0​9​/​0​8​/​0​9​/​h​e​u​t​e​-​g​e​l​e​s​e​n-98/, Nr. 2.

  1. Vgl. http://​de​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​I​n​t​e​r​i​m​_​(​Z​e​i​t​s​c​hrift). [zurück]
  2. http://​www​.nadir​.org/​n​a​d​i​r​/​a​r​c​h​i​v​/​P​o​l​i​t​i​s​c​h​e​S​t​r​o​e​m​u​n​g​e​n​/​S​t​a​d​t​g​u​e​r​i​l​l​a​+​R​A​F​/​R​o​t​e​_​Z​o​r​a​/​r​o​t​e​_​z​o​r​a​.html. [zurück]
  3. Sol­che Gefechte füh­ren, waren (und sind teil­weise) tri­kon­ti­nen­tale Gue­ril­la­be­we­gun­gen in der Lage. In West­eu­ropa waren dazu in den 70er und 80er Jah­ren nicht ein­mal die stark in natio­na­len oder pro­le­ta­ri­schen com­mu­nities ver­an­ker­ten Gue­ril­la­or­ga­ni­sa­tio­nen in Eus­kadi und Nord­ir­land bzw. in Ita­lien in der Lage – von den ande­ren Gruppe (egal, ob der anti­im­pe­ria­lis­ti­schen Linie [RAF, AD] oder der kom­mu­nis­ti­schen Linie [GRAPO, CCC]) ganz zu schwei­gen. [zurück]
  4. http://​www​.nadir​.org/​n​a​d​i​r​/​a​r​c​h​i​v​/​P​o​l​i​t​i​s​c​h​e​S​t​r​o​e​m​u​n​g​e​n​/​S​t​a​d​t​g​u​e​r​i​l​l​a​+​R​A​F​/​R​A​F​/​r​a​f​-​t​e​x​t​e​+​m​a​t​e​r​i​a​l​i​e​n.PDF, S. 370, 376. [zurück]
  5. Siehe ergän­zend noch mei­nen Text unter: http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​1​9​9​6​/​1​2​/​1​5​/​d​i​e​-​p​h​a​s​e​n​-​d​e​s​-​k​a​m​p​f​e​s​-​d​e​r​-​r​o​t​e​n​-​a​r​m​e​e​-​f​r​a​k​t​i​o​n​-​g​e​g​e​n​-​d​a​s​-​g​e​s​e​l​l​s​c​h​a​f​t​s​s​y​s​t​e​m​-​d​e​r​-​b​r​d​-​1​9​7​1​-​1996/. [zurück]
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