Weil Sachkenntnis jeder Diskussion nur gut nun gut


ein paar eher unsys­te­ma­ti­sche Lite­ra­tur­hin­weise:

1.

A.G. Gender-​​Killer Hg.)
Anti­se­mi­tis­mus und Geschlecht
Von „eff­emi­nier­ten Juden“, „mas­ku­li­ni­sier­ten Jüdin­nen“ und ande­ren Geschlech­ter­bil­dern
Unrast Ver­lag: Müns­ter

Bestell­mög­lich­keit unter:
http://​www​.unrast​-ver​lag​.de/​u​n​r​a​s​t​,​2​,​2​1​6​,​1​3​.html
Rezen­sion unter:
http://​www​.que​rel​les​-net​.de/​i​n​d​e​x​.​p​h​p​/​q​n​/​a​r​t​i​c​l​e​/​v​i​e​w​A​r​t​i​c​l​e​/​4​3​4/442

2.

Wer­ner Berg­mann /​ Mona Körte (Hrsg.)
Anti­se­mi­tis­mus­for­schung in den Wis­sen­schaf­ten

Metro­pol Ver­lag: Ber­lin

Die anti­jü­di­sche Poli­tik der Natio­nal­so­zia­lis­ten und ins­be­son­dere der Völ­ker­mord an den euro­päi­schen Juden gaben den ent­schei­den­den Anstoß für die Her­aus­bil­dung einer moder­nen Anti­se­mi­tis­mus­for­schung, an der ange­sichts der Hete­ro­ge­ni­tät des Phä­no­mens Anti­se­mi­tis­mus eine Viel­zahl wis­sen­schaft­li­cher Dis­zi­pli­nen betei­ligt ist. Nam­hafte Fach­ver­tre­ter stel­len die For­schungs­ge­schichte, den spe­zi­fi­schen metho­di­schen Zugriff, den aktu­el­len For­schungs­stand und die beson­de­ren Pro­bleme ihrer Dis­zi­pli­nen in der Erfor­schung des Anti­se­mi­tis­mus vor. Ver­tre­ten sind Theo­lo­gie und Reli­gi­ons­ge­schichte, die Geschichts­wis­sen­schaft mit eini­gen ihrer Teil­dis­zi­pli­nen wie der Medizin-​​ und der Rechts­ge­schichte, die Sozi­al­wis­sen­schaf­ten, eine Reihe kul­tur­wis­sen­schaft­li­cher Fächer sowie die Sprach-​​ und Lite­ra­tur­wis­sen­schaft. Die Auf­sätze des Ban­des bil­den damit die Viel­falt dis­zi­pli­nä­rer Zugangs­wei­sen ab.

Bestell­mög­lich­keit unter:
http://​www​.metro​pol​-ver​lag​.de/​p​p​/​b​e​s​t​e​l​l​u​n​g​e​n​/​3​-​9​3​6​4​1​1​-​4​8​-​4.htm

Rezen­sion unter:
http://​hsoz​kult​.geschichte​.hu​-ber​lin​.de/​r​e​z​e​n​s​i​o​n​e​n​/​2​0​0​6​-​4​-​0​7​1.pdf

3. Wiki­pe­dia (mit umfang­rei­cher Lite­ra­tur­liste)
http://​de​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​A​n​t​i​s​e​m​i​t​i​s​m​u​s​f​o​r​s​chung

4. Sei­ner­zeit erschien mir diese Bro­schüre – trotz ihres Klas­sen­re­duk­ti­ons­mus – lesens­wert; ich habe sie jetzt nicht noch ein­mal gele­sen:

Auto­nome Nah­ost­gruppe Ham­burg /​ Gruppe Arbei­ter­po­li­tik
Bei­träge zur Dis­kus­sion: Zio­nis­mus, Faschis­mus, Kol­lek­tiv­schuld
Exo­dus – Ein­wan­de­rung in die Wagen­burg /​ Zio­nis­mus und Faschis­mus in Deutsch­land /​ Juden­frage und Juden­ver­nich­tung im deut­schen Faschis­mus /​ Zur Geschichte der Kollektivschuld-​​Ideologie /​ Paläs­ti­nen­si­scher Befrei­ungs­kampf
April 1989
http://​arbei​ter​po​li​tik​.de/​B​r​o​s​c​h​u​e​r​e​n​/​Z​i​o​n​i​s​m​u​s​-​S​o​n​d​e​r​d​r​u​c​k​-​1​9​8​9.pdf

Zur „Gruppe Arbei­ter­po­li­tik“:

„In einer per­so­nel­len und pro­gram­ma­ti­schen Kon­ti­nui­tät zur KPO ste­hen die Gruppe Arbei­ter­po­li­tik (ARPO) und die Gruppe Arbei­ter­stimme, wel­che auch beide Lite­ra­tur der KPO ver­trei­ben. […]. Der KPO gehörte auch der bekannte Kul­tur­his­to­ri­ker Edu­ard Fuchs und zeit­weise die Poli­to­lo­gen Wolf­gang Abend­roth und Richard Löwen­thal, der Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­ler Hans Mayer und der spä­tere Innen­se­na­tor und zweite Bür­ger­meis­ter Bre­mens Adolf Ehlers an.“

„Auf Wei­sung der Kom­mu­nis­ti­schen Inter­na­tio­nale voll­zog die KPD-​​Führung um Ernst Thäl­mann, Phil­ipp Den­gel und Heinz Neu­mann 1928 eine ‚ultra­linke‘ Wende und kon­zen­trierte ihren Kampf auf den ‚Haupt­feind‘ SPD (Sozi­al­fa­schis­mus­these). Die frü­he­ren KPD-​​Vorsitzenden Hein­rich Brand­ler und August Thal­hei­mer lehn­ten die­sen Kurs ab. Sie kri­ti­sier­ten auch die Poli­tik, eine Revo­lu­tio­näre Gewerkschafts-​​Opposition (RGO) neben den offi­zi­el­len Gewerk­schaf­ten zu bil­den, und all­ge­mein die Unter­ord­nung der KPD unter die KPdSU. Die interne Ent­wick­lung in der Sowjet­union begann man erst spä­ter im Exil mit den Mos­kauer Pro­zes­sen zu kri­ti­sie­ren. Brand­ler und Thal­hei­mer plä­dier­ten für den gemein­sa­men Kampf von SPD und KPD gegen den Natio­nal­so­zia­lis­mus und wur­den des­halb aus der KPD aus­ge­schlos­sen. Sie grün­de­ten dar­auf­hin die KPD-​​Opposition, die aber eine kleine Split­ter­gruppe mit 3000-​​4000 Mit­glie­dern blieb. Die Mit­glied­schaft rekru­tierte sich aus Gewerk­schafts­funk­tio­nä­ren, Kom­mu­nal­po­li­ti­kern und Intel­lek­tu­el­len (bspw. Hein­rich Blü­cher). Es gab Hoch­bur­gen in Sach­sen, Thü­rin­gen – in Neu­haus am Renn­weg und Oels­nitz stellte die Par­tei mit Otto Engert und Otto Karl Bach­mann die Bür­ger­meis­ter –, Hes­sen und Würt­tem­berg). In Ober­hau­sen und anderswo schlos­sen sich aus Pro­test gegen die RGO-​​Politik der KPD etli­che pro­fi­lierte KPD-​​Gewerkschafter der KPO an. […]. Die KPO gehörte mit eini­gen ver­wand­ten Grup­pen u.a. in Schwe­den, den USA, Frank­reich und der Schweiz der Inter­na­tio­nale Ver­ei­ni­gung der Kom­mu­nis­ti­schen Oppo­si­tion (IVKO) an, wel­che jedoch bis 1939/​40 zer­fal­len war. Die KPO gab die mehr­mals in der Woche erschei­nende Zei­tung Arbei­ter­po­li­tik, einige regio­nale Zei­tun­gen und das auf einem hohen Niveau ste­hende Theo­rie­or­gan Gegen den Strom her­aus, die IVKO publi­zierte im Wesent­li­chen unter Feder­füh­rung der KPO die Zeit­schrift Der Inter­na­tio­nale Klas­sen­kampf. Der Jugend­ver­band KJO gab den Jun­gen Kämp­fer her­aus. […]. Im Herbst 1931 schloss sich eine Min­der­heit der KPO-​​Mitglieder um Paul Frölich, Jacob Wal­cher und August End­erle ein­schließ­lich der in Kom­mu­nal­par­la­men­ten ver­tre­te­nen Grup­pen in Offen­bach am Main um Hein­rich Galm und in Geest­hacht um August Ziehl der Sozia­lis­ti­schen Arbei­ter­par­tei Deutsch­lands (SAP) an, einer Links­ab­spal­tung der SPD, wo die ehe­ma­li­gen KPO-​​Mitglieder auf Grund ihrer gro­ßen poli­ti­schen Erfah­run­gen die Poli­tik der Par­tei beein­fluss­ten.“

Quelle: http://​de​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​K​o​m​m​u​n​i​s​t​i​s​c​h​e​_​P​a​r​t​e​i​-​O​p​p​o​s​ition;
vgl. auch:
Die Geschichte der Sozia­lis­ti­schen Arbei­ter­par­tei (SAP)
http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​1​9​9​1​/​0​5​/​1​9​/​d​i​e​-​g​e​s​c​h​i​c​h​t​e​-​d​e​r​-​s​o​z​i​a​l​i​s​t​i​s​c​h​e​n​-​a​r​b​e​i​t​e​r​p​a​r​t​e​i​-sap/

5.a)
Cor­ne­lia Eich­horn
Im Dienste des Gemein­wohls. Frau­en­be­we­gung und Natio­nal­staat
in: dies. /​ Sabine Grimm (Hg.)
Gen­der Kil­ler. Texte zu Femi­nis­mus und Poli­tik
Edi­tion ID-​​Archiv: Berlin/​Amsterdam, 1994: 1. Auf­lage, 1995: 2. Auf­lage;
online unter: http://​www​.nadir​.org/​n​a​d​i​r​/​a​r​c​h​i​v​/​F​e​m​i​n​i​s​m​u​s​/​G​e​n​d​e​r​K​i​l​l​e​r​/​g​e​n​d​e​r​_​8​.html

5.b)
dies.
»Frauen sind die Neger aller Völ­ker«. Über­le­gun­gen zu Femi­nis­mus, Sexis­mus und Ras­sis­mus
als .pdf-​​Datei. (S. 95 – 104).

6.a)
Sabine Grimm
Post­ko­lo­niale Kri­tik. Edward Said, Gaya­tri C. Spi­vak, Homi K. Bhabha‘,
in: Die Beute Som­mer 1997, 48 – 61.

6.b)
dies.
Ein­fach hybrid! – Kul­tur­kri­ti­sche Ansätze der Post­co­lo­nial Stu­dies
in: iz3w Nr. 223, Sept. 1997, 39 – 42 und Nr. 224, Okt. 1997, 37 – 39;
online zugäng­lich unter http://​www​.frei​burg​-post​ko​lo​nial​.de/​S​e​i​t​e​n​/​g​r​i​m​m​-​p​o​s​t​k​o​l​o​n​i​a​l​i​s​m​u​s.pdf und http://​Theo​rie​als​Pra​xis​.blog​sport​.de/​i​m​a​g​e​s​/​G​r​i​m​m​_​P​o​s​t​c​o​l​o​n​i​a​l​_​i​Z​3​W.pdf.

6.c)
Sub­jekte des Anti­ko­lo­nia­lis­mus
in: A.N.Y.P. zei­tung für 10 jahre (mini­mal club /​ b_​books) Nr. 9, 1999, 19 – 21.

7. Noch zwei Hin­weise auf Bücher, die ich nicht gele­sen habe:

a)
Klaus Holz /​ Heiko Kauff­mann /​ Jobst Paul (Hg.)
Die Ver­nei­nung des Juden­tums
Anti­se­mi­tis­mus als reli­giöse und säku­lare Waffe
Edi­tion Diss Band: 22
ISBN 978-​​3-​​89771-​​751-​​0
Erscheint im Okto­ber 2009

„Der Band umfasst ein­ge­hende Ana­ly­sen anti­se­mi­ti­scher Posi­tio­nie­run­gen auf den Dis­kurs­ebe­nen der Medien, der Poli­tik, der Wis­sen­schaft, der Reli­gion und des All­tags. The­ma­ti­siert wird die Ent­ste­hung des poli­ti­schen Anti­se­mi­tis­mus in Deutsch­land und des­sen gegen­wär­tige Wie­der­be­le­bung im Isla­mis­mus. Einen Schwer­punkt bil­det die jüdi­sche Per­spek­tive auf das Phä­no­men des Anti­se­mi­tis­mus und auf ihr Gegen­pro­gramm der gerech­ten Gesell­schaft. Vor die­sem Hin­ter­grund wird die Flücht­lings­po­li­tik der Gegen­wart betrach­tet. Dies geschieht anläss­lich des 70. Jah­res­ta­ges der Kon­fe­renz von Evian und deren Umgang mit jüdi­schen Flücht­lin­gen (1938).

Inhalt
Ein­lei­tung

Teil I

His­to­ri­sche Ana­ly­sen

Kurt Lenk
Die Geburt des moder­nen poli­ti­schen Anti­se­mi­tis­mus

Gre­gor Hufen­reu­ter & Uwe Pusch­ner
Anti­se­mi­tis­mus und völ­ki­sche Bewe­gung im wil­hel­mi­ni­schen Kai­ser­reich

Teil II
Jüdi­sche Per­spek­ti­ven

Jobst Paul
Die christ­li­che Über­trump­fung des Juden­tums als Para­digma der Aus­gren­zung. Deutsch-​​jüdische Ana­ly­sen zum Syn­drom der
Juden­feind­schaft

Andreas Dis­seln­köt­ter
Die Bedeu­tung jüdi­scher Medien bei der Bekämp­fung von Anti­se­mi­tis­mus

Yves Kugel­mann im Gespräch mit Jobst Paul
»›Anti­se­mi­tis­mus‹ ist für uns Pflicht und nicht Kür im redak­tio­nel­len All­tag«

Sieg­fried Jäger
Die jüdi­sche Vor­stel­lung einer »gerech­ten Gesell­schaft« zwi­schen reli­giös begrün­de­ter und pro­fa­ner Ethik. Eine dis­kurs­theo­re­ti­sche Spu­ren­su­che

Teil III
Aktu­elle Ana­ly­sen

Moshe Zucker­mann
Ver­ding­lichte Sühne. Von Inter­es­sen und Befind­lich­kei­ten. Anmer­kun­gen zu den deutsch-​​israelischen Bezie­hun­gen

Klaus Holz
Die Para­do­xie der Nor­ma­li­sie­rung. Drei Gegen­satz­paare des Anti­se­mi­tis­mus vor und nach Ausch­witz

Regina Wam­per
Anti­se­mi­tis­mus und Anti­ju­da­is­mus in Dis­kur­sen der Rech­ten. Brü­che und Kon­ti­nui­tä­ten

Jochen Mül­ler
»Warum ist alles so unge­recht?« Anti­se­mi­tis­mus und Israel­hass bei Jugend­li­chen. Die Rolle des Nah­ost­kon­flikts und Optio­nen der
päd­ago­gi­schen Inter­ven­tion

Heiko Kauff­mann
Von Evian nach Brüs­sel. Men­schen­rechte und Flücht­lings­schutz 70 Jahre nach der Kon­fe­renz von Evian

Über die Auto­rin­nen“
(Quelle: http://​unrast​wild​cat​.blog​sport​.de/​2​0​0​9​/​0​8​/​2​0​/​a​n​t​i​s​e​m​i​t​i​s​m​u​s​-​a​l​s​-​r​e​l​i​g​i​o​e​s​e​-​u​n​d​-​s​a​e​k​u​l​a​r​e​-​w​affe/)

b)

Ger­hard Han­lo­ser (Hg.)
„Sie warn die Anti­deut­sches­ten der deut­schen Lin­ken“
Zu Geschichte, Kri­tik und Zukunft anti­deut­scher Poli­tik

ISBN: 3-​​89771-​​432-​​9
Aus­stat­tung: br., 288 Sei­ten

„Bei­träge für eine grund­le­gende Kri­tik anti­deut­scher Ideo­lo­gie

Ange­sichts des ver­hee­ren­den Zustands der lin­ken Bewe­gung hier­zu­lande, schien der ab den neun­zi­ger Jah­ren auf­kom­mende anti­deut­sche Dis­kurs zwei­er­lei mit­ein­an­der zu ver­bin­den: Selbst­kri­tik der oft­mals natio­na­lis­ti­schen und popu­lis­ti­schen Lin­ken auf der einen und eine Schär­fung der Kri­tik des Beste­hen­den auf der ande­ren Seite. Nichts von dem trat ein, viel­mehr steht die anti­deut­sche Linke für einen affir­ma­tive turn inner­halb der Lin­ken gene­rell. Eine radi­kale Kri­tik der herr­schen­den Ver­hält­nisse wird nicht umhin­kom­men, das anti­deut­sche Phä­no­men als Teil des Main­streams im sek­ten­haf­ten Gewand zu erken­nen.

Ver­sam­melt wer­den hier Stim­men von frü­hen Kri­ti­ke­rIn­nen am anti­deut­schen Phä­no­men und von den­je­ni­gen, die eine prak­tisch und theo­re­tisch Beschäf­ti­gung mit ›anti­deut­schen‹ The­men­fel­dern tei­len: Ableh­nung von Deutsch­land als post-​​faschistischer Gesell­schaft, Anti-​​Nationalismus, Kri­tik des (lin­ken) Anti­se­mi­tis­mus… Doch einig sind sich sämt­li­che Ver­fas­se­rIn­nen, dass mit der anti­deut­schen Ideo­lo­gie eine radi­kale Infra­ge­stel­lung des Beste­hen­den nicht zu haben ist, viel­mehr in zuge­spitz­ter Form reine Affir­ma­tion herr­schen­der Ver­hält­nisse ist.

Mit Bei­trä­gen von:
Ilse Bind­seil (Ber­lin), Sek­tie­re­ri­sche Refle­xion und kor­rek­tes Den­ken –
Ver­such einer phi­lo­so­phi­schen Iden­ti­fi­ka­tion

Michael Kol­tan (Frei­burg), »tal­kin’ ‘bout my gene­ra­tion«.
Ein Bei­trag zur Genea­lo­gie des Anti-​​Deutschen-​​Syndroms

Jür­gen Behre/​Thomas Gehrig/​Nadja Rakowitz/​Thomas Schweier,
Avant­garde der Ideo­lo­gie.
Eine Kri­tik der theo­re­ti­schen Vor­aus­set­zun­gen und Impli­ka­tio­nen der ISF

Bern­hard Schmid (Paris), Urlaub von den baha­mas. Vom Pro­dukt der Lin­ken zur anti­to­ta­li­tä­ren Sekte

Det­lef Hart­mann (Köln), »Uname­ri­can«. Die Funk­tion des Anti­ame­ri­ka­nis­mus­dis­kur­ses in der neuen Etappe des Klas­sen­kampfs.

Hol­ger Schatz (Frei­burg), „Die Welt aus­hal­ten ler­nen“.
Neo­li­be­rale For­mie­rung des Selbst und linke Markta­po­lo­ge­tik

Moshe Zucker­mann (Tel Aviv), Was heißt: Soli­da­ri­tät mit Israel?

Mar­cus Mohr/​Sebastian Haunss (Berlin/​Hamburg),
Die Auto­no­men und die (anti)deutsche Frage
Wolf Wet­zel (Frankfurt),Vom lin­ken Bel­li­zis­mus der 90er Jahre bis zur
anti­deut­schen Kriegs­füh­rung

Gazi Caglar (Göt­tin­gen), Islamo-​​Faschismus und kri­ti­sches Unter­schei­dungs­ver­mö­gen.
Über die kapi­ta­lis­ti­sche Zivi­li­sa­tion als Bar­ba­rei und den Kampf der Kul­tu­ren

Ger­hard Han­lo­ser (Frei­burg), Bun­des­re­pu­bli­ka­ni­scher Links­ra­di­ka­lis­mus und Israel – Anti­fa­schis­mus und Revo­lu­tio­nis­mus als Tra­gö­die und als Farce

»Die Gefahr des isla­mi­sier­ten Anti­se­mi­tis­mus« -
Inter­view mit Michael Kie­fer

Auto­rin­nen und Auto­ren:
Jür­gen Behre
wurde 1959 gebo­ren, er stu­dierte Phi­lo­so­phie und Sozio­lo­gie in Frank­furt am Main und ist Mit­glied der Marx Gesell­schaft, 2004 erschien bei VSA: Volks­sou­ve­rä­ni­tät und Demo­kra­tie.

Ilse Bind­seil,
1945 gebo­ren, lebt in Ber­lin als Leh­re­rin und Auto­rin, Redak­teu­rin bei »Ästhe­tik und Kom­mu­ni­ka­tion«. Phi­lo­so­phie, Gesell­schafts­theo­rie und »schö­ner« Lite­ra­tur gilt ihr Inter­esse. Sie ver­öf­fent­lichte u.a.: »Elend der Weib­lich­keit, Zukunft der Frauen«, »Mari­elle und die Revo­lu­tion. Ein uto­pi­scher Schel­men­ro­man« und ist Mit­her­aus­ge­be­rin von »Frauen 1-​​6« (sämt­lich beim ça ira-​​Verlag Frei­burg).

Gazi Caglar
ist Pro­fes­sor für Sozi­al­päd­ago­gik an der Fach­hoch­schule Hil­des­heim /​Holzminden /​Göttingen. Von Gazi Caglar und Hakan Bakar erscheint im Herbst 2004 bei Unrast das Buch »Die USA und der Nahe Osten. Geschichte und Gegen­wart einer impe­ria­lis­ti­schen Bezie­hung«.

Tho­mas Geh­rig,
Mit­glied der Marx Gesell­schaft, lebt in Rüdes­heim am Rhein und ist pro­mo­vie­ren­der Nacht­por­tier.

Ger­hard Han­lo­ser,
Sozio­loge aus Frei­burg, kommt aus einer antideutsch-​​antifaschistischen Fami­lie, die Henry Mor­gent­hau und Ilja Ehren­burg glei­cher­ma­ßen ver­ehrt, den Mau­er­fall in Ber­lin so sehr bedau­erte, wie den jet­zi­gen Zaun­bau in Israel ablehnt. Schon län­ger die­ser Kin­der­stube ent­wach­sen, beschäf­tigt er sich mit ant­ago­nis­ti­schen Bewe­gun­gen und der Geschichte des Links­ra­di­ka­lis­mus.

Det­lef Hart­mann,
sozi­al­re­vo­lu­tio­nä­rer Theo­re­ti­ker und in Köln leben­der Rechts­an­walt, Mit­ar­beit bei den Zeit­schrif­ten­pro­jek­ten »Auto­no­mie. Neue Folge« und »Mate­ria­lien für einen neuen Anti­im­pe­ria­lis­mus«. Poli­ti­siert 1968 durch Poli­zei­knüp­pel im »peo­p­les park« in Ber­ke­ley bei San Fran­cisco.

Sebas­tian Haunss,
Pla­kat­for­scher und Poli­to­loge, ist fest davon über­zeugt, dass sich »Etwas Bes­se­res als die Nation« immer leicht fin­den las­sen wird – etwas Bes­se­res als die Anti­deut­schen aller­dings auch.

Michael Kie­fer
wurde 1961 gebo­ren. Er stu­dierte Islam­wis­sen­schaf­ten, Poli­tik­wis­sen­schaf­ten und Phi­lo­so­phie an der Uni­ver­si­tät Köln. Der­zeit arbei­tet er an einer Stu­die zum Thema Isla­mi­scher Reli­gi­ons­un­ter­richt.

Michael Kol­tan
lebt in Frei­burg. Seine ungu­ten Vor­lie­ben für Bewe­gungs­ge­schichte, Phi­lo­so­phie und Rock’n’Roll finan­ziert er, indem er seine Arbeits­kraft als Soft­ware­ent­wick­ler ver­kauft.

Mar­kus Mohr,
gebo­ren in einer ehe­mals freien Bauern-​​ und Skla­ven­hal­ter­re­pu­blik, die zunächst vom däni­schen König regiert und spä­ter von Preu­ßen kolo­ni­siert wurde, ist also im Grunde gar kein »Deut­scher«, heute einer von über 2 Mil­lio­nen Mit­glie­dern der IG Metall.

Nadja Rako­witz,
gebo­ren 1966, arbei­tet der­zeit am Insti­tut für Medi­zi­ni­sche Soziologie/​Frankfurt am Main und in der Redak­tion des »express. Zei­tung für sozia­lis­ti­sche Betriebs-​​ und Gewerk­schafts­ar­beit«, ist Mit­glied der Marx Gesell­schaft und hat beim ca-​​ira Ver­lag ihre Dis­ser­ta­tion zum Thema: »Ein­fa­che Waren­pro­duk­tion. Ideal und Ideo­lo­gie« ver­öf­fent­licht.

Hol­ger Schatz,
geb. 1967, lebt in Frei­burg. Stu­dium der Sozio­lo­gie und Geschichte. Im Herbst 2004 erscheint seine Dis­ser­ta­tion »Arbeit als Herr­schaft«. Diverse Publi­ka­tio­nen, u.a. »Frei­heit und Wahn deut­scher Arbeit«, Müns­ter 2001 (zusam­men mit Andrea Woel­dike). Mit­ar­beit bei Radio Drey­eck­land, heil­lose Ver­stri­ckung zwi­schen Kapitalismus-​​Ekel, para­si­tär ange­eig­ne­tem Zeit­wohl­stand, Leis­tungs­sport und Pro­duk­ti­vis­mus­kri­tik.

Bern­hard Schmid,
gebo­ren 1971 in Radolf­zell am Boden­see; seit 1987 poli­tisch aktiv, dar­un­ter von 1990 bis 93 bei den frü­hen Anti­deut­schen. Lebt seit 1995 dau­er­haft in Frank­reich. Haupt­be­ruf­lich Jurist, dane­ben Kor­re­spon­dent und Autor lin­ker Zei­tun­gen, u.a. Jungle World und Ana­lyse & Kri­tik. Im Herbst 2004 erscheint von ihm im Unrast Ver­lag das Buch »Alge­rien – Fron­staat im glo­ba­len Krieg? Neo­li­be­ra­lis­mus, soziale Bewe­gun­gen und isla­mis­ti­sche Ideo­lo­gie in einem nord­afri­ka­ni­schen Land.«

Tho­mas Schweier,
Mit­glied der Marx Gesell­schaft, wurde 1959 gebo­ren. Er pro­mo­vierte Ger­ma­nis­tik. Tätig ist er als Lei­ter einer Stadt­teil­bi­blio­thek in Frank­furt am Main.

Wolf Wet­zel
war Autor der ehe­ma­li­gen auto­no­men L.U.P.U.S.- Gruppe, die seit 1986 auto­nome Theo­rie mit prak­ti­schen Fra­gen des All­tags ver­band (Start­bahn­be­we­gung 1980-​​1991, Liber­täre Tage in Frankfurt/​M. 1987, Anti-​​Repressions-​​Kampagne 1987-​​90, Anti-​​Golfkriegskampagne 1991, Bun­des­tags­blo­ckade gegen die Abschaf­fung des Asyl­rechts 1993, Auf­ruf zur Ver­hin­de­rung des grü­nen Son­der­par­tei­tags zum Krieg gegen Jugo­sla­wien 1999). Zuletzt erschien von ihm im Unrast-​​Verlag 2001 das Buch: »Die Hunde bellen…Von A bis (R)Z. Eine Zeit­reise durch die 68er Revolte und die mili­tan­ten Kämpfe der 70er bis 90er Jahre« und 2002 »Krieg ist Frie­den. Über Bag­dad, Sre­bre­nica, Genua, Kabul nach…«.

Moshe Zucker­mann,
Direk­tor des Insti­tuts für Deut­sche Geschichte der Uni­ver­si­tät Tel Aviv. Unter ande­rem ist er Autor der Stu­dien: Zwei­er­lei Holo­caust. Der Holo­caust in den poli­ti­schen Kul­tu­ren Isra­els und Deutsch­lands (1998) und: Geden­ken und Kul­tur­in­dus­trie. Ein Essay über die neue »Nor­ma­li­tät« der Deut­schen (1999).“
(http://​www​.unrast​-ver​lag​.de/​u​n​r​a​s​t​,​2​,​1​8​7​,​5​.html)

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2 Antworten auf „Weil Sachkenntnis jeder Diskussion nur gut nun gut“


  1. 1 TaP 22. Juni 2010 um 16:37 Uhr

    „Ich verlinke hier mal noch den Unterabschnitt ‚Frauen in der Intifada – ein kritischer Rückblick‘ aus der Broschüre
    Mondsicheln (Hg.)
    Kahina
    Feminismus und Männerfrage in Palästina
    ,
    Gießen, Feb. 1993 (92 Seiten)
    S. 21 -28.
    Auch an dieser Broschüre ist sicherlich noch die pauschale Rede von ‚den Zionisten‘ (z.B. S. 23) zu kritisieren; und auch die Rede vom ‚Holocaust gegen die Frauen (vom Endes Mittelalters bis in die Neuzeit)‘ (S. 24) ist völlig neben der Spur.
    Aber dennoch zeigt dieser Text m.E., daß zumindest die feministische Linke schon mal viel weiter war als der heutige Dualismus von unkritischem Antiimperialismus und pro-imperialitischem Anti-Antiimperialismus vermuten läßt – kritisierten doch die Verfasserinnen genau die Bündnispolitik der palästinensischen Linken mit Hamas, die die palästinensische Linke in die Bedeutungslosigkeit führte, und die Opferung von Fraueninteressen im Namen der nationalen Einheit.
    (Und auch Lenin war im übrigen durchaus nicht dafür, proletarische Klasseninteressen der nationalen Einheit unterzuordnen. Was Lenin verteidigte, war das Recht unterdrückter Nationen auf staatliche Loslösung. Ob die KommunistInnen einer unterdrückten Nation in konkreten historischen Situation für die Ausübung dieses Rechts plädieren oder vielmehr [bis zum Absterben des Staates] eine Lösung in einem multinationalen, demokratischen Staat ansterben, war für Lenin damit noch nicht ausgemacht.)“
    http://maedchenblog.blogsport.de/2009/10/28/antisexismus-maennlichkeit/#comment-34379

    Vgl. zu Lenins Position: http://theoriealspraxis.blogsport.de/2010/06/20/fuer-antiimperialismus-ohne-gegennationalismus/.

  2. 2 smay 03. Juli 2012 um 15:27 Uhr

    ich bin nicht so sicher ob mensch uralte beitraege „aufwaermen“ sollte, aber weil’s:
    * oben fehlt
    * immer noch eine ganz wichtige Auseinandersetzung mit (linkem) Antisemitismus ist
    * mich persoenlich sehr beeindruckt und als „Augenöffner“ funktioniert hat
    * und ichs deswegen, trotz oesterreich-fokus, allen ans herz lege:
    Ingrid Strobl. „Anna und das Anderle“. 1995. Fischer Verlag

    erschreckenderweise ist die einzige ausführlicherer rezension, die ich online finde aus der nzz… also muesst ihr mir jetzt einfach glauben, dass das ein ausgesprochen gutes buch ist :)
    lg
    smay

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