Pussy Riot in Moskau mit Festnahme beantwortet


Moskau: Frauenpunkgruppe auf dem Roten Platz vorübergehend festgenommen

von Bernhard Clasen

Die Musikgruppe „Pussy Riot“ provoziert – in U-Bahnen, Luxusgeschäften und vor dem Kreml

Fünf von acht Musikerinnen der Punkgruppe „Pussy Riot“ wurden am Freitag in Moskau vorübergehend festgenommen. Am 24. Januar werden sie sich vor einem Gericht wegen Verletzung des Versammlungsgesetzes verantworten müssen. Den Künstlerinnen könnten mehrtägige Arreststrafen drohen.
Nur wenige Minuten hatte die Punkgruppe „Pussy Riot“ direkt vor dem Haupteingang des Kreml ihr Lied „Aufstand in Russland“ gesungen, dann kamen Polizisten herbeigeeilt und führten die Frauen zur Polizeistation „Kitaj Gorod“.
Der Versuch der Polizei, eine Kamera zu beschlagnahmen, die das Kurzkonzert vor dem Kreml filmte, indes schlug fehl. Das Konzert ist inzwischen auf „Youtube“ gelandet.

Überfall in der Luxusboutique

(mehr…))“


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Do., 26.1., 18 h – Vortrag von Tove Soiland: Jenseits von Sex und Gender

FU Berlin, Rost- und Silberlaube, Hörsaal 2,
Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin-Dahlem

19.01.2012: Hilge Landweer, Freie Universität Berlin: Das lästige Geschlecht. Begriffliche und sozialtheoretische Überlegungen

26.01.2012: Tove Soiland1, Bern: Jenseits von Sex und Gender: Die sexuelle Differenz. Zeitdiagnostische Einwürfe von Seiten der Psychoanalyse

02.02.2012: Karin Gludovatz, Freie Universität Berlin: Geschlecht und Repräsentation. Zur Revision der Kategorie ‚Gender‘ unter den Bedingungen visueller Produktion

09.02.2012: Elvira Scheich, Freie Universität Berlin: Queering Nature: Feminismus, Politik, Ökologie

16.02.2012: Sabine Hark, TU Berlin: Kontingente Fundierungen. Über Gender, Feminismus und die Zukunft der Geschlechterforschung

Quelle:
http://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2011/fup_11_313/index.html

.pdf-Datei der Ankündigung

  1. „Einige Texte von ihr:

    Wie die Frauenbewegung zum gender-Management kam, oder: Warum gender im patriarchalen Kochtopf verdampft
    http://www.agpolpsy.de/wp-content/uploads/2010/01/soiland-11.pdf

    ‚Gender’: Kontingente theoretische Grundlagen und ihre politischen Implikationen
    http://web.fu-berlin.de/gpo/pdf/soiland/soiland.pdf (dieser und die folgenden links via Mädchenblog)

    ---- vgl. dazu meinen Text: Intersektionalität und Gesellschaftstheorie

    Gender-Konzept in der Krise. Die Reprivatisierung des Geschlechts
    http://www.woz.ch/artikel/2005/nr18/wissen/11766.html

    Die Verhältnisse gingen und die Kategorien kamen. Intersectionality oder Vom Unbehagen an der amerikanischen Theorie
    http://www.querelles-net.de/index.php/qn/article/view/694/702

    Dekonstruktion als Selbstzweck? Ein Aufruf zur theoretischen Reflexion
    http://www.linksnet.de/en/artikel/19176

    Das Spiel mit den Geschlechtern – eine Sackgasse?
    http://www.woz.ch/dossier/gender/11699.html (der diesbzgl. beim Mädchenblog genannte link funktioniert nicht mehr)“

  2. (http://arschhoch.blogsport.de/2011/07/13/termine-und-andere-hinweise-2/#fn1310558404422n) [zurück]
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„Rummotzen“ im Mädchenmannschaft-Interview

Eine „Theorie als Praxis“-Stammleserin wird heute bei der Mädchenmannschaft interviewt:

Dabei schreibe ich doch hier im Moment so selten, sondern dort vor allem über die Organisierung der RevolutionärInnen…, z.B. heute.

Vgl. dort auch:
http://arschhoch.blogsport.de/tag/feminismus,
http://arschhoch.blogsport.de/tag/geschlecht,
http://arschhoch.blogsport.de/tag/hausarbeit
und
http://arschhoch.blogsport.de/mf/ (Feminismus / Marxismus).

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Gibt es vielleicht wieder Bedarf? – Geamtverzeichnis der Zeitschift „alternative“ (1963-1982)

Ich stelle hier mit das Gesamtverzeichnis der von 1964 bis 1982 von Hildegard Brenner verantworteten Westberliner Zeitschrift alternative als .pdf-Bild-Datei zur Verfügung. Die Zeitschrift spielte u.a. eine wichtige Rolle für die deutschsprachige Rezeption des französischen strukturalen Marxismus (Louis Althusser u.a. [1, 2, 3]) und des französischen Strukturalismus.

alternative-cover, H. 117, 1977

„Als Ansgar Skriver 1963 Berlin verlassen hatte, übernahm Anfang 1964 Hildegard Brenner den Verlag und die Herausgabe der Zeitschrift [alternative], nunmehr unter dem Titel [lies: nunmehr mit dem Untertitel] ‚Zeitschrift für Literatur und Diskussion‘. Die Jahrgänge zählten mit Jahrgang 7 weiter. Der Verlag erhielt den Namen der Zeitschrift. Redaktionsmitglieder waren neben Hildegard Brenner u.a. Georg Fülberth, Helga Gallas, Klaus Laermann, Helmut Lethen, Hartmut Rosshof, Peter B. Schumann; Gestaltung: Ulrich Harsch.
Das erste von Hildegard Brenner verantwortete Heft ‚Schriftsteller in der DDR‘ enthielt als Erstveröffentlichungen Texte von Volker Braun, Peter Hacks, Hartmut Lange, Christa Reinig, Johannes Bobrowski, Wolf Biermann, Günter Kunert, Heiner Müller, Franz Fühmann, Bernd Jentzsch u. a.
Themen waren u.a.: Was ist ein nationalsozialistischer Roman? (Heft 36); die Sammlung tschechoslowakischer Lyrik, Prosa und Dramatik mit Texten von Milan Kundera, Václav Havel u. a. (Heft 42/43); eine Dokumentation zur Strukturalismusdiskussion mit Beiträgen u. a. von Louis Althusser, Roland Barthes, Michel Foucault, Lucien Goldmann, Jacques Lacan, Claude Lévi-Strauss und Jean-Paul Sartre (Heft 54); und die Ausgabe ‚Der andere Blick – feministische Wissenschaft?‘ (Heft 120/121)
Mit dem Heft 145/146 ‚Im Aufriß‘ stellte die Zeitschrift 1982 ihr Erscheinen ein. Dazu die Redaktion: ‚Die linke Theorie, wie ‚Alternative‘ sie mitgetragen hat, hat … keinen Ort und keinen Reflexionsraum mehr. … Und die sich innerhalb der sozialen Protestbewegungen zur Wehr setzen, machen keinen Gebrauch von dem, was wir produzieren. Damit verliert eine Zeitschrift wie ‚Alternative‘ nicht nur ihr Publikum, sondern auch ihre Funktion.‘“

(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Alternative_%28Zeitschrift%29)

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Warum heute noch KommunistIn sein? Und: Was wir am Kommunismus ändern müssen?

Im April hatte ich mein Papier „Worum geht es dem transgenialen CSD eigentlich? Eine feministisch-kommunistische Kritik“ vorgelegt. Damals fragte mich eine Genossin per mail: „Was kommunistisch Heute meinen könnte, […], weil es mich interessiert und ich nach Zugängen suche…
Zugänge, die allgemeinverständlich sind und die NICHt einfach ignorieren, das mit dem Wort geschichtlich schon autoritäre Irrtümer vertreten wurden.“
Ich sah mich zwar im April nicht und ich sehe mich auch jetzt nicht als verpflichtet an, jedesmal, wenn ich das Wort „kommunistisch“ verwende, eine Distanzierung von den mit dessen Wortgeschichte verbundenen „autoritäre Irrtümer[n]“ beizufügen. – Daß mein Kommunismus-Verständnis ein anderes als das realsozialistische ist, ergab sich damals allein schon aus dem damaligen gleichzeitigen Bezug auf den Feminismus. Und auch in den meisten anderen Texten, in denen ich von „Kommunismus“ spreche, dürften sich derartige Unterschiede jeweils erschließen lassen. Von einer Gesamtlektüre meiner diesbgl. Textproduktion (1 und 2) ganz abgesehen. ;-)
Indem heute aber ein Genosse im Rahmen der aktuell laufenden Programm- und Organisierungsdebatte die 21 Aufnahmebedingungen der KomIntern in Erinnerung brachte, brachte er mir in Erinnerung, daß ich mich – vor rund 20 Jahren – auch bereits einmal mit dem KomIntern-Dokument befaßt hatte.
Ich schrieb damals ein Papier „Warum heute noch KommunistIn sein? Und: Was wir am Kommunismus ändern müssen?“. Das Papier war für einen Diskussionszirkel bestimmt, der damals eine Veranstaltung plante, die aber schließlich nicht realisiert wurde. Das Papier blieb damals unveröffentlicht. – Es sei nunmehr als nachträgliche Antwort auf die mir im April gestellte Frage veröffentlicht. (Für die jetzige Veröffentlichung habe ich damalige Tippfehler korrigiert, das Literaturverzeichnis um
links ergänzt, die Fußnote 5 hinzugefügt und in These II.8 eine kleine – gekennzeichnete – inhaltliche Korrektur vorgenommen. Zur damaligen These II.4. sei mittlerweile auf diese beiden [1 und 2] Präzisierungen hingewiesen.)

[der folgende Text als .pdf-Datei]

I. Methodisches

1. Engels sagt: „Es wird die Pflicht (…) sein, sich über alle theoretischen Fragen mehr und mehr aufzuklären (…) und stets im Auge zu behalten, daß der Sozialismus, seitdem er eine Wis­senschaft geworden ist, auch wie eine Wissenschaft betrieben, d.h. studiert werden will“ (Engels 1874, 517). Und Lenin sagt: „Wir betrachten die Theorie von Marx keineswegs als et­was Abge­schlossenes und Unantastbares; wir sind im Gegenteil davon überzeugt, daß sie nur das Funda­ment der Wissenschaft gelegt hat, die die Sozialisten nach allen Richtungen wei­terentwickeln müssen, wenn sie nicht hinter dem Leben zurückbleiben wollen.“ (Lenin 1899, 205 f.1).
Diese Bestimmung der revolutionären Theorie auch als Wissen­schaft bedeutet die Abgrenzung von jedem Dogmatismus und eröff­net die Möglichkeit zur Selbstkorrektur und zur immanent Wei­terentwicklung. Mit dieser Bestimmung der revolutionären Theo­rie ist zum zweiten eine doppelte Abgrenzung abgenommen: 1. ge­genüber jenen, die revolutionäre Theorie ausschließ­lich als Phi­losophie (‚Kritische Theorie’) auffassen und 2. gegenüber je­nen, die revolutionäre Theorie als angeblich wissenschaftliche Weltanschauung, also letztlich ebenfalls Philosophie, (Stalinismus) ausgeben. (Da eine Weltanschauung gerade keine Wissenschaft ist, bedeutet die ge­nannte Wortkombination die Unterordnung der Theorie unter die pragmatischen [Macht]-Notwendigkeiten des politischen Alltags. Wohin dies führt, haben wir alle die letzten Jahr­zehnte gesehen – mit dem schließlichen Er­gebnis des Zusammenbruchs.)2
(Die RAF steht mit ihrer praktizi­stischen (pragmatischen) Auslegung, die sie der marxistischen These vom „Primat der Praxis“ gegeben hat, ebenfalls in dieser wissenschaftsfeindlichen Tradition. Diese Wissenschaftsfeind­lichkeit hat es ihr unmöglich gemacht, die produktiven Ansätze aus dem „Konzept Stadtguerilla“ und aus „Stadtguerilla und Klassenkampf“, auf die Ali Jansen / Bern­hard Rösenkötter und Michi Dietiker jüngst in ihrem „Messerrücken“-Text erneut auf­merksam gemacht haben, weiterzuentwickeln als sich die politi­schen Bedingungen u.a. mit dem Schei­tern der Mai-Offensive 1972 verändert hatten. Statt zu einer solchen produktiven Weiterent­wicklung kam es zu dem bekannten militaristischen Subjektivis­mus, dessen Scheitern im ver­gangenen Jahr nun auch die RAF er­kannt hat. Dieses Mal scheint ihr – mangels der theoreti­schen Waffen der Revolution – nur der Weg in den subjektivistischen Neo-Reformismus zu bleiben.)

2. Rosa Luxemburg sagt: „Es kann keine gröbere Beleidigung, keine ärgere Schmähung gegen die Arbeiterschaft ausgesprochen werden als die Behauptung: theoretische Auseinandersetzun­gen seien lediglich eine Sache der ‚Akademiker‘. (…). Solange die theoretische Erkenntnis bloß das Privilegium einer Handvoll ‚Akademiker’ in der Partei bleibt, droht ihr immer die Gefahr, auf Abwege zu geraten.“ (Luxemburg 1899, 371).
Diesen Ausgangspunkt wählend, sollen im folgenden einige Punkte aufgezeigt werden, in denen der traditionelle Marxismus weiter­hin Recht hat (II.) und einige Punkte, in denen der Marxismus revidiert werden muß (III.). Dabei wird sich dann zeigen, daß auch die ‚Wahrheiten’ unter II. nur die halbe bzw. vielmehr eine Drittel-Wahrheiten sind.

II. Warum heute noch KommunistIn sein?

1. Nach wie vor richtig ist die Erkenntnis, daß die Herrschen­den ihre Macht nicht freiwillig abgeben werden, und daß wir nicht in der Lage sein werden, ihren Widerstand zu brechen, wenn wir abwarten bis uns die Machtfrage von den Herrschenden gestellt wird. Kommuni­stInnen unterlassen es deshalb „keinen Au­genblick, bei den Arbeitern ein möglichst klares Be­wußtsein über den feindlichen Gegen­satz zwi­schen Bour­geoisie und Prole­tariat herauszuar­beiten, (…). Die Kommuni­sten ver­schmähen es, ihre An­sichten und Absichten zu ver­heimlichen. Sie erklären of­fen, daß ihre Zwecke nur erreicht werden können durch den gewaltsa­men Umsturz aller bishe­rigen Gesellschafts­ordnung.“ (Marx/Engels 1848, 492 f.). „Zwischen der kapitalistischen und der kommunistischen Gesellschaft liegt die Periode der revolu­tionären Umwandlung der einen in die andre. Der entspricht auch eine politische Über­gangsperiode, deren Staat nichts andres sein kann als die revolutionäre Diktatur des Proletari­ats.“ (Marx 1875, 28). Anders als in Stalins Konzeption ist der So­zialismus also keine eigen­ständige Produktionsweise, in der Klas­senkampf abstirbt; vielmehr ist in ihm der Klassen­kampf für den Kommunismus, für die staats- und herrschaftslose Gesell­schaft „in neuer Form und mit neuen Mitteln (fortzusetzen)“ (Lenin 1921, 482). (mehr…)

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Zum Stand der Organisierungs- und Programmdebatte

Ende März hatte die Sozialistische Initiative Berlin (damals noch mit dem Zusatz: „-Schöneberg“) mit ihrem Papier „Neue antikapitalistische Organisation? Neue antikapitalistische Organisation? Na endlich!“ eine – auch hier schon öfters Thema gewesene – Programm- und Organisierungsdebatte ausgelöst. Mittlerweile hat die Debatte – insbesondere durch die Beiträge des Kreises der AutorInnen eines „Bochumer Programm“-Entwurfes – deutlich an Fahrt aufgenommen.
Strittig ist im Moment insbesondere, ob das Konzept des „revolutionären Bruchs“ tatsächlich zur Grundlage der Arbeit der eventuell zu gründenden Organisation gemacht werden soll (wie in dem „Na endlich“-Papier vorgeschlagen und sogar als „unverhandelbar“ bezeichnet wurde) oder ob die Organisation auch für gradualistische Konzeptionen, die eine schrittweise Änderung der Gesellschaftsstruktur ohne revolutionären Bruch anstreben, offen sein soll, und ob das „Bochumer Programm“ in die zweitgenannte Kategorie fällt.

Meine letzten Beiträge zu diesem Thema finden sich dort:

und

sowie
schon etwas älter:

Außerdem gibt es eine Übersicht über dieses und 19 weitere Themen, die bisher strittig diskutiert wurden und weiter diskutiert werden sollen:

.

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Reformistischer Voluntarismus – Zum Grundsatzprogramm-Entwurf der Linkspartei

Gestern wurde im blog Lafontaines Linke eine von mir verfaßte ausführliche Auseinandersetzung mit dem Grundsatzprogramm-Entwurf der Linkspartei (mit bisher 7 LeserInnen-Kommentaren) veröffentlicht:

http://www.lafontaines-linke.de/2011/10/das-blaue-vom-himmel-schulze-programm-debatte/.

Vgl. zum gleichen Themenkreis auch noch von mir bzw. unter meiner Beteiligung entstanden:

zur vorhergehenden Fassung des Grundsatzrogramm-Entwurfes:

Verschiedene Geschmäcker
http://theoriealspraxis.blogsport.de/2010/05/11/verschiedene-geschmaecker/

zum Linkspartei-Wahlprogramm von 2009:

Linke Kapitalismuskritik muss treffender werden – Geht eine Kritik an Geiz, Gier und Verantwortungslosigkeit wirklich an die Wurzel – oder am Ziel vorbei?
http://www.trend.infopartisan.net/trd7809/t107809.html

eine Diskussion von Anfang der 1990er Jahre:

Moderner Kapitalismus – ArbeiterInnenklasse – politisches Subjekt
http://theoriealspraxis.blogsport.de/koproduktionen/moderner-kapitalismus-arbeiterinnenklasse-politisches-subjekt/

Hehre Ansprüche, naive Strategie
http://theoriealspraxis.blogsport.de/koproduktionen/hehre-ansprueche-naive-strategie/

Transformation oder Revolution?
http://theoriealspraxis.blogsport.de/koproduktionen/transformation-oder-revolution/

ansonsten zur Linkspartei:
http://theoriealspraxis.blogsport.de/tag/linkspartei

von anderen:

a)

Lucy Redler
Sozialismus statt Marktwirtschaft. Eine Auseinandersetzung mit Sahra Wagenknechts „Freiheit statt Kapitalismus“
Broschüre, A5, 44 Seiten
3 Euro
http://shop.sozialismus.info/shop/article_662/Sozialismus-statt-Marktwirtschaft.html?sessid=LWnGL8ViKOpke5IRqIEpsTMkKHz12RfLYwFUyGJi00hkM73LFxBO6QYbY6TicfzY&shop_param=cid%3D1%26aid%3D662%26

Diskussionsveranstaltung über das Buch „Freiheit statt Kapitalismus“ von Sarah Wagenknecht
Montag, 10. Oktober, 19 Uhr im Ver­an­stal­tungs­raum DIE LINKE, Schwanenstr. 30, Dortmund
http://sav-ruhr.blogspot.com/2011/09/sozialismus-statt-marktwirtschaft-mit.html

b)

Guenther Sandleben
Finanzmarktkrise – Mythos und Wirklichkeit. Wie die ganz reale Wirtschaft die Krise kriegt
(proletarischen Texte Band 1)
121 Seiten. 7,90 €
ISBN 978-3-8423-3654-4
http://www.proletarische-plattform.org/proletarische-texte/

c)

August Thalheimer (vgl. zu diesem: http://de.wikipedia.org/wiki/Kommunistische_Partei-Opposition)
Über die sogenannte Wirtschafts-Demokratie
http://www.marxists.org/deutsch/archiv/thalheimer/1928/xx/wirtdem.html

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Mal wieder: Queer contra Feminismus – Offener Brief an das Lesbenarchiv „Spinnboden“

In Nachbereitung zur Veranstaltung vom Montag zum Thema „Perspektiven der feministischen Organisierung nach dem Slutwalk“ (vgl. dazu: 1, 2 und 3) sollte am Freitag im Lesbenarchiv „Spinnboden“ ein Nachbereitungs-Treffen stattfinden. Nachdem bei Facebook gegen die Veranstaltungsankündigung Transphobie-Vorwürfe erhoben wurden, weil dort die Frage aufgeworfen wurde, ob das Treffen mit oder ohne Beteiligung von Trans* stattfinden soll, entschloß sich der „Spinnboden“ die Raumzusage zurückzuziehen.
Darauf antwortete ich mit untenstehendem Offener Brief.
Das Treffen wird nun statt dessen im Hinterzimmer des Restaurants Nepal-Mandal (Brunnenstr. 164) stattfinden, was immerhin den Vorteil hat u-bahn-näher gelegen zu sein (alternativ zum U-Bhf. Rosenthaler Plart kommt im übrigen auch der U-Bhf. Bernauer Str. in Betracht).
Das Treffen wird nun u.a. der Vorbereitung einer Veranstaltung zum Thema „Ist Cis-FrauenLesben-Separatismus transphob?“ dienen. Personen, die eine Veranstaltung mit diesem Thema für illegitim halten, sind zu dem Treffen genauso wenig eingeladen, wie Leute, deren politischer Horizont bis zum – bei Facebook gepflegten – um das Wort „Kackscheisse“ kreisenden Fäckaljargon reicht.

[Der folgende Offene Brief als .pdf-Datei]

Liebe Gabriele,
liebe Spinnboden-Geschäftsführung,

wenn dies meine Ebene der politischen Auseinandersetzung wäre, würde ich als erstes den Transphobie-Vorwurf an Euch zurückgeben.
Nach den in der Berliner queer-Szene etablierten Maßstäben ist, mich als Trans- oder Indergender-Wesen, das einen weiblichen und einen männlichen Vornamen führt, ausschließlich mit meinem männlichen Vornamen anzureden, „transphob“, weil eine derartige Adressierung angeblich in mein Recht auf Selbstbezeichnung eingreift.
Da ich aber nicht zu denen gehöre, denen der Unterschied zwischen Selbstverständnis und Fremdwahrnehmung unbekannt ist, könnt Ihr mich gerne weiterhin so anreden, wie es Euch beliebt.

Was den Transphobie-Vorwurf wegen der Ankündigung des Treffens und der zugehörigen Facebook-Diskussion betrifft, so weise ich ihn zurück:

1. Das Treffen ist nicht einmal als Cis-FrauenLesben-Treffen angekündigt (wäre ja auch absurd, wenn ich selbst zu den Einladenden gehöre…).
Was wir allein machen, ist: Bekannt geben, daß wir für zulässig halten, daß Cis-FrauenLesben ihren etwaigen Wunsch, sich ohne Trans*-Beteiligung zu treffen, bekunden, und ich selbst mich diesem Wunsch beugen würde.
Daß allein das Zulassen des Bekundens eines solchen Wunsches zu Transphobie-Vorwürfen führt und Euch zur Rückname der Raumzusage veranlaßt, zeigt allein, welch undemokratische Diskussionsstruktur zu Lasten von (bestimmten) Cis-FrauenLesben in der Berliner queer-Szene mittlerweile Standard geworden ist.
Queer wirkt hier alles anderes als eine Abschwächung des Patriarchats, sondern als eine Verstärkung des Patriarchats – als Hinderung für Cis-FrauenLesben, ihre ggf. bestehenden Bedürfnisse und politischen Ansichten auszusprechen.

2. Für jeden und jeder, der/die nicht völlig von individualistisch-idealistischer, queerer Ideologie verbohrt ist, liegt auf der Hand, daß (mehr…)

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Heute bei Kritisch-lesen.de wiederveröffentlicht: Meine Rezension von 1990 über Anja Meulenbelts Buch über Sexismus, Rassismus und Klassismus

Meine Rezension aus dem Jahre 1990 über Anja Meulenbelts Buch „Scheidelinien. Sexismus, Rassismus und Klassismus“ wurde in der heutigen Ausgabe von Kritisch-lesen.de zum Thema „Überschneidungen von Unterdrückungen“ – leicht gekürzt und um einige Tippfehler bereinigt – wiederveröffentlicht:

http://www.kritisch-lesen.de/2011/10/scheidelinien-anja-meulenbelt-uber-sexismus-rassismus-und-klassismus/

„In dieser Ausgabe geht es um verschiedene Unterdrückungsverhältnisse, den Versuch, ihre unterschiedlichen Funktionsmechanismen zu erfassen, sie trotz ihrer Verwobenheit analytisch zu trennen und sie dann wieder zusammen zu führen, denn eine Unterdrückungsform kommt nicht einzeln vor, sondern ist häufig mit anderen verknüpft. So kann zum Beispiel eine weiße katholische Kassiererin sowohl sexistisch als auch aufgrund ihrer Klassenposition unterdrückt werden. Es handelt sich dabei aber nicht einfach um eine Aufaddierung von Unterdrückungen, sondern vielmehr darum, wie sie ineinander greifen, sich gegenseitig beeinflussen und verstärken.“
http://www.kritisch-lesen.de/2011/10/uberschneidungen-von-unterdruckungen/

Vgl. zu diesem Themenkomplex auch noch die Rezenion von Peter Nowak „Klassismus. Konzept zur Gesellschaftsveränderung oder zur Mittelstandsförderung?“ zum Buch von

Andreas Kemper und Heike Weinbach:
Klassismus. Eine Einführung
Unrast Verlag, Münster 2009.

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HEUTE (Mo., 3.10.): Disk.-VA über feministische Organisierung

Veranstaltung, Mo., 3.10.: Perspektiven feministischer Organisierung nach dem Slutwalk

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In zwei Wochen: Disk.-VA über feministische Organisierung

Am Montag, den 3. Oktober diskutieren ab 19 h im Tristeazza (Pannierstraße 5, 12047 Berlin)
-- Nadine Lantzsch (Mitorganisatorin des Berliner Slutwalks und Autorin der AK-Serie zum Thema „queer“: http://www.akweb.de/ak_s/ak561/27.htm; Serien-Übersicht: http://www.akweb.de/ak_s/ak563/11.htm – am Ende)
-- eine Vertreterin der Hamburger antimilitaristischen FrauenLesben-Gruppe AMIGA
(http://kein-trialog.so36.net/hinter/pdf/fem_posi_gg_mil_amiga_hh.pdf)
und
-- Barbara Suhr-Bartsch (Verfasserin des Papiers „Eine wirklich ‚Neue Linke‘ muss emanzipatorisch sein – oder sie wird nicht sein“: http://arschhoch.blogsport.de/2011/06/27/eine-wirklich-neue-linke-muss-emanzipatorisch-sein-oder-sie-wird-nicht-sein/)
über „Perspektiven der feministischen Organisierung nach dem Slutwalk“.

Mehr Infos :
http://arschhoch.blogsport.de/2011/09/14/va-3-10-perspektiven-feministischer-organisierung-nach-dem-slutwalk/

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@ DSK, Rape Culture etc.: Hommage an weibliche Rache

„Die neue Single Blood In My Eyes von Atari Teenage Riot ist Vorbote ihres neuen Albums Is This Hyperreal?, das im Mai auf Alec Empires Label Digital Hardcore Recordings erscheinen soll. Im Song klagt Sängerin Nic Endo den Menschenhandel mit Frauen an, die zur Prostitution gezwungen werden.“ (Barbara Mürdter / Popkontext).

Trigger-Warnung (in Bezug auf das Video):

Atari Teenage Riot – Blood In My Eyes (Nic Endo’s Video Message) from Atari_Teenage_Riot on Vimeo.

Ohne Video:
http://soundcloud.com/alec_empire/atari-teenage-riot-blood-in-my.

„‘Blood In My Eyes’ features Nic Endo on lead vocal. She speaks out for the multitude of women who have become the victims of human trafficking, their sexuality exploited for financial gain right under the gaze of the ineffectual governments of the self-proclaimed civilised west. Nic, wholly in tune with her trademark Japanese face-paint depicting “Resistance,” makes her point in the inimitable Atari way. ‘Blood In My Eyes’ is a riveting electronic punk rock diatribe, paying homage to the feminine retributive subtexts espoused by cult films like ‘Kill Bill’1 nd heavily censored French art-house offering, ‘Baise-Moi.’2 Nic expounds a cautionary tale, alerting us that all who stand by and do nothing share the guilt.“ (Alex Empire – Fußnoten hinzugefügt).

Vgl. auch: http://maedchenmannschaft.net/auge-um-auge-zahn-um-zahn/.

  1. „Die Braut erwacht mitten in der Nacht im Krankenhaus. Sie tastet sich ab, versucht sich zu erinnern und zu orientieren und merkt, dass sie nicht mehr schwanger ist. Einer der Pfleger nähert sich dem Zimmer; er bringt einen Besucher mit, dem er die komatöse Patientin stundenweise als Vergewaltigungsopfer vermietet. Kiddo schafft es, beide nacheinander zu töten. Sie nimmt die Autoschlüssel des Pflegers und flüchtet sich trotz ihrer durch die lange Bettlägerigkeit gelähmten Beine aus der Station in dessen Auto. Hier versucht sie ihre Beweglichkeit wiederzuerlangen.“ (Wikipedia) [zurück]
  2. „Nachdem Manu von mehreren Männern vergewaltigt wurde, beschuldigt ihr Bruder sie, die Schuld hierfür selbst zu tragen. Es kommt zu einem Streit, in dessen Verlauf Manu ihren Bruder erschießt und schließlich die Flucht ergreift. Zur gleichen Zeit wird Nadine Zeugin, wie ihr Freund von konkurrierenden Drogendealern erschossen wird; auch sie beschließt zu fliehen. Auf ihrer Flucht vor der Vergangenheit, dem Geschehenen und ihrem Leben treffen die beiden Frauen aufeinander und beschließen, zusammen auszubrechen und durch Frankreich zu ziehen. […]. Sie stehlen ein Auto, überfahren den Besitzer und machen von nun an den verschiedensten Männern gezielte Avancen, verführen sie zum Sex, um sie anschließend voller Hass umzubringen.“ (Wikipedia) [zurück]
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Von mir im neuen AK: Feministische queer-Kritik

AK-Logo

.
ak – analyse & kritik – zeitung für linke Debatte und Praxis Nr. 563 v. 19.08.2011:

Reden wie der Mainstream. Für eine feministische Kritik an queerer Politik (S. 12)
http://www.akweb.de///////ak_s/ak563/index.htm.

(Die Überschrift wurde von der Redaktion modifiziert: Der neue Haupttitel trifft es sehr gut. Danke! Der neue Untertitel ist nur wenig anders als mein alter Haupttitel. – Die gedruckte Zeitung habe ich nun also auch in der Hand.)

AK-Verkaufsstellen: http://www.akweb.de///////bula/.

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Diskussion zwischen Schweizer und deutschen Feministinnen (1990)

Ich dokumentiere im Folgenden zwei Texte, die im Nov. 1990 in der radikal Nr. 141, Teil I erschienen –
► zum einen: Schweizer Feministinnen,
Ein Stein in der Sonne (S. 6 – 10) (= ein Brief an die Gefangene aus der RAF, Eva Haule, und die Gefangene aus dem antiimperialistischen Widerstand, Gisela Dutzi)
► und zum anderen: eine Stellungnahme von „Frauen aus der
radikal“ dazu (S. 10 – 14).
Beide Texte wurde – unter leichten Kürzungen, die hier übernommen werden – 1994/95 in den beiden Auflagen der folgenden Broschüre nachgedruckt:
Broschürengruppe in Zusammenarbeit mit dem ASTA-FU sowie Frigga Haug, Wolfgang Fritz Haug, Wolf Dieter Narr, Uwe Wesel, Harald Wolf (Hg.)
Für eine neue revolutionäre Praxis.
Triple oppression & bewaffneter Kampf.
Eine Dokumentation von antiimperialistischen, feministischen, kommunistischen Beiträgen zur Debatte über die Neubestimmung revolutionärer Politik 1986-1993

Selbstverlag: Berlin, 1. Aufl. 1994, 2. Aufl. 1995, 66 – 70 und 70 – 74.

Ein Stein in der Sonne

Feminismus ist der Klassenkampf von ganz unten gegen das ganze System

Liebe Eva und Gisel,

[…] Wir sagen Nein zum scheinbar so basisdemokratischen „alle gleichzeitig voran“, weil es immer auf die selbstmörderische Illusion hinausläuft, der Sieg über die ausgezeichnet vorbereiteten, feindlichen Kräfte könne ein spontaner Akt nicht-vorbereiteter Massen sein. Wir halten daran fest, daß ein Teil der Klasse (eine „Avant-Garde“!) den Kampf um die Macht in nicht-revolutionärer Periode vorbereiten muß, und daß der bewaffnete Kampf zugleich die wirksamste Form der politischen Propaganda in nicht-revolutionärer Periode ist. All diese Tatsachen werden nicht dadurch außer Kraft gesetzt, daß das der Situation angemessene, technologische Niveau heute in der Schweiz tief ist. Entscheidend ist das bewußte und gezielte Vorantreiben.

Nachdem Ihr nun aber so klar und offen zum Feminismus Stellung genommen habt, wollen wir als Feministinnen ebenso klar und offen Stellung nehmen. Wir müssen dazu etwas ausholen.

Das imperialistische Patriarchat und seine aktuellen Projekte

Das System – wir nennen es imperialistisches Patriarchat – beruht auf der Ausbeutung und Gewalt gegen Frauen weltweit. Alle einzelnen Projekte sind Angriffe gegen Frauen, die neben und in geringerem Maß auch Männer treffen.

„im kampf der frauen wird ein zentraler nerv des herrschenden systems freigelegt“, schreibt Ihr. Wir meinen, da untertreibt Ihr maßlos: Frauen leisten konservativ geschätzt (durch die UNO) weltweit 2/3 der gesellschaftlichen Arbeit und bekommen dafür 1/10 der direkten oder indirekten Lohneinkommen. Dabei ist gesellschaftlich notwendige Arbeit wie Schwangerschaft, Geburt, Stillen, Verhütung, Abtreibung, emotionale und sexuelle Dienste noch nicht einmal mitgerechnet. Frauenarbeit ist der Nerv des Systems! (mehr…)

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Von der Philosophie zur Politik

Noch mal zu Postmoderne und Leninismus –

oder: Antwort1 auf das „Quietscheentchen“-Papier (SIBS v. 28.7.)

Dieser wie folgt gegliederte Text wird ab morgen Mittag im „Arsch hoch“-blog zur Organisierungs- und Programmdebatte zur Verfügung stehen: http://arschhoch.blogsport.de/2011/08/20/von-der-philosophie-zur-politik/.

Überblick:

I. Von der ‚postmodernen’ Philosophie …

1. Historischer Materialismus und idealistische Geschichtsphilosophie
2. Die Frage nach dem Gehalt von Theorie
3. Begriff und Wirklichkeit
4. Die Vernunft, die Macht und der Irrationalismus
5. Wertkritik und Postmoderne

II. … zum historischen Materialismus …

1. sex und gender
2. Vom wissenschaftlichen und politischen Nutzen der De-Konstruktion
3. Hauptwidersprüche, Nebenwidersprüche, Grundwidersprüche – und die Perspektiven einer Weltrevolution

III. … zur revolutionären Organisierung

1. Für revolutionäre Politik ohne geschichtsphilosophische Durchhalteparolen
2. Selbstkritisches zum Zeitplan
3. Arbeitskonferenz, Debattenverlauf und Spektrenerweiterung

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