Reader’s Digest – Was bei indymedia lesenswert gewesen wäre (2)

- zu Musik und Poli­tik /​ MaKss Damage /​ Soli-​​Konzert am 7.8. -

Teil II des indymedia-​​Exzerpts.

II. Aus­ge­wählte Kom­men­tare zu dem Bei­trag

@Moderationskritierien
Räteselnd und stau­nend 30.07.2009 16:45 The­men: Indy­me­dia

jetzt hier doku­men­tiert unter: http://​theo​rie​als​pra​xis​.blog​sport​.de/​2​0​0​9​/​0​7​/​3​1​/​i​n​d​y​m​e​d​i​a​-​g​a​n​z​-​b​a​s​i​s​d​e​m​o​k​r​a​t​i​s​c​h​/​#​c​o​m​m​e​nt-44


Indy­me­dia ist auch auto­ri­tär und sek­tie­re­risc
r. g. 30.07.2009 – 17:37

„STÄN­DI­GER MISS­BRAUCH DER ERGÄN­ZUNGS­FUNK­TION BZW. KOM­PLET­TER MISS­BRAUCH INDY­ME­DIAS ALS DIS­KUS­SI­ONS­FO­RUM IST UNSO­LI­DA­RI­SCHE SCHEISSE“
„sek­ten zeich­net der hang zur auto­ri­tät aus – so ver­su­chen sie schon seit jah­ren, indy­me­dia zu ihrem tool zu erkämp­fen: alles andere, also abwei­chende mei­nun­gen, abwei­chende arti­kel die sich mit mehr als dem (ber­li­ner) sze­nes­umpf beschäf­ti­gen wer­den meist übelst beschimpft. nach­dem der druck auf die mode­ra­tion nicht gewirkt hat wie es z.b. in der schweiz getan hatte (dort haben anti­deut­sche indymedia-​​mitwirkende bei den bul­len ange­schwärzt um ihre mei­nung durch­zu­drü­cken) wird so über dominanz-​​verhalten ver­sucht, indy­me­dia aus­schließ­lich für sich zu gewin­nen und als mei­nungs­fo­rum umzu­deu­ten.
dabei hat indy­me­dia von anfang an deut­lich gemacht, dass es KEIN dis­kus­si­ons­fo­rum ist.“
….Was bitte schön ist an Dis­kus­sio­nen und Debat­ten auto­ri­tär, ihr Ost­ler? LOL
Schaut euch mal die Debat­ten in den 68er Jah­ren an. (IM WES­TEN, ver­steht sich. In der Zone durf­tet ihr ja nicht dis­ku­tie­ren. Nun soll´s bun­des­weit so sein, oder was? Ihr Mer­ke­le­ris­ten.)
Kenn­zei­chen einer Sekte ist ( wer schon mal in ner Gruppe wie Links­ruck war, weiß Bescheid) DASS GERADE dort jede Dis­kus­sion auto­ri­tär sofort von oben been­det wird, aus Angst die freie Dis­kus­sion könnte das Ende der Sekte sein.
Indy​me​dia​.de ist die eigent­li­che Sekte.
(Im übri­gen ver­wech­seln einige die inhalt­li­chen Dis­kus­sio­nen mit Sze­ne­tratsch. Hier müs­sen wir unter­schei­den ler­nen!)
Indy­me­dia ist außer für anti­fas völ­lig über­flüs­sig gewor­den. Will ich was über den Kampf gegen Sozi­al­ab­bau wis­sen, ist indy die letzte Seite auf die ich gehe. Schon viel­fach haben die Mods Arti­kel dazu gelöscht.
Inter­es­sant ist, dass immer dann Arti­kel gelöscht wer­den, wenn Anti­deut­sche sich über Inhalte beschwe­ren. Auch wenn in dem Arti­kel das Wort Anti­deut­sche gar nicht vor kommt, und es um was ganz ande­res geht, z. B. Iran.
Dass heißt, das Argu­ment ein Arti­kel führe!!!! (na so was!) zu Szene-​​Diskussionen wird zum Vor­wand für Zen­sur. Beson­ders wenn er nur in der Absicht geschrie­ben wurde, zu infor­mie­ren. Mit ande­ren Wor­ten: Das Pro­blem sind aus Sicht der Mods die Arti­kel, nicht das etli­che leute hier einen am Kopp haben.
Das Pro­blem sind meiß­tens nicht die Arti­kel, son­dern dass die ADS mei­nen auf deut­sche Art alles und jeden zu kom­men­tie­ren und zu beleh­ren und eine Zen­sur für Arti­kel ertei­len zu müs­sen; und das dies wie­derum bei den Mods dazu führt, dass ihnen das ganze über den Kopf wächst und sie aus Panik zen­sie­ren.
Das Zen­sie­ren und anti­deut­schen Kom­men­tie­ren führt dazu, dass beson­ders Leute, die nicht in der Szene sind, hier nicht ver­öf­fent­li­chen oder indy nicht mehr nut­zen. Wozu, wenn ich sachen hier nicht ver­stehe, oder sofort eine wilde Meute die Anti­se­mi­tis­mus­keule aus der Höhle holt.
Man wird nicht als Ober­lin­ker Sze­ne­ma­cker gebo­ren und viele die sich gegen hartz IV enga­gie­ren waren nicht auf der Uni und kom­men nicht aus lin­ken Zusam­men­hän­gen. Will man die Leute nicht in die Arme trei­ben, muss man schon mal etwas behut­sa­mer mit ihnen umge­hen, auch wenn drei mal im Satz das Wort „Volk“ vor kommt.
Viel­fach wird mitt­ler­weile zu sozia­len The­men auf Kuda­nek, scharf​-links​.de, linke​-zei​tung​.de oder diverse Hartz IV Foren aus­ge­wi­chen.
Zusam­men­fas­sung: Dis­kus­sio­nen zulas­sen. ADs Magen­sch­wer­den mit Arti­keln dür­fen kein Vor­wand für Zen­sur sein. Man muss halt mit Kri­tik und Häme sei­tens Anti-​​DS und Anti-​​ADS leben ler­nen.
Wer das nicht kann, will keine Poli­tik machen son­dern will Son­nen­scheín und Har­mo­nie. Der sollte auf ne Insel gehen oder Sonn­tags in die Katho­li­sche Kir­che gehen.


Dis­kus­sion ist wich­tig
Franz 30.07.2009 – 17:56

ohne Dis­kus­si­ons­fo­rum würde Indy­me­dia D-​​land sei­nen zen­tra­len Stel­len­wert ver­lie­ren.
Die „Nah­ost­dis­kus­sion“ ist nicht nur zwi­schen zwei Sek­ten. Da wer­den zen­trale Inhalte bun­des­deut­scher Staats­rai­son ver­han­delt.


Wie sehen Nach­rich­ten aus?
Zeiti 30.07.2009 – 18:13

Ok. Stimmt Indy­me­dia wird zuge­spammt! Viele Kom­men­tare sind tat­säch­lich kon­tra­pro­duk­tiv, belei­di­gend und ein­fach nur igno­rant. Nazis, Bul­len ver­su­chen zu spal­ten. Linke „Sek­ten“, wie sie hier genannt wer­den, ver­su­chen ihre Pro­bleme auf die­ser Platt­form hier zu lösen, da sie keine ande­ren fin­den oder dazu im real Live nicht in der Lage zu sein schei­nen. Das ist ein Pro­blem. Das muss beho­ben wer­den. Ich stimme allen zu, die Indy­me­dia zu einer rei­nen Nach­rich­ten­seite machen wol­len.

Aber,
dann hätte ich bitte auch gerne eine Mög­lich­keit, dass alle (!) Indymedia-​​Nutzer_​innen, Indymedia_​Interessierten, alle sich als Links ver­ste­hen­den Men­schen die Mög­lich­keit haben die Moderations-​​ und Funktions-​​Kriterien von Indy­me­dia zu disk­tu­ie­ren:
Es muss die Mög­lich­keit geben fol­gen­den Kon­sens zu errei­chen:
Klare Defi­ni­tio­nen
was Sexismus/​Antisexismus, Faschismus/​antitotalitäre Ein­stel­lun­gen sind.
und wie sie in einem Arti­kel, Kom­men­tar, Ergän­zug zu erken­nen sind.
Klare Posi­tion
was denn nicht kom­mer­zi­ell, nicht Mainstream-​​Presse/​alternativ/​unabhängige Nach­rich­ten sind.
und was defi­ni­tiv keine alter­na­ti­ven Nachrichten/​Meinungen/​Berichte sind.
Mir wäre auch wich­tig dass das Wort Eman­zi­pa­tion erläu­tert wird und wie ein „Qua­li­täts­stan­dart“ in Arti­keln gewähr­leis­tet wer­den kann, ohne (vor allem jün­gere) Men­schen aus­zu­schlie­ßen die nicht gelernt haben die (deut­sche) Recht­schrei­bung zu beherr­schen, die nicht wis­sen wie sie sich arti­ku­lie­ren müs­sen, die noch nicht reflek­tiert genug sind ihre Bedürf­nisse, Gefühle, Mei­nun­gen, Ein­stel­lun­gen zu erken­nen und dem­ent­spre­chend sach­lich in Arti­keln zusam­men zu fas­sen.
Mir wäre dann wich­tig, dass das Indymedia-​​Profil geschärft wird und Trans­pa­renz besteht, wie Moderator_​innen arbei­ten, wo /​ wie sie von den oben genann­ten Kon­sens befür­wor­ten­den Men­schen kon­trol­liert wer­den kön­nen und wie sich die Per­ma­nenz des Kon­sens durch­setzt und gleich­zei­tig aber auch gewähr­leis­tet dass die Konsens-​​Entscheidungen (also was die ein­zel­nen Defi­ni­tio­nen sind) jeder­zeit neu gefun­den, neu dis­ku­tiert und von allen beein­flusst wer­den kön­nen, die sich als Teil der darin for­mu­lier­ten Ziele, poli­ti­schen Ansich­ten ver­ste­hen. Anonyme Info­lis­ten halte ich dafür nicht für geeig­net. Warum kann es kein Indymedia-​​Diskussions-​​Forum geben?
Es muss doch ver­stan­den wer­den, dass unab­hän­gige Nach­rich­ten auch nur von Men­schen gemacht wer­den kön­nen die unab­hän­gig und auto­nom agie­rend leben (kön­nen). Wie soll denn jemand der im Faschismus/​Kapitalismus auf­ge­wach­sen ist, dem­ent­spre­chend erzo­gen wurde, wis­sen wann, wel­che Defi­ni­tio­nen gefun­den wur­den, wel­cher Ein­stel­lung sie begrün­det waren und für wel­che Ziele sie aus­ge­spro­chen wur­den? Es ist doch kein offe­nes Geheim­nis dass vie­les in den letz­ten Jahr­zehn­ten umge­dreht und an Bedeu­tung ver­lo­ren hat. Das Wort „Neu­sprech“ aus dem Roman von George Orwell – 1984 ist doch inzwi­schen prak­ti­sche Rea­li­tät in Europa. Der Femi­nis­mus aus den 80igern würde heu­tige Feminist_​innen gar nicht zulas­sen kön­nen! Das muss doch dis­ku­tiert wer­den, wenn die Rea­li­tät in der die Nach­rich­ten ent­ste­hen, die Mode­ra­ti­ons­kri­te­rien auf Indy­me­dia ver­än­dern. Eine glei­che Nach­richt kann an zwei ver­schie­de­nen Orten kom­plett anders auf­ge­nom­men wer­den. Wenn an einem Ort geschrie­ben wird, dass eine Frau gezwun­gen wird, ein Kopf­tuch zu tra­gen löst das Empö­rung aus. An einem ande­ren Ort wäre es viel­leicht sogar gegen die dor­tige Aus­le­gung der Men­schen­rechte wenn sie es nicht trägt. Das muss dich berück­sich­tigt wer­den!?
Erst wenn außer­halb ein Kon­sens ent­stan­den ist wel­che Defi­ni­tio­nen, Umgangs­spra­che, Inhalte in einem Arti­kel ste­hen kön­nen, kann es eine stär­kere Kon­trolle von Arti­keln geben.
Ich finde den Kom­men­tar­be­reich sehr wich­tig, um exakt das zu über­prü­fen! Vor allem die Rich­tig­keit von Nach­rich­ten sollte im Mit­tel­punkt ste­hen! Sonst kann ja ein Nazi schrei­ben, dass die Demo letz­ten Sams­tag ein vol­ler Erfolg war, weil viele Antifaschist_​innen auf dem nach Hause Weg ver­prü­gelt wur­den und ein Anti­fa­schist darf dage­gen nichts schrei­ben (weil es schon einen Arti­kel zur Demo gibt oder der Nazi sich in eine Orga­ni­sa­ti­ons­gruppe der Demo geschli­chen hat die alle ande­ren Mei­nun­gen sofort als „Frust-​​Abbau“ unter­drückt), so dass die Rea­li­tät, dass es eben Ver­letzte auf unse­rer Seite gab, gar nicht wahr­ge­nom­men wer­den kann. Fakt ist dann, dass Nach­rich­ten aus­ge­blen­det wer­den.
Das stellte eine Zen­sur dar! Eine sehr gefähr­li­che!
Ich bitte das zu beach­ten! Indy­me­dia ist die letzte öffent­li­che Platt­form die von allen Oppo­si­tio­nel­len genutzt wer­den kann und auch alle ande­ren (davon betrof­fe­nen) Men­schen, soziale/​politische Grup­pen erreicht. Wenn diese Platt­form aus­ge­schal­tet wird, erlischt ein wich­tige Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­bin­dung zwi­schen Men­schen, die dann in ihren Rea­li­tä­ten gefan­gen sind ohne eine Chance sich unter­ein­an­der, mit­ein­an­der aus­zu­tau­schen. Dies würde auf der Straße, off­line, für viele zusätz­li­che Kon­flikte füh­ren, die nicht gelöst wer­den könn­ten,
des­sen Nach­rich­ten­cha­rak­ter kein Auf­fang­be­cken mehr fin­det.
Mensch sollte beden­ken was pas­siert, wenn Sek­ten­kriege, auf­grund von fal­schen Infor­ma­tio­nen, prak­tisch und phy­sisch aus­ge­tra­gen wer­den müs­sen. bzw. was pas­siert wenn sie nicht aus­ge­tra­gen wer­den kön­nen und des­we­gen ganze Sek­ten oder/​und mit ihnen ihre Mei­nun­gen „aus­ge­rot­tet“ wer­den könn­ten.
Diese Dis­kus­sion auf Indy­me­dia ist wich­tig! Es hat sei­nen Grund warum sie seit 2 Jah­ren heiß ent­brannt ist! Sie darf nicht ver­stum­men! Sie muss aus­ge­tra­gen wer­den! Wenn nicht hier, dann anderswo.
An die­ser Stelle frage ich mich, warum gibt es keine „Vorschau“-Funktion, beim Abschi­cken von Arti­keln, mehr? Das würde die Qua­li­tät der Arti­kel bestimmt auch ver­bes­sern.


Kurz Ant­wort
Räteselnd und stau­nend 30.07.2009 – 23:11

[….]

@ Weil Indy­me­dia kein Dis­kus­si­ons­fo­rum ist
Indyana 30.07.2009 – 17:13

„Und wenn Szene-​​Diskussionen auf­tau­chen – beson­ders zwi­schen soge­nann­ten anti-​​deutschen und anti-​​imps – dann wird der Arti­kel ganz ver­steckt.“

Das ist doch ein völ­li­ges poli­ti­sches Armuts­zeug­nis – ein­fach beide Posi­tio­nen ver­ste­cken, aber auch keine sinn­vol­lere Posi­tion for­mu­lie­ren bzw. keine Dis­kus­sion dazu zulas­sen.

„Ist ein Kri­te­rium, wel­ches ein­ge­führt wer­den musste, nach­dem sich die bei­den Sek­ten so stark auf indy­me­dia gemacht haben, dass ein ande­res Nut­zen kaum noch mög­lich war.“

Wo liegt eigent­lich das Pro­blem: Wer/​welche die Ergän­zun­gen nicht lesen will, muß sie ja nicht lesen. – Im übri­gen: Lie­ber den Ton­fall mode­rie­ren als Inhalte ver­ste­cken.

„Wenn du Fra­gen zur Mode­ra­tion hast, dann stelle sie auch an diese: imc-germany-kontakt(ät)lists.indymedia.org“

Es geht ja hier wohl kaum bloß um ein Pri­vat­in­ter­esse – wenn der Anspruch ist:

„Indy­me­dia will den eman­zi­pa­to­ri­schen Umgang mit Infor­ma­tio­nen und Medien för­dern. … Die Idee hin­ter Indy­me­dia ist, dass aus rei­nen Medi­en­kon­su­men­tIn­nen Medi­en­ma­che­rIn­nen wer­den.“

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