Verrechtlichung – Deformation oder Performation?

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Rea­der zur Tagung:

Die Juris­pru­denz zwi­schen Ver­recht­li­chung und Rechts­ferne der All­tags­pra­xis

Gemein­same Ver­an­stal­tung der Ver­ei­ni­gung für Rechts­so­zio­lo­gie e.V., der Sek­tion Rechts­so­zio­lo­gie der DGS und der DGS-​​Arbeitsgruppe Pro­fes­si­ons­so­zio­lo­gie, vom 17./18. Juni 2005 in Düs­sel­dorf, Schloss Mickeln

Für die Ver­an­stal­ter: Mar­tin Mor­lok, Ver­ei­ni­gung für Rechts­so­zio­lo­gie e.V., Ste­fan Machura, Sek­tion Rechts­so­zio­lo­gie der DGS, Michaela Pfa­den­hauer, DGS-​​Arbeitsgruppe Pro­fes­si­ons­so­zio­lo­gie
zusam­men­ge­stellt von Thors­ten Berndt, Kon­stanz
Ver­sion 1.2

abstract und Glie­de­rung mei­nes Bei­tra­ges:

abstract
Übli­cher­weise wird unter „Ver­recht­li­chung“ die Defor­mie­rung des ‚eigent­li­chen’ Cha­rak­ters (des ursprüng­li­chen Wesens) eines Gegen­stan­des ver­stan­den, der zuvor nicht juris­tisch war. In dem vor­lie­gen­den Papier wird vor­ge­schla­gen, auf eine sol­che essen­tia­lis­ti­sche Vor­an­nahme zu ver­zich­ten und statt des­sen zu ana­ly­sie­ren, wie Gegen­stände zu juris­ti­schen, all­täg­li­chen, poli­ti­schen etc. GEMACHT wer­den. Dies schließt ein, den Anwen­dungs­be­reich eines pejo­ra­ti­ven Verrechtlichungs-​​Begriffs zu begren­zen und im übri­gen in Zukunft von „Juri­di­fi­zie­rung“ zu spre­chen. „Juri­di­fi­zie­rung“ sol­len in Zukunft die Pro­zesse und Pra­xen genannt wer­den, die einen Gegen­stand
zu einen juris­ti­schen machen – ohne daß in die­sem Begriff von vorn­her­ein eine nega­tive Wer­tung impli­ziert ist. Der (wei­ter­hin pejo­ra­tive) Verrechtlichungs-​​Begriff soll dage­gen für die Beru­fung (v.a. durch Gerichte, Exe­ku­tive, aber auch andere poli­ti­sche Akteu­rIn­nen) auf ein unge­schrie­be­nes Recht zulas­ten der par­la­men­ta­ri­schen Gesetze reser­viert wer­den.

Glie­de­rung

I. „Ver­recht­li­chung“ als Defor­mie­rung eines ‚eigent­lich’ nicht-​​rechtlichen Gegen­stan­des?

II. Für eine Ver­schie­bung des Blick­win­kels: Per­fo­mie­rung statt Defor­mie­rung
1. Ein selbst­kri­ti­scher Blick zurück
2. Doing juri­di­fi­ca­tion

III. Begriff­li­che Kon­se­quen­zen: Unter­schei­dung zwi­schen „Ver­recht­li­chung“ und „Juri­di­fi­zie­rung“

IV. Juri­di­fi­zie­rung als per­for­ma­tive Pra­xis
1. Bei­spiel „bewaff­ne­ter Kampf“
2. Bei­spiel „Fuß­ball“
3. Bei­spiel „Bür­ge­rIn­nen­in­itia­tive“ und Schluß­fol­ge­rung

V. Ver­recht­li­chung als Ent­ge­setz­li­chung

VI. Ver­recht­li­chung als ‚uto­pi­sche’ Ver­phi­lo­so­phie­rung

VII. Zusam­men­fas­sung

IIX. Anhang: Die Bedeu­tung des Prä­fix „ver-​​“ im Deut­schen
1. Indo­eu­ro­päi­schen Par­al­le­len
2. „ver-​​“ im Deut­schen

IX. Lite­ra­tur

Voll­stän­di­ger Text:
http://​wp1026128​.wp045​.web​pack​.host​eu​rope​.de/​p​r​o​s​o​z​/​w​p​-​c​o​n​t​e​n​t​/​u​p​l​o​a​d​s​/​2​0​0​6​/​0​5​/​d​o​k​u​_​r​e​a​d​e​r​_​r​e​c​h​t​s​_​t​a​g​u​n​g.pdf, S. 114 – 150;
leicht über­ar­bei­tete Fas­sung:
http://userpage.fu-berlin.de/~dgsch/wp-content/uploads/Ddorf_Vers_13-10-05.pdf.

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