Comments on: Was ich gerne bei indymedia zu Ende gelesen hätte, … http://TheoriealsPraxis.blogsport.de/2009/07/30/was-ich-gerne-bei-indymedia-zu-ende-gelesen-haette/ Gegen die wechselseitige Bevormundung von Politik und Wissenschaften Tue, 22 Oct 2019 04:59:17 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 by: DGSch http://TheoriealsPraxis.blogsport.de/2009/07/30/was-ich-gerne-bei-indymedia-zu-ende-gelesen-haette/#comment-74 Fri, 31 Jul 2009 15:35:14 +0000 http://TheoriealsPraxis.blogsport.de/2009/07/30/was-ich-gerne-bei-indymedia-zu-ende-gelesen-haette/#comment-74 <strong>@Johannes K. 31. Juli 2009 um 16:31 Uhr</strong> <em>"Was Israel/Palästina mit der NS-Vergangenheit zu tun hat erklärt sich nur euch Sekten."</em> Ohne den NS wäre es wahrscheinlich nicht zur israelischen Staatsgründung gekommen. <em>"Was Israel/Palästina mit HIER zu tun hat erst recht."</em> Internationalismus - ohnehin abgeschafft. Es reden zwar alle über "Globalisierung". Aber die Linke des imperialistischen Metropolenstaates BRD soll sich nur um "HIER" kümmern. Das kann doch nicht Dein Ernst sein? <em> "Euch"</em> Wie schon mehrfach erwähnt, gehöre ich zu keiner Seite. Und so irrational wie diese Diskussion vielfach geführt wird - überwinden läßt sich diese Irrationalität (und die Rekrutierung von immer neuem Nachwuchs) doch nicht dadurch, daß alle anderen einfach die Ohren zumachen. Schließlich steckt in beiden Positionen jeweils ein reales Problem und Anliegen, das nicht einfach ignoriert werden kann, sondern differenzierter Bearbeitung bedarf. @Johannes K. 31. Juli 2009 um 16:31 Uhr

„Was Israel/Palästina mit der NS-Vergangenheit zu tun hat erklärt sich nur euch Sekten.“

Ohne den NS wäre es wahrscheinlich nicht zur israelischen Staatsgründung gekommen.

„Was Israel/Palästina mit HIER zu tun hat erst recht.“

Internationalismus – ohnehin abgeschafft. Es reden zwar alle über „Globalisierung“. Aber die Linke des imperialistischen Metropolenstaates BRD soll sich nur um „HIER“ kümmern.
Das kann doch nicht Dein Ernst sein?


„Euch“

Wie schon mehrfach erwähnt, gehöre ich zu keiner Seite. Und so irrational wie diese Diskussion vielfach geführt wird – überwinden läßt sich diese Irrationalität (und die Rekrutierung von immer neuem Nachwuchs) doch nicht dadurch, daß alle anderen einfach die Ohren zumachen.
Schließlich steckt in beiden Positionen jeweils ein reales Problem und Anliegen, das nicht einfach ignoriert werden kann, sondern differenzierter Bearbeitung bedarf.

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by: Johannes K. http://TheoriealsPraxis.blogsport.de/2009/07/30/was-ich-gerne-bei-indymedia-zu-ende-gelesen-haette/#comment-62 Fri, 31 Jul 2009 14:31:11 +0000 http://TheoriealsPraxis.blogsport.de/2009/07/30/was-ich-gerne-bei-indymedia-zu-ende-gelesen-haette/#comment-62 "bevor Du Deinen – wodurch auch immer entstandenen – Ärger hier abgeladen hast" Du spamst Indymedia seit drei Tagen zu. Leute wie du gehen halt vielen auf die Nerven. Was Israel/Palästina mit der NS-Vergangenheit zu tun hat erklärt sich nur euch Sekten. Was Israel/Palästina mit HIER zu tun hat erst recht. Projezieren der eigenen Schwäche, Wünsche, Vorstellungen auf einen fiktiven Kampf (fiktiv in euren Köpfen, real für die Menschen, die unter ihm leiden dort unten) um sich ja nicht mit den Problemen in der sie umgebenden Gesellschaft beschäftigen zu müssen. Eine Verlagerung der Kräfte hin auf einen virtuellen Kampf um die Deutungshoheit über einen Konflikt, mit dem IHR nichts zu tun habt. Sekten zeichnen sich auch dadurch aus, dass sie ständig andere missionieren wollen - typisch deutsch. "Am deutschen Wesen soll die Welt genesen"... und genau das betreibt diese Seite auch - in dem Indymedia sich deiner Meinung beugen soll. Dafür spamst du deren Seite zu, blockierst deren Arbeitsablauf etc. - hauptsache, Indymedia erkennt DEINE Meinung endlich als die einzig Wahre an. Typisch Sekte halt. „bevor Du Deinen – wodurch auch immer entstandenen – Ärger hier abgeladen hast“

Du spamst Indymedia seit drei Tagen zu. Leute wie du gehen halt vielen auf die Nerven.
Was Israel/Palästina mit der NS-Vergangenheit zu tun hat erklärt sich nur euch Sekten. Was Israel/Palästina mit HIER zu tun hat erst recht.
Projezieren der eigenen Schwäche, Wünsche, Vorstellungen auf einen fiktiven Kampf (fiktiv in euren Köpfen, real für die Menschen, die unter ihm leiden dort unten) um sich ja nicht mit den Problemen in der sie umgebenden Gesellschaft beschäftigen zu müssen.
Eine Verlagerung der Kräfte hin auf einen virtuellen Kampf um die Deutungshoheit über einen Konflikt, mit dem IHR nichts zu tun habt.

Sekten zeichnen sich auch dadurch aus, dass sie ständig andere missionieren wollen – typisch deutsch. „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“…
und genau das betreibt diese Seite auch – in dem Indymedia sich deiner Meinung beugen soll. Dafür spamst du deren Seite zu, blockierst deren Arbeitsablauf etc. – hauptsache, Indymedia erkennt DEINE Meinung endlich als die einzig Wahre an.
Typisch Sekte halt.

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by: DGSch http://TheoriealsPraxis.blogsport.de/2009/07/30/was-ich-gerne-bei-indymedia-zu-ende-gelesen-haette/#comment-35 Thu, 30 Jul 2009 17:36:05 +0000 http://TheoriealsPraxis.blogsport.de/2009/07/30/was-ich-gerne-bei-indymedia-zu-ende-gelesen-haette/#comment-35 <strong>@das angebliche Indymedia-Wesen</strong> <em><strong>Erst lesen dann schreiben:</strong></em> <blockquote>"anti-deutsch und anti-imp sind nur ausdruck des selben problems:"</blockquote> Hättest Du Dich hier erst umgesehen, bevor Du Deinen - wodurch auch immer entstandenen - Ärger hier abgeladen hast, wäre Dir vielleicht aufgefallen, daß ich mich keinem der beiden Lager zugehörig fühle, sondern beide kritisiere. S. bspw. den ersten Absatz zu <a href="http://theoriealspraxis.blogsport.de/2009/07/29/noch-eine-musik-kritik-makss-damage-komintern-flavour/"><em>Total falsch abgeschmeckt – Noch eine Musik-Kritik: MaKss Damage – KomIntern Flavour</em></a> und <a href="http://theoriealspraxis.blogsport.de/2009/07/25/heute-gelesen_25-07-09/"><em>Heute gelesen (25.07.)</em></a>, Nr. 2 oder meinen <a href="http://theoriealspraxis.blogsport.de/2009/07/30/was-ich-gerne-bei-indymedia-zu-ende-gelesen-haette/#comment-33">Kommentar direkt über Deinem</a>. <blockquote>"auf fern liegende probleme projeziert"</blockquote> Daß beide Seiten häufig ziemlich falsch liegen und einen unerfreulichen Diskussionsstil pflegen, den Du hier reproduzierst, heißt allerdings nicht, daß es sich um "fern liegende probleme" handelt. Der NS ist schließlich keine Kleinigkeit und folglich, wie Linke ihn analysieren, und welche Lehren und Strategien sie daraus entwickeln keine Nebensächlichkeit. Und im vorliegenden Fall wird auch nichts projiziert (so die richtige Schreibweise!), denn auch MaKss Damage äußerst sich explizit zum NS. <blockquote>"eure sektenseite"</blockquote> Begründung? @das angebliche Indymedia-Wesen

Erst lesen dann schreiben:

„anti-deutsch und anti-imp sind nur ausdruck des selben problems:“

Hättest Du Dich hier erst umgesehen, bevor Du Deinen – wodurch auch immer entstandenen – Ärger hier abgeladen hast, wäre Dir vielleicht aufgefallen, daß ich mich keinem der beiden Lager zugehörig fühle, sondern beide kritisiere.

S. bspw. den ersten Absatz zu Total falsch abgeschmeckt – Noch eine Musik-Kritik: MaKss Damage – KomIntern Flavour und Heute gelesen (25.07.), Nr. 2 oder meinen Kommentar direkt über Deinem.

„auf fern liegende probleme projeziert“

Daß beide Seiten häufig ziemlich falsch liegen und einen unerfreulichen Diskussionsstil pflegen, den Du hier reproduzierst, heißt allerdings nicht, daß es sich um „fern liegende probleme“ handelt.
Der NS ist schließlich keine Kleinigkeit und folglich, wie Linke ihn analysieren, und welche Lehren und Strategien sie daraus entwickeln keine Nebensächlichkeit.
Und im vorliegenden Fall wird auch nichts projiziert (so die richtige Schreibweise!), denn auch MaKss Damage äußerst sich explizit zum NS.

„eure sektenseite“

Begründung?

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by: Indymedia http://TheoriealsPraxis.blogsport.de/2009/07/30/was-ich-gerne-bei-indymedia-zu-ende-gelesen-haette/#comment-34 Thu, 30 Jul 2009 14:51:16 +0000 http://TheoriealsPraxis.blogsport.de/2009/07/30/was-ich-gerne-bei-indymedia-zu-ende-gelesen-haette/#comment-34 auf eure sektenseite bin ich über die nachrichtenplattform indymedia gestoßen. daher hier meine bitte an euch: haltet euch mit eurer sektenscheiße von indymedia fern! anti-deutsch und anti-imp sind nur ausdruck des selben problems: einer dogmatischen, auf sich selbst beschränkten, linken oder sich als links empfindenden szene, welche sektenartig auftritt und ihren kampf auf fern liegende probleme projeziert um sich nicht mit dem eigenen jämmerlichen dasein beschäftigen zu müssen auf eure sektenseite bin ich über die nachrichtenplattform indymedia gestoßen. daher hier meine bitte an euch:
haltet euch mit eurer sektenscheiße von indymedia fern!

anti-deutsch und anti-imp sind nur ausdruck des selben problems:
einer dogmatischen, auf sich selbst beschränkten, linken oder sich als links empfindenden szene, welche sektenartig auftritt und ihren kampf auf fern liegende probleme projeziert um sich nicht mit dem eigenen jämmerlichen dasein beschäftigen zu müssen

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by: DGSch http://TheoriealsPraxis.blogsport.de/2009/07/30/was-ich-gerne-bei-indymedia-zu-ende-gelesen-haette/#comment-33 Thu, 30 Jul 2009 14:48:29 +0000 http://TheoriealsPraxis.blogsport.de/2009/07/30/was-ich-gerne-bei-indymedia-zu-ende-gelesen-haette/#comment-33 <em><strong>Als der Artikel gelöscht wurde, hatte ich gerade angefangen, folgende Anmerkungen zu schreiben:</strong></em> Mir scheint die Kritik an MaKss Damage würde gewinnen, wenn sie mit mehr Sorgfalt vorgebracht würde. Ich habe mich ja selbst schon ausführlich kritisch zu "KomIntern Flavour" geäußert ( http://theoriealspraxis.blogsport.de/2009/07/29/noch-eine-musik-kritik-makss-damage-komintern-flavour/). Und ich finde auch, daß MaKss Damage in (linken Kontexten) nicht auftreten können soll [1], sofern die Kritik an dem Stück nicht eingesehen und die dort ausgedrückte Position nicht revidiert wird. Aber hier geht mir doch zuviel durcheinander; und es werden lauter unklare Begriffe verwendet: <strong> 1. Begriffe</strong> <strong>a)</strong> "'Makks Damage' [...], der ausgesprochen israelfeindliche, verschwörungstheoretische, sexistische Texte singt." Was meint "israelfeindlich"? Ist jede Kritik an der israelischen Staatspolitik und den hegemonialen Kräften in der israelischen Gesellschaft "israelfeindlich"? Falls nein, was unterscheidet dann "israelfeindliche" Israel-Kritik von nicht-israelfeindlicher Israel-Kritik? <strong>b) </strong>"Die Musik von Makks Damage ist einfach nur widerlich," "Widerlich" ist ja nun auch nicht gerade ein besonders elaboriertes Argument... <strong>c) </strong>"Nicht nur einmal, sondern ständig wird mit antisemitischen Stereotypen hantiert, [...]. Hinzu kommen massive sexistische, behindertenfeindliche, völkische Positionen." Welche antisemitischen Stereotypen sind konkret gemeint? Was wird hier konkret als "völkisch" kritisiert? <strong> 2. Fakten --- Hierarchie von Argumenten / Kritiken</strong> Mir schiene hilfreich zu differenzieren zwischen: <strong>a) </strong>Was sind Positionen, die in der Linken unakzeptabel sind / sein sollten und deshalb Konzert-Auftritten bei linken Gruppen entgegenstehen sollten? und <strong>b)</strong> Was sind Positionen, die zwar kritikwürdig sind, aber nicht außerhalb eines (breit verstandenen) linken Pluralismus stehen - also auch nicht Konzertauftritte bei linken Gruppen hindern? In diesem Sinne: <strong>a)</strong> Was ist genau die Kritik an dem Stück "die hard" und welchen Stellenwert hat diese Kritik im Sinne der vorgenannten Unterscheidung? "Ich bin bereit zu sterben für das was ich lieb" ... "Schlag das Peacezeichen weg und ersetz es jetzt durch ein blutbeflecktes Palituch"... "Es ist uns angeboren, wir haben angeeckt, für den Kampf bis zuletzt." aa) Daran läßt sich sicherlich ein existentialistisches Gewaltverständnis kritisieren - aber ein solches Gewaltverständis ist ja nun keine Seltenheit in der radikaleren Linken. bb) Oder geht es speziell um das "blutbeflecktes Palituch"? Soll damit gesagt werden, daß jeder gewaltsame Widerstand gegen die israelische Besatzungspolitik - egal seitens welcher politischer Gruppen; egal mit welchen konkreten Angriffszielen und -mitteln usw. - zu unterlassen ist? Und soll das dann nicht nur eine legitime Position in der Linken sein, sondern einen linken, allgemein anzuerkennenden Konsens ausdrücken? cc) Wird vermutet, daß das Stück auch konkret eine Gewaltandrohung gegen linke, 'antideutsche' Gruppen enthält? Und läßt sich dieser Zusammenhang zwischen den verschiedenen hier zusammenmontierten Zitaten wirklich belegen? <strong>b)</strong> Zum Stück "Angriff": "Wir wollen nicht morgen diese Rasse ermordet sehen...Fresst euer Geld...Doch unsere Herzen sind rot, roter als Blut...Doch wenn der Tod kommt, dann werden wir sterben wie Krieger..." Es wäre hilfreich, wenn erklärt würde, was in dem Stück (mutmaßlich) mit "Rasse" gemeint ist. Ein bestimmtes Volk oder vielleicht auch die menschliche Rasse insgesamt (i.U. zum Tier- und Pflanzenreich)? Und was wird dort als "ermorden" thematisiert? Ohne diese Informationen ist für mich nicht nachvollziehbar, was genau an dem Stück kritisiert wird und welchen genauen Stellenwert diese Kritik im Sinne der obigen Unterscheidung hat. <strong>c)</strong> Zum Stück "Morgendämmerung": "Ich unterscheide zwischen Mädchen und Schlampen" ... "Ich lebe wohinter ich steh, die anderen leben für Geld und für Fotzen" Auch hier wäre ein Argument nicht schlecht - falls es darum gehen soll, Leute zu überzeugen, die nicht eh schon überzeugt sind. Und das Problem sind ja nicht die WÖRTER, Schlampen und Fotzen, die in Riot Grrrl- und queer-Zusammenhängen in vielfältiger Weise resignifiziert (umgedeutet) worden sind. Vielmehr müßte gezeigt werden, daß diese Wörter in dem Stück in ihrer patriarchalen Bedeutung verwendet werden (was sich vielleicht tatsächlich zeigen läßt). Dafür müßte sich aber damit auseinandergesetzt werden, nach welchen Kriterien in dem Stück die Unterscheidung zwischen "Mädchen" und "Schlampen" getroffen wird. Und wenn in dem Stück kritisiert wird, daß bestimmte Leute (Männer?) "für Fotzen [leben]" - welches Verhältnis zwischen Männern und Frauen ist dabei genau gedacht? Und wogegen richtet sich die Kritik genau? <strong>d)</strong> Auch bei den im Kommentar von "nicht wichtig" v. 30.07.2009 - 10:01 h angeführten Zitaten, scheint mir (nur) teilweise klar zu sein, was an den Zitaten als kritikwürdig angesehen wird. Bei einigen Zitaten ist mir das aber nicht so klar. [Hier wurde ich beim Schreiben unterbrochen. Fortsetzung folgt.] [1] Mangels gruppen-übergreifender, verbindlicher demokratischer Entscheidungsstrukturen, kann aber nur jede linke Gruppe für sich selbst entscheiden, ob sie solche Bands einlädt oder nicht. Andere linke Gruppen können daraus wiederum Konsequenzen für die Zusammenarbeit mit den fraglichen Gruppen ziehen. Die Grenze, wo eine eigenmächtige Sprenung von Konzerten geboten ist, scheint mir im vorliegenden Fall allerdings noch nicht erreicht zu sein. Als der Artikel gelöscht wurde, hatte ich gerade angefangen, folgende Anmerkungen zu schreiben:

Mir scheint die Kritik an MaKss Damage würde gewinnen, wenn sie mit mehr Sorgfalt vorgebracht würde. Ich habe mich ja selbst schon ausführlich kritisch zu „KomIntern Flavour“ geäußert ( http://theoriealspraxis.blogsport.de/2009/07/29/noch-eine-musik-kritik-makss-damage-komintern-flavour/). Und ich finde auch, daß MaKss Damage in (linken Kontexten) nicht auftreten können soll [1], sofern die Kritik an dem Stück nicht eingesehen und die dort ausgedrückte Position nicht revidiert wird.

Aber hier geht mir doch zuviel durcheinander; und es werden lauter unklare Begriffe verwendet:


1. Begriffe

a) „‚Makks Damage‘ […], der ausgesprochen israelfeindliche, verschwörungstheoretische, sexistische Texte singt.“

Was meint „israelfeindlich“? Ist jede Kritik an der israelischen Staatspolitik und den hegemonialen Kräften in der israelischen Gesellschaft „israelfeindlich“?
Falls nein, was unterscheidet dann „israelfeindliche“ Israel-Kritik von nicht-israelfeindlicher Israel-Kritik?

b) „Die Musik von Makks Damage ist einfach nur widerlich,“

„Widerlich“ ist ja nun auch nicht gerade ein besonders elaboriertes Argument…

c) „Nicht nur einmal, sondern ständig wird mit antisemitischen Stereotypen hantiert, […]. Hinzu kommen massive sexistische, behindertenfeindliche, völkische Positionen.“

Welche antisemitischen Stereotypen sind konkret gemeint? Was wird hier konkret als „völkisch“ kritisiert?


2. Fakten --- Hierarchie von Argumenten / Kritiken

Mir schiene hilfreich zu differenzieren zwischen:

a) Was sind Positionen, die in der Linken unakzeptabel sind / sein sollten und deshalb Konzert-Auftritten bei linken Gruppen entgegenstehen sollten?
und
b) Was sind Positionen, die zwar kritikwürdig sind, aber nicht außerhalb eines (breit verstandenen) linken Pluralismus stehen – also auch nicht Konzertauftritte bei linken Gruppen hindern?

In diesem Sinne:

a) Was ist genau die Kritik an dem Stück „die hard“ und welchen Stellenwert hat diese Kritik im Sinne der vorgenannten Unterscheidung?

„Ich bin bereit zu sterben für das was ich lieb“ … „Schlag das Peacezeichen weg und ersetz es jetzt durch ein blutbeflecktes Palituch“… „Es ist uns angeboren, wir haben angeeckt, für den Kampf bis zuletzt.“

aa) Daran läßt sich sicherlich ein existentialistisches Gewaltverständnis kritisieren – aber ein solches Gewaltverständis ist ja nun keine Seltenheit in der radikaleren Linken.

bb) Oder geht es speziell um das „blutbeflecktes Palituch“? Soll damit gesagt werden, daß jeder gewaltsame Widerstand gegen die israelische Besatzungspolitik – egal seitens welcher politischer Gruppen; egal mit welchen konkreten Angriffszielen und -mitteln usw. – zu unterlassen ist? Und soll das dann nicht nur eine legitime Position in der Linken sein, sondern einen linken, allgemein anzuerkennenden Konsens ausdrücken?

cc) Wird vermutet, daß das Stück auch konkret eine Gewaltandrohung gegen linke, ‚antideutsche‘ Gruppen enthält? Und läßt sich dieser Zusammenhang zwischen den verschiedenen hier zusammenmontierten Zitaten wirklich belegen?

b) Zum Stück „Angriff“: „Wir wollen nicht morgen diese Rasse ermordet sehen…Fresst euer Geld…Doch unsere Herzen sind rot, roter als Blut…Doch wenn der Tod kommt, dann werden wir sterben wie Krieger…“

Es wäre hilfreich, wenn erklärt würde, was in dem Stück (mutmaßlich) mit „Rasse“ gemeint ist. Ein bestimmtes Volk oder vielleicht auch die menschliche Rasse insgesamt (i.U. zum Tier- und Pflanzenreich)? Und was wird dort als „ermorden“ thematisiert?

Ohne diese Informationen ist für mich nicht nachvollziehbar, was genau an dem Stück kritisiert wird und welchen genauen Stellenwert diese Kritik im Sinne der obigen Unterscheidung hat.

c) Zum Stück „Morgendämmerung“: „Ich unterscheide zwischen Mädchen und Schlampen“ … „Ich lebe wohinter ich steh, die anderen leben für Geld und für Fotzen“

Auch hier wäre ein Argument nicht schlecht – falls es darum gehen soll, Leute zu überzeugen, die nicht eh schon überzeugt sind.

Und das Problem sind ja nicht die WÖRTER, Schlampen und Fotzen, die in Riot Grrrl- und queer-Zusammenhängen in vielfältiger Weise resignifiziert (umgedeutet) worden sind.

Vielmehr müßte gezeigt werden, daß diese Wörter in dem Stück in ihrer patriarchalen Bedeutung verwendet werden (was sich vielleicht tatsächlich zeigen läßt). Dafür müßte sich aber damit auseinandergesetzt werden, nach welchen Kriterien in dem Stück die Unterscheidung zwischen „Mädchen“ und „Schlampen“ getroffen wird.
Und wenn in dem Stück kritisiert wird, daß bestimmte Leute (Männer?) „für Fotzen [leben]“ – welches Verhältnis zwischen Männern und Frauen ist dabei genau gedacht? Und wogegen richtet sich die Kritik genau?

d) Auch bei den im Kommentar von „nicht wichtig“ v. 30.07.2009 – 10:01 h angeführten Zitaten, scheint mir (nur) teilweise klar zu sein, was an den Zitaten als kritikwürdig angesehen wird.
Bei einigen Zitaten ist mir das aber nicht so klar.

[Hier wurde ich beim Schreiben unterbrochen. Fortsetzung folgt.]

[1] Mangels gruppen-übergreifender, verbindlicher demokratischer Entscheidungsstrukturen, kann aber nur jede linke Gruppe für sich selbst entscheiden, ob sie solche Bands einlädt oder nicht. Andere linke Gruppen können daraus wiederum Konsequenzen für die Zusammenarbeit mit den fraglichen Gruppen ziehen. Die Grenze, wo eine eigenmächtige Sprenung von Konzerten geboten ist, scheint mir im vorliegenden Fall allerdings noch nicht erreicht zu sein.

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