„Ein Kunde steht eine Minute da und blättert durch die 60 Seiten: ‚Stencilanleitung und Lenis revolutionärer Aufbauprozess? Wenn die sich selbst nicht mehr ernst nehmen, wer soll das sonst tun?‘. Kurze Zeit später ein Gespräch: ‚Hast du die neue Radi gelesen?‘ – ‚Mmmh. Irre.‘ – ‚Allerdings: irre.‘ Das wars. Im Grunde würde sich niemand die Texte durchlesen (so wie schon die jahrelangen ‚debatten‘ der militanten gruppe in der Interim immer schamlos überblättert wurden) wenn nicht das Radikal-Logo drauf wäre. […]. Was soll uns denn zu so einer Aneinanderreihung von Glaubensbekenntnissen einfallen? Worüber wollt ihr denn jetzt noch reden? Eben. Einfach „irre“ und sonst nix.“
(Die ersten beiden Teile der hiesigen radikal-Rezensions-Serie werden – wie gesagt – fortgesetzt.)
Am Nachmittag des 07.08. erreichte eine Einzelperson unserer Gruppe einen Anruf eines Antifa aus Berlin. „Matze“, wie er sich selbst nannte, wollte der Person drohen, weil sich in einem Indymedia-Artikel kritisch gegenüber dem widerlichen Konzert der Rapper Makks Damage und Holger Burner geäußert wurde. Wenn wir uns weiterhin kritisch gegenüber dieser Veranstaltung positionieren „…gibt’s was auf die Fresse!“. Dazu wollen uns die „Atzen“ sogar besuchen kommen.
Am selben Tag erreichte uns eine E-Mail des vermeintlichen Anrufers, der inzwischen wohl bemerkt hatte, dass dieser Artikel nicht von uns stammt, die unter dem Betreff „Stellungsnahme zu Indymedia-Berichten“ folgenden Wortlaut enthielt: „Scheißegal… Ihr seid Trotzdem Hurensöhne. Fickt euch ihr Penner!“
Wir freuen uns auf weitere Mails und natürlich auch auf persönlichen Besuch.
So viel zu den Zuständen in Berlin.
0 Antworten auf „Heute gelesen (9.8.)“